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Insel Mondnacht A1000478966
Stanislaw Lem ist in seinem Werk schon sehr früh auf einen Widerspruch gestoßen, der anderen Autoren – besonders SF-Autoren – zu einem Hemmnis für ihre Arbeit wurde: der sich immer enger schließenden Schere zwischen technologischer Entwicklung und wissenschaftlich-utopischer Phantasie. Sehr rasch wurden auch die genialsten Entwürfe der SF-Autoren und gerade die, welche von der Wahrscheinlichkeit ihrer Erfindungen ausgingen, von der Realität eingeholt. Ihre Romane und Erzählungen verloren im Vergleich mit dem Realen an Farbe. Und hier setzte Stanislaw Lem das groteske parodistische Element ein, dem das SF-Milieu nur um so absurdere Beleuchtungen gab. Neben Pirx, den Weltraumpiloten, traten Ion Tichy, Professor Tarantoga, Trurl und Klapaucius aus den » Sterntagebüchern« und den » Robotermärchen«. In ihren Umkreis gehören auch Texte von » Mondnacht«.
London, 1850: Mitten im Winter findet der junge Kommissar Sam Trench im Viktoria Park ein Bündel – darin liegt ein Neugeborenes. Die kleine Lily wird bei einer Pflegefamilie in Suffolk untergebracht, wo sie unbeschwerte Jahre verlebt, bis sie mit sechs ins Waisenhaus nach London muss, um zur Näherin ausgebildet zu werden. Dort herrschen strenge Regeln und die Aufseherinnen bestrafen die Mädchen hart. Als junge Frau kommt Lily bei einer Perückenmacherin unter und könnte endlich ein selbstbestimmtes Leben führen, doch eine schwere Schuld lastet auf ihr … Sam Trench hat Lily nie ganz aus den Augen verloren, und als er der jungen Frau wieder begegnet, fühlen sich die beiden zueinander hingezogen. Lily glaubt, dass sie mit Sam endlich ein neues Leben beginnen kann – aber kann sie die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen? Wie weit gehen wir, um erlittenes Unrecht zu vergelten? Wie können wir Frieden finden, wenn wir uns unwiederbringlich verloren glauben? Rose Tremains neuer Roman erzählt von der Dunkelheit, die dem Menschlichen innewohnt – aber auch von Wärme und Widerstandskraft.
Jules Verne: Die Propeller-Insel L'ILE À HÉLICE (entstanden 1893). Frz. Vorabdruck: Magasin d'Education et de Récréation 1.1.-15.12.1895. Frz. Buch-Erstausgabe: J. Hetzel, Paris 1895. Dt. Buch-Erstausgabe: A. Hartleben, Wien Pest Leipzig o. J., ausgeliefert Dezember 1895. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Textgrundlage ist die Ausgabe: Jules Verne: Die Propeller-Insel. Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen von Julius Verne, Band LXVII-LXVIII, Wien, Pest, Leipzig: A. Hartleben, 1897. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Buchillustration von Léon Benett, 1895. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.
Alles, was Sie schon immer über Lebkuchen wissen wollten ... Eigentlich ist es nur ein flaches, süßes Gebäck. Und in Deutschland wurde es zunächst als Heil- und Fastenspeise in Klöstern oder »Lebzeltereien« hergestellt. Aber die Zutaten der Lebkuchen haben es in sich: gewürzt mit Ingwer oder Zimt, mit Treibmitteln wie Pottasche oder Hirschhornsalz, verfeinert mit Nüssen und Honig, auf Oblaten gesetzt und schokoliert oder verziert mit kandierten Früchten und Mandeln. Heute kommt kein Jahrmarkt ohne Lebkuchenherzen aus, kein Weihnachtsteller ohne Printen und Pfeffernüsse. Hans Hipp, gelernter Konditor und Lebzelter, verrät im vorliegenden, reich illustrierten Buch seine Rezepte der bekanntesten Lebkuchenspezialitäten vom Elisenlebkuchen bis zum Basler Leckerli, gibt Einblick in die Geschichte seiner Handwerkskunst, erzählt von Modeln, ABC-Taferln und wie im Lebzelterhaus die Hipp-Babykost entdeckt wurde. Warenkunde und praktische Tipps sorgen dafür, dass das Backen gelingt.
