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Chronos Zuflucht Schweiz, Sachbücher von Goehrke, Carsten
"Zuflucht Schweiz" ist ein umfassender Sammelband, der die Geschichte der Flüchtlingsbewegungen in die Schweiz über einen Zeitraum von 160 Jahren beleuchtet. Beginnend mit der ersten polnischen Flüchtlingswelle in den 1830er Jahren bis zur Gegenwart, wird die Asylproblematik der Schweiz in einen historischen Kontext eingeordnet. Der Band untersucht die unterschiedlichen nationalen und sozialen Hintergründe der Flüchtlinge sowie die Bedingungen, unter denen die Schweiz als Zufluchtsort attraktiv wurde. Dabei wird auch die Entwicklung der formalen Aufenthaltsbedingungen für Ausländer in der Schweiz thematisiert, insbesondere die Unterschiede zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Analyse der Erwartungen und der politischen Freiheiten, die die Schweiz den Emigranten bot, ergänzt das Bild und bietet einen tiefen Einblick in die komplexe Geschichte des Asyls in der Schweiz.
Chronos Menschenrechte in der Demokratie, Fachbücher von Lorenz Engi
Die Menschenrechte sind in der politischen Debatte der Schweiz allgegenwärtig. Besonders bei Volksinitiativen heisst es häufig, diese verstiessen gegen die Menschenrechte. Doch vieles ist in dieser Hinsicht unklar. Gibt es die Menschenrechte als vorgegebene Normen, die politischer Verfügung entzogen sind? Oder unterliegen die Menschenrechte wie alles übrige Recht der demokratischen Entscheidung? Lorenz Engi zeigt auf, dass solche rein naturrechtlichen beziehungsweise rein positivistischen Ansätze zu kurz greifen. Die Menschenrechte haben Anteile von beidem: Sie sind vorgegeben und konstruiert zugleich. Aus diesen Gegebenheiten zieht das Buch Schlussfolgerungen für die politische Debatte. Die Menschenrechte sind zu einem wichtigen Thema der politischen Diskussion geworden. Dabei ist die Idee der Menschenrechte jedoch in vielem unklar. Stehen diese Rechte ein für allemal fest?.
Chronos Zeiten der Erinnerung, Sachbücher von Bettina Schöller
Die Habsburger sind die hochmittelalterlichen Gründer des Klosters Muri im heutigen Kanton Aargau und diesem bis in die Gegenwart verbunden. Die Beziehung zwischen dem Kloster und dem Adelsgeschlecht war nicht zu allen Zeiten gleich intensiv. Doch immer wieder gelang es, sie durch die gezielte Erinnerung an die gemeinsamen Ursprünge neu zu beleben. Das Buch erzählt, zu welchen Zeiten und auf welche Weise Erinnerungen genutzt wurden, um die Verbindung zu aktivieren und die gemeinsame Geschichte zu formen. Im 11. Jahrhundert gründeten die Habsburger das Benediktinerkloster Muri im Freiamt. Chronikalische Berichte, Urkunden, Grablegen, Denkmäler und das bis heute in den Klöstern Muri-Gries und Hermetschwil gepflegte Gebetsgedenken zeugen von der bald tausendjährigen Verbundenheit. Ausgehend von den aktuellen Beziehungen zwischen der klösterlichen Gemeinschaft und der habsburgischen Familie.
Chronos «Mein goldenes Bengalen», Sachbücher von Ren� Holenstein
Vor einem halben Jahrhundert erlangte Bangladesch nach hartem Freiheitskampf seine Unabhängigkeit. „Mein goldenes Bengalen“, ein Gedicht des indischen Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore, drückte den Traum derjenigen aus, die für ein freies Bangladesch kämpften. Einst galt das Land vielen als hoffnungsloser Fall. Inzwischen ist es geradezu ein Musterbeispiel für erfolgreiche Entwicklungspolitik. So hat es bei der Bekämpfung der Armut und der Geschlechtergerechtigkeit erhebliche Fortschritte erzielt. Wie waren diese Erfolge möglich? Und was ist aus den Ideen von Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit geworden, die dem Kampf für die Unabhängigkeit zugrunde lagen? Das Buch führt in die komplexen Probleme eines Entwicklungslandes ein und vermittelt Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunft Bangladeschs. Porträts von zwanzig Bangladesch.
