Das Besondere an diesem Wein Man mag über die rund 170 Jahre alte Bordeaux-Klassifizierung ja denken, wie man will, an ihr vorbeikommt man aber bis heute nicht. Das gilt auch für die Geschichte von Château Cantemerle, die ohne „1855“ gar nicht erzählt werden kann. Das seinerzeit als Cinquième Grand Cru klassifizierte Château aus dem Haut Médoc war nämlich eigentlich gar nicht „mit dabei“. Der hartnäckigen Weingutsbesitzerin Caroline de Villeneuve-Dufort ist es zu verdanken, dass die strengen Kommissionsmitglieder der Bordelaiser Weinhändler, entgegen ihrer schon gefassten Pläne, doch noch überzeugt werden konnten, Cantemerle in den erlauchten Kreis aufzunehmen. Im Wissen um das geldwerte Prestige eines Grand Cru Classé kann man heute sagen: Der Einsatz von Madame hat sich wortwörtlich ausgezahlt! Der Grand Vin von Château Cantemerle besteht mit geringen Abweichungen von Jahrgang zu Jahrgang zu einem guten Zweidrittel aus Cabernet Sauvignon. Merlot mit rund 20 % und Cabernet Franc sowie Petit Verdot mit zusammen 15 % vervollständigen ihn zu einer klassischen Bordeaux-Cuvée. Dem Standard eines Grand-Cru-Classé-Hauses gemäß erfolgt die Lese stets per Hand, wobei die Trauben anschließend immer vollständig entrappt werden. Der Gärprozess in großen Holzbottichen wird auf Château Cantemerle für jede Parzelle separat durchgeführt. Danach reifen die Weine in unverschnittenen Partien in französischer Eiche für in der Regel 12 Monate. Nach der Assemblage ruht dieser wunderbare Rouge für weitere vier Monate, bevor er schließlich in den Handel gelangt. Die Appellation Haut-Médoc liegt im südlichen Teil der französischen Médoc-Region. Die Anbaufläche wird rund 301 Weinproduzenten bewirtschaftet und misst aktuell rund 5000 Hektar. Der Boden zeichnet sich durch von der Garonne angeschwemmte Kiesschichten aus, die auch Kalk- und Lehmböden sowie sandige Parzellen aufweisen. Trotz der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, zeigen die Weine eine große Homogenität. Sie sind lebhaft, ausgewogen und vollmundig, ohne dabei allzu kräftig zu sein. Das Château Cantemerle liegt nur einige Kilometer nördlich der Stadt Bordeaux. Hier beginnt der Meeresarm der Gironde, dessen Kiesel- und Schotterböden auch das Terroir von Cantemerle prägen. Mit 91 Hektar Rebfläche gehört das Weingut zu den größeren Anwesen der Region. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas zeigt sich der Château Cantemerle in tiefem Granatviolett. Sein charakteristisches Bouquet verströmt Noten von gebackenen Pflaumen sowie Schwarzen und Roten Johannisbeeren, mit Anklängen von Eichenholz und feinen Kräutern. Am Gaumen gibt sich der Grand Vin auch erdig und würzig, mit einem Hauch von roten Früchten und weißem Pfeffer. Ein eleganter Grand Vin von mittlerem Körper, mit viel Frische und feinkörnigen Tanninen, der mit hervorragender Länge überzeugt.
Château Chasse-Spleen Moulis-en-Médoc - 2022 - Chasse-Spleen - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Moulis-en-Médoc genießt den Ruf, besonders charmante und zugängliche Rotweine hervorzubringen, in denen Merlot eine höhere relative Bedeutung zukommt, als in anderen, eher vom Cabernet Sauvignon dominierten Appellationen der Halbinsel. So verhält es sich auch beim Grand Vin von Château Chasse-Spleen, der die beiden großen Rebsorten des Bordelais stets in gekonnter Balance hält und zumeist mit nur kleinen Anteilen von Cabernet Franc und Petit Verdot in die Flasche kommt. Kraftvoll, vollmundig und hochkomplex lauten die Attribute, die diesen Cru Bourgeois Exceptionnel über ungezählte Jahrgänge hinweg begleiten. Bis heute rätseln manche Bordeaux-Kenner, warum Château Chasse-Spleen einst der Einzug in die Weinaristokratie der Grand Cru Classé verwehrt blieb. Dabei
Château Cheval Blanc 1er Cru A Saint-Émilion - 2018 - Cheval Blanc - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Die Weine von Château Cheval Blanc reihen sich mit großer Selbstverständlichkeit in die Besten aus Saint-Émilion ein. Zuallererst der als Premier Grand Cru Classé A klassifizierte Grand Vin. Dank erstklassiger Böden für Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc und bestem Handwerk im Keller versetzt er Jahr für Jahr die internationale Weinkritik ins Schwärmen. Und das sogar in Jahren, die nicht ganz optimal für die Reben und Trauben verlaufen. So waren der März und April 2018 besonders regenreich. Nahezu das Doppelte an Niederschlägen versetzten die Weinmacher in Sorge, denn dadurch stieg der Pilzdruck beträchtlich und der Mehltau entwickelte sich zum ernsten Problem. Selbst der Mai und der Juni waren noch von überdurchschnittlich viel Regen geprägt. Die folgenden Monate waren trocken, aber nicht allzu heiß, sodass die Trauben doch noch perfekt ausreifen konnten. Im September wurde mit der Lese des Merlot begonnen, im Oktober folgten die Cabernet-Trauben. Das Château selbst bezeichnet daher den 2018er als einen der großen Jahrgänge bei Cheval Blanc. Die Böden des Weinguts bestehen aus einem Untergrund aus Lehm. Der Lehm hält das Wasser besonders gut, sodass sich die Reben auch in Perioden großer Hitze und Trockenheit mit Wasser versorgen können. Auf diesem Untergrund liegen Böden mit einem hohen Sand- und Kies-Anteil. Sie verleihen dem Wein Eleganz und Finesse. Für den 2018er Cheval Blanc wurde eine Cuvée aus 55 Prozent Merlot, 40 Prozent Cabernet Franc und nur fünf Prozent Cabernet Sauvignon komponiert. In den kommenden Jahren soll der Anteil des Cabernet Franc bis auf 50 Prozent anwachsen und der Merlot dafür etwas zurückgenommen werden. Noch besitzen die Cabernet-Franc-Reben aber nicht das Alter, um für den Spitzenwein des Châteaus infrage zu kommen. Die Trauben für den Wein wurden komplett entrappt und spontan vergoren. Schwefel wird für diesen Wein erst nach der malolaktischen Gärung beigegeben. Die Reife erfolgte 18 Monate lang in neuen Barriques aus französischer Eiche. Das Trinkfenster für den Cheval Blanc wird vom Château mit 2030 bis 2077 angegeben. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas zeigt der Wein ein dichtes, strahlendes Granatrot. Der Duft spielt mit dunkelbeerigen, frisch anmutenden Aromen auf, mit schwarzer Kirsche, Waldbeeren. Dazu gesellen sich Noten von Lakritze, Veilchen und Schokolade sowie florales Beiwerk, das mit der Zeit mehr und mehr an Ausdruck gewinnt. Im Mund folgt der zweite Akt mit viel Struktur und Komplexität, die jedoch im Laufe der Jahre noch zunehmen sollte. Die Fruchtaromen gebären sich elegant und überraschend frisch. Dabei ausgreifend am Gaumen und vor allem ins Finale hinein noch einmal mit floralem und würzigen Rankenwerk. Was Kritiker zu dem Wein sagen 98+ Punkte von Robert Parker „Tief granatrot gefärbt, braucht es viel Verwirbelung und Luft, um duftende Noten von geschmorten Pflaumen, saftigen Schwarzkirschen und reifen Brombeeren, mit unterschwelligen Andeutungen von feuchter Erde, schwarzen Trüffeln, Rosenöl und Kardamom sowie einen Hauch von Unterholz und Eisenerz freizusetzen. Der mittel- bis vollmundige Gaumen ist dicht gepackt, mit satten schwarzen Früchten und vielen erdigen Akzenten, umrahmt und ausbalanciert von superfesten, körnigen Tanninen und nahtloser Frische. Der Wein endet mit einer erstaunlichen Länge und einer wunderschönen Reihe von blumigen und mineralischen Funken.“
