Wenn es draußen kalt wird, drehen wir die Heizung hoch oder zünden ein behagliches Feuer im Kamin an. Das hat zur Folge, dass die Luftfeuchtigkeit abnimmt. Hinzu kommt die kalte, trockene Winterluft. Um dem entgegenzuwirken, verwenden viele einen Raumluftbefeuchter. Diese Geräte unterscheiden sich vor allem in ihren Funktionen und Leistungsstufen. Es gibt Raumbefeuchter, Luftwäscher, Luftreiniger, Verdampfer und Verdunster. Bekannte Hersteller wie Philips, Venta, Stadler Form, Beurer, Dyson, Xiaomi, Medisana, Trotec und Boneco bieten eine große Auswahl an Luftbefeuchtern mit verschiedenen Funktionen an.
Was ist ein Luftbefeuchter?
Die richtige Raumtemperatur ist mittels Heizung schnell eingestellt. Immerhin merken wir sofort, wenn es zu kalt oder zu warm ist. Anders sieht es mit der richtigen Luftfeuchtigkeit aus. Besonders in der kalten Jahreszeit nimmt sie durch die aufgedrehte Heizung ab. In großen Räumen reichen Haushaltstipps unter Umständen nicht aus, um die Luftfeuchtigkeit gleichmäßig hochzuhalten. Vor allem im Schlafzimmer und in Wohnräumen ist eine angemessene Luftfeuchtigkeit wichtig.
Abhilfe schaffen hier Raumluftbefeuchter. Diese Geräte sorgen dafür, dass zusätzlicher Wasserdampf in Schlafzimmer, Wohnräume und Kinderzimmer gelangt. Luftreiniger erhöhen gleichzeitig die Qualität der Raumluft.
Der Luftbefeuchter muss zur Größe des Raumes passen. Zudem sollte er möglichst geräuscharm arbeiten, vor allem wenn er im Schlafzimmer oder im Babyzimmer eingesetzt wird.
Alle auf dem Markt erhältlichen Modelle erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Darüber hinaus gibt es den so genannten Luftwäscher. Unabhängig davon kann man viele Geräte auch als Aroma-Diffuser einsetzen. Das Duftöl wird in ein extra Fach gefüllt oder dem Wasser hinzugegeben und schafft beim Befeuchten eine angenehme Atmosphäre.
Wie funktioniert ein Luftbefeuchter?
Die optimale Luftfeuchtigkeit in Schlafzimmer, Wohnzimmer und Arbeitsräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann durch die Heizung oder den Kamin verursacht werden. Dann kommen die Raumluftbefeuchter ins Spiel. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Arbeitsweise. Es gibt drei unterschiedliche Techniken, die bei Luftbefeuchtern zu Einsatz kommen: Verdunster, Verdampfer und Vernebler.
So genannte Verdunster überfeuchten die Luft nicht. Sie verteilen das Wasser in einer Art Schwamm oder auf Walzen mit dünnen Platten. Ein eingebauter Ventilator erhöht gezielt die Luftzirkulation. Damit befeuchten sie die Luft langsam und konstant. Pflanzen oder Zimmerspringbrunnen haben einen ähnlichen Effekt wie der Verdunster. Durch ihren Stoffwechsel geben Pflanzen, darunter speziell Grünpflanzen, das Wasser an ihre Umgebung ab. Gleichzeitig nehmen sie bei der Photosynthese Schadstoffe auf. Dadurch gelten sie gemeinhin als natürlicher Luftwäscher.
Verdampfer sorgen schnell für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie erhitzen das eingefüllte Wasser, bis es kocht. Ähnlich wie ein Topf voll kochendem Wasser gibt der Raumbefeuchter den Wasserdampf an die Raumluft ab. Anders jedoch als beim Kochtopf wird der Dampf gleichmäßig in die Luft gepustet.
Im Gegensatz dazu arbeiten Vernebler mit hochfrequenten Schwingungen. Auf diese Weise werden Wassertröpfchen an die Raumluft abgegeben. Der Vernebler erhitzt das Wasser dabei nicht. Im Grunde genommen kann man dafür auch einen Handsprüher verwenden, wie er bei Pflanzen eingesetzt wird. Allerdings wird durch die kleinen Wassertropfen nicht nur die Luft feucht, sondern eben auch Möbel und Böden. Das Prinzip des Verneblers funktioniert ähnlich wie das des Handsprühers. Das Wasser wird durch Ultraschall in Schwingungen versetzt und daraus entstehen allerkleinste Wassertröpfchen. Diese befeuchten die Luft gleichbleibend.
Beliebt sind Geräte, die die Luft nicht nur befeuchten, sondern gleichzeitig reinigen. Luftwäscher verwirbeln Wasser und Luft miteinander. Dadurch kommt die Luft direkt in Kontakt mit Wasser und die Luftfeuchtigkeit steigt. Im gleichen Schritt nehmen die Luftreiniger durch einen integrierten Filter Staub und Pollen auf, was besonders für Allergiker von Vorteil sein kann.
Welche Vor- und Nachteile bietet ein Luftbefeuchter?
Gute Luftbefeuchter zeichnen sich durch eine einfache Handhabung aus. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich mit ihnen ohne großen Aufwand und konstant erhöhen. Bei Verneblern kann es passieren, dass sich nach einiger Zeit ein Kalkfilm auf den Möbeln bildet. Dies liegt am Kalkgehalt des Wassers. Ein weiterer Minuspunkt gegenüber anderen Befeuchtungstechniken findet sich bei der Hygiene. Enthält das eingefüllte Wasser Keime, werden diese mit den Wassertröpfchen in die Raumluft gepustet. Aus diesem Grund sollte man bei Verneblern auf eine gründliche Reinigung achten.
Fazit
Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann krank machen. Die Schleimhäute trocknen aus, der Hals kratzt und die Augen jucken. Wer eine gute Möglichkeit der Luftbefeuchtung sucht, wird bei den Raumbefeuchtern fündig. Damit lässt sich die Luftfeuchtigkeit unkompliziert erhöhen.























































