Testurteil: "8.5 / 10"
Test: Einzeltest: Black Mirror II
Zitat: Pro: + sehr atmosphärisch; gelungene Story – auch wenn sie partiell sehr offenkundig bzw. vorhersehbar ist; tolle Synchronstimmen bzw. Dialoge; optisch sehr ansprechende Szenen – gesamt sehr abwechslungsreich mit viel Liebe zum Detail; viele, verschiedene Charaktere – sehr individuell gestaltet; Einsteiger freundlich (den Vorgänger muss man nicht gespielt haben); zwei frei wählbare Schwierigkeitsgrade zu Spielbeginn; viel zu tun für sammelwütige Spieler (Stichwort „Bilder machen“)
Contra: manche Minispielchen (z.B. Verschieberätsel) sind einfach doof und viel zu einfach – unterbrechen auch den Spielfluss irgendwie unangenehm (es reißt einen damit aus der Story raus); Dialoge sind zwar gut können aber nicht beeinflusst werden (keine Antwortoptionen vorhanden); Leider nur ein Introvideo – sonst sind groß keine Videos / Zwischensequenzen vorhanden (müssen freigespielt werden und können dann angesehen werden)
Adventure-Fan was willst du mehr? Zugegeben, die Spiel-Technik in sich mag heute nicht mehr ganz zeitgemäß sein, immerhin verlangt die Mehrheit der Spieler schnelle, flotte Action mit viel Krach und Bumm. Leise, intelligente Töne werden selten angeschlagen – sofern man einmal von taktischen, bzw. strategischen Shootern jeglicher Art absieht. Es ist wie es ist, das Genre Adventure, Unterkategorie „Point’n Click“ ist ein Nischenprodukt geworden, dass zudem leider aus der Sicht der Anhänger viel zu sehr vernachlässigt wird. Dabei beweisen allerdings solche Titel, dass man auf die dezente Art oft mehr Action schaffen kann als mit der offensichtlichen Tour. Verquere Handlungsstränge, geheimnisvoll gestellte Fragen, dazu ein paar Irrungen und Wirrungen, verschiedene Aufgaben, die erst Stück für Stück zum Ziel führen, abgepackt in ein optisch wie akustisch atmosphärisches Ambiente wissen mindestens genauso gut zu gefallen wie der Weg „ab durch die Mitte“. Eine überaus gut funktionierende Steuerung runden das gebotene Spielerlebnis sauber ab, so dass es keinen Grund zum Meckern gibt. Auf jeden Fall erwähnt sei auch, dass Einsteiger bzw. Ersttäter in Sachen „Black Mirror“ keine Probleme haben werden – auch wenn sie den ersten Teil nicht kennen. Der Einstieg ist simpel, die Hintergründe werden gut erschlossen. Und potentielle Wiederholungstäter? Wie erwähnt hat es die eine oder andere Stelle, die viel Ausblick auf die Zukunft verschafft, welche – um es einfach auszudrücken – klarstellt, dass das „Point’n Click Adventure“ noch lange nicht am Ende ist. Wer auch nur halbwegs mit dem Genre etwas anfangen kann, zugreifen – es lohnt sich!