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Verbrecher Umkämpfte Vergangenheiten A1006760631
Übersetzt von Margit Jugo und Sonja Vogel, herausgegeben von Sonja Vogel, mit einem Vorwort von Ulf Brunnbauer Als 2003 die „Bundesrepublik Jugoslawien“ vom Staatenverbund „Serbien und Montenegro“ abgelöst wurde, verschwand nicht nur ein Name. „Separate Erinnerungskulturen“ der Nachfolgestaaten traten an die Stelle gemeinsamer Erfahrungen und mit diesen ein vehementer Antijugoslawismus. Während etwa die Kriege der neunziger Jahre in Kroatien als Gründungsmythos gelten, brauchte Serbien einige Jahre, um die antifaschistische Staatstradition in eine serbisch-nationale umzumünzen. Auf dem Weg dorthin wurden tausende Denkmale niedergerissen und Straßen umbenannt. Die neuen Erinnerungsorte verweisen auf ein nationales Gedächtnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht und in seiner Vehemenz unversöhnlich erscheint. Todor Kuljic liefert nicht nur einen längst überfälligen komplexen Einblick in die postjugoslawische Erinnerungspolitik, sondern eröffnet mit seinem Entwurf einer kritischen Erinnerungskultur einen Weg zu einem ausgewogenen Gedenken an die Verbrechen der neunziger Jahre abseits nationalistischer Schuldabwehr.
Die Autoren Johannes Grützke und Christoph Haupt begeben sich in BONGS STALL auf eine Reise in das Innere des Landes der Mitte. Sie versammeln hier Bilder und Geschichten aus und über China, untermalt mit zahlreichen Linolschnitten.
Hansebooks Das Verbrechen der Vergiftung A1044167155
Das Verbrechen der Vergiftung ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1897. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Andrei S. Markovits, geboren als Kind rumänischer Schoa-Überlebender, hat die politischen und akademischen Debatten in Deutschland über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt. In den 80ern sezierte der amerikanische Politologe die deutschen Gewerkschaften und deren strukturellen Sexismus, in den 90ern prognostizierte er „Grün schlägt Rot“ und nach dem 11. September 2001 gehörte er zu den wichtigsten Stimmen, die auf die Verbindung von Antisemitismus und Antiamerikanismus hinwiesen. Auch in Feldern wie Sport und Tierschutz zeigt sich die besondere Herangehensweise von Markovits, den transatlantischen Vergleich als sozialwissenschaftliche Kontrastfolie zu nutzen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge akademischer und politischer Wegbegleiter – Ruth Hatlapa, Hans-Otto Hemmer, Ulf Liebe, Benedikt Jahnke, Stephen Milder, Lars Rensmann, Sascha Spoun und die Herausgeber – und präsentiert die thematischen Schwerpunkte des Markovits’schen Schaffens. Ergänzend finden sich darin etliche in Deutschland mehrheitlich bisher unveröffentlichte Originalbeiträge von Andrei S. Markovits sowie ein Interview mit diesem.
Die Dekolonisierung ist in aller Munde. In Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft werden derzeit die eigenen kolonialen Verstrickungen nicht als ein zeitlich abgeschlossener oder räumlich ferner Zusammenhang, sondern als grundsätzliche Tiefenstruktur der modernen Welt reflektiert. Doch inwiefern müssen zentrale Annahmen und Begriffe der dekolonialen Kritik erweitert und neu gedacht werden, damit eine kritische Praxis im deutschsprachigen Raum heute nicht zur Phrasendrescherei verkommt? In diesem Band problematisieren die Kunstvermittlerin Nora Sternfeld, die Protestforscherin Olga Reznikova und der Kulturanthropologe Rohit Jain zentrale Begriffe, streiten über den Universalismus und erörtern einen nicht-westlichen Imperialismus. Der Band dokumentiert das gleichnamige Symposium in den Sophiensaelen Berlin, auf dem offen diskutiert und nicht gleich festgestellt wurde
Die extreme Rechte wurde »nicht in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges geboren und starb nicht in den Ruinen von Berlin«, notierte der Faschismusforscher Zeev Sternhell. Wie richtig er lag, zeigt sich immer wieder an den rechten Rändern unserer Gesellschaft. Den bekannten, aber auch den allerneuesten Ausprägungen dieser rechten Ränder widmen sich die Beiträge von David Begrich, Gideon Botsch, Friedrich Burschel, Susanne Feustel, Sebastian Friedrich, Richard Gebhardt, Caro Keller, Helmut Kellershohn, Christoph Kopke, Felix Korsch, Andrea Röpke, Bernard Schmid, Erich Später, Andreas Speit, Zeev Sternhell, Fabian Virchow und Volker Weiß in diesem Band.
