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Ergon, Velogriff 32.95993 / 42416026
Die Lenkergriffe GS2 Evo von Ergon sind speziell für sportliche Fahrräder konzipiert und bieten eine überarbeitete, schlanke Form, die den Komfort und die Kontrolle während der Fahrt verbessert. Die ergonomische Grifffläche ist in verschiedene Zonen unterteilt, um den Handballen, die Finger und den Daumen optimal zu unterstützen. Ein kurzes, gummiertes Barend, das im Winkel separat zum Griff einstellbar ist, ermöglicht eine individuelle Anpassung. Diese Griffe sind darauf ausgelegt, die Hände, Arme und Schultern zu entlasten, indem sie eine homogene Druckverteilung bieten und die Position der Hände in einer neutralen Stellung fördern. Dies trägt zur Entlastung des Ulnarnervs bei und kann helfen, dem Karpaltunnelsyndrom vorzubeugen. - Ergonomische Grifffläche mit unterschiedlichen Zonen für optimalen Komfort - Separat einstellbares Barend für individuelle Anpassung - Entlastung von Händen, Armen und Schultern durch homogene Druckverteilung - Optimale Handpositionierung zur Vorbeugung von Beschwerden wie Karpaltunnelsyndrom.
Mit dem RM Touring beugst du Gefahren im Strassenverkehr vor und bleibst fokussiert auf das Wesentliche. Ergonomischer Rückspiegel befindet sich immer in deinem Blickfeld und verbessert deine Aufmerksamkeit nach hinten deutlich. Trotz seiner kompakten Bauweise bietet er ein breites Weitwinkelsichtfeld. Du hast jederzeit den Verkehr hinter dir im Blick und kannst die Geschwindigkeit sowie Entfernung von Fahrzeugen besser einschätzen. Besonders clever sind die Einstellhilfen und die praktische Parkposition.
This volume records the majority of papers presented at the International UDC Seminar 2013 “Classification & Visualization: Interfaces to Knowledge” that took place on 24-25 October in The Hague (The Netherlands). The programme of the Seminar featured twenty talks and a poster session. These proceedings contain seventeen full papers and two short poster papers, in the order in which they were placed in the programme. The programme contained a number of invited talks, not all of which are accompanied with the full papers. These are presented in this volume with abstracts, followed by short biographical notes of the speakers.
Wahnsinn und Literatur – über die Zusammenhänge zwischen künstlerischer Kreativität, Gesellschaftskritik und Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depression wird in den 1970er und 80er Jahren oft diskutiert. Angeregt durch die Antipsychiatrie-Bewegung setzen sich u.a. Martin Walser, Karin Struck, Heinar Kipphardt und Rainald Goetz erzählerisch mit dem Thema auseinander. Die vorliegende Arbeit hinterfragt die Ausgrenzung gleichermaßen wie die Idealisierung des Wahnsinns. Im Anschluss an Michel Foucault wird eine Theorie des Bewusstseins vom Wahnsinn entwickelt, die die mit psychopathologischen Phänomenen verbundenen Vorstellungen zum Gegenstand der Analyse macht und dabei auch die Rolle der Literatur infrage stellt.
