Oberrotweil Spätburgunder trocken - 2021 - Salwey - Deutscher Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Die Reserve Salwey Weine aus dem Hause Salwey stehen für eine ganz eigene Kategorie innerhalb der VDP Klassifikation der Ortsweine. Qualitativ liegen sie mindestens auf dem Niveau von Weinen aus Erster Lage. Das beweist auch der Spätburgunder Oberrotweil trocken. Um die hohe Qualität zu verstehen, lohnt ein Blick auf das aufwendige Herstellungsverfahren dieses Rotweins. Die Trauben für den Spätburgunder stammen aus der Ortsgemarkung Oberrotweil und werden zu 100 Prozent per Hand geerntet und es erfolgt dabei eine strenge Selektion. Die vollreifen und unbeschädigten Trauben werden anschließend mit Hilfe von natürlichen Hefen schonend und über einen Zeitraum von 14 Tagen vergoren. Der darauf folgende Ausbau findet in kleinen Eichenholz-Barriques über einen Zeitraum von 12 Monaten statt. Ein Drittel der Fässer sind neu, der übrige Teil kommt aus Zweit- und Drittbelegung. Das Eichenholz für die Fässer stammt nicht etwa aus Frankreich, sondern aus Kaiserstühler Wäldern. Im Burgund werden die Fässer dann von einem renommierten Küfer gefertigt. Nach der Zeit im Holz wird der Spätburgunder ohne Filtrierung auf die Flaschen gefüllt. Nach zwei weiteren Jahren Lagerung wird der Wein in den Handel gebracht. Erst dann hält Konrad Salwey die Säure und die Tannine im Wein für ausreichend integriert. Der Spätburgunder Oberrotweil trocken vom badischen Vorzeige-Weingut Salwey unterstreicht die Bedeutung von Spätburgunder-Weinen aus Deutschland. Insbesondere in Bezug auf das gebotene Preis-Genuss-Verhältnis bietet dieser Wein eine eindrucksvolle Alternative zu Pinot Noirs aus dem Burgund. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Spätburgunder kommt mit einem hell leuchtenden Kirschrot ins Glas. Der aromatische Duft präsentiert reife rote Früchte – allen voran Kirschen, Himbeeren und Erdbeeren. Im Hintergrund feine Rauch- und Gewürznoten. Am Gaumen mit klarem Mundgefühl, guter Frische und insgesamt lebhaftem Charakter. Der Abgang wirkt nachhaltig und die dezenten Tannine weisen auf eine lange Lebensdauer hin.
Oktav Grauburgunder trocken - 2024 - Heger - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Deutscher Grauburgunder hat sich zu einer wahren Weißwein-Instanz entwickelt. Exemplare wie dieser Grauburgunder aus dem Kaiserstuhl zeigen auf, warum die Beliebtheit dieser Rebsorte mehr als verdient ist. Das Weinhaus Heger steht ohnehin für Weinqualität auf deutschem Spitzenniveau, so markiert der Oktav einen besonders gelungenen Prototypen dieser beliebten Weinkategorie. Zum einem merkt man dem Wein sofort die große Wärme im badischen Kaiserstuhl an – dichte Fruchtaromen steigen aus dem Glas – zum anderen wirkt der frisch und mineralisch – ein Beleg für die vulkansteinreichen Böden der Weinberge. Zu dieser Stilistik passt auch der Ausbau des Weißweines: Sowohl im Edelstahltank als auch im großen Holzfass verbrachte der Wein Zeit. Ersteres erhält den aromatischen Charakter des Oktav Grauburgunders und die Zeit im Holz verleiht dem Wein zusätzlichen Schmelz. Das Resultat ist ein Weißwein, der eigentlich immer gut passt – ob als Aperitif, „Solokünstler“ oder Essensbegleiter. Und bei Speisen darf es ruhig mediterran zugehen; Pizza, Pasta, aber auch Gerichte mit hellem Fleisch fühlen sich vom Oktav Grauburgunder bestens umsorgt. Das Angebot von deutschen Grauburgunder Weinen scheint unerschöpflich zu sein. Umso wichtiger beim Einkauf etwas genauer hinzuschauen. Der Oktav Grauburgunder vom renommierten Weinhaus Heger ist in Sachen Preis-Genuss-Verhältnis allzeit eine sichere Bank. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Zitronengelb im Glas und auch mit Zitrusnoten an der Nase. Aromatisch verstärkt werden diese durch Noten von grünen Äpfeln und etwas Honigmelone. Im Mund zeigt sich der Grauburgunder dann wunderbar saftig, frisch und wiederum von attraktiven Zitrusnoten durchsetzt. Im Abgang mit schöner Klarheit und harmonischem Gesamteindruck.
Ophir Oriental Spiced London Dry Gin - G&J Distillers -
Das Besondere an diesem Gin Wer die Botanicals des Ophir studiert, begibt sich gleich auf eine doppelte Reise. Sie führt zunächst in das sagenumwobene Ophir, das bereits in der Bibel als Herkunftsort kostbarer, exotischer Gewürze genannt wird. Die zweite Reise sammelt die Botanicals ein und beginnt im fernen Malaysia. Vor der Insel Malakka stammt nämlich der verwendete Kubebenpfeffer. Indien trägt den schwarzen Tellicherrypfeffer bei. Weiter geht es über den Orient und das Mittelmeer bis nach London: Kardamom, Koriander und Kreuzkümmel, Grapefruit und Orange sowie Ingwer und natürlich Wacholderbeeren landen in der Rezeptur. Einerseits gibt der Ophir ganz offiziell einen London Dry Gin ab, andererseits outet er sich als Oriental Spiced Gin. Diese Kombination macht ihn so einmalig und zur echten Geschmacksalternative zum klassischen Gin-Stil. Für diese ganz eigene Ausprägung zeichnet mit Joanne Moore übrigens eine der ersten weiblichen Gin Master Distiller verantwortlich. Wie der Gin schmeckt: Die Reise in den Orient stellt sich sofort an der Nase ein. Der Ophir zeigt gintypische Zitrusnoten, die feine Nuancen von Pfeffer und Kardamom umsäumen. Er wirkt erdig und floral. Am Gaumen treten die verschiedenen Pfeffernoten stärker hervor, der Gin wirkt kräftiger. Klassisch auf der einen Seite – Wacholder, Zitrus, Koriander – vielschichtig, würzig und erdig auf der anderen. Im mittellangen Finish setzen sich die würzigen Ausprägungen fort.
