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GRIN Kriegsursachen und Kriegsschuld bei Chemnitz und Khevenhiller A1043376117
Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte, Note: 2,3, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Nicht nur mit dem Schwert, sondern auch mit der Feder wurde der Dreißigjährige Krieg erbittert geführt. Sowohl die kaiserlich-katholische als auch die schwedisch-protestantische Partei gaben ein großes Werk, welches die eigene Sicht des Krieges schildern sollte, in Auftrag. Franz Christoph von Khevenhiller im Auftrag der kaiserlichen Partei und Bogislav Philipp von Chemnitz, als Hofhistoriograph der schwedischen Krone, schrieben diese beiden großen Werke. Beide Werke dienten der Rechtfertigung des eigenen Handelns und waren Propagandawerkzeuge. Als solche weisen sie naturgemäß einen Hang zur Tendenz auf. Die beiden Abhandlungen sind im Nachhinein verfasst worden, so erschien Khevenhillers Arbeit 1640-46, und Chemnitz veröffentlichte 1648 den ersten Band seines Werkes. Eine der wichtigsten Fragen jedes Krieges ist die nach der Kriegsschuld. In der vorliegenden Arbeit sollen drei zentrale Fragen geklärt werden. 1.) Wie verfahren die beiden Autoren in der Kriegsschuldfrage? 2.) Wie behandeln beide Autoren rechtlich problematische oder unrechtmäßige Handlungen der eigenen Partei? Wie geht man also mit dem eigenen Anteil an der Kriegsschuld um? 3.) Wie argumentieren beide Seiten und welche Punkte bilden die zentralen Gegensätze? Ein weiteres Ziel dieser Arbeit wird es sein, die Methodik herauszuarbeiten, nach der Khevenhiller und Chemnitz vorgehen. Beide Werke gehen auf die Ursachen des Krieges ein. In dieser Arbeit werden beide Darstellungen vorgestellt, verglichen und schließlich kritisch analysiert. Die Unterschiedlichkeit beider Werke in Intention und Herangehensweise erfordert eine differenzierte Untersuchungsmethode. Für Khevenhiller ergab sich die Notwendigkeit für mehrere Kriegsphasen die Kriegsursachen zu untersuchen. Die Kriegsschuldfrage wird daher bei ihm mehrfach, auf jeweils andere Kriegsgegner bezogen gestellt. Ob er dabei jeweils nach gleichem Muster vorgeht, wird zu klären sein. Für Chemnitz besteht diese Problematik nicht. Für ihn ist allein der Kaiser als Kriegsgegner zu betrachten. Der zu bearbeitende Zeitraum erstreckt sich von dem Böhmischen Aufstand bis zum Eingreifen Schwedens. Es kann nicht die ganze Geschichte des Dreißigjährigen Krieges nachgezeichnet werden. Die für das Verständnis der Quellen bedeutenden Ereignisse stehen daher im Vordergrund.
GRIN Rahmenbedingungen für Disease Management Programme im deutschen Gesundheitswesen A1005213579
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich VWL - Gesundheitsökonomie, Note: 1,0, Technische Universität Berlin (Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht), Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand dieser Arbeit ist die Erörterung methodischer Fragestellungen in Bezug auf die Evaluationsmöglichkeiten von DMP¿s mit Routinedaten der Gesetzlichen Kranken-versicherungen. Um das Verständnis der Ausführungen späterer Kapitel zu erleichtern, bietet der erste Teil einen Einblick in die medizinischen Gesichtspunkte der Stoffwech-selkrankheit Diabetes. Dem schließt sich eine kurze Begriffsbestimmung der sich seit Anfang der 90er zunächst in den USA verbreitenden DMP¿s an. Es wird erläutert, warum Diabetiker von einer Teilnahme an einem DMP profitieren können und mit welchen konkreten Maßnahmen die Verbesserung der Versorgungsqualität angestrebt wird. Eine umfassende Darstellung der Rahmenbedingungen für die Programme, worunter beispielsweise der Kassenwettbewerb, der Risikostrukturausgleich und die sektoralen Gegebenheiten fallen, rundet das Kapitel ab. Anschließend wird gezeigt, inwiefern mehrere Evaluationsarten für die Bewertung von DMP¿s herangezogen werden können und in welcher Weise diesen gewisse Outcomearten zuordenbar sind. Das fünfte Kapitel bietet eine Betrachtung international gesammelter Erfahrungen mit Diabetes-Programmen. Zwei Tabellen stellen für 11 Studien einen Überblick über deren Teilnehmerzahlen, Dauer, Einschlusskriterien und untersuchte Parameter dar. Auf Grundlage dieser allgemeinen Aufführung werden alle Studien einzeln vorgestellt, um explizit deren Stärken und Schwächen anzusprechen. Von besonderem Interesse sind die Konstruktionen der Vergleichsgruppen, weil nicht randomisierte Studien häufig invalide Ergebnisse liefern, wenn mögliche Selektionsverzerrungen unangepasst in die Analyse miteinfließen. Insgesamt wird sich herausstellen, dass es trotz flächendeckender Verbreitung der Krankheitsmanagementprogramme kaum gesicherte Erkenntnisse über deren Kosteneffektivität gibt. Eine nachweisliche Reduktion Diabetes bedingter Komplikationen ist im Zusammenhang mit DMP¿s bisher ebenfalls noch nicht beobachtet worden. In den beiden nachfolgenden Kapiteln werden die Charakteristika der deutschen Routinedaten analysiert. Zunächst werden die Vor- und Nachteile für die Auswertung der bestehenden Daten aufgezeigt. Anschließend werden anhand der Datenquellen die einzelnen Variablenarten vorgestellt und mit den Ergebnissen des vierten und fünften Ka-pitels verglichen. Der letzte Teil der Arbeit bietet konkrete Lösungsansätze zur Umset-zung einer Evaluation, die sich ausschließlich der vorhandenen Sekundärdaten bedient.
