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Wallstein Verlag Max Frischs Korrespondenzen A1077361234
Für Max Frisch ist der Brief Medium des Zwiegesprächs, literarische Form und Mittel zum Dialog mit der Öffentlichkeit. Der Band widmet sich der Vielfalt seines Briefwerks. Max Frischs Briefwerk umfasst intime Korrespondenzen wie den lange gesperrten Briefwechsel mit Ingeborg Bachmann, aber auch Offene Briefe, die dezidiert an ein breites Publikum gerichtet waren. Briefeschreibend bewegte sich Max Frisch zeitlebens zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre. Gleichzeitig wird die Gattung Brief im Sinne einer epistolaren Poetik bei ihm auch literarisch produktiv – die Grenzen zwischen Selbstzeugnis und Fiktion verschwimmen. Die Beiträge des Bandes nehmen Max Frischs Korrespondenzen von verschiedenen Seiten in den Blick. Diskutiert werden poetologische Fragen ebenso wie praxeologische Aspekte des Werkmanagements im »Korrespondenzbüro«. Ländergrenzen überschreitend und an materielle Träger gebunden, erscheint Max Frischs Korrespondenz auch als Zeugnis einer mittlerweile historischen Briefkultur. Zu den thematisierten Briefwechseln gehören die Korrespondenzen u. a. mit Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Uwe Johnson, Helmut Schmidt, Christa Wolf, dem Verlag Volk und Welt sowie mit Leser:innen, die Max Frisch in Bewunderung adressierten – oder aufgrund seiner politischen Positionen mit Schmähbriefen attackierten. Abbildungen von bislang unveröffentlichten Korrespondenzstücken geben einen Einblick in die materielle Vielfalt von Frischs Korrespondenz.
L. Simonis: „In meines Geistes Aug“ („in my mind‘s eye“; Hamlet, 1. Akt, 2. Szene). Formen der Reflexion in Shakespeares dramatischen Monologen – D. Niefanger: „Steig aus du müder Geist / steig aus!“. Poetische Schwellenerkundungen bei Andreas Gryphius – A. Anglet: Wie „ein Geist zum andern Geist“ spricht – Naturerkenntnis und implizite Poetik in Goethes ;Faust‘ – W. Düsing: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut“. Der tragische Held in Schillers Dramen – J. Kreuzer: Hintergründe der Christus-Hymne ,Der Einzige‘ von Hölderlin – R. Drux: „Was wollen Sie mit Ihrem Physischen und Psychischen?!“ Über das mehrsinnige Verhältnis von Körper und Geist bei E.T.A. Hoffmann und H. Heine – H.-J. Gerigk: Stawrogins kreativer Nihilismus. Dostojewskis Paradoxon in den ;Dämonen‘ – T. Klinkert: Prousts A la recherche du temps perdu – A. Simonis: Ästhetik der ;correspondences‘ und poetisches Symbol in ,Les Fleurs du Mal‘. Baudelaires Lyrik und ihre philosophische Rezeption bei Nietzsche, Benjamin, Sartre und Adorno – S. Stachorski: Thomas Manns Nietzsche-Nachfolge und das Problem des (selbst)zerstörerischen Geistes – M. Bauer: „Diese Lust an der Kraft des Geistes …“ konstruktive Ironie und Dissipation in Robert Musils ,Der Mann ohne Eigenschaften‘ – T. Meyer: Geist und Kunst bei Gottfried Benn – O. Pöggeler: Die Mittagslinie. Paul Celan und Martin Heidegger
Krapp & Gutknecht Verlag Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne – Lehrerheft A1010631116
Unser Lehrerheft zum Schülerarbeitsheft zu Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne enthält nicht nur die Lösungen der Aufgaben, sondern unterstützt bei der Planung eines abwechslungsreichen Deutschunterrichts, der Spaß an der Lektüre weckt und die Lesemotivation anregt. Das Unterrichtsmaterial enthält zusätzliche Arbeitsblätter und Unterrichtsideen zur weiteren Vertiefung der Themen. Den Holocaust durch Kinderaugen sehen. Ein hoher Zaun trennt den 9-jährigen Bruno von seinem neuen Freund Schmuel, besagtem Pyjamaträger. Die Jungen leben räumlich nah beieinander und doch in verschiedenen Welten, denn Brunos Vater ist Lagerkommandant, während der jüdische Schmuel im KZ um sein Leben bangen muss. Boynes Perspektive des neunjährigen Jungen gestattet einen naiven, unverstellten Blick auf die grausamen Absurditäten, die sich für Bruno unverständlich, »auf der Seite hinter dem Zaun« ereignen. Das Lehrerheft enthält Schreibanlässe (Briefe, Tagebucheinträge) Gestaltungen Recherchen eine Inhaltsübersicht einen didaktischen Kommentar Figuren und Charaktere Schülerlösungen historische Hintergründe den Drill der SS-Männer zu Mördern Kopiervorlagen zum KZ-System reale KZ-Kommandanten im Vergleich mit Brunos Vater Paul Celans Todesfuge Das Lehrerheft beschäftigt sich (nicht unkritisch) mit der Lektüre und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern dabei, sich mit der Absurdität und Brutalität des Holocaust auseinanderzusetzen. Statt aufwendig erstellter Kopien können Sie den Schülerinnen und Schüler auch unser Schülerarbeitsheft unter der ISBN 9783963230189, Bestell-Nr. S1018 an die Hand geben.
