GRIN Die Verarbeitung des Holocaust bei Nelly Sachs [Schmetterling] und Paul Celan [Psalm]
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Genderkonstellation in der Lyrik des 20. Jahrhunderts, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Themenkomplex "Verarbeitung des Holocaust". Dieser wird anhand der Gedichte von Nelly Sachs "Schmetterling" und Paul Celan "Psalm" erarbeitet. Anfangs werden die beiden Autoren mit Bezug zu dieser Arbeit vorgestellt und ein wenig charakterisiert. In der Folge werden dann Interpretatio-nen und Analysen der beiden Gedichte erarbeitet. Begonnen wird dabei mit Nelly Sachs. Bei ihr soll nicht nur das lyrische Ich untersucht werden, sondern auch Stilmittel und Metaphern des Gedichts, sowie das Thema der Verwandlung und Mystik. Außer-dem soll eine Zusammenfassung ihrer Schmetterlingsmetaphorik einen Überblick über die Veränderung ihrer poetischen Schreibweise liefern. Im Anschluss daran erfolgt eine Analyse und Interpretation von Paul Celans "Psalm". Anfangs wird hier das lyrische Wir betrachtet, um in der Folge die Stilmittel und Metaphern herauszuarbeiten. An-schließend beschäftigt sich die Arbeit mit der Mystik und dem Widerstand. Der letzte Gliederungspunkt beinhaltet einen Vergleich der Motivräume, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Lyrik in Allgemeine Merkmale und genderspezifische Merkmale unterschieden werden soll. Abschließen wird sich diese Arbeit mit einem kurzen Fazit zu Erarbeitung und etwaigen Schwierigkeiten oder anderen Dingen befas-sen. Auf Grund der Komplexität der Arbeit werden bewusst Schwerpunkte in der Bear-beitung gesetzt, so dass es sein kann, dass nicht alle möglichen Varianten der Interpreta-tion und Analyse bedacht werden. Dies liegt alleine daran, dass das Material die Arbeit sprengen würde.
GRIN Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, 0, Universität Hamburg (Institut für Germanistik II), Veranstaltung: Einführung in das Studium der neueren deutschen Literatur, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Analyse wird die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Celans Gedicht " Engführung " in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz behandelt. Hierbei erscheint Peter Szondis strukturale Analyse des Gedichts " Engführung" sehr geeignet, um die Problematik und die Grenzen einer solchen strukturalen Analyse aufzuzeigen, zumal Szondi sein eigenes Verfahren durchbricht. Auf diese Weise greift er auf referentielle Annahmen zurück, um einen Sinn des Gedichts erfassen zu können. Darüber hinaus verweist Szondis Durchbrechung der strukturalen Analyse auf die Wichtigkeit der Autorerfahrung für das Verständnis von Celans Lyrik. Deshalb lässt sich daran auch illustrieren, dass Autorerfahrung und Referentialität in der Tat grundlegende Aspekte für die Erschließung einer Bedeutung des Gedichts "Engführung" sind. In einem weiteren Schritt soll dann die Erfahrung Celans für die Erfassung von " Engführung " noch stärker herausgearbeitet werden. Dies soll vor allem mit Hilfe von markanten Gegenpolen zu Szondis strukturaler Analyse erreicht werden. Hierfür erscheinen insbesondere die referentiellen Interpretationsansätze von Maria Behre, Theo Buck und Marlies Janz geeignet.