Die in zahlreichen außereuropäischen Musiktraditionen vertretenen fellbespannten Streichinstrumente der Rabab-Familie, die in Mittelalter und Frührenaissance auch in weiten Teilen Europas Verbreitung fanden, waren von 2019 bis 2023 Gegenstand eines Forschungsprojekts an der Hochschule der Künste Bern. Dieser Sammelband enthält Projektergebnisse wie auch weitere thematisch verknüpfte Beiträge. Er reflektiert das interdisziplinäre und interkulturelle Netzwerk, das notwendig war, um sich dem komplexen Phänomen der fellbespannten Streichinstrumente anzunähern. Die involvierten wissenschaftlichen Disziplinen reichen von Arabistik, Islam- und Kunstwissenschaft über Musikwissenschaft und Musikethnologie bis hin zur Physik. Mit Beiträgen von Johannes Beltz | Vasileios Chatziioannou | Martine Clouzot | Amedeo Fera | Marina Haiduk | Thilo Hirsch | David R. M. Irving | Yuko Katsutani | Mohamed Khalifa | Ihor Khodzhaniiazov | Anis Klibi | Salah Eddin Maraqa | Jacob Mariani | Alexander Mayer | Vincenzo Piazzetta | Teresa Cäcilia Ramming | Sylvain Roy | Britta Sweers | Gabriele Trimboli | Cristina Urchueguía
Die Entwicklung neuer Technologien, die internationale Migration und andere Gegenwartserscheinungen lassen nationale Grenzen verschwimmen: Ehemals nationale Herausforderungen werden zu globalen Problemen. Damit müssen auch Überlegungen zur Gerechtigkeit in diesem neuen Rahmen angestellt werden. Die globalen Herausforderungen werfen die Frage auf, wie sich eine global gedachte Theorie der Gerechtigkeit entwickeln lässt. Eine globale Theorie der Gerechtigkeit soll sich über den nationalstaatlichen Rahmen hinaus denken lassen können. Die vorliegende Arbeit macht in vier Kapiteln deutlich, welche Gestalt solch eine Theorie der Gerechtigkeit annehmen könnte.
Dieses Buch ist eine Annäherung an Führung, in einen historisch-kulturellen Kontext eingefügt. Es ist ein Versuch, Führung sorgsamer und komplexer zu denken. Dafür wurden sechs Aufsätze zusammengestellt, von den sich die beiden ersten mit historischen Personen beschäftigen. Zunächst geht es um den berühmten Antarktis-Forscher Sir Ernest Shackleton (1874-1922) und um die Frage, was man von ihm, der unter extremen Bedingungen geführt hat, für heutige Organisationen lernen kann. Anschließend folgt ein Beitrag zu Mary Parker Follett (1863-1933), einer (fast) vergessenen und wiederzuentdeckenden Grenzgängerin zwischen Management und Sozialer Arbeit. Die weiteren Aufsätze widmen sich dem Umgang mit Kriegstraumata in pädagogischen Handlungsfeldern, der Alltagspraxis in modernen Arbeitswelten aus psychoanalytischer Sicht, der Bedeutung von Emotion und Intuition in Führung und Organisation sowie den Chancen und Risiken von Netzwerken. Allen Beiträgen liegt zugrunde: Nicht die Antworten stehen im Vordergrund, sondern das Fragende, Erahnende und das Suchende. Mit Beiträgen von Marlies W. Fröse, Annemarie Bauer, Frank E.P. Dievernich und Stephanie Kaudela-Baum
Die Herausbildung des Islams bis zur ersten großen Konsolidierung unter dem Kalifen ʿAbdalmalik ist bis heute eine der präsentesten Epochen im islamischen kulturellen Gedächtnis. Die vorliegende Studie untersucht die überaus reichhaltige arabisch-islamische Geschichtsschreibung systematisch aus prosopographischer Sicht und entwickelt dabei am Beispiel des Stammes Kinda (arabisch qabīla) exemplarische Ansätze zu Fragen der gegenseitigen Beeinflussung von Berichten im Überlieferungsprozess, zur Zentralisierung während der frühislamischen Eroberungen sowie zu Grenzen und Funktionalisierungen gemeinsamer Stammeszugehörigkeit in den Quellen zum ersten Jahrhundert islamischer Geschichte. Zwei abschließende Detailstudien widmen sich einer Rekonstruktion des Stadtviertels von Kinda im frühislamischen Kufa anhand der innerhalb der arabischen Historiographie überlieferten Angaben sowie der Ikonographie der Revolte des Kinditen Ibn al-Ašʿaṯ; die gegen Ende des Untersuchungszeitraums stattfand.
