Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Das-verbrechen
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Verbrecher Brecht und das Fragment A1055068546
Während sich Leserschaft und Kritik immer noch an Brechts vollendeten Werken orientieren, ist aus der Perspektive des Archivs von seiner schriftstellerischen Arbeit kaum etwas fertig. Auch die Brechtforschung hat sich bisher unzureichend mit dem Unfertigen beschäftigt und unterscheidet oft scharf zwischen dem ganzen Stück und dem Fragment. Der vorliegende Band stellt die Frage, ob diese Differenz aufrechterhalten werden kann, und zwar anhand von Lyrik, Film, Notizbüchern, Stücken und Theatermodellen. Hierbei wird deutlich, dass für Brecht Unfertigkeit kein Scheitern war. Die kollektive Erstellung vieler Texte und Aufführungen, ihr experimenteller Charakter und ihr unbedingter Bezug auf die Geschichte und Gesellschaft machen Unfertigkeit zum Erfordernis. Damit entsprechen diese Arbeiten der doppelten Zeitlichkeit des Fragments, das immer beides ist: Ruine und Entwurf.
Der Band beantwortet grundlegende Fragen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in der katholische Kirche: Wie war er möglich in einer Institution mit rigorosen Weisungen in der Sexualmoral? Welche kirchlichen Bedingungen boten ein günstiges Umfeld? Welche Konsequenzen sind zu ziehen für Priesterauswahl und -ausbildung, für Katechese und Pastoral – und für eine strukturelle Reform der Kirche?
Im letzten Jahrzehnt der DDR fanden Punk und seine experimentellen Verästelungen in Post-Punk, New Wave, Elektronischer Musik und Avantgarde-Rock und -Pop auch in dem stillen Land ihre Hörer. Wer hörte, wollte oft aber auch mehr: »Magnetizdat DDR« erzählt, wie aus Konsumenten schnell Produzenten wurden und DDR-weit eine sich selbst verlegende Kassettentäter-Szene entstand, der Magnetbanduntergrund. Beziehungsweise ein Magnetizdat, in Ableitung von Samizdat und Tamizdat in der sowjetischen Gegenkultur. Hier wie dort, zumal in Ost wie West, war dabei Multimedialität das Gebot der Stunde. Literaten ließen sich von Bands befeuern, Musiker entdeckten Barock- und Experimental-Lyrik, Super-8-Filmer und bildende Künstler griffen zum Mikrofon, und es entstand ein Geflecht, das international renommierte Band- und Labelprojekte wie Tarwater, To Rococo Rot und Raster-Noton hervorbrachte. »Magnetizdat DDR« ist der direkte Nachfolger des 2006 im Verbrecher Verlag erschienenen, legendären Sammelbands »Spannung. Leistung. Widerstand. Magnetbanduntergrund DDR 1979–1990«. Es geht u.a. um Frauen in der DDR-Subkultur, die Kreativ-Konstellation Karl-Marx-Stadt, falschen sorbischen Untergrund, das erste Kassettenlabel und die erste West-LP, illegale Studios und legalisierte Spielwiesen oder das Einsickern einer schrägen DDR-Krautrockmischung in internationale Zirkulationen.
