Zuerst bekannt geworden durch das auch in Medien und Öffentlichkeit diskutierte Buch »Warum es die Welt nicht gibt« (Berlin 2013), stellt Markus Gabriel seine zentralen philosophischen Thesen zum »Neutralen Realismus« nun auch einem philosophischen Fachpublikum zur Debatte. Dass es, wie Gabriel behauptet, »die Welt nicht gibt«, sondern nur die jeweiligen Dinge, die in verschiedenen »Sinnfeldern« auftreten, ohne dass sie sich einem übergreifenden Ganzen einzugliedern hätten, vermeidet den nach Gabriel verfehlten Gedanken, sie erfüllten sämtlich gewisse einheitliche Anforderungen wie eine Art Gütesiegel, das sie erst »welttauglich« machen würde. Ist ein in diesem Sinne »neutraler« Realismus die philosophisch beste und zugleich konsequent durchdachteste Option, die ein ontologischer Realismus einnehmen kann? Das Buch enthält die zwischen 2014 und 2016 im Philosophischen Jahrbuch erschienenen kritischen Diskussionsbeiträge von Claus Beisbart, Marcela García, Volker Gerhardt, Johannes Hübner, Anton Friedrich Koch, Sebastian Rödl, Tobias Rosefeldt zusammen mit Catharine Diehl und Pirmin Stekeler-Weithofer – sowie ausführliche Entgegnungen von Markus Gabriel.
Wer den „Philosophenweg“ in Kyoto (tetsugaku-no-michi, wörtlich: „Weg der Philosophie“) gegangen ist oder im Bild gesehen hat, wird den Buchtitel für befremdlich halten: Wieso die „Reise“ auf einem Spazierweg, der höchstens 2 km lang ist? Aber de facto erstreckt sich entlang dieses Weges bzw. auf dem zu diesem parallel verlaufenden Bergpfad ein Geschichtsraum, dessen Gesamtbild und innere Tiefe nicht leicht zu durchblicken sind. Die dort zu findenden Denkmäler, Tempel, Schreine und Bäume sind „Eingänge“ in die japanische Ästhetik und Religion. Wer in sie hineingeht und sich auf die schmalen Pfade dahinter begibt, wird in ihnen dramatische Geschichten von Macht und Intrige, Erfolg und Untergang, Treue und Verrat usw. finden. Diese Dramen beginnen in der antiken Dynastiezeit und reichen bis in die Moderne. Für diesen Reiseweg braucht man folgende Ausrüstungen: Wanderschuhe, Muße und Einbildungskraft. Wer den Weg geht oder ihn mit Hilfe dieses Buchs kennenlernt, wird der Schönheit im Schein des Vergangenen, das nicht vergeht, gewahr.
Das Buch erschließt die Kata-Übung der japanischen Wegkünste erstmals systematisch als philosophische Praxis. Anhand buddhistischer Quellen wird ein philosophisches Übungsdenken entwickelt, das körperliche Haltungs- und Bewegungsmuster nicht nur als Gegenstand, sondern auch als Methode der Forschung ernst nimmt. In Auseinandersetzung mit der Zen-Meditation, der Atempraxis, dem Teeweg, dem Nō-Theater und der Kampfkunst wird ein methodischer Ansatz entfaltet, der Übersetzung und Theoretisierung, interkulturelle Philosophie und Phänomenologie sowie Ethik und Ästhetik miteinander verbindet. In mikrophänomenologischen Beschreibungen leiblicher Haltungsmuster wird verkörperte Reflexion als neuartige Methode philosophischer Forschung entwickelt.
Verlag Karl Alber Hermeneutik und Rezeptionsästhetik
In den 1960er Jahren stellte die Konstanzer Schule ein Verständnis von Kunst und Literatur als „Trias“ – das Verhältnis von Produzent:in, Werk und Rezipient:in – ins Zentrum ihrer Forschung und leitete einen Paradigmenwechsel ein. Die Untersuchung der hermeneutischen Wurzeln der Rezeptionsästhetik sowie eine kritische Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte erfordern die Erweiterung der Trias um jene Dimension, in der sich ihr Wandel – neben den Artefakten – materialisiert und in einer Geschichte der „Tetraktys“ greifbar wird. Schriftliche Interpretationen werden hier als Teil dieser Dynamik betrachtet. Die Einbeziehung der Interpret:innen als historisch und sozial bedingte vierte Größe ermöglicht eine präzisere Analyse kontroverser Positionen.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Mitglieder der Polis in Platons Nomoi nicht etwa folgsame Befehlsempfänger einer wissenden Herrscherelite sind, sondern in je individuellem Maß zu tugendhaftem Handeln fähige Akteure. Sie partizipieren politisch und juristisch, wobei ihnen durch die verschiedenen Verfahren der Ämterbesetzung das Maß an Teilhabe ermöglicht wird, das ihrem Grad des Akteurseins entspricht. Diese Perspektive des Akteurseins ermöglicht neue Erkenntnisse über die Sicht auf das Individuum in Platons Spätwerk, wobei die Arbeit mit Blick auf die bestehende Forschung einen Mittelweg beschreitet zwischen der Deutung der Bewohner als gehorsame Marionetten einerseits und der Annahme einer egalitären Tugendkonzeption andererseits.
