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Verlag Karl Alber Über das Böse A1050374236
Wie können wir das Böse verstehen? Die Beiträge des Sammelbandes nähern sich dem Phänomen aus interdisziplinärer Perspektive an und zeigen seine fächerübergreifende Bedeutung auf. Theologisch aus jüdischer, christlicher und islamischer Sicht. Philosophisch beginnend mit Augustinus über Kant, Schelling, Kierkegaard und Arendt bis hin zur gegenwärtigen analytischen Debatte. Ästhetisch in der Literatur, der Musik und im Film. Schließlich wird das Phänomen auch aus juristischer und psychiatrischer Perspektive betrachtet. Mit Beiträgen von Thomas Buchheim, Heidrun Eichner, Zachary Goldberg, Manja Kisner, Amit Kravitz, Armin Kreiner, Jörn Müller, Jörg Noller, Nahlah Saimeh, Rainer Sontheimer, Sabrina Sontheimer und Petra Wittig.
Wer verstehen will, was Sozialität ist, kann am Phänomen gemeinsamer Absichten, Empfindungen und Überzeugungen nicht vorbeigehen. Dieses Buch deckt die Denkschranken auf, die einer angemessenen Berücksichtigung dieses Phänomens in der Sozialontologie bisher im Wege gestanden haben. In einer kritischen Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen analytischen Handlungstheorie und anknüpfend an vielversprechende und bislang zu wenig beachtete Analyseansätze in der früheren Phänomenologie und Existentialphilosophie werden zentrale Elemente einer adäquaten Theorie gemeinsamer Intentionalität gesammelt. Dabei stellt sich u. a. heraus, daß unsere Blindheit gegenüber der Struktur gemeinsamer Intentionen selbst ein wesentliches Phänomen unseres gemeinsamen Daseins ist. Dieser Befund wird in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem ökonomischen Verhaltensmodell diskutiert. "Der Autor zeigt in seinem genau argumentierenden und bemerkenswert elegant geschriebenen Buch, dass es eine ontologische Dimension des 'Zusammenstimmens' gibt, die dafür sorgt, dass kollektives Handeln und sozialer Gemeinsinn auch dann zustande kommen, wenn jeder seinen eigenen Absichten und Zielen folgt." Ludger Heidbrink in der Neuen Zürcher Zeitung
Man spricht manchmal davon, dass man 'ins Freie' wolle, wenn man vorübergehend die Städte hinter sich lässt und sich aufs Land begibt. Gemeint ist mit dem Freien nicht das Landleben, vielmehr begegnen wir ihm dort, wo das begrenzte, vermessene, verbaute, bewirtschaftete Land mit seinen besonderen Ortschaften und Wegschaften zurücktritt, um etwas schlechthin Unverfügbares und Unbewohnbares aufzudecken, das ihm zu Grunde liegt: die Landschaft. Sie lässt sich gerade nicht auf das Geographische ihrer Reliefs reduzieren, auf die Arten ihrer Gesteine, Gewächse oder Gewässer, schon deshalb nicht, weil die Himmel mit ihren wechselnden Wettern, Lichtern und Dunkelheiten, ihren Kälte- und Wärmeströmungen, die Erden mit ihren Nässen und Dürren, Überflutungen und Erschütterungen, Versumpfungen und Verwüstungen je mit zur Erscheinung der Landschaften gehören. Vor allem aber tauchen Landschaften dort auf, wo die Länder auf bestimmte Weise entgrenzt werden: Sie überschreiten nicht nur die Orte ins Ortlose, die Wege ins Weglose, sondern sie transzendieren die Beschränkungen auf das Nahe und Enge, Niedrige und Flächige, um sich, über die Horizonte hinweg, schlechthin der Ferne zu, der Weite, der Höhe, der Tiefe zu öffnen. Gleichwohl sind Landschaften nicht grenzenlos, sie gestalten sich sogar zu gleitenden individuellen Besonderheiten. - Ein Landstrich mag uns vertraut und zur Heimat werden, Landschaften aber strahlen in ihrer Freie stets eine geheimnisvolle Fremdheit aus. Hans-Dieter Bahr geht dem Verstehen der Landschaft in der europäischen Tradition nach, um ihre grundlegende Differenz hervorzuheben zum Land mit seinen bestimmten Gebieten, zum Territorium, von dem schon das römische Recht erklärte, es bestehe aus 'terra' und 'terror', und zumal auch zu den 'Öko-Systemen' des 'Landschafts- und Naturschutzes '. So erst wird sie als das Freie im Blick auf ihre verschiedensten Horizonte verständlich werden.
