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E-artnow Die Bären von Hohen-Esp A1067595880
In "Die Bären von Hohen-Esp" entfaltet Nataly von Eschstruth einen Gesellschafts- und Familienroman, der das Milieu des deutschen Adels mit den Konflikten von Pflicht, Standesbewusstsein und persönlicher Neigung verbindet. Der Titel verweist auf ein Geschlecht, dessen Stärke und Stolz zugleich Schutz und Last bedeuten. In klarer, spannungsbewusster Prosa, reich an Dialogen und gefühlvoller Charakterzeichnung, steht das Werk in der Tradition des populären Unterhaltungsromans des späten 19. Jahrhunderts, ohne dessen moralische und soziale Fragestellungen zu vernachlässigen. Nataly von Eschstruth, 1860 geboren und eine der meistgelesenen deutschsprachigen Erzählerinnen ihrer Zeit, kannte die Erwartungen des bürgerlichen und adligen Lesepublikums genau. Ihre Herkunft, ihre Beobachtung gesellschaftlicher Konventionen und ihr Gespür für weibliche Lebensentwürfe prägten ihre Romane nachhaltig. Gerade in der Darstellung von Ehre, Heiratspolitik, Erziehung und innerer Selbstbehauptung zeigt sich eine Autorin, die Unterhaltung mit genauer Kenntnis sozialer Codes verbindet. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Gesellschaftsromane mit emotionaler Spannung, eleganter Erzählführung und kulturgeschichtlichem Reiz schätzen. Es bietet nicht nur eine fesselnde Handlung, sondern auch ein lebendiges Bild jener Welt, in der Herkunft und Herz miteinander ringen.
BoD - Books on Demand Die Majoratsherren A1068338808
"Die Majoratsherren" von Ludwig Achim von Arnim ist ein faszinierender Roman, der die komplexen sozialen und familiären Strukturen des Adels im 19. Jahrhundert beleuchtet. Die Geschichte beginnt mit der Ankunft des jungen Majoratsherrn in einer Stadt, in der das Majoratshaus der Familie seit Jahren unbewohnt ist. Der Protagonist, der mit seiner Mutter im Ausland lebte, kehrt nach ihrem Tod zurück, um sich mit den Pflichten und Geheimnissen seines Erbes auseinanderzusetzen. Der Vetter des Majoratsherrn, ein alter Leutnant, der in der Stadt bekannt ist, wird zu seinem Vertrauten und Berater. Der Majoratsherr, geplagt von Visionen und einer tiefen inneren Unruhe, entdeckt bald, dass seine wahre Identität und die seiner vermeintlichen Verwandten in einem Netz aus Lügen und Täuschungen verborgen sind. Die Begegnung mit Esther, einer jungen Frau, die in der Judengasse lebt und die ihm seltsam vertraut erscheint, bringt weitere Komplikationen. Esther, die von ihrer Stiefmutter Vasthi unterdrückt wird, ist in einen Verlobten verliebt, der jedoch mittellos ist. Der Majoratsherr fühlt sich zu Esther hingezogen und erkennt in ihr eine Verbindung zu seiner eigenen Vergangenheit. Die Geschichte entfaltet sich in einem Spannungsfeld aus Liebe, Verrat und der Suche nach der eigenen Identität, während der Majoratsherr versucht, die Wahrheit über seine Herkunft und die seiner Familie zu enthüllen. Der Roman endet mit einer tiefen Reflexion über die Bedeutung von Reichtum, Macht und persönlichem Glück.
