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ERGON Byzantinische Soziographik
Der Band behandelt die Schrift- und Buchgeschichte des griechischsprachigen byzantinischen Reiches aus der Perspektive einer Sozialgeschichte. Im Mittelpunkt stehen die Schrift in ihrem Wechselspiel mit den Akteuren (Schreiber, Leser) und damit verbundene sozialgeschichtliche Aspekte wie die Wahl der Schrift mit Rücksicht auf die Leserschaft, Zäsuren in der Buchgeschichte und der Umgang mit Texten in der byzantinischen Schrifttradition. Jede Handschrift ist als kulturelles Unikat zu werten, das Aussagen über die Gesellschaft zur Zeit ihres Entstehens und in den Zeiten der weiteren Rezeption machen kann. Der Band versteht sich als eine Annäherung an dieses umfangreiche Forschungsfeld und spricht auch Fragen an, die noch einer wissenschaftlichen Betrachtung bedürfen.
Die Studie überwindet den vermeintlichen Gegensatz von Paul Ricœurs und Jacques Lacans Interpretationen der Psychoanalyse Freuds, indem sie diese auf dialektische Modelle reflexiven Selbstbewusstseins zurückführt. Beide Autoren verstehen Subjektivität als über das Andere vermittelt. Während Ricœur; inspiriert durch die Dialektik Fichtes, das Ziel einer reflexiven Aneignung des Anderen durch das Selbst formuliert, verliert sich das reflexive Moment in Lacans hegelianischer Dialektik in der ekstatischen Verweisung auf Anderes. Diese dialektische Deutung ermöglicht eine neue Vergleichsperspektive auf Ricœurs hermeneutische und Lacans strukturalistische Interpretation der Psychoanalyse.
Der Band untersucht an einschlägigen literarischen Texten, Filmen und Computerspielen, wie das spezifisch moderne Narrativ der Auszeit verhandelt wird. Die Beiträge nehmen Auszeit-Erzählungen von der Frühromantik bis zur Pop- und Game-Kultur der Gegenwart in den Blick: ein vielstimmiger Beitrag zur erst noch zu schreibenden Kulturgeschichte der Auszeit. Der Band geht zurück auf ein Panel, das Stephanie Catani und Friedhelm Marx im Rahmen des 26. Deutschen Germanistentages 2019 an der Universität des Saarlandes ausgerichtet haben. Mit Beiträgen von Prof. Dr. Sabina Becker, PD Dr. Juliane Blank, Prof. Dr. Stephanie Catani, apl. Prof. Dr. Michael Eggers, Prof. Dr. Jörn Glasenapp, Roya Hauck, PD Dr. Nikolas Immer, Prof. Dr. Friedhelm Marx, Beatrice May, Dr. Jasmin Pfeiffer, PD Dr. Jörg Schuster und Julian Weinert.
Im Zentrum dieses Buches steht eine neue familiensoziologische Perspektive auf Pflegekinder und ihre Entwicklung vor dem Hintergrund ihrer ganz besonderen sozialen Ausgangslage. Diese besteht darin, dass ihre Sozialisation durch zwei primäre Familiensysteme (Herkunftsfamilie und Pflegefamilie) gerahmt wird, die beide für ihre Identitätsbildung wichtig sind und aus denen sie idealerweise Potentiale für ihre eigenen Lebensentwürfe und Lebenspraxen ziehen können. Diese Ausgangslage von Pflegefamilien, diffuse Sozialbeziehungen als Dienstleistung im Auftrag der Jugendhilfe zu praktizieren, führt zu Paradoxien und gleichzeitig werden Pflegefamilien herausgefordert, kreative Lösungen des Zusammenlebens zu entwickeln, um damit einen familienähnlichen Status zu erlangen. Die empirische Grundlage dieses Buches bilden biographische Fallrekonstruktionen über ehemalige Pflegekinder und ihre Familien. Aus der Analyse ergeben sich Erkenntnisse zu sozialisatorischen Möglichkeiten, zur professionellen Gestaltung und Begleitung von Pflegeverhältnissen und der Bedeutung von unterschiedlichen Wissensbeständen für das Zusammenleben in Pflegefamilien.
