Frölich und Kaufmann Paul Celan: Eine Bildbiographie | Mit etwa 800 farbigen Abbildungen. 7314891
Diese Biographie ist nach Reichhaltigkeit und Novität der Quellen die erste, die über den ganzen Lebensweg Paul Celans in Text und Bild umfassend Auskunft erteilt. Damit betritt sie erklärtermaßen ein Spannungsfeld und stellt sich einer doppelten Herausforderung: Denn Celan lehnte das Biographische, zumal die biographische Annäherung an seine Dichtung, entschieden ab und stand auch dem Medium der Photographie ausgesprochen skeptisch gegenüber. Lediglich eine einzige gerahmte Photographie war in seiner Wohnung sichtbar: jenes eine Bild, das Celan von seiner Mutter besaß, die im Alter von 47 Jahren in der Ukraine von der SS ermordet wurde. Und doch versucht diese Dokumentation aus Bildern, die zu erläutern sind, und in Texten, die von Bildern begleitet werden, über Celans Leben so eindringlich wie episodisch Bericht zu erstatten. Denn jeder Anekdote und jedem Bild, wie sehr sie auch der Oberfläche verhaftet und gegen Celans apodiktische Aussage »Echte Dichtung ist antibiographisch« zu verstoßen scheinen, ist doch die ethische und poetologische Dimension seines Lebens untilgbar eingeschrieben. Und so schöpft dieses Buch aus privaten photographischen Archiven und aus Celans Nachlass, insbesondere aus den noch immer unveröffentlichten Tagebüchern, gerade an jenen Stellen, wo der Dichter von seinen seelischen Störungen und seinem dichterischen Wirken und Widerstehen wie zu sich selbst spricht. Aus ihnen wird hier zum ersten Mal ausführlich zitiert.
J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH Celan-Handbuch
Begegnung mit Paul Celan. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts und sein Einfluss auf Literatur, Kunst und Musik ist unumstritten. Sein Leitmotiv: die Shoah. Das Handbuch schlüsselt Gedichte, Prosa und Übersetzungen auf, beleuchtet historische und biografische Hintergründe und bietet Orientierung innerhalb einer kaum noch überschaubaren Forschung. In der 2. Auflage auch zur Rezeption in Großbritannien und den USA, in den Niederlanden, in Ungarn, Polen und Russland sowie zu Arbeitsweisen und Schreibprozessen Celans.
Meiner, F Gespräche von Text zu Text. Celan – Heidegger – Hölderlin A1000253346
In der Forschung ist die Bedeutung der Begegnung zwischen Paul Celan und Martin Heidegger im Sommer 1967 längst konstatiert worden. Sie wurde jedoch lediglich im Bereich programmatischer Äußerungen reflektiert. In Gespräche von Text zu Text wird durch Quellenstudien und eingehende Textanalysen nachgewiesen, dass dieser Begegnung auf Seiten Celans ein um 1953 einsetzender Prozeß sowohl der Annäherung als auch der Entgegensetzung gegenüber dem Philosophen vorausging. Diese ambivalente Entwicklung wird auch anhand von bisher nicht beachteten Gedichten in ihrer Komplexität vorgeführt. Im Mittelpunkt steht dabei das Gedicht »Engführung«. Der Studie gelingt es, die Differenz Celan-Heidegger an dem Paradox textimmanent zu sichern, das darin besteht, dass Heidegger für sein Denken stets reklamiert hat - auch nach 1945 -, ein geschichtliches zu sein. Methodisch detailliert nachvollziehbar macht sie den tiefsten Differenzgrund zwischen Celan und Heidegger und auch zwischen Hölderlin und Heidegger sichtbar: eine nicht miteinander zu vereinbarende Denkweise angesichts der massiven Erfahrungswahrheiten, die die Realgeschichte den Dichtern auferlegt, die den Denker aber überfordert hat. Die Dichtung, die ihre Begründung in der Philosophie aufzugeben nicht bereit ist, tritt für das verfehlende Denken ein.
