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Verlag Karl Alber Das Maß der Sehnsucht
Dieser Essay über die Sehnsucht erzählt die Geschichte des Autors auf der Suche nach dem Sinn dieser geheimnisvoll unbestimmten Kraft jedes Menschen, in deren Tiefe sich ein gültiges Maß unseres Wesens zu erkennen gab. Konnte womöglich das Bewusstsein der eigenen Sehnsucht jedem Einzelnen die Freiheit einer selbstbestimmten Existenz verleihen und dadurch (potentiell) die friedliche Koexistenz aller Menschen gewährleisten? Um diese wundersam ambivalente Lebensenergie der Sehnsucht philosophisch zu erhellen, bedurfte es einer frei assoziierenden Form und eines hohen Tones. Dieser findet sich im Buch auch in den literarischen Zeugnissen einiger seiner Weggefährten wieder, die uns einladen möchten, den zeitlosen Momenten im eigenen Dasein nachzuspüren.
Das kurz nach Eugen Finks Tod 1976 erschienene, von ihm selbst noch zusammengestellte Buch Nähe und Distanz gilt heute als das phänomenologische Grundwerk seines Autors. Die in ihm versammelten phänomenologischen Vorträge und Aufsätze, darunter so oft zitierte Texte wie „Zum Problem der ontologischen Erfahrung“ oder „Operative Begriffe in Husserls Phänomenologie“; erstrecken sich in ihrer Entstehung über einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren und besitzen ein Pendant in dem von Fink 1966 publizierten und seit langem vergriffenen Band Studien zur Phänomenologie 1930-1939. Die in beiden Bänden enthaltenen Texte zeigen vor allem das Ringen ihres Autors, sich in entscheidenden Fragen des phänomenologischen Denkens von Edmund Husserl, aber auch von Martin Heidegger zu distanzieren. Die wichtigsten Fragen, die Fink dabei an Husserls Transzendentalphänomenologie richtet - wie z. B. die operative Verwendung des Seinsbegriffs, die Konzeption von Welt oder die Stellung des Ich der phänomenologischen Reduktion betreffend - stehen nach wie vor im Zentrum des phänomenologischen Interesses.Der vorliegende Band enthält sämtliche Beiträge der beiden früheren Buchpublikationen in chronologischer Reihenfolge. Die Texte wurden an den Erstdrucken bzw. erhaltenen Manuskriptfassungen überprüft und um weitere kleinere Schriften zur Phänomenologie sowie Notizen aus dem Nachlass ergänzt. Ein Nachwort und ein editorischer Bericht schließen die Edition ab.
Die Welt als Entwurf einer Totalität - charakteristisch für die westliche Kultur und Philosophie - ist nicht wirklich eine menschliche Welt, sondern nur ein Ausschnitt der Welt, der zudem durch den männlichen Blick voreingenommen und dominiert ist. Dieser bereits aus ihren früheren Werken bekannte Kerngedanke Luce Irigarays wird nun in zweifacher Hinsicht neu fokussiert: hin auf die Frage nach dem Anderen als solchen sowie hin auf die Möglichkeit der Erfahrung von wirklicher Transzendenz. Wir sind daran gewöhnt, das Andere als solches als individuelle Erscheinung zu betrachten, ohne allerdings der besonderen Welt oder der spezifischen Kultur, in der es erscheint, genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Das Andere bleibt denselben Werten unterstellt, die unsere Kultur bestimmen und uns in einer „Logik des Selben" gefangen halten. Unsere heutige multikulturelle Epoche aber macht deutlich, wie relativ eine solche Kultur ist und dass sie im Hinblick auf unser menschliches Miteinander eine einseitige Entwicklung bedeutet. Es ist daher notwendig, daran zu erinnern, dass das Andere in unserer Tradition vor allem die Frau ist, angefangen bei der Frau als Mutter, deren Welt sich ausgehend vom Respekt gegenüber dem Anderen - auch gegenüber dem Anderen, das sie in sich trägt - konstituiert. Und dieser Respekt erweist sich als der Keim wirklicher Transzendenzerfahrung. Das Bedürfnis nach Transzendenz äußerte sich bisher zumeist als Besitzergreifung, Aneignung, Herrschaft und somit auf Kosten der Anderen. Es ließe sich aber auch als ein wahrhaft menschliches Bedürfnis kultivieren, nämlich als eine Beziehung zum Anderen, die als unreduzierbar anerkannt wird, kurz: die Erfahrung einer horizontalen statt vertikalen Transzendenz.