Nur wer den Zusammenhang von Geld- und Gütermenge begreift, wer die Bedeutung des Sparens und des Aufnehmens von Schulden für Investitionen im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang versteht, kann die Ursachen der Weltwirtschaftskrise erkennen. Diesen Zusammenhang beschreibt der weltweit bekannte Nationalökonom Roland Baader in seinem neuesten Buch Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression. Baader hatte schon 2004 die 2007 beginnende Finanzkrise in dem Buch Geld, Gold und Gottspieler – Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise prognostiziert. Doch im Moment sonnen sich die Beteiligten in Wirtschaft und Politik in einer – wie es heißt – konjunkturellen Erholung. Die kann deshalb stattfinden, weil mit Bürgschaftsversprechungen der Staatsbankrott einiger europäischer Staaten aufgeschoben worden ist. Die Quittung wird kommen und zwar umso kräftiger, wenn die Bürgschaften eingelöst werden müssen. Dann werden auch die Bürgschaftsgeber in den Strudel einer verkehrten Geldpolitik geraten. Die Ursache der Misere, so schreibt Roland Baader, ist das ungehemmte Schuldenmachen. Es wird als Erfolg gefeiert, dass die Neuverschuldung geringer ausfällt als früher. Es werden aber immer noch neue Schulden gemacht. Der entstandene Brand, so Baader, wird mit Benzin gelöscht. Das ist möglich, weil die Staaten als Hauptschuldenmacher über das Geldmonopol verfügen. Die seit Jahrhunderten erprobte Binsenweisheit, dass Monopole schaden, wird bei dem sensibelsten Gut einer Marktwirtschaft missachtet, bei dem Geld. Seine Menge und sein Preis werden zentral festgelegt. Damit wird die freie Marktwirtschaft sozialistisch gesteuert, was damit genauso zum Fiasko führt, wie eine insgesamt sozialistisch gesteuerte Wirtschaft. Es dauert nur etwas länger. Doch so wie die Staaten immer ungehemmter Schulden auf Grund der „Ozeane aus Papier- und Kreditgeld“ machen, steigt auch die Verschuldungsbereitschaft der Bürger. Neben dem geschichtlichen Rückblick beschreibt Baader die volkswirtschaftlichen Zyklen, die durch Stimulieren der Nachfrage und durch falsche Zinshöhe irreparable zukünftige Schäden anrichten, um momentane Erfolge zu verbuchen. Die Schuldigen werden woanders gesucht, z. B. bei den Chinesen. Am Schluss dieses bemerkenswerten Buches zeigt Baader Lösungsverschläge auf. Es gibt nur einen Weg und zwar: sich von der Ideologie des Sozialismus auch in der Geldpolitik zu trennen. Dieses Buch, Baaders sechzehntes, ist der vielleicht letzte und zutiefst aufrüttelnde Warnruf des großen Freiheitsdenkers deutscher Sprache.
GRIN Preisaufsicht und Missbrauchsaufsicht in der deutschen Elektrizitätswirtschaft A1005615714
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik, Note: 1,7, FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Die Energiepreise sind auf ein volkswirtschaftlich bedenkliches Niveau gestiegen, das mit der Entwicklung der Primärenergiekosten nicht mehr begründbar erscheint und industrielle Abnehmer sowie Endverbraucher über Gebühr belastet.¿ Mit diesen Worten rechtfertigt Bundeswirtschaftsminister Glos in der Begründung für den Gesetzentwurf eine geplante Verschärfung der Missbrauchsaufsicht für Energie-versorger. In der Zeit von 2000 bis 2005 ist laut Statistischem Bundesamt der Durchschnittserlös für Strom um ein Drittel gestiegen. Nach der Financial Times Deutschland haben die vier auf dem Elektrizitätsmarkt dominierenden und größten Energieversorger ihre Gewinne innerhalb von drei Jahren sogar von 4,6 Mrd. Euro auf 13,5 Mrd. Euro pro Jahr erhöht. Diese Erlössteigerungen sind zum größten Teil auf Strompreiserhöhungen zurückzuführen. Bis heute sind die Strompreise durch die Energieversorgungsunternehmen stetig erhöht worden, was den Bund der Energieverbraucher und viele Politiker zu heftigen Kritiken veranlasst. Die Kritik richtet sich hauptsächlich gegen die vier großen Energieversorger EON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW, die trotz großer Gewinne die Strompreise stetig erhöhen. Jene bestreiten wiederum die Absicht, ausschließlich ihre Gewinne erhöhen zu wollen und rechtfertigen die Preisanstiege überwiegend mit... Die Großkonzerne blicken mit Sorge auf die Vorhaben der Politiker. Bundeswirtschaftsminister Glos (CSU) möchte eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht, die europäische Kommission und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) fordern die eigentumsrechtliche Trennung der Kraftwerke von den Stromnetzen und... Der hier deutlich werdende Zielkonflikt zwischen den großen Energieversorgungsunternehmen und der Politik führt seit der Öffnung der Elektrizitätsmärkte 1998 immer wieder zu Diskussionen. Während die Unternehmen als oberstes Ziel die Gewinnmaximierung anstreben, lauten die energiepolitischen Ziele des Staates: Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit... Vor diesem Hintergrund muss man sich die Frage stellen, ob im Elektrizitätsmarkt ein freier Wettbewerb überhaupt möglich ist. Des Weiteren erscheint das Erreichen der vom BMWI selbst vorgegebenen energiepolitischen Ziele, sowohl Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren, als auch Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit zu gewährleisten, problematisch... Die staatliche Aufsicht gilt insbesondere für diskriminierende Preisstellungen. Man unterscheidet...
GRIN Das 'foedus Cassianum' und die Frage nach seiner Datierung A1026358919
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Alte Geschichte), Veranstaltung: Die Punischen Kriege, Sprache: Deutsch, Abstract: Der italienische Dichter Dante Alighieri soll einmal gesagt haben: ¿Die Natur hat gewollt, dass die Römer herrschen.¿ Dieses Bewusstsein herrschte auch in Rom um 200 v. Chr., das zu dieser Zeit nun endgültig die bedeutendste Macht im Mittelmeerraum darstellte. In Anbetracht dieses Erfolges begann die Rekonstruktion der Römischen Geschichte. Die römische Annalistik, die mit Quintus Fabius Pictor ihren Anfang nahm, unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung der Stadt, indem sie ihre Entstehung in Zusammenhang mit mythischer griechischer Vorzeit bringt, uns eine Hegemoniestellung der Stadt innerhalb Latiums schon in der Königszeit glaubhaft machen will und die Zugehörigkeit zur latinischen Staatengemeinschaft ablehnt. Es ist unumstritten, dass es in Roms Frühgeschichte zu Annäherungen zwischen verschiedenen Städten in Latium gekommen ist und sich von dieser Basis aus die Machtambitionen Roms weiter entfalten konnten. Durch die römische Geschichtsschreibung wissen wir von einem römisch-latinischen Bündnis, welches mit dem Namen eines Sp. Cassius in Verbindung gebracht wurde und daher allgemein als foedus Cassianum bezeichnet wird. Es wird von Cicero und Livius erwähnt, während Dyonisios von Halikarnassoss und Festus von seinem Inhalt zu berichten wissen. Die Tradition datiert das foedus in das Jahr 493 v. Chr.. In der Zeit nach dem Sieg der Römer über die Latiner am See Regillus sollen so die Verhältnisse zwischen Römern und Latinern neu geordnet worden sein. Es wurde bisher viel über die Echtheit der Überlieferungen und die militärischen und politischen Hintergründe des Vertrages geforscht, wobei kontroverse Ansichten, insbesondere in Bezug auf die Datierung des Vertrages, zustande kamen. Ryuichi Hirata verteidigt das Datum der Annalistik, indem er die Notwendigkeit des Bündnisses für beide Parteien durch den historischen Kontext zu beweisen versucht. Karl-Ernst Petzold und Endre Ferenczy nehmen eine Interpretation der beiden römisch- karthagischen Verträge vor, die sie in Zusammenhang mit dem foedus Cassianum bringen. Beide sehen den Vertrag in der Frühzeit der Republik bestätigt.
