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Peter Lang Intermedialität und Kulturkomparatistik, Fachbücher von Wee-Kong Koh
In dieser Aufsatzsammlung werden neue Aspekte der Intermedialitätsforschung und ost-westlichen Kulturkomparatistik beleuchtet. Der erste Teil ist texthermeneutischen und intermedialen Untersuchungen gewidmet. Die Textbetrachtungen begrenzen sich vorwiegend auf moderne Literatur und Kunst: die Bildgedichte Trakls und Celans, die konkrete Poesie und die expressionistische Malerei. Ausgegangen wird dabei von der Grundthese, dass das Verhältnis zwischen Poesie und Malerei, d.h. zwischen schriftlicher und visueller Zeichensetzung, unter dem Aspekt wechselseitiger Ergänzung am besten zu erfassen sei. Der praktisch-empirisch ausgerichtete zweite Teil dieses Bandes befasst sich mit problematischen Aspekten der Rezeption und Übersetzung deutscher Literatur in Korea und vermittelt so einen Einblick in interkulturelle Forschungsprobleme.
Peter Lang Philosophische Hermeneutik, Fachbücher von Helmuth Vetter
Das Buch "Philosophische Hermeneutik" von Helmuth Vetter bietet eine umfassende Analyse der Entwicklung der Hermeneutik im abendländischen Denken. Es beginnt mit den antiken und mittelalterlichen Positionen in Philosophie und Theologie und führt den Leser durch die Neuzeit, wobei die Anfänge der Hermeneutik sowie die Beiträge bedeutender Denker wie Spinoza und Schleiermacher beleuchtet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der hermeneutischen Phänomenologie von Heidegger und Gadamer, die im Hauptteil des Buches ausführlich behandelt werden. Gadamers Interpretation eines Gedichts von Paul Celan wird ebenfalls thematisiert, was die Relevanz der Hermeneutik für die Geisteswissenschaften unterstreicht. Dieses Fachbuch ist eine wertvolle Ressource für alle, die sich mit den philosophischen Grundlagen und der Entwicklung der Hermeneutik auseinandersetzen möchten.
Peter Lang Jüdische Autoren Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert, Fachbücher von Hans Henning Hahn, Jens Stüben
Mit Ostmittel- und Osteuropa verbindet man nicht zuletzt die dortige jüdische Welt und ihre Schriftsteller, die vielfach - wie Kafka, Roth, Celan, Canetti, Schulz oder Babel - zur Weltliteratur zählen. Diese positive Assoziation mischt sich mit Trauer, denn es handelt sich um eine untergegangene, zerstörte Welt, die allenfalls im Mythos (vom Schtetl oder von Landschaften wie Galizien und der Bukowina) weiterlebt. Die Aufsätze des Bandes befassen sich mit jüdischen Autoren deutscher, polnischer, tschechischer und russischer Sprache sowie mit dem jüdischen Beitrag zu einzelnen ostmitteleuropäischen Kulturregionen. Im Mittelpunkt steht der unterschiedliche Umgang der Autoren mit den Identitäts- und Akkulturationsangeboten, die im östlichen Europa einst zur Verfügung standen.
