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Musaicum Books Die wichtigsten Gesellschaftsromane von Theodor Fontane A1067405745
Diese Ausgabe versammelt Fontanes zentrale Gesellschaftsromane und eröffnet ein Panorama des preußisch-deutschen Bürgertums und Adels im späten 19. Jahrhundert. In Werken wie Irrungen, Wirrungen, Frau Jenny Treibel oder Effi Briest zeigt sich ein Realismus, der weniger durch dramatische Handlung als durch präzise Gesprächsführung, soziale Beobachtung und feine Ironie wirkt. Fontane untersucht Ehe, Stand, Geld, Ehre und weibliche Handlungsspielräume als Kräfte, die individuelles Glück formen und begrenzen. Theodor Fontane, 1819 in Neuruppin geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und Reisender, bevor er zum großen Romancier des deutschen Realismus wurde. Seine Kenntnis Berlins, der Mark Brandenburg und der europäischen Kultur, verbunden mit politischer Nüchternheit und Menschenfreundlichkeit, befähigte ihn, gesellschaftliche Konventionen nicht anklagend, sondern analytisch erzählend sichtbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den deutschen Realismus in seiner reifsten Form kennenlernen möchten. Fontanes Romane bieten keine bloßen Sittenbilder, sondern subtile Studien sozialer Macht, moralischer Ambivalenz und moderner Individualität. Ihre leise Kunst bleibt erstaunlich gegenwärtig.
Klostermann, Vittorio Fürstenrecht und Staatsrecht im 19. Jahrhundert
Unter "Fürstenrecht" verstand man das Standesrecht des hohen Adels. Es wurde von den hochadeligen Familien ohne Mitwirkung des Staates geschaffen und umfasste vor allem Regeln des Familien- und Erbrechts. Das Fürstenrecht des 19. Jahrhunderts galt bisher als rückwärtsgewandt, als ein Relikt der Ständegesellschaft des Alten Reichs – zu Unrecht, denn die Wissenschaft vom Fürstenrecht war juristisch auf der Höhe ihrer Zeit. Sie antwortete auf die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und auf die dogmatischen Herausforderungen durch die "juristische Methode" und die Lehre vom Gesetzgebungsmonopol des Staates mit einem neuen dogmatischen Instrumentarium. Zentral waren die Konzepte der "Autonomie" und der "Genossenschaft", die auf neuartige Weise mit einem abstrakten Staatsbegriff verbunden wurden. Rechtspolitisch zielte dies nicht unbedingt auf die Bewahrung der Vorrechte des Hochadels. Die einzige Lehre, die sich über längere Zeit durchsetzen konnte, die des Heidelberger Staatsrechtlers Hermann Schulze, verfolgte im Gegenteil die Unterordnung des Hochadels unter den Staat und die Integration des Fürstenrechts in das egalitäre Rechtssystem der bürgerlichen Gesellschaft. Die Untersuchung der wissenschaftlichen Behandlung dieses traditionalen nichtstaatlichen Rechts im Zeitalter des staatsrechtlichen Positivismus eröffnet darüber hinaus auch neue Perspektiven auf Entstehung und Funktion der Genossenschaftstheorie und der Lehre von der Autonomie sowie den Stellenwert der "juristischen Methode".
GRIN Bildnisse russischer Adliger des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Kunst - Bildende Künstler, Note: 2,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie genau und durch welches Mittel die vorliegenden Aspekte (Standbewusstsein, Bildung, Gefühl) die Maler Levickij, Borovikovskij und Rokotov wiedergegeben haben und durch welches Bildkonzept (Intimität und Parade) es möglich sein könnte. Die Hausarbeit fängt mit der Erläuterung der politischen und alltäglichen Situationen der Adliger im 18. und 19. Jahrhundert an. Die Rechte und Aufgaben des Adels werden ausführlich vorgestellt und zusammengefasst. Die historischen Aspekte ergeben wichtige Gründe über die Entstehung des Porträts als selbstständige Gattung. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Porträtgeschichte, und zwar die Besonderheiten des russischen Porträts und warum es in der Weltkunst eingenommen und akzeptiert wird. Außerdem wird es überlegt, welchen westlichen Einfluss das russische Porträt hatte und wie es im Folgenden als zur russischen Besonderheit geworden ist. Das Wissen über die Porträtcharakteristik und die Regel für das Porträtmalen dieser Epoche werden zusätzlich dargestellt. Die Unterkapitel des zweiten Kapitels dienen der Zwecke der Bildbeschreibung der Porträts. Hinzu werden die drei vorragenden Maler, die die Geschichte des russischen Porträts geschrieben haben, dargestellt.