GRIN Darstellung und Beurteilung von Real Estate Investment Trusts (REITs) in Deutschland
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Investition und Finanzierung, Note: 2,0, Leuphana Universität Lüneburg (Institut für Betriebswirtschaftslehre), Veranstaltung: Finanzierung und Investition, Sprache: Deutsch, Abstract: Obwohl der deutsche Immobilienmarkt der größte Europas ist, wird im Vergleich zu anderen Ländern nur ein geringer Teil der Immobilien von internationalen institutionellen Anlegern gehalten. So lag der Eigenbesitzanteil von betrieblich genutzten Immobilien in Deutschland im Jahr 2006 bei ungefähr 73%, in den USA hingegen bei nur 25%. Ein Grund dafür war das Fehlen einer geeigneten Möglichkeit der indirekten Immobilienanlage, die auch für ausländische Investoren attraktiv ist. Daher begann schon im Jahr 2003 die Diskussion um die Einführung des international etablierten REIT, der zu dieser Zeit auch in anderen Ländern eingeführt worden ist. Die Einführung wurde in Deutschland wegen der Furcht vor negativen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und wegen der Furcht vor hohen Steuerausfällen aufgrund der Ausnutzung bestimmter internationaler Steuerregelungen durch ausländische Anleger lange kontrovers diskutiert. Erst im Jahr 2006, als Kompromisse für die diskutierten Punkte gefunden wurden, beschloss die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung deutscher REITs. Das Gesetz, das rückwirkend zum 1.1.2007 in Kraft trat, wurde dann schließlich im März 2007 durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet. In der Folgezeit wurde die Ausgestaltung des REIT-Gesetzes in der Öffentlichkeit kritisiert, da die Hoffnungen vieler Fachleute nicht erfüllt wurden. Trotzdem haben inzwischen einige Gesellschaften die Gelegenheit genutzt, den REIT-Status zu beantragen, wobei die Anzahl geringer ist als erwartet wurde. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen dieser Seminararbeit der deutsche REIT dargestellt und anschließend kritisch beurteilt werden. Dazu erfolgt in Kapitel 2 zunächst eine generelle Betrachtung von REITs und deren Abgrenzung von anderen Anlagemöglichkeiten. Im Folgenden werden in Kapitel 3 die Ausgestaltung des Gesetzes sowie insbesondere die von den Gesellschaften zu erfüllenden Anforderungen dargestellt, bevor in Kapitel 4 auf die steuerlichen Folgen eingegangen wird. In Kapitel 5 wird der G-REIT dann schließlich kritisch gewürdigt. Kapitel 6 fasst abschließend die Ergebnisse dieser Arbeit zusammen und gibt gegebenenfalls Verbesserungsempfehlungen.
GRIN Hart, aber smart" statt "dreckig, kahl und hundsgemein
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,3, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Sobald der Begriff `Skinheads` in der Öffentlichkeit ¿ in den Medien, in Diskursen, in politischen Debatten oder Berichten ist er am häufigsten anzutreffen ¿ auftaucht, weckt er mehr oder weniger ¿richtige¿ Assoziationen. Der eine denkt an kahlköpfige Schlägertypen mit schweren Stiefeln, der andere an schwarz-weiß-rote Fahnen schwingende NPD-Demonstranten, und wiederum jemandem fallen (vermeintliche) Attribute wie ¿rechtsradikal¿, ¿Bomberjacke¿, ¿Böhse Onkelz¿ oder ¿Nassrasur¿ ein. ¿Szenekundige¿ haben Bilder von deutsch und englisch singenden Jugendlichen mit kurzen Haaren, Boots mit roten oder weißen Schnürsenkeln oder trinkfesten, zu Ska- und Punkmusik tanzenden Männern im Kopf. Zuletzt gibt es Menschen, die beim Wort Skinheads an Arbeitermilieu, jamaikanische Reggae-Musik oder ¿Skin-Konzerte gegen Rechts¿ denken. Diese Assoziationenvielfalt ließe sich fortführen und zeigt, wie unterschiedlich und zum Teil gegensätzlich Bilder von Skinheads in der Gesellschaft existieren ¿ und stimmen! Über die negativen Auswüchse der Skinhead-Bewegung ist ausführlich in den Medien und der fachwissenschaftlichen, insbesondere der politikwissenschaftlichen Welt gesprochen worden. Wie genau oder ungenau die Deskriptionen und Deutungen in Bezug auf diese spezielle subkulturelle Szene dabei ausfielen, soll hier nicht diskutiert werden, denn sie repräsentieren größtenteils nur eine Seite der Medaille. Hier soll vielmehr die andere Seite der subkulturellen Skinhead-Bewegung, die auch zunehmend in wissenschaftlichen Kreisen an Interesse gewinnt, in den Blick genommen werden. Publikationen, allesamt jüngeren Datums, lassen Skinheads nicht nur im Sumpf rechtsradikaler Ideologien versinken, sondern schenken auch den ¿unpolitischen¿ Stellvertretern ihre Aufmerksamkeit. Dabei soll nicht die Skinhead-Bewegung in ein glanzvolles Licht gerückt und ihre Schattenseite(n) verklärt werden ¿ sie besitzt nämlich nach wie vor typische Negativmerkmale einer Subkultur ¿ doch lässt sich erkennen, dass die Szene mehr ist als ein Sammelbecken für abgestumpfte Haudrauf-Nazis. Verständlich, dass für Zeitungs- und Bücherverlage eine reißerische Berichterstattung ertragreicher ist, als sich ¿objektiv¿ mit der Szene auseinanderzusetzen. Hier soll nun gezeigt werden, wie, beziehungsweise woraus der Skinhead-Kult entstanden ist. Dafür muss der Blick auf Großbritannien gelenkt werden, dem Mutterland der heute global existierenden Skinhead-Szene.