Chronos Theater im Kasten, Sachbücher von Andreas Kotte
Theater nutzt gerne Medien. Aber was passiert eigentlich, wenn szenische Vorgänge mediatisiert werden, wenn sich Theater in die Kästen verkriecht? Ins Telefon, in die Videokamera, in den Filmprojektor? Fünf Beiträge erforschen den Mediengebrauch, der sich in den letzten Jahren bis in den Mainstream durchgesetzt hat. Kaum eine Klassikerinszenierung verzichtet heute auf die Kombination von Theater und Video. Produktionen von Frank Castorf in Berlin, von Stefan Pucher in Bochum und von Matthias Hartmann in Zürich gehen über rein dekorativen Medieneinsatz hinaus und erweitern dank Video die Zuschauerperspektive. Das Verhältnis von Theater und Film gibt zu reden, seit die Bilder laufen lernten. Doch Theaterfilme sind weit mehr als verfilmte Dramen. Dogville und Idioterne des dänischen Regisseurs Lars von Trier erscheinen als Hybride zwischen Film und Theater. Sogar Theater und Telefon haben sich gefunden. Rimini Protokoll schickt die ehemals Zuschauenden in Call Cutta einzeln auf einen Stadtrundgang durch Berlin, geführt über Handy von einer Stimme aus einem Call Center in Indien. Wer stellt hier noch für wen dar? Christoph Schlingensief überschreitet die Grenze zwischen Kunst und Politik. Er zählt dabei auf die willige Mitarbeit der Massenmedien. Vor seiner Zürcher Hamletinszenierung sollte gar eine Volkspartei abgeschafft werden. Drängt sich da ein Vergleich mit der Sozialen Plastik seines deklarierten Vorbilds Joseph Beuys auf? Das Buch diskutiert Möglichkeiten der Systematisierung solcher Theater-Medien-Beziehungen im Vorfeld einer Mediengeschichte von Theater. Medien eröffnen im Theater neue Raum- und Zeitdimensionen. Flüchtige Räume und bizarre Zeitreisen sprengen den Guckkasten der Stadttheater. Mit Beiträgen von Sonja Eisl, Silvia von Kaenel, Nicolette Kretz, Rahel Leupin und Miriam Ruesch.
Chronos Die grauen Steine, Belletristik von Ruth Blum
Die Schaffhauser Autorin Ruth Blum (1913-1975) erinnert sich in diesem autobiografischen Roman an ihren Alltag in der Zeit des Zweiten Weltkriegs, an das bedrohte Leben an der Grenze, die rund um den Kanton Schaffhausen durch graue Steine markiert ist, und hinterlässt damit ein einzigartiges alltagsgeschichtliches Zeugnis einer selbstbestimmten jungen Frau, die in widrigen Zeiten ihren Weg sucht und findet. Ruth Blum schildert im 1971 erschienenen Roman ihre Jugend im schaffhausischen Weinbauerndorf Wilchingen nahe der deutschen Grenze: ihre frühe Begeisterung für die Literatur, das Schreiben und die Natur, die Ausbildung am Lehrerseminar in Schaffhausen und die Sorgen der vaterlosen Familie während der wirtschaftlich schwierigen Jahre der Zwischenkriegszeit. Nach dem Abbruch ihrer Ausbildung lebt sie in Zürich, wo erste journalistische Aufträge und später der erfolgreiche Erstling.
