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Creative Media Partners, LLC Entomologische Zeitung
This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work was reproduced from the original artifact, and remains as true to the original work as possible. Therefore, you will see the original copyright references, library stamps (as most of these works have been housed in our most important libraries around the world), and other notations in the work. This work is in the public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. As a reproduction of a historical artifact, this work may contain missing or blurred pages, poor pictures, errant marks, etc. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
Epubli Zeitungen stritten über Zugehörigkeit und Zukunft A1080142746
Die politische Moderne stellte jüdische Gemeinschaften Europas vor widersprüchliche Erwartungen. Einerseits eröffneten säkulare Gesellschaften neue Möglichkeiten gesellschaftlicher Integration. Andererseits verstärkten Nationalismus und politische Radikalisierung die Frage, wie kulturelle Eigenständigkeit überhaupt bewahrt werden konnte. Dieses Buch analysiert die ideologischen Konflikte zwischen linken Assimilationsbewegungen und verschiedenen Formen jüdischer kultureller Selbstbehauptung im frühen zwanzigsten Jahrhundert. Sozialistische Gruppen setzten häufig auf internationale Solidarität und gesellschaftliche Angleichung, während andere Denker den Erhalt eigener Sprache, Traditionen und kollektiver Identität betonten. Die Darstellung verbindet politische Theorie mit den sozialen Erfahrungen urbaner Minderheiten in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche. Debatten über Nation, Klasse und kulturelle Zugehörigkeit prägten nicht nur jüdische Gemeinschaften, sondern beeinflussten moderne Diskussionen über Minderheitenrechte und gesellschaftliche Integration weltweit. Dadurch erscheint die Geschichte jüdischer Bewegungen zugleich als Geschichte der politischen Spannungen moderner pluralistischer Gesellschaften.
Frölich und Kaufmann Art & Press. Kunst und Zeitung. 555878
Ausstellung und Katalog präsentieren wichtige Vertreter der aktuellen internationalen Kunstszene, die sich in ihren Arbeiten intensiv mit der heutigen Situation der Zeitung bei der täglichen Meinungsbildung und Informationsvermittlung und den damit in Zusammenhang stehenden Fragen von Wahrnehmung, Wirklichkeit und Wahrheit beschäftigen. Sie dokumentieren den vielfältigen Umgang von Künstlern mit dem Medium, zeigen Wechselwirkungen zwischen Kunst und Presse und versuchen, die unterschiedlichen Wahrheitsbegriffe zu erfassen. Mit rund 30 aktuellen Künstlern, etwa Boltanski, Kiefer, Richter, West u.v.m., teils wurden die ausgestellten Arbeiten für die prominent besetzte Schau erst geschaffen! (Text dt., engl.)
GRIN Die Entstehung der Zeitung in der Frühen Neuzeit A1034749503
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie), Veranstaltung: Politische Kultur und Medien im Reich des 17. und 18. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zeitung gehört für uns heute zu jenen zahlreichen alltäglichen Dingen, denen wir über ihren eigentlichen Nutzen hinaus kaum einen Gedanken widmen. Vom Langzeitabonnenten, für den das Zeitunglesen gemeinsam mit dem Frühstück zum Start in den Tag gehört, hin zum sporadischen Konsumenten von Presseerzeugnissen in der Freizeit oder am Wochenende, ein Großteil unserer Gesellschaft gibt sich zumindest ab und an dem vergnüglich-interessanten bis lehrreich-informativen Vergnügen des Studierens von Zeitungen und verwandten Mediengattungen hin. Ähnlich wie beim Radio oder Fernseher, stellen wir uns aber auch beim Medium Zeitung nicht die Frage nach ihrem Ursprung oder ihren Entstehungsbedingungen. Wir nehmen dieses nützliche Informationsmittel allzu selbstverständlich und die Vorstellung, nicht permanent über alles Mögliche informiert zu sein, scheint unserer modernen und überall mit Internet ausgestatteten Gesellschaft schon fast absurd. Doch seit wann besteht für eine breite Masse nun wirklich die Möglichkeit sich mit Hilfe von diversen Medien auf dem Laufenden zu halten? Und in welchem historischen Kontext bzw. nach welchen erfolgten Vorentwicklungen entstand die uns heute so vertraute Zeitung? In welcher äußeren und inneren Form präsentierte sich dieses Informationsmittel den Zeitgenossen? Aus diesen wenigen Fragen wird sogleich ersichtlich, wie viele Unbekannte dieses uns scheinbar so sehr geläufige Printmedium aufwirft. Trotz der Alltäglichkeit, oder vielleicht gerade deswegen, ist das allgemeine Wissen darüber selbst in den direkt betroffenen Berufsgruppen gering. Johannes Weber brachte es provokant auf den Punkt, als er von der Unkenntnis der Journalisten über ihren eigenen Ursprung schrieb. Fairerweise gestand er dabei allerdings aber auch einen Nachholbedarf unter den Historikern ein. In einem Beitrag über die Geschichte der Zeitung darf nämlich ihre eigene problematische Forschungsgeschichte nicht unerwähnt bleiben. Während sich in anderen geisteswissenschaftlichen bzw. historischen Disziplinen das Wissen und die Literatur in einer Geschwindigkeit vervielfältigen, die kaum einen Überblick, geschweige denn eine genaue Rezeption der neuen Erkenntnisse zulässt, will Martin Welke in der Presseforschung momentan eine andere Tendenz erkennen: Die Zwischenkriegszeit konnte wesentlich mehr Veröffentlichungen zur sich damals ausbildenden Zeitungswissenschaft vorweisen, als in den letzten Jahrzehnten verzeichnet wurden. [...]
De Gruyter Zeitung - Medium mit Vergangenheit und Zukunft A1000329077
Frontmatter -- INHALT -- Vorwort der Herausgeber -- RETROSPEKTIVE -- Unfrisierte Erinnerungen eines d'Ester-Schülers / Koszyk, Kurt -- HISTORISCHE PRESSEFORSCHUNG UND PRESSEARCHIVIERUNG -- Heines Tagesberichte für die „Allgemeine Zeitung". Ein Beitrag zu Geschichte und Bestimmung der Reportage / Pöttker, Horst -- Pressepolitik am Vorabend des Zweiten Weltkriegs / Toepser-Ziegert, Gabriele -- Die archivierte Zeitung. Zu einer Entwicklungstendenz: Quellenwert versus Medium / Hagelweide, Gert -- Zeitungsarchivierung und die neuen Techniken / Wiegand, Günther -- ZEITUNGEN: KULTURELLES MEDIUM UND FAKTOR SOZIALER ENTWICKLUNG -- Zeitungskultur in Europa / Kopper, Gerd G. -- Technik und ihre publizistische Karriere / Rühl, Manfred -- Zeitungsmärkte: Ökonomische Grundlegung zentraler Kommunikations- und Kulturräume / Heinrich, Jürgen -- Zeitgeber Zeitung. Über ein unterschätztes Medium / Eurich, Claus -- Von der Lese- zur Wissensgesellschaft: Die Notwendigkeit eines Diskurses über die Kultur im digitalen Zeitalter / Pätzold, Ulrich -- PRESSEFORSCHUNG: FORSCHUNGSFELDER UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN -- Gerichtsberichterstattung als Arbeitsfeld der Tageszeitungen / Branahl, Udo -- Zeitungen und gesellschaftliche Institutionen / Jarren, Otfried -- Geschlechterforschung