Das Wunderhorn Zwischen Europa und Islam A1000963350
Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Mut, die Potentiale des Islam zu seiner Selbsterneuerung zu entdecken. 115 kurze Texte, von »Amour fou« über das »Imamat der Frauen« bis zur »Ethik des Verzichts«, zeigen den tunesisch-französischen Denker erneut als den »großen Aufklärer der arabischen Welt« (ZEIT). »Wir legen in diesem Buch Wert auf Ausdrucksformen des Islams, die nicht die Norm, sondern die Abweichung darstellen« so beginnt Meddeb sein Buch. Seine Gegenpredigten, die alles andere sein wollen als »Predigten«, entwickelte er aus Rundfunkbeiträgen, die der streitbare Romancier und Philosoph zwischen 2003 und 2006 verfasste. Fasziniert folgt der Leser diesen ebenso aufschlußreichen wie spannenden Stücken, die Kultur, Lebenskunst und Politik vereinen zu dem Mosaik einer Weltreligion, die ihre befreienden Potenzen noch nicht wirklich entdeckt zu haben scheint. Exzellent übersetzt von dem Paul-Celan-Preisträger Rainer G. Schmidt. Aus dem Inhalt: Entschleierung – Der Krieg der Bilder – Irakische Lektionen – Das Verbrechen von Madrid – Über den 11. September – Über den Exzeß – Zwischen Rabbinern und Imamen – Tsunami – Frauen und Mullahs – Erschaffener Koran – Analphabetisches Wissen – Der Fanatismus. »Meddebs zwischen März 2003 und Januar 2006 für das Radio entstandenen Meditationen sind Interventionen. Sie zerbrechen unsere Vorurteile … Meddeb macht auf jeder Seite klar, wie der Osten nicht ohne den Westen zu denken ist und dass beide ohne den anderen auch nicht zu denken vermögen.« Frankfurter Rundschau (6.12.2007).
Krapp & Gutknecht Verlag Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne – Schülerarbeitsheft A1060321146
Unser Schülerarbeitsheft begleitet bei der Erschließung des Romans Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne und dessen Themen. Das Unterrichtsmaterial mit abwechslungsreichen Aufgaben, Arbeitsblättern, Hilfestellungen und einer schülernahe Gestaltung mit Illustrationen fördert die Kreativität und das individuelle Lerntempo im Fach Deutsch. Einsetzbar als Arbeitsheft im Unterricht, im Homeschooling und für die private Nutzung. Den Holocaust durch Kinderaugen sehen. Ein hoher Zaun trennt den 9-jährigen Bruno von seinem neuen Freund Schmuel, besagtem Pyjamaträger. Die Jungen leben räumlich nah beieinander und doch in verschiedenen Welten, denn Brunos Vater ist Lagerkommandant, während der jüdische Schmuel im KZ um sein Leben bangen muss. Boynes Perspektive des neunjährigen Jungen gestattet einen naiven, unverstellten Blick auf die grausamen Absurditäten, die sich für Bruno unverständlich, »auf der Seite hinter dem Zaun« ereignen. Das Schülerarbeitsheft enthält Schreibanlässe (Briefe, Tagebucheinträge …) Gestaltungen Recherchen kapitelweise Inhaltserschließung historische Hintergründe den Drill der SS-Männer zu Mördern Informationen zum KZ-System reale KZ-Kommandanten im Vergleich mit Brunos Vater Paul Celans Todesfuge eine kritische Auseinandersetzung mit der Lektüre Das Schülerarbeitsheft ermöglicht einen persönlichen Zugang zum Thema, in diversen Schreibanlässen versetzen sich die Jugendlichen in die Lage der verschiedenen Figuren. Bitte beachten: Die Lösungen sowie die methodisch-didaktischen Hinweise befinden sich im separat erhältlichen Lehrerheft (ISBN: 978-3-941206-17-5).