Das Besondere an diesem Wein Als 5ème Grand Cru Classé verweist Clerc Milon selbstredend auf eine glanzvolle Frühgeschichte. Zahlreiche Inhaberwechsel setzten dem Weingut aus Pauillac in der Folge jedoch immer wieder zu und ließen es fast in Vergessenheit geraten. Philippe Baron de Rothschild ist es zu verdanken, dass der Dornröschenschlaf in den 1970er-Jahren mit einem merklichen Weckruf endete. Als Teil des Mouton-Rothschild-Universums hat Château Clerc Milon heute längst zu alter Größe zurückgefunden und sich dabei den Ruf erworben, für einen bemerkenswert aufgeschlossenen Grand Vin zu stehen. Man sagt ihm nach, schon in jüngeren Jahren einen sehr reifen Genuss zu versprechen; eine stilistische Nähe zum Star der Familie steht dazu nicht im Widerspruch. Im Gegenteil wird das große Vorbild Mouton auch immer wieder ausdrücklich betont. Heute wird das Weingut in der kleinen Gemeinde Milon von den Enkeln des legendären Barons geleitet. Gemeinsam mit den Teams von Mouton und den überragenden technischen Möglichkeiten der Premier-Grand-Cru-Verwandtschaft gelingt es geradezu spielerisch, das große Potenzial des Pauillac-Terroirs zu heben. Auf den Kies-, Ton- und Kalkstein-Böden wurzeln durchschnittlich 40 Jahre alte Rebstöcke, die einen Querschnitt durch alles zeigen, was im Médoc roten Rang und Namen hat. Ganz typisch für die Appellation ist der Clerc Milon von einem großen Anteil Cabernet Sauvignon geprägt. Mehr als die Hälfte des Weins besteht aus der Königsrebsorte der Region. Der elegant-fruchtige Merlot hat ebenfalls einen bededeutenden Anteil von 20 bis 40 Prozent, Cabernet Franc sowie kleinste Beigaben von Petit Verdot und Carménère vervollständigen die komplexe Cuvée des Hauses. Die Lese der Trauben wird bei Clerc Milon wie selbstverständlich per Hand durchgeführt. Nach einer weiteren Selektion und der alkoholischen Gärung erfolgt der Ausbau über 16 bis 18 Monate in französischen Barriques, in der Regel hälftig in neuen und gebrauchten Eichenfässern. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Eine anregende, fast schon rassige Aromatik gehört zum Stil des Hauses. Das Bouquet von dunklen Beeren und Lakritze, schwarzen Oliven und Tabak gewinnt mit etwas Luft eine enorme Vielschichtigkeit. Vollmundig und präsent zeigt er sich am Gaumen mit einem langen Nachhall von balsamischen Noten. Hier kommt ein sehr charmanter, geradezu verführerischer Bordeaux ins Glas.
Das Besondere an diesem Wein Die Cuvée stellt ein Best Of der Rebsorten der Provence dar: Grenache ist die Hauptsorte, dazu kommen kleine Anteile der weißen Sorten Rolle und Clairette, sowie der heimischen, selten gewordenen Tibouren. Teilweise stehen die Sorten als gemischter Satz im selben Weinberg, alle jedoch wachsen auf den typischen Böden der Region, die aus Lehm und Kalkstein bestehen und dem Wein eine charakteristische Mischung aus Frische und Fülle verleiht. Der Wein wird zum Teil in 600-Liter-Fässern vergoren und gereift, ein Holzeinfluss, der deutlich im Wein spürbar ist. Das gibt ihm eine Ernsthaftigkeit (und Lagerfähigkeit!), die bei Rosé sonst eher selten ist. Man erkennt hier womöglich den Einfluss aus dem Bordeaux, woher der Eigentümer des Weinguts, Sacha Lichine, ursprünglich stammt. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Der Château d’Esclans 2022 präsentiert sich als eleganter, mittelgewichtiger Rosé mit ausgeprägter Frische und feiner Struktur. In der Nase spielen rote Beeren, Pfirsich, Grapefruit, Zitrus und floralen Noten, ergänzt durch Gewürzanklänge vom Holzausbau, Vanille und einen Hauch Nelken. Am Gaumen zeigt er sich geschmeidig, cremig und rund, mit saftiger Frucht, präziser Säure und harmonischer Balance. Der Abgang ist lang, frisch und bleibt mit einem cremigen Eindruck nach. Wer nach einem Rosé mit Format sucht, ist hier richtig.
Das Besondere an diesem Wein „Dänen lügen nicht“, heißt es in der viel belachten Persiflage auf eine einstige Nr.1 der deutschen Schlager-Charts. Mit dem heiter beschwingten Espumante weint ISH, die „mindful drinking company“ aus Kopenhagen, dem Alkohol keine Tränen nach und zeigt, was inzwischen auch ohne Umdrehungen geht: unbeschwerter Weingenuss auf sehr ansprechendem Niveau. 40 internationale Awards hat sich der dänische Non-Alcohol-Spezialist für seine Kreationen bereits eingeschenkt, darunter die Silbermedaille bei den USA Weinratings 2023 für genau diesen entspannten Spumante mit spanischen Wurzeln. Für ihren Château del ISH Espumante haben sich die Alchimisten aus Skandinavien auf eine autochthone Rebsorte festgelegt, die in der Weinregion Castilla-La Mancha zu Hause ist. Diese hört hauptamtlich auf den Namen Airén ist aber auch als Valdepeñas oder Manchega bekannt. Im heißen und trockenen Klima Zentralspaniens zeigt sich die anspruchslose Rebsorte als enorm robust, dient vielfach für die Herstellung von Grundweinen für Brandys, bringt jedoch auch überraschend frische Weißweine hervor, so auch für diesen höchst gelungenen alkoholfreien Schaumwein vom ironisch augenzwinkernden Château del ISH. Alkoholfreier Wein ist weiterhin erklärungsbedürftig – ein Blick hinter die Kulissen darum immer hilfreich. Die sorgfältig selektierten Airén-Trauben werden direkt nach der Lese gepresst, mit einer Hefekultur geimpft und dann in Stahltanks vergoren. Nach der Gärung werden die Weine bei niedrigen Temperaturen in einem speziellen Vakuum-Destillationsverfahren schonend entalkoholisiert, um die wertvollen Aromen des Leseguts zu erhalten. Um die gewünschte Geschmacksbalance zu erreichen, erfolgt abschließend noch eine behutsame Beigabe von Traubenzucker. Der Château del ISH Espumante ist ein multitalentierter Charmeur, der als leichter Aperitif eine genauso gute Figur macht, wie als Speisebegleiter. Es ist durch seine Herkunft dabei keineswegs auf mediterrane Küche festgelegt, sondern arrangiert sich auch vortrefflich zu würzigen asiatischen Gerichten. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas zeigt sich der Château del ISH Espumante in zarten Gelbtönen. Süßliche Noten von Pfirsich balancieren gekonnt mit ausgewogener Säure. Auch im Mund viel Frucht, mit nur moderatem Süßeeindruck. Im Abgang eine angenehme Nachwirkung von feiner, erfrischender Säure.
