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Chronos Zwang zur Freiheit A1048100521
Seit der jüngsten Finanzkrise ist der Zauber des neoliberalen Projekts verflogen. Der Glaube an den Markt ist brüchig geworden, seine Hegemonie gilt nicht mehr als selbstverständlich. Gleichzeitig drängten sich mit neuer Vehemenz Fragen nach den Anfängen und dem Durchbruch des Neoliberalismus auf. Wie ist es dazu gekommen, dass Marktlogiken in immer weiteren Bereichen der institutionalisierten Politik, Lebenswelt und sozialen Beziehungen sowie Identitätsvorstellungen zum zentralen Organisationsprinzip geworden sind? Ausgangspunkt für die Untersuchung dieser Fragen bilden historische Krisenerfahrungen. Die Autor_innen verstehen sie als Bruchstellen, an denen sich neoliberale Reformvorschläge und Regulationsmechanismen angeboten und durchgesetzt haben – oder gescheitert sind. Sie erkunden dabei historiografisches Neuland und diskutieren, ob und inwiefern der geschilderte Wandel als neoliberal bezeichnet werden kann. Die Beiträge decken ein Themenspektrum ab, das von der Geschlechterpolitik über die Unternehmenskultur, die Agrar- und Sozialpolitik und die Arbeitswelt bis zu den Banken reicht. Als Akteur_innen und Schauplätze des Wandels fassen die einzelnen Kapitel Parteien und transnationale Planungsgremien, das Milieu der Alternativkultur, zivilgesellschaftliche Aktivist_innen und Verbände in den Blick.
Chronos Die besten Jahre unseres Lebens, Sachbücher
Nicht ohne Lampenfieber besuchte die junge Waadtländer Hauslehrerin Olympe Rittener im Januar 1884 erstmals einen Maskenball im sibirischen Krasnojarsk. Wie erlebte die Schweizerin dieses Fest in der russischen Provinz? Was fiel ihr an den einheimischen Altersgenossen und ihrem gesellschaftlichen Verhalten besonders auf? Woran dachte der Grafiker Ernst Derendinger, als er 1917, einen Revolver in der Hand, zusammen mit russischen Nachbarn das gemeinsame Moskauer Wohnhaus in den Scharmützeln der Oktoberrevolution verteidigte? Und was ging in der knapp sechzehnjährigen Käserstochter Valy Wüthrich vor, als sie 1943, als die Eltern in stalinistischer Gefangenschaft verschollen waren, mit ihren beiden jüngeren Brüdern aus dem westrussischen Frontgürtel in die Schweiz floh? Über 20.000 Schweizerinnen und Schweizer wanderten vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg ins Zarenreich aus, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Vor allem qualifizierten Ausländerinnen und Ausländern ermöglichte das russische Reich in seinen westlich orientierten Modernisierungsbestrebungen einen schnelleren Aufstieg oder ein besseres Auskommen, als dies das Herkunftsland hätte bieten können. Nach der Oktoberrevolution kehrten viele Schweizer in ihre alte Heimat zurück, und bis heute ist die alte Migrationstradition nicht auferstanden. Der Quellenband lässt die Menschen, um die es geht, selbst zu Wort kommen. Bisher unpublizierte Memoiren, Briefe und Interviews gewähren einen authentischen Einblick in schweizerische Lebenswelten in Russland. Sie illustrieren den Auswanderungsalltag und beleuchten die Konfrontation zwischen schweizerischer Identität und russischer Fremde von der Zarenzeit bis zur postsowjetischen Gegenwart.
