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ERGON Annäherung an Führung und Organisation
Dieses Buch ist eine Annäherung an Führung, in einen historisch-kulturellen Kontext eingefügt. Es ist ein Versuch, Führung sorgsamer und komplexer zu denken. Dafür wurden sechs Aufsätze zusammengestellt, von den sich die beiden ersten mit historischen Personen beschäftigen. Zunächst geht es um den berühmten Antarktis-Forscher Sir Ernest Shackleton (1874-1922) und um die Frage, was man von ihm, der unter extremen Bedingungen geführt hat, für heutige Organisationen lernen kann. Anschließend folgt ein Beitrag zu Mary Parker Follett (1863-1933), einer (fast) vergessenen und wiederzuentdeckenden Grenzgängerin zwischen Management und Sozialer Arbeit. Die weiteren Aufsätze widmen sich dem Umgang mit Kriegstraumata in pädagogischen Handlungsfeldern, der Alltagspraxis in modernen Arbeitswelten aus psychoanalytischer Sicht, der Bedeutung von Emotion und Intuition in Führung und Organisation sowie den Chancen und Risiken von Netzwerken. Allen Beiträgen liegt zugrunde: Nicht die Antworten stehen im Vordergrund, sondern das Fragende, Erahnende und das Suchende. Mit Beiträgen von Marlies W. Fröse, Annemarie Bauer, Frank E.P. Dievernich und Stephanie Kaudela-Baum
Die Herausbildung des Islams bis zur ersten großen Konsolidierung unter dem Kalifen ʿAbdalmalik ist bis heute eine der präsentesten Epochen im islamischen kulturellen Gedächtnis. Die vorliegende Studie untersucht die überaus reichhaltige arabisch-islamische Geschichtsschreibung systematisch aus prosopographischer Sicht und entwickelt dabei am Beispiel des Stammes Kinda (arabisch qabīla) exemplarische Ansätze zu Fragen der gegenseitigen Beeinflussung von Berichten im Überlieferungsprozess, zur Zentralisierung während der frühislamischen Eroberungen sowie zu Grenzen und Funktionalisierungen gemeinsamer Stammeszugehörigkeit in den Quellen zum ersten Jahrhundert islamischer Geschichte. Zwei abschließende Detailstudien widmen sich einer Rekonstruktion des Stadtviertels von Kinda im frühislamischen Kufa anhand der innerhalb der arabischen Historiographie überlieferten Angaben sowie der Ikonographie der Revolte des Kinditen Ibn al-Ašʿaṯ; die gegen Ende des Untersuchungszeitraums stattfand.
Der Satiriker Jan Böhmermann sorgte im März 2015 für erhebliche mediale Beachtung. Grund hierfür war seine Behauptung, ein Video mit dem damaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis gefälscht zu haben. Auch die von Mitgliedern des Satiremagazins Titanic gegründete PARTEI hat in den letzten Jahren zahlreiche öffentliche Kontroversen ausgelöst. Dies steht dem vielfach verkündeten Untergang der Satire zum Ende des 20. Jahrhunderts entgegen. Die vorliegende Studie untersucht anhand der Beispiele, wie es diesen Formen von Satire gelingt, wieder für Aufmerksamkeit zu sorgen und damit die Voraussetzung einer möglichen Wirkung von Satire zu schaffen. Es wird analysiert, wie sie den Schwierigkeiten begegnen, mit denen die Satire im Verlauf des 20. Jahrhunderts konfrontiert ist. Diese werden anhand von Jürgen Brummacks Satiremerkmalen Norm, Angriff und Indirektheit aufgezeigt. Auf dieser Grundlage wird untersucht, in welchem Verhältnis die Satiren zur medialen Öffentlichkeit stehen und inwiefern sie im Dispositiv Massenmedien als Resistenzstrategien begriffen werden können. Außerdem werden die ethischen Schwierigkeiten in den Blick genommen, die sich mit diesen neuen Satireformen ergeben.