Denise de Montmidi entfaltet sich als psychologisch grundierter Gesellschaftsroman um eine weibliche Gestalt, deren französisch-aristokratischer Name bereits ein Spannungsfeld von Herkunft, Haltung und gesellschaftlicher Erwartung eröffnet. Omptedas Prosa verbindet elegante Beobachtung mit realistischer Milieuschilderung; sie steht im Kontext der europäischen Gesellschaftsliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, in der Standesbewusstsein, Moral, Leidenschaft und Selbstbehauptung miteinander ringen. Georg von Ompteda, aus hannoverschem Adel stammend und mit Erfahrungen als Offizier, Reisender und Schriftsteller ausgestattet, kannte jene vornehmen Kreise, deren Codes und Widersprüche er literarisch gestaltete. Seine Herkunft vermittelte ihm Nähe zum aristokratischen Lebensgefühl, zugleich aber auch Distanz genug, um dessen Brüchigkeit zu erkennen. Diese doppelte Perspektive dürfte die feine soziale Sensibilität des Romans wesentlich geprägt haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die nicht bloß Handlung, sondern Atmosphäre, Charakterstudie und historische Mentalität suchen. Denise de Montmidi bietet einen Zugang zu einer untergehenden Welt kultivierter Formen, in der persönliche Entscheidungen stets gesellschaftliche Bedeutung gewinnen. Wer Fontane, Bourget oder die europäische Salonkultur schätzt, wird Omptedas nuancierte Erzählkunst mit Gewinn lesen.
Hermann Bahr: Ausgewählte Erzählungen Der Prinz: Erstdruck: Berlin, S. Fischer, 1894 Die treue Adele: Erstdruck in: "Die Gesellschaft", Jahrgang 5, Nr. 11, 1889. Leander: Erstdruck in: "Die Zeit", Jahrgang 19, Nr. 235-240, 1899 Der verständige Herr: Erstdruck in: "Münchner Kunst", Jahrgang 2, Nr. 33, 1890. Mit der Nase: Erstdruck in: "Fin de Siècle", Berlin, 1891. Mein Engländer: Erstdruck in: "Deutsche Zeitung", Wien, Jahrgang 22, Nr. 7531, 1892. Dora: Erstdruck: Berlin, S. Fischer, 1893. Das Käferl: Erstdruck in: "Neues Wiener Tagblatt", Jahrgang 34, Nr. 75, 1900. Wirkung in die Ferne: Erstdruck in: "Neues Wiener Tagblatt", Jahrgang 34, Nr. 103, 1900. Erinnerung: Erstdruck in: "Neue Freie Presse", Nr. 15419, 1907. Lenke: Erstdruck in: "Neue Freie Presse", Nr. 15672-15673, 1908. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Gustav Klimt, Rose von Rosthorn-Friedmann, 1901. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Tredition Franz von Pocci: Der Kasperlgraf und sein Erbe
Franz von Pocci: eine faszinierende Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts, deren Name untrennbar mit dem Puppentheater und der deutschen Kulturgeschichte verbunden ist. Als "Kasperlgraf" bekannt, hinterließ Pocci ein reiches Erbe, das bis heute Künstler und Theaterliebhaber gleichermaßen inspiriert. Dieses Buch erzählt die spannende Geschichte eines Mannes, der sich zwischen den Welten bewegte: vom aristokratischen Leben als Hofbeamter in München bis hin zur kreativen Schaffenskraft, die das Puppenspiel revolutionierte. Franz von Pocci verband volkstümliche Traditionen mit künstlerischer Innovation und schuf damit ein einzigartiges Werk, das die Grenzen zwischen Adel und Bürgertum, Tradition und Moderne spielerisch aufhob. Xaver Wagner führt die Leser*innen durch das Leben dieses visionären Künstlers – von seinen Anfängen als Illustrator und Schriftsteller über seine prägenden Jahre am bayerischen Hof bis zu seinem Vermächtnis als Begründer eines modernen Puppentheaters. Mit lebendigen Beschreibungen, historischen Einblicken und einem besonderen Augen-merk auf Poccis Zeitgeist zeigt dieses Buch, wie ein Mann durch Fantasie und Entschlossenheit die Kunstwelt nachhaltig prägte. Ein Werk für Liebhaber*innen von Geschichte, Theater und kreativer Innovation – und für alle, die den Zauber des Puppenspiels neu entdecken möchten.
