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Chronos Blicke von aussen – Blicke von innen
Pater Ambros Trafojer (1891–1974) war ein Konventuale des Benediktinerklosters Muri-Gries in Bozen (Südtirol). Der ausgebildete Theologe und erfahrene Seelsorger widmete sich zeit seines Lebens der Fotografie. Als leidenschaftlicher Amateur dokumentierte er über mehrere Jahrzehnte das Leben in seinem Stift und um sein Stift. Die Publikation geht den Besonderheiten seines üppigen Fotonachlasses unter kulturwissenschaftlichen Fragestellungen nach und bettet Trafojers Wirken in die turbulente Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert ein. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der ästhetischen und der bildtheoretischen Dimension eines zwischen Dokumentation und Beobachtung changierenden Bild-Œuvres.
Löse ein theoretisch unmögliches Verbrechen in diesem spannenden Sci-Fi-Krimi Spiele alle drei Episoden des Science-Fiction-Krimis im Anime-Stil. Die Episoden I und II sind ab sofort spielbar, Episode III folgt später im Jahr 2023. Dein Name ist Hal Scion, und du bist ein Ermittler der besonderen Art. Du bist als "Variantenmensch" bekannt, eine Person, die die einzigartige Fähigkeit besitzt, in die Vergangenheit zu sehen und sie zu verändern. Und Ihre einzigartigen Fähigkeiten sind genau das, was jetzt wird. Es wird bedrohliche Kräfte geben, die deine geistige Beweglichkeit auf die Probe stellen werden. Verstecke dich, renne, schleiche und entkomme der Gefahr, während du Beweise sammelst. Dann klagst du die Täter in spannenden Gerichtssequenzen an, in denen du ihre Schuld beweisen musst, auch wenn sie sich bei jedem Schritt gegen dich wehren. Besondere Fähigkeit - Nutze deine Spezialfähigkeit, um die Zeit zurückzudrehen und die Vergangenheit zu verändern. Feldarbeit - Betrete Augmented Dreaming - den kollektiven Traum, der das
Der Psychiater Moritz Tramer (1882–1963) war ein Pionier der Kinderpsychiatrie. Das neue Fachgebiet rückte Kinder erstmals ins Zentrum wissenschaftlichen Interesses. 1934 gründete Tramer die «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie», deren Chefredaktor er bis 1963 blieb. Sie wurde in den Kriegsjahren ein Ort internationaler Vernetzung, der auch jüdischen Forscher:innen im Exil eine Plattform bot. Trotz ihrer pionierhaften Leistung erfuhren Moritz Tramer und seine Frau, die Psychologin und Pazifistin Franziska Baumgarten, nicht die erwünschte Anerkennung und sind bis heute erstaunlich unbekannt. Beide waren jüdisch und für ihr Studium aus Osteuropa nach Zürich gekommen. Kinderpsychiatrie war ein neues und kontroverses Feld, das Eltern und Schule mit einbezog, aber auch in Familienstrukturen eingriff. Ausgehend von Überlegungen zur «Volksgesundheit» engagierte sich Tramer in eugenischer Propaganda. 1937 gründete er aus der Überzeugung, dass Kinder nicht in die Erwachsenenpsychiatrie gehörten, die Kinderbeobachtungsstation «Gotthelfhaus» in Biberist, die internationale Beachtung fand. Die von Tramer gegründete «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie» war interdisziplinär; es wurden auch Beiträge aus der Psychologie, Psychoanalyse, Psychohygiene und (Heil-)Pädagogik abgedruckt. Eine besondere Bedeutung kam den Kinderzeichnungen zu, die als eine Sprache verstanden wurden, die Kindern zur Verfügung stand, und zugleich als ein Schema, nach dem sie taxiert werden konnten.
