Nachdem ich das Gerät nun einige Zeit nutze möchte ich meine Erfahrungen teilen. Den Topf selber finde ich recht gut und die Bedienung ist sehr einfach. Lediglich die sehr kurze Zuleitungsschnur gefällt mir nicht und das man den Topf nicht so leicht aus dem Gerät heben kann, da die Griffe sehr knapp bemessen sind. Die Reinigung geht leicht und man muss nicht lange schrubben um den Topf sauber zu bekommen.
Die Bedienungsanleitung ist recht kurz, beinhaltet aber das wesentliche. Was mir fehlt sind Rezeptanregungen, da musste ich mich ein wenig im www umsehen um was brauchbares zu bekommen.
Niedrigtemperaturgaren:
Gegart habe ich unter anderem Gemüse mit Hackbällchen, das klappte sehr gut und musste praktisch nicht beaufsichtigt werden. Ich habe aber dennoch immer mal wieder nachgesehen und auch ein wenig umgerührt. Durch den Glasdeckel kann man auch recht gut erkennen was gerade im Topf los ist. Besonders gut haben uns langsam gegarte Putenfilets geschmeckt, das Fleisch war saftig und fiel quasi auseinander wenn man hineingestochen hat. Dafür habe ich die Putenfilets mit einer Marinade aus Gewürzen und Öl eingerieben. Angebraten habe ich die Filets nicht, einfach nur in den Topf gelegt und 4 Stunden auf hoch gegart.
Sous Vide:
Zum erkunden der Sous Vide Funktion habe ich Putensteaks mariniert und vakumiert und über Nacht ziehen lassen. Das Einlegen der Tüten in den Halter ging problemlos, ich musste nur schauen wo das Thermometer hinkommt. Garzeit waren 2 Stunden bei 70 Grad. Ich würde auf jeden Fall beachten das man das Wasser im Topf schon so warm einfüllt, wie man es zum garen benötigt, denn im Topf selber erhitzt sich das Wasser nur sehr langsam. Das Fleisch selber sah nach dem garen nicht so toll aus, einfach nur wie gekochtes Putenfleisch, da fehlte definitiv ein wenig Bräune. Wie vorgeschlagen habe ich die Putenschnitzel 2 Minuten scharf von beiden Seiten angebraten und das gab ihnen ein appetitliches Aussehen. Das Fleisch war sehr saftig und zart und schmeckte hervorragend. Eine klare Empfehlung für diese Art der Zubereitung, man muss nicht lange in der Küche stehen und aufpassen das nichts anbrennt, es reichen wenige Minute zum braten.
Thermometer-Funktion:
Das Thermometer habe ich für einen Putenbraten genutzt, dabei fand ich es ärgerlich das der Stab des Thermometers recht kurz geraten ist. Dadurch musste ich den Braten umständlich so in Form bringen das ich das Thermometer tief genug in den Braten bekommen habe. Da fehlten wenige Zentimeter um eine eher flacheres Stück Brustfilet zu erreichen. Auch die Zeit bis der 1 kg schwere Braten die Kerntemperatur erreicht hatte war sehr lang, es dauerte fast 2,5 Stunden bis dann die eigentliche Garzeit begann. Da ich nur die empfohlene Mindestzeit von 8 Stunden nutzen konnte war der Braten noch relativ fest, dafür war das Fleisch aber saftig und zerfaserte beim schneiden nicht. Insgesamt kann mich die Thermometer Funktion nicht ganz überzeugen, das Thermometer ist zu kurz und die Garzeit ist für mich einfach zu lange. Wer gerne Braten isst wird die Methode sicherlich gut finden, da man sich praktisch gar nicht um ihn kümmern muss während er gart.