Der Band präsentiert eine Auswahl der philosophischen Schriften, die Gebser nach seinem Hauptwerk «Ursprung und Gegenwart» schrieb. Die bekanntesten sind «Asien lächelt anders» und «Der unsichtbare Ursprung», der letzte grössere Essay vor seinem Tod 1973. «Asien lächelt anders» schrieb Gebser nach einer Reise im Jahr 1961, die ihn von Indien über Nepal nach China und Japan führte. Es ist kein Reisebericht, auch keine kulturgeschichtliche Studie. Das Besondere und heute noch verblüffend Originelle ist die Beschreibung von Grundstrukturen des Bewusstseins, die in Asien anders in Erscheinung treten, aber letztlich uns allen gemeinsam sind. So kann im vordergründig Fremden das Eigene bewusst werden. Gebser zeigt, dass die Vielfalt der Bewusstseinsformen, die er in «Ursprung und Gegenwart» diachron als Entfaltung unterschiedlicher Bewusstseinsstrukturen beschrieben hat, synchron erfahrbar ist, wenn wir reisen und mit offenen Augen anderen Kulturen, Sprachen und Menschen begegnen. Wir erfahren die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Das wird in seinen letzten Schriften noch deutlicher: Wir können diachron und synchron voneinander lernen. Das Fremde ist das uns noch unbekannte Eigene in uns selbst, das wir in der Begegnung mit dem Fremden entdecken können. Gebser hat früh erkannt, dass wir in einer Welt leben und die verschiedenen Kulturformen Ausdruck gemeinsamer menschlicher Erfahrungen sind.
Die ersten Ingenieure waren Spezialisten des Festungsbaus. Sie planten moderne Stadtbefestigungen, die feindliche Artilleriegeschosse mit Vorfeldern, Gräben und fünfeckigen Bastionen abwehren sollten. Zudem wurde ihr Wissen auch eingesetzt, um genaue Kenntnis des Geländes zu erhalten. Die Ingenieure skizzierten Karten mit Informationen darüber; welche Brücken zu zerstören waren, wo man Flüsse mit Schiffen überqueren konnte oder wo man Schanzwerkzeuge für den Bau von Hindernissen dezentral bereitstellen musste. Später ergaben sich immer mehr zivile Aufgaben, im Bereich des Wasserbaus (Warentransports auf den Flüssen und Seen) oder im Bereich des Strassen- und Eisenbahnbaus. Genf war damals exponierter als andere Städte der Eidgenossenschaft. Der Ausbau der Stadtbefestigung begann etwa 1530 und dauerte bis 1750. Beschäftigt waren mehr als 70 Fachleute, darunter etwa 50 Ingenieure. Meist wurden sie aufgrund ihres guten Rufs aus dem Ausland beigezogen. Das geschah auch in Basel mit Daniel Specklin, in Zürich mit Johannes Ardüser und in Bern mit Valentin Friedrich. Schulen gab es noch keine, man lernte bei einem Meister oder erwarb sich Kenntnisse in «Militärarchitektur» an der Hand des Vaters. Das Buch geht der Frage nach, wer die ersten Ingenieure der Schweiz waren, wo sie wirkten und wie sich deren Aufgabenbereiche im Laufe der Zeit wandelten.
Chronos Geächtet, geliebt und geduldet A1075419415
Geächtet von der reformierten Zürcher Obrigkeit, geliebt von den Pietisten und geduldet von der St. Galler Fürstabtei – die Orgel im Toggenburg des 18. Jahrhunderts findet nicht nur in der Kirche ihren festen Platz, sondern auch in der Firstkammer des Toggenburger Hauses als Ausstattungselement des familiären Versammlungs- und Andachtsraums. So entwickelt sich mitten im grössten Spannungsfeld der konfessionell gespaltenen Eidgenossenschaft eine lokale Tradition des Orgelbaus. Kein anderes Musikinstrument ist so in den kirchen- und kunsthistorischen Kontext eingebunden wie die Orgel. Sie ist der geistlichen Musik verpflichtet und dient der christlichen Erbauung, wo immer sie dem Verdacht gegen alle Musik entgehen kann, nur Anlass zur Zerstreuung und Ablenkung von der Sorge um das Seelenheil zu sein. Das macht sie zu einem Symptom politischer und kultureller Gegebenheiten in einer Zeit, wo der Streit der Konfessionen noch einmal aufflammt. Die Untersuchung nähert sich der Geschichte der Toggenburger Orgel unter dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen.