Chronos Medialität und Ereignis, Fachbücher von Marcus Sandl
Das Buch "Medialität und Ereignis" von Marcus Sandl bietet eine tiefgehende Analyse der Reformation und deren historische Kontexte. Es untersucht die Kontinuität der Reformationsgeschichte und die Reflexivität des Historischen, während es gleichzeitig die Rolle der Medien in der Präsenz und der Wahrnehmung dieser Zeit beleuchtet. Der Autor thematisiert zentrale Aspekte wie den Ablassstreit und die Bedeutung der Lektüre sowie die Antithetik zwischen sinnzentrierter Lektüre und sakraler Kommunikation. Durch die Betrachtung der mittelalterlichen Frömmigkeit wird die Kommunikation unter Anwesenden in den Fokus gerückt, was zu einem umfassenden Verständnis der reformatorischen Zeitgebundenheit beiträgt. Das Buch ist sowohl für Fachleute als auch für Interessierte an Geschichte und Archäologie von Bedeutung.
Chronos Nur ein Durchgangsland, Sachbücher von Simon Erlanger
Traditionellerweise herrscht die Vorstellung vor, die Generation, die den Zweiten Weltkrieg in der Schweiz miterlebt hat - die sogenannte Aktivdienstgeneration - sei eine homogene Einheit gewesen: abwehrbereit und geschlossen. Doch war dies wirklich der Fall? Die vorliegende Studie zeigt durch eine Analyse von Interviews, Erinnerungsschriften, militärtheoretischer Literatur, Propagandatexten und Archivquellen, dass das traditionelle Bild der Aktivdienstgeneration im Wesentlichen durch die Propaganda der geistigen Landesverteidigung geprägt war. Die gegen Ende der dreissiger Jahre zunehmend polarisierte Geschlechterordnung spielte dabei eine zentrale Rolle. Das Bild des Wehrmannes, der mit dem Karabiner in der Hand die daheim gebliebene Familie beschützt, sowie das Bild der Schweizerin als Hausfrau und selbstlose Unterstützerin ihres wehrpflichtigen Mannes wurden zu normativen Leitbildern.
Chronos Lebensmeister - Leidensschüler, Fachbücher von Martin, Müller
Dieser Band mit rund 700 chronologisch angeordneten Briefen bietet eine Beschreibung von Gottfried Kellers Leben aus einer nahen Perspektive. Walter Benjamin charakterisierte ihn einmal als einen "grossen Briefeschreiber": "Er selbst ist jedoch ein wolkenverhangener, lange schweigender Jupiter epistolarius, der die Schwüle unbemerkt mit scharfen Witzen zerreisst und dumpf donnert." Ob er Blitzschläge gegen Verleger schleudert, die ihn verzweifelt an Fristen erinnern, sich über eitle Zeitgenossen lustig macht, geliebte junge Frauen in Selbstgeisselung anspricht oder charmant mit Damen der hohen Gesellschaft plaudert, Keller offenbart sich stets als ein eigenwilliger, unbestechlicher Zeitgenosse sowie als ein Autor von weltliterarischem Rang, selbst in den kurzen Texten dieser Sammlung.
Chronos Postmigrantische Balkanbilder, Fachbücher von Christian, Ritter
Im Social Web inszenieren Jugendliche eine gemeinsame Herkunft aus den westlichen Balkanstaaten auf vielfältige Art. Dabei entstehen Fotografien und Collagenbilder, über welche stereotype Vorstellungen des "Balkanischen" verhandelt werden. Das Buch gibt Einblick in die Medienwelten postmigrantischer Jugendkulturen im deutschsprachigen Europa, vor allem in der Schweiz. Anhand zahlreicher Beispiele wird gezeigt, wie Vorstellungen von Ethnizität und Herkunft im Umgang mit digitaler Fotografie und Online-Kommunikation angeeignet, aber auch reproduziert werden. Im Zentrum stehen die intermedialen Praktiken, durch welche Symbole und Narrative aus Jugend- und Populärkultur sowie aus nationalen Diskursen zu neuen Erzählungen des "Balkanisch-Seins" verwoben werden. Dabei geht es immer auch um die Ambivalenz von kreativer Anrufung und sozialer Ermächtigung in Prozessen gesellschaftlicher Ästhetik.
