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Nomos Pflegerecht A1069020535
Das Buch widmet sich den wesentlichen Aspekten der sozialen Pflegeversicherung und der daran angrenzenden Rechtsgebiete. Die neuesten Entwicklungen wurden berücksichtigt, sodass sich das Werk auf dem aktuellsten Stand der Rechtsetzung befindet. Nach einer grundlegenden Einführung in den Begriff der Pflegebedürftigkeit werden der Kreis der Versicherten und deren leistungsrechtliche Ansprüche ebenso behandelt wie die Rechtsbeziehungen zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern sowie Anforderungen an die Qualitätssicherung. Dabei wird nicht nur auf Pflegeleistungen im Rahmen des SGB XI, sondern auch in der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V) und der Sozialhilfe (SGB XII) eingegangen. Zugleich können sich Praktiker einen kompakten Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Pflegerecht verschaffen.
State-building im Sinne externer Interventionen zur Stärkung fragiler Staaten ist zu einer zentralen Herausforderung der internationalen Politik geworden. In Deutschland zeigt sich dies insbesondere an der Afghanistan-Debatte. Umso überraschender ist es, dass bislang noch kein Vergleich der US-geführten Afghanistan-Intervention mit der sowjetischen Afghanistan-Intervention aus der Perspektive des state-building vorgenommen wurde – trotz der strukturellen Ähnlichkeiten. Mit der Zielsetzung, die Erfolgsbedingungen von state-building systematischer zu ergründen, untersucht Martin Kipping die sowjetischen und die US-geführten state-building Bemühungen in Afghanistan in drei zentralen Bereichen: im Sicherheitssektor, im Fiskalwesen und im Bereich der Herrschaftslegitimation. Fragen des „sequencing“ von Interventionen und des sogenannten „ownership“ der lokalen Akteure stehen dabei im Mittelpunkt der Analyse. Die Untersuchung zeigt Ursachen für Misserfolge aber auch Erfolge beider Interventionen in den drei untersuchten Bereichen auf. Im Fazit formuliert der Autor Empfehlungen für die weitere state-building Forschung sowie mögliche operative Konsequenzen.
Die Gesamtbetriebsvereinbarung ist als Vereinbarung zwischen Gesamtbetriebsrat und Unternehmer in Unternehmen mit mehreren Betrieben von großer praktischer Bedeutung. Diese Arbeit bündelt und behandelt die wichtigsten Streitfragen, die sich zur Gesamtbetriebsvereinbarung von ihrem Abschluss bis zu ihrem Ende stellen. Nach Darstellung der historischen Entwicklung des Begriffs der Gesamtbetriebsvereinbarung erörtert die Autorin, unter welchen Voraussetzungen der Gesamtbetriebsrat auf Unternehmensebene statt der bei den Betrieben gebildeten Betriebsräte für den Abschluss einer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber zuständig ist. Untersucht wird nicht nur, welche Folgen eine Änderung der Zuständigkeit hat, sondern auch, wie sich eine fehlerhafte Errichtung des Gesamtbetriebsrats auf Vereinbarungen mit dem Unternehmer auswirkt. Schließlich behandelt das Werk umfassend den Geltungsbereich einer Gesamtbetriebsvereinbarung und die Frage ihrer Fortgeltung insbesondere bei Unternehmensumstrukturierungen.
Onlinespiele, Interaktionsplattformen und andere virtuelle Welten haben das Internet erobert. Dazu haben sich viele neue Rechtsfragen aufgetan. Denn die dort gehandelten Güter haben einen festen Marktwert, die Übergänge zu „realen Märkten“ sind fließend. Die Arbeit stellt dar, welche konkreten Rechte man als Nutzer einer virtuellen Welt innehat, wie sich die Vertragsbeziehung zum Betreiber gestaltet und wie man seine virtuellen Gegenstände und Währungen schützt. Anhand der hier entwickelten Kriterien lässt sich bestimmen, welche Gegenstände letztlich im Bestand garantiert sind. Es wird umfassend zwischen allen virtuellen Welten differenziert, etwa softwarebasierenden Onlinespielen und reinen Browseranwendungen.