Chronos Zwischen Tradition und Innovation A1073823097
Nagelfluhfelsen und Wanderwege, Natürli-Käse und Mundartliteratur, aber auch Industrieerbe und Hightechfirmen – wer sich mit dem Zürcher Oberland beschäftigt, kann ganz unterschiedliche Themen aufgreifen, wenn es darum geht, die Besonderheiten dieser Landschaft zwischen Tösstal und Zürichsee; zwischen Jona und Glatt festzumachen. Doch was genau ist das Zürcher Oberland? Gibt es eine regionale Verbundenheit, eine gemeinsame Geschichte? Oder war und ist die Bezeichnung ein Kunstbegriff für ein Gebiet, das historisch gesehen keine Einheit war und erst in den letzten Jahrzehnten stärker zusammengewachsen ist? Das reich bebilderte Buch versammelt unterschiedliche Perspektiven zu Vergangenheit und Gegenwart des Zürcher Oberlands und entwirft ein weit ausgreifendes Gesamtbild. Dabei geht es um die politische und wirtschaftliche Geschichte, um Verkehr und Besiedlung, um Wohnen und Arbeiten, aber auch um Schule und Musik und letztlich um Identität und vielleicht auch um Abgrenzung von der Grossstadt Zürich.
Pater Emmanuel Scherer (1876–1929) wird heute als «Vater der Archäologie in der Zentralschweiz» bezeichnet. Er lehrte im Benediktinerkollegium Sarnen und pflegte eine grosse archäologische Sammlung. Nach seinem Tod geriet sie 93 Jahre lang in Vergessenheit, wurde erst 2022 wiederentdeckt und aufgearbeitet. Nun liegen die Ergebnisse vor. Die vorliegende Schrift präsentiert die Biografie und die Sammlung des gut vernetzten Benediktiners und Spezialisten für Urgeschichte. Das Kloster Muri-Gries hat eine Reihe von Persönlichkeiten hervorgebracht, die auch ausserhalb des klösterlichen Lebens Bedeutung erlangten. Ein Beispiel ist Pater Emmanuel Scherer, der nicht nur Lehrer am Kollegium Sarnen war, sondern auch in den Anfängen der Archäologie in der Zentralschweiz eine herausragende Rolle spielte. Er legte mit seiner Arbeit wichtige Grundsteine und motivierte weitere Persönlichkeiten, sich dem archäologischen Erbe zu widmen. Seine Leistungen fielen jedoch weitgehend dem Vergessen anheim. Die Wiederentdeckung seiner Lehrsammlung im Jahr 2022 führte zu einer umfassenden Inventarisierung sowie Aufarbeitung seines schriftlichen Nachlasses. Sowohl die Sammlung als auch der Nachlass erzählen Geschichten aus der Frühzeit der Archäologie. Zum 150. Geburtstag von Pater Emmanuel wird das Schaffen dieses gut vernetzten, vielseitigen und an neuen Methoden interessierten Menschen gewürdigt.
Jahrtausendelang waren Menschen mehrheitlich zu Fuss unterwegs. Umso erstaunlicher ist es, dass die vielfältigen Formen der Fussmobilität von der Forschung bis heute weitgehend vernachlässigt wurden. Verschiedenste Formen menschlichen Unterwegsseins basieren wesentlich auf fussgängerischer Praxis, sei es im Alltag oder zum Vergnügen: das Marschieren der Soldat*innen, das Spazieren der Flaneur*innen, das Wandern der Handwerksgesellen, das Pilgern, die kindliche Fortbewegung. Erst der Fort-Schritt der letzten zweihundert Jahre hat das freiwillige Zufussgehen teilweise marginalisiert: Im 19. Jahrhundert wurden «Vagabunden» und «Wanderarme» einer zunehmend rigiden Kontrolle unterworfen; in den auf Automobile ausgerichteten Städten wurden Fussgänger*innen im 20. Jahrhundert in eng abgesteckte Zonen verbannt. Die sieben Texte leisten einen Beitrag zu einer sozial- und kulturhistorisch informierten Mobilitätsgeschichte der Neuzeit vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Sie fragen nach spezifischen historischen Praktiken, Materialitäten und Diskursen rund um das Phänomen des Zufussgehens und letztlich auch nach der Bedeutung der Fussmobilität in einer Zeit multipler planetarer Krisen.
