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Nomos Medienkompetenz
Medienkompetenz wird zur unverzichtbaren Schlüsselkompetenz in einer Mediengesellschaft, in der der vorwiegend über Verbote regelnde Jugendmedienschutz durch eine Vielzahl neuer Angebote und Techniken immer weiter ausgehöhlt wird. Wenn aber die Medienkompetenz den Jugendmedienschutz teilweise ersetzen muss, darf sie nicht auf technische Fertigkeiten reduziert werden, sondern ist als Medienbildung zu verstehen, die auch die Fähigkeit, sich reflexiv auf die Medien zu beziehen, beinhaltet. Der Tagungsband lotet das Verhältnis von Jugendmedienschutz und Medienbildung neu aus und untersucht die Praxisfelder, Möglichkeiten und Hindernisse der Medienkompetenzvermittlung. Damit Medienkompetenz als „Zauberwort“ funktioniert und nicht zur „Leerformel“ wird, braucht sie einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert, an den Bedürfnissen und Kenntnissen Jugendlicher orientierte, tragfähige und aktuelle Konzepte. Sie sollte neue Erkenntnisse aus der Neurobiologie aufnehmen und nach Wegen suchen, sog. Problemfamilien zu erreichen. Die im vorliegenden Band dokumentierte Tagung wurde von den Jugendschützern von ARD und ZDF sowie den Medienreferaten der evangelischen und katholischen Kirche durchgeführt.
Die Rehabilitation vereint viele Aspekte: die medizinische, die soziale und die berufliche „Wiederherstellung“. Entsprechend zahlreich und über alle Teile des Sozialgesetzbuches verstreut sind die Rechtsnormen, die sich mit der Rehabilitation beschäftigen. Außerdem ist eine Vielzahl von untergesetzlichen Vorschriften zu beachten. Das Buch stellt alle Aspekte im Zusammenhang dar. Es wendet sich an alle Praktiker im Sozialrecht, die sich auf den aktuellen Stand bringen wollen. Aus dem Inhalt: - Rehabilitation in der Krankenversicherung (SGB V) - Reha-Verfahren aus Sicht des Rentenversicherungsträgers (SGB VI) - Rehabilitation in der gesetzlichen Unfallversicherung (SGB VII) - Das Recht der Leistungserbringung - Geriatrische Rehabilitation - Rehabilitation im Arbeitsrecht; betriebliches Eingliederungsmanagement (SGB IX) - Reha vor Rente - Begutachtung im Reha- und Erwerbsminderungsrecht Die Autoren: Rechtsanwalt Ronald Richter, Fachanwalt für Steuerrecht, Hamburg Rechtsanwalt Michael Klatt, Fachanwalt für Familienrecht und Sozialrecht, Oldenburg Rechtsanwältin Bettina Schmidt, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Sozialrecht, Bonn Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Dr. Ricarda Brandts, Essen Jürgen Ritter, Leiter Bereich „Rehabilitation“; Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin Dr. med. Dieter Abels, Arzt für Orthopädie, Rees
Die Neuregelungen zur Tarifeinheit sind in Kraft. Noch viel umstrittener als das Mindestlohngesetz, greifen die neuen Vorschriften tief in das kollektive Arbeitsrecht ein. Die Tarifpluralität, die das BAG 2010 anerkannt hatte, wird abgeschafft: Es sollen nur noch die Tarifverträge gelten, die von der Gewerkschaft mit der größeren Mitgliederzahl im Betrieb abgeschlossen wurden. Die Auswirkungen für die Praxis sind enorm. Spartengewerkschaften sind in ihrer Existenz bedroht, auch jede andere Gewerkschaft kann nicht mehr davon ausgehen, in jedem Betrieb ein Streikrecht zu haben. Viele Betriebsräte müssen sich fragen, welche Tarifverträge in Zukunft in ihrem Betrieb gelten. Wie stellt man fest, wer mehr Mitglieder hat? Wer bezahlt den Notar, der notfalls eine Art „Volkszählung“ im Betrieb veranstalten muss? Was passiert, wenn er zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt, weil z. B. bestimmte Beschäftigte keine Auskunft geben? Die angekündigten Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht werden dauern; bis zu einer Entscheidung ist das Tarifeinheitsgesetz geltendes Recht. „Das neue Tarifeinheitsrecht“ informiert zum frühest möglichen Zeitpunkt über das neue Recht: Vereinbarkeit mit der Verfassung, insbesondere mit Art. 9 Abs. 3 GG Vereinbarkeit mit völkerrechtlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik Wann liegt eine „Tarifkollision“ vor? Wie wird festgestellt, welche Gewerkschaft mehr Mitglieder im Betrieb hat? Was passiert, wenn die Mehrheit wechselt? Welche Auswirkungen ergeben sich im Arbeitskampf? Einstweilige Verfügungen gegen Streiks Auswirkungen auf die Arbeit der Betriebsräte. Die Autoren sind wie kaum andere für das Thema prädestiniert: Professor Dr. Wolfgang Däubler ist seit annähernd 40 Jahren einer der führenden Tarifrechtler in Deutschland. Er ist u. a. Herausgeber eines meinungsbildenden Kommentars zum TVG und eines Handbuchs zum Arbeitskampfrecht. Professor Klaus Bepler war als Vorsitzender Richter des 4. Senats des BAG für Tarifrecht zuständig und auch am Urteil zur Tarifpluralität vom 7. Juli 2010 (4 AZR 537/08) beteiligt.
