Grauer Burgunder Kalkmergel trocken - 2023 - Friedrich Becker - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Von fast 50 Jahre alten Grauburgunder-Reben stammt dieser VDP-Gutswein von Friedrich Becker aus der Pfalz. Die Trauben für den Wein wachsen an Reben, die sowohl auf deutschem Boden als auch auf elsässischem Grund verwurzelt sind. Eine Besonderheit, die unbedingt zur Identität der Becker-Weine dazugehört. Die von einem besonders kalkhaltigen Boden stammenden Grauburgunder-Beeren weisen eine wunderbare Frische und Klarheit auf, so dass sie mit einer Extraportion Kraft und Fülle durchaus umgehen können, ja von ihr sogar profitieren. So wird das Rebmaterial nach der streng selektiven Ernte per Hand vier Tage lange mit Schalenkontakt vergoren. Eine vergleichsweise lange Zeit für einen Weißwein, die zudem eine Besonderheit von Grauburgunder augenscheinlich werden lässt: Die Schalen dieser Rebsorte besitzen eine zarte Rotfärbung, so dass der Kalkmergel von Becker einen leichten Roséton zeigt. Zudem erhält er durch die lange Maischestandzeit auch eine beeindruckende Struktur. So eignet sich der Wein ganz hervorragend für den Ausbau im Holz. Die Zeit in großen und kleinen Eichenfässern sorgt für eine besonders runde und harmonische Charakteristik – die sieben Monate dauernde Zeit auf der Feinhefe verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Das Ergebnis ist ein dicht gewobener, würzig anmutender Grauburgunder, der einen hervorragenden Essensbegleiter abgibt und die Rebsorte in neuem Glanz erstrahlen lässt. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Ein leuchtendes Gelb mit rosafarbenen Reflexe zeigt sich im Glas. Der Duft ist von gelben und roten Früchten geprägt – ein wahres Potpourri lässt sich hier entdecken. Aber auch leicht würzige Noten, die auf den dezenten Ausbau im Holz hinweisen. Im Mund wunderbar saftig um mit einer hervorragenden Säure ausgestattet. Im Abgang zeigt sich eine beeindruckende Struktur und Länge. Was Kritiker zu dem Wein sagen Falstaff "Lachsfarben (durch Maischestandzeit). In der Nase reifer Pfirsich und Erdbeere. Am Gaumen findet man neben primären Aromen auch schwarze Johannisbeerblätter in einem mittleren Körper. Die lebendige Säure führt den Wein in einen sehr guten Abgang."
Das Besondere an diesem Wein Die Weinmanufaktur Frey liegt im Herzen des Wonnegaus und wird von den Brüdern Philipp und Christopher Frey geführt. Die Philosophie der beiden Rheinhessen wurzelt auf einem tiefen Verständnis ihrer Umgebung, gepaart mit handwerklichem Können und einem Fokus auf Qualität. Der Grauburgunder Reserve ist ein Paradebeispiel dafür, wobei der Namenszusatz auf den sorgfältigen Einsatz von Holz im Vinifizierungsprozess hinweist. Gleichermaßen ist der Grauburgunder Reserve eine Hommage an die Kalksteinböden der Region, denn sie verleihen dem Wein seine mineralische Frische und Klarheit. Die Trauben für den Wein werden selektiv per Hand gelesen, wobei nur vollreifes Lesegut zum Einsatz kommt. Dieser qualitätsbezogene Umgang setzt sich im weiteren Ausbau fort: Die Maischestandzeit von bis zu 24 Stunden extrahiert die Aromen in ihrer ganzen Pracht. Die teilweise Spontanvergärung, die im kleinen Barrique sowie im großen Holzfass durchgeführt wird, versorgt den Grauburgunder mit zusätzlicher Komplexität. Etwa 75 % des Weines werden anschließend in Barriques und großen Holzfässern ausgebaut – der übrige Teil in neutralen Edelstahltanks. Diese Kombination wahrt Frische und Frucht, bringt aber gleichzeitig viel Schmelz und Struktur in den Wein ein. Der zum Teil durchlaufene biologische Säureabbau hat außerdem dafür gesorgt, dass der Wein eine cremig wirkende Textur und einen harmonischen Gesamteindruck am Gaumen besitzt. Trotz seiner Fülle bleibt der Grauburgunder Reserve stets elegant – die Mineralität des Kalksteins zieht sich wie ein roter Faden durch die straff wirkende Charakteristik des Weißweins. Die typische Rebsorten-Aromatik wirkt dabei nie aufdringlich, vielmehr ist sie Grundlage für die Begleitung zahlreicher Speisen: helles Fleisch, Fisch oder auch Pasta mit sahnigen Soßen passen hervorragend zu dem Wein. Gleichzeitig bietet er auch solo genossen viel Trinkspaß und setzt sich dabei gekonnt vom Grauburgunder-Mainstream ab. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas zeigt der Grauburgunder ein helles Gold mit zitronengelben Reflexen. In der Nase reife gelbe Äpfel und Birnen, ergänzt durch feine Noten von warmen Mandeln. Leichte Holznoten sowie ein Hauch von Vanille und Rauch deuten auf den Ausbau im Barrique hin, während die kalksteinige Mineralität im Hintergrund dezent mitschwingt. Am Gaumen präsentiert sich der Wein druckvoll. Die reife Frucht wird hier von einer feinen Frische getragen, gleichzeitig sorgt ein eleganter Schmelz für viel Harmonie und einen insgesamt moderaten Säureeindruck.
Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Grauburgunder mit dem Verwöhnaroma: Birne und florale Noten steigen aus dem Glas auf. Vollmundig und üppig präsentiert sich der Weiße am Gaumen. Die 10% Ortega-Trauben packen im harmonischen Gesamtbild noch eine Schippe drauf!
Das Besondere an diesem Wein Bei den Brüdern Frey darf es ruhig etwas spaßig zugehen – vor allem im Glas. Dabei verlassen sich die beiden zwar noch auf die Expertise ihres Vaters Stefan Frey, doch haben Philipp und Christoper bereits sehr klare Vorstellungen in punkto präferierter Weinstilistik. Nach eigener Aussage sind "schlaffe Dünnies“ das Gegenteil von den von ihnen angestrebten Weinen. Der Grauburgunder trocken vom Weingut Frey konkretisiert das Vorhaben auf nachvollziehbare Art und Weise: Der Wein kommt mit einem schönen Schmelz daher, bietet eine gute Struktur und eine mineralische Frische. Durch letztere Eigenschaft wirkt der Wein trotz des guten Körpers nicht fett, sondern angenehm leichtfüßig. Da bereitet auch das zweite Glas noch unbeschwerten Weingenuss. Natürlich kommt bei dem Wein auch die Frucht nicht zu kurz: Klassische Aromen von gelbem Steinobst, Äpfeln und Birnen sowie eine nussige Note machen sofort klar, dass es sich bei dem Wein um einen Grauburgunder handelt. Im Falle des Exemplars vom Weingut Frey sogar um einen besonders guten. Und ein „schlaffer Dünnie“ ist er schon mal gar nicht! Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Wein kommt mit einem hellen Goldgelb ins Glas. Sein Duft wirkt lebhaft und zeigt Pfirsich, Apfel, Birne und feine Walnussnoten. Im Mund mit viel Druck und Schmelz, dabei gut balanciert und mit einer passend dosierten Frische. Im Abgang mit einem feinen, mineralischen Mundgefühl.
Grauer Burgunder trocken - 2024 - Friedrich Becker - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Rund um Schweigen gedeihen die Grauburgunder-Trauben für diesen VDP Gutswein von Friedrich Becker. Die Löss-Lehm- und Kalkböden sind sowohl in der Pfalz als auch im Elsass beheimatet – eine kuriose Besonderheit beim Weingut Becker. Die sorgsam per Hand geernteten Trauben stammen von Rebstöcken, die zwischen 13 und 32 Jahre alt sind. Die Maischestandzeit ist mit vier Tagen vergleichsweise lang. Dadurch wird viel Farbe, Struktur und Fruchtaromatik aus den Schalen extrahiert. Durch den mineralisch geprägten Boden wirkt der Wein aber dennoch frisch und leichtfüßig. Der schonende Gärprozess findet sowohl im Edelstahl als auch in großen Holzfässern statt. Zudem verbringt der Grauburgunder trocken vier Monate auf der Feinhefe. Das Ergebnis ist ein Wein, der ein besonders harmonisches Gesamtbild – ganz ohne Ecken und Kanten – zeichnet. Dass es sich dabei um den „einfachen“ Grauburgunder des Weinguts handelt ist schwer zu glauben, da er bereits einen äußerst ernst zu nehmenden Weißweingenuss bietet. Mit dem in Mode gekommenen, kommerziellen Stil der Rebsorte hat dieser Wein glücklicherweise nichts zu tun. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Wein zeigt ein kräftiges Zitronengelb mit zart rosafarbenen Reflexen. Der Duft erinnert an rote und gelbe Früchte – Pfirsich, Apfel, Pflaume und Pampelmuse lassen sich identifizieren. Aber auch eine leicht Pfeffernote zeigt sich. Im Mund außerordentlich saftig und trinkanimierend. Im Abgang mit wunderbarer Frische und Klarheit spendender Mineralität.