Musaicum Books George Sand: Geschichte meines Lebens
George Sands Geschichte meines Lebens ist weit mehr als eine Autobiographie: ein groß angelegtes Selbstporträt, das Familienchronik, Bildungsroman, politische Erinnerung und poetologische Reflexion verbindet. Von der Kindheit in Nohant über die Pariser Jahre bis zur Herausbildung einer unabhängigen Schriftstellerexistenz entfaltet Sand eine Prosa von bemerkenswerter Klarheit, moralischer Energie und romantischer Empfindsamkeit. Im Kontext der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts steht das Werk zwischen Rousseaus Bekenntnistradition und moderner sozialer Selbstanalyse. George Sand, geboren 1804 als Amantine Aurore Lucile Dupin, schrieb unter männlichem Pseudonym, um literarische und gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. Ihre Herkunft zwischen Adel, Bürgertum und republikanischer Sensibilität, ihre Erfahrungen als Frau, Mutter, Liebende und öffentliche Intellektuelle prägten diesen Rückblick. Begegnungen mit Künstlern und Denkern ihrer Zeit, darunter Musset und Chopin, treten nicht als bloße Anekdoten auf, sondern als Teil einer umfassenden Erkundung von Freiheit, Arbeit und Identität. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Autobiographie als historische Erkenntnisform schätzen. Es bietet einen privilegierten Zugang zu einer der kühnsten Stimmen Europas und zeigt, wie persönliches Leben zur Literatur und Literatur zur gesellschaftlichen Intervention werden kann.
Henricus - Edition Deutsche Klassik 500 Schwänke A1080454712
Alexander Roda Roda: 500 Schwänke. Satiren auf Stand, Ehe und Eitelkeit Erstdruck: Berlin, Schuster und Loeffler, 1912. Hier nach der 19.-24. Auflage, Berlin, Dr. Eysler und Co. AG, 1922, Paul Busson gewidmet. Neuausgabe, herausgegeben von Karl-Maria Guth, Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH In »500 Schwänke« versammelt Alexander Roda Roda ein Feuerwerk kurzer, scharf zugespitzter Szenen aus Militär, Kaffeehaus, Ehe, Adel, Bürokratie, Literaturbetrieb und bürgerlichem Alltag. Mit trockenem Witz, Dialektfärbung und sicherem Gespür für menschliche Schwächen entlarvt er Dünkel, Amtsstolz, Bildungsgehabe, gesellschaftliche Heuchelei und absurde Autoritäten. Die einzelnen Schwänke funktionieren wie literarische Momentaufnahmen: Ein Satz, eine Verwechslung, ein Missverständnis oder eine unerwartete Wendung genügt, um ganze Milieus bloßzustellen. Das Buch ist keine fortlaufende Erzählung, sondern eine Sammlung pointierter Miniaturen, die den Ton der untergehenden k. u. k. Welt ebenso einfangen wie den großstädtischen Witz Berlins, Wiens und Münchens.