Das Besondere an diesem Wein Als Baron Philippe de Rothschild und Robert Mondavi 1978 den Beschluss fassen mit Opus One ein gemeinsames Weingut im kalifornischen Napa Valley zu gründen, ist dies ein wahrhaft historischer Moment. Noch nie zuvor gab es eine so enge Kooperation zwischen einem Weingut aus dem Bordeaux und aus Kalifornien. Vor allem nicht auf diesem absoluten Spitzenniveau. Die Idee dahinter: einen Wein zu kreieren, der die Machart eines Bordeaux widerspiegelt, aber sich die besonders hochwertigen Eigenschaften des Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley zu eigen macht. Und das mit dem Anspruch eines Premier Grand Cru Classé a la Château Mouton Rothschild. Was wie ein etwas überhöhtes Ziel anmutet, ist von Anfang an ein Riesenerfolg. Bereits in den 1980er Jahren werden für den Opus One Rekordpreise bezahlt. Zwar existieren mittlerweile zahlreiche High-End-Weine aus dem Napa Valley, doch genießt der Opus One nach wie vor ein Platz an der Spitze – seit nunmehr über 40 Jahren. Das bestätigen auch immer wieder Bewertungen internationaler Weinkritiker. Mehr als 95 Punkte sind mehr Regel als Ausnahme. Dabei sieht das Erfolgsrezept des Opus One schon lange sehr ähnlich aus: Mindestens Dreiviertel des Weines bestehen aus Cabernet Sauvignon, der aus der Top-Lage To Kalon stammt. Hinzu kommen die Verschnittpartner Petit Verdot, Merlot, Cabernet Franc und Malbec. Um dem Wein besonders viel Konzentration und Vielschichtigkeit zu verleihen, verbleibt der Most sehr lange in Kontakt mit den Beerenschalen – nämlich über zwei Wochen. Und zudem reift der Opus One geduldige 18 Monate in französischen Barriques aus Eichenholz. Diesen Wein zu probieren ist ein echtes Highlight im Leben eines Weinliebhabers, ein paar Flaschen im heimischen Keller einzulagern ein kostbares Privileg. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Wein besitzt ein tiefdunkles Granatrot. Der intensive Duft wirkt sehr klar und elegant. Er erinnert an frische rote sowie blaue Früchte, Gewürze, Vanille und Blumen. Im Hintergrund zudem frischer Salbei, Rosmarin und schwarze Oliven. Im Mund dann saftige Aromen von Schwarzkirschen, Brombeeren und Cassis. Mit cremigen, feinkörnigen Tanninen und einer herrlich runden Struktur. Die Aromen wirken harmonisch und spannungsreich. Im lang anhaltenden Abgang mit einem Hauch von dunkler Schokolade und Espresso.
Das Besondere am Ornellaia 2018 Der Ornellaia gehört zu den gesuchtesten Spitzenweinen der Welt, bei denen die Nachfrage die limitierte Produktion jedes Jahr übersteigt. Dieses Renommee hat sich das Weingut mit absolut konstant herausragender Arbeit verdient. Jedes Jahr ist anders, aber jedes Jahr ist „Weltspitze“. So einfach ist das. Die Cuvée von Ornellaia ist durch den hohen Merlot-Anteil (51%) geprägt und wird von Cabernet Sauvignon (40%), Cabernet Franc (7%) und einem kleinen Teil Petit Verdot vervollständigt. Eine Bordeaux-Cuvée also, die aber keine italienische Kopie ist, sondern mittlerweile eine Klasse für sich darstellt. Nach einigen Jahren, die uns beinahe vergessen ließen, was Winter ist, kehrten die klimatischen Bedingungen im Jahr 2018 wieder zur Normalität zurück. Eine Reihe von Tagen mit Temperaturen unter der Null-Grad-Marke waren ausreichend, damit die Reben ihre wohlverdiente Winterruhe beginnen konnten. Der Frühling sollte als einer der regenreichsten überhaupt in der Geschichte in Erinnerung bleiben, mit dreimal höheren Niederschlagsmengen als im jahreszeitlichen Durchschnitt sowie hohen Temperaturen im April. Trotz des späten Austriebs konnten die Reben dank der klimatischen Bedingungen und des schnellen Wachstums die Verspätung wieder aufholen und begannen eine ganze Woche früher zu blühen. Obwohl die Niederschlagsmengen geringer ausfielen als im Mai, blieben sie den ganzen Monat Juni hindurch überdurchschnittlich hoch. Erst der Juli bescherte uns eine Atempause mit warmem und trockenem Wetter. Die Beeren begannen zwischen dem 22. und 25. Juli zu reifen und der Monat August war so heiß wie im Vorjahr, aber etwas regnerischer. Zucker- und Säuregehalt entwickelten sich langsam, während die Trauben aufgrund des hohen Wassergehalts im Boden relativ groß wurden. Der September war heiß und niederschlagsfrei. Die Temperaturen lagen über dem jahreszeitlichen Durchschnitt, dank der kühleren Nächte konnten sich die Reben jedoch erholen und ihre Aromen und Säure bewahren. Die Weinlese der roten Trauben begann am 31. August mit dem Merlot und endete am 8. Oktober mit den späteren Sorten. Jede Rebsorte und auch jede Weinbergsparzelle wird separat vinifziert. Bemerkenswert ist die lange Maischestandzeit von 10-15 Tagen, die dem Wein nicht nur eine tiefdunkle Farbe verleiht, sondern mitverantwortlich für seine enorme Struktur und Dichte ist. Nach der Gärung reifte dieser Bolgheri 20 Monate lang in Barriques und durfte sich danach noch weitere 12 Monate auf der Flasche weiterentwickeln. Erst dann verlässt er in Bestform das Weingut. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Ein undurchdringliches, tiefes Rubinrot erstrahlt im Glas. Dieser Ornellaia duftet verführerisch nach dunklen Waldfrüchten und zeigt elegante Noten von edlen Gewürzen, Zedernholz und Lakritz. Am Gaumen bleibt keine Frage offen: hier handelt es sich um ein Spitzenprodukt, einen Weltstar unter den Rotwein dieses Planeten. Geprägt von einem kraftvollen Spannungsbogen zwischen üppiger Reife und animierender Frische präsentiert sich der Jahrgang 2018. Seine starke Tanninstruktur ist so seidig, dass das große Reifepotential leicht der Wahrnehmung entgehen könnte. Ein sehr präsenter und facettenreicher Ornellaia, der Begeisterung entfacht!
