Gerade für Anfänger mag sich der Bass auf den ersten Blick weniger stark von der Gitarre zu unterscheiden. Doch tatsächlich funktioniert der Bass, der Melodie und rhythmisches Element verbindet, nach eigenen Regeln. Wer einen Bass kauft, sollte über die verschiedenen Modelle, Größen aber auch das Zubehör Bescheid wissen. Als namhafte Hersteller für Bassgitarren gelten Fender, Ibanez, Yamaha, Epiphone, Gibson, Cort, Harley Benton und Framus.
E-Bass für Anfänger: Darauf kommt es an
Wer sich für das Erlernen einer Bassgitarre entschieden hat, steht vor einer wichtigen Kaufentscheidung: Reicht der günstige Bass für knapp über 100 Euro oder sollte man schon frühzeitig in ein hochwertiges Modell investieren?
Typischerweise wird nicht sofort im teuersten Segment geschaut. Gerade, wenn nicht klar ist, ob man überhaupt für den E-Bass geschaffen ist. Allerdings bieten viele der günstigsten Modelle auch Nachteile. Neben der nicht immer höchsten Verarbeitungsqualität gibt es auch Nachteile beim Komfort, der gerade für Anfänger ein wichtiges Kriterium ist. Doch nicht jeder günstige Bass muss unpassend sein.
Klar ist: Bass ist nicht gleich Bass. Neben dem berühmten Kontrabass gibt es drei elementare Bauweisen – den verbreiteten E-Bass mit Solid-Body ohne Hohlräume, den halbakustischen Bass und den Akustikbass. Der persönliche Fokus auf Bühne und Verstärker spricht natürlich für einen E-Bass. Doch auch der Akustikbass hat Vorteile: So ist er vorwiegend im Genre des Folk beliebt und kann Zuhause ohne Verstärker zum Üben verwendet werden.
Als Kompromissmodell gilt der halbakustische Bass, der sowohl über Tonabnehmer als auch einen Hohlkörper verfügt. Auch Paul McCartney griff zuweilen auf die halbakustische Variante zurück. Daneben gibt es Sondervarianten wie den Fretless-Bass, der ohne Bünde daherkommt und mit seinen Saiten einen sehr speziellen Sound bietet.
Ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf ist die Länge des Halses. Im Fachjargon wird zwischen Short- und Longscale-Modellen unterschieden. So punkten die Shortscale-Bässe mit Zugänglichkeit: Ihr kürzerer Hals ist für Anfänger übersichtlicher und seine Saiten einfacher zu greifen. Doch warum spielt dann nicht jeder mit einem Shortscale? Tatsächlich ist das Longscale-Format verbreiteter Standard. Das liegt auch am Sound, der typischerweise satter klingt. Dennoch: Für Anfänger kann sich ein Shortscale-Modell lohnen.
Natürlich ist auch der Musikstil relevant. Denn Folk bis Metal stellen traditionell unterschiedliche Ansprüche an einen Bass. Beim Metal beispielsweise sind die fünf- bis sechssaitigen E-Bässe mit ihren tieferen Tönen weit verbreitet. Die zusätzlichen Saiten können für Anfänger allerdings ein Problem darstellen.
Doch vor dem Kauf stellen sich einige weitere Fragen: Wie liegt der Bass in der Hand? Wie präsentiert er sich ästhetisch? Wie fühlt sich die Korpusform an? Absolut empfehlenswert ist es, einen Bass persönlich anzutesten, um herauszufinden, ob er sich in den Bereichen Klang und Verarbeitung "richtig" anfühlt.
Woran erkennt man einen guten E-Bass?
Der Klang ist ein wichtiger Faktor. Schließlich soll ein Musikinstrument einen passenden Sound verbreiten. Leider punkten hier meist die hochpreisigen Modelle. Doch da der "passende" Klang in Teilen subjektiv ist, kann auch ein günstigeres Modell überzeugen.
Daneben zählt die Verarbeitungsqualität. Vom Korpus über den Bund und Steg bis zum Hals verfügt der Bass über mehrere Segmente, die sich idealerweise gut verarbeitet und robust, aber auch haptisch ansprechend präsentieren sollten. Ein verbogener Hals oder ein Haarriss sind fatal. Und auch Krämpfe in der Hand, Blasen an den Fingern können beim falschen Modell zum Problem werden.
Welches Zubehör braucht man?
Gerade am Anfang ist das Stimmgerät ein verlässlicher Begleiter, der dafür sorgt, dass der Bass auch die richtigen Töne von sich gibt. Auch Kabel und Verstärker gehören beim E-Bass zu den wichtigen Accessoires. Wer seinen Bass nicht nur Zuhause herumstehen haben möchte, sollte sich eine Tasche oder ein Case für einen sicheren Transport anschaffen – sowie einen Gurt. Lohnenswert ist es, Ersatzsaiten vorrätig zu haben. Und nicht zuletzt: Je nach Spielstil greifen einige Bassisten auch zum Plektrum, das im Fall des Basses robust sein sollte.
Fazit
Das faszinierende Musikinstrument E-Bass ist nicht weniger facettenreich als die E-Gitarre. Wer sich einen neuen Bass anschaffen möchte, muss nicht arm werden. Doch Faktoren wie Klang, Design und haptische Qualität sollten beim Kauf eines guten E-Basses einbezogen werden.


