Das Gefühl, dass die Risiken, die unsere Gesellschaft und jeden und jede darin bedrohen, stetig wachsen, greift um sich. Gesellschaftliche und religiöse Institutionen, die zur Orientierung eines Individuums beitragen und damit Vertrauen schaffen, werden zunehmend infrage gestellt. Politik und Kirchen verlieren rapide an Glaubwürdigkeit. Der vorliegende Band lotet im interdisziplinären Dialog zwischen Naturwissenschaften, Soziologie, Theologie und Philosophie aus, wie unsere Wissensgesellschaft die Frage nach Vertrauen und Risiken stellt und beantwortet. Er richtet sich an Leserinnen und Leser, die an Fragen nach Vertrauen und Risiko in ihrem interdisziplinären Kontext interessiert sind. Mit Beiträgen von Martin Barth | Monika Bobbert | Stephan Clemens | Martin Endreß | Michael Fuchs | Armin Grunwald | Gregor Maria Hoff | Gregor Nickel | Felix G. Rebitschek | Otwin Renn
Ausgehend von der durch die ökologische Krise gebotenen Neubestimmung des Natur-Kultur-Verhältnisses rekonstruiert diese Studie erstmals die organische Weltanschauung Friedrich Adolf Trendelenburgs (1802–1872); eines Protagonisten des deutschen Spätidealismus. In dieser historisch-systematischen Untersuchung wird Trendelenburg zwischen Kants Skeptizismus und Hegels Apriorismus verortet und sein eigenständiger aristotelischer Weg aufgezeigt. Neben der Rekonstruktion seines Systems wird ein Vorschlag seiner Aktualisierung für das Anthropozän dargestellt. Dabei wird für eine Ausweitung des Sittlichkeitsbegriffs argumentiert, der den destruktiven Natur-Kultur-Dualismus überwindet, indem er den gesamten kulturell geformten Planeten umfasst.
In diesem Sammelband werden Aufsätze von renommierten Husserl-Forschern und Nachwuchswissenschaftlern zu systematischen Fragen und Problemen von Husserls Phänomenologie versammelt. Die Texte basieren teilweise auf Vorträgen der Tagung „Die Aktualität Husserls", die 2009 an der LMU München stattgefunden hat. In drei thematischen Blöcken, die sich schwerpunktmäßig auf Probleme der Ontologie, Sprachphilosophie/ Philosophie des Geistes und Handlungstheorie/Ethik konzentrieren, wird die systematische Breite und Komplexität von Husserls Denken deutlich, das sich nahezu nahtlos auf aktuelle Fragestellungen beziehen lässt - wenngleich es sich diesen nicht immer anpasst und in kritischer Distanz insbesondere zur Naturalisierbarkeit des Geistes bleibt. Mit Beiträgen von Emanuele Caminada, Christian Beyer, Christopher Erhard, Sophie Loidolt, Verena Mayer, Uwe Meixner, Roberta De Monticelli, Henning Peucker, Sonja Rinofner-Kreidl, Rochus Sowa und Thomas Vongehr.
Am Leitfaden des Begriffs Malum oeconomicum führt das Buch seine Leser in einen Dialog mit klassischen und zeitgenössischen Denkern über die abgründigen Seiten der Wirtschaft und ihre Spiegelungen in der Seele. In der Wirtschaft erscheinen Menschen tendenziell füreinander als bloße Werkzeuge ihrer Bedürfnisbefriedigung, andererseits wird wirtschaftliche Leistung mit Bedeutungen aufgeladen, die an das Heil in der religiösen Sphäre gemahnen. Im Kapitalismus der Moderne entfaltet sich aus der Wechselwirkung zwischen einer entfesselten Produktion und den Antrieben des Innenlebens eine zuvor unbekannte Dynamik. Ist diese in liberalen Theorien ein Anlass, das Malum oeconomicum für verschwunden zu erklären, so machen Fundamentalkritiker des globalen Kapitalismus geltend, dass dieser illusionäre Bedürfnisse weckt und unversöhnliche Gegensätze zwischen Arm und Reich hervorruft, deren Sprengkraft jeden sozialen Zusammenhalt gefährdet. Aus der Lektüre von Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, Bernard Mandeville, Adam Smith, Thomas Robert Malthus, Karl Marx, Max Weber, Georg Simmel, John Maynard Keynes, Martin Heidegger, Herbert Marcuse, John Rawls und Amartya Sen ergeben sich Aussichten auf das Wirtschaftsgeschehen, die über die Engführungen heutiger Debatten weit hinausweisen.