Grauschiefer Riesling feinherb - 2024 - Dr. Loosen - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Der für die Moselregion typische Grauschiefer prägt den Charakter dieses Weines entscheidend. Das Weingut Dr. Loosen ist seit über 200 Jahren in Familienbesitz und wird heute von Ernst „Ernie“ Loosen geführt, der es zu internationalem Ruhm gebracht hat. Er hat sich der Erzeugung von Rieslingweinen verschrieben, die die Einzigartigkeit dieses Terroirs widerspiegeln. Dieser Gutswein ist ein guter Einstieg in die Welt der Weine von Dr. Loosen – und der Moselweine im Allgemeinen. Dr. Loosen nennt ihn einen „typischen Mosel-Riesling im Stil der 50er- und 60er-Jahre“. Das verspricht eine leichte Restsüße, die aber so gut in die lebendige Säure eingebunden ist, dass man sie kaum wahrnimmt. Die Steilhänge der Mittelmosel, auf denen die Trauben für diesen Wein wachsen, sind von dem typischen Grauschieferboden geprägt. Dieser Boden speichert die Wärme des Tages und gibt sie nachts an die Reben ab, was zu einer optimalen Reifung der Trauben führt. Zudem zwingen die kargen Böden die Reben, tief zu wurzeln, um Wasser und Nährstoffe zu finden, was die Mineralität des Weines weiter fördert. Die Trauben für Grauschiefer Riesling feinherb stammen von den gutseigenen Village- und Premier-Cru-Lagen und werden von Hand gelesen. Traditionell verwendet das VDP-Weingut Dr. Loosen große Eichenfässer für die Vinifizierung. Diese Fässer ermöglichen eine langsame und kontrollierte Gärung, die dazu beiträgt, die Frische und Fruchtigkeit des Weines zu erhalten. Gleichzeitig verleihen sie dem Wein eine subtile Komplexität und Tiefe, ohne die primären Fruchtaromen zu überdecken. Mit dem Wein erhalten alle Rieslingfreunde die perfekte Möglichkeit, die typische Rauchigkeit und Würze des Schieferbodens an der Mosel besser kennenzulernen – und das auf einem eindrucksvoll hohen Niveau für vergleichsweise wenig Geld. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Dieser zitronengelbe Riesling präsentiert an der Nase Aromen von grünem Apfel, Zitrusfrüchten und einem Hauch von Pfirsich. Am Gaumen zeigt sich der Wein fruchtbetont und frisch, mit einer animierenden Säure und einer kühlen Mineralität, die typisch für den Schieferboden ist. Der Abgang ist langanhaltend und harmonisch, mit einer feinen Süße, die den Wein perfekt ausbalanciert.
Grauwacke Spätburgunder trocken - 2022 - Meyer-Näkel - Deutscher Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Qualität ohne Kompromisse heißt die Devise und das gilt um so mehr für einen VDP Ortswein wie den Grauwacke Spätburgunder trocken. Im Weinberg setzen Meike und Dörte Näkel auf die Reduktion der Fruchttriebe. Dadurch konzentriert sich alles auf die verbliebenen Ansätze, der Ertrag fällt geringer aus, dafür erhöht sich die Qualität der Trauben. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand, um das Rebmaterial unbeschädigt und vorselektiert in den Keller zu bekommen. Nach dem Pressen steht der Grauwacker Spätburgunder maximal zwei Wochen auf der Maische. Dies betont die Fruchtaromen, bringt aber auch eine sanfte Portion Tannine in den Wein. Es folgt ein zehnmonatiger Ausbau in gebrauchten Barriques, da die Holznoten den Wein nicht dominieren, sondern die Fruchtnoten und mineralischen Eindrücke nur unterstreichen sollen, welche die Schieferböden der typischen Ahr-Steillagen hervorbringen. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Ein Spätburgunder der mit einem mittleren Rubinrot im Glas aufwartet. An der Nase imponiert der Grauwacker mit intensiven Fruchtaromen – Kirsche, Heidelbeere, Brombeere vor allem. Die Fruchtbetontheit setzt sich am Gaumen fort, erhält aber zusätzliche Anklänge von Kakao und Veilchen. Die Tannine zeigen sich sanft und geben dem Wein ein mehr an Struktur und Länge. Perfekt auch als Essensbegleiter zu Braten und Gefügel.
Das Besondere an diesem Wein Den "knurrenden Frosch" hört man tatsächlich auf den Scotts-Creek-Weinfeldern, die direkt an die Wetlands des Murray-Flusses angrenzen. Ökologisch ist also alles in bester Ordnung, aber auch önologisch! Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Dieser Tropfen verkörpert "Everybody's Darling" wie kaum ein Zweiter: der Duft nach hellroten Kirschen, die typische Shiraz-Pfeffrigkeit, aber so weich eingebettet, dass der Wein sanft und schokoladig die Kehle hinuntergleitet.
