Bei einem Erdbohrer, der manuell betrieben werden kann, entscheidet das Material und die Verarbeitung darüber, wie viel Kraft man aufwenden muss, um ein Loch in die Erde zu bohren. Natürlich hängt es auch von der Beschaffenheit des Bodens ab. Wer größere Steine oder Felsen im Boden hat, kommt vermutlich nicht weit. Für normale Böden sind die Erdbohrer der Hersteller Güde, Fiskars, Silverline und Kerb besonders beliebt, denn sie sind meistens in verschiedenen Größen erhältlich und leisten gute Dienste bei kleineren bis mittleren Löchern. Damit kann man Bäume oder Sträucher pflanzen oder Pfosten setzen.
Wie funktioniert ein manueller Erdbohrer?
Ein Handerdbohrer besteht aus einem Quergriff und einem Rundstab mit angeschweißter Transportschnecke und einer Spitze. Fiskars Modelle sind anstelle der Transportschnecke mit zwei propellerartigen versetzt angebrachten Messern ausgestattet. Diese verhindern, dass sich Gras oder kleine Steine beim Bohren verfangen. Bei vielen Modellen muss der Quergriff erst montiert werden. Hier sollte man darauf achten, dass er gut fixiert werden kann. Bei Modellen, wo nur ein Holzstab eingesteckt wird, kann es bei der Arbeit leicht zu Quetschungen an den Händen kommen, wenn der Stab verrutscht.
Das Funktionsprinzip des Erdbohrers ist ganz einfach. Um ein Loch in die Erde zu bohren, setzt man den Bohrer an der gewünschten Stelle auf der Erde an und drückt ihn ein wenig in den Boden hinein. Dann kann man mit etwas Druck von oben den Bohrer in Uhrzeigerrichtung in den Boden drehen. Wenn die Transportschnecke verschwunden ist, dreht man das Gerät umgekehrt aus dem Boden heraus und entfernt die daran befindliche Erde. Anschließend setzt man den Erdbohrer wieder ein und wiederholt den Vorgang so lange, bis die gewünschte Tiefe des Loches erreicht ist.
Wie viel Kraftaufwand ist erforderlich, um mit einem manuellen Erdbohrer zu arbeiten?
Die Frage, wie viel Kraft man mit einem manuellen Erdlochbohrer aufwenden muss, ist nicht so leicht zu beantworten, denn es hängt viel mit dem subjektiven Empfinden der Nutzerin oder des Nutzers ab. Normalerweise ist die Nutzung aber auch von Frauen zu bewältigen, zumindest bei normaler Erde und einer eher geringer Tiefe. Je schwerer ein solcher Bohrer ist, desto leichter kommt man damit in die Erde. Mit dem Gewicht steigt auch die Robustheit dieser Werkzeuge. Mit zunehmender Tiefe wird es aber wieder schwerer, die Erde zu bewegen. Deswegen haben alle Modelle ihre Vor- und Nachteile, die man abwägen muss.
Stark lehmige und steinige Böden werden mit zunehmender Tiefe anstrengend, vor allem wenn man immer wieder verkeilte Steine entfernen muss und das Loch dadurch größer wird als geplant. Jeder muss selbst entscheiden, ob ein manueller Erdlochbohrer genügt oder man sich besser einen motorisierten mit mehr Power ausleiht, um die Löcher für eine größere Anzahl an Pfosten vorzubohren.
Welche Vorteile bietet ein manueller Erdbohrer gegenüber anderen Modellen?
Die Vorteile eines manuellen Erdbohrers liegen klar auf der Hand. Man kann ihn praktisch jederzeit einsetzen, ohne die Umwelt mit Abgasen zu belasten oder die Nachbarn mit übermäßigem Lärm zu ärgern. Er kann überallhin transportiert werden und benötigt weder Stromkabel noch Akku oder Benzin. Mit ihm lassen sich Löcher für Pfosten aller Art umsetzen, egal ob für ein Gewächshaus, ein Tiergehege, einen Zaun oder die Einzäunung von Himbeersträuchern und anderen Beeren, die auf Dauer einen Halt benötigen. Außerdem entfällt der Transport von Öl- oder Benzinkanistern. So ein Erdlochbohrer bietet zudem ein kostenloses Muskeltraining zugunsten der Umwelt.
Fazit
Mit einem manuellen Erdbohrer lassen sich zahlreiche Projekte umweltfreundlich und lärmfrei umsetzen, egal ob der Anbau von Kartoffeln, Tobinambur oder Süßkartoffeln und Blumenzwiebeln, die tiefer gesetzt werden müssen. Dazu kommt die Vorbereitung für Einzäunungen aller Art sowie die Pflanzung von größeren Bäumen und Sträuchern. Auch für den Terrassenbau und das Fundament für Baumhäuser, Schaukeln und viele weitere Spielgeräte sind die manuellen Erdlochbohrer hilfreich.
günstig in der Anschaffung
keine Lärm- und Emissionserzeugung
vielseitig einsetzbar
steigender Kraftaufwand bei schweren Böden
Einsatzmöglichkeiten bei steinigem und felsigem Boden begrenzt
mitunter hoher Zeitaufwand beim Bohren von Löchern


















