GRIN Sogenannte 'Ellipsen' in gesprochener Sprache
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Grammatik des gesprochenen Deutsch, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie die Arbeit im weiteren Verlauf noch aufzeigen wird, beinhaltet der Ellipsenbegriff gewisse Probleme. Buss (2004) macht die Entstehungsgeschichte dafür mitverantwortlich. So ist der Begriff der Ellipse zur Beschreibung eines syntaktischen Phänomens aus der Rhetorik importiert worden. Hier bezeichnet die Ellipse die kunstvolle Tilgung bestimmter Elemente der Rede. Neben dieser positiven Wortbedeutung als rhetorische Figur bezeichnet der Begriff allerdings auch bereits bei Quintilian einen zu vermeidenden grammatischen Ausdrucksfehler. Während in der Rhetorik die positive Wortbedeutung, elliptische Konstruktionen als bewusst eingesetztes Verfahren, vorherrscht, wurde in die grammatische Tradition vorwiegend die Bedeutung als Regelverstoß durch mangelnde Vollständigkeit übernommen. Grammatisch wird die Ellipse also als syntaktisches Defizit verstanden, wobei hier immer die Norm der schriftbasierten Standardsprache zu Grunde liegt, auch um Phänomene der gesprochenen Sprache einzuschätzen. Auch bei Bußmann (1990) wird die Ellipse als ¿Aussparung von sprachlichen Elementen, die aufgrund von syntaktischen Regeln oder lexikalischen Eigenschaften (z.B. Valenz eines Verbs) notwendig sind¿ definiert, damit auch lediglich über einen Mangel. Auch in der Linguistik, die den Fokus ja eigentlich auf die gesprochene Sprache legt, wurde lange mit schriftsprachorientierten Analyse- und Beschreibungskategorien gearbeitet und zudem wurden schriftliche Texte als empirische Grundlage der Forschung verwendet. Dies hat bezüglich der Ellipsen zur Folge, dass sich zwei Auffassungen gegenüberstehen, zum einen die Ableitungsthese und zum anderen die Autonomiethese. Bevor jedoch mit Blick auf die unterschiedlichen Ellipsentheorien auch auf diesen Streit eingegangen werden wird, sollen unterschiedliche Ellipsenarten nach Klein (1985 und 1993) dargestellt werden. Nachdem mit Selting (1997) auf die Schwierigkeiten einer klaren Ellipsendefinition eingegangen werden wird und für die Unbrauchbarkeit des Ellipsenbegriffs plädiert wird, soll schließlich auf Günthner (2006) eingegangen werden, die mit ihren ¿dichten Konstruktionen¿ eventuell Seltings Forderung nach neuen, passenden Begrifflichkeiten einlöst. Abschließend wird dann versucht werden, dichte Konstruktionen in einer kleiner Stichprobe ausfindig zu machen.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,3, Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit befasst sich mit dem Risikomanagement im Bankensektor. Ein professionelles Risikomanagement gewinnt in Zeiten zunehmender Verflechtung und Volatilität der Märkte immer mehr an Bedeutung. Der Verzicht auf Risiken ist nicht sinnvoll, ein gezieltes Eingehen von Risiken ist Vorraussetzung dafür, eine angemessene Performance überhaupt zu ermöglichen. Eine erfolgreiche Risikomessung, Risikosteuerung und Risikokontrolle wird zum wichtigen Wettbewerbsinstrument für die Positionierung der Banken am Markt. Die Brisanz dieses Themas wird verstärkt durch die immer enger werdende Verflechtung zwischen bankinterner und aufsichtlicher externer Risikoüberwachung, hier sind z.B. Basel II und die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zu nennen. Konzepte wie der Value at Risk (VaR), der zuerst nur in der Theorie entwickelt wurde, ist heute Bestandteil der betrieblichen Praxis. Die Vorschriften der Bankenaufsicht, für Deutschland bildet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Kernstück, und die Bankgesetze sollen gewährleisten, dass Banken ihre Risiken ausreichend begrenzen und für eingegangene Risiken eine adäquate Eigenmittelunterlegung stellen. In der folgenden Arbeit wird zu Beginn im Kapitel 2 der Begriff Risiko und Risikomanagement definiert und der Bezug zum Thema gebildet. Dabei wird der allgemeine Prozess des Risikomanagements erläutert. Im Kapitel 3 gibt die Arbeit eine Übersicht über die rechtlichen Grundlagen, die entscheidend für das Risikomanagement sind. In den letzten Jahren sind neue Regulierungen erlassen worden, wie zum Beispiel Basel II, die seit dem 01.Jan. 2007 zu befolgen sind und die MaRisk, die am 20. Dez. 2005 veröffentlicht wurden. Unter Punkt 3.2 werden die drei Säulen von Basel II aufgezeigt und vorgestellt. Die Handhabung von Ratings im Rahmen von Basel II gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden in der vorliegenden Arbeit im Kapitel 4 kurz erläutert. Es werden die aktuellen Ratingcodes der bekanntesten Rating-Agenturen aufgezeigt und das externe und interne Rating beschrieben. Im Kapitel 5, dem Hauptteil, befasst sich die Arbeit mit dem Risikomanagementprozess am Beispiel des Kreditrisikomanagements. Es werden Möglichkeiten der Messung dargestellt und anschließend Verfahren zur Steuerung beschrieben. Im Folgenden wird auf die Ergebniskontrolle eingegangen. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Arbeit und ein kurzes Fazit.
