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Nomos Konturen der Kritik
Die Arbeit rekonstruiert, wie Beiträge zur Theoriebildung der kritischen Sozialen Arbeit soziale Wirklichkeiten sprachlich herstellen und legitimieren. Auf der Grundlage von Foucaults Diskurstheorie entwickelt sie ein diskursanalytisches Instrumentarium, mit dem Beobachtungsweisen und Herstellungspraxen in deutschsprachigen Theoriebeiträgen analysiert werden. Im Mittelpunkt steht das Konzept der „diskursiven Dualität“; das zeigt, wie der Diskurs kritischer Sozialer Arbeit durch Spannungsfelder – etwa zwischen Kontrolle und Emanzipation oder Struktur- und Subjektorientierung – zugleich stabilisiert und transformiert wird. So leistet die Studie einen Beitrag zur selbstreflexiven Theoriebildung und Professionalisierung kritischer Sozialer Arbeit.
Das Werk untersucht interdisziplinär, wie Cybermobbing und digitale Aggression rechtlich zu bewerten sind. Es analysiert die Grenzen bestehender Strafgesetze in ihrer aktuellen Anwendung und bezieht psychologische Erkenntnisse ein, um das Strafrecht den realen Auswirkungen digitaler Gewalt auf die Psyche näherzubringen. Durch die Verbindung strafrechtsdogmatischer und normentheoretischer Perspektiven zeigt die Arbeit Wege zu einem zeitgemäßen Verständnis von Verantwortung im digitalen Raum. Die Autorin forscht zu Straf- und Cyberrecht mit Schwerpunkt auf Cyberaggression und Meinungsvielfalt im Netz.
Die Europäische Union stellt in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht die wichtigste Partnerin der Schweiz dar. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, warum die Schweiz nicht schon lange Mitglied der EU ist. Die Gründe für das unterkühlte Verhältnis der Schweizer zu Europa werden in diesem Buch analysiert. Was sind die Besonderheiten des politischen Systems der Schweiz? Wieso identifizieren sich die Schweizer mit ihrem politischen System auf eine Weise, die einer Modifikation zugunsten einer supranationalen Gemeinschaft im Weg steht? Der politische und kulturelle Preis, den die Schweizer für eine Mitgliedschaft in der EU zu bezahlen hätten, wird ebenso thematisiert wie die Kommunikation zwischen der Regierung und der Bevölkerung in der Europa-Frage. Die Probleme eines möglichen EU-Beitritts der Schweiz werden in dieser Arbeit unter Berücksichtigung von historischen, politischen, konstitutionellen und kulturellen Aspekten behandelt. Die aktuelle europapolitische Debatte wird durch Interviews mit prominenten Befürwortern und Gegnern einer Schweizer EU-Mitgliedschaft wiedergegeben. Das Buch richtet sich an Wissenschaftler und politisch interessierte Leser, die mehr über die Schweiz erfahren möchten.
Der Autor widmet sich der Frage, ob mit den politisch unübersichtlichen Entwicklungen der Weltgesellschaft nicht auch gleichzeitig neue Möglichkeiten demokratischer Beteiligungen entstehen, die als Korrektiv fungieren könnten. Aus der Warte der Systemtheorie hebt die Arbeit vor allem die Problematik der Durchsetzung der Menschenrechte hervor und legt ihren Akzent auf die Fragmentierung des Rechts. Die These des Buches, die sich mit Rückgriff auf Theorien von Marx, Adorno, Hardt und Negri bis hin zu Habermas entfaltet, stellt die Frage in den Raum, ob es möglich ist, den Begriff der Weltgesellschaft und ihres Rechts zu korrigieren, ohne dabei die durch die Systemtheorie entwickelte begriffliche Trennschärfe zu verwischen. Hier öffnet der Autor die Perspektive, die Entwicklung der Weltgesellschaft im Lichte der Ideen der Französischen Revolution neu zu betrachten und emanzipatorische Potentiale jenseits von Staat und bekannten Politikmustern als Möglichkeit einer fragmentierten Volkssouveränität zu erkennen.