Absolut MEDIEN Gottes zerstreute Funken - Jüdische Mystik bei Paul Celan A1042923805
Die Kabbala-Studien Gershom Scholems und der von Martin Buber überlieferte Chassidismus übten einen großen Einfluss auf das spirituelle Weltbild Paul Celans aus. Eine filmisch noch nie dargestellte Seite des Dichters der »Todesfuge«: Für Paul Celan war seine Heimat, die Bukowina, »eine Landschaft, in der ein nicht unbeträchtlicher Teil jener chassidischen Geschichten zu Hause war, die Martin Buber uns allen wiedererzählt hat.« Celan war fasziniert von den dort ausgedrückten Ideen von Zimzum, Shevirat Ha Kelim und Tikkun Olam. »Zimzum« besagt, dass Gott sich zu Beginn der Schöpfung zurückgezogen habe, um dem Menschen eine freie Entwicklung zu ermöglichen. Die dennoch von ihm zur Unterstützung ausgesandten dünnen Lichtstrahlen waren immer noch zu mächtig und so zerbrachen die ersten »Gefäße« der Schöpfung in Millionen von Splittern und Funken (»Shevirat Ha Kelim«). Seither ist Gottes Licht als Vielzahl von Funken verstreut über die Welt und harrt selbst in Steinen, Wasserlachen und Gewächsen auf seine Wiederherstellung (»Tikkun Olam«). Für Celan eine bildgewaltige negative Theologie, die auch nach dem Holocaust bestehen konnte. Der Film Gottes ze rst reute Funke n versucht zu zeigen, wie Celans Poesie in vielen Variationen versucht, diese verstreuten Funken einzusammeln und ihre Würde zu bewahren. Kapitel 1. Schnee in der Ukraine 2. Bruch der Gefässe 3. Buber, Scholem, Kabbala 4. Kindheit in Czernowitz 5. Todesfuge 6. Die göttlichen Funken 7. Bahndämme, Ödränder 8. Adorno 9. Bremer Rede 10. Bei der »Gruppe 47« 11. Corona 12. Paris 13. Der Meridian 14. R efugium Bretagne 15. Die Magie der Steine 16. Antisemitismus 17. Die Goll-Affäre 18. In der Psychiatrie 19. Im Heideggerland 20. Sag, dass Jerusalem ist 21. Die letzten Wochen 22. Abspann
Frank & Timme Celaniana 2: Die Lyrik Paul Celans und die rumänische Dichtung der Zwischenkriegszeit
Paul Celan selbst hat stets seine enge Verbindung mit der Landschaft und dem Kulturraum der Karpaten betont. George Guţu hat diese Verbindung mit komparatistischen Methoden analysiert und deutliche Interferenzen zwischen Celans Poesie und der Lyrik der großen rumänischen Dichter der Zwischenkriegszeit Tudor Arghezi, Lucian Blaga und Alexandru Philippide festgestellt. Jenseits biographischer Fakten legt er hier die Parallelen in Bezug auf die Intertextualität der Werke sowie auf die darin sichtbare Mentalität der Dichter dar. Die vielfältige Anbindung an das karpatische Kulturmilieu zeigt sich im Imaginären, in der Fiktion, in der Präferenz für Themen, Bilder oder Metaphern, die sich vor dem biographischen Hintergrund Celans erschließen.
Suhrkamp Paul Celan, Sachbücher von Nicole Geibel, Bertrand Badiou, Michael Kardamitsis
Diese Biographie ist nach Reichhaltigkeit und Novität der Quellen die erste, die über den ganzen Lebensweg Paul Celans in Text und Bild umfassend Auskunft erteilt. Damit betritt sie erklärtermassen ein Spannungsfeld und stellt sich einer doppelten Herausforderung: Denn Celan lehnte das Biographische, zumal die biographische Annäherung an seine Dichtung, entschieden ab und stand auch dem Medium der Photographie ausgesprochen skeptisch gegenüber. Lediglich eine einzige gerahmte Photographie war in seiner Wohnung sichtbar: jenes eine Bild, das Celan von seiner Mutter besass, die im Alter von 47 Jahren in der Ukraine von der SS ermordet wurde. Und doch versucht diese Dokumentation aus Bildern, die zu erläutern sind, und in Texten, die von Bildern begleitet werden, über Celans Leben so eindringlich wie episodisch Bericht zu erstatten. Denn jeder Anekdote und jedem Bild, wie sehr sie auch der Oberfläche verhaftet und gegen Celans apodiktische Aussage „Echte Dichtung ist antibiographisch“ zu verstossen scheinen, ist doch die ethische und poetologische Dimension seines Lebens untilgbar eingeschrieben. Und so schöpft dieses Buch aus privaten photographischen Archiven und aus Celans Nachlass, insbesondere aus den noch immer unveröffentlichten Tagebüchern, gerade an jenen Stellen, wo der Dichter von seinen seelischen Störungen und seinem dichterischen Wirken und Widerstehen wie zu sich selbst spricht. Aus ihnen wird hier zum ersten Mal ausführlich zitiert.