Peter Lang Group AG, International Academic Publishers Wege der Germanistik in transkultureller Perspektive
Neue und alte Ansätze und Formen des literarischen- und sprachwissenschaftlichen Diskurses gehören zu den zentralen Fragen der zeitgenössischen Diskussion. Transkulturalität, Interkulturalität, aber auch herkömmliche literarische Genres- und Gattungsbegriffe werden hier, u. a. auch in anthropologischer Perspektive, untersucht, aufeinander bezogen sowie auf ihre edukative Funktion hinterfragt. Der elfte Band enthält Beiträge zu folgenden Themen: -Transkulturelle Poetik(en) und ihre edukative Relevanz; - Paul Celan weltweit. Zur internationalen Rezeption eines Jahrhundertdichters: Literatur, Philosophie, Gedächtniskultur; -Interkulturalität und Gattung. Interkulturalität und Gattung. Re-Visionen einer vernachlässigten Beziehung in der Literaturwissenschaft; - Gastmahl, Gastrecht, Abendmahl, Schutzflehende und Schutzbefohlene;
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin Gustav Landauer
Gustav Landauer (1870–1919) zählt zu den exponiertesten Vertretern des deutschsprachigen Anarchismus seiner Zeit und ist heute dennoch weitgehend unbekannt. Als politischer Denker, Philosoph, Intellektueller und Literaturkritiker war Landauer in unterschiedlichen Gruppen wie dem Arbeiteranarchismus oder dem Forte-Kreis aktiv und wurde breit rezipiert. Sein Werk entfaltete aber vor allem innerhalb der jüdischen Jugend eine große Wirkung: Gershom Scholem, Walter Benjamin, Manés Sperber, Paul Celan und viele andere lasen und priesen Landauers Schriften. Dieser Band skizziert Landauers Leben und Wirken, um einen Einblick in die verschiedenen Facetten dieses faszinierenden Intellektuellen zu eröffnen.
Marilyn Monroe und Arthur Miller, Yoko Ono und John Lennon, Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Susan Sontag und Annie Leibowitz, John Cage und Merce Cunningham … -- zwanzig Paare aus Musik, Kunst und Literatur stellt die Autorin vor und erzählt, wie Kreativität das Miteinander und umgekehrt die Liebe das künstlerische Schaffen beflügeln. Die Lebenswege vieler dieser Paare sind untrennbar miteinander verwoben. Wie gestaltet sich ihr Alltag, gehen sie mit Rivalität und Stress und Verlust um? Wie bewahren sie ihre Liebe und Leidenschaft? Auch bei diesen Künstlerpaaren ist nicht alles perfekt, und darum geht es auch gar nicht. Vielmehr inspirieren Offenheit und Sensibilität, Stetigkeit und Bereitschaft zu Neuem in der Kunst und in der Liebe.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Jüdische Autoren Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert A1037504477
Mit Ostmittel- und Osteuropa verbindet man nicht zuletzt die dortige jüdische Welt und ihre Schriftsteller, die vielfach – wie Kafka, Roth, Celan, Canetti, Schulz oder Babel’ – zur Weltliteratur zählen. Diese positive Assoziation mischt sich mit Trauer, denn es handelt sich um eine untergegangene, zerstörte Welt, die allenfalls im Mythos (vom Schtetl oder von Landschaften wie Galizien und der Bukowina) weiterlebt. Die Aufsätze des Bandes befassen sich mit jüdischen Autoren deutscher, polnischer, tschechischer und russischer Sprache sowie mit dem jüdischen Beitrag zu einzelnen ostmitteleuropäischen Kulturregionen. Im Mittelpunkt steht der unterschiedliche Umgang der Autoren mit den Identitäts- und Akkulturationsangeboten, die im östlichen Europa einst zur Verfügung standen.
»Jedes Kind, sollte ich meinen, kann die Schönheit einer Schneelandschaft im Herzen verstehen, das feine, saubere Weiß ist so leicht verständlich« - so Robert Walser. Schwieriger ist allerdings oft der Umgang mit diesem Naturphänomen, keineswegs nur ein Kinderspiel! Was sich da als flaumleicht verfestigter Niederschlag in Form glitzerig-weißer Kristalle zu Schneeflocken ballt und tonnenweise türmt, ist Faszination und Gefahr zugleich. Nachgespürt haben dem Schnee in all seinen Erscheinungsformen Autoren von Paul Celan bis Max Frisch, Sarah Kirsch und Peter Handke. Abgerundet wird der Band durch Bilder von Kirchner, Monet, Segantini. Dieser Band ist eine unnummerierte Sonderausgabe der Insel-Bücherei und textidentisch mit IB1179.