Das Besondere an diesem Wein Die verführerisch duftende Spaghetti Napoli beim Lunchbreak, die nicht nur Appetit, sondern auch Durst macht. Die ersehnte Beförderung der netten Kollegin, auf die man im Büro eigentlich anstoßen muss. Die entspannte After-Work-Party, auf die sich aber noch eine Heimfahrt im Auto anschließt. Das sind sie, die Situationen und Anlässe, die nach einem guten Glas Wein oder Sekt förmlich rufen, aber dann doch wichtige Gründe zum Verzicht liefern. Non-Alcohol-Spezialist ISH hat genau diese Momente im Blick und beweist virtuos, was heute auch ohne Prozente geht: verblüffend viel Weingenuss, der sich problemlos in den Alltag integrieren lässt. So zum Beispiel mit dem Château del ISH Sparkling White, einer unbeschwert prickelnden Sekt-Cuvée aus Pinot Blanc aka Weißburgunder und Silvaner, die auch ohne Umdrehungen ganz viel Spaß macht. „Stay thirsty, stay mindful“, lautet die Mission der 2018 von Gründer Morten Sørensen an den Start gebrachten „mindful drinking company“. Beachtliche 40 internationale Awards haben sich die dänischen Macher bei ISH bereits eingeschenkt. Dazu zählt auch die Silbermedaille bei den USA Weinratings 2023 für den Château del ISH Sparkling White, der alles mitbringt, was einen guten Sekt ausmacht, auf Alkohol aber leichter Hand verzichten kann. Eine augenzwinkernde Ironie haben sich die dänischen Alchimisten bei dieser Namensgebung gewiss gestattet, beim Produkt selbst hingegen waren sie mit großem Ernst bei der Sache. Das Rückgrat dieser charmanten Cuvée bildet hochwertiges Lesegut aus dem Rheingau. Die Lehm-Kalkböden des geschichtsträchtigen Terroirs verleihen dem Wein Struktur und Körper sowie mineralische Akzente, während ihm das viel beschworene Cool Climate der Region hilft, ein stabiles Säuregerüst am Gaumen zu errichten. Alkoholfreier Wein? Für viele noch ein Rätsel und Grund zur Skepsis, darum lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Das sorgfältig selektierte Traubenmaterial wird direkt nach der Lese gepresst, mit einer Hefekultur geimpft und dann in Stahltanks vergoren. Nach der Gärung werden die Weine bei niedrigen Temperaturen in einem speziellen Vakuum-Destillationsverfahren schonend entalkoholisiert, um die wertvollen Aromen des Leseguts zu erhalten. Abschließend erfolgt noch eine minimale Beigabe von Traubenzucker, um die gewünschte Geschmacksbalance herzustellen. Der Château del ISH Sparkling White empfiehlt sich als stimmiger Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten, stellt sich aber auch gerne auf eine mit asiatischen oder mediterranen Spezialitäten gedeckte Tafel. Wer ihn als Aperitif wählt, ist ebenso gut bedient und lässt damit die Option offen, sich zum Essen das eine oder andere Prozentglas zu gestatten. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas zeigt sich der Château del ISH in hellgelber Farbe mit grünlichen Reflexen und einer moderaten Perlage. Honignoten, dazu Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Birne und Pfirsich prägen das Bouquet. Auch am Gaumen präsente Frucht, mit leicht süßlichen Eindrücken und einer insgesamt stimmigen Balance. Im Abgang mit schöner Nachwirkung von frischer Säure.
Das Besondere an diesem Wein Wann immer man bisher Nein sagen musste, kann man jetzt ganz getrost Ja sagen. Mit diesem charmanten Sparkling-Rosé zeigt Non-Alcohol-Spezialist ISH was inzwischen auch ohne Prozente geht: verblüffend viel Weingenuss. 40 internationale Awards hat sich die „mindful drinking company“ aus Kopenhagen für ihre Kreationen bereits eingeschenkt, darunter die Silbermedaille bei den USA Weinratings 2023 für ebendiesen sehr gelungenen Rosé-Sekt ohne Umdrehungen. Blickt man auf das verführerische Lachsrosa im Glas, wähnt man sich im Urlaub an der Côte d’Azur. Doch ist man mit diesem Sekt auch – und vor allem – im Alltag genussvoll unterwegs und überdies im Rheingau gelandet. Von ebendort stammt nämlich das hochwertige Traubenmaterial, aus dem die Alchimisten von ISH diese alkoholfreie Genussbombe gezaubert haben. Mit einem Augenzwinkern haben die kreativen Dänen ihren Sekt auf Château del ISH getauft – Skeptiker mögen dabei an ein Luftschloss denken. Zu Unrecht, denn dieser feine Prickler hält, was er verspricht: unbeschwerten Weingenuss auf sehr ansprechendem Niveau. Alkoholfreier Wein, für viele noch ein Rätsel, für manche sogar ein Widerspruch in sich. Umso mehr lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen: Die sorgfältig selektierten Merlot- und Pinot-Noir-Trauben aus der Cool Climate Region Rheingau werden direkt nach der Lese gepresst, mit einer Hefekultur geimpft und dann in Stahltanks vergoren. Nach der Gärung werden die Weine bei niedrigen Temperaturen in einem speziellen Vakuum-Destillationsverfahren schonend entalkoholisiert, um die wertvollen Aromen der Trauben zu erhalten. Abschließend erfolgt noch die Beigabe eines Hauchs von Traubenzucker, um die gewünschte Geschmacksbalance zu erreichen. Der Château del ISH Sparkling Rosé eignet sich als ein vorzüglicher Aperitif und das nicht nur, weil es zum Essen dann das eine oder andere Prozent-Glas mehr sein darf. Wer auch das sich anschließende Sushi oder das cremige Risotto alkoholfrei begleiten möchte, bleibt einfach dabei und sagt weiter Ja. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas strahlendes Lachsrosa mit lebhafter Perlage. An der Nase melden sich Duftnoten von Pflaumen, Erdbeeren und Himbeeren. Auch im Mund eine schöne Frucht, mit nur leichtem Süßeeindruck und einer insgesamt gelungenen Balance. Im Abgang mit feiner, erfrischender Säure nachwirkend.
