Wie stellt die erzählende Literatur das Schaffen fiktiver Künstler dar? Aus dieser Frage entwickelt die Studie ein grundsätzlich neues Verständnis der internationalen Geschichte des Künstlerromans von seinen Anfängen im späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Erzählen über fiktive Künstler lässt sich demnach in zwei Phasen teilen, die jeweils bestimmte historische Ursachen haben: eine erste Phase, die sich auf die persönlichen Konflikte malender, dichtender und komponierender Hauptfiguren konzentriert, und eine zweite, in den 1940er Jahren einsetzende Phase, in der Autoren wie Vladimir Nabokov und Thomas Mann den Fokus von den Künstlersubjekten auf Imaginationen ihrer Kunstobjekte verlagern und den Künstlerroman nachhaltig verwandeln.
Die Volksrepublik China und ihr Aufstieg zum Hegemon der östlichen Welthemisphäre ist nicht nur ein ökonomisches und politisches, sondern auch ein soziologisches und kulturelles Phänomen. Welche Rolle spielt dabei Europa? Die globalen Verhältnisse erzeugen historisch neue Formen der Abhängigkeit und berühren neben soziokulturellen Aspekten auch die zentrale Frage der staatlichen Macht und Machtausübung. Die Weltgesellschaft ist auf der Suche nach einer neuen Balance, ohne sie bereits gefunden zu haben. Dieser spannungsvoll aufgeladene Prozess lässt sich bis in kleinere Filiationen verfolgen. Der Herausgeberband mit Beiträgen internationaler ExpertInnen thematisiert auf aktueller und historischer Grundlage das Verhältnis zwischen chinesischem und deutschem bzw. europäischem Gesellschafts-, Wirtschafts- und Kulturverständnis. Mit Beiträgen von Lyric Aboudouaini, Giovanni Andornino, Mohamed Badr, Anno Dederichs, Carolin Glöckle, Efe Gürcan, Chunchun Hu, Shuangzhi Li, Marius Meinhof, Ylva Monschein, Dominik Pietzcker, José Augusto Pinto, Ariana Maria Ponzini, Ester Saletta, Flora Sapio, Dagmar Schäfer, Carsten Senz, Francesco Silvestri und Xuan Sun.
Dieses Buch bietet einen Einblick in die iranischen revolutionären Bewegungen, insbesondere „Frau; Leben, Freiheit“; und ihre vielfältigen Verflechtungen. Es beleuchtet, wie Frauen, Minderheiten und Künstler:innen durch Proteste und kulturelle Ausdrucksformen den Widerstand gegen das Regime gestalten. Die Autor:innen analysieren die emanzipatorischen Potenziale dieser Bewegungen und die Rolle internationaler Solidarität. Mit einer ausgewogenen Mischung aus fundierter Analyse und praxisnahen Erfahrungen vermittelt das Werk ein tiefgreifendes Verständnis für die Dynamik moderner Befreiungsbewegungen. Ob Menschenrechtsaktivisten, Feminismus-Interessierte oder ein breites Publikum - dieses Buch bietet allen Lesern wertvolle Einblicke in den sozialen Wandel im Iran. Mit Beiträgen von Katajun Amirpur | Farid Ashrafian | Zohreh Azizabadi | Farangis Bayat | Armin Eschraghi | Nacim Ghanbari | Max Groeschke | Hessam Habibi Doroh | Nima Mina | Behshid Najafi | Ingrid Overbeck | Faranak Rafiei | Azadeh Zamirirad
Im Fundus des Schlosstheaters Ludwigsburg findet sich als besondere Rarität ein Bestand an Bühnendekorationen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die kunst- und theaterhistorisch bedeutenden Stücke zeugen von der Hochblüte des Bühnenwesens unter Herzog Carl Eugen von Württemberg und zugleich von lebhaften Entwicklungen in der europäischen Bühnenbildkunst zu einer Zeit, in der sich die Stiltendenzen von Spätbarock, Rokoko und Frühklassizismus durchdringen. Im vorliegenden, reich bebilderten Band wird die Sammlung erstmals in Gesamtheit vorgestellt und umfassend wissenschaftlich erschlossen. Neue Erkenntnisse zu Datierung, Zuschreibung und Provenienz der Stücke lassen deren besonderen Stellenwert hervortreten und ermöglichen die Einordnung in den internationalen Kontext.
