Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Celan
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Frölich und Kaufmann Heidegger. Ein deutsches Leben. 1295292
Martin Heidegger zählt zu den wirkmächtigsten Denkern des 20. Jahrhunderts - zugleich ist er einer der umstrittensten, nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für den Nationalsozialismus 1933. Basierend auf neuesten Quellen erzählt Lorenz Jäger das Leben des Philosophen, der den Menschen und sein Dasein in der Welt auf ganz neue Weise gedacht hat - von der katholischen Kindheit in Meßkirch und den geistigen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis weit in die Jahre des Wiederaufbaus hinein. Dabei begegnen uns Lehrer wie Edmund Husserl, dem 1936 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, Vertraute wie Karl Jaspers und Hannah Arendt, deren so schwieriges wie intensives Verhältnis zu Heidegger über historische Brüche hinweg anhielt, Intellektuelle und Dichter wie Ernst Jünger und Paul Celan, die ihn in seiner Schwarzwaldhütte besuchten, bis hin zu späten Interpreten wie Lacan und Derrida. Warum Heidegger jede Generation aufs Neue fasziniert und polarisiert, sein Denken auch heute nichts an Bedeutung eingebüßt hat: Auch das zeigt Lorenz Jäger in dieser Biografie, die meisterhaft das Leben Heideggers erzählt - und zugleich ein deutsches Jahrhundert.
Wallstein Gesammelte Schriften, Fachbücher von Hendrik Birus
Band 2 der auf drei Bände angelegten Schriften des Komparatisten und Goethe-Forschers Hendrik Birus. Die gesammelten Schriften des Münchener Literaturwissenschaftlers Hendrik Birus enthalten in drei Bänden die Vorträge und Abhandlungen aus den Jahren 1980 bis 2020 und ziehen eine Summe seines wissenschaftlichen Schaffens. Der nun vorliegende zweite Band enthält thematisch geordnet Birus' Untersuchungen zur deutschen Literatur aus komparatistischer Sicht von Lessing und Herder über Autoren der Romantik bis zu Paul Celan und Helmut Heissenbüttel. Ergänzt werden diese Studien mit Untersuchungen zu Proust und Joyce. Die Publikation der gesammelten Schriften als Ensemble eröffnet einen weiten Wissenshorizont und kann als zuverlässige Basis für künftige Forschungen dienen. Fluchtpunkt seiner Überlegungen ist August Böckhs Idee der Philologie als erfahrungsgesättigte Erkenntnis des Erkannten. Band 1 enthält Birus' Untersuchungen zur Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft im Spannungsfeld von Philologie, Hermeneutik und Philosophie. Der abschliessende Band 3 wird Birus' Goethe-Studien enthalten.
Königshausen & Neumann Dörfel:Transnationale Textwelten, Schulbücher von Annika Ravenschlag, Manuel Alejo Riveros, Benjamin Löber, Tabea M. Dörfel, Daniel Schmidt, Nele Miesner
Dieser Tagungsband vereint die Beiträge des internationalen, deutschsprachigen 13. Studierendenkongresses Komparatistik, der vom 4. bis zum 6. Mai 2023 an der Universität Bremen unter dem Thema 'Literatur & Transnationalität' stattgefunden hat. Bachelor- und Masterstudierende sowie Promovierende unterschiedlicher Fachrichtungen diskutierten die Aktualität und Relevanz des transnationalen Paradigmas in den Literaturwissenschaften. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der Nation als imagined community unter postkolonialem Ansatz sowie mit Stoffen und Motiven der transkulturellen Gegenwartsliteratur, wie Christian Kracht, Olga Tokarczuk und Robert Menasse. Dies wird erweitert durch die Praxis der Übersetzung als transnationalem Akt, wie zum Beispiel bei Paul Celan oder im Rahmen der Erasure Poetry. Besonderer Fokus liegt auch auf Figuren, Motiven und Metaphern, in denen sich das Transnationale manifestiert, wie beispielsweise Medea oder die Brücke als transitorischer Raum. Methodisch bedienen sich die Beiträge aus einem interdisziplinären Portfolio der Filmwissenschaft, Politikwissenschaft, Kulturtheorie, Soziologie sowie Philosophie und öffnen sich somit einer breiten, interessierten Öffentlichkeit.
