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Audio Media Digital Puppenspiel A1069230642
Es war eine sehr dunkle Nacht, als die alte Frau in ihrer Kammer im Bett lag und die Stunden zählte. Solche dunklen Nächte sind schlimm für die Menschen, die alt und einsam und müde geworden sind. Das bunte Leben ist eingeschlafen, und nur die Stunden schlagen aus weiter Ferne. Einer dieser Stunden wird wohl bald meine letzte sein, dachte die alte Frau, denn ich bin sehr einsam und müde. Das bunte Leben ist eingeschlafen, und ich möchte das auch tun. Es ist an der Zeit.
Das Landleben hat seine großen Vorzüge", sagte er häufig. "Man sitzt auf dem Balkon und trinkt Tee, auf dem Teich schwimmen deine Enten, es riecht so gut, und ... und die Stachelbeeren reifen.
Schon zu Lebzeiten war es mir immer schwer gefallen, Raben und Krähen zu unterscheiden. Ich konnte ganz leicht alles Mögliche unterscheiden, darauf war ich immer stolz gewesen. Aber jetzt? Bin ich nur kurz eingenickt, war das alles ein schlechter Traum? Ich taste nach meinem Zimmerschlüssel und den zwei heidnischen Münzen, die mir die Richtigkeit meiner Befürchtungen bestätigen.
Audio Media Digital Das Schiedsgericht A1068508228
In dem Straßenbahnwagen, der um die neunte Abendstunde aus den weingesegneten Gefilden von Hernals gegen die Stadt klingelte, saß ein glücklicher Mensch. Sein rundes Gesicht strahlte im satten Rot der Freude ... Eine kuriose Wiener Geschichte die Jung und Alt zum Schmunzeln bringt.
"Flieder...", sagte ich nur um etwas zu sagen. Denn das Schweigen ist ein heimlicher Waldsteg, auf dem verstohlene Gedanken hin und wieder huschen. Also nur nicht schweigen!
"Mariomania" ist eine erotische Schwulengeschichte von Michael Annon, interpretiert von Friedrich von Latte. Eine prickelnde Erotik zwischen Männern, manchmal sind auch Engeln nicht so unschuldig wie man annehmen möchte.
Der Beruf des Politikers ist ein hartes Brot an dem sich das Volk die Zähne ausbeißt. Wer einen Hund abfällig Bastard nennt, sollte bedenken, dass wir selbst ein Mischvolk sind.
Vor dem Hühnerhause des Gutshofes standen zwei Hähne und zankten sich. Der Park dahinter träumte in Sommerstille, im Rauschen alter, hundertjähriger Bäume, in denen leise Vogelstimmen sangen. Aber die Hähne merkten nichts vom Frieden alter Baumkronen und nichts von der Heiligkeit durchsonnter Sommerstille. Sie standen da, starrten sich an und zankten sich. Es war auf dem Futterplatz dem Ort, wo sich die meisten zankenden Hähne zusammenfinden.
Die Eintagsfliege entschlüpfte dem Wasser, kroch langsam ans Ufer und reckte die feinen Flügel in der Junisonne. Eine Lebensform war beendet, eine andere begann. Wie ein ferner Traum verblasste in ihr das Dasein als Larve, ein Dasein voll Raubgier und Hunger, beschwert und gefesselt durch die Dichtigkeit des Wassers. Etwas neues begann, etwas immer Erahntes und doch erst heute Wirkliches. Leichtigkeit und Licht waren die ersten Frohgefühle dieser Wandlung, und Sinn des Lebens waren nun die blitzenden Schwingen in blauer Luft und goldenem Sonnenschein.
Das Faultier hing an einem Ast und duselte vor sich hin. "A – i", sagte das Faultier und seufzte. Es seufzte herzbeweglich. Seufzen hielt es für schlafbefördernd. Unten am Stamme des Baumes saß ein kleines Pinseläffchen und las in einem Buch. Das Buch war auf Baumrinde geschrieben und in Lianengeflecht gebunden. Den Entwurf dazu hatte eine Giftspinne gezeichnet – eigenbeinig.
Zigeuner waren gekommen und hatten ihr Lager beim Kirchhof außerhalb des Dorfes aufgeschlagen. Die Weiber und Kinder trieben sich bettelnd in der Umgebung herum, die Männer verrichteten allerlei Flickarbeit an Ketten und Kesseln und bekamen die Erlaubnis, so lange da zu bleiben, als sie Beschäftigung finden konnten und einen kleinen Verdienst. Diese Frist war noch nicht um, eines Sommermorgens aber fand man die Stätte, an der die Zigeuner gehaust hatten, leer. Sie waren fortgezogen in ihren mit zerfetzten Plachen überdeckten, von jämmerlichen Mähren geschleppten Leiterwagen. Von dem Aufbruch der Leute hatte niemand etwas gehört noch gesehen; er musste des Nachts in aller Stille stattgefunden haben.