ERGON Feministische und geschlechtersensible Koranexegese
Der islamische Feminismus ist fester Bestandteil islamisch-emanzipatorischer Bewegungen. In dessen Rahmen hat sich die feministische und geschlechtersensible Koranexegese zu einer starken theologischen Disziplin entwickelt, innerhalb derer eine Vielzahl an Überlegungen zu Hermeneutiken, Auslegungsstrategien und Methoden entwickelt wurden. Das vorliegende Buch verortet nicht nur den islamischen Feminismus beispielhaft in den islamisch-emanzipatorischen Bewegungen in Ägypten und Marokko, sondern unternimmt auch den Versuch einer Kategorisierung entlang unterschiedlicher Hermeneutiken.
Durch die deutsche Einheit und die Zuwanderung von Juden aus der Sowjetunion befanden sich die jüdischen Gemeinden in Deutschland seit 1990 in einer Situation des Umbruchs und der Neugestaltung. Das Buch stellt die spannungsreichen Entwicklungen, die auf religiöser, sozialer und organisatorischer Ebene stattfanden, dar. Durch zahlreiche Interviews und Beobachtungen in jüdischen Gemeinden zweier Städte, jeweils in Ost- und Westdeutschland, können Prozesse wie Pluralisierung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen des Judentums nachvollzogen werden. Mithilfe der soziologischen Analyse werden Zusammenhänge zwischen Migration, Religion und Macht deutlich.
Das Buch beschäftigt sich mit dem Diskurs einer spirituellen Medizin in arabisch-islamischen Quellen der vormodernen Zeit. Im Zentrum steht eine Schrift aus dem 13. Jahrhundert: „Die Aufheiterung der Seele“ (Mufarriḥ an-nafs) des Damaszener Arztes Ibn Qāḍī Baʿalbakk; eines in der Tradition Ibn Sinās stehenden Gelehrten. Ausgehend von dieser Quelle untersucht die Autorin mit einem diskursanalytischen Ansatz die unterschiedlichen Verzweigungen der spirituellen Medizin, die sich in der Schrift aufzeigen lassen, und verdeutlicht, dass der dazugehörende Diskurs sowohl konkrete medizinische und pharmazeutische Ausrichtungen beinhaltet als auch zum Verständnis des Ethikdiskurses im Islam beitragen kann.
Religionen sind wichtige Akteurinnen der Zivilgesellschaft. Die Frage, wie sie miteinander umgehen, ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft pluraler, offener Gesellschaften. Für dieses Buch haben sich vier Akteure der interreligiösen Verständigung erstmals zusammengetan: Die national und international agierenden Organisationen Religions for Peace und Stiftung Weltethos, der Bundeskongress der Räte der Religionen als Verbund kommunaler interreligiöser Initiativen sowie die Forschungsschnittstelle Forum Religionen im Kontext an der Universität Potsdam. Das Buch enthält Steckbriefe von siebzig interreligiösen Organisationen und Initiativen. Ergänzt wird es durch Reflexionen über die Geschichte und die Zukunft des interreligiösen Dialogs in Deutschland sowie über die Rolle von Religion in der Zivilgesellschaft. Mit Beiträgen von Peter Bender | Ken Chitwood | Johann Hafner | Ulrich Hemel | Frederik Hochdorfer | Ulrich Nitschke | Wolfgang Reinbold
In den bisherigen Forschungen zum Islam-Unterricht wurde die Perspektive der Lernenden weitgehend vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie religiöse Einstellungen und Haltungen muslimischer Kinder und Jugendlicher hinsichtlich der Potenziale des Islam-Unterrichts in der Schule. Es wird aufgezeigt, wie sich muslimische Schüler:innen religiös verorten und ihr Basiswissen und ihre Reflexionsfähigkeit einschätzen. Ferner wird untersucht, inwieweit der Islam-Unterricht einen Rahmen für die lebensweltlichen Bedürfnisse der Lernenden bietet, wie diese sich kulturell-religiös positionieren, wie sie mit Konfliktsituationen und Ausgrenzungserfahrungen umgehen und welche Haltungen im Umgang mit Vielfalt bestehen.
Der vorliegende Band wirft ein Schlaglicht auf den Status der Geisteswissenschaften in der Sowjetunion am Beispiel der Sowjetrepublik Aserbaidschan. Bei dem hier erstmalig in Übersetzung vorgestellten Werk handelt es sich um die ab den späten 1920er Jahren abgefasste und im Jahr 1940 vorgelegte literaturwissenschaftliche Abschlussarbeit des bekannten aserbaidschanischen Schriftstellers Mir Cəlal (1908–1978). Sie ist der Erforschung von Leben und Werk des bedeutenden aserbaidschanischen Dichters Füzuli (1494–1556) gewidmet und gilt in dieser Hinsicht als Meilenstein.