J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH Celan-Handbuch A1023050747
Begegnung mit Paul Celan. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts und sein Einfluss auf Literatur, Kunst und Musik ist unumstritten. Sein Leitmotiv: die Shoah. Das Handbuch schlüsselt Gedichte, Prosa und Übersetzungen auf, beleuchtet historische und biografische Hintergründe und bietet Orientierung innerhalb einer kaum noch überschaubaren Forschung. In der 2. Auflage auch zur Rezeption in Großbritannien und den USA, in den Niederlanden, in Ungarn, Polen und Russland sowie zu Arbeitsweisen und Schreibprozessen Celans.
GRIN Paul Celans "Todesfuge" als Zeugnis des Holocaust. Lyrik nach Auschwitz A1061757720
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Note: 18/20, Université du Luxembourg, Veranstaltung: Literatur des 21. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Gedicht Todesfuge von Paul Celan und thematisiert die Frage der Literatur nach Auschwitz. Um besser in die Thematik des Gedichtes einsteigen zu können, werde ich mit einigen Worten über die Entstehung des Gedichtes und über das Leben des Verfassers beginnen. Da der Inhalt des Gedichtes stark mit den eigenen Erfahrungen des Dichters verflochten ist, ist es notwendig, dessen Lebensgeschichte kurz zu betrachten. Neben einer formalen und stilistischen Analyse des Gedichtes, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, ob Celans Todesfuge als Zeugnis des Holocaust gesehen werden kann und inwiefern Celan die barbarischen Vorgehensweisen und den Antisemitismus der Nazis anhand seiner Dichtung verdeutlicht. Um auf diese Frage einzugehen, ist es unausweichlich, den Inhalt des Gedichtes genau zu betrachten und die aufgeführten Metaphern auf ihre eigentliche Bedeutung zu beziehen. Hierfür werden die von Celan genutzten Umschreibungen analysiert und den dazugehörigen historischen Ereignissen zugeteilt. Zudem werden verschiedene Ansichtsweisen von Wissenschaftlern zum Thema präsentiert. Zum Abschluss wird sich die Arbeit noch kurz der Frage widmen, ob Lyrik nach Auschwitz überhaupt noch vertretbar sei. Hierfür wird auf die Aussage Adornos eingegangen, ein Gedicht nach Auschwitz zu verfassen, sei barbarisch. Ob diese Aussage auf Celans Todesfuge bezogen werden kann oder nicht, soll im Verlauf der Arbeit deutlich gemacht werden.
Frölich und Kaufmann Fidel Martínez. Todesfuge. Das Leben des Dichters Paul Celan. 1674471
Todesfuge, die Graphic Novel des spanischen Zeichners Fidel Martínez Nadal (geb. 1979 in Sevilla), erzählt das Leben des Dichters Paul Celan (1920-1970), einem der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts. Die Erzählung verbindet biografische und literarische Aspekte von Celans Leben, darunter seine jüdische Identität, das lebenslange Trauma als Holocaust-Überlebender und sein berühmtes Gedicht Todesfuge. Mit ausdrucksstarken, düsteren Illustrationen visualisiert Martínez Celans emotionale Kämpfe, Schuld, Erinnerung und den kreativen Versuch, das Unaussprechliche auszudrücken. Die Graphic Novel ist eine künstlerisch virtuose Hommage an Celans Werk und ein bedeutender Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Shoah im Comic, in der Nachfolge von Art Spiegelman.