Jakob Wolfensberger arbeitete sich aus einer Weberfamilie im Zürcheroberländer Dorf Bauma zum grössten Arbeitgeber des Ortes hoch. Mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod liegt eine umfassende Darstellung seines Wirkens vor: Bekannt als Firmengründer, Eisengiesser und Burgenforscher, war er auch Textilmaschinen- und Motorentechniker, Entwickler und Netzwerker. Wolfensberger war ein Zürcher Oberländer, beharrlich und anpassungsfähig, der seinen eigenen Weg ging. Als Absolvent des Technikums Winterthur zur Zeit des Ersten Weltkriegs baute er in Krisenzeiten ein Geschäft fast ohne Kapital auf und entwickelte Erfindungen weiter – seine Wäschezentrifugen erleichterten vor dem Zweiten Weltkrieg vielen die Arbeit. Er unterstützte Menschen im Nachkriegseuropa, engagierte sich in einer Papiergarnspinnerei in Hittnau und baute seine Giesserei in Bauma aus. Nach der Geschäftsübergabe widmete er sich der Ausgrabung und Restauration der Burg Alt-Landenberg und veröffentlichte Beiträge zur Genealogie der Landenberger und zur Fundauswertung. Diese Biografie schliesst eine sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Forschungslücke.
Ganz 'normale' Bilder bedürfen keiner Begründung. Jeder sieht oder kennt sie, keiner regt sich auf oder wundert sich. Wenn alle meinen, das gleiche zu sehen und zu verstehen, dann scheint die 'Wirklichkeit' abgebildet worden zu sein. Zumindest hat das Abgebildete ein Stück Glaubwürdigkeit gewonnen. Seine Repräsentation ist vertrauenswürdig und gewinnt mitunter sogar Beweiskraft.Viele moderne Selbstverständlichkeiten sind über technisch erzeugte Bilder entstanden. Obwohl der Aufwand zur Herstellung immer genauerer und vielseitig verwendbarer Bilder im Verlaufe der letzten beiden Jahrhunderte beträchtlich gewachsen ist, bleibt der Glaube an visuelle Evidenzen ungebrochen. Sichtbarkeit ist in den Worten Hans Blumenbergs tatsächlich zur letzten Instanz von Wahrheit geworden. Dabei ist das, was heute selbstverständlich ist, gestern nicht selten skandalös oder umstritten gewesen. Es stellt sich daher die Frage, wie Visualisierungen kulturell sanktionierte Evidenz erlangen. Wie können Bilder zum Abbild 'objektiver' Realitäten werden
Chronos Mordslandschaften, Fachbücher von Thomas Barfuss
Schreckliche Morde, schöne Berglandschaften. Thomas Barfuss hat die Geschichte des Kriminalromans in Graubünden geschrieben und seine Geografie erkundet. Er hat mit Autorinnen und Autoren über ihre Motive gesprochen und beleuchtet die engen Verflechtungen zwischen Detektiv und Tourist, Krimi und Kulinarik. Sein Buch ist eine Fundgrube für Krimileserinnen und Krimileser und ein erhellender Forschungsbeitrag zu einem der beliebtesten literarischen Genres. Eine spannende Ermittlung zur Faszination Alpenkrimi in drei Teilen: Den Anfang macht ein illustrierter Führer durch die Bündner Krimiregionen von Chur übers Engadin ins Puschlav, vom Prättigau bis in die Surselva. Erkundet werden Charaktere, Schauplätze und Hintergründe einer mehrsprachigen, überwiegend deutsch bespielten Krimilandschaft. Teil zwei schreibt hundert Jahre Krimigeschichte, vom frühen Detektivroman in den mondänen Kurorten bis zu den heute boomenden Regionalkrimis. Lokale Eigenheiten werden dabei ebenso sichtbar gemacht wie internationale Zusammenhänge. Im dritten Teil fällt der Blick hinter die Kulissen, wo sich Detektiv und Tourist als nahe Verwandte entpuppen. Beschwor der ältere Kriminalroman gerne das Ferne und Fremde, so ist es im Regionalkrimi die Exotik des Nahen, die fasziniert. Neben Naturpark und regionaler Geschichte spielt dabei die Kulinarik eine zentrale Rolle. Das Buch entstand am Institut für Kulturforschung Graubünden.