GRIN Zum Anteil am Bürgerrecht von nothoi zwischen unverheirateten Athener Eltern
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Universität Paderborn (Historisches Institut), Veranstaltung: Einführung in das Studium der alten Geschichte - Athen und Sparta, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Hausarbeit ist es, den Stand unehelicher Kinder zwischen zwei Athener Bürgern nach den Gesetzen von Solon und Perikles zu beleuchten, und zu klären, in wieweit sie möglicherweise Anteil am Bürgerrecht hatten. Der Begriff nothos (Pl. nothoi) ist übersetzbar mit dem Wort ¿Bastard¿, der sich (in neutraler Konnotation) auf ein Kind bezieht, das außerhalb einer anerkannten Ehe geboren ist, sei es nun zwischen zwei unverheirateten Eltern, durch Ehebruch oder in Beziehung zu einer Konkubine. Spätestens seit der Verabschiedung von Perikles Gesetz über das Bürgerrecht, bezieht sich der Begriff ebenfalls auf Nachkommen, die zwar innerhalb einer Ehe geboren wurden, jedoch als illegitim betrachtet werden, wenn nicht beide Ehepartner Athener Bürger sind. In diesem Falle ist ihnen nach Perikles das Bürgerrecht verwehrt. Vorerst gilt es zu bedenken, unter welchen Vorraussetzungen diese Kategorie von nothoi überhaupt entstehen kann. Wir können wohl davon ausgehen, dass solche Kinder, die die Frucht einer inzestiösen Verbindung oder einer Vergewaltigung sind, wohl dem Schicksal der Aussetzung entgegen sahen, ebenso wie Kinder aus einem Ehebruch. Letztere können natürlich auch unbemerkt als legitim ausgegeben worden sein. Kinder aus einer Vergewaltigung können dann als legitim gelten, wenn die Eltern (auch nach der Geburt des Kindes) verehelicht werden. Es bleiben noch die Kinder mit einer pallake und hetaira. Beide Begriffe sind in der Literatur nicht eindeutig von einander zu differenzieren, wir können jedoch davon ausgehen, dass lediglich Kinder von Kurtisanen, die eine andauernde Beziehung zum Vater führten, eine Chance auf Leben und Anerkennung hatten. Die Frage, ob es unter diesen Konkubinen tatsächlich welche gab, die Athenische Bürgerinnen waren, ist nicht eindeutig zu beantworten, wird jedoch ausgiebig bei Sealey und Cohen 3diskutiert. Dies zu erläutern würde den Rahmen der Arbeit sprengen, aber ich gehe davon aus, dass es einen gewissen Anteil an Athener Bürgertöchtern gab, die sich (freiwillig oder unfreiwillig) in den Status einer Prostituierten begaben und im Spiegel der Gesetze eben legitime oder illegitime Kinder gebaren.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 2,3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Finanzindustrie wird derzeit von verschiedenen Tendenzen geprägt. Globalisierung, technischer Fortschritt und Konzentration sind Faktoren, die gravierende Veränderungen auf den Finanzmärkten auslösen. Hierdurch haben die Interbankenmärkte in den letzten Jahrzehnten im Hinblick auf das Funktionieren des Finanzsystems immer größere Bedeutung gewonnen, und das moderne Finanzsystem ist heutzutage ohne Interbankenmärkte kaum mehr vorstellbar. Die Interbankenbeziehungen erzeugen ein dichtes Netz zwischen den Kreditinstituten, und dessen Beständigkeit basiert wesentlich auf dem Vertrauen der Akteure in das System.1 In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind Anzahl und Häufigkeit von Bankenkrisen stark angestiegen. Prominente Fälle sind hierbei die Asienkrise in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts und die immer noch andauernde Finanzkrise von 2007/2009. Die negativen Folgen dieser Krisen sind sehr groß. Dabei spielt die kurzfristige Refinanzierung von Banken im Interbankenmarkt als zentraler Verstärkungsmechanismus dieser Entwicklung eine große Rolle. Die Banken zählen zwar zu den am stärksten regulierten Institutionen einer Volkswirtschaft: dennoch konnten die derzeit gültigen Regulierungsstandards und Berichterstattungspflichten immer wiederkehrende Krisen nicht verhindern. Es stellt sich somit die Frage, welche Maßnahmen zur Vervollständigung der Regulierungsmaßnahmen getroffen werden müssen, um Krisen eines ähnlichen Ausmaßes wie in der Vergangenheit wirksam zu begegnen. Angesichts der beträchtlichen Folgen solcher Krisen wird gegenwärtig intensiv darüber diskutiert, wie die Interbankenmärkte reguliert werden könnten, um deren Funktionsstörung eventuell in Krisenzeiten zu verhindern, und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um den Schlüsselfaktor des Interbankenmarktes, nämlich das gegenseitige Vertrauen der Banken, aufrechtzuerhalten. Um derartige Regulierungen künftig realisieren zu können, müssen eine theoretische und eine empirische Grundlage zur Betrachtung von Interbankenbeziehungen vorliegen. Jedoch ist die Rolle solcher Interbankenbeziehungen bisher empirisch kaum bzw. unzureichend analysiert worden. Die Wahrnehmung von Risiken auf einer Systemebene anstelle der bisher vorherrschenden Betonung von Institutsrisiken sowie die vollständige Datensammlung von bilateralen Interbankenbeziehungen, die die Analyse von empirischen Untersuchungen ermöglicht, sind relevante Voraussetzungen zur wissenschaftlichen Analyse.
GRIN Die Rolle von Proxy Advisors für die Corporate Governance
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 14, Universität Hamburg (Institut für Recht und Ökonomik), Sprache: Deutsch, Abstract: Institutionelle Stimmrechtsberater (Proxy Advisors) gibt es seit über 20 Jahren. Sie erbringen für ihre Auftraggeber ¿ zumeist institutionelle Anleger - verschiedene Dienstleistungen. Dazu zählen die Erstellung von Abstimmungsempfehlungen für Hauptversammlungen auf Grundlage eigener Stimmrechtsrichtlinien (Proxy Voting Guidelines), die Stimmrechtsvertretung auf Hauptversammlungen, die Erstellung von Corporate Governance Ratings und teilweise eine Corporate Governance Beratung. Die Bedeutung der Proxy Advisors ist seit den Bilanzskandalen von Enron und WorldCom zunächst vor allem in den USA gewachsen. Grund dafür war der Investment Companies Act 2003, der institutionelle Anleger dazu verpflichtete ihr Stimmverhalten und ihre Stimmrechtspolitik jährlich offenzulegen. Weniger direktiv aber mit gleicher Absicht wurde in Großbritannien im Juli 2010 der UK Stewardship Code verabschiedet ¿ ein nach dem comply or explain-Prinzip wirkender Verhaltenskodex für institutionelle Anleger, der zur Offenlegung ihrer Abstimmungspolitik anhalten soll. Unabhängig von der Regelungssystematik ist jedoch zu konzedieren, dass institutionelle Anleger weder über ausreichendes Know-how verfügen noch bereit dazu sind Investitionen in die zeit- und kostenträchtige Erfüllung der auferlegten Publizitätspflichten zu tätigen. Daher wurden seit 2003 sämtliche mit der Stimmrechtspolitik institutioneller Anleger verbundene Aufgaben im großen Umfang an Proxy Advisors vergeben, deren Branche infolgedessen ein starkes Wachstum erlebte. Heute nehmen Proxy Advisors auch in Europa eine mächtige Stellung auf Hauptver-sammlungen ein: So haben sie für Aufsehen gesorgt, als sie etwa die Entlastung des Vorstands der UBS 2007 verweigerten oder den Vergütungsbericht der Credit Suisse versuchten zu kippen. Die vor allem in den USA geäußerte Kritik am Wirken der Proxy Advisors hat auch die EU-Kommission im Frühjahr 2011 dazu veranlasst, dieses Thema im Rahmen des Grünbuchs Europäischer Corporate Governance-Rahmen auf ihre Agenda zu setzen. Zeitgleich wurde der Bericht der Reflection Group veröffentlicht, welche von der Kommission eingesetzt worden war, um Vorschläge zur Weiterentwicklung des Europäischen Gesellschaftsrechts auszuarbeiten. So wird im Rahmen dieser Arbeit die Tätigkeit von Proxy Advisors ökonomisch-funktional eingeordnet, um ihre Rolle für die Corporate Governance zu erfassen.