»Das neue Rentenrecht« gibt in allgemeinverständlicher Weise einen Überblick über die aus der Gesamtreform der gesetzlichen Rentenversicherung hervorgegangenen Neuregelungen. Zum einen wird die im Vorgriff auf eine Strukturreform erfolgte neue Regelung bei Minderung der Erwerbsfähigkeit dargestellt. Zum anderen ist der Gesamtkomplex der neuen Alterssicherung Gegenstand der Ausführungen. Dabei handelt es sich um die durch die Reform vorgenommenen Änderungen in der Alterssicherung wie sie im SGB VI konzipiert ist. Wesentliche Bedeutung kommt der gesetzgeberischen Neuschöpfung nach dem Altersvermögensgesetz zu. Das Werk beläßt es nicht bei der Darstellung der neuen Rechtslage, sondern stellt den Zusammenhang zwischen den Bestandteilen der Gesamtreform dar. Zum besseren Verständnis wird auch die politisch kontroverse Entstehungsgeschichte des neuen Rentenversicherungsrechts kurz skizziert. Es soll als kleines Nachschlagewerk dienen, welches aktuell das komplexe Gesetzeswerk in allgemeinverständlicher Sprache auf knappem Raum vermittelt und dennoch eine fundierte Übersicht bietet. Das Buch richtet sich an alle am Rentenrecht im allgemeinen und an der Alterssicherung im besonderen Interessierten, insbesondere an die Vielzahl der gesetzlich Versicherten, für die sich das neue Recht unmittelbar auswirkt, die sich aber im allgemeinen mit dieser Materie nicht im Detail befassen.
Mit der Tagung zum Thema "Die EU-Sammelklage" hat das Frankfurter Institut für das Recht der Europäischen Union im Frühjahr 2012 eine große rechtspolitische Diskussion auf der Ebene der Europäischen Union aufgegriffen. Der Tagungsband gibt den aktuellen Diskussionsstand zum kollektiven Rechtsschutz wieder und führt Stellungnahmen aus Theorie und Praxis zusammen. Die Tagungsbeiträge behandeln rechtspolitische Fragen und analysieren die Effektivität und Erforderlichkeit kollektiven Rechtsschutzes in ausgewählten Rechtsgebieten. Das gilt insbesondere für das Kartell- und Verbraucherrecht sowie für den Bereich der Finanzdienstleistungen. Berücksichtigung findet auch der kollektive Rechtsschutz in den U.S.A. Mit Beiträgen von: Gerd Billen, Prof. Dr. Christoph Brömmelmeyer, Lothar Jünemann, Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich, Dr. Andreas Schwab, Prof. Dr. Astrid Stadler, Prof. Dr. Michael Sürner, M.Jur.(Oxford), Prof. Dr. Jan von Hein, Dr. Heiko Willems, Prof. Dr. Eva Kocher
Dieses Buch behandelt, in der zweiten und umfassend überarbeiteten Auflage, schwerpunktmäßig Diagnose-, Planungs-, Umsetzungs- und Evaluationstechniken, die für das Management von Projekten im sozialen Sektor benötigt werden. Studierende und Praktiker:innen erhalten Hinweise zur Durchführung von Projekten und die notwendigen Kenntnisse in Form von Hintergrundwissen, Checklisten und Anwendungsbeispielen aus dem sozialen Bereich. Behandelt werden neben: Analysetechniken Partizipative Projektplanungsmöglichkeiten Monitoring und Controlling Evaluationstechniken
Der Kommentar von Reshöft ist meinungsprägend. Geschuldet ist dies seiner Konzeption: Die komplexen Regelungen rund um das neue EEG 2023 werden in allen Facetten analysiert, aufbereitet und mit Problemlösungen versehen. Die inhaltlich aufeinander abgestimmten Einzelkommentierungen antizipieren Problemlagen und spielen diese detailgenau bis zum Ende durch. Die gefundenen Lösungen binden ökonomische Gesichtspunkte durchgängig ein und bieten Planungssicherheit. Die aktuelle 5. Auflage des Standardkommentars bietet im neuen Format noch mehr Raum für die argumentative Durchdringung aller wichtigen Fallkonstellationen. Die jüngste Rechtsprechung, einschließlich aller wichtigen Urteile unterinstanzlicher Gerichte, ist durchgängig eingearbeitet. Dies betrifft auch alle anderen Literaturquellen, insbesondere die Arbeitsergebnisse der Clearingstelle EEG und die zum EEG aktuell ergangenen Ausführungsverordnungen. Das „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien“ sowie