Für Abbrucharbeiten wie das Abstemmen von Fließen, das Aufbrechen von Fundamenten sowie die Entfernung von Decken oder anderen Baukonstruktionen bedarf es einem Werkzeug mit Kraft und Ausdauer. Hier versagen mit einem herkömmlichen Hammer schnell die Kräfte. Je nach Vorhaben ergibt die Anschaffung eines Stemmhammers Sinn. Beliebte Hersteller von Abbruchhämmern mit Kabel sind Scheppach, Bosch, Makita, Hilti, Dewalt, Milwaukee, Hitachi und Einhell.
Was ist ein Abbruchhammer?
Der Abbruchhammer ist auch unter den Namen Meißelhammer, Aufbrech- oder Abbauhammer bekannt. Eine weitere Bezeichnung ist Hydraulikhammer. Ein Stemm- oder Abbrechhammer ist ein Werkzeug, welches in seiner Funktionsweise einem normalen Hammer ähnelt. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schlagwerkzeug werden diese Geräte aber durch Verbrennungsmotoren sowie pneumatische oder elektrische Antriebe unterstützt. So können Abrissarbeiten in kürzerer Zeit und ohne das Aufwenden von viel Muskelkraft erledigt werden. Die Werkzeuge kommen daher auch gerne bei Hobby-Handwerkern im Eigenheim zum Einsatz.
Elektronisch betriebene Meißelhämmer verfügen über Kabel oder einen Akku und sind vergleichbar mit der gewöhnlichen Bohrmaschine, die durch wechselbare Aufsätze zum Abbruchhammer oder Schlagbohrer umfunktioniert werden können. Bei der herkömmlichen Bohrmaschine mangelt es aber häufig an der Leistung und spezieller Ausstattung wie einem Haltegriff. Das Arbeiten mit einem Stemmhammer mit Kabel setzt eine Stromquelle voraus. Geräte mit Akku eignen sich gut für kleinere Arbeiten. Ein echter Meißelhammer überzeugt mit hoher Leistung und zusätzlichen Sicherheitsfaktoren.
Benzinbetriebene Geräte verfügen über eine hohe Leistungsstärke. Eine Stromquelle ist nicht erforderlich. Obwohl diese Werkzeuge meistens vom Gewicht schwerer sind, fällt die Handhabung dennoch leicht und sicher aus. Ein optimales Arbeitsergebnis wird zügig erreicht. Im Gegensatz zu den elektronisch betriebenen Geräten ist ein benzinbetriebener Stemmhammer deutlich lauter und weniger umweltfreundlich.
Ein Hydraulikhammer setzt sich aus Gehäuse, Schlagwerk und dem Meißel zusammen, der in der Regel herausgenommen werden kann. Einige Geräte lassen sich multifunktional einsetzen. Sie sind mit einer Werkzeugaufnahme mit SDS-Aufsatz ausgestattet und ermöglichen so den Wechsel verschiedener Werkzeuge.
Das Schlagwerk des Gerätes wird durch einen Elektromotor angetrieben, welches einen herkömmlichen Hammer verzichtbar macht. Der in das Werkzeug eingespannte Meißel schlägt mit bis zu 3000 Schlägen pro Minute präzise auf das zu bearbeitende Material ein.
Was macht man mit einem Abbruchhammer?
Die häufigsten Einsatzgebiete des Abbruchhammers sind dort, wo man harte Materialien abtragen muss. Dies kann neben Mauerdurchbrüchen auch beim Abriss von Ziegeln oder Wänden der Fall sein. Darüber hinaus hilft der Stemmhammer beim Entfernen von Fliesen samt Mörtel, die sich sehr hartnäckig auf Böden oder Wänden halten können. Auch als Stemmhammer eignet sich das Gerät, um Installationen für Wasser, Heizung oder Gas vorzubereiten. Baukonstruktionen aus Beton, Fels oder Stein bearbeiten die Geräte problemlos, vergleichbar mit Drucklufthämmern. Sogar in Asphaltdecken gräbt der Meißelhammer ohne Mühe Rinnen und Kanäle.
Abbruchhämmer finden ebenso Verwendung bei Rammkernsondierungen, bei denen Bodenproben entnommen werden müssen. Hier sind sie zum Einschlagen von Gestängen und Sonden nützlich. Sie erleichtern das Bearbeiten aller harter Oberflächen und auch das Bohren von Löchern funktioniert mühelos.
Im Vergleich zur Schlagbohrmaschine verfügt der Abbruchhammer über einen feststehenden Meißel, der sich nicht dreht, sondern das zu bearbeitende Material durch Schlagen abträgt. Da die Geräte recht schwer sind, werden sie bei der Arbeit in senkrechter Position gehalten. Je nach Baukonstruktion und Größe des Werkstoffes ist auch kurzzeitiges horizontales Arbeiten möglich.
Beim Kauf sollte Wert auf eine sichere Handhabung gelegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät möglichst leicht und handlich ist und der Nutzer es gut unter Kontrolle hat. Bei Benutzung von Abbruchhämmern ist zu beachten, dass sie relativ laut werden und auch Material, etwa Steinsplitter, herumfliegen können. Bei der Benutzung sollte daher unbedingt eine Schutzbrille sowie ein Gehörschutz verwendet werden.
Welche Arten von Abbruchhämmern gibt es?
Neben Schlagzahl und Schlagenergie, die in Joule gemessen wird, ist die Leistung des Abbruchhammers ein entscheidendes Kriterium, welches beim Kauf beachtet werden sollte. Hier gilt: je stärker, desto besser. Geräte mit hoher Watt-Leistung und Schlagzahl erfordern mehr Kraft beim Steuern der Maschine, liefern aber auch zügige und bessere Ergebnisse. Hammer mit regulierbarer Schlagzahl lassen sich auf das jeweilige Projekt anpassen und ermöglichen so bessere Arbeitsergebnisse. Beschädigungen am Material durch zu viel Druck können so vermieden werden.
Bei der Auswahl des Geräts spielt auch die Qualität eine wichtige Rolle. Die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung sorgen für eine lange Lebensdauer des Werkzeuges. Darüber hinaus bieten die Geräte einen hohen Arbeitskomfort.
Manche Abbruchhämmer besitzen neben einem optimierten Schlagwerk zusätzlich entkoppelte Handgriffe, wodurch Vibrationen möglichst gering gehalten werden. Geräte, die über einen getrennten Halte- und Gerätegriff verfügen, lassen sich einfacher steuern und vermeiden das Abrutschen.
Ein Abbruchhammer mit Kabel erfordert eine Stromquelle in der Nähe der Baustelle. Hier ist auf eine ausreichende Länge des Kabels zu achten. Sind Kabel zu kurz und geraten auf Spannung, stellen sie eine potenzielle Sturzgefahr dar. Ein akkubetriebener Meißelhammer setzt einen Ersatzakku voraus, damit die Ladezeit überbrückt werden kann. Viele Geräte verfügen über eine Kindersicherung mit 2-Knopf-Technik, welche ein Einschalten durch Kinder verhindert.
Fazit
Ein Abbruchhammer ersetzt heute nicht nur Hammer, Meißel und Muskelkraft. Durch die stetige technische Weiterentwicklung stellen die Geräte inzwischen effiziente Werkzeuge dar, die darüber hinaus einen hohen Arbeitskomfort für den Nutzer bieten.




















