Die Beiträge des Tagungsbandes befassen sich mit den Rechtsfragen beim Notfallschutz von Hochrisikoanlagen. Zunächst werden die verfassungsrechtlichen Probleme der Risikosteuerung von Hochrisikoanlagen sowie der Atompolitik in der Bundesrepublik Deutschland behandelt. Anschließend werden die betrieblichen Mechanismen der Gefahrenkontrolle und die behördlichen Überwachungspflichten bei Kernkraft-, Chemie- und Sondermüllanlagen untersucht. Ergänzend werden Sicherheitsabstände zu Immissionsschutzanlangen rechtlich diskutiert und die zivilrechtlichen und strafrechtlichen Aspekte des Notfallschutzes von Hochrisikoanlagen wissenschaftlich aufgearbeitet. Schlussendlich werden aktuelle Fragen des Katastrophenschutzes bzw. des staatlichen Krisenmanagements im Zusammenhang mit Anlagenkatastrophen thematisiert. Mit Beiträgen von: Michael Kloepfer, Helmuth Schulze-Fielitz, Hartmut Pamme, Dieter Majer, Wolfgang Gerhardt, Eckhard Fiedler, Hubert Steinkemper, Jörg Schmidt, Astrid Krüger, Peter Marburger, Hero Schall, Mathias Hellriegel, Margaretha Sudhof und Christoph Unger
Das Verhältnis zwischen Geschäftsunfähigkeit und Betreuungsbedürftigkeit ist auch zehn Jahre nach Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes und einige Monate nach dessen vermeindlichen Korrekturgesetz, dem Betreuungsrechtsänderungsgesetz, ungeklärt: Darf der Richter eine Betreuung auch gegen den Willen eines Geschäftsfähigen anordnen? Darf der Betreuer einem geschäftsunfähigen Betreuten Taschengeld aushändigen? Haben die Erben gegen den Betreuer - und gegen die aufsichtsführenden Richter und Rechtspfleger - einen Anspruch auf Zahlung wenn die sich aus der Geschäftsunfähigkeit ergebenden Ansprüche nicht geltend gemacht werden? Das aus der Praxis heraus geschriebene Werk beantwortet alle wichtigen Fragen. Schwerpunktmäßig werden die praktischen Seiten erörtert - aus der Sicht der Beteiligten, also der Rechts-/Verfahrenspfleger, Richter, Betreuer (und Betreuungsvereine), usw. Einbezogen werden auch die strittigen Themen, wie zum Beispiel die Vergütungsfragen für Berufsbetreuer. Dr. Judith Knieper war lange als Betreuerin und Verfahrenspflegerin tätig und hat als Rechtsanwältin Betreuer, Betreuungsvereine, Betreuungsbehörden und Ärzte beraten. Weitere Veröffentlichung bei Nomos: Das Patiententestament - Der aktuelle Rechtsratgeber (ISBN 3-7890-9595-8)
Die in Deutschland lebenden Menschen mit einer Behinderung haben Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe. Die Regelungen für diese Leistungen finden sich überwiegend gebündelt im SGB IX, jeder der sieben Rehabilitationsträger hat allerdings sein eigenes Leistungsrecht. Das Kompendium bringt anhand einer nachvollziehbaren und klaren Struktur Licht in das Dickicht des Rehabilitationsrechts. Es richtet sich an Studierende sozialer Berufe, ist aber ebenso für Praktikerinnen und Praktiker zu empfehlen. Die Darstellung der rechtlichen Zusammenhänge mit einem Fokus auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Praxis wird jeweils ergänzt durch erklärende Beispiele, Fälle aus der Praxis, Schaubilder und Hinweise. Für die 3. Auflage wurde das Kompendium vollständig überarbeitet und aktualisiert.