Chronos Die Hinterlassenschaft, Belletristik von Walter Matthias Diggelmann
Als die Hinterlassenschaft von Walter Matthias Diggelmann 1965 im Münchner Piper-Verlag erschien – der Schweizer Benziger-Verlag wollte das in verschiedener Hinsicht unzeitgemässe Pamphlet trotz Vertrag nicht publizieren – wurde der Roman in der Schweiz umgehend zu einem literarischen und politischen Ereignis, und sein Verfasser wurde im eisigen Klima des Kalten Kriegs systematisch in die kommunistische Ecke gedrängt. Der erfundene Tatsachenbericht verschränkte mit ästhetischen Verfahren der Dokumentarliteratur den Antisemitismus und die restriktive Flüchtlingspolitik der Schweiz in den dreissiger und vierziger Jahren mit dem helvetischen Antikommunismus der fünfziger Jahre. Noch vor Alfred A. Häsler, Max Frisch oder Niklaus Meienberg lancierte Diggelmann als einer der prononciertesten Repräsentanten der Littérature engagée mit seinem wichtigsten Roman die Kontroverse um die öffentliche Funktion der Literatur in der Schweiz neu.
Chronos Bewegte Topologien, Fachbücher von Sibylle Künzler
Abhängig von den wechselnden medientechnischen Arrangements verändern sich die Raumrelationen und Wahrnehmungsmodalitäten des Digitalen. Einen grundlegenden Wandel erfuhr die Wahrnehmung digitaler Räume im Verlauf der letzten zehn Jahre. Dies lässt sich besonders im Aufkommen und in der veränderten Bedeutsamkeit von Geobrowsern und Navigationsdiensten wie Google Maps und Google Street View erkennen. Auf diese Raumphänomene scheint die theoretische Trennung zwischen einer digitalen und einer physischen Sphäre nicht mehr gänzlich zuzutreffen. Am Beispiel der von Google Maps und Google Street View digital durchwirkten Alltagsräume führt dieses Buch auf eine theoretische Erkundungsreise durch bewegte Topologien. Es reflektiert digitale Raumphänomene in theoretischer und methodologischer Hinsicht wie auch anhand einer Collage empirischer Vignetten. An die topologische Wende der kulturwissenschaftlichen Raumtheorie anschliessend, denkt es den medientheoretischen Ansatz des Augmented Space kritisch weiter und konzeptualisiert diesen neu. Die empirischen, akteurszentrierten Touren durch diese augmentierten Räume lassen bewegte Topologien erkennen, in denen das Digitale multipel in Erscheinung tritt. Die Studie konstatiert zudem einen Verinnerlichungsprozess: Digital durchwirkte Räume werden zusehends zu einem selbstverständlichen Modus der alltäglichen Raumwahrnehmung.
Chronos Mord im Alpenglühen, Belletristik von Paul Ott
Mord im Alpenglühen präsentiert erstmals einen umfassenden Überblick über die Schweizer Kriminalliteratur von den frühen Verbrechensberichten und Gerichtsreportagen im 19. Jahrhundert bis zur heutigen Vielfalt des Kriminalromans. Der Autor zeigt Entwicklungslinien auf und beschreibt Werke von bekannten oder vergessenen Verfasserinnen und Verfassern aus allen Sprachregionen der Schweiz. Manche Kriminalromane überzeugen durch Alltagsnähe und Milieutreue, andere entweichen unbekümmert ins Fantastische. Immer transportieren sie Botschaften, und nicht selten wird die augenfälligste, der Kampf des Guten gegen das Böse, heimlich unterwandert. Hinter den Namen der Autorinnen und Autoren verbergen sich spannende Lebensläufe, unerwartete Zusammenarbeiten werden ans Licht gebracht und Pseudonyme aufgedeckt. Die Bibliografie enthält über 2000 Werktitel und biografische Angaben.