Twentysix Epic Khun Chang und Khun Phaen A1070275767
Das wohl bekannteste Drama der klassischen Literatur Thailands ist ein im Original rin Versepos. Das Grundmotiv stammt aus volkstümlichen Überlieferungen, die über Generationen von sogenannten Sepha-Erzählern vorgetragen wurden. Im frühen 19. Jahrhundert wurde es von verschiedenen Dichtern tradiert und jeweils um viele Details ergänzt. Sogar zwei Könige versuchten sich an der Bearbeitung des Stoffes. Die heute als offiziell geltende Fassung wurde 1917/18 von Prinz Damrong Rajanubhab zusammengestellt. Kernmotiv ist eine klassische Dreiecksgeschichte: Khun Chang und Khun Phaen, die beide dem niederen Adel angehören. Der eine ist reich, aber hässlich, der andere schneidig aber mittellos. Beide werben um die liebliche Wanthong. Im Verlauf der Handlung, die sich über einen Zeitraum von 50 Jahren erstreckt, kommt es zu zwei Kriegen, zu Entführungen, Verrat, einem idyllischen Waldaufenthalt, Gerichtsverfahren, Folter und Haft. Letztlich verurteilt der König Wanthong zum Tode, weil sie sich weigert, sich endlich für einen der beiden Männer zu entscheiden. Den Reiz des Stückes machen so vielfältige Elemente wie Heldenmut, romantische Liebe, Sexualität, Gewalt, übersinnliche Fähigkeiten, Horror, stellenweise derbe Komik, aber auch Abschnitte lyrischer Schönheit aus. Erstmalig das komplette Werk in Prosa und deutscher Sprache.
Geschichtsvereine sind Teil eines sich in allen europäischen Ländern entwickelnden Gesellschaftswesens. Diese komparatistische Arbeit untersucht Mitgliedschaft, Tätigkeitsfelder, Geselligkeit und Geschichtsbilder derartiger Vereine in Italien und Deutschland im langen 19. Jahrhundert. Wesentliche neue Ergebnisse bringt die Untersuchung bezüglich der Klientel. Diese Gesellschaften entsprechen keineswegs der gängigen Forschungsmeinung vom bürgerlichen Vereinswesen, der örtliche Adel dominierte viele Vereine. Er sieht in diesen Assoziationen ein wichtiges Mittel, um seine elitären Gesellschaftskreise in moderneren Formen erneut zu etablieren und seine Geschichts- und Wertvorstellungen zu tradieren. Verpflichtet sind die Gesellschaften der Pflege einer überaus stark regional geprägten Geschichtskultur, wohingegen die nationale Geschichte kaum Beachtung fand. Thematisiert wird auch die jeweilige historiographische Bedeutung der Vereine neben Akademien, Instituten und Universitäten, ihre Leistungen zur Vernetzung der Geschichtswissenschaft auf nationaler Ebene. Zahlreiche Parallelen lassen sich bezüglich des Geschichtsverständnisses nachweisen. In den konservativ etatistischen Gesellschaften wird weiterhin Geschichte nach dem Motto geschrieben: große Männer machen Geschichte, seien es nun Adlige, Senatoren, Bischöfe, Fürsten oder Könige. Eine weitere Gemeinsamkeit bildet der ausgesprochen elitäre Habitus der hier untersuchten "Priester der Klio".