die weiteren EEG-Normen sind in allen Bereichen berücksichtigt. Die Neuauflage zeigt auf, wie die Rechtsprechung mit den Neuregelungen umgeht, welche Geschäftsmodelle noch durchsetzbar sind und wie sich überkommene Argumentationsansätze fortschreiben lassen. Juristinnen und Juristen, Verbände, Anlagenbetreiber und -hersteller, Kommunen profitieren von der hochspezialisierten Kennerinnen und Kennern der Materie im Leitkommentar zum EEG: RAin Dr. Christine Bader RAin Martina Beese RA Dr. Maximilian Boemke Yelena Bonzel RA Dr. Florian Brahms RA Dr. Daniel Breuer RAin Bianca Christ RA Mike Findeisen, LL.M. RA Dr. Sebastian Helmes RA Dr. Andreas Hinsch Dr. Hartmut Kahl RA Dr. Christian Kahle, LL.M. Dr. Markus Kahles Korbinian Kantenwein Dr. Karla Klasen RA Micha Klewar RA Dr. Julian Nebel RAin Margarete von Oppen RA Dr. Jan Reshöft Dr. Marleen Rheker Frank Sailer RA Dr. Mathias Schäferhoff RAuN Andreas Schäfermeier RAin Dr. Andrea Schmeichel RAin Katharina Vieweg-Puschmann »eine unerlässliche Orientierungshilfe im Dschungel des Rechts der erneuerbaren Energien.« RAin Annika Pennekamp-Jost, ree 2/14
Das Sparkassenrecht der Länder wird von bundesgesetzlichen Vorgaben, in Umsetzung europäischer Vorgaben, überlagert. In einigen Bereichen, wie z.B. in den Qualifikationsanforderungen an die Mitglieder der Organe der Sparkassen, haben Regelungen des KWG das traditionelle Sparkassenrecht verdrängt. Das neue Handbuch Sparkassenrecht ermöglicht eine umfassende Orientierung. Es berücksichtigt die gesamte Governance der Sparkassen und alle Bereiche, in denen die Sparkassengesetze der Länder oder die Grundrechtsbindung der Sparkassen deren Tätigkeit bestimmen. Entstanden ist so das grundlegende Werk zu allen rechtlichen Fragen der Praxis. Schwerpunkte Verhältnis zu kommunalen Trägern, Rechtsprobleme der Satzung, Gemeinnützigkeit Aufgaben, Zuständigkeiten und Haftung des Vorstandes und des Verwaltungsrates Bestellung, Abberufung, Berichtspflichten und Überwachung des Vorstandes Qualifikation der Organmitglieder und Bildung von Ausschüssen ( 25c und 25d KWG einschließlich Merkblätter BaFin, EZB und EBA) Jahresabschluss und Ausschüttungen Einlagen- und Institutssicherung Eigenmittelausstattung (Basel III) und Namensschutz Aufsicht über die Sparkassen (Sparkassenaufsicht, BaFin bzw. EZB) Stellung der Beschäftigten
Das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) setzt erstmals bundesweit einen verbindlichen Rechtsrahmen für das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 zu senken und Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Darüber hinaus haben mittlerweile zahlreiche Bundesländer eigene Klimaschutzgesetze verabschiedet, die zu berücksichtigen und zu bewerten sind. Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) begründet seit dem Jahr 2021 einen Emissionshandel für die Sektoren Wärme und Verkehr in Deutschland. Ab dem Jahr 2027 wird ein neu eingeführter europäischer Emissionshandel II in denselben Sektoren dazu beitragen, das Klimaschutzziel der EU zu erreichen, bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen europaweit um 55 Prozent zu senken. Dieser neue EU Emissionshandel II wird maßgebliche Auswirkungen auf den deutschen Brennstoffemissionshandel haben. Der Handkommentar erörtert, analysiert und bewertet das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG), den neuen europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (EU-EHS II) sowie das Brennstoffemissionshandelsgesetz. Insbesondere wird in die völker- und unionsrechtlichen Grundlagen (u.a. die Änderungen durch das Fit-For-55%-Gesetzespaket) eingeführt die Auswirkungen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (u.a. Klimaschutzbeschluss, Landes-Klimaschutzgesetze und Windenergie-Beteiligungsgesellschaften) verarbeitet das Bundes-KSG in der Fassung des Zweiten Änderungsgesetzes (2024) ausführlich kommentiert der EU-Emissionshandel II umfassend vorgestellt, erörtert