Königshausen u. Neumann Geist und Literatur A1001128671
L. Simonis: „In meines Geistes Aug“ („in my mind‘s eye“; Hamlet, 1. Akt, 2. Szene). Formen der Reflexion in Shakespeares dramatischen Monologen – D. Niefanger: „Steig aus du müder Geist / steig aus!“. Poetische Schwellenerkundungen bei Andreas Gryphius – A. Anglet: Wie „ein Geist zum andern Geist“ spricht – Naturerkenntnis und implizite Poetik in Goethes ;Faust‘ – W. Düsing: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut“. Der tragische Held in Schillers Dramen – J. Kreuzer: Hintergründe der Christus-Hymne ,Der Einzige‘ von Hölderlin – R. Drux: „Was wollen Sie mit Ihrem Physischen und Psychischen?!“ Über das mehrsinnige Verhältnis von Körper und Geist bei E.T.A. Hoffmann und H. Heine – H.-J. Gerigk: Stawrogins kreativer Nihilismus. Dostojewskis Paradoxon in den ;Dämonen‘ – T. Klinkert: Prousts A la recherche du temps perdu – A. Simonis: Ästhetik der ;correspondences‘ und poetisches Symbol in ,Les Fleurs du Mal‘. Baudelaires Lyrik und ihre philosophische Rezeption bei Nietzsche, Benjamin, Sartre und Adorno – S. Stachorski: Thomas Manns Nietzsche-Nachfolge und das Problem des (selbst)zerstörerischen Geistes – M. Bauer: „Diese Lust an der Kraft des Geistes …“ konstruktive Ironie und Dissipation in Robert Musils ,Der Mann ohne Eigenschaften‘ – T. Meyer: Geist und Kunst bei Gottfried Benn – O. Pöggeler: Die Mittagslinie. Paul Celan und Martin Heidegger
De Gruyter Studien zum deutschen Aphorismus im 20. Jahrhundert A1000249129
Die Aphorismusforschung hat in den achtziger und neunziger Jahren große Fortschritte gemacht. Dennoch mangelt es nach wie vor an literarhistorischer Klärung. So verstehen sich die vorliegenden Studien als Bausteine zu einer Geschichte des deutschsprachigen Aphorismus im 20. Jahrhundert. Für den expressionistischen Aphorismus sind zwei Zentren zu erkennen, einerseits der Aktivismus um Autoren wie Kurt Hiller und Rudolf Leonhard, andererseits ein geographisches, nämlich Österreich. Er dringt auf eine strukturelle Integration von Handlungsorientiertheit, Reflexion und Emotion. Zum Aphorismus in der Zeit des Nationalsozialismus werden Autoren wie Rudolf G. Binding und Richard Euringer, vor allem aber das umfangreiche Spruch-Werk Ernst Bertrams herangezogen, ebenso Aphoristiker wie Otto Heuschele, Richard Benz und Theodor Haecker. Eine Antwort auf die Frage nach innerer Opposition, nach Differenzen und latenten Gemeinsamkeiten wird im Begriff der Verbindlichkeit gesucht. Die Studie zu literarischen Kleinformen an den Gattungsgrenzen von Lyrik und Aphorismus in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 diskutiert nach eingehenden Gattungsüberlegungen literarhistorische Vorläufer, von Jean Pauls und Wolfgang Menzels »Streckversen« bis zu Peter Hille und René Schar. Von Brecht ausgehend analysiert sie Kurztexte von Reiner Kunze, Günter Kunert, Erich Fried, Arnfried Astel und anderen, eine zweite Linie zeichnet sie von Paul Celan und Ernst Meister her nach, um schließlich im Begriff des Erlebnisdenkens die Frage einer trennscharfen Grenzlinie oder eines gemeinsamen Grenzraums neu zu diskutieren.