Am Rande des Himmels, in Bartholomä, einem Luftkurort auf der Ostalb, liegt ein 250 Jahre altes Hofgut. Dort findet sich das Reich der Scheunenwirtin Renate Lieb, die mit ihrem Mann Günther Saiger ein kleines Universum betreibt. Mit gutem Essen und »was im Glas«, das versteht sich von selbst. Wie sie das macht, versteht sich gar nicht von selbst. Es ist schwäbische Küche auf eine fürsorgliche und konsequent nachhaltige ökologische Art – so fundamental und dabei weltoffen, dass man sie hypermodern und in mancherlei Hinsicht geradezu revolutionär nennen muss. Der Grundsatz der Scheunenwirtin lautet: Von der Erde auf den Teller, so regional wie möglich. Zu ihrem Universum gehört nicht nur eine Küche, sondern viel mehr: die Bäckerei, die Werkstatt, die Wäscherei. Die Hühner gehören dazu, die Bienen, der Kräuter- und Gemüsegarten, die Bäume auf den Streuwiesen mit alten Obstsorten, Schafe und Wollschweine. Und Gäste von nah und fern, die in drei großen Sälen Hochzeiten, Geburtstage und andere Feste feiern. In 80 Rezepten lüftet die Scheunenwirtin das Geheimnis ihrer einfachen, einfach-raffinierten Küche und gibt Tipps für nachhaltiges Wirtschaften. Die neue schwäbische Küche: Von der traditionellen Maultasche vom Bruderhahn zur vegetarischen Ofentomate mit Linsentanz bis zum veganen Dreierlei Kürbis-Carpaccio und weit darüber hinaus.
»Als die Erde eben erschaffen und der Boden noch ganz weich war, gab es weder Täler, noch Hügel, noch Gebirge. Nur Riesen gab es; mit gewaltigen Schritten gingen sie über das Land.« Uralte Sagen und Legenden aus Griechenland, aus Indien, dem Orient und anderen Weltgegenden erzählen uns die Geschichten über die Entstehung unserer Gestirne. Vom Mädchen, das den Grizzlybären heiratete und sich in einen Bären verwandelte, von den Zwillingskindern, die vor ihrer Mutter flohen oder vom Widder der Arche Noah: »So entstanden die Sterne, sie vertrieben die große Dunkelheit, durch ihre Öffnungen hindurch funkelte das innere Licht des Himmels«.
Ein gefürchtetes Schloss in Transsilvanien. Ein Graf mit einem finsteren Geheimnis. Und eine junge Frau im Bann dunkler Mächte. Der Rechtsanwalt Jonathan Harker unternimmt eine Reise in die Karpaten und trifft dabei auf den unheimlichen Grafen Dracula – allerdings nur zu ungewohnter Zeit zwischen Sonnenuntergang und Morgendämmerung. Was merkwürdig, aber harmlos beginnt, führt Jonathan Harker und seine Verlobte Mina ins Grauen … Dracula ist mehr als ein Gruselklassiker. Es ist ein literarischer Trip in die Tiefen unseres Unterbewusstseins, unserer unterdrückten Ängste und Sehnsüchte. Ein psychologisches Drama über Begehren, Macht und Identität. Dracula ist Projektionsfläche für das Unheimliche – für alles, was wir verdrängen. Und genau das macht ihn zeitlos.
