Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Brill
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Brill | mentis Was ist Kreativität? A1078387417
In diesem Buch wird mit sprach- und handlungsphilosophischen Mitteln die Semantik des Kreativitätsprädikats untersucht und dabei mit ständiger Rücksicht auf die bisherige philosophische Debatte die Frage geklärt, was wir eigentlich tun, indem wir einander – im Alltag, in Kontexten der Wissenschaft oder in der Welt der Kunst – kreatives Handeln zuschreiben. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Fragen der folgenden Art: Welchen Entitäten schreiben wir prioritär Kreativität zu? Welches Vokabular wird zur Explikation von Kreativitätszuschreibungen benötigt? Welcher begriffliche Zusammenhang besteht zwischen Kreativität und Geschichte? Bei der Beantwortung wird auf Überlegungen Ludwig Wittgensteins zum Begriff des Regelfolgens zurückgegriffen.
Die Utopie der Gemeinschaft beruht auf authentischer Nähe und sozialer Geborgenheit. Sie ist getragen von dem Versprechen, die Zerrissenheit moderner Gesellschaften zu überwinden. Der romantische Traum einer »wahren Gemeinschaft« nimmt im 19. Jahrhundert Gestalt an und wird bestimmend für die meisten der reformpädagogischen Strömungen: Es ist die ursprüngliche und unmittelbare Gemeinschaft, die durch Authentizität und Harmonie gekennzeichnet ist und eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern garantieren soll. Diese Vorstellung richtet sich gegen moderne Phänomene wie Industrialisierung, Vereinzelung oder gegen die unmenschlichen Folgen des Rationalismus, deren Übermacht jede Gemeinsamkeit und Menschlichkeit zerstöre. Und auch heute – angesichts verschärfter Optimierungs- und Selektionsforderungen – scheint dieser letztlich gegen die Moderne gerichtete Traum einer harmonischen Gemeinschaft seine Faszinationskraft nicht verloren zu haben. Das ist nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts, in dem der Gemeinschaftsbegriff zur Legitimation totalitärer Herrschaftsordnungen diente, zumindest erklärungsbedürftig.
Gegenwärtig etabliert sich in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften eine neue Denk- und Forschungsrichtung, die eine folgenreiche Blickverschiebung auf den Menschen, seine Stellung in der Welt, seine Selbstbeschreibung und seine Zentralstellung in den Wissenschaften propagiert. Bei aller Unterschiedlichkeit eint diese posthumanistischen Ansätze, dass sie eine humandezentrierende Perspektive einnehmen, etablierte dualistische Sichtweisen auf Natur und Kultur herausfordern und die Beziehungen zwischen Menschen und Nicht-Menschen neu denken. Der vorliegende Band mit theoretischen und empirischen Beiträgen u.a. aus den Themenbereichen Anthropozän, Ökologie, Robotik, Künstliche Intelligenz und Kunst sondiert das Feld posthumanistischen Denkens, erörtert den gegenwärtigen Stand der Debatte und fragt kritisch nach Voraussetzungen, Potenzialen und Grenzen.
Das Hölderlin-Jahrbuch 42, 2020-2021, erinnert an die Generation 1770, deren 250. Geburtstag von der Pandemie überschattet wurde. Hölderlins Rezeptionen bei Heidegger und Paul de Man bilden weitere Schwerpunkte; auch werden sein Kosmopolitismus sowie die Brüche in der Dynamik von Geschichte, Dichtung und Sprache in den Entwürfen zur Poetik und im Homburger Folioheft analysiert. Von Hölderlins Texten werden Die Eichbäume , das Empedokles -Projekt, Heidelberg, Der Winkel von Hahrdt, Vom Abgrund nemlich … wie auch die Briefe der Turmzeit untersucht. Mit Rezensionen einschlägiger Neuerscheinungen und den Nachrufen auf Jochen Schmidt und Christoph Jamme findet der Band seinen Abschluss.