Paradies Riesling Auslese - 0,375 L - 2024 - Korrell - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Diese Riesling Auslese vom Weingut Korrell ist ein edelsüßer Wein aus der renommierten Lage Kreuznacher Paradies im nördlichen Teil des Weinbaugebiets Nahe – 9,5 Hektar Rebfläche nennen Britta und Martin Korrell hier ihr Eigen. Die Lage zeichnet sich durch ihre steilen Hänge mit bis zu 52 Grad Neigung und nach Südwesten ausgerichteten Parzellen aus, die eine optimale Sonneneinstrahlung ermöglichen. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus kalkhaltigem Mergel, was den Weinen eine besondere Mineralität verleiht. Die Reben in dieser Lage sind bis zu 45 Jahre alt, was zu einer hohen Konzentration und Komplexität der Trauben führt – insbesondere bei einem Süßwein ein Versprechen höchster Qualität. Die Trauben für diese Auslese werden sorgfältig von Hand gelesen, wobei nur die besten, überreifen Beeren ausgewählt werden. Diese selektive Lese in mehreren Durchgängen stellt sicher, dass nur das hochwertigste Lesegut verwendet wird. Der Ausbau erfolgt schonend im Edelstahltank, um die reinen Fruchtaromen und die natürliche Frische des Weins zu erhalten. Der hohe Säuregehalt dieser Riesling Auslese sorgt dafür, dass die Süße nie übermächtig wird, sondern in einer harmonischen Balance steht. Dies macht die Auslese zu einer typischen Vertreterin ihrer Kategorie, die durch ihre Frische sowie Finesse besticht und nicht etwa durch überbordende Süße anstrengend wirkt. Der niedrige Alkoholgehalt trägt zu dem harmonischen Gesamtbild positiv bei. Die Paradies Riesling Auslese von Korrell passt hervorragend zu feinen Süßspeisen und reifem Käse, insbesondere in Kombination mit gesüßten Chutneys. Er ist auch ein ausgezeichneter Begleiter zu Foie Gras oder edlen Terrinen. Mit einer Lagerfähigkeit von über 20 Jahren entwickelt sich die Auslese über die Jahre weiter und gewinnt an aromatischer Tiefe und Komplexität, was den Süßwein zu einem besonderen Genuss auch für die Zukunft macht. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Die Auslese präsentiert sich im Glas in einem intensiven, goldenen Gelb, das seine Konzentration und Tiefe bereits visuell ankündigt. Das Bouquet ist vielschichtig: Es entfaltet sich mit Aromen von reifen, gelben Früchten – insbesondere Aprikosen und Pfirsichen, die von einer eleganten Honigsüße ergänzt werden. Florale Noten und ein Hauch von Kräutern vermischen sich mit dezenten Zitrusanklängen und hefigen Nuancen. Am Gaumen zeigt sich die Auslese mit einer saftigen, süßen Frucht, die klar und geschliffen wirkt. Die lebhafte, aber feine Säure sorgt für ein schönes Gleichgewicht und Frische, während zarte pflanzliche und kräuterige Töne den Geschmack bereichern. Die floralen Nuancen, die auch am Gaumen präsent sind, ergänzen sich harmonisch mit der frischen Mineralität, die subtil im Hintergrund mitschwingt. Der Abgang ist lang und animierend, mit einer straffen, saftigen Textur und einer Süße, die lange nachschwingt. Was Kritiker zu dem Wein sagen 93 Punkte von Robert Parker „Die 2018 Kreuznacher Paradies Riesling Auslese ist klar und intensiv, aber auch präzise und pikant-mineralisch in der Nase. Am Gaumen üppig und rund, aber auch pikant und frisch, ist dies eine süße, aber anregend salzige und filigrane Riesling Auslese von bemerkenswerter Klasse und Länge. Sie ist präzise und spannungsreich und wird sich im Laufe der Jahre in der Flasche hervorragend entwickeln. Verkostung im Juli 2019. Von 2026 bis 2050 zu trinken“.
Paradies Riesling Beerenauslese - 0,375 L - 2019 - Korrell - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Für eine Beerenauslese werden vergleichsweise unansehnliche, „verschrumpelte“ Trauben gelesen. Doch die überreifen Beeren haben es in sich. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie besitzen kaum noch Wasser, dafür aber eine hohe Konzentration an Zucker und Aromen. Nach der sorgfältigen Lese erfolgt eine schonende Pressung, die nur geringe Mengen Saft zutage fördert. Das macht diese Beerenauslese zu einem besonders kostbaren Elixier. Der Riesling Beerenauslese vom Vorzeigebetrieb Korrell stammt aus der Kreuznacher Top-Lage Paradies, in der alte Rebstöcke für zusätzliche Komplexität in dem Süßwein sorgen. Neben dem hohen Zuckergehalt zeichnet diese Beerenauslese eine beeindruckende Frische aus – unabdingbar für einen gut gemachten Süßwein, der zu keinem Zeitpunkt überbordend oder gar „klebrig“ wirkt. In Kombination mit dem niedrigen Alkoholgehalt präsentiert sich ein Riesling, der durch seine harmonische und elegante Ausgewogenheit besonders zugänglich und unbeschwert wirkt. Die vielschichtige Aromatik lädt immer wieder dazu ein, den Duft des Weines zu genießen. Die Beerenauslese in der halben Flasche eignet sich hervorragend als Aperitif oder als Begleiter zu Blauschimmelkäse und würzigem Hartkäse. Auch als Dessertwein ist sie eine exzellente Wahl, da ihre süße Fülle und die lebhafte Säure eine Vielzahl von Süßspeisen bereichert. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Die Beerenauslese präsentiert sich im Glas in einem leuchtenden, intensiven Goldgelb, das die Konzentration des Süßweins bereits farblich ankündigt. Das Bouquet ist vielschichtig, mit Aromen von getrockneten und kandierten Zitrusfrüchten sowie reifem, gelbem Steinobst. Dazu gesellen sich pflanzliche und kräuterige Nuancen, die durch eine ausgeprägte mineralische Würze ergänzt werden. Am Gaumen entfaltet sich die Beerenauslese mit einer saftigen, süßen Frucht, die an kandierte Tropenfrüchte erinnert. Florale Akzente und ein zarter Hauch dunkler Beeren erweitern das Geschmackserlebnis. Die mineralische Komponente ist spürbar, und der Wein zeigt eine gewisse erdige Tiefe, unterstützt von einem feinen Gerbstoff-Griff. Der Abgang ist lang und saftig, geprägt von energiereicher Säure, die den Süßeeindruck hervorragend austariert. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97 Punkte vom Decanter „Decanter Platinum Award: Sehr reines, jugendliches, blumig-fruchtiges Aroma mit Noten von Zitrone und Obstgartenfrüchten. Komplex und süß, mit einer knackigen, hoch liegenden Säure. Vielschichtig und komplex, ein sehr luxuriöser und gastronomischer Wein“.