Theodor Fontanes "Unwiederbringlich" entfaltet die Geschichte des holsteinischen Grafen Holk und seiner Frau Christine als leise, doch unerbittliche Analyse einer Ehe im Zerfall. Zwischen Gut Holkenäs, Kopenhagen und den höfischen Milieus Dänemarks beobachtet der Roman, wie Konvention, religiöse Strenge, Eitelkeit und erotische Versuchung ein gemeinsames Leben zerstören. Fontanes realistischer Stil verbindet dialogische Feinzeichnung, diskrete Ironie und psychologische Präzision; im Kontext des bürgerlich-aristokratischen Gesellschaftsromans des späten 19. Jahrhunderts erscheint das Private stets als Spiegel historischer und sozialer Spannungen. Fontane, 1819 in Neuruppin geboren und nach Jahren als Apotheker, Journalist, Reiseschriftsteller und Kriegsberichterstatter zum großen Erzähler des poetischen Realismus gereift, kannte die Mechanismen preußischer und norddeutscher Standeswelten genau. Seine Erfahrungen mit Adel, Militär, Konfession und öffentlicher Meinung schärften den Blick für jene Zwänge, aus denen "Unwiederbringlich" seine tragische Folgerichtigkeit gewinnt. Empfohlen sei dieser Roman allen Lesern, die keine melodramatische Ehegeschichte, sondern eine kunstvoll komponierte Studie über Schuld, Selbsttäuschung und unwiederbringlichen Verlust suchen. Fontanes Zurückhaltung macht das Buch umso eindringlicher: Es zeigt, wie Katastrophen entstehen, lange bevor sie ausgesprochen werden.
In "Die Bären von Hohen-Esp" entfaltet Nataly von Eschstruth einen Gesellschafts- und Familienroman, der das Milieu des deutschen Adels mit den Konflikten von Pflicht, Standesbewusstsein und persönlicher Neigung verbindet. Der Titel verweist auf ein Geschlecht, dessen Stärke und Stolz zugleich Schutz und Last bedeuten. In klarer, spannungsbewusster Prosa, reich an Dialogen und gefühlvoller Charakterzeichnung, steht das Werk in der Tradition des populären Unterhaltungsromans des späten 19. Jahrhunderts, ohne dessen moralische und soziale Fragestellungen zu vernachlässigen. Nataly von Eschstruth, 1860 geboren und eine der meistgelesenen deutschsprachigen Erzählerinnen ihrer Zeit, kannte die Erwartungen des bürgerlichen und adligen Lesepublikums genau. Ihre Herkunft, ihre Beobachtung gesellschaftlicher Konventionen und ihr Gespür für weibliche Lebensentwürfe prägten ihre Romane nachhaltig. Gerade in der Darstellung von Ehre, Heiratspolitik, Erziehung und innerer Selbstbehauptung zeigt sich eine Autorin, die Unterhaltung mit genauer Kenntnis sozialer Codes verbindet. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Gesellschaftsromane mit emotionaler Spannung, eleganter Erzählführung und kulturgeschichtlichem Reiz schätzen. Es bietet nicht nur eine fesselnde Handlung, sondern auch ein lebendiges Bild jener Welt, in der Herkunft und Herz miteinander ringen.
Musaicum Books Die wichtigsten Gesellschaftsromane von Theodor Fontane A1067405745
Diese Ausgabe versammelt Fontanes zentrale Gesellschaftsromane und eröffnet ein Panorama des preußisch-deutschen Bürgertums und Adels im späten 19. Jahrhundert. In Werken wie Irrungen, Wirrungen, Frau Jenny Treibel oder Effi Briest zeigt sich ein Realismus, der weniger durch dramatische Handlung als durch präzise Gesprächsführung, soziale Beobachtung und feine Ironie wirkt. Fontane untersucht Ehe, Stand, Geld, Ehre und weibliche Handlungsspielräume als Kräfte, die individuelles Glück formen und begrenzen. Theodor Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und Reisender, bevor er zum großen Romancier des deutschen Realismus wurde. Seine Kenntnis Berlins, der Mark Brandenburg und der europäischen Kultur, verbunden mit politischer Nüchternheit und Menschenfreundlichkeit, befähigte ihn, gesellschaftliche Konventionen nicht anklagend, sondern analytisch erzählend sichtbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den deutschen Realismus in seiner reifsten Form kennenlernen möchten. Fontanes Romane bieten keine bloßen Sittenbilder, sondern subtile Studien sozialer Macht, moralischer Ambivalenz und moderner Individualität. Ihre leise Kunst bleibt erstaunlich gegenwärtig.