GRIN Das 'foedus Cassianum' und die Frage nach seiner Datierung
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Alte Geschichte), Veranstaltung: Die Punischen Kriege, Sprache: Deutsch, Abstract: Der italienische Dichter Dante Alighieri soll einmal gesagt haben: ¿Die Natur hat gewollt, dass die Römer herrschen.¿ Dieses Bewusstsein herrschte auch in Rom um 200 v. Chr., das zu dieser Zeit nun endgültig die bedeutendste Macht im Mittelmeerraum darstellte. In Anbetracht dieses Erfolges begann die Rekonstruktion der Römischen Geschichte. Die römische Annalistik, die mit Quintus Fabius Pictor ihren Anfang nahm, unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung der Stadt, indem sie ihre Entstehung in Zusammenhang mit mythischer griechischer Vorzeit bringt, uns eine Hegemoniestellung der Stadt innerhalb Latiums schon in der Königszeit glaubhaft machen will und die Zugehörigkeit zur latinischen Staatengemeinschaft ablehnt. Es ist unumstritten, dass es in Roms Frühgeschichte zu Annäherungen zwischen verschiedenen Städten in Latium gekommen ist und sich von dieser Basis aus die Machtambitionen Roms weiter entfalten konnten. Durch die römische Geschichtsschreibung wissen wir von einem römisch-latinischen Bündnis, welches mit dem Namen eines Sp. Cassius in Verbindung gebracht wurde und daher allgemein als foedus Cassianum bezeichnet wird. Es wird von Cicero und Livius erwähnt, während Dyonisios von Halikarnassoss und Festus von seinem Inhalt zu berichten wissen. Die Tradition datiert das foedus in das Jahr 493 v. Chr.. In der Zeit nach dem Sieg der Römer über die Latiner am See Regillus sollen so die Verhältnisse zwischen Römern und Latinern neu geordnet worden sein. Es wurde bisher viel über die Echtheit der Überlieferungen und die militärischen und politischen Hintergründe des Vertrages geforscht, wobei kontroverse Ansichten, insbesondere in Bezug auf die Datierung des Vertrages, zustande kamen. Ryuichi Hirata verteidigt das Datum der Annalistik, indem er die Notwendigkeit des Bündnisses für beide Parteien durch den historischen Kontext zu beweisen versucht. Karl-Ernst Petzold und Endre Ferenczy nehmen eine Interpretation der beiden römisch- karthagischen Verträge vor, die sie in Zusammenhang mit dem foedus Cassianum bringen. Beide sehen den Vertrag in der Frühzeit der Republik bestätigt.
GRIN Chancen und Grenzen europäischer Planungssteuerung am Beispiel der Leipzig Charta
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung, Bauhaus-Universität Weimar, Sprache: Deutsch, Abstract: Jüngst betitelte die Fachzeitschrift "Raumforschung und Raumplanung" das 21. Jahrhundert mit dem Namen ¿Zeitalter der Städte¿. Als Produzenten von Wissen und Innovation, Vorantreiber des wirtschaftlichen Wachstums und vor allem als Lebens- und Arbeitsort für über Dreiviertel der europäischen Bevölkerung bedingen Städte eine extensiv zunehmende Bautätigkeit im Bereich Wohnraum und Infrastruktur. Gleichzeitig stellen sie nationenübergreifend Kristallisationspunkte für neuartige Problemstellungen dar und fordern die nationale Stadtentwicklungspolitik der EU-Mitgliedstaaten somit zum innovativen Handeln heraus. Zu den vielen gesamteuropäischen Herausforderungen in Städten zählen hierbei insbesondere der Ausgleich sozialer Ungleichheiten, Schaffung von Wohnraum und Qualifizierung lokaler Ökonomien. Dementsprechend scheint der zunehmende Wunsch supranationaler Institutionen naheliegend, Stadtentwicklung als gemeinsame Aufgabe zu betrachten und auf urbane Transformationsprozesse grenzüberschreitend Einfluss zu nehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welchen Beitrag supranationale Systeme zur Steuerung von Handlungen im Bereich der Stadt- und Raumentwicklung tatsächlich leisten können. Unumstritten stellt das Dokument der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt, welches 2007 im Rahmen des informellen Ministertreffens zur Stadtentwicklung und territorialem Zusammenhalt unterzeichnet worden ist, einen Meilenstein für länderübergreifenden Stadtpolitik auf Europäischer Ebene dar. Diese Arbeit nimmt es sich zur Aufgabe die Potenziale dieses Dokuments zu untersuchen und mögliche Grenzen seiner Wirkung zu identifizieren. Hierfür wird in einem ersten Schritt ein kurzer Überblick über allgemeine Steuerungsmöglichkeiten in Stadt- und Raumentwicklung auf europäischer Ebene gegeben und die Leipzig Charta in der Logik politischen Handels der Europäischen Union verortet. Es erfolgen eine Betrachtung ihrer Entstehungsabsicht, eine inhaltliche Zusammenfassung und eine planungstheoretische Einordnung, welche bereits die elementaren Wirkweisen des Dokuments darstellen werden. In einem zweiten Teil dieser Arbeit werden Chancen und Grenzen europäischer Steuerung durch die Leipzig Charta diskutiert, wobei Erfahrungswerte aus Zeiten ihrer Umsetzung bis 2017 in Betracht gezogen werden. Das abschließende Kapitel zielt darauf ab, die Leipzig Charta als Instrument supranationaler Steuerung anhand vorausgegangener Information zusammenfassend zu bewerten.