Henricus - Edition Deutsche Klassik 500 Schwänke A1080454966
Alexander Roda Roda: 500 Schwänke. Satiren auf Stand, Ehe und Eitelkeit Erstdruck: Berlin, Schuster und Loeffler, 1912. Hier nach der 19.-24. Auflage, Berlin, Dr. Eysler und Co. AG, 1922, Paul Busson gewidmet. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH In '500 Schwänke' versammelt Alexander Roda Roda ein Feuerwerk kurzer, scharf zugespitzter Szenen aus Militär, Kaffeehaus, Ehe, Adel, Bürokratie, Literaturbetrieb und bürgerlichem Alltag. Mit trockenem Witz, Dialektfärbung und sicherem Gespür für menschliche Schwächen entlarvt er Dünkel, Amtsstolz, Bildungsgehabe, gesellschaftliche Heuchelei und absurde Autoritäten. Die einzelnen Schwänke funktionieren wie literarische Momentaufnahmen: Ein Satz, eine Verwechslung, ein Missverständnis oder eine unerwartete Wendung genügt, um ganze Milieus bloßzustellen. Das Buch ist keine fortlaufende Erzählung, sondern eine Sammlung pointierter Miniaturen, die den Ton der untergehenden k. u. k. Welt ebenso einfangen wie den großstädtischen Witz Berlins, Wiens und Münchens.
Reichsgräfin Gisela entfaltet im Milieu des alten Adels eine Handlung, in der Herkunft, Erziehung, Pflichtgefühl und weibliche Selbstbehauptung miteinander ringen. Marlitt verbindet das Spannungsmuster des Familiengeheimnisses mit präziser Milieubeobachtung und einer moralisch pointierten Figurenführung. Der Roman steht im Kontext der populären realistischen Unterhaltungsliteratur des 19. Jahrhunderts: gefühlvoll, dramatisch, doch zugleich aufmerksam für soziale Schranken und die verborgene Gewalt standesbewusster Ordnungen. Eugenie Marlitt, eigentlich Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, kannte die höfische Welt aus eigener Erfahrung als Gesellschafterin am schwarzburgischen Hof. Ihre Bildung, ihre frühe musikalische Laufbahn, der Verlust des Gehörs und ihre spätere Arbeit für Die Gartenlaube schärften ihren Blick für Abhängigkeit, Rang und weibliche Bildungschancen. Aus dieser Perspektive gestaltet sie Gisela nicht bloß als romantische Heldin, sondern als Prüfstein gesellschaftlicher Normen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den deutschen Familien- und Gesellschaftsroman jenseits des Kanons entdecken möchten. Reichsgräfin Gisela bietet erzählerische Spannung, historische Atmosphäre und eine bemerkenswert klare Analyse jener Konflikte, in denen Gefühl, Stand und Gewissen unversöhnlich aufeinandertreffen.
Verlag Anton Pustet Salzburg Linz auf Sommerfrische A1070361524
Landlust auf oberösterreichisch Das Phänomen der Sommerfrische entwickelte sich im 19. Jahrhundert zunächst nach dem Vorbild der adeligen Urlaubsresidenzen für das aufkommende Bürgertum, bis sich die Tradition des sommerlichen Aufenthaltes auf dem Land in allen Bereichen der urbanen Gesellschaft durchsetzte. In Oberösterreich wurden vor allem das Salzkammergut mit dem kaiserlichen Bad Ischl und das Mühlviertel dafür besonders geschätzt. In fünf größeren Kapiteln werden die Themen Sommerfrische und Tourismus, Bewegungungsradien der Sommerfrischler*innen, Landschaft in Kunst und Fotografie, Erholung für alle (Erholungsheime) und