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De Gruyter In der Arena der preußischen Verfassungsdebatte A1030448741
De Gruyter In der Arena der preußischen Verfassungsdebatte A1030448741
Wie reagierten adlige Gutsbesitzer in der Mark und späteren Provinz Brandenburg auf die Verfassungsplanungen für die preußische Monarchie zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Bislang ist die Geschichtsschreibung meist davon ausgegangen, dass sie die Pläne grundsätzlich bekämpft und vormoderne Herrschaftsstrukturen verteidigt hätten. Karsten Holstes Untersuchung verdeutlicht nun, dass ihre Politik weder von vornherein verfassungsfeindlich ausgerichtet war noch uneingeschränkt auf den Erhalt der überlieferten ständischen Ordnung zielte. Der Autor betrachtet die Auseinandersetzungen um Verfassung und politische Repräsentation als Arena, in der adlige Gutsbesitzer nicht nur mit anderen Akteuren um politische Einflussmöglichkeiten rangen, sondern zugleich versuchten, ihren Anspruch auf Anerkennung als relevante politische Kraft in neuer Form zu begründen. In ihrer Argumentation lässt sich ein tiefgreifender Bedeutungswandel von Adel, Ständen und Gutsbesitz nachweisen, der eine Grundlage dafür bildete, dass sie auch nach der preußischen Reformzeit eine besondere politische Rolle für sich beanspruchen konnten. Dass adlige Gutsbesitzer zunehmend dazu übergingen, sich als geborene Verteidiger einer partizipationsfeindlichen staatlichen Ordnung zu inszenieren, ist daher weniger ein Zeichen für ein vormodernes Politikverständnis als vielmehr für eine erfolgreiche Anpassung an die Veränderungen des politischen Diskurses und der Herrschaftspraxis.
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Fachbuchverlag Dresden Die Garten-Architektur A1043888164
Fachbuchverlag Dresden Die Garten-Architektur A1043888164
Außenräume, Grün- und Freiflächen hat es seit der Antike in allen europäischen Städten gegeben. Die historischen Wurzeln der Landschaftsarchitektur sind in der Kulturgeschichte der Landschaft verankert. Die Gartenkunst, die historische Vorläuferin der Landschaftsarchitektur, entwickelte sich im Laufe ihrer Geschichte zeitweise zu einer eigenständigen, vor allem im Barock höchst angesehenen Kunstform. Beispiele historisch bedeutender Parkanlagen sind der Park von Versailles, die Parkanlage von Stourhead südwestlich von London, der Englische Garten in München, der Central Park in New York oder der Parc de la Villette in Paris, die den jeweils geltenden Gesellschafts-, Landschafts- und Naturidealen entsprechend gestaltet wurden. Auf Veranlassung des liberal eingestellten Adels, aber auch durch die Initiative von Bürgern (Peter Joseph Lenné, 1824) entstanden erste Volksgärten und Volksparks, die der Idee des englischen Landschaftsparks folgten und vor allem ästhetisches Vergnügen bereiten sollten. Die Autoren und Architekten André Lambert und Eduard Stahl beschreiben die Garten-Architektur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Wort und Bild. Illustriert mit 107 S/W-Abbildungen und 5 S/W-Tafeln. Nachdruck der Originalauflage von 1898.
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Frölich und Kaufmann Kleine Kunstgeschichte der deutschen Schlösser. 1669036
Frölich und Kaufmann Kleine Kunstgeschichte der deutschen Schlösser. 1669036
Walter Hotz’ Standardwerk zum Schlossbau liegt nun endlich in einer schönen Sonderausgabe vor. Das praktische Handbuch informiert übersichtlich und kompakt über Bauformen und Geschichte der deutschen Schlösser. Es stellt rund 400 Schlösser in Text und Bild vor und eignet sich besonders zu gezieltem Nachschlagen und rascher Information. Unter einem »Schloss« versteht man im Allgemeinen den repräsentativen Wohnbau des Adels und des bürgerlichen Patriziats. Aber was genau ist ein Zweiflügelbau? Oder ein Mittelrisalit? Und welche Architekten prägten den Schlossbau im 18. Jahrhundert? Walter Hotz gibt umfassend Auskunft. Er beschreibt anschaulich die verschiedenen Bauformen der deutschen Schlösser und vollzieht ihre Entstehung, Entwicklung und Ausbreitung nach. Ein historischer Überblick macht zunächst mit den italienischen und französischen Vorbildern bekannt und behandelt dann ausführlich den deutschen Schlossbau in Renaissance und Barock. Den Abschluss bildet ein Blick auf die romantischen Schlösser des 19. Jahrhunderts. Die übersichtliche Systematik schafft Ordnung in der beeindruckenden Fülle der Objekte und führt den Leser zugleich in die gängige Terminologie ein. Aus der großen Zahl erhaltener Schlösser hat Walter Hotz rund 400 Beispiele ausgewählt. Ihnen entspricht die Zusammenstellung der zahlreichen Lagepläne, Grundrisse und Schnitte.