GRIN Unterschiede der Leistungsfähigkeit im Sprungbereich von untrainierten und trainierten Schülerinnen und Schülern
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Gesundheit - Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung, Note: 1,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät - Fachbereich Sportwissenschaften für Wirtschaftspädagogen), Sprache: Deutsch, Abstract: In unserer automatisierten, von Technologie überfluteten Welt ¿ eine Welt, welche dieser Entwicklung eine übergeordnete Rolle zukommt lässt - scheint das körperliche Leistungsvermögen nur noch von geringer Bedeutung zu sein. Für die Bewältigung des Berufsalltags ist eine herausragende muskuläre Leistungsfähigkeit keine zwingende Voraussetzung mehr. Unser rapider technischer Fortschritt erlaubt uns, in wenigen Stunden fremde Länder zu erfliegen, Berggipfel ohne große muskuläre Beanspruchung zu erzwingen, die oberste Etage einer Skyline in Sekunden zu erreichen, sowie eine Strecke von A nach B schnellstmöglich zurückzulegen. Durch den allgemeinen Bewegungsmangel ¿ vermindertes sich Bewegen, wie Gehen und Treppensteigen - welcher in den letzten Jahrzehnten aufgrund des technischen Wandels rasant voranschritt, sind die biologischen Gesetzmäßigkeiten vernachlässigt worden. Die adäquaten Reize für die Entwicklung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie die spezielle Leistungsfähigkeit der verschiedenen Muskelgruppen werden auf ein Minimum reduziert. Vor allem im Kindes- und Jugendalter ist es wichtig die heranreifenden Organe und die Muskulatur förderlich zu entwickeln, um als junger, erwachsener Mensch mit optimaler körperlicher und geistiger Ausstattung dem Leben entgegentreten zu können. Bleiben diese Kraftbeanspruchungen großer Muskelgruppen aufgrund des Bewegungsmangels über längere Zeit unterhalb einer bestimmten Reizschwelle, so entstehen Funktions- und Leistungsverluste (vgl. Hollmann/ Hettinger 2000, 7F). Neben dem technischen Wandel trägt die Situation des Sportunterrichtes im erheblichen Maße an der Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei. Der Beschluss der Bayerischen Staatsregierung im Jahr 1996 hat zur Folge, dass von zwei Stunden wöchentlichem Basissportunterricht und zwei Stunden differenzierter Sportunterricht nur 18 % an Hauptschulen, 9,5 %, an Realschulen, 32,5 % an Gymnasien und 77,5 % an Wirtschaftsschulen der vorgeschrieben Sollstunden abgehalten werden (Stand: Mai 1999). Weiterhin ist an berufsbildenden Schulen die Schulsportsituation äußerst bedenklich. Nur etwa eine Sportstunde ist in der Stundentafel pro Woche verankert welche nur zu 77,4 % abgehalten wird.[...]
Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Handel und Distribution, Note: 1,7, Universität Hamburg (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Schwerpunkt dieser Arbeit ist es, die grundsätzlichen Vertriebsmöglichkeiten für Wein aufzuzeigen und im Anschluss daran zu prüfen, welche Absatzmittler für den Hamburger Raum in Frage kommen könnten. Hierbei ist bei der empirischen Untersuchung der Fokus auf Wein aus Baden gerichtet worden. In Kapitel 1 werden die Methoden der Evaluationsinstrumente sowie die Literaturrecherche bündig dargestellt. In Kapitel 2 wird die allgemeine Lage auf dem deutschen Weinmarkt erörtert. Im 3. Kapitel wird der theoretische Hintergrund und Zusammenhang des Vertriebs als Instrument im Marketing-Mix, eruiert. Basierend auf den theoretischen Grundlagen des indirekten Vertriebs zeigt Kapitel 4 im weitern Verlauf auf, welche Absatzmittler in Hamburg für den Weinverkauf in Frage kommen könnten. Eine vom Autor vorgenommene empirische Marktanalyse wird ausgewertet und entsprechende Befunde werden hierin beschrieben und erläutert. Um im Rahmen dieser Arbeit den gegenwärtigen Forschungsstand zu beschreiben, wurde der überwiegende Teil der Quellen aus Publikationen von Fachzeitschriften, Zeitungen und aus dem Internet entnommen. Bisher gibt es hierzu nur eine sehr geringe Fallzahl wissenschaftlicher Literatur. Somit müssen diese Quellen mit Vorsicht gehandhabt werden, da es sich um keine wissenschaftlich fundierten Publikationen handelt. Bei der Recherche wurde versucht, die Informationen durch Sekundärquellen zu bestätigen. Die der Arbeit zugrunde liegenden Daten stammen teilweise aus eigenen empirischen Untersuchungen. Hierzu zählen Experteninterviews mit Geschäftsführern süddeutscher Winzergenossenschaften und Befragungen von insgesamt 32 Absatzmittlern aus der Stadt Hamburg, die in der Zeit vom 15.02. bis 30.03.2006 vom Autor der vorliegenden Arbeit unternommen wurden. Hierzu wurden insgesamt 32 Vertriebsstätten besucht. Es wurden acht Absatzmittler des Fachhandels (FH), acht der Getränkeabholmärkte (GAM), sechs Discounter, und zehn Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) besucht. Der Autor befragte mittels eines Fragebogens mit 25 Fragen die jeweiligen Entscheidungsträger. Durch die persönliche Interaktion gelang es dem Autor, neben den für diese Arbeit relevanten Informationen auch Stimmungen einzufangen.
GRIN Symptomatologie, Ätiologie und Therapie des Stotterns im Kindesalter A1005490496
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 2,0, Technische Universität Dortmund, Veranstaltung: Naturwissenschaftliche Grundlagen von Sprache und Sprachwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Sprechen ist akribische Präzisionsarbeit. ¿Innerhalb von Millisekunden steuert unser Gehirn den Sprechapparat an, damit dieser alle notwendigen Laute hervorbringt. Präzise arbeiten die Muskeln von Kehlkopf, Zunge und Lippen, während der Atem dosiert aus unseren Lungen entweicht¿ (Neumann 2005, 30). Eben diese Präzisionsarbeit ist für viele Menschen mit großer Anstrengung verbunden, besitzen sie eine Redeflussstörung. Die verbreiteste Redeflussstörung ist das Stottern (vgl. z.B. Orthmann & Scholz 1975, V). In Deutschland sind derzeitig 800 000 Menschen betroffen (vgl. Neumann 2005, 30). Dabei ist Stottern bei Kindern weit aus häufiger zu diagnostizieren als bei Erwachsenen. Ungefähr 4 % aller Kinder stottern; der Anteil erwachsener Stotterer liegt bei etwa 1 % (vgl. z. B. Wirth 52000, 471; Van Riper 1971 in Fiedler & Standop 1992, 21). Das Phänomen Stottern ist seit über zweitausend Jahren bekannt. ¿Keine andere Sprachstörung hat zu so vielen theoretischen Ansätzen und therapeutischen Versuchen veranlaßt wie das Stottern. Es gibt kaum eine Therapieform, die nicht zur Behandlung des Stotterns herangezogen wäre¿ (Braun 1997, 1). Erschwert wird die Analyse des gegenwärtigen Erkenntnisstandes über die Phänomenologie des Stotterns aufgrund des Vorhandenseins diverser und teilweise sich widersprechender Hypothesen über Kausa, Symptome und Therapie (vgl. Böhme 1977, 7). Die Phänomenologie des Stotterns ist zum ¿Gegenstand einer unüberschaubaren Anzahl von wissenschaftlichen, empirischen und hypothetischen Einzelarbeiten und Monographien aus der Sicht der Phoniatrie, Logopädie, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie, Psychologie, Sonder-pädagogik, Heilpädagogik, Sprecherziehung und Gesangspädagogik¿ (Böhme 1977, 7) gemacht worden. ¿Hinzu kommt, daß die Nomenklatur und die Auffassungen über das Stotter-Syndrom von Land zu Land, besonders aber von Kontinent zu Kontinent sehr stark variieren¿ (ebd., 7). Viele Forscher und Therapeuten bezeichneten das Phänomen des Stotterns als eine rätselhafteste Sprachstörung (vgl. Orthmann & Scholz 1975, V; vgl. Schwartz 1977, 13).