Peter Lang AG, Internationaler Verlag der Wissenschaften Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005- «Germanistik im Konflikt der Kulturen»
Band 11 der Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005 befasst sich mit neuen Fragen zur Klassik, zur Pariser Moderne und zum literarischen Streit um die Moderne. Im Vordergrund der Sektion «Klassiken, Klassizismen, Klassizität» stehen zunächst Goethe und Schiller, die der alten Frage nach den deutschen klassischen Schriftstellern um 1800 wieder zu neuer Aktualität verhalfen. Auch wenn beiden eine breite Rezeption ihrer klassischen Werke zunächst versagt blieb, setzten sie doch neue ästhetische Werte und Normen durch ihre «Literaturpolitik». Im Anschluss daran wird untersucht, welche Bedeutung die Klassikerverehrung für das Schaffen und die Haltung jener Schriftsteller hatte, die im 19. und 20. Jahrhundert den Begriff Klassizität für sich in Anspruch nahmen. Der Begriff der «Moderne» wird in der Sektion «Kulturmetropole Paris im Zeichen der Moderne» im Sinne Baudelaires als ästhetische Moderne verstanden. Der Parisbezug wird unter den Aspekten ästhetische Moderne, Ästhetik und Politik, sowie Paris als Gegenstand behandelt. Dabei ist auch Paul Celans Dichtung Gegenstand poetologischer und interkultureller Diskussionen. Abschliessend wird in «Der Streit um die literarische Moderne» literarische Moderne als komplexer und schillernder Begriff und als Zeit der Umbrüche und Blickwechsel verstanden. Es wird aufgezeigt, wie sich die literarische Moderne im Streit zwischen traditionell-konservativen und revolutionär-innovativen Tendenzen der Ästhetik sowie im Konflikt zwischen Stagnation und Dynamik auch als produktiver Schock erweist.
New Directions Publishing Corporation Conversation in the Mountains A1077123131
"I am supposed to tell you some of the words I heard deep down in the sea where there is much silence and so much happens." So begins the first text in this indispensable volume, which includes: "Edgar Jené and the Dream about the Dream," "Backlight," "The Meridian," and the piece which Celan himself deemed his most important, "Conversation in the Mountains." George Steiner wrote in The New Yorker that Celan's prose was "transforming the landscape of poetic theory and of the philosophy of language." This collection of essays, speeches, letters, as well as notes on Alexander Blok and Osip Mandelstam is a great gift to readers and to anyone who wishes to understand the twentieth century. As the philosopher Hans-Georg Gadamer wrote, "Paul Celan's poems reach us, but we miss them." Perhaps through these rare prose texts we may find the key to what we missed.
Peter Lang AG, Internationaler Verlag der Wissenschaften Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005- «Germanistik im Konflikt der Kulturen» A1001023677
Band 11 der Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005 befasst sich mit neuen Fragen zur Klassik, zur Pariser Moderne und zum literarischen Streit um die Moderne. Im Vordergrund der Sektion «Klassiken, Klassizismen, Klassizität» stehen zunächst Goethe und Schiller, die der alten Frage nach den deutschen klassischen Schriftstellern um 1800 wieder zu neuer Aktualität verhalfen. Auch wenn beiden eine breite Rezeption ihrer klassischen Werke zunächst versagt blieb, setzten sie doch neue ästhetische Werte und Normen durch ihre «Literaturpolitik». Im Anschluss daran wird untersucht, welche Bedeutung die Klassikerverehrung für das Schaffen und die Haltung jener Schriftsteller hatte, die im 19. und 20. Jahrhundert den Begriff Klassizität für sich in Anspruch nahmen. Der Begriff der «Moderne» wird in der Sektion «Kulturmetropole Paris im Zeichen der Moderne» im Sinne Baudelaires als ästhetische Moderne verstanden. Der Parisbezug wird unter den Aspekten ästhetische Moderne, Ästhetik und Politik, sowie Paris als Gegenstand behandelt. Dabei ist auch Paul Celans Dichtung Gegenstand poetologischer und interkultureller Diskussionen. Abschliessend wird in «Der Streit um die literarische Moderne» literarische Moderne als komplexer und schillernder Begriff und als Zeit der Umbrüche und Blickwechsel verstanden. Es wird aufgezeigt, wie sich die literarische Moderne im Streit zwischen traditionell-konservativen und revolutionär-innovativen Tendenzen der Ästhetik sowie im Konflikt zwischen Stagnation und Dynamik auch als produktiver Schock erweist.