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Königshausen u. Neumann Arthur Schopenhauer und die Posaune der Fama
Königshausen u. Neumann Arthur Schopenhauer und die Posaune der Fama
Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788–1860) stand schon zu seinen Tagen nicht im Ruf, ein umgänglicher Zeitgenosse zu sein. Streit, auch Invektiven, schienen ein Lebenselixier für ihn zu sein. So haben seine Äußerungen über Mitbewerber im philosophischen Metier, etwa über das Dreigestirn Fichte – Schelling – Hegel, vor allem aber seine Schmähschrift Über die Weiber bei Mit- und Nachwelt zu mehr als einem Stirnrunzeln geführt. Sein ungutes Verhältnis zur eigenen Mutter, Johanna Schopenhauer, die zu ihrer Zeit eine sehr erfolgreiche Autorin und Goethe-Freundin gewesen war, hat bei seiner Sicht auf das weibliche Geschlecht eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt. Dennoch zählt Arthur Schopenhauer, der gemeinhin im Ruf eines ›Chefpessimisten‹ steht, zu den herausragenden Denkern im 19. Jahrhundert. Wissenschaftler wie Sigmund Freud oder Albert Einstein, auch Autoren wie Wilhelm Busch, Richard Wagner oder Thomas Mann fühlten sich von seiner Lehre angesprochen. Das vorliegende Werk bietet auf unterhaltsame Weise einen Blick in Schopenhauers philosophisches Denken, in sein Menschen- und hier vor allem: Frauenbild. Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Biodaten, auch seitens seiner Mutter Johanna und Schwester Adele, geben verlässliche Auskunft.
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Musaicum Books Hart am Rande A1063432860
Musaicum Books Hart am Rande A1063432860
Hart am Rande entfaltet eine erzählerische Studie der Grenzlagen: Menschen geraten an soziale, moralische und seelische Schwellen, an denen Gewohnheit und Entscheidung scharf aufeinanderstoßen. Schückings Prosa verbindet genaue Milieubeobachtung mit dramatischer Zuspitzung; Dialog, psychologische Andeutung und ein wacher Sinn für gesellschaftliche Rangordnungen tragen die Handlung. Im literarischen Kontext steht das Buch zwischen spätromantischer Empfindsamkeit, Vormärz-Sensibilität und dem heraufziehenden poetischen Realismus. Levin Schücking, westfälischer Schriftsteller, Journalist und kenntnisreicher Beobachter seiner Zeit, brachte in sein Werk Erfahrungen aus Redaktion, Reisen und literarischen Netzwerken ein. Besonders seine Nähe zu Annette von Droste-Hülshoff, sein Gespür für regionale Prägungen und sein Blick auf die Spannungen zwischen Adel, Bürgertum und ländlicher Welt erklären die thematische Dichte dieses Buches. Hart am Rande wirkt daher nicht bloß erfunden, sondern aus historischer Erfahrung destilliert. Zu empfehlen ist dieses Buch Lesern, die die deutsche Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts jenseits der kanonischen Namen entdecken möchten. Es bietet Spannung ohne Trivialität, Gesellschaftsanalyse ohne Trockenheit und eine Sprache, die den kritischen Ernst ihrer Zeit bewahrt.