auch die zeitgenössische Sommerfrische im Mühlviertel behandelt. Darüber hinaus geben einzelne Beiträge Einblick in die Sommerfrische, beginnend um 1850 bei der Linzer Familie Schwabenau über autobiografische Erzählungen und Berichte von Künstler*innen (Adalbert Stifter, Klemens Brosch, Helene Clodi-Titze) bis in die Gegenwart in Form des slow tourism. Ausstellungsdauer im Nordico Stadtmuseum Linz: 8. Mai bis 25. August 2024 Mit Texten von Andrea Bina, Nikolaus Benke, Berthold Ecker, Tobias Hagleitner, Klaudia Kreslehner, Michaela Nagl, Herta Neiss, Elisabeth Nowak-Thaller, Johanna Rachinger, Lisa Schmidt, Martin Sturm, Thomas Pauli und Georg Wilbertz
War der Marquis de Sade (1740 - 1814) ein Sadist, Verbrecher und Geisteskranker oder ein Aufklärer, ja ein Vorkämpfer gegen Triebunterdrückung und scheinheilige Moral? Der Historiker Volker Reinhardt legt in dieser ersten seriösen De-Sade-Biographie seit Jahrzehnten das wahre Leben des südfranzösischen Adeligen hinter den zahlreichen Mythen und Bildern frei. Er beschreibt auf der Grundlage zahlreicher Quellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert die freigeistige, ausschweifende Jugend des schönen Marquis, seine ersten Experimente mit unschuldigen Opfern, die lange Zeit der Flucht und Gefangenschaft, sein Engagement in der Französischen Revolution und schließlich seine letzten Jahre in einem Irrenhaus. Besonderes Augenmerk gilt dabei den philosophischen Romanen de Sades, in denen Männer und Frauen auf abgelegenen Schlössern sexuelle Konstellationen testen, auf grausamste Weise die moralische Widerstandskraft ihrer Opfer auf die Probe stellen, dabei über die Natur des Menschen räsonieren und so in Wort und Tat das Böse vermessen. Am 2. Dezember 1814 starb de Sade, aber die Erinnerung an ihn ließ sich nicht auslöschen. In einem eindrucksvollen Schlusskapitel zeigt Volker Reinhardt, wie der "göttliche Marquis" von der Psychoanalyse über Nietzsche und die Kritische Theorie bis hin zu Surrealismus und Existentialismus zu einer Schlüsselgestalt der Moderne geworden ist.
CALVENDO Puzzle Kurzhaarcollie-Welpe 1000 Teile Lege-Größe 64x48cm Foto-Puzzle für glückliche Stunden A1043712959
Ein Motiv aus dem Kalender "Smooth Collies" von Laura Längsfeld: Einst waren Collies Hütehunde im schottischen Hochland, doch nachdem sie im 19. Jahrhundert vom Adel entdeckt wurden, entwickelten sie sich im Laufe der Zeit zu Begleitern in allen Lebenslagen. Für einen Collie ist es das Größte, seine Menschen zu begleiten. Während der Langhaarcollie zeitweise zu großer Popularität gelangte, blieb sein kurzhaariges Gegenstück weitgehend unbekannt. Der Kurzhaarcollie begeistert durch sein Erscheinungsbild von großer Eleganz und Schönheit und sein sanftes und dennoch temperamentvolles Wesen Liebhaber in aller Welt. Abbildungen: PREMIUM - QUALITÄT - hochwertige Passform, präzise Stanzung und hervorragende Druckqualität aus Europa sorgen für Langlebigkeit Ihres Puzzles. WUNDERSCHÖNES BILD als Puzzle-Motiv mit einzigartiger Farbgebung bietet ein abwechslungsreiches Puzzle-Vergnügen. PERFEKTES GESCHENK - für die ganze Familie, für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren, für Anfänger und Fortgeschrittene. MEHR ALS NUR EIN SPIEL - Puzzles sind unterhaltend, fördern das Wohlbefinden und gleichzeitig Konzentration und Gedächtnis. Lege-Größen: 1000 Teile: 64 x 48 cm, 2000 Teile: 90 x 67 cm. Bildautor: Laura Längsfeld
