Sehr scharf, sehr zuverlässig und viele Einstellmöglichkeiten
Wenn man im Jahr 2024 eine neue Halbformatanalogkamera rausbringt und dafür noch 500€ verlangt, dann muss man wirklich einiges abliefern. Genau das tut die Pentax 17 auch.Erst mal vorab, weil das viele Leute scheinbar nicht wissen:Die Kamera hat nur elektronischen Fokus, der Regler stellt kein Objektiv ein, sondern gibt dem elektrischen AF vor, wo er zu suchen hat.Ganz wichtig hier: Der Zonen-AF ist für den AUTO Modus DEAKTIVIERT. Hier wird ab 3m scharf gestellt und nach der größten Zone belichtet, funktioniert also identisch mit der Olympus mju (2) oder Yashica T4.Man bekommt hier quasi (wie z.B. in der Contax T2) den Zonenfokus als Bonus für die anderen Modi mit dazu.Gelb = Blitz immer an, Weiß = Blitz aus, AUTO = Blitzautmatik, Bokeh = maximale Offenblende (ohne Blitz).Entgegen der Anleitung muss man vor dem ersten Spulen, den Auslöser einmal betätigen, dann lässt sich normal spulen.Wenn man richtig einlegt, muss man nur 2-3 mal blank schießen und bekommt 4 Bilder extra auf die Rolle. Der Filmburn kommt nach 3 mal leer schießen (also beim 4. - 5. Bild, je nach Film). Man muss bei den meisten Filmen nicht bis 0 spulen.Die Bilder sind sehr scharf, die extra Bildzone für den Nahmodus (der NICHT im auto-Modus funktioniert!), ist sehr schön.Die Belichtungskontrolle hat sehr viel Auswahl und dank der riesigen manuellen ISO-Range kann man bis 3200 Pushen (was bei kaum einem Film Sinn machen wird, aber immerhin, es geht).Zurückspulen ist einfach, die Rolle sehr glatt.Für mich die mit Abstand beste Filmkamera auf dem Markt und das auch noch für den halben Preis einer gebrauchten Contax T2.Man sollte darauf achten, dass man einen HQ-Scan für den halben Bilder nehmen sollte, wenn man die Bilder drucken will!Außerdem immer bedenken: Halbes Bild = Doppelte KörnungMeine Filmepfehlungen: Porta (alle ISOs), Pro Image 100, Ektar 100 und Lomo 800Andere Filme sehen meistens nicht so gut aus, aber auf den genannten Filmen sehen die Bilder wirklich hervorragend aus.
Sehr scharfe und ausgewogene analog Kamera mit wenig Verbesserungsbedarf
....abgesehen vom Vermarktungstext der Herstellers - \" Hochkant Bilder wie am Handy\" - das hätte mich beinahe abgestoßen :-DDie Pentax 17 ist die einzige aktuell erhältliche Halbformat Kamera mit Glas Objektiv- das auch hervorragend vergütet ist. Aktuell gibt es am Markt meines Wissens nur eine zweite HF Kamera mit Glas Linse - die Lomo LC Wide - die das Halbformat umschaltbar zum 35mm KB Format auch kann.Der Hochkant Standard Bildausschnitt, den die Werbetexter als Animo für \"digital natives\", oder die unglücklichen die noch nie analog photographiert haben, ist bauartbedingt bei den meisten HF Kameras (auch den \"historischen\") üblich, da ja nur die Hälfte der Fläche eines 35mm Kleinbildnegatives belichtet wird. Es gibt meines Wissens nur zwei HF Kameras mit waagrechten Standard Bildausschnitt, das sind die riesige \"camcorderartige\" Yashica Samurai und die zigarretenschachtelgroße Belomo Afat 18k. beide sind allerdings aus den 80er/90er Jahren und besonders bei der AGAT 18k muss man damit rechnen, dass die Zeiten oder die Mechanik sehr verharzt sind. Aktuelle weitere Halbformat Kameras gibt es schon auch, aber alle mit Plastik Linse und großteils Fix Fokus und nur einer Belichtungszeit, sind also nicht für \"ernsthafte\" Photographie zu gebrauchen.Das Halbformat war ab den 60er Jahren bis Anfang der 90er Jahre durchaus für \"Otto Normalverbraucher\" üblich, da die relativ teuren Filme nicht in jedermanns/jederfraus Budget lagen und war gemeinsam mit den 60er 16 m/m Kamreas weit verbreitet um die klassischen urlaube/Parties etc abzulichten. In der letzten Hochblüte des analogen Films und der Kameratechnik verschwand es allmählich weil Film auch billiger wurde und die \"Supermarktausarbeitung\" auch die Entwicklungskosten reduzierte.Das Halbformat entspricht dem ursprünglichen 35mm Kino Format 18x24 mm (18x22 bei Tonfilm) auf perforiertem 35mm Kino Film, der für Fotoaparate als 135er Film in Patronen konfektioniert in den Handel kommt. Die Film Negative liegen mit der langen Seite im rechten Winkel zum perforierten Rand.Mit der hochkant gehaltenen Pentax 17 kann man also guten Gewissens mit \"Stop Motion\" Technik 3 Hollywood Film Sekunden aus einer Standard Patrone drehen ;-)Das Seitenverhältnis ist 4/3 und nicht wie beim Kleinbild Negativ 3/2. Das sollte man bei der Komposition auch berücksichtigen.Punkto Ausarbeitung: Wer nicht selber daheim entwickeln und vergrößern kann ist auf Entwicklung in einem Labor angewiesen. Leider hat heutzutage kaum ein Labor die HF Masken und man bekommt dann 2 Bilder auf \"einem Negativ\" mit dem gleichen Korrekturwert gescannt und geprintet. Das macht aber meistens nicht wirklich einen negativen Einfluss. Wer ein speziell heikles Negativ hat könnte es daheim noch