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Musaicum Books Reichsgräfin Gisela A1067405920
Musaicum Books Reichsgräfin Gisela A1067405920
"Reichsgräfin Gisela" entfaltet ein Gesellschafts- und Familiengemälde, in dem adelige Herkunft, moralische Selbstbehauptung und bürgerliche Wertmaßstäbe aufeinanderprallen. Marlitt verbindet die Spannung des Unterhaltungsromans mit genauer Beobachtung häuslicher Räume, ererbter Vorurteile und weiblicher Handlungsspielräume. Ihr Stil ist anschaulich, dialogreich und von jener empfindsamen, zugleich aufklärerischen Erzählweise geprägt, die den deutschsprachigen Zeitschriftenroman des 19. Jahrhunderts bestimmte. Eugenie Marlitt, eigentlich Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, gehörte zu den meistgelesenen Autorinnen ihrer Zeit und wurde besonders durch Veröffentlichungen in "Die Gartenlaube" bekannt. Ihre eigene Erfahrung sozialer Abhängigkeit, ihre Tätigkeit als Vorleserin und Gesellschafterin sowie ihr wacher Blick für die begrenzten Bildungs- und Lebensmöglichkeiten von Frauen erklären die wiederkehrenden Themen ihrer Romane: Standesgrenzen, weibliche Integrität, religiöse und gesellschaftliche Toleranz sowie der Konflikt zwischen äußerem Rang und innerem Wert. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den populären Realismus jenseits des engen Kanons entdecken möchten. "Reichsgräfin Gisela" bietet nicht nur eine fesselnde Handlung, sondern auch ein aufschlussreiches Dokument bürgerlicher Moralvorstellungen und weiblicher Autorschaft im Kaiserreich.
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Musaicum Books Frau Jenny Treibel A1047190906
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In 'Frau Jenny Treibel' von Theodor Fontane wird die Geschichte von zwei Familien im Berlin des 19. Jahrhunderts erzählt. Fontane präsentiert einen gesellschaftlichen Roman, der die Kontraste zwischen dem finanziell wohlhabenden Bürgertum und dem intellektuellen Adel beleuchtet. Sein präziser und realistischer Stil spiegelt die Kritik an den gesellschaftlichen Normen und Klischees wider. Mit subtilem Humor und scharfem Blick auf die Figuren entlarvt Fontane die Oberflächlichkeit der damaligen Gesellschaft. 'Frau Jenny Treibel' steht in der literarischen Tradition des Realismus und verdeutlicht Fontanes herausragendes Talent als Chronist der bürgerlichen Welt des 19. Jahrhunderts. In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen: - Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes. - Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten. - Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben. - Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text. - Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen. - Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
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Duncker & Humblot Aberglauben im 19. Jahrhundert. A1000465675
Duncker & Humblot Aberglauben im 19. Jahrhundert. A1000465675
Mit Aberglauben untersucht der Autor Phänomene, welche nach vorherrschendem Verständnis im 19. Jahrhundert allerhöchstens eine untergeordnete Rolle spielten. Die dominierende historische Deutungsperspektive für diese Epoche folgt soziologischen Kategorien wie »Säkularisierung«, »Rationalisierung«, »Intellektualisierung« oder insgesamt einer »Modernisierung«. Eine wirkungsmächtige Metapher ist in diesem Kontext Max Webers Formel von einer »Entzauberung der Welt«. Aber allen säkularen Trends und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz blieben Religion und Kirchen prägende Kräfte. Und auch die Ohnmacht der Medizin gegenüber vielen Krankheiten ließ zahllose überkommene Deutungsmuster fortdauern. Gleichzeitig öffnete der Modernisierungsprozeß das Feld für neue Formen des Aberglaubens und der Magie, die mit scheinbar wissenschaftlichem Zugriff zunächst in bürgerlich-adeligen Kreisen Fuß faßten. So wurzelt die heutzutage vielfach beklagte magische Moderne fundamental im 19. Jahrhundert, dessen kennzeichnende und eigentümliche Mischung aus traditionellen und modernen Elementen sich in den Auseinandersetzungen um Aberglauben wie in einem Brennglas bündelt. Ermittelt werden kulturelle und soziale Leitbilder der Gruppen, die Aberglaubenszuweisungen vornahmen, sowie derjenigen, die mit diesem Begriff diskreditiert werden sollten. Dabei sind drei wesentliche Ergebnisse hervorzuheben. Erstens fügt sich der Aberglaubensvorwurf in Volkskulturkonzepte, indem er sich für die aufgeklärten Kritiker als herausragendes kulturpolitisches Schlagwort erwies, um sich der eigenen religiösen, medizinischen oder wissenschaftlichen Normen zu vergewissern. Zweitens lassen sich vor- und antiaufklärerische Tendenzen im 19. Jahrhundert erstmals systematisch verfolgen. Wenn man Aberglauben als Problem ernst nimmt, dann setzte eine Breitenwirkung der Aufklärung nur langsam ein. Dieser Prozeß war zudem von vielen Rückschlägen und Verzögerungen begleitet. Drittens zeigen die Konflikte um den animalischen Magnetismus und den Spiritismus, daß Aberglauben eben nicht nur an überkommenen Werten gemessen werden kann. Das gilt insbesondere, wenn man in den Blick nimmt, daß sich die neuen (halb)wissenschaftlichen Verfahren phasenweise in die Wissenschaftslandschaft einfügten und an den Universitäten etablierten.