Federspiel bedeutet in der 3 stufigen Pyramide der Wachau balancierter Trinkfluss mit Potential. Dieses Rieden Federspiel zeigt nuancierte Fruchtnoten, Apfel, Grapefruit, Birne, Kräuteranklänge und ein lebendiges Säurespiel. Das würzige Finish harmoniert mit feinen Fischgerichten
Wie der Wein schmeckt Im Glas zeigt der Wein grüngelbe Reflexe. In der Nase strömt ein feiner Duft nach grünen Äpfeln, weißem Pfeffer und etwas Mango sowie leichte Kräuternoten. Am Gaumen ist der Wein von einem elegant strukturierten Körper geprägt, unterlegt von einer feinen Weinsäure, die dem Federspiel viel frische Saftigkeit verpasst. Würze und Frucht zeigen sich im Finale nochmal sehr schön. Das Besondere an diesem Wein Das Qualitätsprädikat in der Wachau sieht drei Kategorien vor: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Das Prädikat Federspiel erhalten mittelleichte Weine, deren Alkoholgehalt sich zwischen 11,5 % und 12,5 % Vol. Alkohol bewegt. Der Name Federspiel, in Anlehnung an die Falkenjagd (einst ein beliebtes Hobby der lokalen Herrschaften), steht für die typische Eleganz des Grünen Veltliners, der in dieser Qualitätsstufe sehr spannende Weißweine hervorbringt. Diesen großen Klassiker Österreichs fermentiert die Domäne Wachau in Edelstahltanks. Er eignet sich gut als Speisebegleiter zu Schnitzel, Geflügel oder Fischgerichten.
Das Besondere an diesem Wein Der Grüner Veltliner steht für Österreich wie keine andere weiße Rebsorte. Und Winzer Roman Pfaffl aus dem Weinviertel sowie sein Sohnemann Roman Josef gehören zu den anerkannten Zeremonienmeistern des Grünen Veltliners. Daran lässt auch der „Haiden“ aus dem Hause Pfaffl keinen Zweifel. Regelmäßig erhalten die Jahrgänge des Pfaffl-Weins hohe Punktwertungen bei der Weinkritik. Dabei gewinnt dieser Grüner Veltliner einen eigenen, besonderen Charakter, der sich dem Boden verdankt. Die über 30 Jahre alten Reben stehen in Weingärten auf der Bisambergkette und wurzeln in schweren Lössboden auf einer felsigen Unterlage. Der nährstoffreiche Boden sorgt für mehr Kraft und Fülle im Wein. Obgleich der Grüne Veltliner Haiden mit den typischen Aromen der Rebsorte, vor allem mit weißem Pfeffer und schönen Eindrücken von Orange und Mandarine auffährt, fällt er doch etwas runder und saftiger aus als anderer Vertreter der Rebsorte. Die Trauben für den Grünen Veltliner werden bereits im Weinberg selektiert und nach vier Stunden Maischestandzeit in Edelstahltanks vergoren und ausgebaut. Nach fünf Monaten kommt der Wein auf die Flasche und geht hinaus in die Welt. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Leuchtendes, strahlendes Strohgelb zeigt sich dem Auge. Der Wein eröffnet mit wunderbarem Duft von Orangenzeste und Mandarine, dazu gesellen sich feine Noten von weißem Pfeffer und etwas frischem Heu. Im Mund entwickelt der Wein seine ganz Pracht, gibt sich saftig und voluminös. Dieser Grüne Veltliner ist ausgesprochen balanciert und mit einem animierenden Finale gesegnet.
Das Besondere an dem Wein Manchen gilt dieser Grüne Veltliner schon als Paradetyp der typisch österreichischen Rebsorte. Denn der ebenso intensive wie elegante Wein aus dem Hause Pfaffl kann mit allem punkten, was man an dieser Rebsorte liebt. Ergebnis einer strengen Arbeit im Weinberg, die auf wenig Ertrag und späte Ernte setzt. Die Reben von fast vierzig Jahren stehen auf einem Höhenzug, der Bisamkette, der einen ganz besonderen Boden aufweist. Hier wechseln sich Ton- und Sandstein ab, mitunter sind sie noch mit Quarz durchsetzt. Diese seltene geologische Konstellation wird Flysch genannt und ist ein entscheidender Grund für die Mineralität des Weines. Wie der Wein schmeckt Im Glas empfängt der Reserve Hund das Auge mit einem leuchtenden Strohgelb. Alsbald zeigen sich die typischen Pfeffernoten, aber auch feine Aromen von Ananas und Orange. Am Gaumen gewinnt dieses Aromenkonzert an Vielschichtigkeit und Nachdruck. Deutlich treten nun mineralische Töne hinzu. Langes und geradezu animierendes Finale.