scannen und einzeln korrigieren. Andererseits eröffnet das die Möglichkeit sogenannte Diptychons zu photographieren - 2 Bilder die ein Thema beleuchten auf einem Abzug, man muss nur acht geben immer 2Bilder zu machen bevor man das Thema wechselt.Wichtig bei HF ist durchaus auch gute Filme zu verwenden die feines Korn haben, sonst wird die Vergrößerung zum \"Horror\"Zur Pentax 17. Sie repräsentiert eine \"Point and shoot\" Kamera mit \"kreativen Möglichkeiten\"Der Fokus wird über ein Zonenfokus System (wie seit den 60ern) eingestellt - passt eine Person in den Sucherrahem auf das Logo mit einer Person einstellen - passen 3 hinein auf die 3 Personen stellen etc. Man sieht durch den Sucher welches Logo eingestellt ist :-D Für \"Makros\" verwendet man die beigefügte Handschlaufe als Messkette (wie bei Minix 8x11) um die 25 cm Abstand einzustellen.Das klappt zuverlässig und gut und wer unbedingt die Zonen in Meter oder feet wissen möchte hat dazu auch eine Skala.Der Stellring für die Entfernung stellt aber nicht mechanisch das Objektiv ein sondern das geschieht elektronisch beim \"Halbdrücken des Auslösers\" vor dem vollständigen Auslösen.Hier ist etwas was mir persönlich weniger gefällt, näümlich dass das eigentliche Objektiv hinter dem sichbaren Tubus liegt und ein recht großer Spalt dazwischen existiert durch den Staub eindringen kann. Daher halte ich persönlich die permanente Verwendung von 40,5mm Filtern (UV für Farbe, UV oder orange bei SW, oder ND 2 für zu helles Licht) für wichtig!Der Verschluß ist als Zentralverschluss ausgeführt (positiv fürs Blitzen) aber leider nur bis zu einer 350el Sekunde. Das kann bei höheren Filmempfindlichkeiten (die man wegen der Körnung eher vermeiden sollte) ohne ND Filter wegen der kleinsten Blende mit 16 zu Problemen bei extrem viel Licht führen. Auch für die Verwendung der \"Bokeh\" Funktion ist das nachteilig - aber ND machts auch wieder möglich.Das Filmeinlegen geschieht manuell aber so einfach wie bei Kompaktkameras der 90er - Filmlasche bis zur roten Markierung vorziehen, dchauen dass die Perforation bei den Zähnen liegt, zuklappen und bis zur \"0\" im Bildzähler vor knipsen.die Kamera kann mit Filmepfindlichkeiten von 50 bis 3200 ISO/ASA umgehen! und besonders schön es gibt beim Einstellrad auch Rasten für 125 und 160 ASA, man kann die hervorragend geeigneten Filme wie Ilford FP4 (plus) oder Kodak Portra 160 ASA also exakt einstellen!!! Ein großer Pluspunkt in meinem Augen, wenn auch es bei Negativ Film nicht so genau sein müsste.Weiters hat man ein eigenes Belichtungs Kontroll Rad um bewusst über und unter zu belichten.Der eingebaute Blitz mit LZ 9 reicht für Party Momente (2m bei 100 -200 Asa, 4m bei 400 ASA) aber man kann durchaus einen klassichen Slave Blitz mit \"Computer Blende 4\" zum entfesselten Blitzen verwenden! Also kann man auch ausgeleuchtete Portraits etc mit der Pantax machen.Das \"Programm Rad\":Es gibt \"Programm\" damit wird die Pentax zur Point and Shoot Fix Fokus Kamera. (F16)Dann gibt es eine weisse und eine gelb beschriftete Seite. gelb entspricht den Funktionen bei weiß, nur dass der Blitz gezündet wird!P - automatische Belichtungsmessung bis zu einer Belichtingszeit von ca 1/30 sec.\"Langzeit\" - hier wird bis zu 4 Sekunden belichtet wenn es notwendig ist. Will man lönger belichten, dass muss man \"B\" auf der weissen Seite anwählen.und nur auf der weissen Seite gibt es noch \"Bokeh\" - hier versucht die Kamera die größt mögliche Blendenöffnung zu wählen um eine schöne Hintergrund Unschärfe zu machen (Objekt freistellen)Das funktioniert halt bei grellem Sonnenschein nur bedingt, weil sie durch die \"nur\" 1/350 als kürzeste Zeit halt dann eine kleinere Blende wählen muss. Abhilfe schafft hier ein ND Filter.Ich habe beim ersten Film leider manchmal das \"Bukeh\" mit \"B\" verwechselt :-D daher gibt es ein paar überbelichtete Negative.Dort wo es sich (bei neutralem Licht und 160 ASA Film ausgeht) schafft die Kamera aber dennoch ein hübsches sanftes Bokeh mit immer noch gestochen scharfem Haupt Motiv! (Siehe Foto vom Selfie Stick)Die Kamera ist nicht die allerkleinste aber dennoch sehr leicht u8nd als \"immerdabei\" in einem Tascherl oder in einer Neopren Hülle geeignet.Die Schärfe und der Kontrast der Linse ist ausgezeichnet und übertrifft m.E viels am Kleinbildsektor.Die Belichtung erledigt die Kamera sehr ausgewogen und gut, auch in Grenzsituationen mit Gegenlicht erzeugt sie recht brauchbare Photos. greift der Photograph ein (Blitz oder Beli Korrektur) sind sie wieder ausgezeichnet.Fazit, man muss sich mit der Kamera ein bisschen befassen aber dann stehen bei geeigneter Filmauswahl und 3 Filtern in der Tasche alle Möglichkeiten offen. Ich als \"native analoger\" würde sie wieder kaufen und für \"native digitale\" eröffnet sie eventuell die Schönheiten der Filmphotographie. Zu wünschen wäre es dem ganzen Markt.