„Man möchte kein Industrieort werden, sondern Bauerngemeinde bleiben.“ So umschrieb der Rafzer Chronist Salomon Hänseler im Jahr 1917 die Stimmung in Rafz und drückte damit das Unbehagen der Bevölkerung über den raschen Wandel in einem seit Jahrhunderten der Landwirtschaft verpflichteten Dorf aus. Die Entwicklungen im 20. Jahrhundert sind ebenso Thema dieser Geschichte von Rafz wie die Ereignisse der vorangegangenen Jahrhunderte. Von der Ersterwähnung in einer gefälschten Urkunde aus dem Jahr 870 und der Herausbildung einer selbständigen Gemeinde im Mittelalter spannt die Ortsgeschichte einen weiten Bogen über die Reformationszeit und den Umbruch der helvetischen Revolution bis hin zu den grundlegenden Veränderungen der letzten zweihundert Jahre. Das Buch bringt politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen zur Sprache und zeigt, dass Rafz lange Zeit im Spannungsfeld war.
Chronos Der Wahnsinn der, Fachbücher von Daniel Strassberg
Ein Motor des europäischen Denkens ist der fortwährende Versuch, den Wahnsinn aus der Vernunft zu verbannen, ein Versuch, der immer wieder misslingt. Das Buch des Psychiaters, Psychoanalytikers und Philosophen Daniel Strassberg stellt in einer Tour d'Horizon von Platon bis Deleuze unterschiedliche Bemühungen der Grenzziehung zwischen dem Rationalen und dem Wahn vor und zeigt dabei, wie es der Irrationalität immer wieder gelingt, sich inmitten der Vernunft festzusetzen. Dieses Buch wendet sich an Psychiater, die ihre Geschichte der Philosophie kennenlernen wollen, an Philosophen, die aus der Perspektive der Kehrseite der Vernunft einen neuen Blick auf die Geschichte der Philosophie werfen möchten, und nicht zuletzt an Laien, die sich für die Verbindung von Sinn und Irrsinn interessieren. "Der Wahnsinn der Philosophie" wurde 2013 mit dem Missing-Link-Preis des Psychoanalytischen Seminars Zürich ausgezeichnet.
Chronos Atem-Wege, Fachbücher von Aurelia Ehrensperger
Anleitung Einatmen - Begriffliche Überlegungen Aufbau Grundlagen - Theoretische Impulse Konstruktivistisch: Körper beschreiben, Körper als Ort kultureller Deutung. Phänomenologisch: Körper erfahren, Atmen als Erfahrung von Körper und Raum. Philosophisch: Körper entschreiben, denkende Körper, Körper atmen und schreiben. Auf den Spuren des Atmens - Methodik Begriffe: Rhizome und Spuren, das Rhizom als Denkfigur, Spuren, Spür-Sinn und Sagacity. Konzeption Spuren des Atmens im Alltag, die Verschriftlichung der drei Plateaus «Luft holen» - Erkundungen zur Luftverschmutzung, luftige Erzählungen, das Luftmeer, die Haut und die Industrie. Exkurs Davos: Gute Luft für kranke Lungen, «Tatsache» Luftverschmutzung, Narrative der Luftverschmutzung. Strukturelle Merkmale: Sprache, Zahlen und Experten, Wissensfiguren, Festschreibungen. «Atmen ist Leben» - Erkundungen zur Atemnot. Im Fokus: Chronische Atemnot, Atemnot erleben. Anfänge: «Aber ich sagte mir halt, das wird die Höhe sein!» Zur Ruhe kommen: «Es geht nichts ohne schnaufen!» Atemnot deuten, Figuren der Sprachlosigkeit, Atemnot entschreiben. «Bleiben Sie einfach bei Ihrem Atem» - Erkundungen zur Achtsamkeit. Kulturwissenschaftliche Lesarten zur Achtsamkeit, populäre Achtsamkeit im 21. Jahrhundert. Fokusverschiebungen - Ein Zwischenfazit. Instruktion - Atmen wahrnehmen und beobachten: «... einfach nur zu atmen und zu sein, und nichts tun zu müssen». Betrachtungen über das Jucken und andere Ablenkungen, die Formel ausdeuten, optimierte Subjekte versus Subjektlosigkeit. Atemmeditation als Wahrnehmungstechnik, populäre Achtsamkeit: subjektlos und ideologiekritisch? Aufatmen, Einsichten, Einordnung und Ausblicke. Quellen und Literatur, Quellen, Interviews, Transkripte, Feldnotizen, Institute, Magazine, Produkte, Zeitungen etc. Literatur Dank.