Die Freie Evangelische Schule in Zürich blickt auf 150 Jahre Tätigkeit zurück. Sie gehört damit zu den ältesten Privatschulen im Kanton. Gegründet wurde sie 1874 von protestantischen, konservativen Familien als Alternative zur 1861 in Zürich eingeführten weltanschaulich neutralen Staatsschule. Aus einer betont protestantischen Institution wurde im Lauf der Jahrzehnte eine für alle offene, aber christlich-humanistisch geprägte Schule. Die Schule begann als reine Primarschule. Im Laufe der Zeit kamen eine Sekundarschule, eine Fachmittelschule und kürzlich ein vierjähriges Gymnasium hinzu, dazu spezielle Klassen für besondere Bedürfnisse. Schulträger ist eine Stiftung; die Schule war nie gewinnorientiert. Ohne staatliche Unterstützung behauptete und entwickelte sie sich nur dank dem Idealismus der Lehrerinnen und Lehrer, der Eltern, der Schulträger und Gönner. Sie war offen für den Wandel der pädagogischen Methoden, ohne rasch wechselnden Modetrends zu folgen. Seit 1898 hat die Schule ihr Domizil im Zentrum Zürichs an der Waldmannstrasse nahe dem Bellevueplatz, seit 2013 ein zweites Standbein am Kreuzplatz.
Hinter dem Ladentisch steht nicht nur Martha Artho, die Detaillistin. Dort steht auch Martha junior, geboren 1941. Auf der zweiten Stufe der Treppenleiter verfolgt sie die Verkaufsgespräche, die keinesfalls unterbrochen werden dürfen. Das gewissenhafte Mädchen wächst zwischen Mutters Kolonialwarenladen und der Vatikanischen Botschaft in Bern auf. Der apostolische Garten ist ihr Paradies. Gepflegt wird er vom Gärtner-Chauffeur der Nuntiatur, ihrem Vater. Die kleine Martha registriert, was andere übersehen. Sie stellt kritische Fragen und deckt Ungereimtheiten auf. An den kirchlichen Verkündigungen und gesellschaftlichen Schranken, die Frauen auf den zweiten Platz verweisen, zweifelt sie früh. «Das meinst du nur», heisst es oft, wenn sie über ihre Wahrnehmungen spricht. Während die Diplomaten und ihre strebsamen Sekretäre im Vatikan Karriere machen, zieht die Detaillistin ihre drei schulpflichtigen Töchter nach dem frühen Tod des Vaters alleine gross. Mit ihrem kleinen Lebensmittelladen und ganz ohne kirchliche Rente. Die (Emanzipations-)Geschichte spielt sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Vierziger- und Fünfzigerjahre ab. Sie zeigt den Alltag einer Familie des unteren Mittelstandes und die religiöse Prägung beispielhaft auf und wird so zum Zeitzeugnis.