Kaum eine historische Gestalt ist so zum Mythos geworden wie Kaiserin Elisabeth von Österreich. Inwiefern neben Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Filmen und Musicals auch die Literatur wesentlich zu dieser Mythenbildung beitrug, analysiert erstmals umfassend und systematisch diese ebenso komparatistisch wie intermedial ausgerichtete Studie. An über fünfzig Texten, die zwischen der kaiserlichen Hochzeit 1854 und dem Untergang des Habsburgerreiches 1918 in Europa und Amerika erschienen und die auf einer CD beiliegen, wird exemplarisch vorgeführt, wie das topische Herrscherlob allmählich in einen individuellen Personenkult übergeht. Zur Sprache kommen sowohl die anspruchsvollen Dichtungen kanonischer Autoren - zu ihnen gehören Adalbert Stifter, Franz Grillparzer, Marie von Ebner-Eschenbach, Ferdinand von Saar, Peter Rosegger, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Peter Altenberg, Felix Salten, Stefan George, Alfred Schuler, Gabriele D'Annunzio, Giosuè Carducci, Giovanni Pascoli, Maurice Barrès, Francis Thompson und Mark Twain - als auch ephemere Texte. Nur so lassen sich die vielfältigen literarischen Mythisierungstendenzen darlegen, die ein vergleichender Blick auf Malerei, Plastik und Fotografie eindrucksvoll illustriert. Die heute oft eindimensional gesehene Kaiserin Elisabeth von Österreich gewinnt damit wieder an zauberischer Tiefe.
Die Existenz usbekischer Gemeinden in der Türkei ist das Resultat von Flucht- und Emigrationsbewegungen aus der als Türkistan bezeichneten Region Zentralasiens. Aus ihrer Herkunftsregion leitet sich die von den in die Türkei emigrierten Usbeken favorisierte Eigenbezeichnung Türkistanli (Türkistaner) ab. Charakteristisch für viele von ihnen ist, dass ihre Familien nach dem Verlassen der Heimat zwischen 1917 und den 1930er Jahren nicht direkt, sondern erst nach mehrjährigen Aufenthalten in anderen Staaten Anfang der 1950er und 1980er Jahre in die Türkische Republik kamen. Ziel der Forschung war es, die persönlichen bzw. tradierten Erfahrungen und Erinnerungen der usbekischen Emigranten im Zusammenhang mit dem komplexen Prozess ihrer Flucht und Emigration freizulegen und zu ermitteln, inwieweit diese ihr Selbstbild auch gegenwärtig noch beeinflussen. Als Ergebnis der Analyse von Interviewaussagen und Veröffentlichungen usbekischer Emigranten in der Türkei wurden drei zentrale, einander nicht ausschließende, sondern koexistierende und einander komplementierende Identitätsdiskurse herausgearbeitet: der türkische, türkistanische und usbekische.
Die vorliegende Dissertation entstand in der Zeit von Frühjahr 2008 bis Mai 2011 am Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie der Universität Bern unter der Anleitung von Prof. Dr. Anke von Kügelgen.
ERGON Deutsch-Israelischer Wissenstransfer und Begegnungsgeschichte
Mehr als zwei Jahrzehnte lang verbrachten deutschsprachige Studierende mehrere Sommerwochen in der Wüstenstadt Beer Sheva, um an der dortigen Sommeruniversität teilzunehmen. Sie lernten Hebräisch und besuchten am Nachmittag wissenschaftliche Vorträge, jeden Freitag standen Erkundigungen im Negev auf dem Programm. Dieser Band zeigt die fruchtbaren Ergebnisse dieses Austauschs und blickt zurück auf ein besonderes Kapitel deutsch-israelischen Wissenstransfers. Bestehend aus wissenschaftlichen Beiträgen und Essays sowie Erfahrungsberichten und Nachrufen wird das breite Spektrum an Themenfeldern verdeutlicht, die für die Sommeruniversität und ihre Teilnehmenden prägend waren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Negev und der Wüstenerfahrung. Mit Beiträgen von Aamer Abo Hani | Serpil Adler-Akkaya | Esther Bowalsky | Marlen Eckl | Michael B. Elm | Lutz Fiedler | Ines Fischer | Mark H. Gelber | Elischewa German | Bernd Hönig | Alexandra Klei | Gunnar Lehmann | Anna-Dorothea Ludewig | Malgorzata A. Maksymiak | Judith Müller | Chaim Noll | Jihan Radjai-Bründl | Ilana Rosen | Jan Schröder | Sebastian Venske | Marina Wall | Heinrich Wiens