Absolut MEDIEN Gottes zerstreute Funken - Jüdische Mystik bei Paul Celan A1042923805
Die Kabbala-Studien Gershom Scholems und der von Martin Buber überlieferte Chassidismus übten einen großen Einfluss auf das spirituelle Weltbild Paul Celans aus. Eine filmisch noch nie dargestellte Seite des Dichters der »Todesfuge«: Für Paul Celan war seine Heimat, die Bukowina, »eine Landschaft, in der ein nicht unbeträchtlicher Teil jener chassidischen Geschichten zu Hause war, die Martin Buber uns allen wiedererzählt hat.« Celan war fasziniert von den dort ausgedrückten Ideen von Zimzum, Shevirat Ha Kelim und Tikkun Olam. »Zimzum« besagt, dass Gott sich zu Beginn der Schöpfung zurückgezogen habe, um dem Menschen eine freie Entwicklung zu ermöglichen. Die dennoch von ihm zur Unterstützung ausgesandten dünnen Lichtstrahlen waren immer noch zu mächtig und so zerbrachen die ersten »Gefäße« der Schöpfung in Millionen von Splittern und Funken (»Shevirat Ha Kelim«). Seither ist Gottes Licht als Vielzahl von Funken verstreut über die Welt und harrt selbst in Steinen, Wasserlachen und Gewächsen auf seine Wiederherstellung (»Tikkun Olam«). Für Celan eine bildgewaltige negative Theologie, die auch nach dem Holocaust bestehen konnte. Der Film Gottes ze rst reute Funke n versucht zu zeigen, wie Celans Poesie in vielen Variationen versucht, diese verstreuten Funken einzusammeln und ihre Würde zu bewahren. Kapitel 1. Schnee in der Ukraine 2. Bruch der Gefässe 3. Buber, Scholem, Kabbala 4. Kindheit in Czernowitz 5. Todesfuge 6. Die göttlichen Funken 7. Bahndämme, Ödränder 8. Adorno 9. Bremer Rede 10. Bei der »Gruppe 47« 11. Corona 12. Paris 13. Der Meridian 14. R efugium Bretagne 15. Die Magie der Steine 16. Antisemitismus 17. Die Goll-Affäre 18. In der Psychiatrie 19. Im Heideggerland 20. Sag, dass Jerusalem ist 21. Die letzten Wochen 22. Abspann
Absolut MEDIEN Gottes zerstreute Funken - Jüdische Mystik bei Paul Celan A1042923805
Die Kabbala-Studien Gershom Scholems und der von Martin Buber überlieferte Chassidismus übten einen großen Einfluss auf das spirituelle Weltbild Paul Celans aus. Eine filmisch noch nie dargestellte Seite des Dichters der »Todesfuge«: Für Paul Celan war seine Heimat, die Bukowina, »eine Landschaft, in der ein nicht unbeträchtlicher Teil jener chassidischen Geschichten zu Hause war, die Martin Buber uns allen wiedererzählt hat.« Celan war fasziniert von den dort ausgedrückten Ideen von Zimzum, Shevirat Ha Kelim und Tikkun Olam. »Zimzum« besagt, dass Gott sich zu Beginn der Schöpfung zurückgezogen habe, um dem Menschen eine freie Entwicklung zu ermöglichen. Die dennoch von ihm zur Unterstützung ausgesandten dünnen Lichtstrahlen waren immer noch zu mächtig und so zerbrachen die ersten »Gefäße« der Schöpfung in Millionen von Splittern und Funken (»Shevirat Ha Kelim«). Seither ist Gottes Licht als Vielzahl von Funken verstreut über die Welt und harrt selbst in Steinen, Wasserlachen und Gewächsen auf seine Wiederherstellung (»Tikkun Olam«). Für Celan eine bildgewaltige negative Theologie, die auch nach dem Holocaust bestehen konnte. Der Film Gottes ze rst reute Funke n versucht zu zeigen, wie Celans Poesie in vielen Variationen versucht, diese verstreuten Funken einzusammeln und ihre Würde zu bewahren. Kapitel 1. Schnee in der Ukraine 2. Bruch der Gefässe 3. Buber, Scholem, Kabbala 4. Kindheit in Czernowitz 5. Todesfuge 6. Die göttlichen Funken 7. Bahndämme, Ödränder 8. Adorno 9. Bremer Rede 10. Bei der »Gruppe 47« 11. Corona 12. Paris 13. Der Meridian 14. R efugium Bretagne 15. Die Magie der Steine 16. Antisemitismus 17. Die Goll-Affäre 18. In der Psychiatrie 19. Im Heideggerland 20. Sag, dass Jerusalem ist 21. Die letzten Wochen 22. Abspann