Chronos Wider die Ausgrenzung - für eine offene Schweiz, Sachbücher
In den letzten Jahren ist der Umgang mit dem Fremden in den Mittelpunkt von Politik und Öffentlichkeit gerückt. Ob Debatten zu Religionsfreiheit, Sozialstaat, Schulfragen oder öffentlicher Sicherheit - Stigmatisierung und Ausgrenzung finden zunehmend Akzeptanz und lenken von den eigentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen ab. Mit diesen Entwicklungen hat sich die historische, sozial- und rechtswissenschaftliche Forschung in der Schweiz in zahlreichen Beiträgen auseinandergesetzt, von denen hier eine wichtige Auswahl zusammengestellt wurde. In der schweizerischen Migrationsgesellschaft führt seit den 1990er Jahren eine Reihe von Fragen regelmässig zu hitzigen Debatten. Was ist unter Integration zu verstehen und wie soll eine Integrationspolitik ausgestaltet sein? Wie verändert sich die Rechtsordnung und -praxis in einer durch Migration geprägten Gesellschaft? Seit neuestem stellt sich auch die Frage, welche Bedeutung die Gesellschaft der Religionsfreiheit zumisst und ob das Minarettverbot dieses Grundrecht verletzt. Und wie sieht das Verhältnis von Religion und Geschlechterrollen in den Diskussionen zum Verbot von Kopftuch und Burka aus? Mit welchen Stereotypen wird in Debatten zur sogenannten Ausländer- und Jugendkriminalität operiert, und welche Rolle spielen die Medien in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Probleme? Ebenso kann man danach fragen, welche politischen Akteure und Diskurse zum Klima der Ausgrenzung beitragen und wo historische Kontinuitäten zu finden sind.
Chronos Flanieren in ArCAADia, Fachbücher von Tobias Scheidegger
Die Kommunikation grosser Bauvorhaben geschieht heute vornehmlich über computergenerierte Architekturvisualisierungen. Trotz ihrer ausgeprägten medialen Präsenz wurde diese alltägliche Bildgattung ausserhalb von Fachkreisen bislang kaum thematisiert. Die vorliegende Untersuchung nähert sich diesen unbeachteten Bildern aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Dabei zeigt sich, dass die perfekt gerenderten Visualisierungen stets mehr transportieren als blosse Informationen über geplante Bauvorhaben: Vielmehr widerspiegeln die digitalen Bildwelten Tendenzen gegenwärtiger Stadtpolitik, die gleichermassen im Reden über 'Urbanität' ihren Ausdruck finden. In Bildanalysen und Interviews mit Bildproduzenten lotet die kulturwissenschaftliche Untersuchung diese Visual Culture des 'Urbanen' aus. Eine Phänomenologie der Visualisierungen bildet den ersten Teil der Untersuchung. Die Bilder werden als visuelle Machtmittel beschrieben, welche die Betrachter aufgrund besonderer Bildeigenschaften gezielt zu mobilisieren vermögen. Ein zweiter Teil analysiert die Visualisierungen als Projektionen eines 'urbanen' Alltags. Auf einem Streifzug durch die digitale Idealstadt 'ArCAADia' werden Raumpolitiken beobachtet, die in aktueller Stadtentwicklung ihren realen Gegenpart finden: Ausschlüsse, Raumkontrolle und spektakuläre Simulation städtischen Lebens.
Chronos Geschichte Russlands, Fachbücher von Heiko Haumann
Kurze Kapitel geben einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse, die Herrschaftsverhältnisse, die soziale Gliederung, die wirtschaftlichen Bedingungen und kulturellen Formen in den jeweiligen Epochen.