im Bereich der Medien: Kanadische Erkenntnisse / Joch Robinson, Gertrude -- Zeitungsverlage und Zeitungen: Strategien der Modernisierung / Altmeppen, Klaus-Dieter -- Qualitätsmanagement als Zukunftsstrategie für Tageszeitungen / Wyss, Vinzenz -- Zeitungsprognosen und Zeitungsentwicklung - historisch und aktuell / Schütz, Walter J. -- Zeitung und Zeitungsforschung - Entwicklung und Perspektiven / Wilke, Jürgen -- ANHANG -- Vita von Hans Wilhelm Alexander Bohrmann -- Personalbibliographie Hans Bohrmann / Ubbens, Wilbert -- Autorenverzeichnis
Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1867. Der Verlag Antigonos spezialisiert sich auf die Herausgabe von Nachdrucken historischer Bücher. Wir achten darauf, dass diese Werke der Öffentlichkeit in einem guten Zustand zugänglich gemacht werden, um ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
GRIN "Einkommende Zeitungen" - die erste Tageszeitung der Welt
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung), Veranstaltung: Hauptseminar: Entwicklung der Presse in Deutschland, Sprache: Deutsch, Abstract: Die erste Tageszeitung der Welt ¿ das mutet an wie ein Jahrhundertereignis, wie ein Meilenstein in der Kulturgeschichte Deutschlands. Doch das war es nur bedingt. Vor der ersten Tageszeitung gab es bereits periodisch erscheinende gedruckte Nachrichtenblätter. Schon die so genannten ¿Meßrelationen¿, zu jeder Messe in Frankfurt oder Leipzig erscheinende Nachrichtensammlungen, können als Periodika gelten, auch wenn sie nur ein paar Mal im Jahr herauskamen. Die älteste bekannte Leipziger Meßrelation stammt aus dem Jahre 1599 (vgl. Schlimper 2000a: 11). Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelten sich die ersten gedruckten Wochenzeitungen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Erscheinungshäufigkeit dieser Blätter von einmal zu vier- bis fünfmal pro Woche zu. Verantwortlich dafür waren sowohl die politischen Ereignisse während des Dreißigjährigen Krieges, als auch das infolge dessen gestiegene Informationsbedürfnis der Bevölkerung (vgl. Kutsch/Weber 2002: 7). Welke (1995: 50) spricht von einer ¿spezifisch »teutschen Lesewuth«¿, die dafür sorgte, dass es im 17. Jahrhundert im deutschen Sprachraum mehr und meist auflagenstärkere Zeitungen als im übrigen Europa gab. Für die Vielzahl von deutschsprachigen Zeitungen war aber sicherlich auch die vorhandene Drucktechnik mit beweglichen Lettern verantwortlich, die Mitte des 15. Jahrhunderts auf deutschem Boden ihren Anfang nahm. Als schließlich 1650 in Leipzig auf die vier- bis fünfmal in der Woche erscheinende ¿Wöchentliche Zeitung¿ das erste täglich erscheinende politische Nachrichtenblatt mit dem Namen ¿Einkommende Zeitungen¿ folgt, ist dies kein Jahrhundertereignis, sondern die logische Konsequenz der vorhergehenden Entwicklung und ¿eigentlich nur ein sehr kleiner Schritt in einem kontinuierlichen Prozeß¿ (Weber 2002a: 17). Innerhalb Europas allerdings setzten die ¿Einkommenden Zeitungen¿ dann doch einen gewissen Meilenstein: ¿Die erste englische Tageszeitung erschien ein gutes halbes Jahrhundert später; Frankreich kannte erst am Vorabend seiner großen Revolution ein Tageblatt¿ (Welke 1995: 51). Deutschland kann sich damit einer ¿stürmischen Entwicklung¿ (Kutsch/Weber 2002: 7) der Nachrichtenpresse rühmen, von der die ¿Einkommenden Zeitungen¿ den vorläufigen Höhepunkt darstellten. [...]
Creative Media Partners, LLC Süddeutsche Musik-Zeitung.