und bewertet das BEHG unter Berücksichtigung der Änderungsgesetze zum BEHG umfänglich kommentiert und es werden die Anforderungen an Zertifikatspreise für CO2 und Nachkauf erörtert. Herausgegeben wird der Kommentar von Frau Professor Charlotte Kreuter-Kirchhof, Düsseldorfer Institut für Energierecht, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und von Frau Professor Sabine Schlacke, Universität Greifswald. Autorinnen und Autoren Dr. Anna Brinkschmidt, LL.M. (Berkeley) AkadR a.Z. Dr. Daniel Busche Jan Diedrichs Prof. Dr. Michael Fehling, LL.M. (Berkeley) Prof. Dr. Claudio Franzius Dr. Paul B. Jahn Prof. Dr. Anika Klafki Prof. Dr. Matthias Knauff, LL.M. Eur. Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof Prof. Dr. Sabine Schlacke Dr. Dipl.-FW. Timo Schmiedchen Ass. jur. Eva-Maria Thierjung Prof. Dr. Matthias Valta
Theodor Heuss hat in einer Gedenkrede auf den Heidelberger Theologen und Berliner Kulturphilosophen Ernst Troeltsch, die er am 23. März 1923 im "Demokratischen Club Berlin" hielt, dem väterlichen Freund einen stark ausgeprägten "Sinn für Institutionen" attestiert: "fast ein Jurist". In diesem Essay geht es um Troeltschs Rezeption rechtswissenschaftlicher Literatur und seine enge Freundschaft mit dem Staatsrechtslehrer Georg Jellinek. In einem spannungsreichen Lernprozess wurde der politisch vielfältig engagierte liberalreligiöse Protestant zu einem für die Republik kämpfenden Demokraten aus patriotischer Gesinnung – wofür ihn Weimarer Staatsrechtslehrer wie Carl Schmitt und Rudolf Smend kritisierten.
Das vorliegende Werk stellt eine Dissertation im Bereich der quantitativen Forschung der Pflegewissenschaft in Deutschland dar. In ihr werden die Grundlagen zu den Themenbereichen der subjektiven und objektiven Wahrscheinlichkeitstheorie und des Erkenntnisgewinns mit quantitativen Forschungsmethoden in der Pflegewissenschaft erörtert. Trotz der überwiegend theoretischen Ausrichtung der Arbeit wird immer wieder Bezug zu sehr praktischen Fragestellungen der Pflege Bezug genommen. Der Fokus liegt dabei stets auf der Anwendung bayesianischer Statistik und welche Nutzen diese für die Pflegewissenschaft im Allgemeinen und der deutschen Pflegewissenschaft im Speziellen hat. Der Autor arbeitet seit 10 Jahren in der angewandten Pflegeforschung.
Normen über Normen Das Medizinrecht anwenden heißt, eine Fülle unterschiedlichster Normierungen in einer Fülle von Gesetzen heranzuziehen: Vom Apothekengesetz über das allgemeine Zivilrecht, das Krankenhausrecht und das Recht der Gesetzlichen Krankenversicherung bis hin zum Versicherungsrecht und Zivilprozessrecht. Aus einer Hand Der NK-Gesamtes Medizinrecht bündelt das für die Beratung notwendige medizinrechtliche Know-how, sei es materiellrechtlich in den Kern- und Nebengebieten, sei es prozessrechtlich für die forensische Praxis. Systematische Zusammenfassungen, auszugsweise Kommentierungen der relevanten Regelungen und Kommentierungen Punkt für Punkt in den Kerngebieten geben eine umfassende Orientierung im stark rechtsprechungsgeprägten Medizinrecht. Die Neuauflage Reformen über Reformen prägen die letzten Jahre. Die 4. Auflage berücksichtigt u.a. Neues Personengesellschaftsrecht, EU-Vorgaben zur klinischen Prüfung von Arzneimitteln, EU-Verordnungen zu Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika, Infektionsschutz und Covid 19-Schutzmaßnahmen, Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz, Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz Krankenhauspflegeentlastungsgesetz. Die Autorinnen und Autoren: Christoph Altmiks, Fachanwalt für Medizinrecht, Justiziar im GKV- Spitzenverband, Berlin | Prof. Dr. Karl Otto Bergmann, Fachanwalt für Medizin-, Versicherungs- und Verwaltungsrecht, Honorarprofessor an der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster | Prof. Dr. Oliver Brand,LL.M., Universität Mannheim | Prof. Dr. Kerstin Brixius, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, Abteilung