Das Besondere an diesem Wein Die toskanische Küste, das Meer, das Amphitheater von Bolgheri – das ist die Bühne, auf der der Guado al Tasso seit 1990 Jahr für Jahr seinen großen Auftritt hat. Die Tenuta Guado al Tasso liegt in der kleinen, aber weltberühmten DOC Bolgheri, rund 100 km südwestlich von Florenz. Eine von Hügeln umschlossene Ebene, die sich zum Meer hin öffnet, erzeugt ein einzigartiges Mikroklima: Tagsüber wärmt die toskanische Sonne die Reben, nachts strömt kühle Luft von den Hügeln herab und sorgt für langsame, aromatisch präzise Reifung. Dieses natürliche Zusammenspiel ist die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Wein. Dahinter steht eine Familie mit einer der längsten Weinbaugeschichten der Welt: Marchesi Antinori. Seit 1385 – also seit über 26 Generationen – ist der Name Antinori untrennbar mit der toskanischen Weinkultur verbunden. Heute führen die drei Töchter von Marchese Piero Antinori das Haus weiter: Albiera, Alessia und Allegra. Was bleibt, ist der Anspruch, immer besser zu werden – Zentimeter für Zentimeter, Jahrgang für Jahrgang. Der Guado al Tasso ist eine sorgfältig komponierte Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. Die einzelnen Parzellen werden separat vinifiziert, die besten Partien werden ausgewählt und in neuen Barriques aus französischer Eiche verfeinert – ein Prozess, der Geduld verlangt und Präzision belohnt. Seit seiner ersten Edition zählt der Guado al Tasso zu den Ikonen der DOC Bolgheri – in einem Atemzug genannt mit Ornellaia, Ca' Marcanda und Sassicaia. Was ihn auszeichnet, ist nicht nur die Herkunft, sondern die konsequente Handschrift: kraftvoll und elegant zugleich, mit einer Tiefe, die das außergewöhnliche Terroir von Bolgheri in jedem Schluck spürbar macht. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Die Nase öffnet sich mit intensiven Noten von Pflaume, Brombeere und schwarzer Johannisbeere – dunkel, reif und einladend. Dazu gesellen sich Eindrücke von Tabak, Süßholz und ein leiser Hauch von Minze, der dem Bouquet eine faszinierende Tiefe verleiht. Am Gaumen zeigt sich der Guado al Tasso mit einer dichten, vollmundigen Tannintextur, die kraftvoll und dabei bemerkenswert geschliffen wirkt. Die Frucht entfaltet sich mit kontrollierter Intensität, der Abgang ist lang und warm.
Guarda Rios Tinto - 2024 - Monte da Ravasqueira - Portugiesischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Noch bis Ende der 1970er-Jahre war das Alentejo wegen seiner riesigen Weizenfelder als 'Brotkorb Portugals' bekannt. Auch Oliven und Korkeichen spielten damals schon eine Rolle, Wein allerdings kaum. Erst in den 1980er-Jahren setzte man hier – zwischen Lissabon und der Algarve gelegen – auf die Produktion von Qualitätsweinen. In Folge entwickelte sich das Alentejo rasch zu einer Herkunft von erstklassigen Weinen. Der Guarda Rios Tinto zeigt in diesem Zusammenhang noch einen weiteren Vorzug der portugiesischen Region: Das Preis-Genuss-Verhältnis der Weine von hier ist ausgesprochen attraktiv, das des Guarda Rios sogar phänomenal. Der Wein zeigt einmal mehr auf, dass portugiesischer Wein im Allgemeinen und Wein aus dem Alentejo im Speziellen in Deutschland viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Vielleicht liegt diese falsche Zurückhaltung auch an den genutzten Rebsorten. Es kommen viele autochthone Sorten zum Einsatz, die man sonst nirgendwo findet. Im Falle des Guarda Rios Tinto ist es eine Cuvée aus geläufigen – 40 % Aragonez (Tempranillo) und 30 % Syrah – sowie typisch portugiesischen Rebsorten – 20 % Trincadeira und 10 % Alicante Bouschet. Diese werden für den Wein in Edelstahltanks vinifiziert und anschließend zum Teil in französischen Barriques aus Eichenholz ausgebaut. Das Ergebnis ist ein Rotwein, der mit guter Struktur, attraktiver Frucht und guter Balance aufwartet. So lässt sich der Guarda Rios Tinto mit Fug und Recht als erstklassiger Wein bezeichnen. Ein Prädikat, das sich bei einem Wein dieser Preisklasse nur selten aufdrängt. Man könnte auch sagen: Ein perfekter Kandidat, um für die Weinregion Alentejo Werbung zu machen! Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Wein glänzt mit einem dunklen Rubinrot im Glas. Der Duft des Guarda Rios erinnert an reife Brombeeren, saftige Kirschen sowie an würzige Anklänge von Tapenade und frischem Tabak. Im Hintergrund auch etwas Milchschokolade. Am Gaumen mit guter Struktur, schönen Fruchtaromen und gelungener Balance von Tanninen und Frische. Im langen Abgang auf würzigen Tönen nachklingend.