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Duncker & Humblot Aberglauben im 19. Jahrhundert.
Duncker & Humblot Aberglauben im 19. Jahrhundert.
Mit Aberglauben untersucht der Autor Phänomene, welche nach vorherrschendem Verständnis im 19. Jahrhundert allerhöchstens eine untergeordnete Rolle spielten. Die dominierende historische Deutungsperspektive für diese Epoche folgt soziologischen Kategorien wie »Säkularisierung«, »Rationalisierung«, »Intellektualisierung« oder insgesamt einer »Modernisierung«. Eine wirkungsmächtige Metapher ist in diesem Kontext Max Webers Formel von einer »Entzauberung der Welt«. Aber allen säkularen Trends und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz blieben Religion und Kirchen prägende Kräfte. Und auch die Ohnmacht der Medizin gegenüber vielen Krankheiten ließ zahllose überkommene Deutungsmuster fortdauern. Gleichzeitig öffnete der Modernisierungsprozeß das Feld für neue Formen des Aberglaubens und der Magie, die mit scheinbar wissenschaftlichem Zugriff zunächst in bürgerlich-adeligen Kreisen Fuß faßten. So wurzelt die heutzutage vielfach beklagte magische Moderne fundamental im 19. Jahrhundert, dessen kennzeichnende und eigentümliche Mischung aus traditionellen und modernen Elementen sich in den Auseinandersetzungen um Aberglauben wie in einem Brennglas bündelt. Ermittelt werden kulturelle und soziale Leitbilder der Gruppen, die Aberglaubenszuweisungen vornahmen, sowie derjenigen, die mit diesem Begriff diskreditiert werden sollten. Dabei sind drei wesentliche Ergebnisse hervorzuheben. Erstens fügt sich der Aberglaubensvorwurf in Volkskulturkonzepte, indem er sich für die aufgeklärten Kritiker als herausragendes kulturpolitisches Schlagwort erwies, um sich der eigenen religiösen, medizinischen oder wissenschaftlichen Normen zu vergewissern. Zweitens lassen sich vor- und antiaufklärerische Tendenzen im 19. Jahrhundert erstmals systematisch verfolgen. Wenn man Aberglauben als Problem ernst nimmt, dann setzte eine Breitenwirkung der Aufklärung nur langsam ein. Dieser Prozeß war zudem von vielen Rückschlägen und Verzögerungen begleitet. Drittens zeigen die Konflikte um den animalischen Magnetismus und den Spiritismus, daß Aberglauben eben nicht nur an überkommenen Werten gemessen werden kann. Das gilt insbesondere, wenn man in den Blick nimmt, daß sich die neuen (halb)wissenschaftlichen Verfahren phasenweise in die Wissenschaftslandschaft einfügten und an den Universitäten etablierten.
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Good Press Eine dänische Geschichte A1057584380
Good Press Eine dänische Geschichte A1057584380
In "Eine dänische Geschichte" entwirft Adele Schopenhauer ein vielschichtiges Porträt des dänischen Lebens, das durch ihre scharfsinnige Beobachtungsgabe und ihren einfühlsamen Schreibstil geprägt ist. Das Werk ist gekennzeichnet durch eine raffinierte Mischung aus persönlicher Reflexion und historischen Kontextualisierungen, die es dem Leser ermöglichen, tief in die Kultur und Gesellschaft Dänemarks einzutauchen. Schopenhauer verwendet eine klare, doch poetische Sprache, die den Reiz skandinavischer Landschaften und Traditionen einfängt und zugleich die sozialen und psychologischen Nuancen ihrer Protagonisten beleuchtet. Ihre literarische Herangehensweise steht im Kontext der Romantik, setzt jedoch auch kritisch Akzente, die die sozialen Strukturen ihrer Zeit hinterfragen. Adele Schopenhauer, eine der bemerkenswertesten Frauen in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, war nicht nur die Schwester des berühmten Philosophen Arthur Schopenhauer, sondern auch eine eigenständige Schriftstellerin mit einem tiefen Interesse an der europäischen Kultur und dem alltäglichen Leben. Ihre Reisen und Begegnungen mit verschiedenen Kulturen haben sie zu einer geschulten Beobachterin gemacht, was sich deutlich in der differenzierten Darstellung der dänischen Gesellschaft in ihrem Werk widerspiegelt. Schopenhauer war inspiriert von den kulturellen Strömungen ihrer Zeit und brachte in ihren Schriften