»Gott ohne Sein« meint nicht, dass Gott nicht ist oder dass Gott nicht wirklich Gott ist, sondern weist hin auf seine absolute Freiheit hinsichtlich jeder begrifflichen Bestimmung, einschließlich der des Seins. Welcher Name oder welcher Begriff aber bleiben dann noch übrig, wenn Gott außerhalb der Frage nach dem Sein gedacht werden soll? Zweifellos nur einer, die Liebe, als die sich Gott im Neuen Testament selbst offenbart hat - »Gott ;ist’ die Liebe« (1 Joh 4,8). Warum die Liebe? Weil über diesen Ausdruck, den die gesamte Metaphysik im Hinblick auf das Sein stets als zweitrangig betrachtete, noch nicht ausreichend nachgedacht wurde, um das Denken Gottes aus jeder Idolatrie zu befreien. Die gewaltige, weil so noch nie in Angriff genommene Aufgabe besteht also darin, sich mit der Liebe begrifflich so auseinanderzusetzen (und umgekehrt jeden Begriff selbst von der Liebe her so zu bearbeiten), dass sich deren spekulative Kraft vollständig entfalten kann. Dieses zentrale Werk Marions, das sich auf der Grenze von Philosophie und Theologie bewegt und so disparate Denker wie Dionysios Areopagita, Thomas von Aquin, von Balthasar, Nietzsche, Heidegger, Levinas und Derrida miteinander ins Gespräch bringt, bereitet einen neuen Denkhorizont für eine zeitgenössische christliche Theologie vor, den man zugleich als prä- und postmodern bezeichnen könnte. Prämodern deshalb, weil die Selbstoffenbarung Gottes in der Liebe die unhintergehbare Voraussetzung jeder wahren Theologie bleiben muss; postmodern insofern, als diese Selbstoffenbarung Gottes nur außerhalb des Horizontes des Seins zu denken möglich ist. »Gott ohne Sein« ist der faszinierende Entwurf einer offenbarungszentrierten postmetaphysischen Theologie, in der es vor allem um eines geht: das rein Gegebene zu denken geben.
Am 3. September 1746 wurde Hagen durch König Friedrich II. von Preußen zur Stadt erhoben. Zum 275jährigen Jubiläum der Stadtwerdung erscheint dieses Buch – die erste umfassende Darstellung der Ortsgeschichte von den frühesten Siedlungsspuren bis zur Gegenwart, verfasst von ausgewiesenen Fachleuten. Überblickskapitel schildern Zusammenhänge und langfristige Entwicklungen – sozial, wirtschaftlich, politisch, kulturell. Informative Schlaglichter rücken besondere Personen, Ereignisse und Objekte in den Mittelpunkt. Eine Vielzahl farbiger Abbildungen lässt die jüngere und fernere Vergangenheit lebendig werden. So lädt der Band alle an der Geschichte von Stadt und Region Interessierten zum Blättern, Lesen und Nachschlagen ein.
Immenses Vermögen, transnationale Mobilität, ein globales Familiennetzwerk und erbitterte Konflikte sind die Kennzeichen der Familie Thyssen im 20. Jahrhundert. Ihr Vermögen bietet den zentralen Schlüssel für das Leben der Thyssens seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Es ermöglichte extravagante Lebensweisen in Europa, den USA und Südamerika. Es stand im Zentrum heftiger Konflikte innerhalb der Familie, ihm galt in Kriegs - und Krisenzeiten aber auch die gemeinsame Sorge. Um es zu erhalten und zu mehren, entwickelten die Thyssens Strategien, ihr Vermögen international möglichst unsichtbar zu streuen. Sie nahmen dabei Praktiken vorweg, die in manchem dem globalen Finanzkapitalismus der Gegenwart nahe kamen. Erstmals nimmt die Studie das ganze Spektrum der Beteiligten im Zusammenspiel von Familie und Vermögen in den Blick – von den männlichen und weiblichen Thyssens über ihre Hausangestellten bis hin zu ihren zahlreichen Rechts - und Finanzberatern.
Migration und Flucht werden in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Ausgehend von den aktuellen Kontroversen untersuchen Mitglieder des Jungen Kollegs Migration aus sechs Fachperspektiven: Anglistik, Architektur, Mathematik, Medizin, Geschichts- und Rechtswissenschaft. Die Beiträge zeigen, dass es bei den Auseinandersetzungen häufig um Fragen der gesellschaftlichen Ordnung und des Zusammenlebens geht. Die Autorinnen denken über funktionierende Lösungen im Umgang mit Migration nach, reflektieren Stereotype und Vorannahmen über Migrantinnen und Migranten und diskutieren neue wissenschaftliche Erkenntniswege.