Was interessiert unterschiedliche Wissenschaften, wenn sie den Menschen und dessen Menschsein in den Blick nehmen? Dieser Band gibt anhand der Betrachtung exemplarischer Phänomene des Menschlichen Einsicht in die unterschiedlichen Fragerichtungen und -horizonte von Theologie, Kulturanthropologie, Soziologie, Sprachwissenschaft und Journalistik. Dabei werden sowohl Aspekte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz oder des Transhumanismus wie auch Fragen nach Vergebung, Selbstliebe, Trost, Demut oder Selbstgerechtigkeit erörtert. Über die Wirklichkeit des Bösen bis zur Bedeutung von Ritualen, über nicht-idealen Sprachgebrauch wie "Bullshitten" oder Lügen bis zu voyeuristischen Bedürfnissen des Menschen thematisiert die Aufsatzsammlung eine Bandbreite dessen, was es heißt, zu menscheln. Mit Beiträgen von Sascha Dickel Andreas Fincke Jörg Meibauer Ulrike Peisker Michael Roth Jochen Schmidt Gerhard Schreiber Tanjev Schultz Samuel Shearn Mirko Uhlig Kinga Zeller
Ein Buch für Philosoph:innen, die sich eine Praxis wünschen, in der sich ihr Denken bewähren kann, und für therapeutisch arbeitende Menschen, die eine ihrer Praxis angemessene theoretische Fundierung suchen. Die ununterbrochene Wechselwirkung zwischen Körper (Person) und Umwelt (Situation) und wie sie geschieht, ist der Ausgangspunkt aller lebendigen Prozesse, auch des therapeutischen. Alles, was wir sagen können – ob als Patient:in/Klient:in oder als Philosoph:in – kommt aus dem sich in seiner konkreten Umwelt selbst fühlenden Körper, aus dem Erleben, das noch ungeteilt, noch nicht geformt und dennoch wohlgeordnet ist – aus einer INTRICACY. Sie in allem, was wir tun und sagen, zu beachten, bewirkt grundsätzliche Veränderungen in Gesellschaft und Politik.
„Klassische“ Werke haben ihren kulturprägenden Modellcharakter verloren. Gleichwohl wirken sie auch heute noch als Orientierungsmarken mit Strahlkraft für die Gegenwart. Das Scheitern ihres Anspruchs nötigt zu einer kulturkomparatistischen Revision der je eigenen Denkgewohnheiten. – Spezialisten aus West und Ost suchen in methodischen, begriffs- und kunsthistorischen Studien östliche Entsprechungen zum westlichen Begriff des Klassischen herauszufinden und legen auch originelle Arbeiten zu anerkannten, immer wieder neu inspirierenden Kulturschätzen (Yijing, Laotse, Genji monogatari;…) vor. Wie und in welchem Sinn gewinnt bzw. verliert eine unvermeidlich interpretierende Rezeption verbindenden und verbindlichen Wert für uns? Mit Beiträgen von Tilman Borsche Wiebke Denecke Mechthild Duppel-Takayama Fabian Heubel Henrik Jäger Shuangzhi LI Ahn Mun-Yeong Tanehisa Otabe Heiner Roetz Hermann-Josef Röllicke Naoki Sato Wolfgang Christian Schneider Teruaki Takahashi Prorsan Watanangura Anna Zschauer
In diesem Jahrbuchband wird die Frage erörtert, in welchem Umfang die individualisierten Gesellschaftsmitglieder bereit und in der Lage sind, Verantwortungsgemeinschaften zu bilden, durch die sie in die Lage versetzt werden, für alle eine sinnstiftende Teilhabe zu ermöglichen. Dabei gilt es vor allem, für die neue Gruppe der »Überflüssigen« Verantwortung zu übernehmen, für chronisch »verrückte« oder suchtkranke Menschen, demente Menschen, Straftäter auf dem Weg zurück in die »Gesellschaft« oder Flüchtlinge, die bei uns um eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben für sich und ihre Familie bitten.