Dieses Buch ist das Standardwerk für wertschöpfendes (Win-Win)-Verhandeln im deutschsprachigen Raum. Ist Win-Win-Verhandeln ökonomisch sinnvoll oder naive Sozialromantik? Um diese Frage tobt ein regelrechter „Glaubenskrieg“; vor dessen Hintergrund die Autoren – beide erfahrene Verhandlungsberater und Wirtschaftsmediatoren – in jahrelanger Forschungs- und Praxisarbeit die besten Techniken sowie fundierte wissenschaftlichen Belege für wertschöpfendes Verhandeln zusammengetragen haben. Zugleich gilt das Werk als führendes Lehrbuch für mediatives Verhandeln, das auch erfahrenen Mediatorinnen und Mediatoren immer wieder neue Impulse für eine noch bessere Verhandlungsführung gibt. Berücksichtigt werden dabei modernste Techniken wie Framing-Strategie, Grammatik der Wertschöpfung und Umgang mit „Irrationalität“.
Der neue Sammelband vereint 20 breit gefächerte Fachbeiträge zu zentralen Themen der Insolvenzverfahren natürlicher Personen. Die Artikel stellen die Entwicklung des Rechtsgebiets anschaulich dar und bündeln die Expertise von Autorinnen und Autoren aus anwaltlicher Praxis, Wissenschaft, Rechtsprechung sowie Beratung. Die Beiträge beleuchten Erfolge, Defizite und Reformbedarfe des Insolvenzrechts auf hohem fachlichen Niveau und mit klarem Praxisbezug. Mit Beiträgen von Martin Ahrens | Hildegard Allemand | Kristof Biehl | Friedrich Cranshaw | Claudia Cymutta | Peter Depre | Lutz Erdmann | Hugo Grote | Horst Harms-Lorscheidt | Uli Heyer | Aline Holzle | Gabriele Janlewing | Frank Lackmann | Torsten Martini | Gerhard Pape | Andreas Rein | Anne Riewe | Axel Seubert | Julian Stegerer | Kjell Vogelsang | Joost Von Riegen | Christoph Zerhusen
Das Handbuch in der zweiten, neu bearbeiteten und aktualisierten Auflage beschreibt auf der Basis detaillierter Ländererhebungen und Expertenaussagen in den neuen EU-Mitgliedsländern den Prozess der bisherigen Umgestaltung der Arbeitsbeziehungen und dokumentiert deren aktuellen Entwicklungsstand. Durch den Vergleich der arbeitsrechtlichen Grundlagen ebenso wie der Praxis auf betrieblicher, sektoraler und nationaler Ebene wird ein konturiertes Bild der mittelosteuropäischen Arbeitsbeziehungen gezeichnet. Trotz einer an Westeuropa orientierten Transformation verläuft die Entwicklung auf unterschiedlichen sozialkulturell geprägten Pfaden. Zugleich werden Strukturmerkmale deutlich, die einen in den einzelnen Ländern wiederum differenzierten »transformationsgesellschaftlichen Typus« der Arbeitsbeziehungen erkennen lassen. Kennzeichen sind bestimmte Strukturdefizite wie auch innovative Formen der betrieblichen Beteiligung und der überbetrieblichen Konzertation und Verteilungspolitik. Angesichts des EU-Beitritts besitzen neben dem Ost-West-Vergleich der Grundmodelle und transnationalen Trends der Arbeitsbeziehungen insbesondere auch die Rückwirkungen der Osterweiterung auf die zentralen arbeits- und tarifpolitischen Aufgabenfelder ebenso wie die zu erwartenden Herausforderungen an das »Europäische Sozialmodell« einen besonderen Stellenwert in diesem materialreichen und informativen Handbuch.
