
























































Kochfeld und Backofen werden ebenfalls separat angeboten und nicht ausschließlich als Kombigerät. Das ermöglicht Dir insgesamt eine größere Flexibilität bei der Kücheneinrichtung. Ein sogenanntes autarkes Kochfeld verfügt über ein selbstständiges Steuerelement und ist somit unabhängig von einem Backofen nutzbar.
In der Regel haben Kochfelder vier (teilweise auch bis zu sechs) verschiedene Kochzonen mit unterschiedlicher Größe und Heizleistung, damit Topfgrößen aller Art ohne höheren Energieverlust erwärmt werden können.
Grundsätzlich unterscheidet man Kochfelder nach der Art der Wärmeerzeugung:
Glühende Heizwendeln erzeugen unter einem Glaskeramikfeld oder Kochplatten aus Gusseisen (Massekochfeld) Hitze. Letztere sind heutzutage etwas seltener geworden, sind dafür aber auch preiswerter.
Insgesamt ist diese Technik im Vergleich zur Induktion relativ träge, was die Hitzeentwicklung anbelangt – gegenüber Gas hat die Wärmestrahlung jedoch wieder leicht die Nase vorn.
Massekochfelder erhältst du bereits ab rund 100 Euro, während Modelle aus Glaskeramik im Schnitt mindestens 200 Euro kosten.
Gaskochfelder erhitzen die Töpfe und Pfannen mittels einer offenen Gasflamme. Sie sind meist in Edelstahl mit gusseisernen Topfträgern ausgeführt. Nach Abschalten des Gases verströmt ein Gaskochfeld keine Wärme mehr.
Durch den Einsatz von Gas sind diese Kochfelder besonders sparsam und günstig beim Energieverbrauch. Wichtig für die Nutzung ist aber ein vorhandener Gasanschluss in Deiner Küche, der nicht in jedem Gebäude verfügbar ist. Alternativ ist eine Lösung mit wechselbaren Gasflaschen denkbar. Dabei solltest Du Dich aber genau über die bei Dir geltenden Vorschriften informieren.
Preislich beginnen Gaskochfelder ähnlich wie die Varianten mit Wärmestrahlung in einem eher niedrigen Segment. Bereits ab rund 120 Euro kannst Du mit dem Kochen über der Gasflamme prinzipiell loslegen.
Bei Induktionskochfeldern wird ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, welches einen Strom im Boden der Töpfe induziert, der als Kurzschluss wirkt. Durch den elektrischen Widerstand des Topfbodens wird der induzierte Strom in Wärme umgewandelt. Hierfür ist allerdings Kochgeschirr mit magnetisierbarem Boden nötig.
Weil die Wärme nicht unter der Glaskeramik, sondern im Topfboden entsteht, wird die Oberfläche lediglich durch die abgestrahlte Wärme des Topfbodens erwärmt und ist somit pflegeleicht, da übergekochte Flüssigkeit nicht einbrennen kann. Ferner entsteht nur dann Hitze, wenn ein geeignetes Kochgeschirr auf der Kochzone steht. Die Ankochzeiten sind je nach Kochgeschirr, Menge und Stufenregelung bis zu 55 Prozent kürzer – im Test fällt die Energieeffizienz von Induktionskochfeldern um bis zu 20 Prozent besser aus als bei Herdplatten mit Wärmestrahlung.
Ob die Preise für ein Induktionskochfeld günstig oder teuer sind, hängt stark von der Ausführung ab. Ein reguläres Einbaufeld mit vier Kochzonen erhältst Du bereits für unter 200 Euro. Möchtest Du die Induktionstechnik zum Beispiel als Ergänzung für Deinen bestehenden Herd haben, gibt es ebenfalls einzelne Platten ab rund 35 Euro, die Du direkt in einer freien Steckdose anschließen kannst.
Hinweis für Personen mit elektronischen Implantaten: Wenn Du zum Beispiel einen Defibrillator oder Herzschrittmacher hast, solltest Du vorher Deinen Arzt um Rat fragen, ob die Nutzung eines Induktionskochfeldes für Dich bedenkenlos ist. Die im Betrieb erzeugten magnetischen Streufelder können sich in der Theorie negativ auf derartige Implantate auswirken.