Chronos Hausgeschichten, Fachbücher von Anne Schillig
Das Haus ist ein zentraler Faktor für die Reproduktion der Familie. Es beeinflusst die Beziehungen ihrer Mitglieder, strukturiert deren Alltagsleben und organisiert demografische Kenngrössen wie Alter oder Geschlecht. Dieses Buch untersucht das Verhältnis von Häusern und Familien in der ländlichen Schweiz des 18. und 19. Jahrhunderts. Den Ausgangspunkt bilden die Bauernhäuser der Schweiz, eine mehr als 30 Bände umfassende Publikationsreihe über ländliche Wohn- und Wirtschaftsbauten aller Regionen des Landes. Die Autorin nutzt diese umfangreiche Materialsammlung erstmals für eine Untersuchung der Beziehungen von materiellen und sozialen Sphären zwischen 1700 und 1900. Deutlich wird nicht nur, wie ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung während dieser Zeit wohnte, sondern auch, welche strukturellen Veränderungen Häuser und die darin lebenden Familien durchliefen. Mit Hausgeschichten, deren Quellen Häuser inner- und ausserhalb des Freilichtmuseums Ballenberg sind, leistet die Arbeit zudem einen methodischen Beitrag zur materiellen Kulturforschung. Die Fallbeispiele zeigen, dass ländliches Wohnen in der Schweiz dynamisch war und sozial-materielle Grenzen nicht in Stein gemeisselt, sondern situativ wandelbar gewesen sind.
Chronos Denkmalpflege in der Stadt Bern, Fachbücher
Warum ist der fachgerechte Umgang mit wertvoller Baukultur wichtig, welche Auswirkungen haben sorgsame Sanierungen auf Stadtbild und Lebensqualität? Der reich bebilderte Band zeigt das kontinuierliche Wirken der Denkmalpflege anhand exemplarischer Umbauten und Sanierungen, die in den letzten vier Jahren in der UNESCO-Stadt Bern durchgeführt wurden. Ein Buch für interessierte Laien wie für Fachpersonen. Der Erhalt und die sorgsame Weiterentwicklung der Berner Baukultur gehört zu den Aufgaben der Denkmalpflege. Ihre Arbeit mit dieser wertvollen Ressource schlägt sich unverkennbar im Stadtbild nieder, sorgt für Lebensqualität in den Quartieren und ist Voraussetzung für den Status der Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Bauberatenden der städtischen Denkmalpflege stellen in der Publikation die wichtigeren und besonders anschaulichen Beispiele ihrer konstruktiven denkmalpflegerischen Tätigkeit während der vergangenen vier Jahre vor. Das Buch ist gleichzeitig ein Streifzug durch die Quartiere und eine Entdeckungsreise zu den wertvollen Berner Bauten.
Chronos Das Untertor, Sachbücher von Peter Niederhäuser
Als Bauwerk ist das Untertor bereits 1871 verschwunden, dennoch bildet die gleichnamige Gasse einen stark frequentierten Zugang zur Winterthurer Altstadt. Der Historiker Peter Niederhäuser zeichnet im ersten Teil des Buches die Entstehung des Quartiers nach und untersucht seine weitere Entwicklung. Im zweiten Teil des Buches verfolgt der Journalist Alex Hoster die Quartierentwicklung anhand des Protokollbuchs der 1893 gegründeten Nachbarschaft Untertor sowie mithilfe späterer Akten der Untertor Vereinigung bis in die Gegenwart. Im dritten Teil schliesslich beleuchtet er die Alltagsgeschichte des Quartiers weiter, indem er jedes Haus einzeln vorstellt. Da er sich auf Familienarchive und mündliche Überlieferungen abstützen kann, fällt der Blick mal auf die Bau-, mal auf die Kultur- oder die Familiengeschichte, mal auf Lebensbedingungen oder Eigenheiten von Bewohnerinnen und Bewohnern. Dadurch wird der Mikrokosmos des früheren Untertorquartiers lebendig und nachvollziehbar.