Die 2007 in Kraft getretene REACh-Verordnung markiert einen Neuanfang des EG-Chemikalienrechts und bewirkt durch die gestärkte Selbstregulierung der Wirtschaftsakteure eine neue Qualität im europäischen Risikoverwaltungsrecht. Ihr erklärtes Ziel ist es, die bestehenden Wissenslücken zu chemischen Stoffen und ihren Wirkungen zu schließen und eine angemessene Beherrschung chemischer Risiken zu gewährleisten. Das frühere Recht lieferte hier keine Erfolge. Die Untersuchung geht der Frage nach, ob das neue Recht in der Lage sein wird, die gesteckten Ziele zu erreichen und künftig ein hohes Schutzniveau für Umwelt und Gesundheit vor chemischen Risiken sicherzustellen. Dies geschieht auf Grundlage einer umfassenden Darstellung und Analyse des REACh-Instrumentariums und der zugrunde liegenden Regulierungsstrategien. Zahlreiche Defizite des neuen Rechts werden herausgearbeitet und Vorschläge für den vorgesehenen Review-Prozess unterbreitet. Das Werk richtet sich an alle mit dem Chemikalienrecht befassten Kreise. Aufgrund des Handbuchcharakters ist es für Wissenschaft, Politik und Beratungspraxis gleichermaßen nützlich.
Der Band versammelt die gängigen Definitionen unbestimmter Rechtsbegriffe aus der Methodenlehre, dem Zivilrecht, dem Strafrecht, dem öffentlichen Recht und dem Völkerrecht. Das kompakte Format macht die Taschendefinitionen zum idealen Begleiter und ermöglicht es den Nutzer:innen, sich fast überall und im Grunde jederzeit mit dem Inhalt der Rechtsbegriffe vertraut zu machen. Das kleine Werk hilft beim ersten Zugang zu einem neuen Rechtsgebiet, indem es die wichtigsten Begriffe vorstellt. Es ist zudem ein idealer Begleiter in der Zeit der Prüfungsvorbereitung. In die 6. Auflage neu mit aufgenommen wurde das Baurecht und das Recht der Digitalisierung.
Das Lehrbuch bietet eine kompakte Einführung in zentrale Fragestellungen der Migrationspolitik. Es geht auf grundlegende Begrifflichkeiten, institutionelle Arrangements und wichtige Forschungsstränge ein. Beispiele aus der deutschen und internationalen Praxis illustrieren die Kapitel und werden an theoretische Konzepte rückgebunden. Damit wird Orientierung in einem komplexen Politikfeld ermöglicht – jenseits aufgeregter, tagesaktueller Debatten. Das Lehrbuch richtet sich an Studierende, Dozierende und Forschende ebenso wie an Praktiker:innen der Migrationsarbeit. Es kann ohne politikwissenschaftliche Vorkenntnisse gelesen werden, benennt aber auch zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Subdisziplinen und Denkschulen des Fachs. „Dem AutorInnenduo gelingt ein doppelt schwieriges Unterfangen: Erstens führen sie grundlegend ein in Konzepte und Fragestellungen der Migrationsforschung und werden dennoch der Komplexität der policy gerecht. Zweitens binden sie die Migrationsforschung zurück an wichtige Teilbereiche der Politikwissenschaft und nehmen zugleich aktuelle Debatten auf. Wird garantiert Teil meiner Lehrveranstaltungen!“ Prof. Dr. Petra Bendel, Institut für Politische Wissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg „Dieses Buch wird als Einführung und als Lehrbuch unverzichtbar werden, insofern es für Studierende und Lehrende Tiefenschärfe mit Überblick vereint und dabei einen leichten Zugang sowie eine aktive Auseinandersetzung mit dem Material bietet. Für die interdisziplinäre Migrationsforschung setzt es als Erstzugang und Überblick zur Migrationspolitik einen Standard und eröffnet für die Politikwissenschaften einen längst überfälligen Einblick in gesellschaftlich relevantes Forschungsfeld.“ Dr. J. Olaf Kleist, Politikwissenschaftler, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung – DeZIM Institut, Berlin
Das Kompendium umfasst die wesentlichen Teile der volkswirtschaftlichen Grundausbildung der Studiengänge mit wirtschaftswissenschaftlichem Bezug. Es kann sowohl als Einführung wie auch als Nachschlagewerk verwendet werden. Das Buch ist so konzipiert, dass es sich sowohl für Studierende als auch für Praktiker eignet.