Das Besondere an diesem Wein Es gibt das alte Diktum, dass großer Wein reifen muss. Heutzutage muss alles schnell gehen und die guten Winzer erreichen heute Weine, die reifen können, aber nicht müssen. Eine perfekte Sorte dafür ist Riesling und wahrscheinlich ist das auch der Grund, dass die Sorte international immer beliebter wird. Die Aromatik und Spannung sind ein Fest, wenn er jung geöffnet wird, die Grandezza und Tiefe stehen dem in nichts nach, wenn er reift. Allerdings sind vier Jahre nicht viel für einen großen trockenen Riesling wie den Paradies von Korrell. Dennoch waren wir begeistert, wie sich der Wein entwickelt und bereits ein deutlich spürbaren Zugewinn an Komplexität bekommen hat. Beim Weinmagazin Decanter, wo dieser Paradies Riesling zu einem der Top 50 Best in Show 2023 gekürt wurde, ist noch die Rede von "straffer, fester" Frucht. Davon ist jetzt, zwei Jahre später nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, der Wein wirkt entspannt und in sich ruhend. Im Glas singt er förmlich wie eine mythologische Sirene. Der Jahrgang 2021 war ein wilder Ritt für die Winzer in Deutschland. Ein Jahr, das bis zum August kühl war wie lange nicht und erst im September und Oktober die Sonne reingelassen hat. Das führte dazu, dass die Trauben sehr lange reifen konnten, sofern die Winzer nicht die Nerven verloren, oder extrem karge Lagen hatten. Zum Glück hat Martin Korrell gute Nerven und das Paradies ist eine Lage mit Muschelkalk- und Tonmergelböden, die etwas Wärme speichern. Es gab also kaum Schwierigkeiten beim Paradies Riesling trocken 2021. Das spürt man auch heute, wo der Wein in sein erstes Entwicklungsstadium eintritt. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Der 2021er Paradies Riesling zeigt sich jetzt am Beginn seiner ersten Reifephase und hat sich prächtig entwickelt. In der Nase liegen Aromen gelber Steinfrüchte, saftiger Limette und kandierten Orangenschalen klar nebeneinander, dazu kommt ein Hauch von Kräuterhonig. Am Gaumen entspannt und präzise, mit klarer Säure und spürbarer, aber geschmeidiger Mineralität. Die Frucht wirkt nun etwas runder, bleibt aber klar und fokussiert. Langer, animierender Abgang mit salziger Frische. Was Kritiker zu dem Wein sagen 97 Punkte von Decanter „ Nach einem Jahr ohne deutsche Weine in unserer Auswahl der Top 50 „Best in Show“ waren unsere Juroren begeistert, in diesem Jahr zwei großartige Vertreter des klassisch-kühlen Jahrgangs 2021 zu entdecken – beide (wenig überraschend) aus Riesling vinifiziert. Dieser Wein stammt von der Nahe. Blassgolden in der Farbe, vereint sein Duft die süße Klarheit der kühlsten deutschen Anbaugebiete mit steiniger Tiefe und einem Hauch Würze, wie man sie von wärmeren Lagen etwas weiter südlich kennt. Am Gaumen ist der Wein rein, lang und makellos definiert, die saftige Frucht so straff, fest und intensiv, dass man beim Trinken fast ein leichtes Zittern auf Zunge und Gaumen spürt. Der trockene Ausbau funktioniert hier hervorragend – ohne jede Spur von Unreife oder Schlankheit; das Finale ist so frisch wie der erste Schluck. Ein stilistisch makelloser Wein aus einer der derzeit spannendsten und profiliertesten Regionen Deutschlands.“ 94 Punkte von James Suckling „Ein tiefes Reservoir gelber Früchte, belebt durch eine enorme zitrische Frische. Der mittelkräftige Gaumen trägt eine beeindruckende Struktur. Der Wein beginnt sich gerade erst zu öffnen, zeigt aber exzellentes Potenzial für Geduldige. Sehr klarer und großzügiger Abgang. Jetzt trinken oder lagern.“
Paradies Riesling trocken - 2022 - Korrell - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Die Lage Paradies in Bad Kreuznach an der Nahe ist sicherlich das Sahnestück im beeindruckenden Lagen-Portfolio des Weinguts Korrell. Insgesamt 9,5 Hektar ummauerte Parzellen bewirtschaften Britta und Martin Korrell hier, wobei besonders viel Wert auf eine nachhaltige Bewirtschaftung gelegt wird. Der Weinberg ist teils nach Südwesten ausgerichtet und erreicht eine Neigung von bis zu 52 Grad, was eine optimale Sonneneinstrahlung gewährleistet. Viele der Riesling-Rebstöcke in diesem Teilbereich sind bis zu 45 Jahre alt, was zu einer besonderen Vielschichtigkeit des Weins beiträgt. Die Böden in dieser paradiesischen Lage sind facettenreich und bestehen aus Tonmergel und Muschelkalk, mit einem porösen Muschelkalkuntergrund, der für eine gute Drainage sorgt und dem Riesling seine charakteristische Mineralität verleiht. Diese speziellen Bodenverhältnisse in Kombination mit den alten Reben und der intensiven Sonnenexposition prägen die Stilistik des trockenen Paradies Rieslings entscheidend. Nach streng selektiver Ernte von ausschließlich reifem und gesundem Lesegut erfolgt die Vinifikation im Edelstahltank, um die frischen Fruchtaromen und die prägnante Säure des Rieslings zu bewahren. Nach einer mehrwöchigen Reife auf der Feinhefe lagert der Wein vor Verkaufsstart noch einige Monate in der Flasche, was ihm mehr Zugänglichkeit verschafft. Der trockene Riesling aus der Lage Paradies in Bad Kreuznach ist ein idealer Begleiter zu einer Vielzahl von Speisen. Besonders gut harmoniert er mit Kalbfleisch, Jakobsmuscheln und Hummer, da seine frische Säure und die mineralischen Noten diesen Gerichten eine besondere Finesse verleihen. Der Wein besitzt ein Lagerpotenzial von mindestens 10 Jahren, in denen er zusätzliche aromatische Komplexität und Tiefe gewinnt. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Riesling zeigt sich im Glas mit einem klaren, strahlenden Gelb. In der Nase entfaltet der Wein ein reines und elegantes Bouquet mit Zitrone und Grapefruit, begleitet von einem Hauch von Pfirsich. Feine pflanzliche und kräuterige Noten verweben sich mit einem floralen Akzent, während die ausgeprägte Mineralität die Vielschichtigkeit des Aromas unterstreicht. Am Gaumen mit einer saftigen, reifen Frucht, die eine subtile Süße zeigt. Die lebendige Säure sorgt für Frische, unterstützt von einer festen Tanninstruktur. Der Abgang ist lang, saftig und von einer klaren Mineralität geprägt. Was Kritiker zu dem Wein sagen 17+ Punkte von Jancis Robinson „Ein flintig-rauchiger Beginn weicht einem würzigen Orangen-Sherbet-Aroma. Rosa Grapefruit, krautige Akzente von Zitronenmelisse und Rosmarin. Eine elektrisierende Spannung zwischen kühler Frucht und warmer Würze. Wunderschöne steinige Mineralität taucht immer wieder in den unerwartetsten Momenten auf. Geschmeidig, mit einer spannenden Dynamik und einem großen Zitrusfinale. Ein Mundvoll köstlicher Komplexität. Von 2024 bis 2030 zu trinken“.
