Test: Einzeltest: Enermax Ostrog - Die Festung?
Zitat: Kommen wir zu den positiven Aspekten des Enermax Ostrog. Hier sind sicherlich der günstige Preis von 38 Euro sowie die saubere Verarbeitung hervorzuheben. Hierfür bekommt man ein Gehäuse mit angenehmer Optik, USB-3.0-Anschluss und Einbauplatz für ein 2,5“-SSD-Laufwerk. Das Ostrog ist nicht nur von außen, sondern auch von innen sauber verarbeitet. Scharfe Kanten oder spitze Ecken sind nicht zu finden und auch auf erst mühsam herauszubrechende Metallblenden für die 5,25“-Einbauschächte hat Enermax erfreulicherweise verzichtet. Der Einbau geht unkompliziert, teils werkzeuglos von der Hand und bis auf wenige Ausnahmen lassen sich sämtliche aktuellen Grafikkarten ohne Ausbau des modularen Festplattenkäfigs und des Käfigs für das externe 3,5“-Laufwerk einbauen. Entfernt man diese, lassen sich auch Erweiterungskarten bis 413 mm einbauen. Die Temperaturen sind im Rahmen, bedenkt man, das nur ein Lüfter vorinstalliert ist. Bei Bedarf lassen sich bis zu sieben Lüfter im Ostrog einbauen, sodass man die Kühlleistung bei Bedarf leicht anpassen kann.
Enermax Ostrog - Die Festung? Das war die eingangs gestellte Frage, der wir in diesem Artikel auf den Grund gehen wollten. Ist das Ostrog die Festung, welche man mit dem Namen assoziiert? Hier müssen wir ganz klar sagen: Nein. Sicherlich schützt das Ostrog die verbaute Hardware, aber nicht mehr als jedes andere Computergehäuse ebenfalls. Aber es als Festung zu bezeichnen, ist doch ein bisschen weit hergeholt. Dagegen spricht nicht nur die geringe Materialstärke. Die Seitenteile sind sehr instabil und selbst der Gehäusedeckel lässt sich leicht eindrücken. Hieraus können ungewünschte Vibrationen der Festplatten resultieren, auch wenn dies bei unseren Modellen nicht der Fall ist. Ebenfalls nicht gefallen hat uns das Fehlen von Staubfiltern für den Gehäusedeckel oder den optionalen Einbauplatz für einen Lüfter im Boden. Diese bieten zwar andere Hersteller auch nicht unbedingt an, aber wenn wir als Vergleich einmal das Ostrog in der weißen Variante nehmen, so kostet dieses zwar neun Euro mehr, dafür bekommt man für den Aufpreis neben zwei zusätzlichen magnetischen Staubfiltern für Deckel und Bodenlüfter noch ein Seitenteil mit großzügigem Window sowie eine Stealthblende für einen 5,25“-Schacht. Unserer Meinung nach sind diese neun Euro zusätzlich dort sinnvoll investiert.