In "Quer durch Patagonien" nimmt Florence Dixie ihre Leserschaft mit auf eine eindrucksvolle Expedition durch das wenig erforschte und mysteriöse Patagonien des 19. Jahrhunderts. Mit einem einzigartigen literarischen Stil, der dokumentarische Präzision mit erzählerischer Lebendigkeit verbindet, schildert sie die rauen Landschaften, die kulturellen Begegnungen und die Herausforderungen ihrer Reise. Dieses Werk ist nicht nur eine chronistische Darstellung der Erlebnisse, sondern fügt sich nahtlos in die Reiseliteratur der viktorianischen Epoche ein und besticht durch eine bemerkenswerte Mischung aus Empirie, Reflexion und Abenteuerlust. Florence Dixie, eine britische Adelige und Pionierin weiblicher Reiseliteratur, wurde durch ihre gesellschaftliche Stellung, ihr humanitäres Engagement und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit geprägt. Ihr Leben im viktorianischen England motivierte sie, traditionelle Geschlechterrollen herauszufordern und eigene Wege zu gehen. Die Erfahrungen auf ihren ausgedehnten Reisen, ihr Interesse an fremden Kulturen und eine kritische Haltung gegenüber kolonialen Konventionen spiegeln sich intensiv im Buch wider. Dieses Werk empfiehlt sich allen, die ein Faible für Entdeckungen, kulturhistorische Zusammenhänge und Perspektiven jenseits der eurozentristischen Sichtweise haben. "Quer durch Patagonien" eröffnet nicht nur faszinierende Einblicke in eine entlegene Region, sondern inspiriert durch Dixies Mut und analytischen Scharfsinn - ein unverzichtbares Buch für alle, die Reiseliteratur und Gender Studies schätzen.
Mit sechzehn Jahren erfährt Cashel Greville, dass er nicht ist, wer er glaubte zu sein. 1799 im irischen Cork geboren, hätte er seine Eltern früh bei einem Schiffsunglück verloren, hat seine Tante Elspeth ihm gesagt. Jetzt eröffnet sie ihm: Sie selbst ist seine Mutter, er der uneheliche Sohn eines Adeligen. Sein ganzes Dasein eine himmelschreiende Lüge! Immerhin, sagt er sich, gehört sein Schicksal jetzt ihm, und keiner kann ihn daran hindern, sich neu zu erfinden. Und das tut er nicht zu knapp im Lauf seines Lebens, das das gesamte 19. Jahrhundert währt und Cashel um den ganzen Erdball treibt. Als Trommler der britischen Armee wird er bei der Schlacht von Waterloo verwundet, als Soldat der East India Company Zeuge eines Massakers in Sri Lanka, in Pisa trifft er auf die Shelleys und Byron, in Ravenna verliebt er sich unsterblich. Cashel wird Reisender, Schriftsteller, Gefangener, Farmer, Bierbrauer, Konsul, Liebhaber, Ehemann, Vater und vieles mehr. Bösewichte und Betrüger kommen ihm in die Quere, doch immer eilt ihm auch ein treuer Freund zu Hilfe. Cashels Lebensgeschichte ist abenteuerlich, romanhaft, ja romantisch, und doch ist sie wahr - oder nicht? Ein lebenspraller, weltumspannender, funkelnder Roman, der uns tief in die Epoche der Romantik eintauchen lässt.