Wanderkleinode der Alb – Premiumwanderwege Schwäbische Alb Wandergeheimtipps auf der vielbesuchten Schwäbischen Alb? Ja, die gibt es noch! Weitgehend stille Pfade zu den Geheimorten der Alb. Das Mittelgebirge Schwäbische Alb erfreut sich bei Wanderern steigender Beliebtheit. Kein Wunder, denn die bis zu 1.000 Meter hohen Gipfel und sanften Höhenzüge versprechen ein Wandererlebnis par excellence. Doch wo auf der Alb genießt man dieses Erlebnis abseits des Trubels? Folgen Sie einfach unserem Wanderführer und den 25 Geheimtipps von » Wanderpapst « Dieter Buck . Durch Wiesen, Wälder und Täler, zu Seen, Ruinen und in die Höh. Schwäbische Alb Reiseführer : Die Schwäbische Alb abseits des Trubels neu erleben Mit Tipps zu Entdeckungen und Erlebnissen am Wegesrand Ausführliche Wegbeschreibungen, Detailkarten und GPS-Tracks zum Download
Wer kennt sie nicht, die Erzählungen, wie Örtlichkeiten zu ihren Namen kommen, in denen von seltsamen Begegnungen die Rede ist und Unrecht auf eigene Weise bestraft wird. Die „Sagen der Schwäbischen Alb“ bieten einen Querschnitt der schönsten Überlieferungen und bilden die Landschaft mit ihren besonderen Herausforderungen an die Menschen, die in ihr leben, ab. Neben der Hauptmasse an Prosatexten in heutigem Neuhochdeutsch finden sich in der Sammlung auch einige Sagenballaden und Sagentexte in Frühneuhochdeutsch sowie einige Sagenvarianten. Eine Einführung verankert die ausgewählten Texte in die besondere Lebenswelt der „Rauen Alb“ und führt in die Welt der Sagen mit ihren Motiven und Erzählsträngen ein. Der Band ist liebevoll ausgestattet mit zahlreichen Illustrationen und einer Karte, die die Schauplätze der Sagen zeigt. Ein Register und ein Quellen- und Literaturverzeichnis runden das Buch ab.
Published on the occasion of an exhibition of the same name held at Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Dèusseldorf, K20, June 9-September 9, 2018, and Tate Modern, London, October 11, 2018-January 27, 2019.
Rad- und Freizeitkarte Westalb 1:75.000. Von Schorndorf im Norden bis Stockach im Süden, von Spaichingen im Westen bis Göppingen im Osten. Rad- und Wanderwege, Freizeiteinrichtungen, Sehenswürdigkeiten, Cityplan Tübingen und Reutlingen, glanzcellophaniert
Entscheiden Sie sich für diesen Köder, der wie ein echter Fisch aussieht: Nutzen Sie diesen Süßwasser-Angelartikel, mit einem in realistischen Farben lackierten Körper. Er wurde aus Balsaholz konstruiert und erreicht alle Wasserschichten für vielseitiges und effizientes Fischen Die ideale Beute für Raubfische: Der Rapala Original Floater wurde 1936 entwickelt, um das Profil und die Schwimmbewegung eines verwundeten Köderfischs zu imitieren. Dieses Modell ist in allen Wasserschichten so Aktionsvoll, dass es immer noch die Nummer eins unter den Ködern ist. Egal, ob es wie ein Oberflächenköder getwitcht oder wie ein Flachwasserköder eingespult wird, seine Aktion bleibt jedes Mal unwiderstehlich Ködern Sie leicht aggressive Fische: Das Angelprodukt bietet eine hervorragende Wirkung auf Raubfische. Er wurde mit drei zuverlässigen VMC-Dreifachhaken gefertigt, die sicher am Fisch halten und sich auch nach dem Fang leicht aushaken lassen Überzeugen Sie sich selbst von der Leistung dieses Modells: Um eine perfekte Schwimm-Aktion zu gewährleisten, die die eines echten Fisches imitiert, wurden alle unsere Köder vor der Markteinführung im Tank getestet und von Hand getunt 100%-ige Kundenzufriedenheit garantiert: Wir bieten nicht nur eine große Auswahl an Angelprodukten in professioneller Qualität, sondern auch einen hervorragenden Kundenservice. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wenn Sie Hilfe benötigen. Dieses Produkt wurde in Estland hergestellt und besitzt ab dem Kaufdatum, ein Jahr Garantie auf alle Material- und Verarbeitungsfehler
Philosophische Anthropologie meint in dieser Studie nicht eine philosophische Subdisziplin, sondern eine besondere Theorierichtung in der deutschsprachigen Philosophie des 20. Jahrhunderts, die mit den Namen Max Scheler, Helmuth Plessner, Erich Rothacker, Arnold Gehlen, Adolf Portmann u. v. a. mehr verbunden ist. Fischers 2008 erstmalig erschienene Studie, die hier in einer 2., durchgesehenen Auflage erscheint, hat in über dreißig Besprechungen eine enorme Resonanz erfahren – in der Philosophie, Soziologie und intellektuellen Öffentlichkeit. Sie wird gewürdigt als ein Standardwerk zur Theoriegeschichte, aber auch zur Theoriesystematik der Philosophischen Anthropologie, die damit als ein auch im 21. Jahrhundert anschlussfähiges Paradigma neu ins Spiel gebracht wird.