Das Besondere an diesem Wein Der Pavillon Rouge profitierte von nahezu perfekten Bedingungen im Jahr 2016. Nachdem das Jahr 2015 sehr trocken war, brachte der Winter und das Frühjahr 2016 genug Regen, um die Grundwasserspeicher wieder aufzufüllen. Ein warmer April begünstigte einen frühen Austrieb der Reben. Juli und August waren sehr trocken, aber damit kamen die Reben gut zurecht. Kühle Nächte ab September waren ein Segen – die Reife der Trauben für den Pavillon Rouge konnte unter optimalen Bedingungen erfolgen. Vom 23. September bis zum 18. Oktober fand die Weinlese statt und war damit die längste Ernte in der Geschichte von Château Margaux. Nur 26 % der Lese wurden für den Zweitwein Pavillon Rouge verwendet, rund 50 % der Ernte gehen in den Drittwein oder werden weiterverkauft. Die Assemblage erfolgte 2016 aus 84 % Cabernet Sauvignon, 13 % Merlot und 3 % Petit Verdot. Ein ungewöhnlich hoher Anteil an Cabernet Sauvignon und die strenge Auslese lassen den Zweitwein Pavillon Rouge vom Charakter her dem Erstwein immer ähnlicher werden. Herausragend! Die Appellation Margaux liegt auf der Halbinsel Médoc, die vom Atlantik und der Gironde eingefasst ist. Die Böden weisen eine mächtige Kiesschicht auf, unter der sich Kalk und Ton befinden – eine ideale Drainage für die Rebstöcke. In Margaux befinden sich ein Drittel aller 1855 als Grand Cru Classé zertifizierten Weingüter. Das herausragende Terroir bringt mit großer Verlässlichkeit Jahr um Jahr Weine von Weltruf hervor. Die Weine aus Margaux gelten als samtig, fein, duftig und sehr elegant. Das 1855 als Grand Cru Classé eingestufte Château Margaux gilt seit dem 18. Jahrhundert als erste Adresse für erlesene Weine. Schon der damalige amerikanische Botschafter in Paris – der spätere US-Präsident Thomas Jefferson – schwärmte von deren Qualität. Die fast 100 Hektar Rebfläche sind mit 75 % Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot und kleineren Mengen Cabernet Franc und Petit Verdot bestockt. Davon gehen etwa 25 % in den Zweitwein Pavillon Rouge, der sich von Jahr zu Jahr immer mehr der Qualität des ersten Weins – dem Grand Vin – des Château Margaux annähert. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig In der Nase viel rote Frucht: Zwetschge und Kirsche, Holunder und Johannisbeere. Am Gaumen dazu Lakritz, unterstützt von einer Struktur aus reifen, und feinkörnigen Tanninen, sehr glatt und poliert. Äußerst elegant, mit einem lange nachhallenden Abgang. Was Kritiker zu dem Wein sagen 93+ Punkte von Robert Parker „Der 2016er Pavillon Rouge strotzt vor üppigen Düften von Morello-Kirschen, schwarzen Himbeeren und Cassis, die von einem Hauch von Menthol akzentuiert werden. Am Gaumen ist er mittelkräftig, sehr elegant, lebhaft und frisch, mit seidigen Tanninen und einem schönen langen Abgang. Zu trinken von 2021 bis 2039“.
Petit Rosé trocken - 2024 - Friedrich Becker - Deutscher Roséwein
Das Besondere an diesem Wein Der als VDP-Gutswein klassifiziere Petit Rosé des Pfälzer Weinguts Friedrich Becker wurde aus Dornfelder, Pinot Meunier, Portugieser und Pinot Noir hergestellt. Die Besonderheit: Die Trauben wuchsen auf Sandsteinverwitterungs- und Kalkböden, die nicht nur auf deutscher Seite beheimatet sind, sondern auch im französischen Elsass. Nur durch ein besonderes Abkommen des Weinguts Becker mit der Nachbarregion ist dieser grenzüberschreitende Weinbau möglich. Die für den Petit Rosé genutzten Reben sind zwischen 10 und 50 Jahre alt und die Trauben werden in Handarbeit streng selektioniert. Eine nur kurze Maischestandzeit mit den Beerenschalen bringt die rötliche Färbung in den Wein und zur Erhaltung der schönen Fruchtaromen wird der Rosé ausschließlich in Edelstahltanks ausgebaut. Eine fünfmonatige Reife auf der Feinhefe sorgt für zusätzlichen Schmelz und große Harmonie. Das Ergebnis ist ein Rosé, der sich wunderbar unkompliziert trinken lässt, aber dennoch mit einem ernsthaften Maß an Feinheit und Eleganz daherkommt. Von einem Weingut wie Friedrich Becker eigentlich nicht anders zu erwarten. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Rosé gelangt in einem zarten Rosa ins Glas. Sein vornehmer Duft erinnert an Himbeeren, rote Johannisbeeren und Hagebutten. Im Hintergrund aber auch Anklänge von Zitrusfrüchten und gelbem Steinobst. Im Mund mit lebendiger Säure und einer dezenten Fruchtsüße, die für eine wunderbare Balance sorgt. Ein unkomplizierter Terrassenwein mit Anspruch und noch dazu ein vielseitiger Essensbegleiter – zum Beispiel beim Grillen.
Das Besondere an diesem Wein Der vom VDP als Große Lage eingestufte Pfarrwingert liegt bei Dernau, wo sich das Tal der Ahr weit öffnet und steile Hanglagen mit perfekter Südausrichtung zu finden sind. Der Boden der Lage setzt sich aus den typischen Grauwacke Sedimenten zusammen, die hier mit Tonschieferfragmenten zu einer sandsteinähnlichen Struktur verbacken sind. Dieser Boden nimmt die Wärme des Tages perfekt auf und liefert Weine von ausgeprägter Mineralität. Weine aus dem Pfarrwingert sind ausgesprochen duftig, von feiner Frucht und Würze. Dafür sorgen auch die alten Reben der Lage und die Meyer-Näkel typische Sorgfalt bei der Arbeit im Weinberg und im Keller. Konsequente Reduzierung des Ertrags, Lese von Hand, mehrfache Selektion der Trauben sorgen für perfektes Rebmaterial. Der Wein reift rund 16 Monate in Barrique-Fässer: etwa 70 Prozent der Fässer sind aus neuem Holz. Der Fassreife schließt sich noch eine sechsmonatige Flaschenreife an, bevor der Wein das VDP-Weingut verlässt. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Mitteldichtes Kirschrot begrüßt uns im Glas. An der Nase offenbart das Große Gewächs ein eindringliches Konzert von dunklen Früchten. Schwarze Kirschen, Brombeere, Himbeere und Blaubeere geben sich die Ehre. Umrahmt wird die Frucht von Würznoten, Holzaromen und einer Spur Vanille. Ausgesprochen ausgewogen und harmonisch am Gaumen, wo sich die Fruchtnoten strecken und von der frischen Säure aufgefangen werden. Die Tannine sind wunderbar integriert. Ein Wein von beeindruckender Länge, ein echtes Aushängeschild großer Spätburgunder von der Ahr.