Bereits im Klassizismus avancierte die antike Glanztonkeramik zu einer bevorzugten Inspirationsquelle, aber auch im Historismus beeinflussten die griechischen Vasen den europäischen Geschmack maßgeblich: Neben Formen und Dekoren versuchte man nun auch die einzigartige Technik des Glanztons für sich fruchtbar zu machen. Dieses wenig bekannte Kapitel der europäischen Keramikgeschichte wird im vorliegenden Tagungsband erstmals breit erschlossen. Die Beiträge thematisieren das Wirken verschiedener Firmen und Akteure aus Deutschland, England, Frankreich und Italien, so dass ein facettenreiches Bild der Rezeption griechischer Vasen entsteht, die phasenweise das Kunstschaffen aller Sparten prägte. Mit Beiträgen von Norbert Franken | Bénédicte Garnier | Katharina Hefele | Anja Klöckner | Kilian Kohn | Caterina Maderna | Janett Morgan | Paolo Persano | Nancy H. Ramage | Corinna Reinhardt.
ERGON Einheit und Differenz in der Religionswissenschaft
Das vorliegende Buch stellt die Frage nach Einheit und Differenz in der Religionswissenschaft in einer Zeit, in der die Pluralität von methodischen und theoretischen Zugängen signifikant zugenommen hat. Indem die einzelnen Beiträge auf ein abstraktes Mehr-Ebenen-Modell von Religion Bezug nehmen, wird aufgezeigt, wie eine solche Einheit lediglich durch Differenzen imaginiert werden kann. Die deutschsprachige Religionswissenschaft des späten 20. Jahrhundert hat sich weitgehend durch den Bezug auf "Kulturwissenschaft" und in Abgrenzung zur Theologie konzipiert. Dieses Selbstverständnis ist durch neuere Entwicklungen innerhalb der Kulturwissenschaften fraglich geworden. Neue theoretische Referenzpunkte (etwa in Bezug auf Soziologie, Kognitionswissenschaft oder Ökonomie) prägen das Fachverständnis in Bezug auf Gegenstände, Fragestellungen und Methoden. Dadurch wird die Kohärenz des Faches zunehmend prekär und externe Abgrenzungen (beispielsweise von der Theologie) reichen nur noch bedingt aus, um Religionswissenschaft als Fachdisziplin plausibel zu machen. Das Anliegen des Sammelbandes ist es, diese Situation über den Rekurs auf ein Mehr-Ebenen-Modell von Religion zu reflektieren. Dabei geht der Band nicht den Weg epistemologischer Theorieüberlegungen, sondern führt paradigmatisch an verschiedenen Einzelbeiträgen vor, wie sich Theorievielfalt ereignet. Alle hier versammelten Beiträge nehmen auf ein gemeinsames "Hintergrundpapier" der Herausgeber Bezug, in welchem ein Mehr-Ebenen-Modell von Religion vorgeschlagen wird, das für die Religionswissenschaft eine heuristische Unterscheidung zwischen religiösem Symbolsystem und dessen sozialer Konstruktion auf der Mikro-, Meso- und Makroebene vorschlägt. Die Einheit der Religionswissenschaft lässt sich in den hier versammelten Diskussionen lediglich an den Differenzen festmachen, die von den jeweiligen Zugängen zum vorgestellten Mehr-Ebenen-Modell gezogen werden. Diskrepanzen zwischen Zustimmung und Ablehnung ergeben sich insbesondere im Hinblick auf die grundlegende Frage nach den Potentialen und Grenzen eines Konzepts von Religion als Symbolsystem im Anschluss an Burkhard Gladigow, im Hinblick auf die Stärkung sozialwissenschaftlicher Zugänge durch das Modell und im Hinblick auf die Ebenendifferenzierung im Detail.
Bessere Druckverteilung, besserer Halt, bessere Kraftübertragung: Das Ergon PT Pedale ist vollgepackt mit ergonomischen Highlights für anspruchsvolle Tourenfahrer*innen. Die optimierte Biomechanik verhindert Beschwerden beim Pedalieren, reduziert die Ermüdung und sorgt so für spürbar mehr Langstrecken-Komfort auch mit Alltagsschuhen. Die Komfortwirkung erstreckt sich über die gesamte Beinachse bis in den Rücken. Damit ist das PT das einzige Pedal, das mit dem begehrten Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. ausgezeichnet wurde. Dank ergonomischer Form, Innenstopp und griffiger Oberfläche bleiben die Füße während der Fahrt intuitiv in idealer Position auf den Ergon Pedalen - die dazu am Rad noch ziemlich gut aussehen. - Optimierte Fußstellung und gerade Beinachse - Verbesserte Kraftübertragung und Langstreckenkomfort - Dauerhaftes Fahrvergnügen ohne Beschwerden - Einsatz: Touring, Fitness, E-Touring, City
Wie lässt sich die Entstehung des Kollektivsingulars "Islam" im Kontext der religionswissenschaftlichen Diskussion über eine Europäische Religionsgeschichte beschreiben? Und welche Religionsverständnisse, Wissenschaftlichkeitsdiskurse und Zeitdiagnosen prägten die Islamdebatten der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts? In Auseinandersetzung mit begriffs- und historiographiegeschichtlichen Ansätzen legt die vorliegende Studie Analysen zur diskursiven Formation eines Kollektivsingulars vor, der in Kontexten europäischer Wissenschafts- und Religionsgeschichte um 1900 verschiedene religionsbegriffliche Bezugsrahmen aufweist. Der Religionsbegriff wird dabei nicht nur als Gegenstand einer Religionsgeschichte, sondern auch im Blick auf eine bestimmte Analyseebene der Religionswissenschaft thematisiert. Damit wird auch ein Beitrag zur religionswissenschaftlichen Debatte über diskurstheoretische Ansätze und deren religionsbegriffliche Dimensionen geleistet.