Wie haben sich Gedenk- und Erinnerungstafeln im Lauf der Zeit verändert? Welche Entwicklungen und Herausforderungen könnte die Zukunft bringen? Stefanie Endlich erzählt anschaulich die Entstehungsgeschichten dieser Tafeln im Berliner Stadtraum und fragt nach den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Dabei weitet sie den Blick über Konzepte und Formate der Tafeln hinaus auf jene künstlerischen Formen der Auseinandersetzung mit historischen Orten und Ereignissen, die mit Wort und Text arbeiten. Ergänzt wird Stefanie Endlichs Studie durch Überlegungen von Nora Hogrefe, die die Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen im Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. leitet, über eine »Zukunftsvision für Gedenken im öffentlichen Raum.«
Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, als Aspekt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt. In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität, und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Note: 2,0, Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar: Geschichte, Recht und Erinnerung. Das "Dritte Reich" und die DDR vor Gericht, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Phasen der französischen Strafverfolgungspolitik deutscher Kriegs- und NS-Verbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu Beginn wird zunächst die Ausgangssituation Frankreichs nach dem deutsch- französischen Waffenstillstandsabkommen von 1940 geschildert. Die Herausbildung der französischen Widerstandsbewegung als Reaktion auf dieses Abkommen und die darauf folgende Partisanenbekämpfung der deutschen Besatzer forderte zwischen 1940 und 1945 unter der französischen Zivilbevölkerung zahlreiche Todesopfer. Nur durch die Erläuterung dieser vorangegangenen Ereignisse lässt sich das starke Bedürfnis der Franzosen nach einer strafrechtlichen Ahndung deutscher Kriegsverbrechen, die ab 1944 einsetzte und um die es im weiteren Verlauf der Arbeit gehen soll, begreifen. In ihrer Studie "Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher" von 2004 untersucht Claudia Moisel die französische Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg und unterteilt dabei die französische Strafpraxis zur Ahndung von deutschen Kriegsverbrechen zeitlich in zwei Phasen. Auf die Unterschiede im Bereich der französischen Strafpraxis während dieser beiden Phasen, deren Zäsur Moisel auf den anglo- amerikanischen Auslieferungsstopp von 1947 zurückführt, wird im Hauptteil der vorliegenden Arbeit eingegangen. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt und auf deren Beantwortung die vorliegende Arbeit abzielt, lautet: Warum veränderte sich die Strafverfolgungspolitik Frankreichs im Verlauf dieser beiden Phasen? Was waren die Gründe und welche politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren spielten dabei eine Rolle?Unabhängig von der Untersuchung der von deutschen Besatzern begangenen Verbrechen, die in der Forschung bereits ausreichend untersucht worden sind (wie z. B. in Eberhard Jäckels Studie "Frankreich in Hitlers Europa"), soll herausgestellt werden, wie unterschiedlich die Reaktionen der Deutschen und Franzosen auf die Strafverfolgungspolitik Frankreichs ausfielen und was dies letztendlich für die strafrechtliche Ahndung und das deutsch-französische Verhältnis bedeutete.
Selbst wenn die gegenwärtige Gesellschaft eine überaus dynamische ist, erfüllt sich doch das damit einhergehende Freiheitsversprechen nicht. Bildung, die sich diese Gesellschaft zum Maßstab nimmt, ist hingegen vor allem eins: Anpassung. Wie aber könnte man demgegenüber Bildung begreifen, die nicht nur Gegebenes reproduzieren soll, sondern begründet über es hinausgehen kann? Mindestens müsste sie vier zentrale Elemente zur Geltung bringen, die in der klassischen deutschen Philosophie und in der kritischen Theorie entwickelt wurden: die Reflexivität des Bewusstseins (Fichte), die Widersprüchlichkeit des Bildungsprozesses (Hegel), Selbstbesinnung (Adorno) und Antizipation (Heydorn).