Chronos Die Schürzennäherinnen, Sachbücher von Jolanda Spirig
Alice Kriemler-Schoch gründete vor 90 Jahren ihre eigene Schürzenmanufaktur in St. Gallen, die sie in den dreissiger Jahren zur Kleiderfabrik erweiterte. Zwischen 1933 und 1972 zeugen 14 Tagebücher vom Alltag der engagierten Unternehmerin, die mitten in der Stadt Hühner hielt und kurz vor ihrem 63. Geburtstag die Fahrprüfung ablegte. Akris ist heute weltweit tätig und präsentiert seine Kollektionen als einziges Label aus dem deutschsprachigen Raum auf den Laufstegen der Prêt-à-porter-Schauen in Paris. Wie lebten die Frauen, die zwischen 1946 und 1966 in einer kleinen Rheintaler Näherei für Akris-Gründerin Alice Kriemler-Schoch Schürzen produzierten? Wie wuchsen sie auf in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, als das Stadt-Land-Gefälle riesig und die Bildungschancen für Mädchen gering waren? Ihre Chefin lotste derweil ihr St. Galler Bekleidungsunternehmen durch die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg und verteidigte die Schürzenproduktion, bis das Schürzentragen aus der Mode kam. Die Porträts der neun Rheintaler Näherinnen geben Einblick in eine längst vergangene Welt, geprägt durch Kinderarbeit, Marienlieder, Armut und Autoritätsgläubigkeit. Die Mädchen hüteten Kühe und Kinder, stachen Äcker um und ernteten Erbsen. Als junge Frauen nähten sie Schürzen. Den Verdienst gaben sie zu Hause ab, eine Lehre lag nicht drin. Das gemeinsame Nähen im "Büdeli" hat die Kriessnerinnen nachhaltig geprägt. Sie nannten sich "Kriemlera" nach ihrer Chefin Alice Kriemler-Schoch (1896-1972), die ebenfalls auf einem kinderreichen Bauernhof aufgewachsen war. Auch sie hatte als Schürzennäherin begonnen, doch dabei ist es nicht geblieben.
Chronos Der Stromzähler, Sachbücher von Jonas Schädler
Überall in Europa nahmen ab den 1880er-Jahren kommunale und private Elektrizitätswerke den Betrieb auf. Sie sorgten für die Beleuchtung öffentlicher Strassen und repräsentativer Bauten und verkauften die elektrische Energie insbesondere an Privatpersonen. Die Elektrifizierung des Haushalts, die damit einsetzte, brachte neben Annehmlichkeiten verschiedene technische, ökonomische und soziale Probleme mit sich. Sie kreisten um die Frage, wie der Verkauf von Strom geregelt werden kann. Der Stromzähler löste diese Probleme und sorgte für Stabilität: Er übersetzte den Verbrauch von Elektrizität in Kilowattstunden, machte elektrische Energie fassbar, zählbar und kontrollierbar und schuf Vertrauen gegenüber der neuen Technik. Mit dem Anstieg des Stromkonsums nach 1900 wurden Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit von Strompreisen zum wichtigen Faktor der Stromversorgung. Landis & Gyr, eine elektrotechnische Fabrik aus Zug, spezialisierte sich auf die industrielle Fertigung normierter Zähler für den Ausbau der Stromversorgung. Die Firma belieferte Elektrizitätswerke in der Schweiz und exportierte Millionen von Apparaten in die ganze Welt. Damit verkaufte Landis & Gyr nicht nur ein technisches Bauteil für den Aufbau neuer Versorgungsnetze, sondern exportierte auch eine spezifische Messmethode, die bestimmte Verhaltensweisen der Kundinnen und Kunden, Kontrollroutinen und Genauigkeitsvorstellungen mit sich brachte. Der Zähler wurde damit zur wichtigen Schnittstelle zwischen Kraftwerk und Haushalt und trug wesentlich zur Alltäglichkeit von Elektrizität bei.