GRIN Bildnisse russischer Adliger des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts A1053842379
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Kunst - Bildende Künstler, Note: 2,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie genau und durch welches Mittel die vorliegenden Aspekte (Standbewusstsein, Bildung, Gefühl) die Maler Levickij, Borovikovskij und Rokotov wiedergegeben haben und durch welches Bildkonzept (Intimität und Parade) es möglich sein könnte. Die Hausarbeit fängt mit der Erläuterung der politischen und alltäglichen Situationen der Adliger im 18. und 19. Jahrhundert an. Die Rechte und Aufgaben des Adels werden ausführlich vorgestellt und zusammengefasst. Die historischen Aspekte ergeben wichtige Gründe über die Entstehung des Porträts als selbstständige Gattung. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Porträtgeschichte, und zwar die Besonderheiten des russischen Porträts und warum es in der Weltkunst eingenommen und akzeptiert wird. Außerdem wird es überlegt, welchen westlichen Einfluss das russische Porträt hatte und wie es im Folgenden als zur russischen Besonderheit geworden ist. Das Wissen über die Porträtcharakteristik und die Regel für das Porträtmalen dieser Epoche werden zusätzlich dargestellt. Die Unterkapitel des zweiten Kapitels dienen der Zwecke der Bildbeschreibung der Porträts. Hinzu werden die drei vorragenden Maler, die die Geschichte des russischen Porträts geschrieben haben, dargestellt.
Verlag Anton Pustet Linz auf Sommerfrische, Sachbücher von Nikolaus Benke, Lisa Schmidt, Elisabeth Nowak-Thaller, Andrea Bina, Martin Sturm, Berthold Ecker, Herta Neiss, Klaudia Kreslehner, Michaela Nagl, Tobias Hagleitner, Johanna Rachinger, Thomas Pauli, Georg Wilbertz
Landlust auf oberösterreichisch. Das Phänomen der Sommerfrische entwickelte sich im 19. Jahrhundert zunächst nach dem Vorbild der adeligen Urlaubsresidenzen für das aufkommende Bürgertum, bis sich die Tradition des sommerlichen Aufenthaltes auf dem Land in allen Bereichen der urbanen Gesellschaft durchsetzte. In Oberösterreich wurden vor allem das Salzkammergut mit dem kaiserlichen Bad Ischl und das Mühlviertel dafür besonders geschätzt. In fünf grösseren Kapiteln werden die Themen Sommerfrische und Tourismus, Bewegungsradien der Sommerfrischlerinnen, Landschaft in Kunst und Fotografie, Erholung für alle (Erholungsheime) und auch die zeitgenössische Sommerfrische im Mühlviertel behandelt. Darüber hinaus geben einzelne Beiträge Einblick in die Sommerfrische, beginnend um 1850 bei der Linzer Familie Schwabenau über autobiografische Erzählungen und Berichte von Künstlerinnen (Adalbert Stifter, Klemens Brosch, Helene Clodi-Titze) bis in die Gegenwart in Form des Slow Tourism. Ausstellungsdauer im Nordico Stadtmuseum Linz: 8. Mai bis 25. August 2024. Mit Texten von Andrea Bina, Nikolaus Benke, Berthold Ecker, Tobias Hagleitner, Klaudia Kreslehner, Michaela Nagl, Herta Neiss, Elisabeth Nowak-Thaller, Johanna Rachinger, Lisa Schmidt, Martin Sturm, Thomas Pauli und Georg Wilbertz.