Chronos Arnold Künzli, Sachbücher von Roger Sidler
Mit seinen Schweizer Reportagen für die Basler National-Zeitung erregte Arnold Künzli in den späten 1950er Jahren erstmals öffentlichen Widerspruch. Die bissige Kritik an einer Schweiz, die sich im Kalten Krieg gemütlich eingerichtet hatte, galt als unstatthaft. Wer sich nicht dem helvetischen Konsens unterwarf, wurde als Nonkonformist verschrien. Als Künzli vom Journalismus in die Wissenschaft hinüberwechselte und als Basler Professor für politische Philosophie das alternative Gesellschaftsmodell des demokratischen Sozialismus propagierte, stand er im Verdacht, ein nützlicher Trottel Moskaus zu sein. Die Kontroversen mit den Verteidigern der alten Ordnung wurden härter, die Bundespolizei fichierte fleissiger. Dabei warb Arnold Künzli in den 1930er und 40er Jahren für die Kulturpolitik von Bundesrat Etter, die unter dem Schlagwort geistige Landesverteidigung die Verteidigungsbereitschaft und den Selbstbehauptungswillen der Schweizer und Schweizerinnen stärken wollte. Künzli trat in Widerstandsorganisationen ein. Entschlossen kämpfte er gegen Anpassung und Defätismus. Er glaubte an die Demokratie und stand für sie ein. Die Lebensgeschichte von Arnold Künzli ist auf vielfältige Weise mit der Geschichte der geistigen Landesverteidigung verknüpft. Sein gesellschaftspolitisches Engagement nahm hier seinen Anfang. Mit ihren Vorstellungen setzte er sich immer wieder aus unterschiedlichen Positionen auseinander. Und heute blickt er auf ein mittlerweile historisches Selbstbildnis der Schweiz zurück, das spätestens in den Debatten der Jahre 1989 bis 1992 jede Überzeugungskraft verloren hat. Die Fragen, was ihn zeitlebens angetrieben hat, wie sein Denken einzuordnen ist und wie es dazu kam, dass er sich vom alten Konsens verabschiedete, stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Studie.
"Rome’s Internal Frontiers" bietet eine umfassende Analyse der inneren Grenzen des Römischen Reiches und deren Bedeutung für die Verwaltung und Organisation der Provinzen. Das Buch basiert auf den Ergebnissen eines internationalen Projekts, das von der Universität Zürich initiiert wurde. In einem interdisziplinären Ansatz untersuchen Wissenschaftler aus Europa die territorialen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Provinzen. Durch die kritische Analyse schriftlicher Quellen und die Anwendung geografischer Informationssysteme (GIS) wird ein tieferes Verständnis für die politischen und steuerlichen Organisationen der Provinzen vermittelt. Zudem werden kulturelle Aspekte und wirtschaftliche Strukturen durch die Untersuchung spezifischer Materialkulturen wie Keramik und Münzen beleuchtet. Das Buch ist eine wertvolle Ressource für alle, die sich für die Geschichte und Archäologie des Römischen Reiches interessieren und bietet neue Perspektiven auf die komplexen Beziehungen innerhalb der Provinzen.
Chronos Leiden und leisten, Schulbücher von Marino Ferri
Das Buch "Leiden und leisten" von Marino Ferri bietet eine tiefgehende Analyse der Herausforderungen, mit denen geflüchtete Student:innen an Schweizer Hochschulen konfrontiert sind. Es beleuchtet die historischen Hintergründe und die Entwicklung der Unterstützungsstrukturen von den 1940er- bis zu den 1970er-Jahren. Durch fünf Fallstudien werden verschiedene Aspekte der studentischen, behördlichen und privaten Unterstützungspraxis untersucht. Die Studie geht der Frage nach, wie geflüchtete Student:innen Zugang zur Hochschulbildung erhalten und welche Akteure in diesen Aushandlungsprozessen eine Rolle spielen. Dabei wird ein komplexes Netzwerk von Organisationen und Institutionen sichtbar, das sich um die Belange der geflüchteten Studierenden kümmert. Das Buch ist nicht nur eine historische Aufarbeitung, sondern bietet auch neue Perspektiven auf die transnationale Flüchtlings- und Studierendengeschichte der Schweiz.