Phyllitschiefer Riesling trocken - 2025 - Kruger-Rumpf - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Das Anbaugebiet Nahe liegt in Rheinland-Pfalz, westlich von Rheinhessen, und trägt seinen Namen aufgrund des Flusses, der die Region durchzieht. Kruger-Rumpf ist einer der ganz großen Namen in diesem kleinen Anbaugebiet. Das beweist nicht zuletzt die Mitgliedschaft im renommierten Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP), dem das Weingut bereits seit 1993 angehört. Der Phyllitschiefer Riesling trocken ist laut VDP-Statuten als Gutswein klassifiziert – alle für den Wein verwendeten Trauben müssen demnach aus dem Besitz des Weinguts stammen, der Ankauf von Trauben ist tabu. Ein echter Qualitätsgarant also. Apropos Trauben: Nicht ohne Grund ist dieser Riesling mit dem Zusatz „Phyllitschiefer“ gekennzeichnet. Die genutzten Reben wurzeln auf einem Boden, der von dieser besonderen Schiefer-Art geprägt ist. Phyllit ist ursprünglich aus Tonschiefer entstanden, ist also ebenfalls extrem blättrig und besteht aus vielen, übereinander liegenden Schichten. Der Hauptunterschied von Phyllitschiefer besteht in dem hohen Glimmer-Anteil, der durch sein Funkeln auch optisch sofort auffällt. Diese besondere Bodenstruktur ist nur an der Nahe und im Rheingau zu finden. Der Boden hat natürlich großen Einfluss auf diesen Riesling. Zum einen sorgt er für die typische Schieferprägung, die sich aromatisch in einer würzig-rauchigen Note niederschlägt. Zum anderen äußert sich dieser extrem mineralische Boden durch eine besonders klare, reine und filigrane Statur. Ein absolutes Spezialgebiet des Weinguts Kruger-Rumpf. Klarheit und Eleganz werden hier groß geschrieben, von Frucht getriebene Kraftprotze sind hier völlig undenkbar. Der Phyllitschiefer Riesling trocken bietet einen wunderbaren Einstieg in das Ausnahme-Portfolio von Kruger-Rumpf. Er führt zudem das nur siebtgrößte Anbaugebiet Deutschlands auf einem besonders hohen Qualitätsniveau vor. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Riesling kommt mit einem blassen Zitronengelb ins Glas. Der Duft offenbart auf Anhieb eine klassische Schiefer-Würzigkeit mit etwas Rauch. Aber auch frische Kräuter, Mandarine sowie Zitronenabrieb lassen sich entdecken. Auch im Mund wieder diese unnachahmliche Schiefer-Prägung und eine Wiederholung des Fruchteindrucks. Im Abgang mit straffer Säure, die im Gesamtkontext aber für eine wunderbare Balance sorgt.
Pietro Dal Cero Amarone della Valpolicella - 2019 - Cà dei Frati - Italienischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Der Amarone ist ein Projekt und eine Herzensangelegenheit der drei Geschwister der Weinfamilie Dal Cero. Ende der 90er-Jahre konnte die Familie rund 12 ha Weingärten in Valpolicella sul Pian di Castagnè im Luxinum-Weinberg erwerben – in der ursprünglichen Heimat ihres Vaters Pietro. Nach 10 Jahren intensiver Vorarbeit, wurde 2008 der erste Jahrgang präsentiert. Der Traum eines eigenen Amarone wurde Wirklichkeit und zu Ehren des innovativen Vaters trägt er den Namen Pietro Dal Cero. Der zweite Jahrgang erhielt direkt eine Spitzenbewertung im wichtigsten Weinführer Italiens, dem Gambero Rosso. Die Cuvée besteht aus den klassischen Rebsorten Corvina, Corvinone, Rondinella und Croatina. Nur die besten und vor allem gesunden Trauben werden geerntet, kommen sofort in spezielle Kisten und trocknen nun 4 Monate lang in gut durchlüfteten Lagerräumen. Danach haben sie ungefähr ein Drittel bis die Hälfte ihres Gewichtes verloren, denn das Wasser aus den Trauben ist verdunstet. Zucker und Extraktstoffe bleiben in konzentrierter Form zurück. Jetzt erst erfolgt die Maischegärung mit einem langen Schalenkontakt. Der stoffige Wein wird für zwei Jahre in neuen Barriques, ein Jahr in Edelstahltanks und weitere zwei Jahre auf der Flasche gereift. So bekommt das Kraftpaket eine weitere Dimension und seine innere Balance. Dennoch ist der Amarone Pietro Dal Cero ein junger Wein mit einem großes Reifepotenzial! Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Ein intensiver Duft entsteigt dem Glas, mit reifen Fruchtaromen von Sauerkirschen, gepaart mit Eindrücken von süßlichem Pfeifentabak, gerösteten Kaffeebohnen und dunkler Schokolade. Dazu gesellen sich kräftige balsamische Noten, die Idee von schwarzer Oliven-Tapenade, Wacholder und ein Hauch Sternanis. Diese vielfältigen Aromen spiegeln sich in ihrer ganzen Komplexität am Gaumen wider. Der Amarone zeigt eine tolle Extraktsüße, kraftvolle Tannine und eine gute Frische – kurzum eine perfekte Struktur, um lange reifen zu können. Tipp: wenn Du nicht 5 - 10 Jahre warten möchtest, gib dem Wein Zeit zum Atmen. Am besten ein paar Stunden vor Genuss in einer Karaffe.
Pol Roger Vintage Rosé - 2019 - Pol Roger - Französischer Champagner
Das Besondere an diesem Wein Das exquisite Champagnerhaus Pol Roger ist eines der wenigen, die sich noch immer in Familienbesitz befinden. Die Qualität verdankt das Haus zum einen dem großen Anteil von über 90 ha eigener Rebflächen, von denen ungefähr die Hälfte der benötigten Trauben stammt und natürlich zum anderen der Handschrift des langjährigen Kellermeister Dominique Petit, die heute von seinem Nachfolger Damien Cambres weitergeführt wird. Um so einen herausragenden und einmaligen Rosé-Jahrgangchampagner zu kreieren, braucht man vor allem Zeit. Der Most der Trauben wird schonend durch zweifaches Absetzten geklärt und dann temperaturkontrolliert im Edelstahltank vergoren. Die Rebsorten sowie auch die einzelnen Lagen werden separat ausgebaut und danach zu einer ausgewogenen Cuvée von Pinot Noir und Chardonnay zusammengeführt. Das Geheimnis des weinigen Charakters von diesem Champagner liegt im nachfolgenden Schritt: vor der Flaschenfüllung und somit vor der zweiten Gärung auf der Flasche, werden ungefähr 15 % Rotwein des gleichen Jahrgangs aus Pinot Noir-Trauben, von den besten Crus aus dem Bereich Montage de Reims, hinzugegeben. Diese finale Cuvée wird danach zur zweiten Gärung auf die Flasche gebracht. Der Rosé-Champagner lagert bei kühlen 9° Celsius in den tiefsten Kellern des Hauses - 33 Meter unter der Erde. Gerüttelt wird bei Pol Roger tatsächlich noch von Hand. Der limitierte Vintage Rosé reifte lange sechs Jahre, bevor er harmonisch-cremig und kraftvoll-weinig in den Verkauf durfte. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Ein zartes Himbeerrot mit kupferfarbenen Reflexen erstrahlt im Glas. Kurz nach dem Einschenken zeigt der Rosé-Champagner noch etwas Zurückhaltung, doch nach ein paar Minuten öffnet er sich und offeriert ein vielschichtiges und opulentes Bukett mit einem fruchtigen Aromareigen von Himbeeren, roten Johannisbeeren, Erdbeeren, Blutorangen und Mandarinen, gepaart mit eleganten Nuancen von Brioche, weißen Blüten und Mandeln sowie feinen würzigen Nuancen im Hintergrund. Am Gaumen spiegeln sich die Aromen wider und die Noten von Johannisbeeren treten in den Vordergrund. Der Champagner ist körperreich, harmonisch und konzentriert und wirkt durch sein erfrischendes Säurerückgrat sowie die spürbare Mineralität sehr lebendig. Ein Traum in Rosa mit einem nicht zu unterschätzenden Reifepotenzial!