Wer nach dem Bild fragt, fragt nach Bildern, einer unübersehbaren Vielzahl. Sie läßt es fast aussichtslos erscheinen, einen gangbaren Weg der Debatte zu finden. Welche Bilder sind gemeint? Gemalte, gedachte, geträumte? Gemälde, Metaphern, Gesten? Spiegel, Mimikry, Echo? Verbinden diese Bilder Gemeinsamkeiten? Worin könnten sie bestehen? Welche wissenschaftlichen Disziplinen scheinen geeignet, an diesem Diskurs teilzunehmen? Dieser Band will einen Überblick geben, der die Klärung von Grundlagen mit Gesichtspunkten der Nutzanwendung verbindet.
Glas (Totenglocke), im Original 1974 erschienen, nimmt in Derridas Werk eine besondere Stellung ein; es ist eines seiner wichtigsten und enigmatischsten Bücher, das lange Zeit keinen Übersetzer im Deutschen gefunden hat und sich dennoch allen späteren, mittlerweile recht schnell ins Deutsche übertragenen Büchern immer schon paradigmatisch eingeschrieben hat. 'Schon die Form von Glas weicht ab; sie folgt – ohne erkennbaren Anfang, ohne Ende, ohne Kapiteleinteilungen – allein einem durchlaufenden Doppelspaltenprinzip, vielfach auch noch unterbrochen durch die Eröffnung weiterer kleiner ›Fenster‹ im Text, der also aus zwei Kolumnen, zwei Säulen, zwei simultanen Texten besteht, die zwei Autoren gewidmet sind, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, und die zugleich zwei ganz unterschiedliche Diskurse, Genres repräsentieren: nämlich Philosophie und Literatur. Es handelt sich um Hegel und um Genet, den Denker der Familie und den Poeten der homosexuellen Liebe, die aber mit dieser Porträtierung schon einen gemeinsamen Nenner haben: die familiäre Strukturierung des Begehrens und vor allem die Liebe von Vater und Sohn. Im Kontext dieser Genealogie geht es auch und zentral um die unterschiedlichen Weisen der Trauerarbeit: um eine monumentale Aufrichtung des Gedächtnisses einerseits im System der hegelschen Dialektik und um eine nie zu Ende zu bringende Zeremonie des Abschieds, um das Totenfest, wie die deutsche Übersetzung von Genets Roman Pompes funèbre lautet.' Michael Wetzel
Das Buch widmet sich Darstellungen und Reflexionen landwirtschaftlicher Arbeit in der Literatur und anderen Künsten. Landwirtschaft als ‚cultura‘; Pflege des Bodens, gilt als älteste Form der Arbeit. Heute steht sie wie nie zuvor im Zentrum politischer, ökologischer und wirtschaftlicher Kontroversen. Die Beiträge des Bands erforschen, wie sich kulturelle Codierungen, sozio-ökonomische Umbrüche sowie ästhetische Aspekte agrarischer Arbeit in Text, Bild und Film einschreiben. Die Fallbeispiele erstrecken sich von der griechischen und römischen Antike bis zur globalen Gegenwart. Praktiken wie Pflügen, Säen oder Melken rücken ebenso in den Blick wie die Protagonisten landwirtschaftlicher Arbeit (Bauer, Magd, Cowboy, Milchkuh). Literatur und Künste partizipieren dabei auch an den kritischen Neuentwürfen agrarischer Arbeit – von frühneuzeitlicher Gärtnerei über aufklärerische Landlust bis zu den sozialistischen Agrarexperimenten des 20. Jahrhunderts und dem zeitgenössischen Ecocriticism.
Die Beiträge des Bandes widmen sich sprachlichen, medialen und kulturellen Spielformen der Übersetzung und diskutieren dabei unterschiedliche Fragen des Literatur- und Kulturtransfers, von traditionelleren Aspekten wie der literarischen Übersetzung bis hin zu neuen medialen Entwicklungen. Ausgehend von einer kultur- und medientheoretischen Rahmung des Übersetzungsbegriffs untersucht der Band situationale Aushandlungsräume und Praktiken medialer und kultureller Übersetzungen, speziell mit Blick auf deutsch-polnische Relationen, aber auch darüber hinaus. Das zugrundeliegende Übersetzungskonzept stellt die Frage, wie sich Prozesse der Hervorbringung und Aneignung praktisch vollziehen, und zwar im Sinne mehrdimensionaler, mitunter brüchiger medialer Übertragungen und Transformationen.
