Testurteil: "7.5/10"
Test: Einzeltest: Nioh
Zitat: Pro: + Tolle und dichte Atmosphäre
+ Stimmungsvoller Sound
+ Forderndes Kampfsystem
Contra: - Hoher Schwierigkeitsgrad
- Rare Speicherplätze sorgen für Frust
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nioh im Hinblick auf Optik und Sound auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck macht. Zwar offenbaren sich bei genauerem Hinsehen kleinere Mängel, diese trüben den Gesamteindruck aber nur am Rande. Das Kampfsystem ermöglicht es dem Spieler, sehr stark auf die eigenen Fähigkeiten einzugehen und entsprechend der persönlichen Vorlieben in die Kämpfe zu gehen. Was von Beginn an für wiederkehrende Frustmomente sorgt, ist der Schwierigkeitsgrad des Titels. Genrefremde werden wahrscheinlich schon beim ersten Bosskampf größere Probleme haben, und selbst die gewöhnlichen Gegner sind alles andere als leichte Beute. Die teils unglücklich gesetzten Speicherpunkte sorgen außerdem dafür, dass häufig längere Passagen wiederholt werden müssen, was auch nicht gerade zu einer guten Grundstimmung beiträgt. Wer kein Problem mit dem hohen Schwierigkeitsgrad hat und sich im Genre wohlfühlt, findet in Nioh hingegen einen anspruchsvollen Titel, der definitiv einen Blick wert ist. Freunde von japanischer Action und Titeln wie Dark Souls dürfen hier also zugreifen. In Nioh schlüpfen wir in die Rolle eines berühmten Samurai und kämpfen uns durch atmosphärische Schauplätze in England oder Japan. Dabei erwarten uns haufenweise Gegner, die es in anspruchsvollen und komplexen Kämpfen in die Knie zu zwingen gilt. Ob Nioh Genre-Hits wie Dark Souls das Wasser reichen kann, erfahrt ihr in unserem Test. Die Story des Titels beginnt im berühmten Tower of London im Jahr 1598. Unser Charakter William, der von einem Schutzgeist geführt wird, hat zunächst die Aufgabe, einen Weg aus dem berüchtigten Gefängnis nach draußen zu finden. Dabei bekommt er es mit zahlreichen Gefängniswachen zu tun und muss bereits zu Beginn seine Kampffähigkeiten unter Beweis stellen. Habt ihr endlich einen Ausweg gefunden, stellt sich euch gleich der erste Bossgegner in den Weg, der euch einiges an Fingerfertigkeit abverlangt. Sobald die Flucht geglückt ist, macht sich William auf den Weg ins ferne Japan des 16. Jahrhunderts. Bei eurem Hauptcharakter handelt es sich um die historische Figur William Adams, der als erster Europäer zum Samurai ausgebildet wurde. Dass die japanische Kampfkunst im Mittelpunkt des Spiels steht, ist spätestens beim Absolvieren des Tutorials klar, denn dieses nimmt euch mit in ein japanisches Dojo und führt euch in die grundlegende Steuerung ein.