Pratto - 2023 - Cà dei Frati - Italienischer Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Der Weißwein Pratto stammt aus der Subregion Benaco Bresciano innerhalb der DOC Lugana. Die Weinberge liegen am Südufer des Gardasees, in der Nähe des Ortes Sirmione und damit bereits in der Lombardei. Das Klima hier ist mild und mediterran, mit kühlen Brisen vom See. Der Boden ist von Lehm und Kalk geprägt, mit einem hohen Anteil von Mineralien. Diese Bedingungen ermöglichen den Trauben eine gute, konstante Reife und eine hohe Aromakonzentration. Wer am Gardasee Urlaub macht, den umfängt eine fast kitschig-romantische Atmosphäre, die an das Norditalien früherer Zeiten erinnert. Wer hier lebt und arbeitet, kann sich glücklich schätzen, ist doch nicht nur der Ausblick von den Weinbergen atemberaubend, sondern auch Ess- und Trinkkultur hoch entwickelt – eben typisch Gardasee. Sauvignon Blanc, Chardonnay und Trebbiano di Lugana bilden die Basis der Weißwein-Cuvée Pratto. Die drei Rebsorten bringen unterschiedliche Eigenschaften in den Wein ein: Sauvignon Blanc sorgt für Frische und Aromatik, Chardonnay für Fülle und Struktur und die in Norditalien autochthone Rebsorte Trebbiano di Lugana für Eleganz und Mineralität. Die Trauben für den Pratto werden von Hand gelesen und streng selektioniert, um die Qualität auf ein bestmögliches Niveau zu heben. Der Sauvignon Blanc wird sofort gepresst, die Chardonnay- und Trebbiano di Lugana-Trauben verbleiben einige Stunden auf der Maische, um mehr Extrakt zu gewinnen. Ein kleiner Kniff, der dem Wein aber deutlich mehr Fülle und Aroma verleiht. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Dieser Weißwein vom Gardasee zeigt sich in einem mittleren bis kräftigem Goldgelb im Glas. Er duftet nach exotischen Früchten wie Mango, Ananas und Passionsfrucht, sowie nach Stachelbeere und frischen Kräutern. Im Mund ist er vollmundig und harmonisch, mit einer lebendigen Säure und dezenter Süße. Der Abgang ist lang und fruchtig mit floralen Noten.
Das Besondere an diesem Wein Die Provence hat den Rosé groß gemacht und dieser frischen, fruchtigen Gattung auf der Weltkarte der Weine einen unerschütterlichen Platz geschaffen. Zu den Häusern, die diesen Ruhm gemehrt haben, zählt Minuty. Und der Prestige Rosé ist ein echter Côtes de Provence, durch und durch. Minuty assembliert den Wein aus Grenache (60 %), Cinsault (20 %), Tibouren (10 %) und Syrah (10 %). Nach der Handlese werden die Reben komplett entrappt und dann sanft gepresst. Es folgt eine 24 stündige Maischestandzeit und schließlich die Gärung im Edelstahltank. Dieses Verfahren wird gewählt, um maximale Frucht und Frische zu gewährleisten – ein Trumpf des Prestige Rosé! Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas zeigt sich der Wein im hellen Lachsrosa. Das Bouquet duftet nach Honigmelone und Blüten, mit einem zarten Hauch Erdbeere und Himbeere im Hintergrund. Am Gaumen ist diese wundervolle Fruchtkonzentration ebenso präsent, der Wein ist frisch, kraftvoll und finessenreich, sehr gut ausbalanciert und elegant, mit fruchtigem Nachhall. Ein echter Rosé aus der Region Côtes de Provence!
Pretorio Morellino di Scansano - 2024 - Sensi Vigne e Vini s.r.l. - Italienischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein In der Maremma, dem Küstenstreifen in der südlichen Toskana, wird der traditionelle Sangiovese auch als Morellino bezeichnet. Morellino di Scansano ist ein DOCG-Bereich ebendort, der sich der Rebsorte exklusiv verschrieben hat. Die hügeligen Weinberge, die die Trauben für den Pretorio liefern, befinden sich rund um das Örtchen Scansano in der Provinz Grosseto. Der Boden hier ist locker und tiefgründig – entscheidend für die Qualität der Trauben, da er den Reben das perfekte Maß an Nährstoffen und eine gute Drainage bietet./p> Die Weinherstellung dieses Morellino di Scansano kombiniert traditionelle Methoden mit moderner Weinbautechnologie, um die natürlichen Eigenschaften der Trauben bestmöglich zu bewahren. Die alkoholische Gärung läuft bei kontrollierten Temperaturen von 20 bis 24 Grad Celsius etwa zwei Wochen lang. Durch den darauffolgenden, langen Schalenkontakt werden die aromatischen Verbindungen und Gerbstoffe aus den Schalen der Trauben extrahiert. Eine sich anschließende Reifezeit von sechs Monaten auf der Feinhefe trägt zur Entwicklung von Komplexität, Schmelz und Fülle bei. Der Pretorio Morellino di Scansano ist ein zugänglicher, aromatischer Rotwein, der gut zu Roastbeef, Cotolette al limone und gegrilltem Hähnchen passt. Insgesamt repräsentiert dieser Wein die wenig bekannte südliche Toskana auf hohem Niveau und spiegelt die Leidenschaft und das Engagement des Weinguts Sensi wider. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Sangiovese präsentiert sich im Glas in einem leuchtenden Rubinrot. Der Geruch des Weins ist ausdrucksstark und vielschichtig. Rote Früchte, insbesondere Sauerkirschen, die durch eine leicht erdige Note ergänzt werden. Gewürze wie Zimt und Nelken klingen im Hintergrund an. Am Gaumen präsentiert sich der Wein frisch und fruchtbetont. Die Kirscharomatik setzt sich fort und wird durch eine nussige Note ergänzt. Die Struktur ist ausgewogen, mit einer gut dosierten Säure und feinen Tanninen, die dem Wein Eleganz verleihen. Im langen Abgang wirken die würzigen Töne nach.