Frank & Timme Paul Celan – »sah daß ein Blatt fiel und wußte, daß es eine Botschaft war«
Neues und noch Unbekanntes über Paul Celan schreiben? Ja! Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes tun genau das. Sie offenbaren bislang unbeachtete Facetten des grandiosen Schriftstellers und stellen Bekanntes überraschend und deutlich differenzierter dar: Artur R. Boelderl, Andrei Corbea-Hoișie; Martin A. Hainz, Vivian Liska, Leslie Morris, Leonard M. Olschner und Barbara Wiedemann entdecken Paul Celan neu. Gemeinsam schaffen sie neue Zugänge und Interventionen zu Celans umfangreichem Werk. So legen sie das notorisch Widerstreitende seiner Verse offen und zeigen, wie er einerseits Trost und Hoffnung im Glauben sucht und andererseits zugleich damit hadert. Dekonstruktion und Destabilisierung prägen Celans lyrisches Werk und seine unnachahmliche Sprache.
GRIN "Wer bin ich und wer bist Du?" Hans Georg Gadamers Kommentar zu Paul Celans Dichtung
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird die Autorin eine Kritik an Gadamers Celan-Interpretation formulieren. Diese Kritik wird sich insbesondere auf Gadamers fehlendem Umgang mit Celans Poetologie begründen. Hierfür wird in einem ersten Schritt Celans Poetologie ¿ im engeren Sinne seine Unterscheidung von Kunst und Dichtung ¿ in der Meridian-Rede betrachtet und in einem zweiten Schritt der Blick auf Gadamers eigene Kunst und Dichtungsauffassung gerichtet. In einem letzten Schritt wendet Sie sich Gadamers revidierten Kommentar zu Celans Atemkristall zu und wird anhand konkreter Textpassagen aufzeigen, warum eine Kritik an Gadamers Kommentar aus Ihrer Sicht in Bezug auf Gadamers und Celans Verständnis von Dichtung, insbesondere Gadamers Nichtberücksichtigung der Celan¿schen Poetologie, gerechtfertigt ist. Gadamer, der in seinem Hauptwerk Wahrheit und Methode die Dichtung thematisch wenig behandelt, widmet sich in Band neun seiner "Gesammelten Werke" fast ausschließlich dieser. Der Kommentar "Wer bin ich und wer bist du?"ist seine umfangreichste Beschäftigung mit der Celan¿schen Dichtung.
Akademische Verlagsgemeinschaft München Das Motiv der Wunde im lyrischen Werk von Paul Celan A1018698886
Die Studie enthält einen historischen Teil, der das Motiv und Phänomen der Wunde aus über 4000 Jahren Menschheits- und Literatur-Geschichte punktuell erforscht, sowie einen theoretischen Teil, der – bei aller Vorsicht gegenüber Theorien – als höchst geeignet erscheint, das Werk Celans nochmals neu zu verstehen. So handelt es sich mit den umsichtigen Gedicht-Interpretationen, die auf dieser Grundlage vorgenommen werden, um ausgewählte Beispiele eines erweiterten Verständnisses, in Kernpunkten um eine Neuinterpretation des lyrischen Werkes von Paul Celan auf der Basis bisher vorhandener Forschung.