Die Gefühle der Verstehbarkeit, der Handhabbarkeit und der Sinnhaftigkeit sind nach Aaron Antonovsky die wesentlichen Komponenten der Salutogenese. Mit Hilfe der Künstlerischen Therapien können diese Resilienzfaktoren gestärkt und Ressourcen aktiviert werden. Dass und wie die gestaltbildende Verarbeitung von Alltags- und Lebenserfahrungen gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Wirkungen hat, wird in Beiträgen aus den Bereichen der Künstlerischen Therapien, Medizin, Pädagogik, Psychologie und Neurowissenschaften thematisiert. Mit Beiträgen von Wolfgang Domma, Heinfried Duncker, Anne Engler, Georg Franzen, Susanne Guski-Leinwand, Ruth Hampe, Astrid Hirschelmann, Ria Kortum, Karl-Heinz Menzen, Eric Pfeifer, Dana Rufolo, Lony Schiltz, Henriette Schwarz, Gabriele Weiss, Dorothee Wiewordt und Monika Wigger.
Der Religionsphilosophie und der Philosophischen Theologie geht es um ein vernünftiges Begreifen der Religion und ihrer Gehalte. Dabei stellt die Religionsphilosophie selbst eine vergleichsweise junge akademische Disziplin dar, die sich erst Ende des 18. Jahrhunderts als eine eigenständige Disziplin etabliert hat. Sie intendiert eine vollständige Transformation und beschränkt sich somit keineswegs auf eine bloße Fortsetzung oder Umprägung der traditionellen natürlichen Theologie. Zentralen Aspekten der Religionsphilosophie und der philosophischen Theologie Kants und Schellings sowie deren vielfältigen Vernetzungen ist der vorliegende Band gewidmet. Indes begnügt sich das Anliegen des Bandes nicht mit einer bloß philosophiehistorischen Erinnerung an diese maßgeblichen Klassiker. Die Auseinandersetzung mit Kant und Schelling geschieht vielmehr vor allem auch aus dem gegenwärtigen Interesse an der vernünftigen Begründbarkeit der (christlichen) Religion und ihrer Gehalte. Insofern möchte dieser Band nicht nur einen Beitrag zur Erschließung des religionsphilosophischen Werkes von Kant und Schelling leisten, sondern versteht sich mit Blick auf gegenwärtige Herausforderungen auch als ein Beitrag zur Klärung des Status und der systematischen Probleme einer Religionsphilosophie und Philosophischen Theologie in der Gegenwart.
In diesem Buch wird ein neues Verständnis von Wissen auf der Grundlage der Kommunikationsprozesse eines Individuums mit seiner Umwelt entworfen. Gestützt auf neueste neurobiologische Forschungen unterscheidet der Autor ein Wissen über die Umwelt aus den Wahrnehmungen, aus den Emotionen und aus den Reflexionen, wobei den Emotionen die unverzichtbare Aufgabe der Bewertung der Wahrnehmungen zufällt. Dieser Zugang ermöglicht es, objektiviertes Wissen über die Welt, wie es die Naturwissenschaften hervorbringen, systematisch zu verknüpfen mit den subjektiven Aspekten des Individuums, wie sie in den Geisteswissenschaften zum Ausdruck kommen. Aus dieser unauflöslichen Verbindung lässt sich ein Alleinvertretungsanspruch der Naturwissenschaft nicht aufrechterhalten, weil zu einem Wissen über die Welt die emotionalen Bewertungen hinzugehören. Da letztere Verhaltensänderungen und Handlungen veranlassen, erschließt der Autor aus dieser systematischen Verbindung einen Weg zu einer Ethik der Naturwissenschaften.
Hermann Cohen (1842–1918) und Franz Rosenzweig (1886–1929) werden zu Recht zu den wichtigsten jüdischen Denkern der Neuzeit gezählt. Sie sind auch erstrangige Kenner des klassischen deutschen Idealismus gewesen: Cohen hat die neukantianische Schule des kritischen Idealismus entscheidend mitgestaltet, und mit seinem Buch Hegel und der Staat veröffentlichte Rosenzweig ein Standardwerk, das an Aktualität bis heute nichts verloren hat. Ziel dieses Buchs ist es, die Vorgehensweisen und Strategien zu klären, die Cohen und Rosenzweig benutzten, um sich das Denken der zentralen Gestalten des deutschen Idealismus anzueignen, dessen Gehalt aber auch kritisch zu befragen. Diese Studie überprüft die Angemessenheit ihrer philosophischen Auslegungen, insbesondere bezüglich der Ästhetik und der Ethik, und den Einfluss ihrer Thesen auf ihre Zeitgenossen und Nachfolger. Cohen und Rosenzweig sind aber oft verschiedener Meinung gewesen, sowohl im Hinblick auf den deutschen Idealismus als auch über geschichtliche und politische Fragen, über Grundprinzipien der Religion und des jüdischen Denkens. Dieses Buch nimmt sich vor, die Differenz zwischen ihren Positionen und ihre Auseinandersetzung herauszustellen, welche bis heute weitreichende Folgen hat.