Die öffentliche Debatte über den Erfolg der deutschen Vereinigung hat nach Claus Leggewie eine steile Alternative hervorgebracht: „Glücksfall Deutsche Einheit“ oder „Supergau“. Wie viel Einheit weist die deutsche politische Kultur inzwischen auf? Der vorliegende Band diskutiert kontrovers die konkreten Probleme und Herausforderungen, die sich im Einigungsprozess ergeben haben. Mit Beiträgen von Eckhard Jesse, Eberhard Sandschneider, Claus Leggewie, Werner J. Patzelt, Michael Edinger, Andreas Hallermann, Julia von Blumenthal, Andreas Busch, Hanns W. Maull und Peter Becker.
In der Antisemitismusforschung spielen historische, theoretische und empirische Dimensionen eine zentrale Rolle, weil nur in ihrer Integration Antisemitismus als politisches und gesellschaftliches Phänomen begreifbar wird. Der Band stellt zentrale Erkenntnisse der Antisemitismusforschung in allen drei Bereichen dar, wobei der Fokus auf der jüngeren Vergangenheit liegt. Die in dem Band zusammengestellten Aufsätze aus den letzten zehn Jahren beleuchten dabei aus jeweils variierendem Blickwinkel die Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland und Europa.
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU stellt ein Kernelement der europäischen Integration dar und beansprucht die Hälfte des EU-Haushaltes. Das umfangreiche Agrarmarktrecht wird in Deutschland seit 1972 mit Hilfe des Gesetzes zur Durchführung der Gemeinsamen Marktorganisationen und der Direktzahlungen (MOG) umgesetzt. Dieses für andere Bereiche zum Muster gewordene MOG wird in dem Band erstmals in vollem Umfang kommentiert. Vorangestellt ist eine Einführung in die Systematik des EU-Agrarmarktrechts. Berücksichtigung findet das Gesetz zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. Die Kommentierung wird durch einen Abdruck der wichtigsten deutschen Rechtstexte zur Agrarreform (Betriebsprämie, cross-compliance und InVeKoS) und der neu bekannt gemachten Milchquotenverordnung ergänzt. Der Band umfasst somit die zentralen Bestimmungen des nationalen Durchführungsrechts zum EG-Agrarmarkt, zur EG-Agrarreform und zum EG-Milchquotenrecht und richtet sich an die mit diesen Sachgebieten befassten Bundes- und Landesbehörden, Unternehmen, Verbände, Rechtsanwälte und Richter.
Der Nomos-Handkommentar erläutert aktuell und präzise alle wichtigen materiellen und prozessualen Streitthemen in der Versicherungspraxis in einem Band. Seine innovativen Lösungsansätze führen zu neuen Argumentationshilfen in der Beratungspraxis. Die Neuauflage berücksichtigt: Muster-Vertragsbedingungen der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV 2022) Zusatzbedingungen (BUZ 2022) VVG Aktuelle Rechtsprechung des BGH insbes. zum Anerkenntnis (rückwirkende Befristung, Begründung, sachlicher Grund, fingiertes Anerkenntnis) und zur Verweisung (Fortschreibung des Einkommens) Praxisnähe In der Praxis verankerte Kernprobleme sind nochmals vertieft behandelt mittels Stichwort-ABC: Von Abtretung bis Zwangsvollstreckung und Pfändungsschutz: Die für ein BU-Mandat relevanten Punkte auf einen Blick erfasst, mit Muster- und Antragsformulierungen Praxis-Blockbeiträge: Steuerrechtliche Bezüge/ BU-spezifische prozessrechtlichen Besonderheiten/Sozialversicherungsrecht Ausgewiesene und namhafte Praktiker:innen Herausgeber und Autor:innen aus Anwaltschaft, Justiz und Versicherungswirtschaft geben ihr großes Fachwissen zur praktischen Anwendung weiter: Anke Blümke, Syndikusrechtsanwältin, Köln | Matthes Egger, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Medizinrecht, Nürnberg | Kay-Uwe Erdmann, Rechtsanwalt, Köln | Michael-A. Ernst, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Köln | Dr. Marcus Gitzel, Richter am Landgericht, Frankenthal (Pfalz) | Dr. Ulf Hoenicke, Meerbusch | Stefan Knechtel, Vorsitzender Richter am Landgericht Köln | Ansgar Mertens, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Köln | Dr. Jens Rogler, Vorsitzender Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth | Dr. Volker Schepers, Richter am Oberlandesgericht Hamm | Martin Wendt, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Medizinrecht, Saarbrücken | Jürgen Woelke, Diplom-Kaufmann, Hamburg