»Hühner sind keine Maulwürfe« erkannte ein bayerisches Landgericht und gab damit den Anstoß, dem Tierischen im Recht nachzugehen. Vielfältig sind die Fragen, mit denen sich insbesondere die Gerichte auseinander zu setzen hatten: Gibt es eine Bellfreiheit für Hunde? Wann dürfen Hähne krähen? Können Seehunde vor Gericht klagen? Dürfen Katzen das Grundstück des Nachbarn betreten? Darf man in einer Mietwohnung 40 Schlangen halten? Wie verhalten sich Graupapageien bei fehlender Zuwendung? Wir erfahren einiges über fremde Länder, soweit Tiere dem Reisenden Probleme bereiten, sowie über die steuerlichen Auswirkungen der Tierliebe. Vom Affen bis zum Zwergschnauzer wird eine breite Palette von Streitigkeiten aufgezeigt, die sich aus dem Tierischen im Recht ergeben. Das Werk richtet sich an Nachbarn, Touristen, Steuerzahler, Juristen, Steuerrechtler, Tierfreunde und -gegner sowie an jeden, der daran interessiert ist zu erfahren, welche Probleme Tiere im Recht bereiten können und womit seine Mitmenschen die Gerichte bemühen.
Derzeit sind die Institutionen des öffentlichen Sektors durch vielfältige Umbrüche betroffen, die z.B. durch den Zwang zur Haushaltskonsolidierung oder neue technische Entwicklungen bedingt sind. Die Umbrüche haben vielfältige Auswirkungen auf die Beschäftigten und erfordern von ihnen, sich auf neue oder geänderte berufliche Tätigkeiten einzulassen. Im vorliegenden Werk erläutern Experten aus Wissenschaft und Praxis, welche Möglichkeiten das Personalmanagement hat, die Veränderungen wirksam zu unterstützen. Maßnahmen des Personalmanagements werden aus juristischer, betriebswirtschaftlicher und psychologischer Perspektive beschrieben; mit Praxisbeispielen (auch aus dem kommunalen Bereich) wird die Einbettung dieser Maßnahmen in Gesamtkonzepte erläutert. Interessant ist das Werk für das obere und mittlere Management des öffentlichen Sektors sowie für Personal- und Betriebsräte. Der Leser erhält fundiertes Hintergrundwissen und umfangreiche Anregungen für die Bewältigung von Veränderungen in Umbruchzeiten.
Der Band setzt sich in der analytischen Breite und Tiefe auf dem Markt einzigartig mit britischer Handelspolitik unter New Labour auseinander. Britische handelspolitische Präferenzen werden im Kontext der EU und der WTO mit Hilfe von Ansätzen aus der Internationalen Politischen Ökonomie theoretisch fundiert und anhand ausgewählter Fallstudien sehr anschaulich untersucht. Dabei wird nicht nur analysiert wie und warum diese Präferenzen zustande kamen, sondern auch mit welchem Erfolg die britische Regierung diese vor dem Hintergrund des Mehr-Ebenen-Kontext der EU und der WTO durchsetzen konnte. Ein grundlegendes Dilemma wurde dabei durch den regelmäßig deutlichen Interessengegensatz zwischen der britischen Wirtschaft auf der einen Seite und der entwicklungspolitischen NGO-Gemeinde auf der anderen Seite konstituiert. Dies wurde durch die Komplexität und Heterogenität der Interessen auf der internationalen Ebene noch verstärkt. Dies betraf nicht nur traditionelle Bereiche wie den Handel mit Gütern, sondern auch die neuen Aspekte der handelspolitischen Agenda wie die globale Regulierung von Investitionen oder die Ausgestaltung des Patentschutzes von Medikamenten im TRIPS-Abkommen der WTO.