Gutedel Sweet January alkoholfrei - 0,375 L - Löffler - Alkoholfreies Getränk
Das Besondere an diesem Wein Winzer, die sich entscheiden, die Hälfte ihrer kostbaren, nur 700 Liter umfassenden Eiswein-Lese für eine alkoholfreie Variante zu verwenden (die rechtlich nicht Eiswein genannt werden darf), machen allein dadurch ihre Passion für Wein ohne Promille deutlich. Wolfgang und Andreas Löffler sind ausgewiesene Experten für alkoholfreie Weine und offen für genau solche Innovationen. Dass es sich bei dem Sweet January um einen Gutedel handelt, zeigt außerdem die Verbundenheit zu ihrer Heimat, dem Markgräflerland im Anbaugebiet Baden. Aber von Anfang an: Nur wenn klimatische Bedingungen vorherrschen, bei denen das Thermometer mehrere Stunden minus 7 Grad oder weniger anzeigt, können Trauben für einen Eiswein oder eben den Sweet January gelesen werden. Bei weitem nicht jedes Jahr sind solche Bedingungen gegeben und wenn, nur in bestimmten Lagen sowie meist erst im Januar. Die Gefahr, dass die vollreifen Trauben am Stock bereits gefault oder von Tieren gefressen wurden, ist immens hoch. Doch das Hoffen und Bangen lohnt sich: Die Trauben für einen Eiswein werden im gefrorenen Zustand geerntet und sofort schonend gepresst. Dadurch bleibt das Wasser weitestgehend in den Beeren zurück und der Most ist von unglaublicher Konzentration und Süße. Aus Zucker entsteht im Gärvorgang Alkohol und so musste die Grundlage für den Sweet January zunächst schonend entalkoholisiert werden. Der Charakter eines „echten“ Eisweins blieb dabei erstaunlich gut erhalten – nicht zuletzt, da diese Prädikatsstufe ohnehin wenig Alkohol mitbringt. Die natürliche Süße unterstützt zudem die intensive Aromatik und sorgt dafür, dass der Wein nicht an Komplexität verliert. Um es auf den Punkt zu bringen: Dank des Weinguts Löffler wissen wir nun, dass dieser alkoholfreie Wein eine hervorragende Alternative zu Dessertweinen mit Alkohol darstellt. Apropos Dessert: Der Sweet January passt hervorragend zu Nachspeisen mit frischem Obst, aber auch zu leichten Cremes oder Pannacotta. Ein Muss für Liebhaber süßer, aromatischer Weine, die auf Alkohol verzichten möchten oder müssen. Und auch für Weinfreunde, die sich davon überzeugen möchten, dass entalkoholisierte Weine wirklich Genuss versprechen, ist der Sweet January ein eiskalter Tipp. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas zeigt sich der Sweet January in einem satten, glänzenden Goldton. An der Nase entfaltet sich ein intensives, vielschichtiges Aroma. Zunächst dominieren süße Honignoten und reife Aprikosen, begleitet von gelbem Apfel. Eine dezente Muskatnote verleiht dem Bouquet eine angenehme Würze und Tiefe. Am Gaumen setzt sich der fruchtige Charakter fort: Gelbes Steinobst wie Pfirsich und Mirabelle prägt den Geschmack. Die feine Restsüße wird von einer präzisen Säure in Balance gehalten, was dem alkoholfreien Wein eine frische, harmonische Struktur verleiht. Der Abgang ist lang und angenehm, getragen von der Kombination aus Süße und Säure.
Das Besondere an diesem Wein Aus der griechischen Unterwelt – dem Hades – stammt dieser Lemberger ganz sicher nicht. Mit dem Namen Hades bezeichnete sich 1986 eine Gruppe von Winzern, die den Ausbau in französischen Barrique-Fässern nach Deutschland brachte. Die Nutzung von kleinen Holzfässern war zu dieser Zeit in Deutschland noch umstritten. Übermäßige Holznoten galten sogar als Weinfehler. Doch genau das Gegenteil zeichnet den Hades Lemberger vom VDP-Weingut Jürgen Ellwanger aus: eine wohldosierte Holzprägung, die dem Wein aromatische Tiefe und ein hervorragendes Alterungspotenzial verleiht. Lemberger besitzt in Württemberg eine lange Tradition. In Österreich kennt man die Rebsorte als Blaufränkisch. Die daraus entstehenden Weine – zumindest solch positive Beispiele wie der Hades Lemberger – zeichnen sich durch eine kräftige Struktur und eine große, aromatische Komplexität aus, die von dunklen Früchten über Gewürznoten bis zu floralen Noten reichen. Der Lemberger des Weinguts Jürgen Ellwanger vereint all diese Eigenschaften und zeigt, dass die Rebsorte in Kombination mit einem gekonnten Barrique-Ausbau eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit und Tiefe entwickeln kann. Charakteristisch für die Weine der Hades-Reihe ist der 24-monatige Ausbau in neuen Barriques aus Eichenholz. Die hohe Qualität des Leseguts und der strukturvolle Charakter der Rebsorte sorgen dafür, dass die deutlichen Neuholz-Einflüsse nicht zu dominant wirken. Ein Karaffieren des Weines und auch eine weitere Flaschenreife lassen den Holzeindruck noch weiter in den Hintergrund treten. Dann sind es vor allem die Vielschichtigkeit, Eleganz und Frische, die Weinfreunde sofort in ihren Bann ziehen. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Mit einem mittleren Violett-Ton im Glas. Die Nase ist zunächst zurückhaltend, mit mehr Luft offenbart sie dann aber eingekochte Pflaumen und Brombeeren, ergänzt durch feine Vanillenoten und einen Hauch von Schwarzen Johannisbeeren. Diese fruchtigen Aromen werden von einer dezenten Würze und leicht floralen Nuancen begleitet, die an getrocknete Kräuter und Veilchen erinnern. Am Gaumen zeigt sich der Wein vielschichtig, frisch und weich. Die Holzaromen sind subtil und verleihen dem Wein eine zusätzliche Dimension. Feine, aber präsente Tannine sorgen für Struktur und einen langen Abgang, der von mineralischer Klarheit geprägt ist.