Köln | Dr. Jan Alexander Daum, Universität zu Köln | Susann Frühauf, Deutsche Rentenversicherung Westfalen | Prof. Dr. Peter Gaidzik, Fachanwalt für Medizinrecht, Hamm, Leiter des Instituts für Medizinrecht an der Universität Witten/Herdecke | Peter Glanzmann, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., Waldbronn | Dr. Kai Grötschel, Richter am Sozialgericht Duisburg | Prof. Dr. Ernst Hauck, Vorsitzender Richter am Bundesozialgericht a.D., Münster, Honorarprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Prof. Dr. Johannes Heyers, Rechtsanwalt, Essen; apl. Professor Westfälische Wilhelms-Universität Münster | Matthias Jaster, Oberregierungsrat, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | Prof. Dr. Jacob Joussen, Ruhr-Universität Bochum | Dr. Helmut Peter Kahlert, Rechtsanwalt und Notar a.D., Hamm | Dr. Dagmar Keysers, Fachanwältin für Arbeits- und Medizinrecht, Hamm | Prof. Dr. Katharina von Koppenfels-Spies, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Dr. Martin Krasney, Rechtsanwalt, Justiziar im GKV-Spitzenverband, Berlin | Dr. Sebastian Krekeler, LL.M., Rechtsanwalt, Hamm | Dr. Bettina Mecking, Fachanwältin für Medizinrecht, Apothekerkammer Nordrhein, Düsseldorf | Dr. Max Middendorf, Fachanwalt für Medizinrecht, Hamm | Burkhard Pauge, Richter am Bundesgerichtshof a.D., Münster | Jan Paus, LL.M., LL.M., Ärztekammer Westfalen-Lippe, Münster | Prof. Dr. Andreas Pitz, Hochschule Mannheim | Dr. Christiane Simmler, Vorsitzende Richterin am Kammergericht, Berlin | Dr. Daniel Sobotta, Geschäftsführer Landesärztekammer Brandenburg, Potsdam | Peter Sommerfeld, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., Hamm | Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster | Dr. Jonathan Ströttchen, Rechtsanwalt, Essen | Dr. Dirk Webel, LL.M. oec., Fachanwalt für Medizinrecht, Bonn | Rainer Wenker, Provinzial Versicherungs AG, Münster | Dr. Carolin Wever, Fachanwältin für Medizinrecht, Hamm | Olaf-Holger Wichner, Richter am Sozialgericht Berlin.
Der Tagungsband zur zweiten Ausgabe der Tagung Gender & Crime umfasst Texte zu Geschlechteraspekten in Kriminologie und Strafrecht und diskutiert Formen, Ausprägungen sowie Folgen der Gewalt an Frauen. Unter dem Leitthema „Sexuelle Selbstbestimmung und geschlechtsspezifische Gewalt“ widmet sich das Werk u. a. den Themen Incels, Femiziden, Frauen als Täterinnen, Gewalt in Institutionen sowie Gewalterleben von trans* Menschen. Aus einer nationalen und internationalen Perspektive werden im Allgemeinen traditionelle Männlichkeitsnormen und stereotype Geschlechterkonstruktionen diskutiert. Die Tagung fand im November 2022 statt und wurde vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dem Deutschen Juristinnenbund ausgerichtet.
Medien berichten nicht nur über Politik, Wirtschaft und Kultur. Sie berichten auch über Medien. Dabei können Medienthematisierungen sowohl publizistischen wie auch ökonomischen Interessen dienen und darüber in Konflikt geraten. Wie stark sind Medienthematisierungen tatsächlich von wirtschaftlichen Eigeninteressen geprägt? Zunächst wird auf Basis von marketingtheoretischen Abwägungen geklärt, wie Medienthematisierungen aussehen müssten, um der Unternehmenskommunikation von Medienorganisationen zu dienen. Dieser Soll-Zustand wird durch die bislang umfangreichste Inhaltsanalyse von 11.301 Aussagen über Medien mit der publizistischen Realität verglichen: Werden redaktionelle Inhalte für die Unternehmenskommunikation von Medienorganisationen genutzt? Die Ergebnisse zeigen, dass im Redaktionellen nur ein "Medienmarketing light" betrieben wird. An diesem Beispiel verhandelt die Arbeit das für Medien so einzigartige Spannungsverhältnis zwischen Partikular- und öffentlichem Interesse. Konsequenzen und Handlungsoptionen für Journalisten und Mediennutzer, für Medienorganisationen sowie für die Vereinbarkeit von publizistischen und wirtschaftlichen Zielen werden vorgestellt.