Erstmals wird mit diesem Band systematisch der politikwissenschaftliche Forschungsstand zur weltwirtschaftlichen Globalisierung untersucht. Das Spektrum der Beiträge reicht von grundlegenden Fragen nach der Rolle des Nationalstaates in der zunehmend globalisierten Ökonomie über Finanz-, Steuer- und Währungspolitik bis hin zu den Ursachen von Policy-Divergenz und neuen wirtschaftspolitischen Instrumenten. Die Globalisierungsforschung hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem ausdifferenzierten Feld mit theoriegeleiteten und empirisch gesättigten Studien entwickelt. Dabei wurden die politikwissenschaftlichen Teildisziplinen der Politischen Ökonomie, der Internationalen Politik und der Policy-Forschung zunehmend zur »Internationalen Politischen Ökonomie« verknüpft. In Anbetracht der thematischen Vielfalt und der empirischen Fundierung vieler Publikationen war es nunmehr Zeit, mit dem vorliegenden Band eine Bestandsaufnahme des »State of the Art« und der Perspektiven der Globalisierungsforschung vorzunehmen. Alle Beiträge zielen auf eine theoriegeleitete empirische Analyse des deutschen und des internationalen Forschungsstandes. Mit Beiträgen von Joachim Betz, Thilo Bodenstein, Tanja Brühl, Andreas Busch, Andreas Dür, Doris Fuchs, Edgar Grande, Markus König, Patrick Pfister, Thomas Rixen, Stefan A. Schirm, Paul Sterzel, Hubert Zimmermann, Reimut Zohlnhöfer.
Lateinamerika durchlebte in den vergangenen Jahrzehnten einen umfassenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozess. Als Resultat eines verstärkten Globalisierungsdrucks wurden die lateinamerikanischen Volkswirtschaften vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt, die der Band eingehend behandelt. Im Ersten Abschnitt zu Staat und Herrschaft werden der Wandel von Staatlichkeit, Mechanismen politischer Herrschaft sowie Ergebnisse von Staatsreformen analysiert. Mit dem ökonomischen Wandel beschäftigt sich der zweite Komplex zu Wirtschaft und Entwicklung anhand von Themen, die von der strategischen Partnerschaft EU-Lateinamerikas bis hin zu Fragen der Internationalen Wettbewerbsfähigkeit reichen. Der dritte Komplex untersucht die bereits genannten Probleme von der Seite der politischen Kultur. Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft im politischen Prozess? Mit welchen Mitteln mobilisieren populistische Führer die Massen? Der Band bietet einen einmaligen Zugriff auf das Thema, da er zum einen verschiedene Blickwinkel auf die Transformationsprozesse vereint und zum anderen Autoren aus Theorie und Praxis zusammenbringt.
Die Arbeit befasst sich mit der Lösung von Pattsituationen im GmbH-Recht. Sie bemängelt das immer wieder auftretende Versäumnis der Gesellschafter, Konfliktlösungsmechanismen in die GmbH-Satzung aufzunehmen. Bei paritätischer Kapitalbeteiligung führen Streitigkeiten der Gesellschafter dann unweigerlich zu einer Blockade in der Gesellschafterversammlung. Das Problem verschärft sich zusätzlich, wenn beide Gesellschafter auch Geschäftsführer des Unternehmens sind. Der Autor stellt dar, warum die Handlungsfähigkeit einer solchen GmbH mit den gesetzlichen Vorschriften allein nicht zu gewährleisten ist. Ein besonderes Augenmerk richtet er dabei auf die sich beim Zwangsausschluss eines Gesellschafters sowie bei der Geschäftsführerabberufung aus wichtigem Grund ergebenen Probleme. Als Lösung wird die Errichtung eines Beirats vorgeschlagen, mit dessen Hilfe eine Blockade der GmbH verhindert bzw. überwunden werden kann, ohne dass es zur Auflösung der Gesellschaft kommen muss. Der Autor untersucht dabei auch, inwieweit eine Übertragung von Kompetenzen anderer Gesellschaftsorgane auf den Beirat möglich ist. Die Arbeit endet mit einer Mustersatzung wie sie im Falle paritätischer Kapitalbeteiligung der GmbH-Gesellschafter sinnvollerweise zur Anwendung kommen sollte.