Hentrich & Hentrich Diskursbuch Sprachlosigkeit, Fachbücher von Japanischen Palais Museum für Völkerkunde Dresden
Literatur eröffnet Möglichkeitsräume, sogar dort, wo Sprachen und Gemeinschaften bedroht sind oder verschwinden. In den utopischen Denkräumen der Dichtung verwandeln und übersetzen sich die Schmerz- und Verlustlandschaften in Bilder und Orte des zukünftigen Erinnerns und gegenseitigen Verstehens. Ausgehend von den Überwindungs- und Übersetzungsfähigkeiten der Literatur thematisiert die Ausstellung „Sprachlosigkeit - Das laute Verstummen“ die Widerstands- und Selbstheilungskräfte derer, die sich und ihrer Gemeinschaft eine Stimme geben und eine Sprache zurückgewinnen. Das „Diskursbuch Sprachlosigkeit“ sammelt ausgewählte literarische und wissenschaftliche Texte von Teilnehmern und Stichwortgebern in anthologischer Form und ergänzt sie um weitere wichtige Stimmen, Ansätze und Perspektiven zwischen dichterischem und ethnologischem Denken. Mit Beiträgen von Marion Ackermann, Léontine Meijer-van Mensch, Leon Doorlag, Katrin Nitzschke, Julia Weber, Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Ulrike Damm, Sandra Boihmane, Marie Luise Knott, Eliot Weinberger, Carolin Schmidt, Kollektiv „kaboom“, Gary Schwartz, Martin Puchner, Vernesa Berbo, Alexander Schwarz, Susan Sontag, Ronya Othmann, Jacqueline Saki Aslan, Audre Lorde, Anna S. Brägger, Krikor Beledian, Elke Hartmann, Yoko Tawada, Ekkehard W. Haring, Heiner Müller, Durs Grünbein, Ute Puder, Michel-Rolph Trouillot, Michael Rothberg, Erica Lehrer und Dani Kranz.
Wallstein Verlag Max Frischs Korrespondenzen A1077361234
Für Max Frisch ist der Brief Medium des Zwiegesprächs, literarische Form und Mittel zum Dialog mit der Öffentlichkeit. Der Band widmet sich der Vielfalt seines Briefwerks. Max Frischs Briefwerk umfasst intime Korrespondenzen wie den lange gesperrten Briefwechsel mit Ingeborg Bachmann, aber auch Offene Briefe, die dezidiert an ein breites Publikum gerichtet waren. Briefeschreibend bewegte sich Max Frisch zeitlebens zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre. Gleichzeitig wird die Gattung Brief im Sinne einer epistolaren Poetik bei ihm auch literarisch produktiv – die Grenzen zwischen Selbstzeugnis und Fiktion verschwimmen. Die Beiträge des Bandes nehmen Max Frischs Korrespondenzen von verschiedenen Seiten in den Blick. Diskutiert werden poetologische Fragen ebenso wie praxeologische Aspekte des Werkmanagements im »Korrespondenzbüro«. Ländergrenzen überschreitend und an materielle Träger gebunden, erscheint Max Frischs Korrespondenz auch als Zeugnis einer mittlerweile historischen Briefkultur. Zu den thematisierten Briefwechseln gehören die Korrespondenzen u. a. mit Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Uwe Johnson, Helmut Schmidt, Christa Wolf, dem Verlag Volk und Welt sowie mit Leser:innen, die Max Frisch in Bewunderung adressierten – oder aufgrund seiner politischen Positionen mit Schmähbriefen attackierten. Abbildungen von bislang unveröffentlichten Korrespondenzstücken geben einen Einblick in die materielle Vielfalt von Frischs Korrespondenz.