Nach G:ttes Namen gefragt, antwortete G:tt: Ich bin der „Ich-bin-da“ (Ex 3,14). G:tt ist also da, G:tt ist uns und der gesamten Schöpfung nahe, steht mit allem in Beziehung. Wer mit allem in Beziehung steht, muss aber auch sehr flexibel sein, verändert andere und lässt sich verändern. Diese biblisch fundierte Überzeugung eines Glaubens an eine höchst soziale G:ttheit wird unter anderem von den Prozesstheologien vertreten. Klassische Eigenschaften G:ttes wie jene der Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwärtigkeit werden neu erkundet – stets mit dem Anspruch einer angemessenen, vernünftigen, zeitgemäßen und verständlichen G:ttesrede. Das vorliegende Werk versteht sich als eine Einführung in die Prozesstheologie für eine theologisch interessierte Leser:innenschaft. Julia Enxings Prozesstheologie verleiht der Theologie eine überraschend neue Glaubwürdigkeit. Ihre „Realitätskompatibilität“ G:ttes überwindet sowohl verblendete Gewissheit als auch ausweichende Geheimnishaftigkeit. Stattdessen entfaltet Enxing eine dynamische Vielgestaltigkeit des Gottesbildes, die sich in der schöpferischen Relationalität von Gott und Welt ausdrückt. Jenseits klassischer Allmacht und fern jeder Ohnmacht überrascht ihre bewegte und bewegende, stets liebende Gottheit immer wieder aufs Neue. Enxings Prozesstheologie bietet eine brillante Einführung in die Prozesstheologie, fein abgestimmt auf den europäischen Kontext, und leistet zugleich einen Beitrag zur kosmopolitischen Zukunft der Theologie selbst. Catherine Keller. George T. Cobb Professor of Constructive Theology, Drew Theological School, USA Julia Enxing bietet eine eindrucksvolle Erklärung der vielleicht wichtigsten Theologie unserer Zeit: der Prozesstheologie. Dieses Buch setzt sich mit zentralen Vorstellungen über Gott und das Universum auseinander, die nicht nur intellektuell überzeugend sind, sondern – wenn sie auf unser Leben angewandt werden – auch dazu beitragen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. In diesen Zeiten des Übergangs brauchen wir Enxings Vorschläge. Thomas Jay Oord; Autor von Gott kann das nicht!
Autonome Fahrsysteme zählen zu den bedeutendsten disruptiven Technologien der Gegenwart. Diese Forschungsarbeit widmet sich dem ethischen Diskurs spezifischer unvermeidbarer Unfallszenarien, welche die ethische Gestaltung von Unfallalgorithmen fokussieren. Ausgehend von einer Kritik bestehender Ansätze wird ein alternativer Zugang entwickelt, der praktische Kontextfaktoren, entscheidungstheoretische Parameter und metaethische Argumente integriert. Der skizzierte risikoethische Entwurf legt normative Implikationen für bis dato ungeklärte ethische Fragen frei. Auf Basis einer schwach deontologischen Risikoethik werden schließlich die Zumutbarkeit und Fairness reziproker Risikoübertragung als Grenzkriterien einer kohärenten Risikopraxis begründet.
Die Rechtsphilosophie bezieht sich auf das tatsächlich geltende Recht, d.h. Gesetze, Gerichtsurteile usw. und betrachtet es aus einer externen Perspektive. Diese ist insofern eine philosophische, als sie nicht wie die Rechtssoziologie oder Rechtsgeschichte eine bloße Beschreibung, sondern eine umfassende Betrachtung des Rechts anstrebt. Diese Betrachtungsweise des Rechts beinhaltet zum einen die Frage nach seiner normativen Rechtfertigung, also eine Rechtsethik, zum anderen die Frage nach seiner theoretischen Analyse, also eine Rechtstheorie. Der Schwerpunkt der Textauswahl liegt auf der Rechtsethik und damit auf der Suche nach der Gerechtigkeit des Rechts. Der Band vereint dazu repräsentative Ausschnitte aus exemplarischen Werken der Rechtsphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart.
Das legendäre Künstlerpaar und die Gestaltung im zwanzigsten Jahrhundert Josef und Anni Albers zählen zu den Pionieren der Moderne des 20. Jahrhunderts. Das Paar lernte sich Anfang der 1920er Jahre an der neu gegründeten Bauhaus-Schule in Weimar kennen. Josef Albers besuchte das Bauhaus bereits 1920, um die Beziehungen zwischen Kunst, Architektur und Handwerk an dieser avantgardistischen Einrichtung zu erforschen. Die elf Jahre jüngere Anni Albers trat 1922 der Webereiabteilung bei, die damals als einzige für Frauen geöffnet war. Das Paar heiratete 1925. Es begannen Jahrzehnte des künstlerischen und intellektuellen Austausches, der immer wieder gegenseitig zur Kreativität anregte, ohne jedoch jemals zur direkten künstlerischen Zusammenarbeit zu führen. Die Publikation folgt inhaltlich und strukturell dem Dialog, den Anni und Josef Albers in ihrem künstlerischen Schaffen über fünf Jahrzehnte hinweg führten, und der von einer gemeinsamen und sensiblen Inspiration zeugt.