GRIN Strategieentwicklung in integrierten Versorgungssystemen unter Nutzung von GKV-Routinedaten am Beispiel der Herzinsuffizienz A1039147358
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Gesundheit - Sonstiges, Note: 1,0, Fachhochschule Burgenland (Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung von Strategien am Beispiel der "Herzinsuffizienz" für das Integrierte Versorgungssystem (IVS) Gesundes Kinzigtal. Dabei sollen primär drei Fragen beantwortet werden: 1. Welche Besonderheiten und Einschränkungen sind bei der Übertragung von klassischen Konzepten des strategischen Managements auf den Gesundheitssektor in Deutschland, insbesondere im Kontext des IVS Gesundes Kinzigtal zu berücksichtigen und welche Adaptationen sind nötig? 2. Welche Nutzungsmöglichkeiten bieten GKV-Routinedaten bei der Strategieentwicklung und welche Einschränkungen sind zu beachten? 3. Welche Strategien lassen sich für den Versorgungsbereich "Herzinsuffizienz" entwickeln und welche Begrenzungen sind hierbei zu berücksichtigen? Background: Das Thema Strategie hat im deutschen Gesundheitssektor lange Zeit eine untergeordnete Rolle gespielt. Erst in den letzten Jahren hat es aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, die zu einer Verschärfung des Wettbewerbs geführt haben, an Wichtigkeit gewonnen. Neben diesen Entwicklungen hat sich die Datenbasis der GKV in den letzten Jahren zunehmend verbessert. Die Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten für die Strategieentwicklung sind bis jetzt nur marginal untersucht worden. Methode: Als theoretisches Rahmenkonstrukt zur Entwicklung der Strategien kommt ein analytisches Modell des strategischen Managements zum Einsatz. In einer Situationsanalyse werden externe und interne Einflussfaktoren auf das IVS Gesundes Kinzigtal und speziell das Geschäftsfeld "Herzinsuffizienz" untersucht. Im Anschluss verdichtet unter Nutzung einer Portfolioanalyse und mittels einer SWOT-Analyse strategische Stoßrichtungen generiert. Als Erkenntnisquelle werden neben vielfältigen primären und sekundären Daten insbesondere die GKV-Routinedaten der AOK Baden-Württemberg herangezogen. Ergebnisse: Es kann gezeigt werden, dass "klassische" Strategietechniken im Prozess der Strategieentwicklung der "Gesundes Kinzigtal" prinzipiell sinnvoll eingesetzt werden können. Abhängig von eingesetztem Instrument und Fragestellung sind allerdings Adaptationen auf den Kontext der "Gesundes Kinzigtal" in unterschiedlichem Ausmaße nötig. Die GKV-Routinedaten können in diesem Prozess der Strategieentwicklung primär zur Bestimmung der gesundheitlichen und ökonomischen Krankheitslast und einer darauf aufbauenden Prioritätensetzung verwendet werden. Zusätzlich ergeben sich Nutzungsmöglichkeiten für vergleichender Untersuchungen (Benchmarking).
GRIN Die Rolle von Proxy Advisors für die Corporate Governance A1020166080
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 14, Universität Hamburg (Institut für Recht und Ökonomik), Sprache: Deutsch, Abstract: Institutionelle Stimmrechtsberater (Proxy Advisors) gibt es seit über 20 Jahren. Sie erbringen für ihre Auftraggeber ¿ zumeist institutionelle Anleger - verschiedene Dienstleistungen. Dazu zählen die Erstellung von Abstimmungsempfehlungen für Hauptversammlungen auf Grundlage eigener Stimmrechtsrichtlinien (Proxy Voting Guidelines), die Stimmrechtsvertretung auf Hauptversammlungen, die Erstellung von Corporate Governance Ratings und teilweise eine Corporate Governance Beratung. Die Bedeutung der Proxy Advisors ist seit den Bilanzskandalen von Enron und WorldCom zunächst vor allem in den USA gewachsen. Grund dafür war der Investment Companies Act 2003, der institutionelle Anleger dazu verpflichtete ihr Stimmverhalten und ihre Stimmrechtspolitik jährlich offenzulegen. Weniger direktiv aber mit gleicher Absicht wurde in Großbritannien im Juli 2010 der UK Stewardship Code verabschiedet ¿ ein nach dem comply or explain-Prinzip wirkender Verhaltenskodex für institutionelle Anleger, der zur Offenlegung ihrer Abstimmungspolitik anhalten soll. Unabhängig von der Regelungssystematik ist jedoch zu konzedieren, dass institutionelle Anleger weder über ausreichendes Know-how verfügen noch bereit dazu sind Investitionen in die zeit- und kostenträchtige Erfüllung der auferlegten Publizitätspflichten zu tätigen. Daher wurden seit 2003 sämtliche mit der Stimmrechtspolitik institutioneller Anleger verbundene Aufgaben im großen Umfang an Proxy Advisors vergeben, deren Branche infolgedessen ein starkes Wachstum erlebte. Heute nehmen Proxy Advisors auch in Europa eine mächtige Stellung auf Hauptver-sammlungen ein: So haben sie für Aufsehen gesorgt, als sie etwa die Entlastung des Vorstands der UBS 2007 verweigerten oder den Vergütungsbericht der Credit Suisse versuchten zu kippen. Die vor allem in den USA geäußerte Kritik am Wirken der Proxy Advisors hat auch die EU-Kommission im Frühjahr 2011 dazu veranlasst, dieses Thema im Rahmen des Grünbuchs Europäischer Corporate Governance-Rahmen auf ihre Agenda zu setzen. Zeitgleich wurde der Bericht der Reflection Group veröffentlicht, welche von der Kommission eingesetzt worden war, um Vorschläge zur Weiterentwicklung des Europäischen Gesellschaftsrechts auszuarbeiten. So wird im Rahmen dieser Arbeit die Tätigkeit von Proxy Advisors ökonomisch-funktional eingeordnet, um ihre Rolle für die Corporate Governance zu erfassen.