Das Besondere an diesem Wein Der Auftakt der Vegetationsperiode im Jahr 2016 im Bordelais war extrem feucht. Mitte Juni sah es so aus, als würde sich der Jahrgang katastrophal entwickeln. Die Blüte fand erst sehr spät statt. Ende Juni wendete sich dann das Blatt und im Bordeaux erlebte man einen der trockensten Sommer. Die extreme Trockenheit hielt an. Viele Weinberge, besonders die mit jungen Rebstöcken, gerieten in Stress. Das Château Ducru-Beaucaillou, mit seinem besonderen Terroir und seinen durchschnittlich 40 Jahre alten Rebstöcken, war davon jedoch nicht betroffen. Das Château Ducru-Beaucaillou wurde in diesem Jahr aus 85 % Cabernet Sauvignon und 15 % Merlot assembliert. Die Weinlese dieses 2ème Grand Cru Classé erfolgte von Hand zwischen dem 24. September und dem 14. Oktober. Jede Parzelle wurde streng selektiv einzeln gelesen. Im Weinkeller erfolgte danach eine nach Parzellen getrennte Vinifizierung, woran sich eine 18-monatige Reifung in 100 % neuen Fässern aus französischer Eiche anschloss. Das Ergebnis ein großartiger 2016er, mit dem das Château Ducru-Beaucaillou eindeutig wieder dort ist, wo es hingehört, nämlich an die Spitze der „Super-Seconds“. Das Château Ducru-Beaucaillou, eines der berühmtesten Weingüter im Bordeaux, liegt am linken Ufer der Gironde in der Appellation Saint-Julien. Benannt nach einem der früheren Eigentümer, Bertrand Ducru, und den schönen Kieseln „Beaux Cailloux“, die zuhauf in den Weinbergen des Châteaus zu finden sind, befindet es sich seit 1941 im Besitz der Familie Borie. Die Domaine umfasst eine Gesamtfläche von 52 Hektar. 70 % der Rebfläche sind dabei mit der Rebsorte Cabernet Sauvignon, 25 % mit Merlot und 5 % mit Cabernet Franc bepflanzt. Klassifiziert wurde das Château im Jahr 1855 als 2ème Grand Cru Classé. Saint-Julien gehört zu den besten Appellationen der Weinregion Bordeaux. Das milde Klima, das sich durch warme Sommer und feuchte Wintermonate auszeichnet, harmoniert in einzigartiger Weise mit den hier vorherrschenden Kiesböden, die als optimale Wärmespeicher bekannt sind. Die tagsüber gespeicherte Wärme geben sie nachts nach und nach wieder an die Trauben ab und sorgen so für eine konstante Reife. Für den vergleichsweise spät reifenden Cabernet Sauvignon ideale Voraussetzungen. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Tiefes Purpur und eine schwarze Mitte mit einem Granat-Schimmer am Rand – so präsentiert sich der 2016er Ducru-Beaucaillou im Glas. In der Nase dann ausgesprochen erhaben und verführerisch. Aromen von schwarzer Kirsche, eine Spur Cassis, gebackene Pflaumen und Brombeeren, fein unterlegt von Veilchenduft, Noten von Tabak, Espresso, Bitterschokolade und etwas Zedernholz. Auch mineralische Aromen wie Grafit klingen an. Am Gaumen ist der Wein kraftvoll und saftig. Der mittlere Körper ist von gut geschliffenen Tanninen und exzellent fokussierter Säure unterlegt. Dazu eine mineralische Frische und ein unendliches Finale. Was Kritiker zu dem Wein sagen 98+ Punkte von Robert Parker „Der 2016er Ducru-Beaucaillou hat eine sehr tiefe purpurschwarze Farbe und liefert eine ausgeprägte, verführerische Nase von gebackenen Pflaumen, Blaubeerkonfitüre, Obstkuchen und Boysenbeere, mit Anklängen von Flieder, Mokka, Hoisin und exotischen Gewürzen sowie einem Hauch von Zedernholz. Am Gaumen ist er vollmundig, reichhaltig und üppig, mit einer Fülle von schwarzen Fruchtkonfitüren und würzigen Nuancen, die von einem sehr festen, körnigen Gerüst begleitet werden, und endet mit einer epischen Länge und Tiefe. Zu trinken von 2020 bis 2058“.
Château d’Aiguilhe Castillon Côtes de Bordeaux - 2020 - D’Aiguilhe - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Castillon-Côtes-de-Bordeaux ist eine Appellation westlich von Saint-Émilion, die sich stilistisch seit jeher an dem prestigereichen Nachbarn orientiert: Auf 3.000 Hektar Rebfläche in neun Gemeinden werden 70 Prozent Merlot, 20 Prozent Cabernet Franc und 10 Prozent Cabernet Sauvignon angebaut. Bereits 1989 als Côtes-de-Castillon gegründet, wurde sie 2009 wegen der neu geschaffenen Dach-Appellation Côtes de Bordeaux umbenannt. Seit den 90er Jahren hat die Qualität in der Region zugelegt. Mittlerweile machen die Spitzenweingüter von Castillon, wie etwa Château d'Aiguilhe, den Nachbarn qualitativ ordentlich Konkurrenz. Für uns angenehm: Preislich liegt man noch weit voneinander entfernt. Graf Stephan von Neipperg stammt aus einer schwäbischen Adelsfamilie, die sich bereits 1971 in Saint-Émilion niederließ. Mit dem Château d’Aiguilhe ist er seit 1998 bei dem Aufstieg der Castillon-Weine dabei, führt ihn oft sogar an. Er hat das aus dem 13. Jahrhundert stammende Château gekauft, als Castillon gerade erst erwachte, so konnte er sich dieses Filetstück sichern: Die Reben stehen in Südausrichtung auf einem Kalksandstein-Plateau, Aus diesen Zutaten werden große Weine. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Ein verführerischer Duft von Waldhimbeeren, Veilchen und Rosenblüten eröffnet diesen facettenreichen Wein, untermalt von feinen Noten nach Lakritze, schwarzer Johannisbeere und einem Hauch von Flieder und Pfeffer. Am Gaumen zeigt er sich zugleich kraftvoll und präzise, mit saftiger Schwarzkirsche, dunkler Himbeere und reifer Zwetschge, dazu kommen subtile Gewürznoten, ein Hauch von Schokolade und eine markante, kühle Mineralität. Die Textur ist seidig und dicht, mit frischer Säure und feinkörnigen Tanninen. Beeindruckend und zugleich animierend. Ideal zu geschmortem Lamm oder einem herzhaften Pilzgericht.
Das Besondere an diesem Wein Man kommt leider nicht an der Feststellung vorbei, dass die goldenen Tage der goldenen Süßweine aus dem Sauternes eher in der Vergangenheit als in der Gegenwart zu finden sind. Wenn es jedoch einen Vertreter dieser Zunft gibt, der sich dem Zeitgeist völlig ungerührt und überdies sehr erfolgreich entgegenstellt, dann kommt man an einem Namen nicht vorbei: Château d’Yquem. Der Sonderstatus der Sauternes-Legende ist durch seine Alleinstellung als Premier Grand Cru Classé Supérieur nicht nur amtlich verbrieft, sondern wird Jahr für Jahr immer wieder auf das Neue untermauert – die Bewertungen der Kritiker fallen zurecht euphorisch aus. Der Jahrgang 2019 reifte entlang einiger klimatischer Kapriolen. Auf ungewöhnliche Trockenheit und Wärme bis in den März folgte ein regnerischer und kühler Frühling, der den Zyklus anfänglich verzögerte. Ende Juni rollte dann eine Hitzewelle an, die bis Mitte August andauern und sodann für eine beschleunigte Entwicklung der Reben sorgen sollte. Zwischenzeitlich, genauer gesagt am 26. Juli, regnete es im Sauternes für einen Tag aus Kübeln, womit die dankbaren Böden ihre gesamten Wasserreserven auffüllen konnten. Schlussendlich begann die Lese am 10. Oktober unter geradezu perfekten bravourös vereinen. Der Mythos d’Yquem, der bisweilen auch mit „bottled poetry“ beschrieben wird, handelt seit je her von der ungeheuer akribischen Arbeit im Weinberg. In zehn und manchmal auch mehr Lesegängen werden nur die besten Trauben, mitunter sogar nur einzelne Beeren im perfekten Reifezustand per Hand geerntet – und hiernach einer nochmaligen Selektion unterworfen. Im Ergebnis liefern sodann drei Rebstöcke den Saft für nur eine einzige Flasche d’Yquem. Eindringlicher kann der Zusammenhang zwischen kleinstem Ertrag und großartigster Qualität gar nicht veranschaulicht werden. Der 2019er Château d’Yquem ist eine Cuvée aus 55 Prozent Sémillon und 45 Prozent Sauvignon Blanc. Die beiden Rebsorten agieren in einer geradezu kongenialen Symbiose: Während Sémillon für Körper und eher tropische Fruchtaromen sorgt, fügt Sauvignon Blanc eine feine Säure und komplexe Zitrusaromen hinzu. Der Sauvignon Blanc-Anteil ist 2019 so hoch wie noch nie bei d’Yquem, was für die ungeheure Kraft spricht, die der Sémillon des Jahrgangs vorlegt – und dennoch in einem Süßwein von großartiger Frische mündet. Eine wiederum perfekte Balance, wie sie nur bei d’Yquem zu finden ist. In französischen Barriques gereift, verspricht der Grand Vin des Jahres 2019 ein grandioses Genusserlebnis. Der 2019er Château d’Yquem wird schon in seiner Jugend großen Spaß machen. Wer fünf bis zehn Jahre Geduld hat, wird natürlich belohnt. Das tatsächliche Alterungspotenzial liegt indes noch weit hinter diesem Zeitfenster. Wer im Jahr 2050 etwas Großes zu feiern hat, könnte bereits jetzt Vorsorge treffen. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Strahlendes Gold im Glas, mit bezaubernden Reflexen von hellem Gelb. Überschwänglich an der Nase: gelbes Steinobst und tropische Fruchtaromen, dazu Vanille und Gewürznoten. Am Gaumen eine opulente Symphonie aus Passionsfrucht und Mango, Ananas und Orangennoten, mit mineralischen Tönen. Perfekte Balance zwischen süßlicher Power und zarter Säure. Ungeheure Energie und beispiellose Eleganz. Was Kritiker zu dem Wein sagen 96 Punkte von James Suckling „Ein saftiger Yquem mit Tarte Tartin, gesalzenem Karamell und getrockneten Orangen in der Nase und am Gaumen. Mittlerer bis voller Körper und mittlere Süße mit einer cremigen und runden Textur. Hell und lebhaft. Angenehme Textur. Lang. Entwickelt sich zu Karamell und gebranntem Vanillezucker. 55 % Sémillon und 45 % Sauvignon Blanc. 138 g/l Restzucker. Trinken oder lagern“.