Handgriff Rosé trocken - 2025 - Schroth - Deutscher Roséwein
Das Besondere am Handgriff Rosé Der Winzermeister Michael Schroth führt das pfälzische Familienunternehmen ambitioniert und mit viel Tatendrang nun in der zweiten Generation. Auch sein Handgriff Rosé ist handwerklich und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Die Trauben kommen aus dem Umkreis von 5 km rund um Asselheim aus unterschiedlichen Lagen. Die Cuvée für diesen herrlichen Rosé kann von Jahrgang zu Jahrgang etwas variieren. Meist wird Cabernet Sauvigon zu einem größeren Teil verwendet. Der wächst oben auf dem Berg, um bei langsamer Reifung der Trauben das Frische-Potenzial für den Rosé mitbringen zu können. Merlot und Portugieser sind auch immer eine gute Option! Der Merlot wächst im Südhang, um bei perfekter Reifung ausgeprägte Aromen zu erhalten. Der Portugieser hingegen bringt Finesse und Trinkfluss in den Handgriff Rosé. Bei der Lese wird nicht an Handgriffen gespart: alle faulen und grünen Teile werden herausgesammelt, und das perfekte Lesegut wird im Weingut sehr schonend verarbeitet. Die verschiedenen roten Rebsorten werden zunächst alle separat als Rosé ausgebaut. Die Maischestandzeit beträgt 3 - 6 Stunden, um diese intensiv leuchtende Farbe in den Wein zu bringen. Nach der kühlen, temperaturkontrollierten Vergärung werden die Grundweine zum frisch-fruchtigen Handgriff Rosé vermählt. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Ein strahlendes, helles Kirschrot erfreut das Auge und ein wundervoller, fruchtbetonter Duft entsteigt dem Glas. Ein Bukett voll von angenehmen Erinnerungen an Walderdbeeren, weiße und rote Johannisbeeren sowie frisch gepflückte Pflaumen erwartet Dich bei diesem Handgriff Rosé. Auch am Gaumen zeigt er seine vielfältigen Fruchtaromen und wirkt dabei niemals überladen, sondern - dank einer schönen Dosis Frische - immer sehr animierend!
Handgriff Sauvignon Blanc - 2024 - Schroth - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Die Rebsorte Sauvignon Blanc kennen Weinfreunde vor allem von der Loire-Region Frankreichs und auch Neuseeland liefert uns exzellente Beispiele dieser Weine. Was wenige wissen: Auch in Deutschland wird Sauvignon Blanc eine immer wichtigere Rebsorte. In den letzten zehn Jahren hat sich die Rebfläche mit Sauvignon Blanc in den deutschen Anbaugebieten verdreifacht! Aktuell sind es rund 1.500 Hektar, die hierzulande mit der Rebsorte bestockt sind. Und diese Beliebtheit ist nicht verwunderlich. So bezaubert Sauvignon Blanc weltweit Weintrinker mit ihrer ganz typischen Aromatik, die nicht selten an Stachelbeeren, Passionsfrucht und grüne Paprika erinnert. Die Frische und Leichtigkeit der Weine sind ebenfalls ein prägendes Element. In Deutschland sorgen vor allem Weine dieser Rebsorte aus der Pfalz für Aufsehen. Winzer widmen sich hier Sauvignon Blanc mit besonderer Hingabe. Bestes Beispiel dafür ist Michael Schroth, der mit seinen „Handgriff“ Weinen bereits eine große Fangemeinde bei Weinfreunde aufgebaut hat. Nun ergänzt er diese beliebte Weinreihe durch einen Sauvignon Blanc. Die Bezeichnung „Handgriff“ steht auch bei diesem Neuzugang für einen Wein, der handwerklich mit großem Aufwand hergestellt wurde. Die meisten Schritte in der Weinbereitung erfolgen ausschließlich per Hand. Nicht zuletzt, um den typischen Charakter des Sauvignon Blancs möglichst unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. Zur Handarbeit gehört auch, dass die im Weinberg reifenden Trauben streng selektiert werden und nach der Ernte nochmals auf ihre Qualität hin begutachtet werden. Die Vinfikation des Sauvignon Blancs erfolgt ausschließlich in Edelstahltanks, um die expressive Frucht in dem Wein zu erhalten. Der Handgriff Sauvignon Blanc von Schroth ist ein hervorragendes Beispiel von einem gelungenen Wein dieser Rebsorte aus der Pfalz. Warum also in die Ferne schweifen, wenn ein guter Sauvignon Blanc so nahe liegt? Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Wein ist hellgelb und zeigt die typischen grünlichen Reflexe. Der Duft des Sauvignon Blanc präsentiert intensive Aromen von Stachelbeeren, frischer Minze und grüner Paprika. Im Mund sehr frisch und klar. Der Geschmack wiederholt die Stachelbeer-Noten der Nase. Zusätzlich lässt sich eine florale, an Holunderblüten erinnernde Prägung entdecken. Im Abgang unbeschwert und mit einer wundervoll ausgeprägten Säure.