¿Warum sollte die Regierung so etwas tun?¿ ... ¿Es geschieht doch weltweit - so viel Macht hat Merkel nicht¿, sind die Argumente derer, die fest daran glauben, dass es den Regierungen bei der Coronapolitik um die Gesundheit der Bevölkerung geht. Aber ist das wirklich so? In einem Jahr intensiver und fachkundiger Recherche ist die Autorin diesen Thesen auf den Grund gegangen. Das erschreckende Ergebnis: Sowohl Corona- als auch Flüchtlings- und Klimakrise folgen alle drei einer bestimmten Agenda. Mit weit mehr als 1.000 Quellen belegt die Autorin, dass die Pandemie von langer Hand geplant wurde und die von Mäzenen abhängige Wissenschaft gedrängt wurde, Argumente zu finden, um repressive Maßnahmen durchzusetzen. Das Buch beantwortet nicht nur die Fragen, warum die Regierungen es tun und warum es weltweit geschieht, sondern auch mit welchen Methoden die Bevölkerung an der Nase herumgeführt wird und warum fast alle Medien dabei mitmachen. Außerdem wurde den gängigen Verschwörungstheorien von 9/11 über den Great Reset bis zur Q-Anon-Bewegung auf den Zahn gefühlt. Gibt es neben Verschwörungstheoretikern auch Verschwörungspraktiker?
»Die Welt, betrachtet ohne Augenlider« ist ein Beitrag zur Sozial geschichtsschreibung der Literatur sowie der Geschlechter- und Feminismusforschung. Im Zuge der Auseinandersetzung mit Leben und Werk der Satirikerin und aktiven DKP-Kommunistin Gisela Elsner (1939–1992) entsteht ein Panorama der bundesrepublikanischen Linken zwischen »68« und der »Wende«. Im Zentrum steht die Frage nach der Entwicklung sozialistischer/kommunistischer Positionen in der bundesrepublikanischen Linken. Anhand der Rolle Elsners als kommunistischer »BRD-Autorin« arbeitet das Buch zudem das deutsch-deutsche Verhältnis als grundlegendes Strukturelement von Öffentlichkeit und Politik der alten Bundesrepublik heraus. In der Auseinandersetzung mit dem schriftstellerischen und poli tischen Werk von Gisela Elsner wird die ambivalente Prägung der bundesrepublikanischen Gesellschaft durch das Phänomen »1968« erkennbar: als widersprüchlicher Prozess sozialer Liberalisierung einerseits und neoliberaler Modernisierung andererseits. Zudem ist Elsners Werk durchzogen von der umfassenden Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus – von der Auseinandersetzung mit ihrem Nürnberger Elternhaus über Nazi-Kontinuitäten bis hin zur nationalistischen Mobilmachung der späten 80er Jahre. Insofern kann der Band auch als Vorgeschichte der politischen Rechtsentwicklung unserer Gegenwart gelesen werden.
Zugleich faszinierend wie erschütternd — reale Fälle, die unter die Haut gehen, erzählt von Gerichtsreporterin und Bestsellerautorin Christine Brand! Ein junger Mann lockt seinen Freund in eine Höhle, schüttet den Eingang zu und denkt nicht daran, ihn wieder auszugraben. Ein brutaler Mörder nimmt die Familie einer Schmuckverkäuferin als Geisel und droht, sie mit Sprengstoff in die Luft zu jagen. Eine durch einen vermeintlichen Unfall behinderte Frau stirbt in der Badewanne, und niemand merkt, dass es Mord war. Von diesen und weiteren Fällen erzählt Christine Brand auf eindringliche und gleichzeitig feinfühlige Weise. Als Gerichtsreporterin war sie bei den Prozessen hautnah dabei und hat intime Einblicke in die Verbrechen gewonnen. Sie besucht Täter im Gefängnis, spricht mit Ermittlern und Opfern. Ihre Erkenntnisse zu Tat, Motiv und den Abgründen der menschlichen Psyche sind spannender und oft unglaublicher als jeder Krimi! Lesen Sie auch den ersten True-Crime-Band von Christine Brand: »Wahre Verbrechen — Die dramatischen Fälle einer Gerichtsreporterin«.