Norton & Company Paul Celan and the Trans-Tibetan Angel A1069714814
Patrik, who sometimes calls himself "the patient," is a literary researcher living in present-day Berlin. The city is just coming back to life after lockdown, and his beloved opera houses are open again, but Patrik cannot leave the house and hardly manages to get out of bed. When he shaves his head, his girlfriend scolds him, "What have you done to your head? I don't want to be with a prisoner from a concentration camp!" He is supposed to give a paper at a conference in Paris, on the poetry collection Threadsuns by Paul Celan, but he can't manage to get past the first question on the registration form: "What is your nationality?" Then at a café (or in the memory of being at a café?), he meets a mysterious stranger. The man's name is Leo-Eric Fu, and somehow he already knows Patrik... In the spirit of imaginative homage like Roberto Bolaño's Monsieur Pain, Antonio Tabucchi's Requiem, and Thomas Bernhard's Wittgenstein's Nephew, Yoko Tawada's mesmerizing new novel unfolds like a lucid dream in which friendship, conversation, reading, poetry, and music are the connecting threads that bind us together.
GRIN Paul Celans Todesfuge und die Frage nach der Legitimität von Lyrik nach Auschwitz A1067385224
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universität des Saarlandes (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: PS Lyrik entdecken, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass Lyrik nicht nur die schönen Seiten des Lebens beleuchtet, sollte für den oder die Lyrikbelesene/n keine neue Erkenntnis sein. Der 30-Jährige Krieg, Pest, Weltkriege oder persönliche Krisen waren seit jeher Themen, die in deutscher Lyrik Anklang gefunden haben. Dennoch scheint aus heutiger Sicht ein Zeitalter deutscher Geschichte besonders dunkel zu sein: Die NS-Zeit und der damit einhergehende Genozid an mehreren Millionen Juden. Noch immer ist diese Zeit ein Schandfleck deutscher Geschichte, noch immer scheint die Auseinandersetzung damit tabuisiert, gar nicht ganz verarbeitet zu sein. Lenkt man den Blick jedoch vielmehr auf die Sicht- und Denkweise direkt nach den Gräueltaten, so lässt sich nach 1945 ein noch extremeres Tabu erahnen. Geschehnisse müssen verarbeitet und geordnet werden, das Leben neu sortiert, der Blick auf die Zukunft gerichtet werden. Sollte in solch einer turbulenten, von Trauer und Leid geprägten Zeit, gedichtet werden? Wie kann Lyrik überhaupt aufgenommen und verarbeitet werden? Ist es korrekt, zu sagen, dass Kunst, die nach einer in jeder Hinsicht fürchterlichen Zeit entsteht und diese thematisiert, nur genau gleichsam fürchterlich sein kann? Und wenn gedichtet werden darf, gilt dies tatsächlich für jede/n? Die vorliegende Arbeit wird sich mit ebendiesen Fragen beschäftigen und beleuchten, in welchem Verhältnis das Gedicht als solches zur Debatte nach 1945 über die Möglichkeiten und die Grenzen lyrischen Schreibens steht. Diese Betrachtung wird zunächst isoliert im Kontext der Debatte erfolgen, dabei sowohl die Geschichte, als auch die zeitliche Rezension der Debatte beleuchten. Ein grober Überblick soll dabei beleuchten, welche Möglichkeiten die Lyrik in Bezug auf den Genozid der jüdischen Bevölkerung hat. Danach folgt eine Betrachtung der Todesfuge von Paul Celan, worin die Entstehungsgeschichte, die Sprache und die rhetorischen Mittel analysiert und gedeutet werden. Letztlich werden diese Mittel Celans mit den Möglichkeiten und Grenzen der Lyrik nach 1945 in Relation gesetzt, wonach ein Fazit die Arbeit beenden wird. Die Berühmtheit der Todesfuge resultiert besonders aus der Aufmachung des Gedichtes, das gleichsam metaphorisch und realitätsgetreu die Umstände des Holocausts beleuchtet. Daher wird es auch häufig als Unterrichtsgegenstand an Schulen genutzt, insbesondere zur Interpretation. Die vorliegende Arbeit bietet neben der Beleuchtung der Debatte auch eine ausführliche Interpretation des Gedichtes.