Château Figeac 1er Cru B Saint-Émilion Jahrgang - 2018 - Figeac - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Der 2018er-Jahrgang war eine außerordentliche Herausforderung für die Winzer des Bordelais. Ein nasser Winter, gefolgt von einem sehr warmen Frühling und einer nicht aufhörenden Regenperiode führten zu einem massiven Mehltau-Befall der Weinreben. Erst das im Juli einsetzende trockene und sehr heiße Wetter beendetet diese Phase. Gewitter mit starkem Hagel gingen von Mai bis Mitte Juli in unmittelbarer Nähe zu den Weinbergen von Château Figeac nieder, verschonten die Reben jedoch wie durch ein Wunder. Der Château Figeac 2018 wurde aus 37 % Merlot, 33 % Cabernet Sauvignon und 30 % Cabernet Franc assembliert. Geerntet wurde – vor allem aufgrund des warmen Wetters im Frühling – bereits Ende August. Die Traubenlese erfolgte von Hand, ebenso die Entrappung. In Eichenbottichen erfolgte schließlich die alkoholische Gärung, wobei der Tresterhut währenddessen mehrfach untergetaucht und gelockert wurde. Der Wein wurde ausschließlich in neuen Barriquefässern über einen Zeitraum von 18 Monaten ausgebaut. Das Ergebnis ist ein ikonischer Figeac, dem die Schwierigkeiten des Jahres nicht anzumerken sind. Im Gegenteil: selten befand sich der Grand Vin auf solch hohem Niveau. Saint-Émilion befindet sich auf dem rechten Ufer der Gironde und der Dordogne. Die gesamte Weinanbaufläche beträgt etwa 5.700 Hektar und ist auf rund 1.000 Winzer verteilt. Der Boden führt bei den allermeisten Winzern zu einem hohen Anteil von Merlot im Rebsortenspiegel – und natürlich auch im Wein. Das Château Figeac umfasst 40 Hektar, die sich auf bis zu sieben Meter dicken Kiesablagerungen befinden. Dadurch zeichnet es sich – wie auch Cheval Blanc – durch einen vergleichsweise hohen Anteil an Cabernet Franc und auch Cabernet Sauvignon aus. Daher sagt man Figeac auch eine gewisse Ähnlichkeit mit den Weinen aus dem Médoc nach. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der 2018er Château Figeac zeigt in der Nase eine ungeheure Wucht: Maulbeeren, Schwarzkirschen, Holunder und dazu frische Kräuter wie Minze, daneben Orangenschale und Jasmin. Im Mund sehr viel frische Frucht, kantige Tannine und eine klare mineralische Struktur, schön eingebunden in eine umfassende Samtigkeit. Ein Wein, der gern lange lagern darf. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97+ Punkte von Robert Parker „Der mittelkräftige, elegant gemachte Gaumen zeigt viel Frische und reife, schön ausbalancierter Tannine. Aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ein Figeac alter Schule, dazu reif, intensiv und nuanciert. Geben Sie ihm fünf bis sechs Jahre Zeit, damit sich die Eiche vollständig integriert und genießen Sie ihn dann in den nächsten 20 - 25 Jahren oder mehr. Zu trinken von 2026 bis 2051“.
Château Figeac 1er Cru B Saint-Émilion - 2016 - Figeac - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Château Figeac kann bedenkenlos als Ausnahmeerscheinung in Saint-Émilion bezeichnet werden. 2022 zum Premier Grand Cru Classé A aufgestiegen, gehört das Weingut von Familie Manoncourt nun auch mit Brief und Siegel zur absoluten Spitze der weltberühmten Weinregion im Osten von Bordeaux. Dominiert in der Regel der Merlot die Stilistik der Appellation, mit zumeist sehr hohen Anteilen, teilt sich die Referenzrebsorte der „Right Bank“ bei Figeac die Hauptrolle nahezu paritätisch mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Die brüderliche Cuvée repräsentiert gewissermaßen ein „Le meilleur de trois mondes“ und schafft dabei den außergewöhnlichen Spagat zwischen relativ früher Trinkreife und großem Alterungspotenzial. Die Ursprünge von Château Figeac lassen sich bis in die Herrschaft Roms über Südfrankreich zurückverfolgen. Der Ausbau zu einem großen Weingut erfolgte schließlich im 18. Jahrhundert. Nach einigen Besitzerwechseln gelangte es 1892 in den Einfluss der Manoncourt-Familie durch den Erwerb der Großeltern mütterlicherseits von Thierry Manoncourt. Von 1947 an sollte der studierte Agraringenieur sich dem Aufstieg von Château Figeac an die Spitze der Region verschreiben. Auch die für Figeac charakteristische, für Saint-Émilion jedoch eher untypische Gleichgewichtung von Merlot und den beiden Cabernet-Rebsorten, geht auf Thierry zurück. Sein großes Ziel sollte er jedoch zeitlebens nicht erreichen. Bei der Klassifikation der Saint-Émilion-Châteaux im Jahr 1995 wurde Figeac der Aufstieg zum Premier Grand Cru Classé A versagt – mit der Begründung, der Grand Vin sei „nicht teuer genug“. Auch die 2006er-Revision, die erst 2012 veröffentlicht wurde, brachte nicht das ersehnte Ergebnis. Thierry Manoncourt sollte diese neuerliche Enttäuschung nicht mehr miterleben, er starb bereits 2010. Seinen Nachfahren schien das Vermächtnis des Pioniers jedoch keine Ruhe gelassen zu haben, denn 2022 sollte das Ziel doch noch erreicht werden. Den offiziellen Spitzenplatz muss sich Figeac seitdem nur noch mit Château Pavie teilen. Fairerweise sei erwähnt, dass sich große Saint-Émilion-Häuser wie Cheval Blanc, Ausone und Angélus dem Klassifizierungs-Wettbewerb entzogen hatten. Saint-Émilion (AOP) zählt zu den renommiertesten Weinbaugebieten im Großraum Bordeaux und bildet gemeinsam mit Pomerol das Kerngebiet des sogenannten Rechten Ufers, das sich auf die Flüsse Gironde und Dordogne bezieht. Die dortigen Weinberge von Château Figeac umfassen 40 Hektar. Bis zu sieben Meter dicke Kiesablagerungen prägen das Terroir und begünstigen vorwiegend die Cabernet-Rebsorten. Daher sagt man Figeac auch eine gewisse Ähnlichkeit mit den Weinen aus dem Médoc nach – eine solche Charakteristik findet man Saint-Émilion sonst nur beim unmittelbaren Nachbarn Cheval Blanc. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Figeac zeigt sich im Glas in einem tiefen Granatviolett. Schon an der Nase entfaltet er eine ungeheure Wucht: Maulbeeren, Schwarzkirschen und Holunder sind typische Aromaprofile, die auch von würzigen Noten und Minze untermalt sind. Am Gaumen offenbart er viel frische Frucht, kantige Tannine sowie eine klare mineralische Struktur. Fünf Jahre in der Flasche sollte man dem Wein mindestens gönnen – vergleichsweise wenig für einen Grand Vin dieser Klasse. Wer keine Eile hat, kann auch bis zu 30 Jahre warten. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97+ Punkte von Robert Parker „Der Château Figeac 2016 besteht aus 38 % Cabernet Sauvignon, 36 % Merlot und 26 % Cabernet Franc. Tief granatviolett gefärbt, ist die Nase in diesem sehr jugendlichen Stadium noch etwas zurückhaltend und entfaltet sich erst langsam. Dann aber: tiefgründige Pflaumenkonfitüre, Crème de Cassis, schwarze Himbeeren und Sternanis mit einem Hauch von moosbedeckter Rinde, dazu Trüffeln und gepflügter Lehm sowie ein Hauch von Roten Johannisbeeren und Himbeerblättern. Der Gaumen ist von mittlerem bis vollem Körper und bebt förmlich vor Energie. Er bietet Einblicke in dicht gewo