sowohl persönliche Erfahrungen als auch philosophische Überlegungen ein. "Eine dänische Geschichte" ist eine erhellende Lektüre für all jene, die sich für Literatur interessieren, die über Landesgrenzen hinausgeht und tiefere Einblicke in das menschliche Miteinander bietet. Leser werden nicht nur mit der schlichten Schönheit Dänemarks konfrontiert, sondern ebenso mit den komplexen Beziehungen und sozialen Dynamiken, die Schopenhauer mit Brillanz skizziert. Dieses Buch ist sowohl für Liebhaber der romantischen Literatur als auch für jene geeignet, die durch zeitgenössische Perspektiven bereichert werden möchten. In dieser bereicherten Ausgabe haben wir mit großer Sorgfalt zusätzlichen Mehrwert für Ihr Leseerlebnis geschaffen: - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
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Klostermann, Vittorio Fürstenrecht und Staatsrecht im 19. Jahrhundert A1001239345
Klostermann, Vittorio Fürstenrecht und Staatsrecht im 19. Jahrhundert A1001239345
Unter "Fürstenrecht" verstand man das Standesrecht des hohen Adels. Es wurde von den hochadeligen Familien ohne Mitwirkung des Staates geschaffen und umfasste vor allem Regeln des Familien- und Erbrechts. Das Fürstenrecht des 19. Jahrhunderts galt bisher als rückwärtsgewandt, als ein Relikt der Ständegesellschaft des Alten Reichs – zu Unrecht, denn die Wissenschaft vom Fürstenrecht war juristisch auf der Höhe ihrer Zeit. Sie antwortete auf die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und auf die dogmatischen Herausforderungen durch die "juristische Methode" und die Lehre vom Gesetzgebungsmonopol des Staates mit einem neuen dogmatischen Instrumentarium. Zentral waren die Konzepte der "Autonomie" und der "Genossenschaft", die auf neuartige Weise mit einem abstrakten Staatsbegriff verbunden wurden. Rechtspolitisch zielte dies nicht unbedingt auf die Bewahrung der Vorrechte des Hochadels. Die einzige Lehre, die sich über längere Zeit durchsetzen konnte, die des Heidelberger Staatsrechtlers Hermann Schulze, verfolgte im Gegenteil die Unterordnung des Hochadels unter den Staat und die Integration des Fürstenrechts in das egalitäre Rechtssystem der bürgerlichen Gesellschaft. Die Untersuchung der wissenschaftlichen Behandlung dieses traditionalen nichtstaatlichen Rechts im Zeitalter des staatsrechtlichen Positivismus eröffnet darüber hinaus auch neue Perspektiven auf Entstehung und Funktion der Genossenschaftstheorie und der Lehre von der Autonomie sowie den Stellenwert der "juristischen Methode".
1 - 2 Wochen
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Kampa Verlag Der Romantiker, Belletristik von Ulrike Thiesmeyer, William Boyd
Kampa Verlag Der Romantiker, Belletristik von Ulrike Thiesmeyer, William Boyd
Mit sechzehn Jahren erfährt Cashel Greville, dass er nicht ist, wer er glaubte zu sein. 1799 im irischen Cork geboren, hätte er seine Eltern früh bei einem Schiffsunglück verloren, hat seine Tante Elspeth ihm gesagt. Jetzt eröffnet sie ihm: Sie selbst ist seine Mutter, er der uneheliche Sohn eines Adeligen. Sein ganzes Dasein eine himmelschreiende Lüge! Immerhin, sagt er sich, gehört sein Schicksal jetzt ihm, und keiner kann ihn daran hindern, sich neu zu erfinden. Und das tut er nicht zu knapp im Lauf seines Lebens, das das gesamte 19. Jahrhundert währt und Cashel um den ganzen Erdball treibt. Als Trommler der britischen Armee wird er bei der Schlacht von Waterloo verwundet, als Soldat der East India Company Zeuge eines Massakers in Sri Lanka, in Pisa trifft er auf die Shelleys und Byron, in Ravenna verliebt er sich unsterblich. Cashel wird Reisender, Schriftsteller, Gefangener, Farmer, Bierbrauer, Konsul, Liebhaber, Ehemann, Vater und vieles mehr. Bösewichte und Betrüger kommen ihm in die Quere, doch immer eilt ihm auch ein treuer Freund zu Hilfe. Cashels Lebensgeschichte ist abenteuerlich, romanhaft, ja romantisch, und doch ist sie wahr – oder nicht? Ein lebenspraller, weltumspannender, funkelnder Roman, der uns tief in die Epoche der Romantik eintauchen lässt.