Als unsterbliche Krieger der Jahreszeiten Winter und Frühling verfügten Jack und Fleur über mächtige Fähigkeiten. Weder Gesetze noch Magie waren in der Lage, die beiden zu trennen, und so riskierten sie alles für ihre Liebe und ihre Freiheit. Doch diese Freiheit forderte einen Preis und Jack musste seine Macht und seine Unsterblichkeit aufgeben, um ihr Überleben zu sichern.
Idealer elektronischer Bewässerungsregler, entworfen mit einem klaren Display für einfache Programmierung. Kontinuierliche Bewässerungskontrolle: Die Bewässerungszeiten können individuell programmiert werden, was hilft, Wasser zu sparen Automatische oder manuelle Zeiteinstellung Anzeige bei niedrigem Batteriestand Es können 3 individuelle Bewässerungsprogramme gewählt werden. Elterliche Sperrfunktion. Bewässerungsintervalle können von 1 Stunde bis 23 Stunden oder 1 bis 15 Tage eingestellt werden.
Chronos Heilsgeschichten, Fachbücher von Aleksandra Prica
Einleitung: Der wachsende Text. Erinnerung und Selbstimagination. Medialität und Materialität. Medium - Form - Ereignis. Medialität der Schrift. Umwege der Exegese: Exegetische Komposita in Augustinus' I. Buchstabentreue und II. Stufen der Exegese. III. Wiedererzählen und Auslegen. IV. Auslegungsprozess und Epochenschwelle. V. Unmöglichkeit einer Auslegung und die Macht der Exegese. Exegese und Poetik: Kulturelle Produktivität der Exegese im Werk Hugos von St. Viktor. I. Institutionalisierung und Exegese. II. Ästhetisierung und Exegese: 1. Metamorphosen der Metapher. 2. Verhüllen und Enthüllen - Strategien der Selbstlegitimierung. 3. Der Exeget als Schöpfer? 4. Ästhetisierung und Exegese zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit. III. Figura - Zeit - Wahrheit: 1. Zur Zeitbezogenheit wörtlicher und figuraler Auslegung bei Augustinus. 2. Zum Wahrheitsbezug der figura bei Hugo von St. Viktor. IV. Poetisierung und Exegese. Exegetische Ostentation: Zu zwei exegetischen Begriffen bei Augustinus und Hugo von St. Viktor. Poetik und Exegese: Modelle der Heilsvermittlung. I. Wort und Ereignis: 1. Paradoxierung der Zeitverhältnisse. 2. Dignisierung des Worts. 3. Kommentar und Prophetie. 4. Textualität und Rahmung. II. Zeugnis und Zeugenschaft: 1. Das Wunder des blossen Worts. 2. Kontinuität und Diskontinuität. 3. Text und Bild. Schluss.
Chronos Feuerphilosophen, Fachbücher von Sabine Baier
Angetrieben von der Hoffnung auf Reichtum, Macht und ein langes, gesundes Leben, sind wir mehr denn je fasziniert von der natur- und technikwissenschaftlichen Machbarkeit des Neuen. Das vermeintlich Andere, das sogenannte vormoderne Denken, bietet sich als historische Kontrastfolie und philosophisches Korrektiv an, wenn es darum geht, die Frage nach dem Wesen des Neuen nicht vorschnell mit der Frage nach dem Wesen des technologischen Fortschritts zu verknüpfen. Ausgehend von einer Fallstudie zu einem zentralen Werk der frühneuzeitlichen Transmutationsalchemie, dem Rosarium Philosophorum (1550), setzt sich die vorliegende Arbeit philosophisch mit Vorstellungen über die Machbarkeit und das Wesen des Neuen auseinander. Dabei spielt die ebenso vielfältige wie deutungsbedürftige Rezeptionsgeschichte der Alchemie bis ins 20. Jahrhundert, etwa bei Denkern wie Alexandre Koyré und C. G. Jung, eine wichtige Rolle.