'Mannigfache Weisen des Nichts und der Nichthaftigkeit unterlaufen und durchstimmen alle Dinge so, wie sie konkret in der Welt sind: Menschen verlassen uns, wir verlieren Dinge und Geschehnisse aus den Augen. Lichter verlöschen in der Finsternis. Eine Gelegenheit kehrt nicht wieder. Ein Stein kommt ins Rollen, ein Blatt löst sich vom Baum. Eine Hoffnung wird enttäuscht. Eine Wunde schmerzt. Oder auch: ein Licht blitzt auf. Ein Traum geht in Erfüllung. Eine Begegnung wiederholt sich. Ein Stern fällt. Das Nichthafte ist weder bloß nichtig noch bloß negativ. Es ist im Anheben und Aufhören, im Anderen und Fremden, im Bestimmtsein, in Gegensatz und Widerspruch. Es ist in der Distanz und im Zwischenraum, ist zwischen den Jeweiligen und in jedem Einzelnen selbst. Das Nichthafte bedroht und tröstet, bewegt und unterbricht, ist im Erinnern und im Vergessen. Wo etwas ist, da ist auch Nichthaftigkeit, um es herum und in ihm; kein Sein begegnet, ohne dass da nicht ein Raum des Nichts wäre, aus dem und in dem es ist.' Im Ausgang von kurzen Textausschnitten und von Gedichten (z. B. japanischen Haiku) werden in diesem Buch unterschiedliche Weisen, wie es 'Nichts' gibt, sichtbar gemacht. In den ersten beiden Teilen steht der Bezug zwischen dem Jeweiligen, Erstaunlichen und dem Raum der Nichthaftigkeit im Vordergrund. Der dritte Teil thematisiert das Nichts unausdrücklich, insofern es um das Zwischen von Himmel und Erde geht und damit auch um die Nichthaftigkeit des sinnlich-sinnhaften Inder-Welt-Seins. Der vierte Teil betrifft Aspekte der besonderen Zeitlichkeit des Menschen, sein Altwerden und seinen Tod.
200 Jahre nach Schellings Erlanger Vorlesung von 1821 liegt erstmals ein bislang unbekanntes Schlüsselmanuskript F. W. J. Schellings vor. Der Text gewährt einen einzigartigen Einblick in den systematischen Anspruch seines späten Denkens und markiert einen Höhepunkt innerhalb des Deutschen Idealismus. Ausgehend vom dort neu eingeführten Begriff des „Unvordenklichen" rekonstruiert der Autor System und Methode der Philosophie Schellings. Dieser Begriff ermöglicht eine grundlegende Erschließung der inneren Spannung, Ambivalenz und Radikalität im Denken Schellings. Das Buch leistet so einen substantiellen Beitrag zur Schelling-Forschung und eröffnet neue Perspektiven auf Systemphilosophie, Metaphysik und die Geschichte des Deutschen Idealismus. Dieser Titel erscheint auch Open Access.
Die Lenkrolle LKR-ALBS 100K von Blickle ist eine robuste und zuverlässige Lösung für Schwerlastanwendungen. Sie besteht aus einem stabilen Aluminium-Radkörper und ist mit einem Polyurethan-Laufbelag ausgestattet, der für eine hohe Tragfähigkeit und eine sanfte Bewegung sorgt. Diese Lenkrolle ist ideal für den Einsatz in industriellen Umgebungen, wo Langlebigkeit und Leistung entscheidend sind. Mit einem Raddurchmesser von 100 mm und einer Shorehärte von 75 A bietet sie sowohl Stabilität als auch Flexibilität. Die Konstruktion mit Rückenloch ermöglicht eine einfache Montage, während die Kugellagerung für eine reibungslose Funktion sorgt. Diese Lenkrolle ist in Deutschland hergestellt und erfüllt hohe Qualitätsstandards. - Robuste Aluminiumkonstruktion für hohe Tragfähigkeit - Polyurethan-Laufbelag für sanfte und leise Bewegung - Einfache Montage durch Rückenloch und Anschraubplatte.
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