Eine Institution Der „Heidel“ ist der einzige Großkommentar, der in einem Band nicht nur das Aktiengesetz wissenschaftlich anspruchsvoll und dabei höchst praxisnah kommentiert, sondern gleichzeitig auch alle praxisrelevanten kapitalmarktrechtlichen Vorschriften eingehend erläutert. Aus einem Guss werden alle Rechtsfragen rund um die Aktie, die AG, ihre Aktionär:innen und das Wertpapierrecht behandelt. Die Neuauflage Die 6. Auflage berücksichtigt eine Fülle an Gesetzesänderungen, etwa Sanierungs- und InsolvenzrechtsfortentwicklungsG FinanzmarktintegritätsstärkungsG Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie MoPeG 2024 Gesetz zur weiteren Stärkung des Anlegerschutzes sowie die Sanktionsdurchsetzungsgesetze I und II (WpHG) Gesetz zur weiteren Ausführung der EU-ProspektVO (WpHG) Gesetz zur Umsetzung der UmwandlungsRL (SpruchG) ZuFinG Neufassung des Corporate Governance Kodex. Nochmals erweitert und neu Kommentierung der wichtigsten Vorschriften der MAR Darstellung der zentralen Vorschriften der Europäischen Aktiengesellschaft Benutzerfreundlich und aus einer Hand Vernetzt dargestellt werden insbesondere alle notwendigen europarechtlichen Bezüge und die steuerlichen Folgen der wichtigsten Gestaltungsformen. Die Autor:innen Rechtsanwalt Dr. Konrad Adenauer | Jasmin Atta-Schumacher, LL.M. (LSE) | Rechtsanwalt Dr. Christian Becker | Rechtsanwalt Roman A. Becker | Rechtsanwalt Dr. Moritz Beneke | Rechtsanwältin Daniela Bergdolt | Prof. Dr. Klaus Bernsmann, Ruhr-Universität Bochum | Rechtsanwalt Dr. Ulrich Block, LL.M. | Rechtsanwalt Dr. Christian Bosse | Notar Dr. Florian Braunfels | Rechtsanwalt Dr. Stefan Breuer | Rechtsanwalt Dr. Andreas Dehio | Dr. Michael Denga, LL.M., Maitre en Droit | Dr. Bernhard Dietrich | Rechtsanwalt Matthias Elser, LL.M. | Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht i.R. Dr. Hartmut Fischer | Rechtsanwalt Dr. Tobias Fischer | Rechtsanwalt Dr. Christian Fraune | Rechtsanwalt Dr. Achim Glade | Staatsanwalt Marko Groß | Rechtsanwalt Dr. Thomas Heidel | Rechtsanwältin Dr. Cordula Heldt | Rechtsanwalt Alexander Herzog | Rechtsanwalt Dirk Horcher, LL.M. | Assessor Dr. Torben Illner | Rechtsanwalt Jonas Kiehl | Rechtsanwalt Jan Kleinertz | Dr. Ulrich Klinke, Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften und des Gerichts | Vorsitzender Richter am Landgericht Dr. Helmut Krenek | Rechtsanwalt Herbert Krumscheid | Rechtsanwalt Marc-Oliver Kurth, LL.M. (Sydney) | Rechtsanwalt Dr. Daniel Lochner | Rechtsanwalt Alexander Löschhorn | Notar Dr. Martin Lohr | Prof. Dr. Philipp Maume, SJD (La Trobe) | Rechtsanwalt Christopher Mayston | Rechtsanwalt Dr. Wienand Meilicke, LL.M. (NYU) | Prof. Dr. Sebastian Mock, LL.M. (NYU) | Rechtsanwalt Dr. Jean Mohamed, LL.M. (LSE) | Vorsitzender Richter am Landgericht Dr. Martin Müller | Rechtsanwalt Dr. Arian Nazari-Khanachayi, LL.M. Eur. | Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Michael Oltmanns, LL.M. | Rechtsanwalt Dr. Carsten A. Paul, LL.M. (London) | Rechtsanwalt Prof. Dr. Holger Peres | Richterin am BGH Dr. Christina Pernice | Rechtsanwältin Dr. Annette Petow, LL.M. (LSE) | Richter am Amtsgericht Dr. Stefan Poller | Rechtsanwalt Prof. Dr. Notker Polley | Assoc. Prof. Dr. Georgios Psaroudakis, M.Jur. (Oxford) | Rechtsanwalt Dr. Guido Quass | Rechtsanwalt Dr. Niklas Rahlmeyer | Rechtsanwalt und Notar Dr. Volker Rebmann | Rechtsanwalt Dr. Maximilian Reidt | Prof. Dr. Gregor Roth, Bucerius Law School | Rechtsanwalt Dr. Oliver Rothley | Dr. Holger Schäfer, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht | Rechtsanwalt Dr. Matthias Schatz, LL.M. (Harvard), Attorney-at-Law (New York) | Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Dr. Uwe Schmidt | Rechtsanwalt Dr. Alexander Schlee | Rechtsanwalt Sebastian Schödel | Rechtsanwalt Dr. Stephan Schulz | Richter am Landgericht Oliver Seggewiße | Maximilian Spitzley | Rechtsanwalt Dr. Björn Staudinger | Notar Prof. Dr. Christoph Terbrack, Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen | Richter am OLG Dr. Stefan Tetenberg | Richterin am OLG Kornelia Toporzysek