Akademische Verlagsgemeinschaft München Das Motiv der Wunde im lyrischen Werk von Paul Celan
Die Studie enthält einen historischen Teil, der das Motiv und Phänomen der Wunde aus über 4000 Jahren Menschheits- und Literatur-Geschichte punktuell erforscht, sowie einen theoretischen Teil, der – bei aller Vorsicht gegenüber Theorien – als höchst geeignet erscheint, das Werk Celans nochmals neu zu verstehen. So handelt es sich mit den umsichtigen Gedicht-Interpretationen, die auf dieser Grundlage vorgenommen werden, um ausgewählte Beispiele eines erweiterten Verständnisses, in Kernpunkten um eine Neuinterpretation des lyrischen Werkes von Paul Celan auf der Basis bisher vorhandener Forschung.
GRIN Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz A1005075726
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, 0, Universität Hamburg (Institut für Germanistik II), Veranstaltung: Einführung in das Studium der neueren deutschen Literatur, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Analyse wird die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Celans Gedicht " Engführung " in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz behandelt. Hierbei erscheint Peter Szondis strukturale Analyse des Gedichts " Engführung" sehr geeignet, um die Problematik und die Grenzen einer solchen strukturalen Analyse aufzuzeigen, zumal Szondi sein eigenes Verfahren durchbricht. Auf diese Weise greift er auf referentielle Annahmen zurück, um einen Sinn des Gedichts erfassen zu können. Darüber hinaus verweist Szondis Durchbrechung der strukturalen Analyse auf die Wichtigkeit der Autorerfahrung für das Verständnis von Celans Lyrik. Deshalb lässt sich daran auch illustrieren, dass Autorerfahrung und Referentialität in der Tat grundlegende Aspekte für die Erschließung einer Bedeutung des Gedichts "Engführung" sind. In einem weiteren Schritt soll dann die Erfahrung Celans für die Erfassung von " Engführung " noch stärker herausgearbeitet werden. Dies soll vor allem mit Hilfe von markanten Gegenpolen zu Szondis strukturaler Analyse erreicht werden. Hierfür erscheinen insbesondere die referentiellen Interpretationsansätze von Maria Behre, Theo Buck und Marlies Janz geeignet.
Frank & Timme Celaniana 1: Paul Celans frühe Lyrik und der geistige Raum Rumäniens
Paul Celan (1920–1970) ist weltbekannt für die „Todesfuge“. Doch wo liegen die Ursprünge seiner Lyrik? Woher kommen zum Beispiel deren mystische Elemente? Wer und was haben also Celans Werk beeinflusst? George Guţu hat diese Fragen als einer der ersten beantwortet. Bereits 1977 belegt er die literarischen, sprachlichen und kultursemantischen Einflüsse des jüdischen, rumänischen und rumäniendeutschen Hintergrunds auf Celans Lyrik. Guţu identifiziert Spuren, die Wegbegleiter aus der Bukowina wie Alfred Margul-Sperber, Alfred Kittner und Immanuel Weissglas hinterlassen haben. Seine Untersuchungen zur Werkgenese zeigen, dass Celans Hauptmotive bereits früh sichtbar werden. Gleichzeitig decken sie auch die Ursachen für offenkundige Missverständnisse und Fehldeutungen von Rezipienten auf. Rezeptionsgeschichtlich relevante Sekundärtexte runden den Band ab.