Der verdrehte Hölderlin. Der verrückte, der zerbrochene, der verdrehte Hölderlin. „Der Hölderlin isch net verruckt gwä!“ Er war ein Zeitgenosse Goethes, Schillers, Hegels und Schellings. 1770 in Lauffen am Neckar und aufgewachsen in Nürtingen nahm Hölderlin während eines Theologiestudiums am Tübinger Stift sein Lebensthema in den Blick, das Martin Heidegger später in die Worte fasste. „Was sagt Hölderlins Dichtung? Es sagt von der Flucht der Götter.“ "Hölderlin verkörpert das, was man das Leiden am Suchen des Ausdrucks nennen könnte." aus dem Jahr 1982 vor der Hölderlingesellschaft, Tübingen. Hans-Georg Gadamer. So war er ein Sucher nach einer besseren und schöneren Welt. Aber gibt es die? Sind wir heute nicht viel weiter davon entfernt als Hölderlin es um 1800 noch war? Wer über Dichtung denkt und Dichtung liebt, hat oft die hölderlinschen Schwierigkeiten vielleicht verrückt zu werden den Glauben zu verlieren und sich zurück zu ziehen oder zu verstummen. Der Dichter Hölderlin ist nach Expertenansicht viel bedeutender als Goethe und Schiller. Neben Goethe und Schiller habe es Hölderlin schwer gehabt. Er habe „viel eingesteckt“; sei von den anderen Autoren seiner Zeit erniedrigt worden. Dieses Buch entdeckt die Bildung und die Gestalt von Hölderlins Lyrik und ihre Auswirkung bis in unsere Gegenwart besonders diese auf Paul Celan, dessen 100. Geburtstag und 50. Todestag ebenfalls in das Jahr 2020 fallen.
Das Wunderhorn Zwischen Europa und Islam A1000963350
Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Mut, die Potentiale des Islam zu seiner Selbsterneuerung zu entdecken. 115 kurze Texte, von »Amour fou« über das »Imamat der Frauen« bis zur »Ethik des Verzichts«, zeigen den tunesisch-französischen Denker erneut als den »großen Aufklärer der arabischen Welt« (ZEIT). »Wir legen in diesem Buch Wert auf Ausdrucksformen des Islams, die nicht die Norm, sondern die Abweichung darstellen« so beginnt Meddeb sein Buch. Seine Gegenpredigten, die alles andere sein wollen als »Predigten«, entwickelte er aus Rundfunkbeiträgen, die der streitbare Romancier und Philosoph zwischen 2003 und 2006 verfasste. Fasziniert folgt der Leser diesen ebenso aufschlußreichen wie spannenden Stücken, die Kultur, Lebenskunst und Politik vereinen zu dem Mosaik einer Weltreligion, die ihre befreienden Potenzen noch nicht wirklich entdeckt zu haben scheint. Exzellent übersetzt von dem Paul-Celan-Preisträger Rainer G. Schmidt. Aus dem Inhalt: Entschleierung – Der Krieg der Bilder – Irakische Lektionen – Das Verbrechen von Madrid – Über den 11. September – Über den Exzeß – Zwischen Rabbinern und Imamen – Tsunami – Frauen und Mullahs – Erschaffener Koran – Analphabetisches Wissen – Der Fanatismus. »Meddebs zwischen März 2003 und Januar 2006 für das Radio entstandenen Meditationen sind Interventionen. Sie zerbrechen unsere Vorurteile … Meddeb macht auf jeder Seite klar, wie der Osten nicht ohne den Westen zu denken ist und dass beide ohne den anderen auch nicht zu denken vermögen.« Frankfurter Rundschau (6.12.2007).
Edition keiper Am rande ihrer welt – gedichte A1079191750
Florian Neuner ist, wenn man so will, ein Debütant mit Erfahrung. Ein Jahrzehnt lang hat er Publikti-onen in Zeitschriften und Anthologien vorgelegt, darunter auch im renommierten Jahrbuch der Lyrik, und in seinen Gedichten einen unaufdringlichen, aber markanten eigenen Stil entwickelt, der reich an eigenständigen, klischee- und pathosfreien Bildern und frischen sprachlichen Brüchen ist und das poetische »zweitdasein der wahrheit«, so eine Formulierung Neuners, gründlich auslotet. In seinem nun vorliegenden ersten Lyrikband konfrontiert sich der Dichter mit der Demenzerkrankung seiner Mutter – nicht monothematisch, aber doch mit nachdrücklicher Bezugnahme auf damit verbundene Fragen des Erinnerns und Vergessens, Abschieds und Verlusts sowie der Zerbrechlichkeit des eige-nen Selbst, die nicht zuletzt auch für die Sprechinstanz im Gedicht gilt. Die Mutter, die ihm die Spra-che und nicht nur diese mitgegeben hat, entgleitet in die andere Wahrheit einer Sprachlosigkeit, ein wenig ähnlich vielleicht, wie auch das Gedicht selbst die Ränder des Verstehens mitunter überschrei-tet und »eine starke Neigung zum Verstummen« (Paul Celan) zeigt. So ist nicht nur das Gedicht auf-bruch nach utoPIA, ähnlich wie seinerzeit Ernst Jandls Buchtitel Laut und Luise, eine direkte Remi-niszenz an den Namen der Mutter, sondern der Grenzgang der Poesie als solcher kann – auch dort, wo sie sich anderen Themen und Personen zuwendet – als Metapher für das Entgleiten in eine ande-re, in herkömmlicher Sprache nicht mehr fassbare Welt gelesen werden.