Sharp Ink Gesammelte Gesellschaftsromane von Theodor Fontane A1070900316
Die Gesammelten Gesellschaftsromane von Theodor Fontane eröffnen ein Panorama des preußisch-deutschen Bürgertums und Adels im späten 19. Jahrhundert. In Werken wie Effi Briest, Irrungen, Wirrungen, Frau Jenny Treibel oder Der Stechlin untersucht Fontane Ehe, Stand, Konvention, Geld und moralische Selbsttäuschung mit leiser Ironie und dialogischer Präzision. Sein Realismus verzichtet auf grelle Effekte; er enthüllt gesellschaftliche Gewalt gerade durch Andeutung, Gesprächskunst und psychologische Feinzeichnung. Fontane, 1819 geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker und einer der genauesten Beobachter seiner Epoche. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg, seine Kenntnis aristokratischer Lebensformen und seine Erfahrung politischer Umbrüche schärften den Blick für soziale Rituale und historische Übergänge. Erst spät zum Romancier geworden, verband er erzählerische Gelassenheit mit skeptischer Modernität und machte die Gesellschaft selbst zur eigentlichen Hauptfigur. Diese Sammlung empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die den deutschen Realismus in seiner reifsten Form kennenlernen möchten. Fontanes Romane sind historische Dokumente und literarische Kunstwerke zugleich: elegant, klug, menschenkundig und bis heute überraschend aktuell in ihrer Analyse von Anpassung, Freiheit und Schuld.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Das Haus Digeon in Frankreich (1096–1856)
Wenig ist bisher über das Haus Digeon, das vom Hundertjährigen Krieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Aquitanien ansässig war, bekannt gewesen. Dieses Buch schafft erstmals eine Grundlage dafür, die einzelnen Zweige Autramat, Boisverdun und Monteton in eine ordnende und quellenbasierte Gesamtkohärenz zu bringen. Dabei bietet die Darlegung der genealogischen Beziehungen ein nicht unerhebliches Erklärungspotential für die Entwicklung einer vornehmlich protestantischen Adelsfamilie, welche mit prägenden Ereignissen der französischen Geschichte direkt konfrontiert war. Durch den Besitz verschiedener Herrschaftseinheiten wie Baronie, Grafschaft, Marquisat sowie der kleinen Stadt Francescas in Personalunion mit dem König von Frankreich, welche mit der niederen, mittleren und hohen Gerichtsbarkeit einhergingen, war das Geschlecht fest in das seinerzeitige Feudalsystem eingebunden. Damit bewegten sich die Digeons im Kontext des Adelsrechts des Ancien Régime, welches für ihren Aufstieg und weitere Genese maßgeblich sein sollte. Die Ursprünge und Grundlagen des droit nobiliaire werden neben spezifischen Fragen wie dem Erwerb sowie der Transmission von Adelstiteln und -stand sowie Usurpation und Verlust des Adels systematisch behandelt. Mithin dient dieser Teil nicht allein als Referenzgeber; im Verbund mit der Analyse der familiären Zusammenhänge wird das französische Adelsrecht in seiner unmittelbaren Anwendung illustriert.
War der Marquis de Sade (1740 - 1814) ein Sadist, Verbrecher und Geisteskranker oder ein Aufklärer, ja ein Vorkämpfer gegen Triebunterdrückung und scheinheilige Moral? Der Historiker Volker Reinhardt legt in dieser ersten seriösen De-Sade-Biographie seit Jahrzehnten das wahre Leben des südfranzösischen Adeligen hinter den zahlreichen Mythen und Bildern frei. Er beschreibt auf der Grundlage zahlreicher Quellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert die freigeistige, ausschweifende Jugend des schönen Marquis, seine ersten Experimente mit unschuldigen Opfern, die lange Zeit der Flucht und Gefangenschaft, sein Engagement in der Französischen Revolution und schließlich seine letzten Jahre in einem Irrenhaus. Besonderes Augenmerk gilt dabei den philosophischen Romanen de Sades, in denen Männer und Frauen auf abgelegenen Schlössern sexuelle Konstellationen testen, auf grausamste Weise die moralische Widerstandskraft ihrer Opfer auf die Probe stellen, dabei über die Natur des Menschen räsonieren und so in Wort und Tat das Böse vermessen. Am 2. Dezember 1814 starb de Sade, aber die Erinnerung an ihn ließ sich nicht auslöschen. In einem eindrucksvollen Schlusskapitel zeigt Volker Reinhardt, wie der "göttliche Marquis" von der Psychoanalyse über Nietzsche und die Kritische Theorie bis hin zu Surrealismus und Existentialismus zu einer Schlüsselgestalt der Moderne geworden ist.
Duncker & Humblot Tschechische juristische Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts.