Der Satiriker Jan Böhmermann sorgte im März 2015 für erhebliche mediale Beachtung. Grund hierfür war seine Behauptung, ein Video mit dem damaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis gefälscht zu haben. Auch die von Mitgliedern des Satiremagazins Titanic gegründete PARTEI hat in den letzten Jahren zahlreiche öffentliche Kontroversen ausgelöst. Dies steht dem vielfach verkündeten Untergang der Satire zum Ende des 20. Jahrhunderts entgegen. Die vorliegende Studie untersucht anhand der Beispiele, wie es diesen Formen von Satire gelingt, wieder für Aufmerksamkeit zu sorgen und damit die Voraussetzung einer möglichen Wirkung von Satire zu schaffen. Es wird analysiert, wie sie den Schwierigkeiten begegnen, mit denen die Satire im Verlauf des 20. Jahrhunderts konfrontiert ist. Diese werden anhand von Jürgen Brummacks Satiremerkmalen Norm, Angriff und Indirektheit aufgezeigt. Auf dieser Grundlage wird untersucht, in welchem Verhältnis die Satiren zur medialen Öffentlichkeit stehen und inwiefern sie im Dispositiv Massenmedien als Resistenzstrategien begriffen werden können. Außerdem werden die ethischen Schwierigkeiten in den Blick genommen, die sich mit diesen neuen Satireformen ergeben.
Kaum eine historische Gestalt ist so zum Mythos geworden wie Kaiserin Elisabeth von Österreich. Inwiefern neben Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Filmen und Musicals auch die Literatur wesentlich zu dieser Mythenbildung beitrug, analysiert erstmals umfassend und systematisch diese ebenso komparatistisch wie intermedial ausgerichtete Studie. An über fünfzig Texten, die zwischen der kaiserlichen Hochzeit 1854 und dem Untergang des Habsburgerreiches 1918 in Europa und Amerika erschienen und die auf einer CD beiliegen, wird exemplarisch vorgeführt, wie das topische Herrscherlob allmählich in einen individuellen Personenkult übergeht. Zur Sprache kommen sowohl die anspruchsvollen Dichtungen kanonischer Autoren - zu ihnen gehören Adalbert Stifter, Franz Grillparzer, Marie von Ebner-Eschenbach, Ferdinand von Saar, Peter Rosegger, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Peter Altenberg, Felix Salten, Stefan George, Alfred Schuler, Gabriele D'Annunzio, Giosuè Carducci, Giovanni Pascoli, Maurice Barrès, Francis Thompson und Mark Twain - als auch ephemere Texte. Nur so lassen sich die vielfältigen literarischen Mythisierungstendenzen darlegen, die ein vergleichender Blick auf Malerei, Plastik und Fotografie eindrucksvoll illustriert. Die heute oft eindimensional gesehene Kaiserin Elisabeth von Österreich gewinnt damit wieder an zauberischer Tiefe.
Die Existenz usbekischer Gemeinden in der Türkei ist das Resultat von Flucht- und Emigrationsbewegungen aus der als Türkistan bezeichneten Region Zentralasiens. Aus ihrer Herkunftsregion leitet sich die von den in die Türkei emigrierten Usbeken favorisierte Eigenbezeichnung Türkistanli (Türkistaner) ab. Charakteristisch für viele von ihnen ist, dass ihre Familien nach dem Verlassen der Heimat zwischen 1917 und den 1930er Jahren nicht direkt, sondern erst nach mehrjährigen Aufenthalten in anderen Staaten Anfang der 1950er und 1980er Jahre in die Türkische Republik kamen. Ziel der Forschung war es, die persönlichen bzw. tradierten Erfahrungen und Erinnerungen der usbekischen Emigranten im Zusammenhang mit dem komplexen Prozess ihrer Flucht und Emigration freizulegen und zu ermitteln, inwieweit diese ihr Selbstbild auch gegenwärtig noch beeinflussen. Als Ergebnis der Analyse von Interviewaussagen und Veröffentlichungen usbekischer Emigranten in der Türkei wurden drei zentrale, einander nicht ausschließende, sondern koexistierende und einander komplementierende Identitätsdiskurse herausgearbeitet: der türkische, türkistanische und usbekische.
Die vorliegende Dissertation entstand in der Zeit von Frühjahr 2008 bis Mai 2011 am Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie der Universität Bern unter der Anleitung von Prof. Dr. Anke von Kügelgen.
