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Insel Wasser und Zeit
Die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Das Leben auf der Erde wird sich grundlegend ändern, sagt der Isländer Andri Snær Magnason und blickt zurück auf das naturverbundene Leben seiner Vorfahren. Er denkt an seine Enkel und Urenkel und fragt sich, was wir tun können, damit ihre Welt lebenswert bleibt. Sein wissenschaftlich fundiertes, geschichten- und anekdotenreiches Buch ist ein mitreißender und dringender Appell an uns alle.
1895 hatte Heinrich Vogeler das Haus Barkenhoff in Worpswede erworben, in der Künstlerkolonie, in der sich Maler und Dichter der Zeit, Otto Modersohn, Paula Modersohn- Becker, Fritz Overbeck, Carl Hauptmann, Rainer Maria Rilke und andere, begegneten. Im Gründungsjahr der Insel 1899 erschienen zehn Radierungen Vogelers unter dem Titel An den Frühling, mit denen der Künstler, der später für den Insel Verlag zahlreiche Bücher illustrieren sollte, zuerst berühmt wurde. In zarten Grüntönen gehalten, fangen die Bilder die beglückende Stimmung des Frühlings ein, mit Genreszenen und Landschaftsporträts. Rilke hat Heinrich Vogeler und seine Kunst in einem poetischen Essay charakterisiert, der, neben Gedichten über den Frühling, diesem Band beigegeben wird.
Im Jahre 1699 reiste die Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian nach Surinam und unternahm Expeditionen in den Urwald, um dort die tropischen Insekten zu beobachten und zu zeichnen. Nach ihrer Rückkehr erschien 1705 ihr Hauptwerk, die Metamorphosis Insectorum Surinamesium, das ihr weltweite Berühmtheit verschaffte und die zeitgenössische Gelehrtenwelt begeisterte. Merians Zeichnungen von Raupen und Würmern und ihrer Verwandlung in Schmetterlinge und Falter sind detailliert und so genau, wie man sie nie zuvor gesehen hatte. Noch immer fasziniert Merians Malkunst, die für ihre Zeit ungewöhnliche Natürlichkeit, ihre kunstvolle Komposition und lebhafte Kolorierung.
Am Strand entlang der Wasserkante auf meiner Insel – Faszination pur noch immer in meinem Leben nach so vielen Jahren. Jeden Tag sehe ich ein anderes Schauspiel: Wolken, so tief, dass ich glaube, ich könne sie vom Himmel pflücken oder so hoch, dass sie der Sonne näher scheinen als der Erde. Wind, manches Mal als kaum wahrnehmbarer Lufthauch zu spüren oder als Sturm, der den Regen waagerecht fallen lässt. Sonne, die sowohl sommers als auch winters den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert oder die sich hinter undurchdringlichem Grau verbirgt und auf hellere Zeiten hoffen lässt. Muscheln, Sand und Meer, so vielfältig und abwechslungsreich wie die Menschen, die sich dort befreit und entspannt bewegen. Insel – ein Traum für viele Menschen, bietet sie doch so etwas wie Entschleunigung, Gelassenheit und Wohlfühlatmosphäre. Das Band zu ihrer Lieblingsinsel wird von Mal zu Mal fester geknüpft. Und mein Café mit süßen Köstlichkeiten, den liebenswerten Sehnsüchten, mit netten Gästen – den Großzügigen und Knauserigen, den Gesprächigen und Muffeligen, den Wiederkehrern, den Traditionalisten und den Eintagsfliegen. Sie erfreuen sich im Winter an heißem Tee und im Sommer an kühlen Getränken, dazu fast ausnahmslos ein Stück Torte, denn mein Café ist das Tortencafé der Insel. Dort bietet sich Raum für mögliche Lebensumstände der Gäste – ihre Beziehungen, Gefühle, Schicksale und Zwischenmenschliches. So entstehen Café-Geschichten von Menschen auf ihrer Lieblingsinsel.
Die erste Einführung in Rilkes Pflanzen- und Blumenkosmos mit vielen bisher unbekannten Texten und Bildern Es ist »die Liebe […;] die Blumen zwischen die Seiten« der Bücher legt, schrieb Rilke Ende November 1904 seiner Ersatzmutter, der berühmten schwedischen Pädagogin Ellen Key, und betonte weiter, dass diese »immer an dieser Stelle bleiben sollen«. Zeitlebens verzierte er seine Bücher mit solchen Zeichen der Liebe, bedichtete Blumen, die ihm als Lebens- und Liebeszeichen galten, entwickelte, pflegte und nutzte seinen eigenen Garten in Schloss Muzot, seinem letzten Lebens- und Arbeitsort. Rilkes Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt zeigt ihn als Gärtner im doppelten Sinne: Als botanisierenden Autor und als tatsächlichen Gärtner – als Pflanzensammler, Blumeneinkäufer, botanisch informierten Naturbeobachter und, nach Verfertigung seines großen Spätwerks, als tätigen Gärtner. Der 2022 durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach erworbene private Nachlass Rilkes bezeugt erstmals umfassend die Blumen- und Naturbegeisterung des Autors, kenntnisreich kommentiert von Sandra Richter, Autorin der großen Rilke-Biographie im Insel Verlag, und Anna Kinder.
Weisheiten wachsen wie Bäume, dessen Wurzeln im Wissen der Vergangenheit verankert sind. Und so sind es die Bücher, welche die Errungenschaften der Menschheit beherbergen und nicht nur Geschichten, sondern Informationen aller Art bewahren. Bis heute haben schriftliche Aufzeichnungen einen hohen Stand in unserer Gesellschaft, die mittlerweile von Medien und Internet geprägt ist. Mit unserem vielfältigen Angebot möchten wir dazu beitragen, unseren historischen Wissensbestand zu erhalten und für die Gegenwart sichtbar zu machen. Besonders bedeutend erscheint daher der Erhalt der frühzeitigen Naturwissenschaften, dessen Ursprung weit in die Vergangenheit reicht und bis heute das Fundament der modernen Forschung bildet. Mit unserem vielfältigen Angebot möchten wir den Wundern der Natur auf den Grund gehen, um neue Erkenntnisse aus Altbekanntem zu schöpfen. Wir haben es uns daher zum Auftrag gemacht, die historischen Schriften im alten Stil und alter Schrift, jedoch in höchstmöglicher Qualität und praktischem Taschenbuchformat zu angenehmen Preisen aufzubereiten.Lernen Sie auch unsere anderen Verlage kennen:mv-history | mv-military | mv-wirtschaft | mv-naturalscience |mv-medizin | mv-pädagogik | mv-socialscience | mv-technik |mv-philosophy | mv-religion | mv-kochen | mv-literatur |mv-arts | mv-musik | mv-travel