Handgriff Weißburgunder trocken - 2025 - Schroth - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Der Handgriff Weißburgunder ist eine Weinfreunde Edition, die der Pfälzer Michael Schroth exklusiv für unsere Kunden kreiert hat. Das freut uns besonders, da wir mit dem aufstrebenden Winzer aus Asselheim seit der ersten Stunde eng zusammenarbeiten und auch unsere Kunden von seinen Weinen begeistert sind. Wie der Wein schmeckt Zitronengelb leuchtet der Handgriff Weißburgunder im Glas, aus dem ein praller, intensiver Duft von reifen Aprikosen und Pfirsichen aufsteigt, gepaart mit etwas exotischer Mango. Bezaubernd, dieses Fruchtparadies. Am Gaumen bettet sich diese pralle Konzentration auf die Zunge, gepaart von einer sehr dezenten Weinsäure, die einem das Gefühl gibt, man habe gerade in einen reifen Pfirsich gebissen. Das Schöne an dem Jahrgang: Der Wein bleibt inmitten dieses gelben Fruchtmeeres sehr gut balanciert und frisch. Auch ein guter Speisebegleiter zu Salaten und hellen Fleischgerichten.
Das Besondere an diesem Gin Mit dem Old Tom Gin führt die Londoner Destillerie Hayman einen echten Klassiker im Sortiment. Diese leicht gesüßte Gin-Variante erfreute sich im 18. und 19. Jahrhundert in England besonderer Beliebtheit und wurde erst allmählich vom London Dry Gin abgelöst, der gänzlich auf die Zugabe von Zucker verzichtet. Anfang des 18. Jahrhunderts herrschte in England eine regelrechte Gin-Epidemie, da der neue Schnaps leicht herzustellen war und so günstig angeboten werden konnte, dass er auch für die Arbeiterklasse erschwinglich war. Dies zog viele soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Probleme nach sich und hatte zur Folge, dass Branntwein durch die Regierung besteuert und der Ausschank desselben lizenziert wurde. Alte, streunende Kater werden in England „Old Tomcat“ genannt, und ein schwarzer Kater zierte im 18. Jahrhundert die Kneipen, die entgegen dem Verbot der Regierung heimlich billigen Gin ausschenkten. Daher der Name „Old Tom“. Die Destillerie Hayman’s of London wurde 1863 gegründet und stellte zunächst den Old Tom Gin her, bevor auch sie sich dem London Dry Gin zuwendete. Doch die alten Rezepte wurden nicht vergessen, und somit wird der Old Tom Gin von Hayman’s auch heute wieder nach den alten Rezepten hergestellt. Für Gin wird ein einfaches, reines Getreidedestillat gemeinsam mit verschiedenen Kräutern, Früchten und Gewürzen zweifach destilliert. Zu den klassischen Botanicals gehören Wacholder, Zitrone, Angelikawurzel und Koriander. Für den Old Tom Gin wird das fertige Destillat mit etwas Zuckersirup gesüßt. Old Tom Gin kann durch seine besondere Milde gut pur, aber auch auf Eis oder als Gin Tonic genossen werden. Seine feine, süße Note macht ihn wiederum zu einer idealen Ingredienz für Cocktails. Der Tom Collins ist sogar teilweise nach ihm benannt. Wie der Gin schmeckt Der Old Tom macht wegen des Zuckergehalts einen klaren, aber leicht viskosen Eindruck im Glas. In der Nase wird das kräftige Aroma von Wacholder und Zitrone von erdig-würzigen sowie von floralen Noten untermalt. Am Gaumen zeigt er sich komplex, mild und rund sowie mit der charakteristischen, leichten Süße eines Gins aus dem viktorianischen England. Diese besondere, milde Süße ist wunderbar eingebunden und harmonisiert ausgezeichnet mit den würzigen und zitrischen Aromen.