Willst du Heilung, schau nicht in die Zeitung. Sie auch mal zurück, denn dort liegt gelegentlich das Glück. Bücher enthalten das Wissen der Menschheit der vergangenen Jahrzehnte - oft sogar Jahrhunderte. Egal ob Bildung, Wissenschaft oder Forschung. In jedem Buch ist ein Stück Zeitgeschichte samt den Erkenntnissen des Schriftstellers zu finden. Im Anbetracht der gesellschaftlichen Pluralisierung von Methoden und Lebensformen sollte sich unsere Aufmerksamkeit und das öffentliche Interesse vor allem auch der Geschichte der Medizin zuwenden. Denn so ist es die Kenntnis über frühere Forschungsansätze, der Krankheitsbilder und Heilungsmethoden der vergangenen Zeit, ohne die ein Verständnis von menschlicher Gesundheit nicht möglich ist. Die historischen Lehren bilden den Grundstein für die Entwicklungen unseres heutigen Lebens, legen das Fundament für die Zukunft und sind daher zu schützen und zu bewahren. Wir haben es uns somit zum Auftrag gemacht, althergebrachte Fachlektüre in ihrer ursprünglichen Form mit modernster Technik aufzubereiten. Die bestmögliche Druckqualität wird dabei zu erschwinglichen Preisen angeboten. Lernen Sie auch unsere anderen Verlage kennen: mv-history mv-military mv-wirtschaft mv-naturalscience mv-medizin mv-pädagogik mv-socialscience mv-technik mv-philosophy mv-religion mv-kochen mv-literatur mv-arts mv-musik mv-travel
Der Band versammelt Interviews von Carsten Gansel mit maßgebenden Vertretern der beiden Literatursysteme Ost- und Westdeutschland sowie der nachfolgenden Autorengeneration zu einem repräsentativen Dialog über die Kultur- und Zeitgeschichte der jüngsten deutschen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Erfahrung des Epochenumbruchs von 1989 verhandeln die Gesprächspartner insbesondere die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Autorenpoetik, individuellem und kulturellem Gedächtnis. Diese Edition bietet ein vielstimmiges Panorama der (Literatur-)Geschichte des letzten Vierteljahrhunderts. Gespräche unter anderem mit: Jürgen Becker, Thomas Brussig, Günter Grass, Norbert Gstrein, Christoph Hein, Peter Härtling, Stephan Heym, Reinhard Jirgl, Hermann Kant, Uwe Kolbe, Peter Kurzeck, Erich Loest, Giwi Margwelaschwili, Clemens Meyer, Ulrich Plenzdorf, Marcel Reich-Ranicki und Christa Wolf.
Die mittleren Regionen“ ist ein aufrüttelnder Essay, entstanden unmittelbar in der Folge des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo, der am 7. Januar 2015 in Paris stattfand. In Form eines Tagebuchs nimmt Philipp Stadelmaier eine polemische Dekonstruktion der Konzepte „Meinung“ bzw. „Meinungsfreiheit“; „Karikatur“ und „Terror“ vor. Dabei zeichnet er – ausgehend von Pasolinis Motivsuche für seine Verfilmung des Matthäusevangeliums in Palästina, einem Seminar bei Hélène Cixous, Mails von Freunden und Artikeln in deutschen und französischen Medien – die Metapsychologie (und die pathologischen Züge) der Figur der Meinung nach. Dieser wird mit den „mittleren Regionen“ ein unstabiles, geografisch-geschichtliches Gefüge gegenübergestellt, das essenziell von einem Mangel an Sicherheit, „Meinung“ und „Identität“ bestimmt wird. In einem Nachsatz zu diesem Tagebuch überprüft Stadelmaier nach den Anschlägen vom 13. November 2015 die Gültigkeit seiner zu Jahresbeginn entwickelten Thesen.
Ausgehend von ihren Vorfahren in Deutschland und Schweden beschreibt Gunilla Palmstierna-Weiss ihr Leben: eine jüdische Buchdrucker-Familie mütterlicherseits und der Großvater väterlicherseits, Außenminister der ersten sozialdemokratischen Regierung in Schweden. Im Zweiten Weltkrieg konnte ihre Familie mit dem letzten Zug aus Nazideutschland nach Holland fliehen. Palmstierna-Weiss erzählt vom Erwachsenwerden in den dunklen Jahrzehnten. Erst nach ihrem Studium in Amsterdam und Paris kommt sie endgültig zurück nach Schweden und erlebt die Boheme in den 50ern in der Stockholmer Altstadt. Im Zuge ihrer Arbeit am Theater lernt sie Peter Weiss kennen, den sie heiratet und mit dem sie auch eine Arbeitsgemeinschaft bildet. Viele Reisen prägten ihr Leben (USA, Mexiko, Kuba und Vietnam). Erst machte sie als Keramikerin Karriere, schließlich entschloss sie sich Theater- und Opernausstatterin zu werden. Dies führte zur Zusammen arbeit mit einer Vielzahl an bekannten Regisseuren: Ingmar Bergman, Peter Brook, Fritz Kortner, Götz Friedrich in Stockholm, München, New York und der ganzen Welt. All diese, aber auch Freundinnen wie Siri Derkert oder Freunde wie Olof Palme werden von Palmstierna-Weiss liebevoll porträtiert.
Sascha Wiederhold (1904–1962) gehörte seit 1925 zum Kreis von Herwarth Walden und dessen Galerie Der Sturm in Berlin. Wiederhold gestaltete u. a. Bühnenbilder, Plakate und Bucheinbände. Seine Bildwelt besteht aus wild durcheinander wirbelnden Formen und Mustern sowie intensiven Farben. Die großformatigen Gemälde vermitteln ein fast psychedelisches Seherlebnis. Im Nationalsozialismus brach Wiederhold sein Schaffen ab und wurde Buchhändler. Nur wenige seiner Bilder blieben erhalten. Erstmals sind alle überlieferten Werke dieses zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlers dokumentiert.