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De Gruyter Sanctus amor patriae A1000676655
De Gruyter Sanctus amor patriae A1000676655
Geschichtsvereine sind Teil eines sich in allen europäischen Ländern entwickelnden Gesellschaftswesens. Diese komparatistische Arbeit untersucht Mitgliedschaft, Tätigkeitsfelder, Geselligkeit und Geschichtsbilder derartiger Vereine in Italien und Deutschland im langen 19. Jahrhundert. Wesentliche neue Ergebnisse bringt die Untersuchung bezüglich der Klientel. Diese Gesellschaften entsprechen keineswegs der gängigen Forschungsmeinung vom bürgerlichen Vereinswesen, der örtliche Adel dominierte viele Vereine. Er sieht in diesen Assoziationen ein wichtiges Mittel, um seine elitären Gesellschaftskreise in moderneren Formen erneut zu etablieren und seine Geschichts- und Wertvorstellungen zu tradieren. Verpflichtet sind die Gesellschaften der Pflege einer überaus stark regional geprägten Geschichtskultur, wohingegen die nationale Geschichte kaum Beachtung fand. Thematisiert wird auch die jeweilige historiographische Bedeutung der Vereine neben Akademien, Instituten und Universitäten, ihre Leistungen zur Vernetzung der Geschichtswissenschaft auf nationaler Ebene. Zahlreiche Parallelen lassen sich bezüglich des Geschichtsverständnisses nachweisen. In den konservativ etatistischen Gesellschaften wird weiterhin Geschichte nach dem Motto geschrieben: große Männer machen Geschichte, seien es nun Adlige, Senatoren, Bischöfe, Fürsten oder Könige. Eine weitere Gemeinsamkeit bildet der ausgesprochen elitäre Habitus der hier untersuchten "Priester der Klio".
5 - 7 Tagen
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Duncker & Humblot Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts. A1017850231
Duncker & Humblot Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts. A1017850231
Das Vorhaben befasst sich mit der politischen und staatsrechtlichen Entwicklung Böhmens im Spiegel der juristischen Fachpresse des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die tschechische juristische Zeitschrift Právník (Jurist), die von dem deutschen Adeligen Rudolf Thurn-Taxis im Jahr 1861 herausgegeben wurde. Die Arbeit konzentriert sich auf das spannungsreiche Nebeneinander von deutscher und tschechischer Rechtskultur, die bis zur tschechischen Staatsgründung im Jahr 1918 von den Begriffen Wiedergeburt, Germanisierungsdruck, Nationsbildung und Sprachenstreit geprägt war. Es erfolgt eine Zäsur zwischen den Zeitschriften, die vor 1918 und denen die nach der Gründung der Tschechoslowakei herausgegeben wurden. Letztere spiegeln den Aufbau des neuen Staates wider. Bei der Bewertung der Zeitschriften wurden die Biographien der maßgeblichen Akteure von der Wiedergeburt bis zur Staatsgründung vorgestellt, darunter u. a. Dobrovský, Jungmann, Palacký, Rieger, Randa, Hoetzel, Weyr. Schließlich beleuchtet die Autorin die Auswirkungen des Münchner Abkommens auf die deutschen und tschechischen Rechtszeitschriften und ihr abruptes Ende im Jahr 1945. Monika Krupar kommt zu dem Ergebnis, dass die Tschechen ihre Inspiration grundsätzlich von den Deutschen übernommen hatten, doch auch in der Lage waren ihre eigenen Akzente in Politik und Kultur einzubringen.
1 - 2 Wochen
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Das Haus Digeon in Frankreich (1096–1856) A1034434898
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Das Haus Digeon in Frankreich (1096–1856) A1034434898
Wenig ist bisher über das Haus Digeon, das vom Hundertjährigen Krieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Aquitanien ansässig war, bekannt gewesen. Dieses Buch schafft erstmals eine Grundlage dafür, die einzelnen Zweige Autramat, Boisverdun und Monteton in eine ordnende und quellenbasierte Gesamtkohärenz zu bringen. Dabei bietet die Darlegung der genealogischen Beziehungen ein nicht unerhebliches Erklärungspotential für die Entwicklung einer vornehmlich protestantischen Adelsfamilie, welche mit prägenden Ereignissen der französischen Geschichte direkt konfrontiert war. Durch den Besitz verschiedener Herrschaftseinheiten wie Baronie, Grafschaft, Marquisat sowie der kleinen Stadt Francescas in Personalunion mit dem König von Frankreich, welche mit der niederen, mittleren und hohen Gerichtsbarkeit einhergingen, war das Geschlecht fest in das seinerzeitige Feudalsystem eingebunden. Damit bewegten sich die Digeons im Kontext des Adelsrechts des Ancien Régime, welches für ihren Aufstieg und weitere Genese maßgeblich sein sollte. Die Ursprünge und Grundlagen des droit nobiliaire werden neben spezifischen Fragen wie dem Erwerb sowie der Transmission von Adelstiteln und -stand sowie Usurpation und Verlust des Adels systematisch behandelt. Mithin dient dieser Teil nicht allein als Referenzgeber; im Verbund mit der Analyse der familiären Zusammenhänge wird das französische Adelsrecht in seiner unmittelbaren Anwendung illustriert.