Das Vorhaben befasst sich mit der politischen und staatsrechtlichen Entwicklung Böhmens im Spiegel der juristischen Fachpresse des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die tschechische juristische Zeitschrift Právník (Jurist), die von dem deutschen Adeligen Rudolf Thurn-Taxis im Jahr 1861 herausgegeben wurde. Die Arbeit konzentriert sich auf das spannungsreiche Nebeneinander von deutscher und tschechischer Rechtskultur, die bis zur tschechischen Staatsgründung im Jahr 1918 von den Begriffen Wiedergeburt, Germanisierungsdruck, Nationsbildung und Sprachenstreit geprägt war. Es erfolgt eine Zäsur zwischen den Zeitschriften, die vor 1918 und denen die nach der Gründung der Tschechoslowakei herausgegeben wurden. Letztere spiegeln den Aufbau des neuen Staates wider. Bei der Bewertung der Zeitschriften wurden die Biographien der maßgeblichen Akteure von der Wiedergeburt bis zur Staatsgründung vorgestellt, darunter u. a. Dobrovský, Jungmann, Palacký, Rieger, Randa, Hoetzel, Weyr. Schließlich beleuchtet die Autorin die Auswirkungen des Münchner Abkommens auf die deutschen und tschechischen Rechtszeitschriften und ihr abruptes Ende im Jahr 1945. Monika Krupar kommt zu dem Ergebnis, dass die Tschechen ihre Inspiration grundsätzlich von den Deutschen übernommen hatten, doch auch in der Lage waren ihre eigenen Akzente in Politik und Kultur einzubringen.
Theodor Fontanes "Unwiederbringlich" entfaltet die Geschichte des holsteinischen Grafen Holk und seiner Frau Christine als leise, doch unerbittliche Analyse einer Ehe im Zerfall. Zwischen Gut Holkenäs, Kopenhagen und den höfischen Milieus Dänemarks beobachtet der Roman, wie Konvention, religiöse Strenge, Eitelkeit und erotische Versuchung ein gemeinsames Leben zerstören. Fontanes realistischer Stil verbindet dialogische Feinzeichnung, diskrete Ironie und psychologische Präzision; im Kontext des bürgerlich-aristokratischen Gesellschaftsromans des späten 19. Jahrhunderts erscheint das Private stets als Spiegel historischer und sozialer Spannungen. Fontane, 1819 in Neuruppin geboren und nach Jahren als Apotheker, Journalist, Reiseschriftsteller und Kriegsberichterstatter zum großen Erzähler des poetischen Realismus gereift, kannte die Mechanismen preußischer und norddeutscher Standeswelten genau. Seine Erfahrungen mit Adel, Militär, Konfession und öffentlicher Meinung schärften den Blick für jene Zwänge, aus denen "Unwiederbringlich" seine tragische Folgerichtigkeit gewinnt. Empfohlen sei dieser Roman allen Lesern, die keine melodramatische Ehegeschichte, sondern eine kunstvoll komponierte Studie über Schuld, Selbsttäuschung und unwiederbringlichen Verlust suchen. Fontanes Zurückhaltung macht das Buch umso eindringlicher: Es zeigt, wie Katastrophen entstehen, lange bevor sie ausgesprochen werden.
Duncker & Humblot Die Tagebücher des preußischen Hof- und Staatsbeamten Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara 1827 bis 1882. A1070259255
Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara, 1804 in Hirschberg geboren und 1882 auf seinem niederschlesischen Rittergut Silbitz gestorben, entstammte einem alten böhmisch-schlesischen Adelsgeschlecht. Der Thronwechsel des Jahres 1840 in Preußen eröffnete ihm eine glänzende Karriere am Berliner Hof. König Friedrich Wilhelm IV., der einen ausgeprägten Sinn für traditionelles monarchisch-dynastisches Zeremoniell besaß, berief seinen Vertrauten erst zum höfischen Zeremonienmeister, 1853 dann zum Oberzeremonienmeister, ferner zum Leiter des neugeschaffenen und mit Adelsangelegenheiten aller Art befassten Heroldsamtes (1855) sowie zum Direktor des Königlichen Hausarchivs (1856). In diesen Funktionen war der Katholik Stillfried, auch unter dem Nachfolger Wilhelm I., über Jahrzehnte hinweg eine zentrale Figur für dynastische Geschichtsschreibung, Traditionspflege und Erinnerungspolitik. Dokumentiert ist das Wirken des Berliner Hof- und Staatsbeamten nicht zuletzt in seinen Tagebüchern, die er, mit außergewöhnlicher Akribie und Kontinuität, bis wenige Wochen vor seinem Tod geführt hat. Mit ihren täglichen, teils sehr intimen Beobachtungen, Reflexionen und Gedanken eröffnen die Tagebücher Stillfrieds vielfältige Einblicke in die höfisch-adelige Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. Für die kulturhistorische Forschung stellen sie eine Quelle von außergewöhnlichem Wert dar.