Im Traum erscheint Jakob eine Leiter, die bis in den Himmel reicht und auf der die Engel auf und ab steigen. Und oben, an der Spitze der Leiter, steht Gott. In diesem Traum der Offenbarung und Verheißung wird die Himmelsleiter zum Symbol der Verbindung und zum Sinnbild der Grenzüberschreitung zugleich. Raum und Zeit haben keine Gültigkeit mehr, es zählen allein der Mut und die Geschicklichkeit derjenigen, die die Himmelsleiter besteigen, einer himmlischen Wirklichkeit entgegen. Vom Turmbau zu Babel bis zu Dantes Höllentrichter erzählt diese farbig illustrierte Kulturgeschichte von dem Wunsch, eine direkte Verbindung zum Paradies aufnehmen zu können.
Manche Geschichten bedürfen nicht vieler Worte. Manchmal reichen ein, zwei Zeilen, um das Glück oder das Drama eines ganzen Lebens zu umreißen: »Die erste Liebe: eine Javanerin – seitdem liest er noch heute die javanischen Zuckerkurse.« (Kurt Tucholsky) Diese Anthologie versammelt die besten Sekundenstorys und Minutennovellen der Welt: verblüffende, atemberaubende, rasante, tieftraurige und knallkomische Geschichten. Mitunter nur sechs Worte lang, nie länger als eine Seite. Ob Lovestory, Gruselgeschichte oder Thriller, ob Momentaufnahme oder Lebensbilanz, eines haben all diese Geschichten gemeinsam: Sie sind kurz, intensiv, überraschend – und man bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf. Mit Geschichten von Friedrich Ani, Margaret Atwood, Thomas Bernhard, Peter Bichsel, Bertolt Brecht, Julio Cortázar, Robert Gernhardt, A. L. Kennedy, Sarah Kirsch, Alexander Kluge, Joe R. Lansdale, Dorothy Parker, Monica Sabolo, Clemens J. Setz, Uwe Timm, Kurt Tucholsky, F. K. Waechter und vielen, vielen anderen.
Nichts ist, wie es scheint. Im Wald ist es auch zu Mittsommer dunkel. Mittsommer 1983 in Dalshyttan im ländlichen Schweden. Die kleine Dorfgemeinschaft feiert ausgelassen die kürzeste Nacht des Jahres, mit Tänzen um den Baum, Blumenkränzen, Essen und viel Alkohol. Am nächsten Tag ist die junge Mutter Maria verschwunden. Und taucht auch nicht mehr auf. Ihre kleine Tochter Terese bleibt erst mal bei der Großmutter, die gleich spürt, dass etwas nicht stimmt. Sie glaubt nicht daran, dass Maria ihre kleine Tochter ohne ein Wort zurückgelassen hätte. Wochenlang sucht sie im dichten Herbstwald wie im Wahn nach ihrer Tochter. Dort wird Maria schließlich gefunden – tot, an einem Abhang. Nach erfolglosen Ermittlungen kümmert sich bald niemand mehr um Marias Tod, und Terese wird in die Obhut einer Pflegefamilie in einer anderen Region Schwedens gegeben. Fünfzehn Jahre später kehrt Terese als junge Erwachsene zurück nach Dalshyttan. Und findet ein altes Tagebuch ihrer Mutter Maria, das neues Licht auf die Geheimnisse von damals wirft.