Die 1917 uraufgeführte Komödie "Fink und Fliederbusch" bildet das einzige mehraktige Drama, das Arthur Schnitzler während des Ersten Weltkriegs publizierte. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein weiteres Dokument der Distanz Schnitzlers zu seiner Gegenwart. Bei genauerer Untersuchung erweist sich die Komödie jedoch als äußerst komplexes Gebilde, in dem Schnitzler nach eigener Aussage Formelemente von Charakterkomödie und Schwank zu einem ‚Charakterschwank' zu verschmelzen versucht. Welche Konsequenzen dies für die Komödie hat, zeigt sich anhand des für den Autor typischen langwierigen Schreibprozesses, der dank der erhaltenen Skizzen, Entwürfe und Fassungen aus dem Nachlass detailliert nachvollzogen werden kann. "Fink und Fliederbusch" entsteht nicht nur vor dem Hintergrund der zuvor fertiggestellten Komödie "Professor Bernhardi", sondern auch im Spannungsfeld von allgemeinen Gattungserwartungen, Gepflogenheiten der zeitgenössischen Theaterpraxis und den besonderen Erwartungen an Schnitzler als Lustspielautor, die seit seinen ersten großen Erfolgen mit den "Anatol"-Einaktern bestehen. Schnitzlers Suche nach einer modernen Komödienform gestaltet sich schließlich als mäandernde Grenzauslotung tradierter Formen, deren unauflösbare Ambivalenz "Fink und Fliederbusch" grundlegend eingeschrieben ist.
Peter Cornelius war nicht nur Komponist, Dichter, Übersetzer und Kritiker, sondern auch Lehrer für Musiktheorie an der Königlichen Bayerischen Musikschule in München. Erstmalig werden in diesem Band seine musiktheoretischen Schriften zusammengetragen, rekonstruiert und in mehreren Fachartikeln kontextualisiert. Dadurch bietet sich ein instruktiver Einblick in die Unterrichtsrealität an einem deutschsprachigen Konservatorium um die Mitte des 19. Jahrhunderts, die mehrfach von ästhetischen Konflikten durchfurcht wird. Neben einem Lehrgang in Harmonielehre finden sich u. a. eine Modulationslehre und ein Kompositionskurs auf der Basis von Haydns Streichquartetten, in denen Cornelius Arbeiten seiner Schüler:innen und eigene Lösungen kommentiert. Mit Beiträgen von Michael Lehner | Nathalie Meidhof | Matthias Ningel | Immanuel Ott | Birger Petersen | Martin Skamletz | Stephan Zirwes
Wer trug die Verantwortung für den tausendfachen Mord an Menschen mit psychischer, geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung im Nationalsozialismus? Wie waren Institutionen und Akteure untereinander vernetzt? Die Heil- und Pflegeanstalten nehmen als Tatorte im Rahmen der NS-„Euthanasie“ eine zentrale Rolle ein: Medizinisches Personal tötete dort durch Medikamentengaben, Vernachlässigung und Nahrungsentzug, dazu wurden die Transporte in die Tötungsanstalten über die staatlichen Anstalten abgewickelt. Dieser Band beleuchtet am Beispiel Mittel- und Oberfrankens das institutionelle Geflecht der medizinischen Einrichtungen und die unterschiedlichen Interessen der Entscheidungsträger zwischen medizinischer Hilfe, wirtschaftlichen Belangen und der ideologisch überzeugten Mittäterschaft im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde. Mit Beiträgen von Matthias Klaus Braun | Thomas Greif | Andreas Stefan Hofmann | Matthias Honold | Katrin Kasparek | Andrea M. Kluxen | Armin Kroder | Marcus Mühlnikel
Das Phänomen Freiheit, das einerseits einen nicht-vorbestimmten Handlungsraum und anderseits ein verfolgbares kausales Verhältnis zum Urheber voraussetzt, lässt sich auf das Spannungsfeld zwischen Bestimmtheit und Unbestimmtheit zurückführen. Gemäß diesem Leitgedanken erläutert die vorliegende Studie die Theorie über die Beziehung der Willensfreiheit zur praktischen Vernunft bei Kant, Reinhold und Fichte, die hierzu drei unterschiedliche, in den historischen Kontext eingebundene Standpunkte vertreten.