Ein 16-jähriges Mädchen hat die Liebe ihres Lebens gefunden und führt eine glückliche Beziehung. Als Liebesbeweis schenkt sie ihrem Freund Bilder von sich in erotischen Posen. Als die Beziehung in die Brüche geht, veröffentlicht dieser die Bilder im Internet und schickt sie ihren Klassenkameradinnen und ihrem neuen Freund. Die neue Beziehung geht daraufhin in die Brüche und das Mädchen wird in der Schule gemobbt. Das Mobbing nimmt derartig extreme Züge an, dass sie umziehen und eine neue Schule besuchen muss. Doch auch hier sind die Bilder bereits bekannt. Ein sozial engagierter Lehrer an einer Realschule wird nach dem Aufenthalt in einem Schullandheim von einer seiner Schülerinnen der sexuellen Belästigung bezichtigt. Das Thema wird über das soziale Netzwerk Facebook öffentlich und rege diskutiert. Dabei wird jedoch verschwiegen, dass der Lehrer der Schülerin eine 5 in Mathe gegeben hatte. Der Lehrer verliert daraufhin Frau und Kinder. Und auch das Verhältnis zu seinen Kollegen ist nachhaltig gestört. Dies sind zwei Beispiele von Cyber-Bullying. Internet-Mobbing ist ein digitales Phänomen, das die deutsche Schullandschaft erreicht hat und das das Leben der Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeinflusst. Aufgrund der Abhängigkeit Jugendlicher von sozialen Netzwerken, die mittlerweile einen Großteil des Alltags bestimmen, kann ein Jeder schnell zum Opfer solcher Internetkampagnen werden. Doch was genau ist unter dem Begriff des Cyber-Bullyings zu verstehen und welche präventiven Maßnahmen können hiergegen ergriffen werden? Die vorliegende Studie hat es sich zur Aufgabe gemacht, solcherlei Begriffe wie "Cyber-Bullying" oder auch "Cyber-Grooming" zu erläutern, und stellt hierbei die ausführlichste Abhandlung zu dieser Problematik im deutschen Sprachraum dar. Flankiert wird sie von einer aktuellen statistischen Erhebung. Die Arbeit wird abgerundet von einer Anleitung zur Intervention bzw. zu der noch wichtigeren Prävention.
Das 15. Jahrhundert ist das Zeitalter der letzten Massenkonversionen zum Christentum auf der Iberischen Halbinsel. Unter starkem Druck und zum Teil mit Gewalt wurde die zuvor große jüdische Bevölkerung gedrängt, sich taufen zu lassen. Gleichwohl akzeptierten große Teile der christlichen Mehrheit die Neubekehrten nicht als gleichwertig und bezweifelten ihre Rechtgläubigkeit. Gegen diese Diskriminierung wandten sich immer wieder Geistliche und Gelehrte mit Predigten, Briefen und Denkschriften. Die vorliegende Studie zeichnet erstmals detailliert die wesentlichen Inhalte ihrer Theologie nach, ihre spezielle Auslegung der Bibel und deren Wurzeln in Recht und Tradition der lateinischen Kirche.
Die neue Gravity-Griffserie GFR1 wurde punktgenau nach den Vorstellungen und Wünschen von Tahnée Seagrave und ihren Teamkollegen von Canyon FMD Racing entwickelt und abgestimmt. Ergon-Entwickler arbeiten immer sehr eng mit Athleten und Teams zusammen. Nur so ist es möglich, Produkte für eine Zielgruppe mit hohen Ansprüchen und die Verwendung im Grenzbereich zu designen. Für maximales Feedback ist der Griff schlank ausgeführt, bietet aber durch die oben liegende Lamellen extrem viel Dämpfung im Bereich der Handinnenfläche. Die untere Gripzone (Finger) ist besonders stark ausgeprägt, um die Greifkräfte beim Hochziehen des Vorderrades zu minimieren. Der Innenstopp verbessert zusätzlich die schnelle Positionsfindung der Hand und gewährleistet volle Bedienbarkeit der Schalthebel. Durch die hochfeste Innenklemme aus Aluminium bleibt der Griff selbst bei Carbonlenkern verdrehsicher. Die Factory-Varianten sorgen für unglaublich gute Haftungs- und Rebound-Eigenschaften. Das Griffgefühl ist soft, dennoch aber sehr definiert und präzise.
Dieses Buch vermittelt einen Einblick in die Arbeit des Goethe-Instituts seit dem Fall der Berliner Mauer 1989. Es präsentiert einen Lebensbericht aus sechs Standorten, getragen von dem Wunsch nach Wertschätzung der Arbeit für Völkerverständigung mit Mitteln der Kultur. Die Arbeit des Goethe-Instituts war in den mehr als dreißig Jahren seit dem Mauerfall von der Hoffnung geprägt, an der Schaffung einer liberalen Weltordnung mitzuwirken: einer demokratischen Welt, die auf der Charta der Menschenrechte gründet und den Künsten und der Literatur Freiheit gewährt.
