In Heißklebepistolen werden Klebesticks erhitzt und mittels Betätigung des Abzuges zur Düse gepresst, wo sie in liquider Form kontrolliert austreten und beliebig auf dem Objekt der Wahl verteilbar sind. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 80 bis 200 °C, daher sind eine robuste Unterlage und Vorsicht zu empfehlen – dann steht dem Basteln und Werkeln nichts mehr im Wege.
Beliebte Hersteller von solchen Heißklebepistolen sind Bosch, Parkside, Steinel, Makita, Dremel, Ryobi, Einhell und Metabo.
Was ist eine Heißklebepistole?
Eine Heißklebepistole ist ein Werkzeug, das runde Schmelzklebestäbe mit einigen Millimetern Durchmesser und im Schnitt 10 bis 15 Zentimetern Länge erhitzt und an der Düse in flüssigem Zustand ausgibt. Der komplette Transportmechanismus wird dabei über das Drücken des Abzuges gesteuert, optional kann der Stick auch mit dem Daumen leicht nach vorne geschoben werden.
Das Gerät kann verschiedene Abmessungen aufweisen – von der ganz kleinen Minipistole bis hin zur robusten, größeren Version ist alles dabei. Auch bei den Klebesticks ist die Auswahl groß, denn sie variieren hinsichtlich Durchmesser, Form und Art des Heißklebers. Wichtig ist hierbei, dass die Sticks zu der gewählten Pistole passen. Klebbar sind Holz, Kunststoff, Papier, Pappe, Styropor, Schaumstoff, Metall und viele weitere Materialien - je nach Oberfläche gibt es angepasste Schmelzleim-Arten.
Was bieten kabelgebundene Geräte vs. Akku?
Die klassische Heißklebepistole kommt mit einem Kabelanschluss daher. Durch die 230 Volt aus der Steckdose erlangt das Gerät schnell die nötige Betriebstemperatur, um den Kleber zu schmelzen. Außerdem liegt der Fokus automatisch auf der eigentlichen Arbeit, da im Gegensatz zu den akkubetriebenen Versionen nicht auf den Ladestand geachtet werden muss.
Mittlerweile sind Heißklebepistolen auch mit Akku erhältlich, was wiederum den Vorteil bietet, dass diese leicht und flexibel überallhin mit hinzunehmen sind. Wer gerne an der frischen Luft seinem Hobby nachgeht, ist mit einer solchen gut beraten. Schließlich kann sich nichts mit dem Kabel verheddern und der Heißkleber kann nicht aus Versehen auf dieses gelangen, somit ist das Unfallrisiko geringer.
An dieser Stelle müssen allerdings auch die Nachteile genannt werden: Durch die geringere Heizleistung braucht der Schmelzkleber teils länger, um in den flüssigen Zustand zu wechseln. Die Akkulaufzeit begrenzt die Verleimungsaktion – im Schnitt schaffen Spitzen-Akku-Klebepistolen elf Sticks mit einer Länge von je 15 Zentimetern.
Nutzer sollten darauf achten, dass der Akku integriert und wiederaufladbar ist. Die Ladedauer eines solchen variiert von zwei bis fünf Stunden, je nach Modell. Es gibt zwar Klebepistolen mit Wechselakku und solche mit Batterien, die leicht und für den seltenen Gebrauch geeignet sind, dafür ökologisch jedoch weniger Sinn ergeben und oft mehr kosten.
Wer unterm Strich die Heißklebepistole für Hobby und Freizeit nutzt, ist mit einer kabelgebundenen Variante besser beraten. Sie ist sofort einsatzbereit und kostengünstig.
Welche Qualitätsmerkmale gibt es bei Heißklebepistolen?
In jedem Fall sollte die Heißklebepistole hinsichtlich des Gewichts und Formats optimal in der Hand liegen. Das erhöht die Sicherheit und gibt beim Handwerken ein gutes Gefühl. Je nach Handgröße und je nachdem, wie oft und wie lange sie eingesetzt werden soll, kann eine große oder kleine Klebepistole sinnvoll sein.
Des Weiteren ist wichtig, ob es ein Profimodell sein soll oder ein einfacheres, zum Beispiel für heimische Basteleien. Die hochwertigen Geräte erhitzen den Kleber stärker, wodurch komplexere und schwerere Bauteile zuverlässig verleimt werden können. Der Vorteil der simpleren Heißklebepistolen: Bei ihnen ist die Verletzungsgefahr geringer und sie sind meist leichter und handlicher, was sie für den gelegentlichen Einsatz optimal macht.
Allgemein ist auf die Standfestigkeit zu achten, da sonst die Sicherheit beim Arbeiten nicht ausreichend gegeben ist. Praktisch gestaltet es sich, wenn ein kleiner klappbarer Metallbügel an der Klebepistole befestigt ist, dieser dient dem Aufständern des Gerätes, wenn es gerade nicht genutzt wird.
Auch nützlich: Die manuelle Temperatureinstellung, die einige (größtenteils hochwertigere) Varianten bieten. Dadurch kann man das Gerät runterregeln ohne, dass es gleich komplett aus ist und somit abkühlt.
Fazit
Je nach Bedarf, Einsatz und persönlichen Vorlieben können ganz verschiedene Modelle von Heißklebepistolen infrage kommen. Egal, ob für den Heimwerkerbereich oder für Profis, mit Kabel oder ohne – für jeden Zweck lässt sich das passende Gerät finden. Im Zweifel können das Ausschlussprinzip oder ein eigener Vergleich der Vor- und Nachteile bei der Entscheidung helfen.
















