Das Besondere an diesem alkoholfreien Prisecco Wer einen Prisecco von Jörg Geiger für einen mit Kohlensäure versetzten Apfelsaft hält, könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt liegen. Das stellt auch seine Apfelsinfonie eindrucksvoll unter Beweis. Zum einen kommen hier nur vollreif geerntete Äpfel der alten Sorte Bittenfelder Sämling zum Einsatz – teils erst Mitte Dezember vom Baum gepflückt. Zum anderen wird dieses schwäbische Wiesenobst durch intelligent gewählte Zutaten kreativ ergänzt. Im Fall der Apfelsinfonie handelt es sich bei den zusätzlichen Ingredienzien um Rhabarber, Wasserkresse und roten Senf. Der Rhabarber sorgt für zusätzliche Frische in dem Prisecco, roter Senf und Wasserkresse steuern Würze sowie einen leichten Eindruck von Schärfe am Gaumen bei. Was ungewöhnlich klingt, bildet ein hervorragendes Komplement zur Süße der reifen Äpfel. Doch diese spannende und äußerst gelungene Kombination ist nicht alles, was der Prisecco Apfelsinfonie zu bieten hat. Um dem Spannungsverhältnis zwischen Süße, Säure und Schärfe noch eine gewisse Wärme zu verleihen, wird die Apfelsinfonie zusätzlich in kleinen Eichenholz-Fässern ausgebaut. Feiner Vanilleduft und eine wohlige Holznote sind das Ergebnis dieser aufwendigen Veredelung. Wir halten erneut fest: Die Produkte aus der Manufaktur Geiger sind wahrlich nicht bloß mit Kohlensäure versetzte Fruchtsäfte Natürlich passt so ein genussreicher Frucht-Secco bestens als alkoholfreier Aperitif in jede festliche Runde. Aber auch als Essensbegleiter sollte man ihn nicht unterschätzen. Durch seine Frische, die dezente Schärfe und Würzigkeit empfiehlt Jörg Geiger selbst zu der Apfelsinfonie asiatische Gerichte mit Curry und Koriandergrün, gebratenen mageren Fisch mit weißem Fleisch oder fettreichen Fisch, der etwas im Rauch lag. Wer könnte das widersprechen? Wie der alkoholfreie Prisecco schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas mit einem satten Goldgelb und bräunlichen Reflexen. Der Apfelduft an der Nase wirkt würzig, reif und vielschichtig. Im Hintergrund auch Eichenholznoten, Senf sowie ein erdiger Eindruck. Im Mund neben dem Apfeleindruck auch etwas Karamell – getragen von einer frischen Säure und feiner Süße. Würzig-kräuterig im langen Nachhall, der mit einer dezenten Schärfe nachwirkt. Durchschnittliche Nährwerte pro 100 ml Brennwert 209,4 KJ/ 49,4 kcal Kohlenhydrate 11,3 g davon Zucker 10,8 g Fett < 0,1 g davon gesättigte Fettsäuren < 0,03 g Eiweiß < 0,2 g Salz < 0,007 g Zutaten: Apfelsaft vom Bittenfelder Sämling (93%), Rhabarbersaft (6%), Kräuter, Roter Senf (0,5%), Gewürze und zugesetzte Kohlensäure. Getränk auf Apfelsaftbasis mit Kräutern und Gewürzen.
Das Besondere an diesem alkoholfreien Prisecco Aus einer vermeintlichen Not eine Tugend zu machen, ist für Jörg Geiger aus dem baden-württembergischen Schlat Ausdruck von Kreativität: Im Jahr 2013 suchte ein Hagelunwetter seine schwäbischen Obstwiesen heim. Nur wenige Äpfel überstanden dies unbeschadet, es drohte einsetzende Fäule. An die vollständige Ausreifung der Früchte war nicht mehr zu denken. So entschloss sich Geiger kurzerhand, die Äpfel der Sorte Sämling drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Ernte von den Bäumen zu holen. Erwartungsgemäß zeigten sich die Früchte etwas saurer als üblich und auch der Zuckergehalt war noch nicht auf gewohntem Niveau. Zu gebrauchen waren sie aber allemal, geht es Jörg Geiger ohnehin bei seinem Frucht-Secco – er nennt ihn Prisecco – vorrangig um Frische und nicht um überladene Süße. Doch die Prisecco Cuvée Nr. 11, die in ihrer Machart an einen aus Trauben hergestellten Verjus erinnert, weiß noch mit einer weiteren Besonderheit zu überraschen: Gewaschenes und gedämpftes Eichenlaub von frei stehenden Bäumen – inklusive der Zweige – wurde den Äpfeln beim Pressvorgang zugefügt. Durch den Dämpfvorgang entwickelt sich ein Duft, der an Vanille erinnert, ähnlich wie man ihn von getoasteten Eichenholz-Barriques kennt. Das passt hervorragend zu dem dezenten Süßeeindruck und trägt die frische Säure elegant über den Gaumen. In Summe ein wahrer Geniestreich von Jörg Geiger. Nicht ohne Grund gehört die Cuvée Nr. 11 zu den beliebtesten Produkten der Manufaktur Jörg Geiger. Und auch, wenn die meisten Prisecco-Liebhaber dieses alkoholfreie Getränk als Aperitif verstehen, eignet es sich hervorragend als Essensbegleiter. Der Hersteller selbst empfiehlt eine Kaninchenterrine mit gebratenen Waldpilzen, Trüffelnudeln oder gebratenen Fisch. Bei der gelungenen Balance aus frischer Fruchtsäure, Vanillenoten und dezenter Süße unschwer als treffend zu begreifen. Wie der alkoholfreie Prisecco schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas mit einem Goldgelb. Das reichhaltige Bouquet duftet nach reifen Äpfeln sowie durch das Eichenlaub auch nach Vanille, Gewürzen und Kräuternoten. Im Mund wiederholt sich der intensive Geschmack nach Äpfeln, der von zitroniger Säure und gut eingebundener Süße begleitet wird. Im langen, frischen Abgang wirken Holztannine strukturvoll nach. Durchschnittliche Nährwerte 100 ml Brennwert 178,5 KJ/ 42,2 kcal Kohlenhydrate 9,8 g davon Zucker 9,2 g Fett < 0,01 g davon gesättigte Fettsäuren < 0,02 g Eiweiß < 0,1 g Salz < 0,005 g Zutaten: Apfelsaft (70%), Birnensaft, Eichenlaub, Kräuter, Gewürze und zugesetzte Kohlensäure. Getränk auf Apfelsaftbasis mit Kräutern und Gewürzen.