Die Aarhus-Konvention enthält Vorgaben über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten. Die Konvention stellt ein besonders wichtiges UNECE-Übereinkommen dar und wurde sowohl von der EU als auch den EU-Mitgliedstaaten und einigen weiteren Staaten, darunter auch der Schweiz, ratifiziert. Sie ist von allen nationalen Behörden und Gerichten zu beachten. Die Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben der Aarhus-Konvention im Kontext des Umweltvölkerrechts erfolgt durch ein sog. Compliance Committee, das nicht verbindliche Stellungnahmen bzw. Empfehlungen abgeben kann und bereits eine beachtliche Aktivität entfaltet hat. Daneben kommt insbesondere der Rechtsprechung des EuGH für die Auslegung der Konvention eine große Bedeutung zu. Der neue Handkommentar behandelt alle für die praktische Auslegung der Regelungen relevanten Teile. Als erste umfassende Kommentierung überhaupt analysiert sie im Einzelnen die rechtliche Tragweite der Vorgaben der Konvention, wobei insbesondere Wert auf den Einbezug der Praxis des Compliance Committee und der Rechtsprechung des EuGH gelegt wird. Schwerpunkte liegen auf den Themen Zugang zu Umweltinformationen, Beteiligung der Öffentlichkeit an bestimmten Entscheidungsverfahren, gerichtlicher Zugang sowohl von Einzelnen als auch von Verbänden. Die Erörterung erfolgt Artikel für Artikel, wobei auch die Entstehungsgeschichte und die Einbettung der Konvention in das (Umwelt-) Völkerrecht berücksichtigt werden. So können die für die Auslegung der Konvention maßgeblichen Grundsätze entwickelt und die durch die Vertragsparteien zu beachtenden Vorgaben – die dann bei der Auslegung und Anwendung derjenigen Bestimmungen des nationalen Rechts, die die Konvention umsetzen sollen, heranzuziehen sind – herausgearbeitet und präzisiert werden. Zu den Verfassern: Prof. Astrid Epiney ist Inhaberin des Lehrstuhls für Europarecht, Völkerrecht und öffentliches Recht und geschäftsführende Direktorin des Instituts für Europarecht an der Universität Freiburg i. Üe. Stefan Diezig ist ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europarecht und gegenwärtig als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Geschäftsprüfungskommission der Parlamentsdienste der Schweizer Bundesversammlung tätig. PD Dr. Benedikt Pirker ist Lehr- und Forschungsrat am Lehrstuhl für Europarecht, Völkerrecht und öffentliches Recht und am Institut für Europarecht an der Universität Freiburg i. Üe. Stefan Reitemeyer ist ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europarecht und gegenwärtig am Amtsgericht Mannheim als Richter tätig.
„Wer ist der Mensch, wenn er wirtschaftlich handelt?“ – mit dieser Frage befasst sich die Wirtschaftsanthropologie. Während sich die Diskussionen der letzten Jahre vor allen Dingen um den Homo oeconomicus, um seine Beschränkungen und Möglichkeiten, drehten, so herrscht heute weitgehend Einigkeit darüber, dass es sich hier um eine unzulängliche Modellvorstellung handelt. Der Band ist ein Beitrag zur Ausarbeitung und weiteren Entwicklung der neu entstehenden Wirtschaftsanthropologie als Disziplin. Die Beiträge befassen sich mit der Frage, durch welche Konzepte aus interdisziplinär angrenzenden Wissenschaften das Bild vom Menschen im Handlungsfeld Wirtschaft angemessener begriffen werden kann. Eine anthropologische Reflexion der Ökonomie geht über eine ethische hinaus, indem sie direkt nach dem Akteur des Wirtschaftens fragt. Denn nur, wenn man sich bewusst ist, was der wirtschaftende Mensch ist und was er leisten kann, lässt sich daraus die normative Frage ableiten, was er denn leisten soll. Mit Beiträgen von: Hans-Ferdinand Angel, Eike Bohlken, Claus Dierksmeier, Christian Haller, Ulrich Hemel, Matthias Hühn, Sonja Knobbe, Jürgen Manemann, Holger Rogall/Katharina Gapp und Joachim Söder-Mahlmann