Frank & Timme Paul Celan - »sah dass ein Blatt fiel un, Fachbücher von Martin Hainz
Neues und noch Unbekanntes über Paul Celan schreiben? Ja! Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes tun genau das. Sie offenbaren bislang unbeachtete Facetten des grandiosen Schriftstellers und stellen Bekanntes überraschend und deutlich differenzierter dar: Artur R. Boelderl, Andrei Corbea-Hoi ie, Martin A. Hainz, Vivian Liska, Leslie Morris, Leonard M. Olschner und Barbara Wiedemann entdecken Paul Celan neu. Gemeinsam schaffen sie neue Zugänge und Interventionen zu Celans umfangreichem Werk. So legen sie das notorisch Widerstreitende seiner Verse offen und zeigen, wie er einerseits Trost und Hoffnung im Glauben sucht und andererseits zugleich damit hadert. Dekonstruktion und Destabilisierung prägen Celans lyrisches Werk und seine unnachahmliche Sprache.
GRIN "Wer bin ich und wer bist Du?" Hans Georg Gadamers Kommentar zu Paul Celans Dichtung A1061946370
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird die Autorin eine Kritik an Gadamers Celan-Interpretation formulieren. Diese Kritik wird sich insbesondere auf Gadamers fehlendem Umgang mit Celans Poetologie begründen. Hierfür wird in einem ersten Schritt Celans Poetologie ¿ im engeren Sinne seine Unterscheidung von Kunst und Dichtung ¿ in der Meridian-Rede betrachtet und in einem zweiten Schritt der Blick auf Gadamers eigene Kunst und Dichtungsauffassung gerichtet. In einem letzten Schritt wendet Sie sich Gadamers revidierten Kommentar zu Celans Atemkristall zu und wird anhand konkreter Textpassagen aufzeigen, warum eine Kritik an Gadamers Kommentar aus Ihrer Sicht in Bezug auf Gadamers und Celans Verständnis von Dichtung, insbesondere Gadamers Nichtberücksichtigung der Celan¿schen Poetologie, gerechtfertigt ist. Gadamer, der in seinem Hauptwerk Wahrheit und Methode die Dichtung thematisch wenig behandelt, widmet sich in Band neun seiner "Gesammelten Werke" fast ausschließlich dieser. Der Kommentar "Wer bin ich und wer bist du?"ist seine umfangreichste Beschäftigung mit der Celan¿schen Dichtung.
J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH Celan-Handbuch A1053741679
Celan gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts und sein Einfluss auf Literatur, Kunst und Musik ist unumstritten. Das Handbuch schlüsselt Gedichte, Prosa und Übersetzungen auf, beleuchtet historische und biografische Hintergründe und bietet Orientierung innerhalb einer kaum noch überschaubaren Forschung. Die 3. Auflage ist ergänzt um Artikel zu den neu abgeschlossenen Editionen und Briefausgaben, zur Rezeption Celans in Israel und den USA. Alle anderen Artikel sind revidiert und z.T. erweitert.
Suhrkamp Gedichte (Band 1): Gedichte in zwei Bänden, Belletristik von Paul Celan
Der erste Band der Gedichte von Paul Celan bietet eine umfassende Sammlung seiner poetischen Werke, die in einer zweibändigen Ausgabe präsentiert werden. Diese Sammlung umfasst bedeutende Gedichte, die Celans einzigartige Sprachkunst und seine tiefgründigen Themen widerspiegeln. Die Werke sind in deutscher Sprache verfasst und zeichnen sich durch ihre emotionale Intensität und sprachliche Raffinesse aus. Celan, einer der herausragendsten Dichter des 20. Jahrhunderts, thematisiert in seinen Gedichten oft existenzielle Fragen, das Gedächtnis und die Suche nach Identität. Diese Ausgabe ist nicht nur für Literaturinteressierte von Bedeutung, sondern auch für alle, die sich mit der deutschen Lyrik und der Nachkriegsliteratur auseinandersetzen möchten.