In "Polnisch Blut" entfaltet Nataly von Eschstruth ein Gesellschafts- und Liebesdrama, das Herkunft, Standesbewusstsein und leidenschaftliche Selbstbehauptung miteinander verschränkt. Der Titel verweist auf eine als fremd, stolz und ungebändigt markierte Identität, die im Gefüge deutschsprachiger Unterhaltungsliteratur des späten 19. Jahrhunderts zugleich Faszination und Konflikt erzeugt. Eschstruths Stil verbindet empfindsame Charakterzeichnung, melodramatische Zuspitzung und elegante Salonsprache; ihre Erzählkunst lebt von moralischen Prüfungen, verborgenen Loyalitäten und der Spannung zwischen Gefühl und gesellschaftlicher Ordnung. Nataly von Eschstruth, eine der vielgelesenen Autorinnen ihrer Zeit, schrieb vornehmlich für ein bürgerliches und adlig interessiertes Publikum, das in Romanen zugleich Zerstreuung, Standesmilieu und emotionale Intensität suchte. Ihre Nähe zu höfischen und aristokratischen Stoffwelten, ihr Gespür für Konventionen sowie ihr Interesse an weiblicher Würde und sozialer Anerkennung prägen auch dieses Buch. "Polnisch Blut" lässt sich daher als Ausdruck zeitgenössischer Vorstellungen von Nation, Adel und Geschlecht lesen. Empfohlen sei der Roman Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht nur als sentimentale Lektüre, sondern als Spiegel kultureller Selbstbilder verstehen möchten. Wer Fontänen von Gefühl, gesellschaftliche Rituale und die Konflikte einer vergangenen Ordnung schätzt, findet hier ein charakteristisches, aufschlussreiches Werk.
Der Stechlin, Theodor Fontanes letzter Roman, entfaltet am märkischen See und auf den Gütern des alten Dubslav von Stechlin ein scheinbar ereignisarmes, doch geistig hochbewegtes Panorama des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In dialogischer Feinarbeit, ironischer Gelassenheit und realistischer Milieugenauigkeit verhandelt Fontane den Übergang vom preußischen Adel zur modernen, bürgerlich und sozialdemokratisch geprägten Gesellschaft. Der See wird dabei zum poetischen Symbol historischer Erschütterungen. Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und spät berufener Romancier. Seine Kenntnis Brandenburgs, seine Erfahrungen mit Politik, Presse und gesellschaftlichen Eliten sowie seine Altersdistanz gegenüber Fortschrittsgläubigkeit und Standesdünkel prägen diesen Roman. Der Stechlin wirkt wie eine Summe seines Werkes: weniger Handlung als Haltung, weniger These als Gespräch über Wandel, Humanität und Maß. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Größe nicht in dramatischer Zuspitzung, sondern in geistiger Präzision suchen. Wer verstehen möchte, wie der deutsche Realismus seine reifste, modernste Form erreicht, findet hier ein leises Meisterwerk. Der Stechlin belohnt geduldige Aufmerksamkeit mit Witz, historischer Tiefenschärfe und einer erstaunlich gegenwärtigen Reflexion über Tradition, Toleranz und gesellschaftliche Erneuerung.
Henricus - Edition Deutsche Klassik 500 Schwänke A1080454966
Alexander Roda Roda: 500 Schwänke. Satiren auf Stand, Ehe und Eitelkeit Erstdruck: Berlin, Schuster und Loeffler, 1912. Hier nach der 19.-24. Auflage, Berlin, Dr. Eysler und Co. AG, 1922, Paul Busson gewidmet. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH In '500 Schwänke' versammelt Alexander Roda Roda ein Feuerwerk kurzer, scharf zugespitzter Szenen aus Militär, Kaffeehaus, Ehe, Adel, Bürokratie, Literaturbetrieb und bürgerlichem Alltag. Mit trockenem Witz, Dialektfärbung und sicherem Gespür für menschliche Schwächen entlarvt er Dünkel, Amtsstolz, Bildungsgehabe, gesellschaftliche Heuchelei und absurde Autoritäten. Die einzelnen Schwänke funktionieren wie literarische Momentaufnahmen: Ein Satz, eine Verwechslung, ein Missverständnis oder eine unerwartete Wendung genügt, um ganze Milieus bloßzustellen. Das Buch ist keine fortlaufende Erzählung, sondern eine Sammlung pointierter Miniaturen, die den Ton der untergehenden k. u. k. Welt ebenso einfangen wie den großstädtischen Witz Berlins, Wiens und Münchens.