Was macht neue Theorien so überzeugend; dass sie sich im Wissenschaftsbetrieb etablieren können? Durch welche Überzeugungskräfte wird eine Heterodoxie zur Orthodoxie? Und was führt überhaupt dazu, dass Wissenschaften überzeugend wirken? Diese Fragen sind so vieldiskutiert wie offen. Es scheint unbestritten zu sein, dass weder allein logische und empirische Rechtfertigungen eine Rolle für den Verlauf des wissenschaftlichen Wandels spielen, noch dieser allein von Machtfragen und Gruppenpsychologie bestimmt ist. Und schließlich steht die Frage im Raum, ob und wie die Wissenschaften überhaupt überzeugend auftreten und ihren Platz in der Gesellschaft behaupten können. Überzeugungs- und Legitimierungsarbeit wird auf den unterschiedlichsten Wegen geleistet. Auf das breite Spektrum von Überzeugungskräften in den Wissenschaften geht dieser Band aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven ein und nimmt sie zum Anlass, darüber nachzudenken, wie gute Überzeugungsarbeit für die Wissenschaften aussehen könnte.
Die Ethik beschäftigt sich ihrem griechischen Ursprung nach mit unseren Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten. Sie fragt nach dem guten und glücklichen Leben, nach unseren Tugenden und Lastern, Rechten und Pflichten. Im Verlaufe ihrer Geschichte hat sie verschiedene Namen (Moralphilosophie, Sittenlehre) angenommen, zu Schulbildungen geführt und nicht selten radikale Kritiker gefunden, die in ihr eher ein Übel als ein Gut sehen. Selten genügt sie sich selbst. Worin genau ihre Beziehung zu Anthropologie und Metaphysik, zu Recht und Politik, zu Theologie und Ökonomie besteht, ist bis zum heutigen Tag umstritten. In jedem Fall scheint die Ethik ein Wesensmerkmal unseres Lebens zu sein. Sobald wir darüber nachzudenken beginnen, wer wir sind oder was wir tun sollen, worin unser wahres Glück oder unsere Bestimmung besteht, betreiben wir die Sache der Ethik. Gut zu wissen, dass wir nicht die ersten sind, die dies tun. Welches Leben wollen wir führen? Wollen wir uns wie Aristoteles in der Politik engagieren oder lieber wie Diogenes in einer Tonne hausen? Der Comic führt in die großen und kleinen Fragen der Ethik ein. Er möchte zum Selbstdenken anregen, ohne auf Anschaulichkeit zu verzichten.
Medien versprechen Macht – schon und gerade im 19. Jahrhundert. Wie viele andere Literaten wollte Heinrich Wuttke die politischen Verhältnisse des Deutschen Bundes sprengen: mithilfe der Presse, in (krypto-)politischen Vereinen und nicht zuletzt in der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49, deren Tätigkeit umfangreich medial flankiert wurde. Weil aber die Vorstellungen des zukünftigen Deutschlands zunehmend auseinandergingen, entbrannte ein Kampf um Meinungshoheit nicht nur zwischen Revolutionären und Regierungen, sondern innerhalb der bürgerlichen Bewegung selbst. Die Biographie Wuttkes führt geradewegs zwischen die Fronten dieses Schlagabtausches mit drohendem Pathos, scharfer Polemik, ja Hassrede innerhalb eines manipulativen und korrupten Systems. Eine politische Praxis deutlich unter der Gürtellinie also – und das in einer Öffentlichkeit, die sich selbst rühmte als Forum des vernünftig-argumentierenden Gesprächs auf Augenhöhe und die als Wiege der modernen Demokratie verklärt wird.