Der Ergon RM Touring ist ein zusammen mit Busch & Müller entwickelter, ergonomischer Rückspiegel. So hast du immer alle Geschehnisse um dich herum im Blick und bist sicher im Strraßenverkehr unterwegs.
Kultbilder und Repräsentationen des Göttlichen dienten immer wieder als Kontaktstellen zwischen Menschen und Göttern. In der Verehrung von Bildern kommt das Verständnis des Bildes als Verkörperung einer transzendierenden Dimension zum Ausdruck. Hierin liegt seine Bedeutung als Medium des rituellen Umgangs mit transzendenten Dimensionen. Das (Kult-)Bild ist Gegenstand der rituellen Verehrung (d.h. des Kultes) und daher auch Quelle für die Rekonstruktion dieses Kultvollzuges. Umgekehrt weist der Kult selbst eine bildliche Dimension auf, wenn beispielsweise Darstellungen mythologischer Motive rituell umgesetzt werden. Diesen Perspektivierungen trägt der vorliegende Band Rechnung, indem er sich den unterschiedlichen Zusammenhängen zwischen Kult und Bild in acht Einzelstudien aus den Bereichen der Ägyptologie, Klassischen Archäologie und alttestamentlichen Forschung sowie der Religionswissenschaft widmet.
Armut hat keinesfalls an Aktualität verloren. Die brisanteste Armutsform in Deutschland ist die Kinderarmut. Die Kindheit als bedeutsamste Entwicklungsphase im Leben eines Menschen ist durch gravierende Unterschiede in den Lebensbedingungen gekennzeichnet. Armut stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, der adäquat begegnet werden muss, da Kinder die Zukunft einer Gesellschaft sind. In diesem Buch stellt sich die Verfasserin dieser Herausforderung und zeichnet ein authentisches Bild von Grundschulkindern, die unter Armutsbedingungen in einem separierten Stadtteil aufwachsen. Als Lebenswelt der Kinder stellt die Grundschule einerseits den Schauplatz für das Erleben von Armut im Schulalltag dar und bietet andererseits eine Plattform, auf der Kinderarmut begegnet werden kann. Bislang ist Grundschule jedoch ein zu wenig genutztes Interventionsfenster im Kontext von Kinderarmut, obwohl jedes Kind in Deutschland diese besucht. Die brisante Lage von Armut im Grundschulalltag und die Herausforderungen für die Kinder und die pädagogischen Fachkräfte - Lehrkräfte sowie sozialpädagogische Fachkräfte - werden herausgearbeitet und Handlungsmöglichkeiten diskutiert und aufgezeigt. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Erlangen sozialer Kompetenzen.
Die Ergon GXR sind reduziert auf das wesentliche und macht exakt das, was Cross-Country-Fahrer*innen und Leichtbau-Racer wollen: Er dämpft alle Stöße, ist griffig, wiegt wenig, liegt ergonomisch in der Hand und gibt Sicherheit. Der GXR ist der erste wirklich ergonomische Leichtbau-Griff aus AirCell-Rubber, hergestellt in einem einzigartigen Verfahren. Superleicht, ohne Klemmung, ohne Innenkern, 100 % made in Germany - mit dem GXR definiert Ergon ein neues Kapitel bei MTB-Griffen. - anatomisch geformte Rundgriffe ohne Klemmung für Mountainbikes - aufgeschäumte Gummimischung für stärkere Dämpfung und ausgezeichneten Grip - Funktionszonen mit verstärkter Griff-Struktur an Fingerspitzen und Handfläche - 100% made in Germany Größen / Greifumfang / Gewicht: - S / 92mm Greif-Umfang / 90g - L / 102mm Greif-Umfang / 105g