Duncker & Humblot Die Tagebücher des preußischen Hof- und Staatsbeamten Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara 1827 bis 1882.
Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara, 1804 in Hirschberg geboren und 1882 auf seinem niederschlesischen Rittergut Silbitz gestorben, entstammte einem alten böhmisch-schlesischen Adelsgeschlecht. Der Thronwechsel des Jahres 1840 in Preußen eröffnete ihm eine glänzende Karriere am Berliner Hof. König Friedrich Wilhelm IV., der einen ausgeprägten Sinn für traditionelles monarchisch-dynastisches Zeremoniell besaß, berief seinen Vertrauten erst zum höfischen Zeremonienmeister, 1853 dann zum Oberzeremonienmeister, ferner zum Leiter des neugeschaffenen und mit Adelsangelegenheiten aller Art befassten Heroldsamtes (1855) sowie zum Direktor des Königlichen Hausarchivs (1856). In diesen Funktionen war der Katholik Stillfried, auch unter dem Nachfolger Wilhelm I., über Jahrzehnte hinweg eine zentrale Figur für dynastische Geschichtsschreibung, Traditionspflege und Erinnerungspolitik. Dokumentiert ist das Wirken des Berliner Hof- und Staatsbeamten nicht zuletzt in seinen Tagebüchern, die er, mit außergewöhnlicher Akribie und Kontinuität, bis wenige Wochen vor seinem Tod geführt hat. Mit ihren täglichen, teils sehr intimen Beobachtungen, Reflexionen und Gedanken eröffnen die Tagebücher Stillfrieds vielfältige Einblicke in die höfisch-adelige Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. Für die kulturhistorische Forschung stellen sie eine Quelle von außergewöhnlichem Wert dar.
CALVENDO Puzzle Kurzhaarcollie-Welpe 1000 Teile Lege-Größe 64x48cm Foto-Puzzle für glückliche Stunden A1043712959
Ein Motiv aus dem Kalender "Smooth Collies" von Laura Längsfeld: Einst waren Collies Hütehunde im schottischen Hochland, doch nachdem sie im 19. Jahrhundert vom Adel entdeckt wurden, entwickelten sie sich im Laufe der Zeit zu Begleitern in allen Lebenslagen. Für einen Collie ist es das Größte, seine Menschen zu begleiten. Während der Langhaarcollie zeitweise zu großer Popularität gelangte, blieb sein kurzhaariges Gegenstück weitgehend unbekannt. Der Kurzhaarcollie begeistert durch sein Erscheinungsbild von großer Eleganz und Schönheit und sein sanftes und dennoch temperamentvolles Wesen Liebhaber in aller Welt. Abbildungen: PREMIUM - QUALITÄT - hochwertige Passform, präzise Stanzung und hervorragende Druckqualität aus Europa sorgen für Langlebigkeit Ihres Puzzles. WUNDERSCHÖNES BILD als Puzzle-Motiv mit einzigartiger Farbgebung bietet ein abwechslungsreiches Puzzle-Vergnügen. PERFEKTES GESCHENK - für die ganze Familie, für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren, für Anfänger und Fortgeschrittene. MEHR ALS NUR EIN SPIEL - Puzzles sind unterhaltend, fördern das Wohlbefinden und gleichzeitig Konzentration und Gedächtnis. Lege-Größen: 1000 Teile: 64 x 48 cm, 2000 Teile: 90 x 67 cm. Bildautor: Laura Längsfeld