Frank & Timme Germanistik im Umbruch – Literatur und Kultur A1056442412
Neue Themen, neue Partner, neue Methoden – die Germanistik befindet sich im Umbruch. Eine internationale Gruppe von 21 Germanistinnen und Germanisten hat die neuen Fragen der Germanistik zusammengetragen und gibt Antworten, die um den Themenkomplex Literatur – Identität – Gedächtnis kreisen und die zeigen, welches Potenzial in komparatistischen Perspektiven, interdisziplinären Kooperationen und digitalen Möglichkeiten steckt. Diese neuen Perspektiven auf das Werk von Ingeborg Bachmann, Verena Boos, Marte Brill, Paul Celan, Dimitré Dinev, Olga Grjasnowa, Elfriede Jelinek, Nicol Ljubić; Jonas Lüscher, Robert Menasse, Katja Petrowskaja, Bernhardine Schulze-Smidt, Georg Trakl, Ilija Trojanow, Mathilde Weber, Franz Werfel und anderen verdeutlichen die internationale Dimension der Germanistik.
"Solange es nur Menschenrechte gibt, gibt es noch keine Menschengerechtigkeit." Werner Hamacher In den aktuellen Debatten um Menschenrechte und Vernunftrecht, Persönlichkeitsrechte und internationales Recht beruft man sich gern und häufig auf Gerechtigkeit. Doch wie soll sie gefasst werden? Im Anschluss an die klassische politische Philosophie geht der international bekannte Literaturwissenschaftler Werner Hamacher davon aus, dass Sprache der Grund der Gerechtigkeit ist. Er zeigt in Studien zu Platon, Aristoteles und Kant, zu Milton, Locke, Mendelssohn und Hamann, zu Celan und Legendre die Geschichte einer Sprachverkürzung in den herrschenden Rechtstheorien auf und hält ihr die Erinnerung an eine Sprache entgegen, die sich nicht auf Urteile einschränkt, sondern auf die Erweiterung und Entgrenzung des Sprechens hinwirkt. Ein inspirierender und wichtiger Beitrag zu einer grundlegenden Debatte.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Poetiken des Auf- und Umbruchs A1029330135
Der etymologische Bedeutungsgehalt der Worte Aufbruch und Umbruch ist nicht eindeutig und beinhaltet zum einen die kriegerischen Bedeutungen des Aufbruchs der Wunde und des Lagers. Zum anderen umfasst er aber auch positive Konnotationen wie den Aufbruch in eine neue Epoche und den Umbruch der Erde als Vorbereitung des Ackers auf neuen Ertrag. Die wissenschaftlichen Analysen nähern sich diesen Bedeutungen aus vielfältigen Perspektiven und zeigen, dass unterschiedliche Poeten des Auf- und Umbruchs diesen Zeitenwenden, Umbrüchen und Aufbruchsphänomenen in ihren Werken nachgehen. Die Namen der Schriftsteller reichen von Wolfram von Eschenbach, Georg Büchner, Anna Seghers, H. G. Adler, Yvan Goll, Wilhelm Furtwängler, Bertolt Brecht, Gertrud Kolmar, Elisabeth Langgässer, Paul Celan bis zu Andrzej Stasiuk.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften «Muster im Lebensteppich»
Ausgehend von den aktuellen Debatten über Naturalisierung, Personbegriff und Postmoderne stellt der Verfasser die Frage, wie adäquat vom Menschen zu sprechen ist. Er findet Antworten im Werk Wittgensteins und in der literarischen Moderne. Der Schlusssatz des Tractatus lässt sich in Beziehung bringen zur Sprachkonzeption von Hofmannsthal und Rilke. Und während der späte Wittgenstein das Sprachspiel des Seelischen von der Objektsprache abhebt, zeigt die klassische Moderne den Menschen als Einzelnen in konsequenter Innensicht: Proust löst Objektivität auf in Subjektivität, Joyce ist der Dichter des Bewusstseinsstroms. Einen weiteren Schwerpunkt bildet Paul Celans Poetologie der radikalen Individuation. Von diesen Perspektiven auf das vom Menschen gelebte Leben her ergeben sich Muster im Lebensteppich (Wittgenstein) mit einer immanenten Sinnausrichtung.