Château Franc Bigaroux Saint-Émilion Grand Cru - 2022 - Les Capucins - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Im Herzen der Appellation Saint-Émilion Grand Cru gelegen, verkörpert der Château Franc Bigaroux das Bordeaux-Terroir am rechten Ufer der Gironde ganz typisch. Die für den Wein genutzten Rebflächen befinden sich in Saint-Sulpice de Faleyrens, einer Gemeinde im südlichen Teil von Saint-Émilion. Hier herrschen Lehm- und Kalkböden vor, die dem Wein Struktur, Tiefe und mineralische Eleganz verleihen. Das Zusammenspiel aus 65 % Merlot und 35 % Cabernet Sauvignon macht den Château Franc Bigaroux zu einem Bordeaux, der durch Balance, fruchtiger Opulenz und präziser Struktur glänzt: Während der Merlot Frucht und Eleganz beisteuert, sorgt der Cabernet Sauvignon für Struktur und Reifepotenzial. Die Rebstöcke für den Wein sind im Durchschnitt 45 Jahre alt – ein beachtliches Alter, das für geringe Erträge, dafür aber hohe Konzentration und aromatische Komplexität im fertigen Wein sorgt. Die Reben werden nach dem Guyot-Prinzip angebaut – einer klassischen Reberziehung, die eine gleichmäßige Reife der Trauben und eine feine Aromatik ermöglicht. Die sorgfältige Bodenbearbeitung durch Pflügen der Erde am Ansatz der Rebstöcke („décavaillonnage“) sorgt für das tiefe Wurzeln der Reben und in Konsequenz eine optimale Nährstoffversorgung, auch in trockenen Perioden. Maßnahmen wie eine manuelle Entlaubung und grüne Lese optimieren die Traubenqualität weiter. Wiederum trägt eine Pflanzdichte von 6.200 Rebstöcken pro Hektar zur Konkurrenz unter den Reben bei, wodurch kleine Beeren mit hoher aromatischer Konzentration entstehen. Die Vinifikation beginnt mit einer langen Maischestandzeit, die für eine hohe Extraktion der Farb- und Aromastoffe sorgt. Die sogenannte Délestage – eine Technik, bei der der Gärbehälter entleert und der Most wieder über den Tresterhut gepumpt wird – steigert die Struktur und Tiefe des Weins dabei noch weiter. Der biologische Säureabbau erfolgt in Barriques aus Eichenholz, wodurch der Wein an Geschmeidigkeit gewinnt und seine Tannine sanfter eingebunden werden. In diesen kleinen Fässern reift der Château Franc Bigaroux weitere 12 Monate, was ihm feine Röstaromen und ein zusätzliches Maß an Komplexität verleiht. Das Ergebnis ist ein Saint-Émilion Grand Cru mit großer Eleganz und authentischem Charakter, geprägt von dunkler Frucht, würzigen Akzenten und feinen Holznoten. Ohne Weiteres fünf bis zehn Jahre Lagerpotenzial. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Tief Rubinrot mit violettfarbenen Reflexen im Glas. Der Duft des Weins erinnert an reife dunkle Früchte wie Schwarzkirsche und Cassis, begleitet von feinen Noten von Zedernholz, Kakao und einem Hauch Vanille. Dezente Anklänge von getrockneten Kräutern und Grafit verleihen zusätzliche Tiefe. Im Mund geschmeidig und kraftvoll zugleich, mit der saftigen Frucht des Merlots und der Struktur des Cabernet Sauvignon. Feinkörnige Tannine und eine gut dosierte Säure sorgen für Balance. Der Ausbau im Holz ist subtil integriert und unterstreicht die würzigen und leicht rauchigen Noten. Langer, harmonischer Abgang mit anhaltender Frucht und einem Hauch von Schokolade.
Château Galoupet Cru Classé Rosé (Bio) - 2023 - Château Galoupet - Französischer Roséwein
Das Besondere an diesem Wein Wohl in keiner Weinregion der Welt hat der Rosé ein derartiges Gewicht wie im Süden Frankreichs, insbesondere im Kernland der Provence und nicht zuletzt an deren mythischer Côte d’Azur. Das gilt zunächst für die schiere Quantität und damit auch um den enorm großen Anteil des Rosé an der gesamten Weinerzeugung. Es gilt nicht weniger für die herausragende Expertise der regionalen Winzer, die dem zwar beliebten, bisweilen aber auch etwas belächelten Kompromiss zwischen Rot und Weiß seit je her mehr Aufmerksamkeit und Hingabe schenken als ihre Kollegen in anderen Weinbaugebieten. Das alles hat dazu geführt, dass die Provence und ihre Rosé-Weine eine geradezu symbiotische Beziehung entwickelt haben. Ein Bistro in Saint-Tropez ohne eine eisgekühlte Flasche des lachsfarben schimmernden Zaubertranks auf dem Tisch? Kaum vorstellbar! Und doch soll es vorkommen. Mit seiner untypisch dunklen und bauchigen Recycling-Flasche, Relief-verziert und mit nobler Wachskapsel versiegelt, präsentiert sich der Château Galoupet Cru Classé als eine Art „gallisches Dorf“ unter den hiesigen Rosés – und verleiht dem Stichwort „Zaubertrank“ damit nochmals eine ganz besondere Note. „Wer Visionen hat, sollte besser zum Arzt gehen“, ließ einst ein deutscher Kanzler mit hanseatischer Nüchternheit wissen. Bernard Arnault, Alleinherrscher über den Luxuskonzern LVMH, unter anderem Inhaber von Château d‘Yquem und Château Cheval Blanc, ignoriert in Paris solche Ratschläge schon ein Leben lang und ist darüber zum vermögendsten Mann der Welt geworden. 2019 erwarb er das zuvor ins Hintertreffen geratene Château Galoupet – eines von 19 Cru Classé-Weingüter der Provence – mit einer Vision, die weit über den Weinbau hinausging. Das grandiose Terroir direkt an der Côte d’Azur sollte nicht nur in neuem vinophilen Glanz erstrahlen, sondern ein Nachhaltigkeitsprojekt in jeglicher Hinsicht werden. Keine fünf Jahre später kann Monsieur Arnault „Mission accomplie“ melden. Château Galoupet steht heute unter rein biologischer Bewirtschaftung, ergänzt um biodynamische Einflüsse. Tiere weiden zwischen den Reben, natürliche Bienenstöcke haben hier ihr zuhause, großflächige Aufforstungsprojekte wurden rund um die Weinanlagen realisiert – und auf den neu entstandenen Grünflächen gedeihen nun ausschließlich heimische Pflanzensorten. Die gesamte Produktion erfolgt inzwischen CO₂-neutral mit Wasserreservoir, Solaranlagen und Elektrofahrzeugen. Und ganz nebenher wird auf Château Galoupet wieder einer der besten Rosés der Provence hergestellt – seit 2022 in zertifizierter Bioqualität. Grenache, Tibouren, Rolle, Syrah, Cinsault und Sémillon lauten die Ingredienzien des Arnault’schen Zaubertranks. Das streng selektierte Lesegut stammt aus 40 Parzellen des Weinguts, die allesamt getrennt bewirtschaftet und vinifiziert werden. Die Grundweine werden separat in Bottichen oder Fässern gegärt und gereift, um den präzisen Ausdruck der einzelnen Rebsorten und Mikro-Terroirs in der Cuvée zum Ausdruck zu bringen. Besondere Sorgfalt ist der Verarbeitung von Tibouren gewidmet; die sehr seltene, zwischenzeitlich fast verschwundene Rebsorte schenkt dem Wein seine unverwechselbar delikate Note von gelber Frucht und einen Hauch von Salzigkeit. In seiner an einen Ruinart Champagner erinnernden Flasche – Monsieur Arnault lässt nochmals grüßen – hat er bis zu drei Jahren Zeit, auf einen würdigen Moment zu warten. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der zart rosafarbene Rosé eröffnet mit einem reichhaltigen und ausdrucksstarken Bouquet. Sein Duft verrät Sommerfrüchte, gelben Pfirsich sowie exotische Noten von Mango und frischer Ananas. Am Gaumen vertieft sich der fruchtige Ausdruck mit einer feinen Balance zwischen den exotischen und den mediterranen Noten. Aromatische Harmonie, minzige Frische und saftige Struktur gehen Hand in Hand. Ein komplexer, salziger Nachhall rundet dieses außergewöhnliche Rosé-Erlebnis eindrucksvoll ab. Was Kritiker zu dem Wein sagen 91 Punkte von Robe