ERGON Deutsch-Israelischer Wissenstransfer und Begegnungsgeschichte
Mehr als zwei Jahrzehnte lang verbrachten deutschsprachige Studierende mehrere Sommerwochen in der Wüstenstadt Beer Sheva, um an der dortigen Sommeruniversität teilzunehmen. Sie lernten Hebräisch und besuchten am Nachmittag wissenschaftliche Vorträge, jeden Freitag standen Erkundigungen im Negev auf dem Programm. Dieser Band zeigt die fruchtbaren Ergebnisse dieses Austauschs und blickt zurück auf ein besonderes Kapitel deutsch-israelischen Wissenstransfers. Bestehend aus wissenschaftlichen Beiträgen und Essays sowie Erfahrungsberichten und Nachrufen wird das breite Spektrum an Themenfeldern verdeutlicht, die für die Sommeruniversität und ihre Teilnehmenden prägend waren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Negev und der Wüstenerfahrung. Mit Beiträgen von Aamer Abo Hani | Serpil Adler-Akkaya | Esther Bowalsky | Marlen Eckl | Michael B. Elm | Lutz Fiedler | Ines Fischer | Mark H. Gelber | Elischewa German | Bernd Hönig | Alexandra Klei | Gunnar Lehmann | Anna-Dorothea Ludewig | Malgorzata A. Maksymiak | Judith Müller | Chaim Noll | Jihan Radjai-Bründl | Ilana Rosen | Jan Schröder | Sebastian Venske | Marina Wall | Heinrich Wiens
Die 1917 uraufgeführte Komödie "Fink und Fliederbusch" bildet das einzige mehraktige Drama, das Arthur Schnitzler während des Ersten Weltkriegs publizierte. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein weiteres Dokument der Distanz Schnitzlers zu seiner Gegenwart. Bei genauerer Untersuchung erweist sich die Komödie jedoch als äußerst komplexes Gebilde, in dem Schnitzler nach eigener Aussage Formelemente von Charakterkomödie und Schwank zu einem ‚Charakterschwank' zu verschmelzen versucht. Welche Konsequenzen dies für die Komödie hat, zeigt sich anhand des für den Autor typischen langwierigen Schreibprozesses, der dank der erhaltenen Skizzen, Entwürfe und Fassungen aus dem Nachlass detailliert nachvollzogen werden kann. "Fink und Fliederbusch" entsteht nicht nur vor dem Hintergrund der zuvor fertiggestellten Komödie "Professor Bernhardi", sondern auch im Spannungsfeld von allgemeinen Gattungserwartungen, Gepflogenheiten der zeitgenössischen Theaterpraxis und den besonderen Erwartungen an Schnitzler als Lustspielautor, die seit seinen ersten großen Erfolgen mit den "Anatol"-Einaktern bestehen. Schnitzlers Suche nach einer modernen Komödienform gestaltet sich schließlich als mäandernde Grenzauslotung tradierter Formen, deren unauflösbare Ambivalenz "Fink und Fliederbusch" grundlegend eingeschrieben ist.
Peter Cornelius war nicht nur Komponist, Dichter, Übersetzer und Kritiker, sondern auch Lehrer für Musiktheorie an der Königlichen Bayerischen Musikschule in München. Erstmalig werden in diesem Band seine musiktheoretischen Schriften zusammengetragen, rekonstruiert und in mehreren Fachartikeln kontextualisiert. Dadurch bietet sich ein instruktiver Einblick in die Unterrichtsrealität an einem deutschsprachigen Konservatorium um die Mitte des 19. Jahrhunderts, die mehrfach von ästhetischen Konflikten durchfurcht wird. Neben einem Lehrgang in Harmonielehre finden sich u. a. eine Modulationslehre und ein Kompositionskurs auf der Basis von Haydns Streichquartetten, in denen Cornelius Arbeiten seiner Schüler:innen und eigene Lösungen kommentiert. Mit Beiträgen von Michael Lehner | Nathalie Meidhof | Matthias Ningel | Immanuel Ott | Birger Petersen | Martin Skamletz | Stephan Zirwes
Wer trug die Verantwortung für den tausendfachen Mord an Menschen mit psychischer, geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung im Nationalsozialismus? Wie waren Institutionen und Akteure untereinander vernetzt? Die Heil- und Pflegeanstalten nehmen als Tatorte im Rahmen der NS-„Euthanasie“ eine zentrale Rolle ein: Medizinisches Personal tötete dort durch Medikamentengaben, Vernachlässigung und Nahrungsentzug, dazu wurden die Transporte in die Tötungsanstalten über die staatlichen Anstalten abgewickelt. Dieser Band beleuchtet am Beispiel Mittel- und Oberfrankens das institutionelle Geflecht der medizinischen Einrichtungen und die unterschiedlichen Interessen der Entscheidungsträger zwischen medizinischer Hilfe, wirtschaftlichen Belangen und der ideologisch überzeugten Mittäterschaft im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde. Mit Beiträgen von Matthias Klaus Braun | Thomas Greif | Andreas Stefan Hofmann | Matthias Honold | Katrin Kasparek | Andrea M. Kluxen | Armin Kroder | Marcus Mühlnikel
Das Phänomen Freiheit, das einerseits einen nicht-vorbestimmten Handlungsraum und anderseits ein verfolgbares kausales Verhältnis zum Urheber voraussetzt, lässt sich auf das Spannungsfeld zwischen Bestimmtheit und Unbestimmtheit zurückführen. Gemäß diesem Leitgedanken erläutert die vorliegende Studie die Theorie über die Beziehung der Willensfreiheit zur praktischen Vernunft bei Kant, Reinhold und Fichte, die hierzu drei unterschiedliche, in den historischen Kontext eingebundene Standpunkte vertreten.