Was, wenn deine Beschützer die Täter sind? Ein Fall für Detective Lindsay Boxer und den Women's Murder Club! Lindsay Boxer und ihre Freundinnen feiern gemeinsam den Geburtstag der Gerichtsmedizinerin Claire Washburn, doch die Party endet vorzeitig, als Lindsay an den Ort eines grausamen Verbrechens gerufen wird. Eine Frau wurde am helllichten Tag in der Öffentlichkeit ermordet, getötet mit zahlreichen Messerstichen. Zeugen gibt es keine. Als dann auch noch schockierendes Videomaterial auftaucht, auf dem man eine Gruppe von Cops Raubüberfälle begehen sieht, ist San Francisco in Aufruhr. Die Täter tragen Masken und gehen äußerst brutal vor. Wer sich ihnen in den Weg stellt, stirbt. Jeder könnte dahinterstecken, auch Lindsays Kollegen ...
Der Brisanz des Materials entspricht die Radikalität der literarischen Mittel. In diesem Roman liegen die Fakten auf dem Tisch. Kühn im Aufbau schreibt Chotjewitz über seinen Freund Klaus Croissant, der als Strafverteidiger schikaniert, als angeblicher Drahtzieher des internationalen Terrorismus verfolgt und nach der Annexion der DDR durch die Bundesrepublik 1990 wegen staatsfeindlicher Agententätigkeit abermals verurteilt wurde. Penibel recherchiert, detailgetreu und kühl erzählt, steht der Roman in einer Linie mit Chotjewitz' skandalösem Romanfragment über die RAF aus dem Jahr 1978 "Die Herren des Morgengrauens".
In der Sprache ihrer Eltern heißt Ada Insel. Ada denkt, auch sie wäre eine einsame Insel. Der Umgang mit anderen Menschen ist ihr oft unangenehm; wann sie sich wie verhalten soll, kann sie schwer einschätzen. Ada will geliebt werden, nicht von allen, unbedingt aber von den anderen. Poetisch und humorvoll erkundet Dilek Güngör in »A wie Ada« die Beziehungen ihrer Protagonistin, angefangen bei deren Kindergarten- und Schulfreundschaften bis hin zu ihren eigenen Kindern und ihrem Mann. In Miniaturen lernen wir eine stolze wie auch verletzliche Frau kennen, deren zwiespältige Sehnsucht nach Innig keit und Verbundenheit niemandem fremd ist.
Kapitän Wakusch besteigt bang das Flugzeug, das ihn zu Verwandten in das ferne, unbekannte Georgien bringen soll. Doch die Maschine will nicht abheben: Wieder und wieder drehen sich die Propeller, wieder und wieder gehen die Fluggäste an Bord – das Flugzeug jedoch startet nie. Wie kann das sein? Kapitän Wakusch ist eine Buchfigur, dessen Buch unter Leserschwund leidet. Ihm sind die Leserinnen und Leser abhanden gekommen. Und ohne sie kann bekanntlich keine Geschichte stattfinden, denn niemand füllt sie mehr mit seiner Leselebenskraft aus. Wie aber soll sich die Geschichte vom Kapitän Wakusch vollenden, wenn sie nicht weitergeht? Kapitän Wakusch muss einen Weg finden, sein Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können. Mit großem philosophischen Scharfsinn und sehr viel Witz schildert Giwi Margwelaschwili in seiner „Fluchtästhetischen Novelle“ die Welt der Buchfiguren.
Ein Sexualstraftäter, der Europa nicht mehr verlassen kann, da er sonst seine Verhaftung fürchten muss; ein alternder Oberbürgermeister, der seine Provinzstadt in neue Hände übergeben will; ein Krankenpfleger, der nicht mehr zwischen Routine und Mitgefühl zu unterscheiden weiß; ein junger Mann, der in die wilde Hauptstadt zieht und nicht verstehen kann, warum alle anderen so fasziniert sind; ein anderer, der anlässlich des Selbstmordes einer alten Schulfreundin zu seiner Mutter zurückkehrt und feststellen muss, dass er seine Empathie verlernt hat. Frédéric Valin erzählt von Menschen, denen ein Leben zustößt, das nicht recht zu ihnen passen will. Ihnen ist die Fähigkeit abhanden gekommen, direkt mit ihrer Umwelt zu kommunizieren; sie bewegen sich durch ihre Welt, als wäre sie ein Märchenland, bestenfalls verwundert, bisweilen unbeteiligt, aber immer mit der Leichtigkeit der Träumenden.