Chronos Fortunatus, Sachbücher von Christian Kiening
Der Fortunatus, zuerst anonym 1509 in Augsburg publiziert, ist der wohl bedeutendste und wirkungsreichste Prosaroman der frühen Neuzeit. Er verknüpft Muster des Generationenromans mit Elementen des Reiseberichts, des Minne- und Abenteuerromans, des Exempels und der Novelle. Er kreist um die Frage: Wie kann man sich in einer von Spannungen und Begehrlichkeiten, von sozialen und ökonomischen Ambivalenzen geprägten Welt behaupten? Und wie lässt sich aus der Vielfalt und Kontingenz ein narrativer Sinn gewinnen? Das vorliegende Buch, ebenso textnah wie systematisch angelegt, sammelt das bis heute ermittelte Wissen über den Roman und entwickelt neue Perspektiven auf die Entstehungskontexte, die im Roman entworfenen Welten, die narrativen Logiken und die vielfältigen Rezeptionen der Geschichte bis ins 20. Jahrhundert hinein.
Chronos Hottingen, Sachbücher von Quartierverein Hottingen
Hottingen betritt man von der Stadt her über den Pfauen, das Schauspielhaus wirkt wie ein Tor zum sonnenverwöhnten Stadtquartier. Es reicht über den Römerhof hinaus bis zum Hotel Dolder Grand. Beim Stadelhofen kommt das Quartier dem See nahe, im Hottinger Wald befindet sich der weit vom Zentrum entfernte Loorenkopf mit seinem Aussichtsturm. An den Hängen des Adlisbergs lebten und arbeiteten Menschen, die schon im alten Zürich politisch und wirtschaftlich stark mit der Stadt verbunden waren. 1893 kam die bisher eigenständige Gemeinde als Quartier zu Gross-Zürich. Die Nähe zum Zentrum und zur Hochschule bewirkte im 20. Jahrhundert eine rasante Zunahme der Arbeitsplätze zulasten des Wohnraums. Die Folge waren massive Steigerungen von Immobilienpreisen und Mieten, was zu einer sozialen Entmischung führte. Neben Gottfried Keller und Johanna Spyri wohnten Elias Canetti und Urs Widmer sowie viele andere Kulturschaffende und Hochschulangehörige in Hottingen. Dies und die topografische Lage zogen schon früh auch Vertreter des gehobenen Bürgertums an. Die vorliegende Publikation ist eine Neuausgabe der im Jahr 2000 erschienenen Hottinger Geschichte. Sie wurde durch ein Kapitel über die Entwicklung im 20. Jahrhundert ergänzt.
Chronos, Kalender, Richard Dindo, Erinnerungsarbeiter
Richard Dindo (1944-2025) ist ein herausragender Exponent des Schweizer Dokumentarfilms. Mit "Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S." hat er tief auf das helvetische Selbstverständnis eingewirkt. Öffentlich aufgerüttelt haben auch "Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg" und Untersuchungen zum gewaltsamen Tod von Jugendlichen in den 1980er-Jahren ("Dani, Michi, Renato & Max", "Verhör und Tod in Winterthur"). Dindos Motivation galt der Erinnerung an Widerständige, an Rebellen und Träumer, oft mit Blick auf deren utopisches Potenzial. Mehr und mehr ist er dabei in autobiografischem Material fündig geworden: bei Max Frisch vorab, bei Jean Genet, Ernesto "Che" Guevara, Arthur Rimbaud, Max Haufler, Charlotte Salomon, Henri Matisse oder Paul Gauguin. Bislang hat eine eingehende Darstellung von Dindos Methode filmischer Rekonstruktion von Erinnerung gefehlt. Ausgehend von seiner Prämisse, dass Nichterinnerung Selbstzerstörung ist, erhellt dieser Streifzug durch das Œuvre seine Bedeutung und Vielseitigkeit.