Wie steht es um das Verhältnis zwischen Kooperation und Konfrontation im transatlantischen Verhältnis? Verfügen beide Partner noch über den Anspruch und die Handlungsfähigkeit, die Weltordnung gemeinsam zu gestalten? Gibt es noch eine gemeinsame transatlantische Identität? Die vorliegende Studie analysiert erstmals in einer konstruktivistischen Herangehensweise die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA nach dem Ende des Ost-West-Konflikts anhand regionaler Krisen auf dem Balkan, in Afghanistan und im Irak. Zu diesem Zweck werden drei akteursspezifische Dimensionen sicherheitspolitischer Identität eingehend untersucht und verglichen: Bedrohungswahrnehmung, multilaterales Handeln und der Einsatz militärischer Gewalt. Die Studie zeigt, dass aufgrund von unterschiedlichen sicherheitspolitischen Identitäten kooperatives Handeln in der Vergangenheit zu konfrontativen Situationen beim regionalen Krisenmanagement geführt und damit paradoxerweise zur sicherheitspolitischen Auseinanderentwicklung zwischen Deutschland und den USA beigetragen hat.
Unterfinanzierung und offensichtliche Ineffizienzen dominieren den Hochschulalltag in Deutschland. Mit seiner Arbeit ergänzt der Autor die fast schon dogmatische Diskussion über das Pro und Contra von Studiengebühren um eine nüchterne Analyse. In der finanzwissenschaftlichen Untersuchung werden Finanzierungs- und Organisationsregeln für Hochschulen entwickelt und ihre Wirkung auf Lehrende und Lernende diskutiert. Statt des von vielen Seiten geforderten einheitlichen Studienbeitrags in Höhe von 1.000 DM pro Semester schlägt der Autor einen gespaltenen Tarif mit einem nutzungsunabhängigen Studienbeitrag und nutzungsabhängigen Gebühren vor. Den Studenten muß es dabei möglich sein, die Studienentgelte über einen Darlehensfonds vorzufinanzieren und die Schuld nach dem Examen zurückzuzahlen, um eine soziale Diskriminierung zu vermeiden. Die theoretischen Ergebnisse werden mit konkreten Zahlen in einen politisch höchst interessanten Vorschlag umgewandelt. Der Autor hat seit langem Erfahrung in der Hochschulpolitik, erst als Studentenvertreter, dann als persönlicher Referent des Präsidenten der Technischen Universität Berlin und heute als wissenschaftspolitischer Sprecher der Berliner FDP.
Nomos Das Konnexitätsprinzip im Landesverfassungsrecht
Die 2. Auflage des Standardwerks aktualisiert und erweitert die unwiderlegt gebliebenen Kommentierungen zu den Konnexitätsregelungen der Landesverfassungen und zu dem damit zusammenwirkenden Verbot nach Art. 84 I 7 GG. Welche Ansprüche haben die Kommunen gegenüber den Ländern, wenn diese ihnen Aufgaben übertragen oder höhere Anforderungen stellen, etwa bei Kitaausbau, Kindergärten oder Schulen? (Hierzu praxisnahe Erweiterungen.) Was darf der Bund regeln, nachdem ihm in der Föderalismusreform 2006 strikt Aufgabenübertragung auf Kommunen verboten wurde, er aber materiell für die meisten Kommunalaufgaben regelungsbefugt ist? Sind die Länder ausgleichspflichtig für Mehrbelastungen durch Bundesgesetze, etwa im SGB? Hat die Föderalismusreform die dahingehenden Schutzerwartungen der Kommunen erfüllt? Solche und viele andere, noch nicht gerichtlich geklärte Fragen werden in sorgfältiger Verfassungsauslegung behandelt, bis hin zum aktuellen Streit um die Befugnisse des Bundes hinsichtlich der Optionskommunen (Art. 91e GG). Durch erweiterte Register ist schnell zu finden, wo das Buch auf Stichwörter (etwa eine Landesverfassung), neueste Rechtsprechung und Literatur (bis März 2012) eingeht.