5 - 7 Tagen
149,45
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Musaicum Books George Sand: Geschichte meines Lebens A1067405992
Musaicum Books George Sand: Geschichte meines Lebens A1067405992
George Sands Geschichte meines Lebens ist weit mehr als eine Autobiographie: ein groß angelegtes Selbstporträt, das Familienchronik, Bildungsroman, politische Erinnerung und poetologische Reflexion verbindet. Von der Kindheit in Nohant über die Pariser Jahre bis zur Herausbildung einer unabhängigen Schriftstellerexistenz entfaltet Sand eine Prosa von bemerkenswerter Klarheit, moralischer Energie und romantischer Empfindsamkeit. Im Kontext der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts steht das Werk zwischen Rousseaus Bekenntnistradition und moderner sozialer Selbstanalyse. George Sand, geboren 1804 als Amantine Aurore Lucile Dupin, schrieb unter männlichem Pseudonym, um literarische und gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. Ihre Herkunft zwischen Adel, Bürgertum und republikanischer Sensibilität, ihre Erfahrungen als Frau, Mutter, Liebende und öffentliche Intellektuelle prägten diesen Rückblick. Begegnungen mit Künstlern und Denkern ihrer Zeit, darunter Musset und Chopin, treten nicht als bloße Anekdoten auf, sondern als Teil einer umfassenden Erkundung von Freiheit, Arbeit und Identität. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Autobiographie als historische Erkenntnisform schätzen. Es bietet einen privilegierten Zugang zu einer der kühnsten Stimmen Europas und zeigt, wie persönliches Leben zur Literatur und Literatur zur gesellschaftlichen Intervention werden kann.
3 - 5 Tagen
29,60
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Tredition Franz von Pocci: Der Kasperlgraf und sein Erbe A1074092322
Tredition Franz von Pocci: Der Kasperlgraf und sein Erbe A1074092322
Franz von Pocci: eine faszinierende Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts, deren Name untrennbar mit dem Puppentheater und der deutschen Kulturgeschichte verbunden ist. Als "Kasperlgraf" bekannt, hinterließ Pocci ein reiches Erbe, das bis heute Künstler und Theaterliebhaber gleichermaßen inspiriert. Dieses Buch erzählt die spannende Geschichte eines Mannes, der sich zwischen den Welten bewegte: vom aristokratischen Leben als Hofbeamter in München bis hin zur kreativen Schaffenskraft, die das Puppenspiel revolutionierte. Franz von Pocci verband volkstümliche Traditionen mit künstlerischer Innovation und schuf damit ein einzigartiges Werk, das die Grenzen zwischen Adel und Bürgertum, Tradition und Moderne spielerisch aufhob. Xaver Wagner führt die Leser*innen durch das Leben dieses visionären Künstlers – von seinen Anfängen als Illustrator und Schriftsteller über seine prägenden Jahre am bayerischen Hof bis zu seinem Vermächtnis als Begründer eines modernen Puppentheaters. Mit lebendigen Beschreibungen, historischen Einblicken und einem besonderen Augen-merk auf Poccis Zeitgeist zeigt dieses Buch, wie ein Mann durch Fantasie und Entschlossenheit die Kunstwelt nachhaltig prägte. Ein Werk für Liebhaber*innen von Geschichte, Theater und kreativer Innovation – und für alle, die den Zauber des Puppenspiels neu entdecken möchten.