Frank & Timme Germanistik im Umbruch – Literatur und Kultur
Neue Themen, neue Partner, neue Methoden – die Germanistik befindet sich im Umbruch. Eine internationale Gruppe von 21 Germanistinnen und Germanisten hat die neuen Fragen der Germanistik zusammengetragen und gibt Antworten, die um den Themenkomplex Literatur – Identität – Gedächtnis kreisen und die zeigen, welches Potenzial in komparatistischen Perspektiven, interdisziplinären Kooperationen und digitalen Möglichkeiten steckt. Diese neuen Perspektiven auf das Werk von Ingeborg Bachmann, Verena Boos, Marte Brill, Paul Celan, Dimitré Dinev, Olga Grjasnowa, Elfriede Jelinek, Nicol Ljubić; Jonas Lüscher, Robert Menasse, Katja Petrowskaja, Bernhardine Schulze-Smidt, Georg Trakl, Ilija Trojanow, Mathilde Weber, Franz Werfel und anderen verdeutlichen die internationale Dimension der Germanistik.
Verlag am Goetheanum Anthroposophie, Judentum und Antisemitismus A1069204805
Aus dem Vorwort: «Die vorliegende Schrift wendet sich Rudolf Steiners Auseinandersetzung mit dem Judentum zu («Rudolf Steiner, das Judentum und der Antisemitismus»), sodann der Autobiografie eines Menschen aus Israel, der sich bereits früh mit der Anthroposophie beschäftigte (Udi Levy). Im dritten Teil werden humanistische Entwürfe jüdischer Philosophen des 20. Jahrhunderts skizziert (Hermann Cohen, Franz Rosenzweig, Emmanuel Levinas und Martin Buber), die nicht nur von grundlegender Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft sind, sondern, im Durchgang durch den Abgrund der Zeit, mit den geistigen Intentionen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft (Goetheanum) zusammenklingen. Den Abschluss des Buches bildet eine Studie zur Lyrik Paul Celans, einem Überlebenden der Shoa.»
Transcript Verlag Globalisierte Erinnerungskultur, Fachbücher von Marco Thomas, Patrut Bosshard
Marco Thomas Bosshard (Prof. Dr.), geboren 1976, lehrt und forscht an der Europa-Universität Flensburg im Bereich spanischer und lateinamerikanischer Literatur- und Kulturwissenschaft im (trans-)europäischen Kontext. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Theorie der lateinamerikanischen Avantgarden, Gamaliel Churata, der Buchmarkt, die Buchindustrie und Buchmessen in deutsch-spanisch-lateinamerikanischer Perspektive sowie marginalisierte Literaturen. Iulia-Karin Patrut (Prof. Dr.), geboren 1975, lehrt und forscht an der Europa-Universität Flensburg im Bereich Neuere deutsche Literaturwissenschaft im europäischen Kontext. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Interkulturalität, deutsch-jüdische Literatur, Paul Celan sowie die literarischen Verhandlungen Europas und der Nation seit 1770.