E-artnow Katharina II: Die Zarin der Lust A1067670253
Katharina II: Die Zarin der Lust entwirft ein historisch-erotisches Porträt der russischen Kaiserin, in dem Staatskunst, höfische Intrige und sinnliche Selbstbehauptung unauflöslich ineinandergreifen. Sacher-Masoch verbindet anekdotische Geschichtserzählung mit psychologisch zugespitzter Szenik; sein Stil ist elegant, pointiert und von jener Spannung zwischen dokumentarischem Anspruch und literarischer Imagination geprägt, die den historischen Roman des 19. Jahrhunderts kennzeichnet. Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895), aus dem vielsprachigen Galizien stammend, war fasziniert von Grenzräumen: zwischen Ost und West, Herrschaft und Unterwerfung, Begehren und Moral. Seine Beschäftigung mit slawischer Geschichte, adeligen Machtordnungen und weiblicher Souveränität bildet den geistigen Hintergrund dieses Textes. Katharina erscheint daher nicht bloß als skandalumwitterte Herrscherin, sondern als Figur, an der politische Autorität und erotische Projektion sichtbar werden. Empfohlen sei das Buch Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als Analyse kultureller Fantasien verstehen. Es bietet einen aufschlussreichen Zugang zu Sacher-Masochs Werk jenseits gängiger Schlagworte und beleuchtet die produktive Unruhe einer Epoche, die Macht stets auch im Spiegel des Begehrens betrachtete.
Hermann Bahr: Ausgewählte Erzählungen Der Prinz: Erstdruck: Berlin, S. Fischer, 1894 Die treue Adele: Erstdruck in: "Die Gesellschaft", Jahrgang 5, Nr. 11, 1889. Leander: Erstdruck in: "Die Zeit", Jahrgang 19, Nr. 235-240, 1899 Der verständige Herr: Erstdruck in: "Münchner Kunst", Jahrgang 2, Nr. 33, 1890. Mit der Nase: Erstdruck in: "Fin de Siècle", Berlin, 1891. Mein Engländer: Erstdruck in: "Deutsche Zeitung", Wien, Jahrgang 22, Nr. 7531, 1892. Dora: Erstdruck: Berlin, S. Fischer, 1893. Das Käferl: Erstdruck in: "Neues Wiener Tagblatt", Jahrgang 34, Nr. 75, 1900. Wirkung in die Ferne: Erstdruck in: "Neues Wiener Tagblatt", Jahrgang 34, Nr. 103, 1900. Erinnerung: Erstdruck in: "Neue Freie Presse", Nr. 15419, 1907. Lenke: Erstdruck in: "Neue Freie Presse", Nr. 15672-15673, 1908. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Gustav Klimt, Rose von Rosthorn-Friedmann, 1901. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
CALVENDO Puzzle Kurzhaarcollie-Welpe | 1000 Teile Lege-Größe 64x48cm Foto-Puzzle für glückliche Stunden
Ein Motiv aus dem Kalender "Smooth Collies" von Laura Längsfeld: Einst waren Collies Hütehunde im schottischen Hochland, doch nachdem sie im 19. Jahrhundert vom Adel entdeckt wurden, entwickelten sie sich im Laufe der Zeit zu Begleitern in allen Lebenslagen. Für einen Collie ist es das Größte, seine Menschen zu begleiten. Während der Langhaarcollie zeitweise zu großer Popularität gelangte, blieb sein kurzhaariges Gegenstück weitgehend unbekannt. Der Kurzhaarcollie begeistert durch sein Erscheinungsbild von großer Eleganz und Schönheit und sein sanftes und dennoch temperamentvolles Wesen Liebhaber in aller Welt. Abbildungen: PREMIUM - QUALITÄT - hochwertige Passform, präzise Stanzung und hervorragende Druckqualität aus Europa sorgen für Langlebigkeit Ihres Puzzles. WUNDERSCHÖNES BILD als Puzzle-Motiv mit einzigartiger Farbgebung bietet ein abwechslungsreiches Puzzle-Vergnügen. PERFEKTES GESCHENK - für die ganze Familie, für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren, für Anfänger und Fortgeschrittene. MEHR ALS NUR EIN SPIEL - Puzzles sind unterhaltend, fördern das Wohlbefinden und gleichzeitig Konzentration und Gedächtnis. Lege-Größen: 1000 Teile: 64 x 48 cm, 2000 Teile: 90 x 67 cm. Bildautor: Laura Längsfeld