ERGON Konvertiten als Grenzgänger und Wissensvermittler
Der Band beleuchtet religiöse Konversionen im langen 19. Jhdt. aus transregionaler Perspektive. Anhand von Fallbeispielen werden sozio-kulturelle Milieus, globale Verflechtungen und Interaktionen von Konvertiten analysiert, die als geistige, religiöse und kulturelle Grenzgänger und Wissensträger zwischen alternativen, sich widerstreitenden Gesellschafts- und Glaubenssystemen fungierten. Der Fokus liegt auf zeitgeschichtlichen Faktoren sowie individualgeschichtlichen Aspekten, die islambezogene Glaubenswechsel im Umfeld des 1. Weltkriegs begünstigten. Der interdisziplinäre Zugang ermöglicht es, Rückschlüsse auf religiöse, ideologische und kulturelle Positionierungen von Konvertiten aus dem politischen Westen, dem Osmanischen Reich und Japan zu ziehen. Mit Beiträgen von Gülfem Alıcı | Ulrich Brandenburg | Julia Eitzinger | Kenneth Garden | Cem Kara | Katherine Kelaidis | Stefan Reichmuth | Sebastian Rimestad | Katja Thörner | Joshua Weisberg
Seit fünfzig Jahren im Kanon der Avantgarde etabliert, bleibt Oswald Wieners „die verbesserung von mitteleuropa, roman“ ein rätselhafter Klassiker. Nach dem Verfassen der bisher einzigen Komplettübersetzung ins Italienische und der damit verbundenen tiefgehenden Auseinandersetzung mit dem Text, bietet Nicola Cipani den ersten vollständigen Kommentar zu diesem interpretationsbedürftigen Meisterwerk. Im einführenden Aufsatz werden dem Leser wesentliche theoretische und literarhistorische Grundlagen für eine Kontextualisierung vermittelt. Der sich entlang des Textverlaufs entwickelnde Stellenkommentar bietet sowohl Erläuterungen spezifischer Textpassagen als auch kritische Einleitungen zu den einzelnen Teilen dieses vielschichtigen Werks.
Der jung verstorbene Dichter Rainer Maria Gerhardt (1927–1954) war ein Solitär. Zu einer Zeit, in der sich die bundesdeutsche Literatur nur zögerlich ins Neue vortastete, eröffnete er ungekannte Horizonte. Seine Übersetzungen und Verlagsprojekte präsentierten den Nachkriegsdeutschen Poesie aus allen Teilen der Welt. Gerhardts lyrisches Werk verwebt zahlreiche Sprachen und Kulturen, stieß mit seinem avantgardistischen Gestus beim Publikum jedoch auf Unverständnis. Diese Lyrik steht in ihrer Polyphonie und Hyperkulturalität, ihren kosmopolitischen Visionen in der deutschen Nachkriegszeit einzig da. Ihre engmaschige Intertextualität wurde von der Forschung bisher kaum untersucht. Dieses Desiderat wird mit der vorliegenden Studie erfüllt.