ERGON Konvertiten als Grenzgänger und Wissensvermittler
Der Band beleuchtet religiöse Konversionen im langen 19. Jhdt. aus transregionaler Perspektive. Anhand von Fallbeispielen werden sozio-kulturelle Milieus, globale Verflechtungen und Interaktionen von Konvertiten analysiert, die als geistige, religiöse und kulturelle Grenzgänger und Wissensträger zwischen alternativen, sich widerstreitenden Gesellschafts- und Glaubenssystemen fungierten. Der Fokus liegt auf zeitgeschichtlichen Faktoren sowie individualgeschichtlichen Aspekten, die islambezogene Glaubenswechsel im Umfeld des 1. Weltkriegs begünstigten. Der interdisziplinäre Zugang ermöglicht es, Rückschlüsse auf religiöse, ideologische und kulturelle Positionierungen von Konvertiten aus dem politischen Westen, dem Osmanischen Reich und Japan zu ziehen. Mit Beiträgen von Gülfem Alıcı | Ulrich Brandenburg | Julia Eitzinger | Kenneth Garden | Cem Kara | Katherine Kelaidis | Stefan Reichmuth | Sebastian Rimestad | Katja Thörner | Joshua Weisberg
Seit fünfzig Jahren im Kanon der Avantgarde etabliert, bleibt Oswald Wieners „die verbesserung von mitteleuropa, roman“ ein rätselhafter Klassiker. Nach dem Verfassen der bisher einzigen Komplettübersetzung ins Italienische und der damit verbundenen tiefgehenden Auseinandersetzung mit dem Text, bietet Nicola Cipani den ersten vollständigen Kommentar zu diesem interpretationsbedürftigen Meisterwerk. Im einführenden Aufsatz werden dem Leser wesentliche theoretische und literarhistorische Grundlagen für eine Kontextualisierung vermittelt. Der sich entlang des Textverlaufs entwickelnde Stellenkommentar bietet sowohl Erläuterungen spezifischer Textpassagen als auch kritische Einleitungen zu den einzelnen Teilen dieses vielschichtigen Werks.
Der jung verstorbene Dichter Rainer Maria Gerhardt (1927–1954) war ein Solitär. Zu einer Zeit, in der sich die bundesdeutsche Literatur nur zögerlich ins Neue vortastete, eröffnete er ungekannte Horizonte. Seine Übersetzungen und Verlagsprojekte präsentierten den Nachkriegsdeutschen Poesie aus allen Teilen der Welt. Gerhardts lyrisches Werk verwebt zahlreiche Sprachen und Kulturen, stieß mit seinem avantgardistischen Gestus beim Publikum jedoch auf Unverständnis. Diese Lyrik steht in ihrer Polyphonie und Hyperkulturalität, ihren kosmopolitischen Visionen in der deutschen Nachkriegszeit einzig da. Ihre engmaschige Intertextualität wurde von der Forschung bisher kaum untersucht. Dieses Desiderat wird mit der vorliegenden Studie erfüllt.
Staufen in Baden-Württemberg und Lüdge in Nordrhein-Westfalen stehen für die größten Missbrauchsskandale im Kontext von Jugendhilfe der letzten Jahre. Der Frage, wie dem Einhalt geboten werden kann und den Antworten darauf ist dieses Buch gewidmet. Ziel ist es, die Berufsfachlichkeit im Kinderschutz zu steigern. Ein dafür geeignetes, in eigener Forschung entdecktes Handlungsmuster wird vorgestellt. Diese Ergebnisse entstanden im Rahmen eines bundesweit über zwölf Jahre angelegten Forschungsprojekts. Projektleiter war der Autor, damals Klinischer Soziologe an der Friedrich Schiller-Universität Jena. Dieses Buch richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, solche der Sozialpädagogik, der Rechtspflege und der Medizin – auch an politisch Verantwortliche.