Chronos 'Ein Wunderwerk der Technik', Fachbücher von Josef Egger
Die heutige Allgegenwart des Computers ist das Ergebnis einer beeindruckenden Geschichte. Während der ersten Phase (1960-1980) dominierten die Grossrechner, mit denen Schweizer Unternehmen bahnbrechende Anwendungen realisierten. Die ersten grossen kommerziellen Computer, die Ende der 1950er Jahre in der Schweiz zum Einsatz kamen und sich danach rasch verbreiteten, trugen mit ihren gewichtigen Anwendungen massgeblich zur Entwicklung der Unternehmen bei. Die verbreitete Automatisierung beeinflusste das Geschehen in den Betrieben, neue Berufe entstanden, der Betriebsalltag veränderte sich, und die verschiedenen Funktionsträger wurden mit neuartigen Problemstellungen konfrontiert. Welche Herausforderungen standen im Vordergrund, welche Anwendungen wurden mit welchen Techniken erstellt? Wie prägte der Computer die Menschen und die Unternehmen, welches war sein Beitrag zu wirtschaftlichen Entwicklungen?.
Chronos Erzählen vor Gericht, Fachbücher von Brigitte Baur
Er begann als harmloses Diebstahlsverhör mit der heimatlosen Klara Wendel und endete mit der angeblichen Ermordung des Luzerner Schultheissen Franz Xaver Keller in einem politischen Eklat. Zwanzig Morde, vierzehn Brandstiftungen und eine Unmenge von Diebstählen waren im Sommer 1825 die Bilanz des grossen Gauner- und Kellerhandels, bevor alles in sich zusammenfiel. Dennoch endete das monströse Verfahren für die mit ihren Kindern inhaftierten 39 heimatlosen Frauen und Männer mit hohen Zuchthausstrafen oder gar mit dem Tode. In einer minutiösen Lektüre der Verhörprotokolle zeigt das Buch auf, wie die fiktiven Geschichten im dynamischen Zusammenspiel zwischen Verhörrichtern und Verhörten entstanden und schliesslich zur Wahrheit wurden. Überdies gibt es Einblick in die Lebensgeschichten der Verhafteten, beleuchtet die katastrophalen Zustände in den Untersuchungsgefängnissen und zeichnet.
Chronos Geburtsstunde einer Grossstadt, Fachbücher von Peter Niederhäuser
Das Buch "Geburtsstunde einer Grossstadt" von Peter Niederhäuser beleuchtet die Entstehung der Stadt Gross-Winterthur, die in der Nacht vom 31. Dezember 1921 auf den 1. Januar 1922 aus der Stadtgemeinde Winterthur und ihren Vororten hervorging. Es wird die komplexe Geschichte der Stadtvereinigung dargestellt, die durch zahlreiche Diskussionen und Abstimmungen geprägt war. Die Autorin oder der Autor thematisiert die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Vororte, die sich von ländlichen Gemeinden zu industriellen Dörfern und urbanen Stadtkreisen wandelten. Das Buch bietet eine umfassende Analyse der langfristigen Folgen dieser Eingemeindung und ist reich an historischen Bildern, die die Transformation der Stadt eindrucksvoll dokumentieren. Es ist ein wertvolles Werk für alle, die sich für Stadtgeschichte und die Entwicklung urbaner Räume interessieren.
Chronos Leben schreiben, Sachbücher von Andrea Züger
Autobiografisches Schreiben ist mehr als eine sprachliche Handlung. Aber was genau passiert, wenn wir planen, unser Leben aufzuschreiben? Auf der Basis von Leitfadeninterviews mit vier Autobiografinnen dokumentiert die vorliegende Studie den Prozess des autobiografischen Schreibens von der Idee bis zum geschriebenen Text. In der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Erzählforschung wurden bis anhin vor allem schriftliche Zeugnisse und mündliche autobiografische Erzählungen zum Forschungsgegenstand. Eine empirische Auseinandersetzung mit dem Prozess des autobiografischen Schreibens selbst und dessen Deutung durch die Schreibenden fehlt jedoch. Im Zentrum dieses Buches steht die Analyse dessen, wie Schreibende den Weg zur Autobiografie beschreiben und deuten. Der Prozess des Erinnerns, Schreibens und (Selbst-)Deutens als Teil des Projekts Autobiografie wird als konkretes biografisches und kulturanalytisches Machen anhand einer Erzählung über das Erzählen - einer Erzählung in doppelter Performanz - untersucht. Im autobiografischen Schreiben als ästhetischer Arbeit dominiert eine Vielzahl von Praktiken, die als Handlungskonzept gegenwärtiges und zukünftiges Leben gestalten.