Bei einem Cerankochfeld handelt es sich um einen geschützten Begriff, der eine bestimmte Art der Glaskeramik beschreibt. Diese wird von den Schott Glaswerken hergestellt.
Ursprünglich hatte der Hersteller auf dem Gebiet der Glaskeramikkochfelder wenig bis keine Konkurrenz, weshalb der Begriff Ceranfeld, ob autark oder im Einbauherd, sich fest in unserer Umgangssprache verankert hat – ähnlich wie das Tempo-Taschentuch. Mittlerweile gibt es jedoch eine Reihe anderer Marken für diese Art von Oberflächenmaterial von Wärmestrahlungs- oder Induktionsherdplatten.
Grundsätzlich gilt: Wenn Du ein Ceranfeld kaufen möchtest, dann wirst Du keine spezifischen Produkte mit einer solchen Bezeichnung finden. Die meisten Hersteller von Kochfeldern, wie Miele, Siemens oder Bosch, greifen bei ihren Geräten auf das Markenmaterial zurück. Demnach kann bei einem Ceranfeld der Preis ebenfalls sehr unterschiedlich ausfallen. Achte beim Preisvergleich deshalb auf Hinweise zur verwendeten Glaskeramik.
Flächenbündig eingebaute Kochstellen fügen sich harmonisch in die Arbeitsplatte ein und lassen sich leicht reinigen, da die rahmenlose Form keine Kanten oder Übergänge hat, an denen sich Schmutz festsetzen kann. Eine Einzel-Kochstellenanzeige bietet Sicherheit, weil für jede eingeschaltete Kochzone auf der Bedienblende des Elektroherdes ein Symbol leuchtet und so eingeschaltete Kochzonen auf einen Blick erkannt werden.
Praktisch sind Dreikreis- und Zweikreiskochzonen, die sich in verschieden großen Durchmessern nutzen lassen und so eine optimale Anpassung an unterschiedliche Kochgeschirrgrößen ermöglichen. Bei Gaskochfeldern haben sich abnehmbare Roste bewährt, um so die Gas-Kochfläche reinigen zu können. Dreikreisbrenner (drei Gas-Ringe) können ganz nach Belieben hochgeschaltet werden, wodurch die ganze Pfanne oder der Topf angemessen befeuert werden kann.
Auch Spar- beziehungsweise Starkbrenner sind nützlich, da sie sich durch eine kleine Flamme für kleinere Töpfe oder durch eine große Flamme und maximale Leistung für große Töpfe eignen und damit beispielsweise beim Sparbrenner nicht zu viel Energie an der Seite des Topfes vorbeigeht. Größtmögliche Flexibilität bieten sogenannte Domino-Elemente. Mit diesen einzelnen Modulen können Kochstellen ganz individuell zusammengestellt oder auch ergänzt werden. So ist eine Kombination aus Gaskochstellen, Elektrokochzonen, einer Fritteuse oder einem Barbecue-Grill sowie einem speziellen Wok-Brenner möglich.
Fazit
Die Flexibilität bei der Küchengestaltung durch autarke Kochfelder spricht für sich. Der Einbau erfordert dafür aber auch ein wenig mehr Planung, als wenn Du Dich zum Beispiel für einen frei stehenden Herd entscheidest. Durch die Kombination von separater Herdplatte und Backofen kannst Du je nach Varianten ebenfalls Geld sparen im Vergleich zu einem Set oder beispielsweise einem Standgerät.
Welche Art der Wärmeerzeugung für Dich die ideale ist, dürfte im Endeffekt vor allem Geschmackssache sein. Während eingefleischte Koch-Enthusiasten auf eine Herdplatte mit Gas schwören, kommen dagegen Induktionskochplatten in den meisten Tests bei Hobby- sowie professionellen Probanden durchweg gut an.
Egal, ob Du nun eine beliebige Herdplatte oder ein bestimmtes Ceranfeld kaufen möchtest: Das perfekte Gerät dürfte sich insgesamt aus einer Reihe unterschiedlicher Faktoren für Dich ergeben. In unserer Zusammenstellung ausgewählter Tests kannst Du Dir ein umfassendes Bild verschiedener Modelle verschaffen in Bezug auf Energieeffizienz, Heizleistung sowie Bedienbarkeit.