Yoko Tawadas Bücher mit literarischen Essays sind jedes für sich und alle drei zusammen ein Kaleidoskop sinnlich erfahrbarer Sprachschichten. Nach der Lektüre sieht man scheinbar Selbstverständliches „mit neuen Augen an“ (Die Welt). Das Paket besteht aus: Überseezungen. frz. Broschur, 160 S., 12,-. 3. Auflage: Texte über Sprachenvielfalt und -verwirrung zwischen Japan, Amerika, Afrika, Europa und den Geschlechtern. Sprachpolizei und Spielpolyglotte, frz. Broschur, farbige Bilder, 160 S., 12,-. 2. Auflage In diesem Band wirft die Autorin auch einen Blick auf deutsche Literatur, das Heidenröslein kommt vor, Else Lasker-Schülers blaues Klavier, Celans Niemandsrose u.v.a. Talisman Literarische Essays, 148 Seiten, frz.Br., 10,50. 7. Auflage. Beobachtungen aus dem europäischen und japanischen Alltag. „Dieses Buch handelt vor allem von ‚kleinen Beobachtungen‘; auch wenn daraus allmählich ein viel größeres Bild erscheint und eine Abenteuer- und Entdeckungsreise tief in die brezelhafte deutsche Seele daraus wird. (Das mit der Brezel müssen Sie mir verzeihen, das erklärt sich erst aus dem Lesen des Buches). Auf dieser ganzen abenteuerlichen Reise erfährt man so viel über ‚uns‘; über ‚sich‘; dass man dabei fast übersieht, dass man am Ende plötzlich mehr über Japan weiß, als man je dort ‚vor Ort‘ gesehen und gelernt hat. Ich freue mich darauf, was ich bald, durch dieses Buch, anders werde sehen können.“ (Wim Wenders)
100. Geburtstag am 25. Juni 2026: Die neue Biographie von Ingeborg Bachmann Ingeborg Bachmann hat mit ihrer Lyrik, ihren Erzählungen, Hörspielen und Romanen die deutschsprachige Literatur nach 1945 geprägt wie wenige andere. Ebenso fesselnd sind ihre Person und ihre großen, sprachmächtigen Briefwechsel, die teils erst vor Kurzem bekannt wurden. Dieter Burdorfs eindrucksvolle Biographie erzählt ihr Leben auf dieser neuen Grundlage zwischen Licht und Dunkel, zwischen Ruhm und innerer Gefährdung. "Dieses unruhige Ich" - so hat Ingeborg Bachmann sich selbst beschrieben. Es war ein Ich, das sich in Beziehungen von existentieller Intensität erlebte, Beziehungen, in denen Leben und Schreiben untrennbar verflochten waren. Mit Paul Celan verband Bachmann die tragisch scheiternde Liebe ihres Lebens. Mit Max Frisch versuchte sie vier Jahre lang, ein eheähnliches Leben zu führen, was mit ihrem Zusammenbruch endete. Eine sommerliche Affäre mit dem jungen Hans Magnus Enzensberger wurde in eine Freundschaft verwandelt, die ebenfalls zerbrach. Zu Hans Werner Henze unterhielt Bachmann dagegen eine stabile Lebens- und Arbeitsbeziehung. Mit anderen Schriftstellerinnen wie Ilse Aichinger, Marie Luise Kaschnitz und Nelly Sachs diskutierte sie Probleme schreibender Frauen in einer männlich dominierten Gesellschaft. Dieter Burdorf macht eine Autorin sichtbar, die in der europäischen Kulturwelt glänzend vernetzt war und deren flackernde Vielgestaltigkeit sich erst heute ermessen lässt.