Von Verbrechen und Strafen - Erster Band ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1788. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Springer Berlin Die Verbrecher-Handschrift A1033732487
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Verbrecher Ein notorischer Grenzverletzer A1032911917
Eine kühne Kombination von unterschiedlichen Genreelementen ist all seinen Filmen eigen. Niklaus Schilling, 1944 in der Schweiz geboren, Kameramann, Autor und Regisseur, agiert als ein notorischer Grenzverletzer. Sein Spielfilmdebüt 'Nachtschatten' von 1971 changierte zwischen Kammerspiel und Psychothriller. 'Die Vertreibung aus dem Paradies' (1976) ist gleichermaßen Metafilm und Szenekomödie, in 'Rheingold' (1977) aktualisierte er unbefangen die mythischen und phantastischen Traditionen des deutschen Kinos. Mit dem 'Willi-Busch-Report' reagierte er 1979 tragikomisch auf den Niedergang der Presse im Grenzgebiet und ließ die deutsche Wiedervereinigung vorher sagen. Die Filme von Schilling, der stets sein eigener Autor ist, zeugen von einem starken Bildbewusstsein, von avantgardistischer Lust an Formexperimenten und Interesse für technische Neuerungen. Beispielhaft zu nennen ist 'Die Frau ohne Körper und der Projektionist ' von 1983 als der erste auf Video gedrehte Kinofilm in Deutschland, in dem er aus dem technischen Format das erzählerische Sujet entwickelt – wie das Fernsehen das Kino umschlingt.
Wir sagen nein zum Vergessen und Verwerfen des künstlerischen Ursprungs, welcher noch heute die Ästhetik der Welt formt, die längst entschwundene Grundlage für all die Farben in unserer Umgebung legt und bis heute die Vorstellung von Design und Gestaltung prägt. Grundlage ist die Überzeugung, dass die Kunst dabei in ganz besonderem Austausch mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen funktioniert und uns erst im historischen Rückblick Aufschluss über unsere Wirklichkeit gewährt. Wir haben uns daher zum Auftrag gemacht, die historischen Dokumente, Aufzeichnungen, Theorien und Besprechungen, die uns in Büchern das Wissen und das Gefühl für die Kunstwissenschaft, aber auch in der Disziplin von Design und Gestaltung vermitteln, zu bewahren und in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Dabei soll die höchstmögliche Druckqualität zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden. Lernen Sie auch unsere anderen Verlage kennen: mv-history mv-military mv-wirtschaft mv-naturalscience mv-medizin mv-pädagogik mv-socialscience mv-technik mv-philosophy mv-religion mv-kochen mv-literatur mv-arts mv-musik mv-travel
Am Anfang und am Ende des Lebens sind wir darauf angewiesen, dass andere Menschen sich um uns kümmern, bedingungslos fürsorglich sind. Aber auch in den Jahren dazwischen: Wer kocht, räumt auf und putzt? Wer erzieht, betreut und pflegt? Wer hört zu und gibt Rückhalt? Wer ist bereit, die eigenen Wünsche zurückzustellen und sich hier und jetzt um andere zu kümmern? All diese Care-Aufgaben sind in unserer Gesellschaft sehr ungleich verteilt. Im professionellen Bereich sowie im Privaten. Die Grundthese ist: Nur wenn Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern gerecht aufgeteilt wird, haben alle Menschen gleichermaßen die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe, politisch und wirtschaftlich, in Kultur und Wissenschaft, beruflich und privat, auf allen Ebenen und Hierarchiestufen. Ausgehend von den Fragen »Was ist Care?« (mehr als pflegen und sauber machen), »Was ist Arbeit?« (mehr als die reine Erwerbs arbeit auf jeden Fall) und »Wie privat ist Fürsorge eigentlich?« (gar nicht) beschreibt das Buch die sozialen Verwerfungen, die der Gender Care Gap in den unterschiedlichen Lebensund Gesellschaftsbereichen nach sich zieht (ja, auch Männer sind davon betroffen). Wie kommt es, dass sich allen Erfolgen der Gleichstellungsbewegung zum Trotz im Sorge bereich so wenig verändert hat?