Peter Lang Group AG, International Academic Publishers Wege der Germanistik in transkultureller Perspektive A1067493451
Neue und alte Ansätze und Formen des literarischen- und sprachwissenschaftlichen Diskurses gehören zu den zentralen Fragen der zeitgenössischen Diskussion. Transkulturalität, Interkulturalität, aber auch herkömmliche literarische Genres- und Gattungsbegriffe werden hier, u. a. auch in anthropologischer Perspektive, untersucht, aufeinander bezogen sowie auf ihre edukative Funktion hinterfragt. Der elfte Band enthält Beiträge zu folgenden Themen: -Transkulturelle Poetik(en) und ihre edukative Relevanz; - Paul Celan weltweit. Zur internationalen Rezeption eines Jahrhundertdichters: Literatur, Philosophie, Gedächtniskultur; -Interkulturalität und Gattung. Interkulturalität und Gattung. Re-Visionen einer vernachlässigten Beziehung in der Literaturwissenschaft; - Gastmahl, Gastrecht, Abendmahl, Schutzflehende und Schutzbefohlene;
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften «Und Faustens Silhouette in der Ferne» A1026031447
Die im Buch versammelten Aufsätze befassen sich mit Themen aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Stilistik und der Analyse des poetischen Textes. Das sind z.B. der Zusammenhang zwischen Grammatik und Poetik, die Theorie der Übersetzung und die historische Lexikologie. Die Autorin geht Roman Jakobsons Frage nach, was eine verbale Botschaft zu einem Kunstwerk macht. Sie beleuchtet auch wechselseitige Widerspiegelungen zwischen deutscher und russischer Sprache und Literatur, z.B. anhand der Übersetzungen von V.A. Žukovskij; der Einwirkung Ossip Mandelstams auf Paul Celan, der russischen und deutschen Ethno-Adjektive und des Geschicks der russischen Germanistik während des Zweiten Weltkriegs. Die Erforschung der Dialekte und der Geschichte der Russlanddeutschen bildet einen selbständigen Abschnitt.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften «Und Faustens Silhouette in der Ferne»
Die im Buch versammelten Aufsätze befassen sich mit Themen aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Stilistik und der Analyse des poetischen Textes. Das sind z.B. der Zusammenhang zwischen Grammatik und Poetik, die Theorie der Übersetzung und die historische Lexikologie. Die Autorin geht Roman Jakobsons Frage nach, was eine verbale Botschaft zu einem Kunstwerk macht. Sie beleuchtet auch wechselseitige Widerspiegelungen zwischen deutscher und russischer Sprache und Literatur, z.B. anhand der Übersetzungen von V.A. Žukovskij; der Einwirkung Ossip Mandelstams auf Paul Celan, der russischen und deutschen Ethno-Adjektive und des Geschicks der russischen Germanistik während des Zweiten Weltkriegs. Die Erforschung der Dialekte und der Geschichte der Russlanddeutschen bildet einen selbständigen Abschnitt.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Jüdische Autoren Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert
Mit Ostmittel- und Osteuropa verbindet man nicht zuletzt die dortige jüdische Welt und ihre Schriftsteller, die vielfach – wie Kafka, Roth, Celan, Canetti, Schulz oder Babel’ – zur Weltliteratur zählen. Diese positive Assoziation mischt sich mit Trauer, denn es handelt sich um eine untergegangene, zerstörte Welt, die allenfalls im Mythos (vom Schtetl oder von Landschaften wie Galizien und der Bukowina) weiterlebt. Die Aufsätze des Bandes befassen sich mit jüdischen Autoren deutscher, polnischer, tschechischer und russischer Sprache sowie mit dem jüdischen Beitrag zu einzelnen ostmitteleuropäischen Kulturregionen. Im Mittelpunkt steht der unterschiedliche Umgang der Autoren mit den Identitäts- und Akkulturationsangeboten, die im östlichen Europa einst zur Verfügung standen.
Universitätsverlag Winter Lyrisches Potenzial, Fachbücher von Dinah Schöneich
„Plus d’une langue“ – so versuchte Derrida, seine Ideen über die Dekonstruktion zusammenzufassen. Was es heisst, mehr als eine Sprache zu sprechen, zeigt sich aber weniger in der Vielsprachigkeit automatisierter Übersetzung oder der sprachlichen Indifferenz von Large Language Models. Stattdessen wird seit langem in der Lyrik das Zusammentreffen von Mehrsprachigkeit und Mehrdeutigkeit als gesellschaftsrelevantes Sprachspiel spürbar. Was ist etwa ein „Haut Mal“ und was sieht Hamlet (nicht) im Titel „Hamlet No See“? Es wird gezeigt, wie Lyrik in der Krisensituation Sprache und ihre eigene Medialität erweitert, um Handlungsoptionen zu erkunden. Dies gelingt einerseits durch die tiefgehende Analyse je eines einzelnen Gedichtes von T. S. Eliot, Paul Celan und Yoko Tawada und andererseits durch thematische Überblicke über eine Vielzahl weiterer Gedichte aus Moderne und Gegenwart.