Erfahrungsbericht: Meine ersten Schritte mit der PENTAX 17 Kompaktfilmkamera
Die Analoge Fotografie liegt bei mir schon gefühlte Lichtjahre zurück und daher war ich recht gespannt darauf, wie ich wohl mit der Pentax 17 zurechtkommen würde und ob sie tatsächlich noch eine Daseinsberechtigung für mich als Hobbyfotografen haben würde.Festellung zur Haptik und dem Handlich:Richtig positiver Aspekt, den ich ausmachen konnte, war als ich die PENTAX 17 zum ersten Mal in die Hand nahm.Hier war ich sofort von ihrem doch sehr kompakten Design und auch der überaus soliden Verarbeitung angetan, (hatte ich so garnicht tauf dem Zettel gehab)t. Die feste Brennweite von 43 mm fühlte sich für mich als \"reaktivierter Analog-Möchtegern-Fotograf\" zwar noch etwas herausfordernd bzw. anstregend an, da ich gewohnt war, mit Zoomobjektiven zu arbeiten, aber nach spätestens 2-3 Filmen hat man auch hier wieder den Dreh raus!In der Nutzung festgestellte Begleiterscheinungen:Beim Ausprobieren stellte ich fest, dass ich wieder viel bewusster mit der Komposition umgehen musste, da ich nicht einfach hinein- oder herauszoomen konnte. Dies führte dazu, dass ich mir mehr Zeit nahm, um meine Motive sorgfältig auszuwählen und den hierfür jeweils perfekten Winkel zu finden.Die Belichtungsmessung der Kamera war zuverlässig, und ich war überrascht, wie gut die Ergebnisse bei den unterschiedlichtesten Lichtverhältnissen waren. Die Fotos, die ich entwickeln ließ, waren voller Details und kräftiger Farben, was meine wiederentdeckte Begeisterung für die analoge Fotografie noch verstärkte.Insgesamt kann ich sagen, dass die PENTAX 17 mir nicht nur half, meine recht rudimentären Fähigkeiten als Fotograf zu verbessern, sondern auch ein Gefühl für die Schönheit der analogen Fotografie vermittelte. Ich freue mich darauf, noch viele weitere Fotos mit dieser tollen Kamera zu machen und bin diesbezüglich wieder angefixt die DSLR mal wieder öfter im Schrank zu lassen!
Eine tolle Point and Shoot Kamera
Nachdem ich mittlerweile einige Rollen Film mit der Pentax 17 geschossen habe, fange ich an die Kamera sehr zu mögen. Man lernt schnell mit ihr umzugehen und die Belichtungsmessung funktioniert zuverlässig. Ich halte den Zonenfokus für einen guten Kompromiss zwischen Schärfe und Einfachheit. Die Linse ist angenehm scharf und so sind die Bilder für eine Halbformat-Kamera erstaunlich gut. Und ich denke das ist der Schlüssel die Kamera zu verstehen und schätzen zu lernen: Sie versucht gar nicht die schärfsten und professionellsten Bilder zu schaffen. Sie ist nicht gedacht für Prints im Großformat, sondern für kleine Erinnerungen, möglichst viele davon (72 pro Rolle, irre.) Und das macht sie sehr, sehr gut.Es war eine mutige Entscheidung von Pentax, die Kamera so zu gestalten. Es wirkt als würden sie damit eher Anfänger ansprechen. Ich glaube aber, dass auch Profis mit ihr viel Spaß haben können - wenn sie sich wirklich auf die Kamera einlassen. Für mich ist sie genau das richtige: Robust, klein, leicht, eine immer-dabei Kamera.
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