Jeder weiß etwas über Jugendkriminalität – und jeder hat eine andere Meinung. Die Autorin verfolgt bei dieser Arbeit daher zwei Ziele. Es galt, einen Überblick über das unterschiedlich behandelte Thema Jugenddelinquenz und ihre Prävention zu verschaffen; beleuchtet wird die Realität von Präventionsarbeit sowie ihre theoretischen Hintergründe. Als zweites Ziel wurde – weil ja so viel darüber geredet wird – die Frage aufgeworfen, wie man eigentlich über das hochgradig anschlussfähige Thema kommuniziert. Dazu wurde eine qualitative Studie mit Experten aus dem beruflichen Umfeld von Prävention durchgeführt. Ausgewertet wurden die Interviews dabei mit einer ungewöhnlichen und wenig verbreiteten Herangehensweise, nämlich einer systemtheoretischen, die den unterschiedlichen Perspektiven gut gerecht werden kann.
Die Herausforderung für Dozent:innen in der Rechtswissenschaft: Sie müssen vermeintlich trockenen Stoff ihrer Hörerschaft vermitteln. Neben der reinen Wissensvermittlung muss den Studierenden zusätzlich verdeutlicht werden, wie ein Fall zu lösen ist. Das Buch unterstützt Dozent:innen, ihre Veranstaltungen – vom Tutorium über die Propädeutische Übung bis hin zur Großvorlesung – lehrreich und interessant zu gestalten. Die Leser:innen erhalten sofort in die Lehrpraxis umsetzbare Methoden an die Hand. Für jede Veranstaltungsart werden verschiedene Techniken vorgestellt. Zusätzlich wird der Vorbereitungsaufwand, benötigte Materialen und der Zeitaufwand in der Veranstaltung angegeben. Tipps zur Erstellung von Übungsfällen und Klausuren runden das Werk ab. Neu aufgenommen wurde ein eigener Abschnitt zur digitalen Hochschullehre.
Seit der Begriff Sozialmanagement eingeführt wurde, wird auch vom Umbau der Organisationen Sozialer Arbeit gesprochen. Der Wandel der Sozialwirtschaft ist eng mit der Qualifikation des Managements verbunden, da die Qualität des Managements entscheidend ist, wenn die Überlebensfähigkeit der Organisation in turbulenten Zeiten gesichert werden soll. Der Band behandelt die zentralen Fragestellungen des Wandels und wie er aus Sicht des Managements zu bewerkstelligen ist. Dabei werden folgende Fragestellungen behandelt: • Warum lassen sich Organisationen nur schwer verändern? (z.B.: Wie lässt sich Innovationsresistenz erklären?) • Was sind Organisationen? (z.B.: Welche Erklärungsmodelle gibt es?) • Wie ändern sich Organisationen? (z.B.: Was ist Wandel erster und zweiter Ordnung? Wie ändern sich Systeme und Kulturen? Wie lernen Organisationen?) • Wie bewerkstelligt man den Wandel? (z.B.: Wie analysiert man Organisationen? Lässt sich Analyse von Veränderung trennen? Was ist Organisationsentwicklung?) • Wer betreibt den Wandel? (z.B.: Wie nimmt das Management wahr, dass sich etwas verändern muss? Welche Unterstützungsmöglichkeiten hat das Management? Welche Verantwortung und welche Möglichkeiten hat das Management?) Diese fünf Fragestellungen werden in fünf Kapitel behandelt. Im letzten Kapitel wird ausführlich auf Organisationsberatung und das Verhältnis zwischen Management und Beratung eingegangen. Es werden Anregungen gegeben, auf was zu achten ist, wenn Beratung ausgewählt und ein Kontrakt geschlossen wird. Konzipiert als Lehrbuch, enthält der Band Beispiele, Kontrollfragen und Übungsaufgaben.