Erling Kagge hat seine eigene Biografie des Nordpols verfasst. Es ist eine höchst persönliche, philosophische, klimapolitische, lehrreiche – und vor allem spannende – Annäherung an den einen unvergleichlichen Ort. Zum siebten Geburtstag bekam Erling von seinen Eltern einen Globus. Er drehte ihn, drehte und schaute auf Länder und Meere, bis sein Blick am obersten Punkt hängen blieb. Das war, inmitten einer blaugrauen Fläche, der Nordpol. Konnte man dort hinreisen? Und wer reiste dort hin? Er las Abenteuerbücher, begleitete Thor Heyerdal auf seinen Expeditionen, war auf Skiern mit Fridtjof Nansen unterwegs. Befasste sich mit den Erzählungen der ersten erfolgreichen Polarreisenden und mit den Berichten über die Ungezählten, die von ihren Expeditionen nicht zurückkehrten. Schließlich wurde er selbst zum Abenteurer. Am 4. Mai 1990 erreichte er zusammen mit Børge Ousland den Sehnsuchtsort seiner Kindheit. Nachdem sie 58 Tage lang ihre Schlitten durch Kälte, Eis und Schnee gezogen hatten. War er während der Vorbereitung besessen von der Vorstellung, es allen beweisen zu können, so änderte sich am Ziel seine Haltung. Ging es nicht vielmehr um den Weg dorthin? Um die besondere Beziehung zum Nabel der Welt, um das Eis, das der fortschreitende Klimawandel rasant zum Schmelzen bringt? »Die Geschichte des Nordpols ist die Geschichte unseres Verhältnisses zur Natur«, sagt Erling Kagge.
Shakespeare, der »Mann des Jahrtausends« ( Time Magazine ), hat die berühmtesten Liebespaare und die spannendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur erfunden, die, obwohl schon 400 Jahre alt, selbst im heutigen Medienzeitalter ihr Publikum in den Bann ziehen. Wie kein anderer Dichter schildert Shakespeare die Verstrickungen der Liebe in all ihren erfahrbaren Aspekten und in allen Schattierungen. Ihm ist ihre seelenvolle und glückliche Seite ebenso nah wie ihre Nachtseite: die rein sexuelle und berechnende Liebe; der Betrug, Krankheit und Wahnsinn. In seinen Protagonisten oder dem lyrischen Ich der Sonette unterwirft er sich bedingungslos auch den leidvollen Folgen, nimmt sie als Prüfung an und wendet die Wunde: Die Liebe erfährt eine Wiederbelebung und Erneuerung durch Transformation der Gestalten oder durch Veränderung der Verhältnisse. Die Liebe überdauert den Tod. Der Band versammelt die Verserzählungen Venus und Adonis , Der Liebenden Klage , Der Phönix und die Taube , eine großzügige Auswahl der schönsten Sonette, einzelne Gedichte aus Der liebende Pilger und verstreut in den Stücken erschienene Lieder und Gedichte, ergänzt durch poetische Liebesszenen. Dieses Buch ist Teil der Reihe Die schönsten Liebesgedichte im insel taschenbuch . Ohne Liebe geht es nicht. Nicht im Leben und nicht in der Literatur.
Das Gesetz des Büros prägt unser Leben von A bis Z. Als der junge Robert Walser um 1900 zu schreiben anfing, war das noch ganz anders gewesen. Als Auszubildender in einer Bank hatte er das ›Bureau‹ als etwas irritierend Neues erfahren. Es erscheint als Inbegriff eines fremdbestimmten und sinnentleerten Lebens und bildet zugleich den Ort, an dem die Fantasien und Träume ansetzen, mit denen sich der Dichter die Wirklichkeit aneignet. Wie die Bürokratie-Satiren von Melville, Gogol oder Kafka werfen auch Robert Walsers hier erstmals versammelten Erzählungen über Angestellte ein ebenso erhellendes wie erheiterndes Licht auf das, was uns im Innersten zusammenhält: die Rationalisierung der Arbeitswelt.
»Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andern, Jeder ist allein.« Der »schöne, aber auch traurige« Herbst inspirierte Hesse zu einer Vielzahl an Gedichten und Betrachtungen, die vom herrlichen Farbenspiel der Natur, donnernden Herbststürmen und dem wehmütigen Erinnern an das Vergangene erzählen.