Dieser Band beleuchtet Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der Philosophie von Hegel und Levinas und sucht nach Kreuzungen der Denkwege, die von ihnen ausgehen.
Der jüngste Terrorangriff der Hamas auf Israel rückt das Trauma des Holocaust wieder in den weltpolitischen Fokus. Die Philosophie nach Auschwitz formuliert Kriterien moralisch-politischer Verantwortung für die Neuausrichtung des Existenzrechts Israels und die palästinensische Selbstbestimmung. Den Rahmen bildet die Analyse historischer Erfahrung, die Menschenrechte im Widerstreit mit Nazismus, Stalinismus und ihren Nachfolgern bekräftigt. Darüber hinaus gilt die Einschätzung des Nahostkonflikts der aktuellen Leitfrage, wie angesichts der Erfahrungen von Shoah und Nakba eine israelisch-palästinensische Koexistenz im nationalen und internationalen Rahmen nicht nur erinnerungs-, sondern auch realpolitisch möglich ist.
Zum Alltag gehört, dass nicht immer alles glatt läuft. Überraschendes passiert, Routinen greifen nicht mehr, das Selbstverständliche wird problematisch. Wie reagieren Menschen auf solche Irritationen, die aus dem „plötzlichen Einbruch des Neuen' (H. Schmitz) resultieren? Wie es scheint, häufig spontan, intuitiv, improvisierend. Was aber heißt Improvisation und wie gelingt sie? Und wie spielen Irritation und Improvisation in alltäglichen und beruflichen Situationen konkret zusammen? Die Beiträge des Buches behandeln diese Fragen aus der Perspektive der Neuen Phänomenologie. Mit Beiträgen von Heinz Becker, Walter Burger, Sabine Dörpinghaus, Robert Gugutzer, Jürgen Hasse, Henning Hintze, Robby Jacob, Robert Josef Kozljanic, Thomas Latka, Gudula Linck, Hermann Schmitz, Klaudia Schultheis, Viola Straubenmüller, Charlotte Uzarewicz, Michael Uzarewicz und Barbara Wolf.
Mit diesem Band liegt das System der Philosophie abgeschlossen vor. Es wird durch zwei Untersuchungen abgerundet. Die erste betrifft Menschen miteinander (Sozialphilosophie). Sie ist Erkenntnistheorie und philosophische Soziologie. Als Erkenntnistheorie sichtet sie kritisch Quellen und Rechtsgründe der Gewissheit, von Anderen zu wissen. Als philosophische Soziologie erforscht sie Grundzüge und Haupttypen von Kontakten zwischen Menschen und von menschengruppen. Die in den früheren Bänden entwickelten Theorien der Leiblichkeit, der Situation und der Wahrnehmung werden im Dienste dieser Aufgaben eingesetzt. Licht fällt dabei auch auf die Tierpsychologie (Ethologie). Die andere Untersuchung enthält die Eschatologie. Sie prophezeit nichts, sondern prüft im Anschluss an die zuvor in diesem Werk entwickelte Theorie der Zeitlichkeit die prinzipielle Möglichkeit des Endes der Zeit und schließt mit Erörterung des Unsterblichkeitsproblems. Dieser Band der Studienausgabe erhält zum Schluss eine kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption dieses Systems der Philosophie.
Am 10. Dezember 2018 jährte sich zum siebzigsten Mal die Verabschiedung der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Diese Untersuchung vergleicht das in der Menschenrechtserklärung ausgedrückte Verständnis von Würde und Freiheit mit der christlichen und kantischen Konzeption dieser fundamentalen Werte. So wird deutlich, worin ihr innovativer Charakter besteht und wie sehr diese Erklärung die ersten beiden Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland beeinflusst hat. Zugleich soll der Vergleich der vier Konzeptionen von Würde und Freiheit zeigen, weshalb beispielsweise in Konfliktfällen am Lebensanfang und Lebensende, bei der Frage nach der Zulässigkeit von Todesstrafe und Folter, beim Ringen um Religions-, Meinungs- und Gewissensfreiheit, beim Umgang mit Diskriminierung wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung und bei der Frage nach einem angemessenen Asylrecht diese vier Konzeptionen nicht zu denselben Antworten kommen. Deshalb ist dieses Buch als ein Angebot zu verstehen, sich selbst mit diesen Konzeptionen von Würde und Freiheit auseinanderzusetzen, ihre jeweiligen Voraussetzungen besser zu verstehen und die hier vertretene Interpretation von Würde und Freiheit im Hinblick auf die benannten Konfliktfälle zu beurteilen.