Wir leben in Krisenzeiten. Krise, Unordnung, Unsicherheit, Ungewissheit und Umbruch scheinen das Signum unserer Zeit zu sein. Der Sammelband befasst sich mit dem Staat in der Krise. Die Bezeichnung Staat in der Krise verbindet zwei semantische Ebenen: Der Ausdruck verweist zuallererst auf Krisen des Staates, auf Staatskrisen. Die Bezeichnung verweist aber zugleich auch auf staatliches Handeln in Krisen. Denn Krisen sind Situationen, in denen unter Zeitdruck Entscheidungen getroffen werden müssen. Die hier versammelten Beiträge befassen sich zum einen in theoretischer oder empirischer Perspektive mit der grundsätzlichen Krisenhaftigkeit oder mit aktuellen Krisen des Staates und zum anderen mit dem konkreten staatlichen Handeln in Krisen. Mit Beiträgen von Andreas Fisahn | Tjorven Harmsen | Ksenia Mejia Heim | Peter Imbusch | Ricardo Kaufer | Juliane Klei | Hans-Joachim Lauth | Christoph Mohamad-Klotzbach | Manfred Prisching | Daria Rybakova | Tobias Schädel | Theresa Stawski | Joris Steg | Messan Tossa
Wie stehen Methodenlehre und juristische Argumentation zueinander? Was ist juristische Argumentation, was „bloße“ Rhetorik? Das Lehrbuch zur juristischen Argumentationstheorie stellt die Modelle juristischen Argumentierens vor und unterzieht sie einer (kritischen) Würdigung. Explizit warnt der Band vor einem postmodernen Irrationalismus, der die Regelorientierung juristischen Argumentierens grundsätzlich in Zweifel zieht. Das Lehrbuch zeigt auf, wie die „Produktion“ von rechtlichen Entscheidungen und subgesetzlichen Regeln rational kontrollierbar und kritisierbar wird. Der zweiten Auflage wurde ein neues Kapitel zu „Argumentationsstandards in Fall-Gutachten (z.B. Prüfungsarbeiten)“ angeschlossen. Darin werden aus den theoretischen Analysen Folgerungen für das „Handwerk“ der juristischen Argumentation gezogen.
Die Suche nach den richtigen Rechtsregeln für Unternehmensübernahmen in Europa ist eine permanente Kontroverse. Heute gibt es grundlegende Anlässe, eine Reform der im Jahr 2004 erlassenen Übernahmerichtlinie zu diskutieren. Dazu gehören neue Rechtstatsachen (Aktionärszusammensetzungen, Bedeutungszuwachs von passiven Fonds, aktivistischen Aktionären und Stimmrechtsberatern, Wachstum der Private-Equity-Branche), neue Normen (Aktionärsrechterichtlinie, Außenwirtschaftsrechte) und Veränderungen der Corporate Governance (Shareholder Activism, Stakeholder Value, Corporate Purpose). Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern das geltende europäische Übernahmerecht dem modernen europäischen Markt für Unternehmenskontrolle gerecht wird.
Empathische Affen, Freundschaft mit Hunden, völlige Identifikation mit einem Habicht – in Forschung, Tierrechtebewegungen, Autobiographien und fiktionalen Texten verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Tier zunehmend oder werden gar für aufgehoben erklärt. Dieses Buch versteht sich als philosophische Intervention zu dieser Debatte und argumentiert, dass die »Wand aus Glas« zwischen Mensch und Tier niemals ganz überwunden werden kann. Anhand ausgewählter Texte aus einem breiten Spektrum von Bereichen wie Tierforschung, Tierphilosophie und Literatur bietet es einen nuancierten Blick auf Fragen der anthropologischen Differenz, beleuchtet die Problematik von Forschungssettings und diskutiert aktuelle Ansätze der Tierethik bis zur Zoopolis.