Château Haut Beaumard Bordeaux Supérieur - 2022 - Haut Beaumard - Französischer Rotwein
Das Besondere am Beaumard Bordeaux Supérieur Das Gut umfasst stolze 120 ha, von denen ungefähr 60 ha mit Rebstöcken bepflanzt sind. Die andere Hälfte des Besitzes besteht aus Wäldern und Grasflächen. Die ansprechende Cuvée Beaumard Bordeaux Supérieur wird dominiert von zirka 80 % Cabernet Sauvignon, gepaart mit Merlot. Die Merlot-Trauben stammen von der Hochebene und wachsen auf lehmigen Kalksteinböden mit steinigem Untergrund. In den abfallenden Hanglagen steht der Cabernet auf den mit Kieselstein durchsetzen Lehmböden. Er kann hier - auch als späte Rebsorte - unter optimalen Bedingungen ausreifen. Die Arbeit im Weinberg zielt hauptsächlich darauf ab, vollreife Trauben zu erhalten, die im Wein intensive Fruchtaromen und eine samtige Struktur einbringen. Deshalb findet die Ernte auch immer so spät wie möglich im Jahr statt. Das Lagerhaus ist ein prachtvolles, altes, charmantes Gebäude, in dem sich wider Erwarten eine hochmoderne, immer wieder perfektionierte Kellerei befindet. Die Trauben werden hier noch einmal selektioniert und dann erst in den Tanks, wovon die eine Hälfte aus Zement, die anderen aus Edelstahl besteht, temperaturkontrolliert vergoren. Die wichtigste Arbeit im Keller, die viel Erfahrung mit dem Terroir erfordert, ist das tägliche Verkosten der Tanks. Wenn die Weine fertig sind, wird nach den Verkostungsergebnissen entschieden, welche Weine für den Beaumard zusammengebracht werden und im Anschluss für weitere acht Monate in französischen Barriques reifen dürfen. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Leuchtend Purpurrot zeigt sich der Wein im Glas. Schwarze Johannisbeeren, Brombeeren und Pflaumen präsentieren sich im Duft, gepaart mit feinen Würznuancen und dezenten Kaffee- und Karamell-Noten im Hintergrund. Die saftigen, dunklen Fruchtaromen spiegeln sich am Gaumen wider und der Beaumard zeigt sich von der weichen Seite, besitzt aber auch eine schöne Frische und gut integriertes Tannin. So unkompliziert und trotzdem fein kann Bordeaux-Wein sein!
Château Haut-Bailly Grand Cru Classé Graves - 2018 - Haut-Bailly - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Château Haut-Bailly hatte es im Jahr 2018, wie alle Winzer des Bordelais, mit teilweise extremen Witterungsbedingungen zu tun. Sehr hohe Niederschläge zum Jahresbeginn bis weit in den Frühling, der Juni bereits sehr heiß, allerdings wiederum mit feuchten Phasen, sorgten am Weinberg zunächst für einigen Stress. Mit dem Juli folgten jedoch vier ungewöhnlich lange Sonnenmonate und wendeten schließlich das (Reben)-Blatt zum Guten. Die Lese konnte sodann am 17. September auf Château Haut-Bailly beginnen und erstreckte sich bis zum 9. Oktober. Die einzelnen Parzellen wurden separat geerntet, der früher reifende Merlot erhielt dabei natürlich den Vorrang vor Cabernet Sauvignon. Beide Rebsorten erlangten im Jahr 2018 eine hohe aromatische Konzentration, womit das anstrengende Jahr, schlussendlich zu einem großen Jahrgang werden sollte. Der Château Haut-Bailly 2018 ist eine Cuvée aus 55 % Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot sowie je 5 % Petit Verdot und Cabernet Franc. Die Fermentierung erfolgte in Edelstahl- und Betontanks über einen Zeitraum von 10 Tagen. Danach reifte der Wein über 18 Monate in Eichenfässern. Der 2018er Château Haut-Bailly überzeugt als Gesamtpaket mit Opulenz und Noblesse gleichermaßen. Ein großartiger Botschafter des charakteristischen Graves-Terroirs, der sich erst nach 10 Jahren der Höchstform nähern sollte. Die Appellation Pessac-Léognan besteht erst seit 1987 und umfasst den nördlichen Teil der Weinbauregion Graves, welche direkt südlich der Stadt Bordeaux liegt. Die gesamte Weinanbaufläche beträgt etwa 1300 Hektar, davon entfallen rund 290 Hektar auf Weißwein. „Graves“ gedeutet so viel wie Kiesel, und damit ist auch die Bodenbeschaffenheit schnell erläutert: Kiesel, Ton und Sandstein sind hier die prägenden Elemente. Das Château Haut-Bailly umfasst 28 Hektar mit dem für Graves typischen Kies-Sand Boden. Seit 2021 ist der neu erbaute Weinkeller in Betrieb, ein Wunderwerk der Architektur und Technik, das einen Besuch vor Ort lohnenswert macht. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Château Haut-Bailly 2018 besticht mit konzentrierter Aromatik. Ein reichhaltiges Bouquet von Schwarzen Johannisbeeren, Brombeere, Himbeere und Schlehe. Am Gaumen wieder viel Frucht, mit kräftiger Statur und sehr gut eingebundenen Tannine. In Finale rassig und mit großer Länge. Was Kritiker zu dem Wein sagen 96 Punkte von Robert Parker „Der Haut-Bailly 2018 wird aus 55 % Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot, 5 % Petit Verdot und 5 % Cabernet Franc vinifiziert und besitzt 14,4 % Alkohol. Der Wein hat eine granat-violette Farbe und benötigt ein wenig Überredungskunst, um sein Kraftpaket aus schwarzen Früchten zu entfalten, das auch Noten von Brombeerkuchen, Crème de Cassis und Schwarzkirsch-Kompott enthält, die in Nuancen von chinesischen Gewürzen, Kampfer, Schokoladenschachtel und Lakritze mit einem Hauch von zerstoßenen Steinen übergehen. Der mittel- bis vollmundige Gaumen ist vollgepackt mit üppiger Textur und reichhaltigen schwarzen Früchten, die von einem lebendigen Rückgrat getragen werden und lang und würzig ausklingen. Es ist verlockend, ihn jetzt zu trinken, aber geben sie ihm fünf Jahre in der Flasche, um seine volle Pracht zu erleben, während er sich im Keller noch mindestens 20 Jahre lang weiter entwickeln sollte. Trinkfenster: 2026 bis 2046.“
Das Besondere an diesem Wein Rotweine aus dem Bordeaux genießen einen exzellenten Ruf. Die Weinregion im Südwesten Frankreichs ist aber auch bekannt für die teuersten Rotweine der Welt. Daher ist es um so schwieriger, gute Weine zu finden, die auch noch bezahlbar sind! Wir sind froh, dass wir dies endlich geschafft haben und können diesen Bordeaux Rouge jedem Weinfreunde nur ans Herz legen. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Dieser rote Bordeaux aus 100% Merlot – nicht typisch für das linke Ufer – begeistert durch die Frucht, die er in das Glas zaubert. Er bietet Bordeaux-typisch einen kräftigen Körper, aber die Gerbstoffe überladen beim Château Jean Dugay Rouge die Frucht nicht, so dass er geschmeidig und trinkreif ist. In der Nase nimmt man sofort die Noten von Kirsche, Johannisbeere und Himbeere wahr. Im Abgang ist er zurückhaltend aber anhaltend, so dass man sofort Lust auf einen zweiten Schluck bekommt.