Zur Schwäbischen Alb gibt es zahlreiche Bildbände und Reiseführer. Die lange Geschichte dieser Mittelgebirgsregion, die bis in die Steinzeit zurückreicht, ist jedoch noch nie umfassend und zusammenhängend aufgearbeitet worden. Der Historiker Casimir Bumiller nimmt erstmals diesen geographisch weit gestreckten und landschaftlich wie herrschaftlich vielgestaltigen Raum insgesamt in den Blick. Dabei stellt er die großen historischen Linien und Entwicklungen immer wieder an einzelnen Orten exemplarisch dar. Auch mit vielen erzählenden Passagen führt er dem Leser die historischen Ereignisse und Entwicklungen von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart anschaulich vor Augen. Casimir Bumiller benennt die klimatischen, landwirtschaftlichen und verkehrstechnischen Gegebenheiten, die den Bewohner der Westalb in seinen Lebens- und Arbeitsverhältnissen mit dem Bewohner der Ostalb verbanden und so etwas wie die besondere Mentalität und den Charakter des „Älblers“ hervorbrachten. Er betont, dass man sich die Menschen auf der Alb bei aller Abgeschiedenheit und bei allem Zurückgeworfensein auf die schiere Existenzsicherung aber nicht als schiere „Hinterwäldler“ vorstellen darf. Trotz ihrer im Verhältnis zum jeweiligen Zivilisationsstandard bescheideneren Lebensverhältnisse haben die „Älbler“ zu allen Zeiten intensive wirtschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen zu den Nachbarregionen unterhalten. Die Alb war nie völlig abgekoppelt von den gesellschaftlichen Entwicklungen der Zentren des württembergischen Unterlandes oder Oberschwabens. Das Buch macht die Geschichte der Schwäbischen Alb deshalb zugleich als Teil der südwestdeutschen bzw. der nationalen Historie kenntlich, denn die Schwäbische Alb war immer auch Schauplatz deutscher Geschichte.
Blechstahl-Drehgelenkrolle LK-ALB, Raddurchmesser 125 mm, Tragfähigkeit 350 kg, Plattenmass 100 x 85 mm. Hergestellt aus dickem Blechstahl, verzinkt, blau passiviert und Cr6-frei. Verfügt über doppelte Kugellager im Drehkopf und eine robuste Mittelachse (ab Raddurchmesser 125 x 50 mm). Enthält eine Drehkranzdichtung, minimales Spiel im Drehkopf, ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer dank dynamischer Blickle-Rivettierung. Die Lauffläche besteht aus hochwertigem Blickle Besthane® Polyurethan-Elastomer, das nicht abfärbt. Der Radmittelteil ist aus silbergrauem Druckguss-Aluminium. Bietet hohe chemische Beständigkeit gegenüber vielen aggressiven Medien. Die Temperaturbeständigkeit reicht von -20 °C bis +70 °C, mit reduzierter Tragfähigkeit über +40 °C. Diese robuste Blechstahl-Drehgelenkrolle wird mit einer verschraubbaren Platte geliefert und verfügt über ein schweres Rad mit Blickle Besthane® Polyurethan-Lauffläche und Aluminium-Radmittle.
Blechstahl-Drehgelenkrolle LH-ALB, Raddurchmesser 200 mm, Tragfähigkeit 800 kg, Plattenmasse 140 x 110 mm. Hergestellt aus dickem Blechstahl, verzinkt, blau passiviert und Cr6-frei. Verfügt über eine schwere Gabel und Grundplatte, doppelte Kugellager im Drehkopf und einen sehr stabilen Mittelbolzen, der verschraubt und gesichert ist. Speziell geformte, gehärtete Lagerbuchsen erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Stösse und Schläge. Die Lauffläche besteht aus hochwertigem Blickle Besthane® Polyurethan-Elastomer, das nicht abfärbt. Der Radkern besteht aus Druckguss-Aluminium in silber-grauer Farbe und bietet eine hohe chemische Beständigkeit gegenüber vielen aggressiven Medien. Die Temperaturbeständigkeit reicht von -20 °C bis +70 °C, wobei die Tragfähigkeit über +40 °C reduziert ist. Dies ist eine robuste Blechstahl-Drehgelenkrolle mit einer verschraubbaren Platte und einem schweren Rad mit einer Blickle Besthane® Polyurethan-Lauffläche und einem Aluminium-Radkern.