Das dreißigste Peter Weiss Jahrbuch wird eröffnet durch eine Reihe von Beiträgen, die zeitgenössische Reaktionen auf die um 1960 wiederholt konstatierte ›Krise des Romans‹ bzw. ›Krise des Erzählens‹ reflektieren. Behandelt werden hier Autorinnen und Autoren wie Ilse Aichinger, Hubert Fichte, Günter Grass, Peter Handke, Arno Schmidt und Peter Weiss. Weitere Aufsätze gelten der Thematisierung des Nationalsozialismus bei Christian Geissler und Paul Schallück; der Schiffbruchmetapher bei Peter Weiss, der Ästhetik des Theater-Kollektivs Rimini Protokoll sowie einem Rückblick auf die (kunst-)politischen Debatten, die in der Zwischenkriegszeit vor allem in der Wiener Zeitschrift Kunst und Volk geführt wurden. Anschließend werden ein Zeugnis der Peter Weiss-Rezeption aus Taiwan vorgestellt und Forschungsbeiträge zu Peter Weiss, Paul Celan, zur politischen Gegenwartsliteratur, zu Flucht und Vertreibung in der Nachkriegsliteratur, zur Darstellung des Kriegs nach 2011 und zum ›Ereignis‹ als narratologisches Konzept rezensiert sowie das neue Handbuch zu Postkolonialismus und Literatur besprochen. Ein Register aller Beiträge der Peter Weiss Jahrbücher 21 bis 30 (2012 bis 2021) beschließt den Band. Mit Beiträgen von Lena Abraham, Nicholas Beckmann, Arnd Beise, Livia Rebecca Bogenstätter, Ines Böker, Anna Dąbrowska; Franz- Josef Deiters, Thilo Diefenbach, Stephan Feldhaus, Lukas Hermann, Ivana Perica, Rüdiger Sareika, Friederike Schneider, Sanna Schulte, Swen Schulte Eickholt, Jochen Vogt, Katrin Wellnitz.
KNV Besorgung Chinese Poetry and Translation A1056219866
Chinese Poetry and Translation: Rights and Wrongs offers fifteen essays on the triptych of poetry + translation + Chinese. The collection has three parts: "The Translator's Take," "Theoretics," and "Impact." The conversation stretches from queer-feminist engagement with China's newest poetry to philosophical and philological reflections on its oldest, and from Tang- and Song-dynasty classical poetry in Western languages to Baudelaire and Celan in Chinese. Translation is taken as an interlingual and intercultural act, and the essays foreground theoretical expositions and the practice of translation in equal but not opposite measure. Poetry has a transforming yet ever-acute relevance in Chinese culture, and this makes it a good entry point for studying Chinese-foreign encounters. Pushing past oppositions that still too often restrict discussions of translation-form versus content, elegance versus accuracy, and "the original" versus "the translated" - this volume brings a wealth of new thinking to the interrelationships between poetry, translation, and China.
Beck C.H. Dieses unruhige Ich, Belletristik von Dieter Burdorf
100. Geburtstag am 25. Juni 2026: Die neue Biographie von Ingeborg Bachmann Ingeborg Bachmann hat mit ihrer Lyrik, ihren Erzählungen, Hörspielen und Romanen die deutschsprachige Literatur nach 1945 geprägt wie wenige andere. Ebenso fesselnd sind ihre Person und ihre grossen, sprachmächtigen Briefwechsel, die teils erst vor Kurzem bekannt wurden. Dieter Burdorfs eindrucksvolle Biographie erzählt ihr Leben auf dieser neuen Grundlage zwischen Licht und Dunkel, zwischen Ruhm und innerer Gefährdung. "Dieses unruhige Ich" - so hat Ingeborg Bachmann sich selbst beschrieben. Es war ein Ich, das sich in Beziehungen von existentieller Intensität erlebte, Beziehungen, in denen Leben und Schreiben untrennbar verflochten waren. Mit Paul Celan verband Bachmann die tragisch scheiternde Liebe ihres Lebens. Mit Max Frisch versuchte sie vier Jahre lang, ein eheähnliches Leben zu führen, was mit ihrem Zusammenbruch endete. Eine sommerliche Affäre mit dem jungen Hans Magnus Enzensberger wurde in eine Freundschaft verwandelt, die ebenfalls zerbrach. Zu Hans Werner Henze unterhielt Bachmann dagegen eine stabile Lebens- und Arbeitsbeziehung. Mit anderen Schriftstellerinnen wie Ilse Aichinger, Marie Luise Kaschnitz und Nelly Sachs diskutierte sie Probleme schreibender Frauen in einer männlich dominierten Gesellschaft. Dieter Burdorf macht eine Autorin sichtbar, die in der europäischen Kulturwelt glänzend vernetzt war und deren flackernde Vielgestaltigkeit sich erst heute ermessen lässt.