Die Erwartungen an Unternehmen haben sich gewandelt. Unternehmen wird zunehmend Verantwortung für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wie die Einhaltung der Menschenrechte oder den Schutz von natürlichen Ressourcen zugeschrieben. Damit kommt es nicht mehr allein auf die ökonomische Performanz an – vielmehr zählt auch, wie ein Unternehmen seine Gewinne erwirtschaftet. Dies gilt insbesondere für das Verhalten von Unternehmen in Konfliktregionen. Frieden ist für prosperierenden Tourismus essentiell. Vor diesem Hintergrund untersucht dieses Werk, ob und unter welchen Bedingungen transnational sowie lokal operierende Unternehmen der Tourismusbranche zu Frieden in Israel und den palästinensischen Gebieten beitragen. Die systematisch vergleichenden Fallstudien deutscher und palästinensischer Reiseanbieter zeigen, dass der Branchentrend wesentlich vom staatlichen Schatten der Hierarchie bestimmt wird. Für das Engagement der Vorreiterunternehmen ist hingegen deren Reisekonzept maßgeblich. Es wird deutlich, dass sich auch Unternehmen der Tourismusbranche ihrer Verantwortung sukzessive bewusst werden und damit zunehmend relevante Akteure im Rahmen von Global Governance darstellen.
Für die Wettbewerbspolitik scheint paketvermittelte Telefonie ein Glücksfall zu sein. Sie vermehrt nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern erhöht auch den Wettbewerbsdruck auf die ehemaligen Monopolisten. Dieses Buch öffnet den Blick auf die leicht übersehene Schattenseite. In einer reinen Welt der Internettelefonie wäre das einzelne Gespräch kostenlos. Vertragsbeziehungen zwischen den Verbrauchern und Internetserviceprovidern oder den Anbietern der spezifischen Dienstleistungen für die Sprachkommunikation wären ineffizient. Wenn die Anbieter paketvermittelter Telefonie klassische Telefonnummern erhalten, erhöht das zwar den Systemwettbewerb mit der geschalteten Telefonie. Zugleich wird es für die Kunden dann aber schwerer, den Anbieter zu wechseln. Das wettbewerbsfeindliche caller pays principle würde auf die paketvermittelte Telefonie erstreckt.
Dieser Band beschäftigt sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Migration, Bildung und Medien. Es werden Theorieansätze zur Erklärung internationaler Migration mit Theorien der Integration, Akkulturation bzw. Assimilation von MigrantInnen mit Theorien zur transnationalen Migration sowie unterschiedlichen Forschungs- und didaktischen Anwendungsfeldern zur Migrations- und Diversitätspädagogik verknüpft. Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Rolle von Medien in Migrationsprozessen sowie dem Zusammenspiel von Medien und Migration. Hierbei geht es u.a. um die Frage der Darstellung von Migration, MigrantInnen und Diversität in den Medien. Auf diese Weise werden empirische und theoretische Ansätze zu Migration und Medien mit medienpädagogischen und mediendidaktischen sowie migrations- und diversitätspädagogischen Ansätzen und Anwendungsfeldern verknüpft. Mit Beiträgen von: Nancy Andrianne, Wolfgang Aschauer, Georg Auernheimer, Lea Braun, Jonas Christensen, Ricarda Drüeke, Elisabeth Klaus, Anita Moser, Sule Dursun, Helga Embacher, Sylvia Hahn, Birgit Heinrich, Gerhard Hetfleisch, Marc Hill, Mishela Ivanova, Haliemah Mocevic, Alois Nußbaumer, Manfred Oberlechner, Robert Obermair, Michael Offenboeck, Brigitta Pallauf, Lisa Rosen, Argyro Panagiotopoulou, Maximilian Sailer, Wassilios Baros, Brunhilde Scheuringer, Christine Trueltzsch-Wijnen, Elisabeth Vierthaler