Es kam ein Soldat die Landstraße daher marschiert: Eins, zwei! Eins, zwei! Er hatte seinen Tornister auf dem Rücken und einen Säbel an der Seite, denn er war im Kriege gewesen und wollte nun heim. Da traf er eine alte Hexe auf dem Wege. Sie war garstig, ihre Unterlippe hing ihr bis auf die Brust hinab. Sie sagte: "Guten Abend, Soldat! Was für einen schönen Säbel du hast und was für einen großen Tornister! Du bist ein richtiger Soldat! Nun sollst du so viel Geld bekommen, wie du haben willst!" "Schönen Dank, alte Hexe!", sagte der Soldat.
Herrenjahre ist der Titel eines Romans von Gernot Wolfgruber, der im Jahre 1976 erschienen ist. Wolfgruber schildert in diesem Roman einige Jahre aus dem Leben von Bruno Melzer, der eine Lehre durchläuft, eine Stelle als Tischler annimmt, heiratet, Kinder bekommt und Witwer wird. Nach seinen Lehrjahren in der Tischlerei erfüllen sich Bruno Melzers Hoffnungen auf die angeblichen "Herrenjahre" nicht. Der Traum von der Unabhängigkeit erweist sich für ihn als rasch brüchig werdende Utopie. Ein schmerzhafter Prozess der Desillusionierung begleitet seine eintönige Arbeit am Fließband einer Möbelfabrik. Den letzten Rest scheinbarer Freiheit verliert er, als eine Zufallsbekanntschaft von ihm ein Kind erwartet. Doch Wolfgrubers berühmt gewordener Roman schildert mehr als den Lebenslauf des Arbeiters Melzer, er bildet in bis heute gültiger Weise gesellschaftliche Zustände ab, die zugleich Denk- und Sprachzustände sind.
Regelmäßig wird Florian von seltsamen Träumen geplagt. Eine geheimnisvolle Frauenstimme teilt ihm darin mit, dass er den Kampf gegen das "Feuer des Bösen" aufnehmen müsse, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Zunächst widerwillig, aber schließlich doch entschlossen, stellt sich Florian dieser Auseinandersetzung…
Audio Media Digital Der Weihnachtsabend A1068758392
Am Heiligen Abend erscheint dem herzlosen, geizigen und widerlichen Geschäftemacher Ebenezer Scrooge der Geist seines verstorbenen Partners Marley und zeigt ihm die Folgen von Habgier und Einsamkeit. Scrooge ist zutiefst beunruhigt. "Wie ein Christbaum ohne Kerzen ist Weihnachten ohne dieses wunderschöne Märchen von Charles Dickens."
Das kleine Mädchen Heidi verbringt mit ihrem Großvater auf einer abgelegenen Hütte ihre ersten Lebensjahre. Der Großvater wird sehr traurig, als Heidi mit ihrem Vormund, der Tante Dete, nach Frankfurt ziehen muss. Dort lebt Heidi im Haus des Witwers Sesemann als Spielkameradin für dessen gelähmte Tochter Klara. Heidi erkrankt jedoch vor Heimweh und muss auf Anraten des Arztes zu ihrem Großvater zurückgeschickt werden. Das ist eine herzerquickende Lektüre voll tiefen Ernstes und frischen Humors. Heidi wurde innerhalb weniger Jahre zu einem Welterfolg; die Bücher sind in über 50 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt worden.
Es lebte einmal eine alte Königin, der war ihr Gemahl schon lange Jahre gestorben, und sie hatte eine schöne Tochter. Wie die erwuchs, wurde sie weit über Feld an einen Königssohn versprochen. Als nun die Zeit kam, wo sie vermählt werden sollten und das Kind in das fremde Reich abreisen müsste, packte ihr die Alte gar viel köstliches Gerät und Geschmeide ein, Gold und Silber, Becher und Kleinode, kurz alles, was nur zu einem königlichen Brautschatz gehörte, denn sie hatte ihr Kind von Herzen lieb.
"Mehr" ist eine erotische Schwulengeschichte von Michael Annon, interpretiert von Friedrich von Latte. Eine prickelnde Erotik zwischen Männern, "Mehr" ist das Stichwort, wenn man vom anderen nicht genüg bekommen kann und süchtig aufeinander wird.
Im Reifrockputz, mit Blumen reich verzieret, Schönpflästerchen auf den geschminkten Wangen, Mit Schnabelschuhn, mit Stickerein behangen, Mit Turmfrisur, und wespengleich geschnüret... Inhalt: An A. W. v. Schlegel An meine Mutter B. Heine An H. S. Fresko-Sonette an Christian S.