Neben Anna Karenina, Emmy Bovary und Effi Briest gehört die „Präsidentin“ Ana Ozores zu den großen Frauengestalten der Literatur: „Der beste spanische Roman des 19. Jahrhunderts.“ (Mario Vargas Llosa) Die schöne junge Ana Ozores droht in der Enge einer spanischen Provinzhauptstadt als Gattin eines schon betagten Gerichtspräsidenten zu ersticken. Das Leben hier wird beherrscht einerseits von der Kirche, andererseits von den Gesetzen der adeligen Gesellschaft, die Ana allenfalls etwa Koketterie und Liebelei zubilligen würde. Die Verführung naht in Gestalt des Don Álvaro Mesía, einem Mann von sinnlicher Ausstrahlungskraft. Die Ereignisse überschlagen sich – es kommt zu einem dramatischen Duell.
Bäume sind für Hesse Sinnbilder, die sich mit Erinnerungen verbinden, Symbole der Vergänglichkeit und Wiedergeburt, aber auch »alles Wachstums, alles triebhaften, naturhaften Lebens, aller Sorglosigkeit und geilen Fruchtbarkeit«. Sie sind für ihn Spiegel der Jahreszeiten, der Landschaften und Umweltbedingungen ihres Standorts.
Max Dreyer: Die Insel. Geschichten aus dem Winkel Erstdruck: Leipzig, Staackmann, 1920 Inhaltsverzeichnis Die Insel Martin Overbeck und seine hundert Tage Die Insel Müte und sein Freund Der Stammhalter Der Dichter und die Revolution Bob Die Turmhochzeit Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Nel Grönland, Warnemünde, 1898. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Über die Zeiten und Kulturen hinweg hat der Ginkgo die Menschen in seinen Bann gezogen – als Symbol für Liebe, Hoffnung und Frieden. Insbesondere durch die Form des geteilten Blattes wurde er zum Sinnbild des dialektischen Yin und Yang, des weiblichen und männlichen Prinzips, von Leben und Tod. Goethe inspirierte er zu seinem berühmten Gedicht »Ginkgo biloba« – seitdem ist der Ginkgo auch in der westlichen Literatur ein immer wiederkehrendes Motiv. Dieser Band versammelt die schönsten Texte über diesen berühmten Baum: Märchen und Haikus aus Japan und China, Texte und Gedichte von Siegfried Unseld, Günter Eich, Peter Härtling, Felix Pollak und vielen anderen.
Nach Jahren im Ausland kehrt er zurück in das verlorene und doch vertraute Tal im Schwarzwald. Durch hohen Schnee geht er die alten Wege, erinnert sich an den erbitterten Erbstreit um den väterlichen Hof und an Minna, die sich gegen ihn und für den Bruder entschied. Er lauscht auf den Ruf der Dunkelbolde, die in den Raunächten, dieser Niemandszeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest, ihr Unwesen treiben, schaut auf das unablässig fallende Weiß und wartet, von Krankheit gezeichnet, auf den Bruder, auf ein versöhnendes Gespräch. Dieser Band ist eine unnummerierte Sonderausgabe der Insel-Bücherei und textidentisch mit IB1452.
Biographische Miniaturen zum Leben von Caroline Schlegel-Schelling, Jakob Michael Reinhold Lenz, Franz Fühmann, Eduard Mörike, Rosa Domascyna und Christiane Goethe vereint dieser Band. Die Essays sind in den Jahren 1978 bis 1998 parallel zu Sigrid Damms großen biographischen Romanen entstanden. Sie sind wie diese von der besonderen Art des Umgangs mit historischen Dokumenten bestimmt, der Einfühlsamkeit und Lebensklugheit des Fragens nach Hintergründen und der erzählerischen Meisterschaft, mit der Sigrid Damm Lebenswelten und individuelle Persönlichkeiten aus Authentischem - aus Zeitzeugnissen, Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Bildnissen u.a.- zurückzugewinnen und zum Leben zu erwecken versteht. Zwei Reden aus dem Jahr 1992 vermitteln darüber hinaus aufschlußreiche Einblicke in Sigrid Damms „Werkstatt“, zeigen die Wege ihrer unbeirrten Spurensuche, sprechen von den Hintergründen ihres „Hungers nach dem Aktenmäßigen, dem Archivierten“.