This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work was reproduced from the original artifact, and remains as true to the original work as possible. Therefore, you will see the original copyright references, library stamps (as most of these works have been housed in our most important libraries around the world), and other notations in the work. This work is in the public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. As a reproduction of a historical artifact, this work may contain missing or blurred pages, poor pictures, errant marks, etc. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
Creative Media Partners, LLC Allgemeine Fischerei-Zeitung
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Creative Media Partners, LLC Allgemeine Fischerei-Zeitung
This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work was reproduced from the original artifact, and remains as true to the original work as possible. Therefore, you will see the original copyright references, library stamps (as most of these works have been housed in our most important libraries around the world), and other notations in the work. This work is in the public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. As a reproduction of a historical artifact, this work may contain missing or blurred pages, poor pictures, errant marks, etc. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
GRIN Die antisemitische Welle 1959/60 in der BILD-Zeitung A1005898932
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,0, Universität Hamburg (Institut für Philosophie und Geschichtswissenschaft), Veranstaltung: Der Springer-Verlag, seine Publikationen und seine Kritiker in den 50er und 60er Jahren, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Thematisierung der Schmierwelle in der BILD-Zeitung soll hier untersucht werden: eine nicht ignorierbare Erinnerung in einem Massenblatt einer Gesellschaft, die die eigene Vergangenheit zu weiten Teilen am liebsten vergessen wollte, verantwortet von einer durchaus widersprüchlichen Verlegerfigur zwischen dem Engagement für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden und einer eher rechtskonservativen Anti-Vordenkerrolle.3 Wie die Zeitung den Spagat bewältigte, zum einen eine untadelige Haltung zu den Vorfällen einzunehmen, zum anderen auch die NSbelastete Leserschaft nicht zu verprellen, und was sie ihren Lesern in diesem Kontext zur Positionierung und für den Umgang mit der eigenen Vergangenheit und Schuld anbot, das soll die zentrale Fragestellung dieser Untersuchung sein. Zu diesem Zweck möchte ich zunächst die Bedeutung der antisemitischen Schmierwelle für das deutsche Selbst- und Vergangenheitsbewusstsein verorten. In einem zweiten Schritt erläutere ich die Rolle der BILD-Zeitung für die öffentliche Meinung, und damit verbunden die Frage, welche Aussagen an Hand der Untersuchung möglich sind, und welche nicht. Es folgt die eigentliche Analyse: die Darstellung der antisemitischen Schmierwelle in der BILD-Zeitung4 und - einen kurzen Vergleich mit der Darstellungsweise anderer Zeitungen eingeschlossen5 - eine Auswertung der Ergebnisse. Zumindest wird eine Aussage darüber möglich sein, wie BILD die antisemitischen Vorfälle thematisierte und gewichtete; möglicherweise können an Hand dessen in gewissem Umfang Rückschlüsse gezogen werden auf die in der spezifischen - großen - Zielgruppe der BILD-Zeitung verbreitete Haltung zu Rechtsextremismus, Antisemitismus und der nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit. [...]
Königshausen u. Neumann Prager Zeitung A1070097708
Die „Prager Zeitung“ ist eines der ältesten Medien der Welt. Als Zeitung erschien sie bereits vor 350 Jahren. Nach den Revolutionen in Osteuropa wurde sie Anfang der 1990er Jahre wiederbelebt und zuletzt Online weitergeführt. Und sie ist noch aus einem anderen Grund außergewöhnlich: Als deutschsprachiges Medium, das im Ausland hergestellt wird, ist sie bis heute ein Exot in der internationalen Medienlandschaft. Deshalb wurde sie immer stark beachtet. Zahlreiche andere Medien zitierten aus ihren Inhalten und berichteten kontinuierlich über ihre Arbeit – so oft wie über nur wenige andere Medien. Klaus Hanisch schreibt bereits seit 30 Jahren für die „Prager Zeitung“; so lange wie kein anderer Autor. In diesem Buch eröffnet er einen Blick hinter die Kulissen eines besonderen Mediums und erinnert an dessen lange und wechselvolle Geschichte. Die „Prager Zeitung“ lieferte schon vor Jahrhunderten verlässlich Nachrichten. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges sind ihre fundierten Informationen aus Tschechien und Mittelosteuropa so wichtig und notwendig wie an ihrem ersten Tag.