2016 hat die Duisburger Filmwoche ihre 40. Ausgabe gefeiert, 2017 deren Leiter Werner Ružička seinen 70.Geburtstag, 2018 wird er seine Abschiedsvorstellung geben – ein Anlass, um zurückzublicken. Ružička wird das Festival dann 33 Jahre lang geprägt haben und damit das Kulturleben von Deutschlands drittärmster Stadt. Ein Gespräch über neue und alte Linke im Ruhrgebiet der 70er Jahre, Leipzig-Reisen vor der Wende und den regionalen wie filmkulturellen Strukturwandel – eine Oral History der (bundes)deutschen Dokumentarfilmgeschichte aus Duisburger Perspektive.
Thomas Muggenthaler stieß vor ein paar Jahren in einem Archiv auf Akten, die die Hinrichtung von 22 polnischen Zwangsarbeitern in Niederbayern und der Oberpfalz dokumentieren. Sie wurden 1941 bis 1943 in der Nähe des Arbeitsplatzes, an dem sie als "Ostarbeiter" eingesetzt waren, erhängt, weil sie "verbotenen Umgang" mit deutschen Frauen hatten. Der Autor ging all den Zeugnissen nach, recherchierte darüber hinaus an den entsprechenden Orten. Auch mit den betroffenen Frauen und Kindern konnte er z.T. sprechen. Ein bisher besonders tabuisiertes Kapitel der NS-Zeit erfährt hier seine Aufarbeitung. Das Vorwort zum Buch schrieb der wissenschftliche Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skriebeleit.
Verbrecher Generationalität - Gesellschaft - Geschichte
Die Zusammenhänge zwischen Generation, Gesellschaft und Geschichte gehören zu den wiederkehrenden Gegenständen in den Künsten. Der Begriff der Generation avancierte bereits früh zu einem einschlägigen Paradigma der Kunst- und Literaturgeschichte. Inzwischen hat der Begriff in der kulturwissenschaftlichen Forschung eine deutliche Weitung erfahren. Unter dem Stichwort der Generationalität werden seit einiger Zeit stärker die diskursiven Dimensionen von Zuschreibung und Aneignung vermeintlicher Generationenzugehörigkeiten im Zusammenhang mit Prozessen kollektiver Identitätsbildung diskutiert. 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und verschiedenen Ländern nehmen sich in diesem Band das titelgebende Wechselverhältnis zum Anlass, um über Entwicklungen in den deutschsprachigen Literatur- und Mediensystemen nach 1945 zu reflektieren. Gesellschaft und Geschichte geraten nicht nur als historische Bedingungsfaktoren, sondern auch als appellative inhaltliche Bezugsgrößen von generationell konnotierten literarischen Gruppenbildungen und Medienphänomenen in den Fokus. An Beispielen aus den beiden deutschen Kultursystemen der Nachkriegszeit und aus der Gegenwartsliteratur nach 1989 wird diskutiert, inwieweit generationelle Diskurse stets auch gesamt gesellschaftliche Problemlagen verhandeln.
Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufwindes. Die Autor*innen analysieren die neuen medizinethischen Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung; ihre Stärken, schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Lebensschützern“ - und die Grundlage für den nötigen Widerstand.
Materialbuch über ein vergessenes Gebäude der Arbeiterbildung in Leipzig Die »Schule der Arbeit« war ein Modellprojekt der Arbeiterbildung unter Leitung von Gertrud Hermes (1872–1942). Mit dem Neubau des Architekten Johannes Niemeyer (1889–1980) entstand 1928 in Leipzig ein moderner Ort, der für das gemeinsame Leben und Lernen junger Arbeiter geplant wurde. Der Überfall durch die SA im Frühjahr 1933 und die Beschlagnahme des Gebäudes durch die Nationalsozialisten beendeten das Bildungsprojekt. »Prototyp 1928–33« entstand nach umfangreichen Archivrecherchen der Künstlerin Ute Richter. Im Buch werden dem historischen Bildmaterial des vergessenen Gebäudes Zitate junger Arbeiter gegenübergestellt, um die Bildungsinhalte wieder mit dem Raumkonzept des Neubaus zu verbinden. Aktenauszüge ergänzen Texte zur historischen Situation und zur künstlerischen Aneignung. »Prototyp 1928–33« zeigt, was Bildung für den Erhalt demokratischer Strukturen bedeutet.