Das Buch verfolgt das Ziel, die Relevanz der Kunst für das Leben zu erschließen. In kritischer Auseinandersetzung mit Adorno, Benjamin und Heidegger, die ihre Kunstanschauungen in ihre Denksysteme eingebettet haben, diskutiert das Buch den systematischen Zusammenhang zwischen Kunst und Leben aus einer Perspektive, die sowohl dem Leben als auch der Kunst immanent ist. Vom einzelnen Menschen und vom einzelnen Kunstwerk ausgehend wird der Mensch, der sein Leben in einer Welt verbindlicher Praktiken frei gestaltet, als Ergebnis eines bewussten Selbstwerdungsprozesses begriffen, wogegen das Kunstwerk als autonome Erfahrungsgestalt definiert wird. Weiterhin zeigt die Analyse, dass die ästhetische Erfahrung, die das Kunstwerk als solches ausmacht, durch eine immanente Verbindlichkeit ausgezeichnet ist, die alle anderen Verbindlichkeiten suspendiert. Dies bewirkt eine Aufhebung der gültigen Weltstrukturen und stellt den Betrachter immer wieder aufs Neue vor die Aufgabe der Selbstwerdung.
Die Ermordung von Hatun Sürücü am 07. Februar 2005 hinterließ viele Spuren, die unsere Gesellschaft bis heute beschäftigen. Eine junge Frau wird auf offener Straße von ihrem jüngeren Bruder durch drei Kopfschüsse „im Namen der Ehre“ hingerichtet, weil sie „wie eine Deutsche“ gelebt hat. Der Fall Sürücü bzw. Ehrenmorde und die damit einhergehenden gesellschaftlichen wie juristischen Probleme haben auch nach fast sechzehn Jahren nichts an Aktualität verloren. Die Arbeit beschränkt sich nicht auf dogmatische Gesichtspunkte, sondern greift weit darüber hinaus in die Kriminologie, insbesondere die Kriminalsoziologie des Falles. Der Autor plädiert für verstärkte Präventionsmaßnahmen, die stärkere Berücksichtigung interkultureller Kompetenzen in der Juristenausbildung und für einen verpflichtenden Ethikunterricht.
Dieses Buch präsentiert verschiedene religionsdidaktische Ansätze und neue Perspektiven in den Bereichen Storytelling, Musik, Performanz, Film, Bild, Museum, Koranrezitation und Kamishibai. Diese Ansätze können ästhetische Lernprozesse anregen. Das Buch strebt danach, zur kulturellen und ästhetischen Bildung insbesondere von muslimischen Kindern und Jugendlichen beizutragen. Es folgt dem religionspädagogischen Leitgedanken, dass religiöse Bildung nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit ansprechen soll, sondern auch eine ganzheitliche ästhetische Bildung fördern muss. Mit Beiträgen von Rasool Akbari Carla Amina Baghajati Maike M. Domsel Naghmeh Esmaeilpour Carolin Hohmann Tuba Işık Naciye Kamcili-Yildiz Ane Kleine-Engel Johannes Merkel Mevlida Mesanovic Gernot Galib Stanfel Aydın Süer
Die Nachwirkung der Antike in Geschichte, Literatur und Bildkunst wird in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit exemplarisch vorgeführt. Alle Beiträge stammen aus dem Herausgeber- und Beiratskreis der Reihe Metamorphoses und behandeln verschiedenartige Fragestellungen, Inhalte und Forschungsmethoden im Kontext der Antikenrezeption in der Zeit vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Angesprochen werden zentrale Fragen wie Herrscherrepräsentation und -selbstverständnis, die Wirkungsgeschichte griechischer Philosophie, die Moralisierung von Antike, der Bildungshintergrund der Goethezeit, aber auch der Umgang von Museen mit der eigenen historischen Sammlungspraxis. Mit Beiträgen von Christoph Begass Catherine Gaullier-Bougassas Katja Lembke Corinna Reinhardt Claudia Schindler Matthias Steinhart
Das islamische Familienrecht nimmt eine Schlüsselrolle in muslimisch geprägten Gesellschaften ein. Es wird zwar aus dem Koran und der Prophetentradition abgeleitet, muss aber wie jede Rechtsordnung Alltagsprobleme in sich wandelnden Gesellschaften bewältigen. Das Buch behandelt in drei Teilen auf breiter Quellenbasis die traditionellen Grundlagen des Familienrechts in der Vielfalt der Rechtsschulen sowie die umfangreichen Reformen in vielen Ländern seit dem 20. Jahrhundert. Im dritten Teil wird der Umgang mit islamischen Familienrechtsvorschriften im deutschen Rechtskontext ausführlich dargelegt.