Die baltischen Staaten sind in den letzten Jahren immer stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Dies hat mit der krisenhaften Entwicklung in Osteuropa zu tun, in deren Zentrum die Konflikte zwischen Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion stehen, vor allem der Bürgerkrieg in der Ostukraine und die völkerrechtswidrige Besetzung der Krim 2014. Estland, Lettland und Litauen, die seit 2004 Mitglieder in der NATO und der EU sind, waren militärisch von diesen Entwicklungen zwar nicht betroffen, haben aber die politischen Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen. Auch die drei Bündnispartner gehörten, wie die Ukraine, zum Staatsgebiet der UdSSR. Die Befürchtungen sind groß, dass Moskau langfristig eine Revision der Verhältnisse anstrebt. Die NATO hat beschlossen, Truppenverbände in das Baltikum und nach Polen zu schicken, um die Region zu stabilisieren und Bündnissolidarität zu zeigen. Vier Kontingente sind daher seit Mitte 2017 in diesem Teil Europas stationiert. Außerdem wurde 2015 eine Schnelle Eingreiftruppe (Very High Readiness Joint Task Force) aufgestellt, die bei Bedarf rasch in die Region verlegt werden kann. Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften fügt vor diesem Hintergrund den bereits für zahlreiche Länder und Regionen vorliegenden Bänden der Reihe »Wegweiser zur Geschichte« eine weitere Publikation hinzu. Dieses Buch versammelt zahlreiche Beiträge von renommierten Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen. Die Beiträge sind übersichtlich und allgemeinverständlich formuliert und mit Bildern, Grafiken und Karten sowie einem umfassenden Anhang ausgestattet.
Platon ist der bedeutendste Philosoph der griechischen Antike. Er fordert uns auf, unser Leben nicht aufgrund von überkommenen Konventionen und Sitten zu führen, sondern unsere Motive und Ziele stets kritisch zu prüfen. Platon spricht sich für die Gleichstellung von Mann und Frau im Staat aus und fordert eine Form von Kommunismus. Zudem weist er als scharfsinniger Kritiker seiner Zeit bereits auf die Gefahren des Populismus in Demokratien hin. Platons Denken besticht durch seine ungeheuerliche Radikalität und hat auch nach über zweitausend Jahren nichts von seiner Faszination verloren.
Ein fundamentaler Glaubenssatz der literarischen Moderne lautet: Freiheit ist für den künstlerischen Schaffensprozess unabdingbar. Sind Literatur und Anarchismus als diejenige politische Strömung, die sich der Herrschaftsfreiheit wohl am nachdrücklichsten verschrieben hat, damit natürliche Verbündete? Sicher ist nicht jeder Anarchist ein Dichter, aber ist umgekehrt jeder Dichter automatisch ein Anarchist? Unbestreitbar scheint zumindest, dass die Anarchie ein wichtiges ästhetisches Ideal in der modernen Poesie darstellt. Diese Hypothese überprüft der vorliegende Band anhand von neun Fallstudien, die zeitlich von der Frühromantik bis ins 21. Jahrhundert angesiedelt sind, dabei auch nicht-deutschsprachige Texte in den Blick nehmen und literaturwissenschaftliche mit politologischen und ideengeschichtlichen Ansätzen zu verknüpfen suchen.
In gründlichen Studien wird Arno Schmidts Beziehung zu den Texten der englischsprachigen Schauerliteratur nachgespürt, die sein Werk zunehmend beeinflussten. Von den bekannten Quellen wie Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft bis zu beinahe vergessenen Autoren wie Fitz-James O’Brien und Thomas Love Peacock reicht die Bandbreite der Untersuchung. Schmidt stellt sich als Kenner und Bewunderer der englischsprachigen Schauerliteratur heraus, auf die er insbesondere in seinem Spätwerk umfangreich zurückgreift. Am Beispiel von Schmidts Werk wird zudem eine Form des „verdeckten“ Zitierens beschrieben, die zitierte Werke auch an unerwarteten Orten in Texten aufscheinen lässt.
Die Psychoanalyse vermag, wie Freud selbst verwundert feststellte, ‚durch bloße Rede‘ zu heilen. Wie dies genau zu verstehen ist, kann auch über hundert Jahre und etliche Theorieentwürfe später nicht befriedigend geklärt werden. Es gilt daher erneut die Frage zu stellen: Wie ist es möglich, mit Worten zu heilen? Anders gefragt: Was sagt es über das Menschsein aus, wenn Erzählungen darüber (mit-)entscheiden, ob ein Mensch ein leidvolles oder ‚gesundes‘ Leben zu führen vermag? Ausgehend von anthropologischen Grundüberlegungen wird die Bedeutung von artikulierender Selbsterkenntnis im Medium der Erzählung dargelegt. Der Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung eines narratologisch informierten Begriffs der biographischen Erzählung, welcher verständlich werden lässt, wie das Erzählen des eigenen Lebens trotz poetischer Freiheitsgrade und der untilgbaren Tendenz zur narrativen Selbsttäuschung möglich und letztlich heilsam ist.