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E-artnow Der Stechlin A1067671152
E-artnow Der Stechlin A1067671152
Der Stechlin, Theodor Fontanes letzter Roman, entfaltet am märkischen See und auf den Gütern des alten Dubslav von Stechlin ein scheinbar ereignisarmes, doch geistig hochbewegtes Panorama des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In dialogischer Feinarbeit, ironischer Gelassenheit und realistischer Milieugenauigkeit verhandelt Fontane den Übergang vom preußischen Adel zur modernen, bürgerlich und sozialdemokratisch geprägten Gesellschaft. Der See wird dabei zum poetischen Symbol historischer Erschütterungen. Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und spät berufener Romancier. Seine Kenntnis Brandenburgs, seine Erfahrungen mit Politik, Presse und gesellschaftlichen Eliten sowie seine Altersdistanz gegenüber Fortschrittsgläubigkeit und Standesdünkel prägen diesen Roman. Der Stechlin wirkt wie eine Summe seines Werkes: weniger Handlung als Haltung, weniger These als Gespräch über Wandel, Humanität und Maß. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Größe nicht in dramatischer Zuspitzung, sondern in geistiger Präzision suchen. Wer verstehen möchte, wie der deutsche Realismus seine reifste, modernste Form erreicht, findet hier ein leises Meisterwerk. Der Stechlin belohnt geduldige Aufmerksamkeit mit Witz, historischer Tiefenschärfe und einer erstaunlich gegenwärtigen Reflexion über Tradition, Toleranz und gesellschaftliche Erneuerung.
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14,90
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Kampa Verlag Der Romantiker A1068442846
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Mit sechzehn Jahren erfährt Cashel Greville, dass er nicht ist, wer er glaubte zu sein. 1799 im irischen Cork geboren, hätte er seine Eltern früh bei einem Schiffsunglück verloren, hat seine Tante Elspeth ihm gesagt. Jetzt eröffnet sie ihm: Sie selbst ist seine Mutter, er der uneheliche Sohn eines Adeligen. Sein ganzes Dasein eine himmelschreiende Lüge! Immerhin, sagt er sich, gehört sein Schicksal jetzt ihm, und keiner kann ihn daran hindern, sich neu zu erfinden. Und das tut er nicht zu knapp im Lauf seines Lebens, das das gesamte 19. Jahrhundert währt und Cashel um den ganzen Erdball treibt. Als Trommler der britischen Armee wird er bei der Schlacht von Waterloo verwundet, als Soldat der East India Company Zeuge eines Massakers in Sri Lanka, in Pisa trifft er auf die Shelleys und Byron, in Ravenna verliebt er sich unsterblich. Cashel wird Reisender, Schriftsteller, Gefangener, Farmer, Bierbrauer, Konsul, Liebhaber, Ehemann, Vater und vieles mehr. Bösewichte und Betrüger kommen ihm in die Quere, doch immer eilt ihm auch ein treuer Freund zu Hilfe. Cashels Lebensgeschichte ist abenteuerlich, romanhaft, ja romantisch, und doch ist sie wahr - oder nicht? Ein lebenspraller, weltumspannender, funkelnder Roman, der uns tief in die Epoche der Romantik eintauchen lässt.
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Twentysix Epic Khun Chang und Khun Phaen A1070275767
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Das wohl bekannteste Drama der klassischen Literatur Thailands ist ein im Original rin Versepos. Das Grundmotiv stammt aus volkstümlichen Überlieferungen, die über Generationen von sogenannten Sepha-Erzählern vorgetragen wurden. Im frühen 19. Jahrhundert wurde es von verschiedenen Dichtern tradiert und jeweils um viele Details ergänzt. Sogar zwei Könige versuchten sich an der Bearbeitung des Stoffes. Die heute als offiziell geltende Fassung wurde 1917/18 von Prinz Damrong Rajanubhab zusammengestellt. Kernmotiv ist eine klassische Dreiecksgeschichte: Khun Chang und Khun Phaen, die beide dem niederen Adel angehören. Der eine ist reich, aber hässlich, der andere schneidig aber mittellos. Beide werben um die liebliche Wanthong. Im Verlauf der Handlung, die sich über einen Zeitraum von 50 Jahren erstreckt, kommt es zu zwei Kriegen, zu Entführungen, Verrat, einem idyllischen Waldaufenthalt, Gerichtsverfahren, Folter und Haft. Letztlich verurteilt der König Wanthong zum Tode, weil sie sich weigert, sich endlich für einen der beiden Männer zu entscheiden. Den Reiz des Stückes machen so vielfältige Elemente wie Heldenmut, romantische Liebe, Sexualität, Gewalt, übersinnliche Fähigkeiten, Horror, stellenweise derbe Komik, aber auch Abschnitte lyrischer Schönheit aus. Erstmalig das komplette Werk in Prosa und deutscher Sprache.
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