Diese Einführung in die Pädagogik begründet und entfaltet die Prinzipien des pädagogischen Handelns. Ausgehend von der Freiheit eines jeden Menschen und zugleich seiner Verantwortung für sich, seine Mitmenschen und die Umwelt wird als Kernaufgabe der Pädagogik herausgestellt, berechtigte Ansprüche überzeugend zu begründen. Dieser nicht zu hintergehende Anspruch sprachlicher Vernunft lässt sich aufgliedern in die Aufgaben des Unterrichtens, des Erziehens, der Fürsorge, der Disziplin und der Gestaltung von Gemeinschaft, die erst zusammen Bildung ermöglichen.
Ergonomische Lenkerbänder für weniger Handbeschwerden. Die rutschhemmende Oberflächenstruktur sorgt für einen festen Griff am Lenker. Der Druck wird optimal verteilt. Individuell feinjustieren mit der eingearbeiteten Wickelhilfe. 3,5 mm dick.
Ergonomie trifft auf Kohlefaser: der SR Pro Carbon Men bringt mit Carbon-Rail und Carbon-Composite-Sitzschale gerade mal 175 Gramm auf die Waage. Flach, aber dennoch komfortabel gepolstert. Der männerspezifische Entlastungskanal nimmt den Druck vom sensiblen Dammbereich. OrthoCell-Inlays verteilen die Sitzlast perfekt und liefern höchste Rückstellkraft. Für maximale Power.
Der beliebte Flügelgriff mit 3-Finger-Barend. Das neue und individuell einstellbare Integral-Barend fördert das aktive Umgreifen und eine Entlastung des Hand-Arm-Schulterbereichs. Die verschiedenen Texturzonen folgen den Funktionszonen der Hand beim Radfahren. Viel Grip und Halt im Bereich der Fingerspitzen, Komfort und Halt im Bereich der Handfläche. Ergonomische Flügel schützen vor Abknicken des Handgelenks und möglichem Karpaltunnelsyndrom. Höchste Griffgummi-Qualität made in Germany.
Briefe sind Macht in Bewegung – dies wird in der vorliegenden Studie anhand textnaher Analysen von Briefszenen aus vier deutschsprachigen Romanen des Mittelalters aufgezeigt. Untersucht wird, wie sich über materiale und performative Aspekte der Korrespondenz deren gesellschaftliche und politische Bedeutsamkeit konstituiert. Briefe als Kommunikationsmedien setzen Akteur:innen voraus, die an und mit ihnen handeln, somit besitzen sie stets auch eine soziale Komponente. Ihre Entstehung beruht auf menschlicher Interaktion, sie werden zumeist aktiv übermittelt und dabei zwischen Personen und Orten transportiert – ihre vielfach machtvolle Wirkung entfaltet sich in Bewegung.
Ergonomisch präzise abgestimmt auf die weibliche Anatomie in stark vorgeneigter Oberkörper-Position mit gekipptem Becken. Die kompakte, speziell an den Triathlon-Einsatz angepasste Sattelform erlaubt den Beinen beim Pedalieren eine bessere Ergonomie und reduziert so die Ermüdung der grossen Muskelgruppen des Rückens und der Beine. Besonders entlastende Polsterung für maximale Leistung auf langen Strecken. Frauen-Modelle haben zusätzlich einen besonders flexiblen 3D-Druck-Einleger im Genitalbereich. Schont den Damm- und Genitalbereich, verhindert Taubheitsgefühle. Das Power Position Konzept, SR TRI FRONT, ist entwickelt für Fahrerinnen, die das Becken stark nach vorne kippen und hauptsächlich den vorderen Bereich belasten. Das Satteldesign verfügt darum über einen breiten und kurzen Vorderbereich (V-Shape). Sattelnasenbreite 54 mm.
Ergonomische Lenkerbänder für weniger Handbeschwerden. Die rutschhemmende Oberflächenstruktur sorgt für einen festen Griff am Lenker. Der Druck wird optimal verteilt. Individuell feinjustieren mit der eingearbeiteten Wickelhilfe. 2,5 mm dick.