GRIN Darstellungen der Bild-Zeitung im deutschen Spielfilm A1008648575
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,1, Universität Siegen, Sprache: Deutsch, Abstract: "Jeder Missbrauch der Pressefreiheit ist besser als irgendeine Einschränkung dieser Freiheit." (Peter Boenisch in Bild am Sonntag, 11.8.1974) Die Bild (umgangssprachlich auch: Bild-Zeitung) ist mit einer Verkaufsauflage von 3.326.202 Stück Deutschlands größte und meist zitierte Tageszeitung und dabei gleichzeitig wohl auch die umstrittenste. Seit seinem ersten Erscheinen 1952 stand und steht das Boulevardblatt immer wieder aufgrund seiner oftmals persönlichkeitsverletzenden, vorverurteilenden oder schlichtweg falschen Berichterstattung in der Kritik. In ihrer über 50-jährigen Geschichte musste sich Bild dabei nicht nur zu Vorwürfen seitens des deutschen Presserates und zahlreicher Privatkläger erklären, darüber hinaus ist sie medienübergreifender Diskussionsgegenstand in Literatur, Film und Musik. Wie weit diesbezüglich ihr Einfluss beziehungsweise die Einflussnahme ihres Verlegers Axel Springer reicht, negativen Schlagzeilen entgegenzuwirken, verdeutlicht ein aktuelles Beispiel aus der Musikwelt. Nach Erscheinen des neuen Songs "Lasse redn" der Pop-Gruppe "Die Ärzte" wurde dieser von Antenne Bayern zunächst ausschließlich in einer gekürzten Version gespielt. Der Sender strich folgende Bild-kritische Textpassage: "Lass die Leute reden und lächle einfach mild Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht." Auf Anfragen von Bildblog gab der Sender an, die Kürzung des Liedes hänge mit dem zeitlichen Sendeablauf zusammen, der sich an den Nachrichten orientiere und habe nichts damit zu tun, dass die Axel Springer AG zu 16 Prozent an dem Sender beteiligt sei. Wenn auch der direkte Einfluss der Axel Springer AG auf den Sende-ablauf eines Radiosenders oder die generelle Einwirkung auf den Inhalt anderer Medien an dieser Stelle nicht nachgewiesen werden kann und soll, so verdeutlicht dieses Beispiel doch den medienübergreifenden Stellenwert der Bild-Zeitung. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz und der Darstellung der Bild-Zeitung im deutschen Spielfilm. Dazu sollen exemplarisch zwei Filme mit Fokus auf die jeweilige Darstellung einer großen Boulevardzeitung analysiert werden: Volker Schlöndorffs "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und Til Schweigers "Keinohrhasen". Es soll aufgezeigt werden, welche Rolle die fiktiven Boulevardzeitungen in den beiden Filmen spielen, welche Parallelen in Sprache und Arbeitsweise sich...
De Gruyter Die Zeitung als Medium in der neueren Sprachgeschichte A1043045291
Die Untersuchung von Zeitungen wurde in der sprachgeschichtlichen Forschung bisher nur am Rande berücksichtigt. Allerdings erreichten Zeitungen schon im 18. Jahrhundert ein größeres Publikum als jede andere Kommunikationsform. Die „Zeitungssprache" übte auf die Entwicklung des Deutschen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss aus, auch dadurch, dass überregionale Ausgleichstendenzen durch sie unterstützt wurden. Jedoch wurden diese Prozesse ebenso wenig systematisch untersucht wie der Sprachgebrauch der sich entwickelnden oder sich neu herausbildenden Rubriken und Pressetextsorten. Die vor allem in bildungsbürgerlichen Kreisen herrschende Abneigung gegen den Stil der täglich unter Zeitdruck für den Moment seriell produzierten Texte führte zur Vernachlässigung der Zeitung als wichtiger sprachhistorischer Quelle und damit zu nicht immer zutreffenden Einschätzungen ihrer sprachlichen Gestaltung. Zudem standen Zeitungen nur auszugsweise in repräsentativen digitalisierten Auswahlkorpora zur Verfügung. Neuerdings exisiteren jedoch groß angelegte Projekte zur Zeitungsdigitalisierung, die als Grundlage für neue linguistische Untersuchungen dienen können. Die Beiträge dieses Tagungsbandes thematisieren die Erstellung digitaler historischer Zeitungskorpora, Merkmale und Entwicklungstendenzen der Sprache der Zeitungen auf verschiedenen Ebenen und auf der Grundlage einzelner Korpora sowie die Bewertung der Zeitungssprache aus zeitgenössischer Sicht.