In "Polnisch Blut" entfaltet Nataly von Eschstruth ein Gesellschafts- und Liebesdrama, das Herkunft, Standesbewusstsein und leidenschaftliche Selbstbehauptung miteinander verschränkt. Der Titel verweist auf eine als fremd, stolz und ungebändigt markierte Identität, die im Gefüge deutschsprachiger Unterhaltungsliteratur des späten 19. Jahrhunderts zugleich Faszination und Konflikt erzeugt. Eschstruths Stil verbindet empfindsame Charakterzeichnung, melodramatische Zuspitzung und elegante Salonsprache; ihre Erzählkunst lebt von moralischen Prüfungen, verborgenen Loyalitäten und der Spannung zwischen Gefühl und gesellschaftlicher Ordnung. Nataly von Eschstruth, eine der vielgelesenen Autorinnen ihrer Zeit, schrieb vornehmlich für ein bürgerliches und adlig interessiertes Publikum, das in Romanen zugleich Zerstreuung, Standesmilieu und emotionale Intensität suchte. Ihre Nähe zu höfischen und aristokratischen Stoffwelten, ihr Gespür für Konventionen sowie ihr Interesse an weiblicher Würde und sozialer Anerkennung prägen auch dieses Buch. "Polnisch Blut" lässt sich daher als Ausdruck zeitgenössischer Vorstellungen von Nation, Adel und Geschlecht lesen. Empfohlen sei der Roman Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht nur als sentimentale Lektüre, sondern als Spiegel kultureller Selbstbilder verstehen möchten. Wer Fontänen von Gefühl, gesellschaftliche Rituale und die Konflikte einer vergangenen Ordnung schätzt, findet hier ein charakteristisches, aufschlussreiches Werk.
Maria Schnee entfaltet ein von religiöser Symbolik und gesellschaftlicher Beobachtung getragenes Erzählgewebe, in dem persönliche Schuld, Standesbewusstsein und die Suche nach innerer Läuterung miteinander verschränkt werden. Der Titel verweist auf marianische Reinheits- und Gnadenvorstellungen, die den Konflikten der Figuren eine spirituelle Tiefenschicht geben. Adlersfeld-Ballestrems Stil verbindet anschauliche Milieuschilderung mit melodramatischer Spannung und moralpsychologischer Zuspitzung; damit steht der Roman im Kontext der katholisch geprägten Unterhaltungsliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem, 1854 in Ratibor geboren und dem schlesischen Adel entstammend, kannte die Formen aristokratischer Lebenswelt ebenso wie deren Zwänge. Ihre journalistische und erzählerische Praxis, ihre katholische Prägung und ihr Gespür für gesellschaftliche Rituale erklären die Genauigkeit, mit der sie Gewissensfragen, weibliche Handlungsspielräume und soziale Fassaden gestaltet. Maria Schnee lässt sich daher auch als literarische Verarbeitung eines Milieus lesen, das ihr vertraut war. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Romane nicht nur als Handlung, sondern als kulturelles Dokument verstehen möchten. Es bietet Frömmigkeitsgeschichte, Gesellschaftsanalyse und spannungsvolle Erzählkunst in einer Form, die zugleich zugänglich und interpretatorisch ergiebig bleibt.