Der Stadt-Land-Gegensatz gehört zu den zentralen Problemfeldern der Modernisierung in der Schwellenzeit um 1900. In dieser Raumkonfiguration kondensieren zahlreiche Konflikte. In ihr spiegelt sich die Ambivalenz der Modernisierung in den Widerständen, Vorbehalten und Euphorien, die mit der Formierung und Dominanz der Großstadt ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verbunden werden. Denn das Anwachsen Berlins von 932.000 Einwohnern im Jahr der Reichsgründung auf viereinhalb Millionen Mitte der 1920er-Jahre erfordert eine vollständige Revision der Ordnung von Stadt und Land. Dieser Gegensatz ist sowohl in der Hochphase der Urbanisierung zwischen 1871 und 1910 als auch in der Weimarer Republik ein wichtiges, gesellschaftsübergreifendes Orientierungsmuster. Lediglich die Großstadt als neues Phänomen, als Ort von Fortschritt, Menschenmassen oder Kapitalismus in den Vordergrund zu rücken, wie dies bisher in der Forschung meist geschah, greift zu kurz. Stattdessen muss die Relation zwischen Stadt und Land in den Blick genommen werden. Denn beide erhalten elementare Bestandteile ihres Profils erst in der Gegenüberstellung. Die Stadt erhält ihren Sinn - explizit wie implizit - erst im Rückbezug auf das Land und umgekehrt. Demzufolge ist diese Raumkonfiguration in ihrer gegenseitigen, konstitutiven Funktion zu untersuchen.
Während Devianz als historisches Phänomen gut erforscht ist, beschäftigen sich bislang nur wenige Studien mit Geistlichen, die sich nicht an die Normen priesterlicher Lebensführung halten wollten oder konnten. Der Band zeigt anhand ausgewählter Fälle aus dem 18. Jahrhundert, wie Devianz entstand, welche Formen sie annahm und wie die Autoritäten des Bistums Bamberg mit ihr umgingen. Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit dem „Klerikergefängnis“ in Schlüsselau sowie mit Priestern, die sich an magischen Schatzsuchen beteiligten, Landesverrat begingen oder sexuelle Beziehungen pflegten. Zudem wurden zehn Liebesbriefe eines Kaplans ediert. Damit betont der Band die Vielschichtigkeit geistlicher Nonkonformität. Mit Beiträgen von Alissa L´Abbé | André Arnold | Mark Häberlein | Katharina Kempski | Oliver Kruk | Miriam Mulzer | Michaela Schmölz-Häberlein
Religion als Auslaufmodell – so sieht es das Narrativ der Moderne. Empirisch ist die Lage vielschichtiger: Auch wenn die Säkularisierung religiöse Institutionen oft als Verlierer erscheinen lässt, so erwiesen sich doch wichtige Bereiche der Religion als innovativ und produktiv. Wie also erklären sich Gewinn und Verlust in diesem Reibungsverhältnis? Dies erkunden die Beiträge des Bandes anhand von Beispielen aus verschiedenen Regionen der globalen Moderne. Sie gruppieren sich um Fragen, an denen sich Religionen besonders abgearbeitet haben: das Freiheitsethos der Moderne, die Herausforderungen durch moderne Wissenschaft, das Verhältnis zu Autorität, die neue Sicht auf die eigene Tradition und die Teilnahme am ‹modernen› Diskurs. Mit Beiträgen von Reiner Anselm | Martin Baumann | Reinhold Bernhardt | Anne Beutter | Amir Dziri | Silke Gülker | Michael Hochgeschwender | Frank Neubert | Almut-Barbara Renger | Valérie Rhein | Markus Ries | Erdal Toprakyaran | Andreas Tunger-Zanetti | Margit Wasmaier-Sailer
In den Jahrzehnten um 1900 haben Weltanschauungsschriften Hochkonjunktur. Diese zwischen Wissenschaft und Literatur changierenden Texte versprechen sinnstiftende Welterklärung in Krisenzeiten. Auch die großen Romane der klassischen Moderne – Thomas Manns Zauberberg , Robert Musils Mann ohne Eigenschaften und Hermann Brochs Schlafwandler – richten ihren Blick auf das Ganze. Die Studie zeigt, wie sie dabei wiederum in einen kritischen Dialog mit der Textsorte Weltanschauungsliteratur treten. Um diese intertextuelle Beziehung zu erfassen, kombiniert die Untersuchung Quellenkritik und Textanalyse, sie rekonstruiert weltanschauungsliterarische Lektüren der Autoren und fragt, wie die drei Romane das Textsortenmuster jeweils narrativ verarbeiten.