Das Besondere an diesem Wein Ende April suchten nahezu das gesamte Bordelais zwei Nächte mit strengem Frost heim. Viele Weingüter verloren dadurch große Teile ihrer Trauben. Glücklicherweise blieben die Rebflächen des Château Lafite Rothschild von diesem Wetterereignis verschont, sodass man bei Lafite Rothschild schon von einem kleinen Wunder sprach. Nach den Frostnächten setzte warmes Frühlingswetter ein, das zudem leichte Niederschläge brachte – optimal für eine gute Entwicklung der Reben. Daher setzten die Blüte und die Ausbildung der Trauben früher ein als in anderen Jahren. Am Ende des Junis gab es noch einmal schwere Regenfälle, anschließend zeigte sich der Sommer warm und trocken. Jedoch blieben die Temperaturen unter den Durchschnittstemperaturen, was die langsame Reife maßgeblich unterstützte. Zwar gab es vor der Lese noch einmal Regen, doch die perfekt gereiften Trauben überstanden diesen unbeschadet. Der Grand Vin von Château Lafite Rothschild ist traditionell ein klar Cabernet Sauvignon dominierter Wein. Die Cuvée für den 2017er-Jahrgang zählt 97 Prozent Cabernet Sauvignon auf und nur 2,5 Prozent Merlot und 0,5 Prozent Petit Verdot. Manche Experten sehen das Nobel-Château sogar auf dem Weg zu einem Grand Vin aus 100 Prozent Cabernet Sauvignon. Jedenfalls hat gerade der langsam und spät reifende Cabernet Sauvignon vom Wetterverlauf im Jahr 2017 profitiert, was sich in der spürbaren Frische und der tollen Säure des Weins ausdrückt. Rund zehn Jahre sollte man warten, bevor man den 2017er öffnet. Bei mehr Geduld und guter Lagerung verträgt der Grand Vin von Château Lafite Rothschild auch noch weitere 25 Jahre. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Dem Auge präsentiert sich der Grand Vin in einem dicht, dunklen Granatrot mit violetten Reflexen. Der Duft verzaubert mit großer Vielschichtigkeit: feine, frische rote Frucht, allen voran Johannisbeere, aber auch satte Kirsche, Waldbeeren und Hagebutte sowie mineralische und erdige, fleischige Noten. Aber alles mit Understatement vorgetragen. Der Wein benötigt Zeit, um sich zu öffnen und wird durch die Reife noch an Dichte gewinnen. Im Mund mit etwas mehr Opulenz, aber immer noch überraschend leichtfüßig und für einen Grand Vin fast schlank. Großes Spiel der Aromen mit etwas deutlicher hervortretenden mineralischen Tönen. Langes Finale mit einer Reprise der ganzen Vielschichtigkeit. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97+ Punkte von Robert Parker „Der Wein öffnet sich langsam und vorsichtig, mit zurückhaltenden Noten von mit Schokolade überzogenen Kirschen und Maulbeeren, von warmen, Schwarzen Johannisbeeren und wilden Blaubeeren. Es folgen Noten von geräuchertem Fleisch, duftender Erde, zerkleinerten Steinen und Flieder sowie ein Hauch von gusseiserner Pfanne und Marmite-Toast. Am Gaumen mit mittlerem Körper und trügerisch leicht. Zu Beginn ziemlich ätherisch, wächst er im Mund, und enthüllt elegante Töne von energischen roten und schwarzen Früchten, mit Tonnen von würzigen Akzenten. Umrahmt von exquisit reifen, wunderbar feinkörnigen Tanninen besitzt er eine berauschende Frische und einen sehr langen, hypnotisch parfümierten Abgang.“
Das Besondere an diesem Wein Zu den vortrefflichen Merkmalen von Château Latour zählt die immer wieder gezeigte Kunst, auch in durchschnittlichen Erntejahren großartige Weine hervorzubringen. Nicht zuletzt diese Exzellenz untermauert die herausragende Stellung von Latour als eines der nur sechs Premier-Grand-Cru-Classé-Châteaux im Geiste der Bordeaux-Klassifizierung von 1855. Folglich zählt ein Grand Vin von Latour immer zu den begehrtesten Rotweinen der Welt – und in guten Jahrgängen auch zu den unstrittig besten. Drei der besagten sechs Premier-Grand-Cru-Classé-Häuser haben ihre Heimat in der Appellation Pauillac am westlichen Ufer der Gironde, so auch Château Latour, dessen Lage im Südosten der gleichnamigen Gemeinde an Saint Julien grenzt. Die Stilistik der Pauillac-Weine ist hauptsächlich durch den Cabernet Sauvignon geprägt. Vorbehaltlich geringer Abweichungen von Jahrgang zu Jahrgang treffen im Grand Vin von Latour bis zu 90 % der charakteristischen Rebsorte auf rund 10 % Merlot. Cabernet Franc sowie Petit Verdot finden stets nur in geringen Anteilen Einzug, in manchen Jahren wird auf Cabernet Franc auch ganz verzichtet. Im Vergleich zu anderen Spitzengewächsen im Médoc gilt der Château Latour als besonders kraftvoll, damit einhergeht seine zum Teil deutlich längere Kellerreife. Die einschlägigen Kritiker belohnen die Güte des Grand Vin verlässlich mit Noten nahe der magischen 100 Punkte, zuletzt war es der Jahrgang 2003, der von Robert Parker die Maximalbewertung erhielt. Zwischenzeitlich im mehrheitlichen Besitz britischer Investoren gehört Château Latour seit 1993 zum Portfolio von François Pinault. Sollte sich die französische Unternehmerlegende je entscheiden, seine Bordelaiser Perle zu veräußern, müsste der Erwerber zwingend ein Franzose sein (oder eine Französin, natürlich), denn Château Latour zählt mittlerweile zum „Nationalen Kulturgut“ der Grande Nation. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas offenbart sich der Grand Vin von Latour mit einem dichten, dunklen Granatrot. An der Nase prägen dunkle und roten Beeren sowie Gewürznoten seinen unverwechselbaren Charakter. Auch mineralische Begleittöne kennzeichnen ihn, im Hintergrund auch Anklänge von Kaffee und Kokos. Angesichts seiner Kraft und aromatischen Intensität überrascht er am Gaumen mit furioser Frische und Lebendigkeit. Beispiellose Eleganz als Handschrift eines Château Latour zu bezeichnen, würde der Sache nicht gerecht werden: Es ist sein die Zeit überdauerndes Vermächtnis.