Wallstein Gesammelte Gedichte, Belletristik von Rainer René Mueller, Chiara Caradonna, Leonard Keidel
Das poetische Werk Rainer René Muellers, das ein halbes Jahrhundert umspannt, erstmalig in einem Band versammelt und kommentiert. Eine der wichtigsten und eigensinnigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. Rainer René Muellers Werk verbindet das Erbe von unter anderem Rose Ausländer, Paul Celan, Ernst Meister und Ernst Jandl mit Einflüssen aus der französischen und englischen poetischen Tradition, aus der Musik und bildenden Kunst. Dieses reichhaltige Werk eines halben Jahrhunderts ist nun vollständig in einem Band versammelt, von den jüngsten Veröffentlichungen über die Texte aus den längst vergriffenen Gedichtbänden der 80er und 90er Jahre bis hin zu den frühen, bisher noch unveröffentlichten oder verstreut in Zeitschriften erschienenen Gedichten der 70er Jahre. Auf dieser poetischen Reise in die Zeit zurück lässt sich die Entwicklung von Muellers einzigartiger dichterischer Sprache verfolgen. 2016 schrieb der Literaturkritiker Joachim Sartorius: „Wir müssen Muellers Gedichte lesen“, denn die dortigen „Entdeckungen sind ungeheuer und nehmen uns mit.“ Dieser Band macht dies endlich möglich. Über biographische und thematische Hintergründe der Gedichte informiert ein Kommentar.
Peter Lang Lingua Barbara or the Mystery of the Other, Fachbücher von Johanna Marie Buisson, Johanna M. Buisson
"Lingua Barbara or the Mystery of the Other" ist ein Fachbuch, das sich mit den komplexen Konzepten von Andersartigkeit, Barbarei und Exterieur auseinandersetzt. In einer Welt, in der viele Menschen entwurzelt und entfremdet sind, stellt sich die Frage, ob das Zusammentreffen mit dem 'Anderen' noch möglich ist. Der Autor, Johanna M. Buisson, untersucht die Bedeutung von 'Andersartigkeit' im Kontext der Dekonstruktion des Selbst und der Zerbrechlichkeit des Identitätsbegriffs. Durch die Analyse bedeutender poetischer Antworten des 20. Jahrhunderts auf die gewaltsame Ablehnung von Andersartigkeit in Europa wird die tragische Geschichte des Zusammentreffens mit dem Anderen beleuchtet. Der Mythos von Medea dient als Reflexion über diese Thematik und zeigt, wie rationalistischer Positivismus das Andere unterdrückte. Das Buch geht weiter und erforscht, wie moderne und postmoderne europäische Dichter mit der Barbarei in der Sprache konfrontiert wurden und wie ihre Werke als poetische Gegenreaktion und Versuch der Regeneration fungieren. Die Schriften von Henri Michaux, Paul Celan und Ted Hughes werden hervorgehoben, da sie in einem Zustand ständiger Entfremdung schrieben und deren Werke die Qualen von Medea widerspiegeln.
Suhrkamp Werke, Belletristik von Velimir Chlebnikov, Peter Urban, Marie Luise Knott
In seinem Manifest „Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack“ forderte Velimir Chlebnikov 1912, „die alten Grossen“ - Puschkin, Dostojewski, Tolstoi usw. - „vom Dampfer der Gegenwart zu stossen“. Der Begründer des russischen Futurismus, Generationengenosse von Franz Kafka und James Joyce, von Kurt Schwitters und Raoul Hausmann, träumte von einer radikalen poetischen Erneuerung der Sprache. Er war Wegbereiter der konkreten Poesie und des Surrealismus. In seinen Gedichten kombiniert er die „Sternensprache“ mit der Alltagssprache, den „Zaum“ (eine Sprache der Laute und der Zufallsschöpfungen) mit der „Zahlenrede“. Der Reprint erscheint zum 100. Todestag des Autors und zum 50. Geburtstag der legendären Gesamtausgabe, die Peter Urban 1972 im Rowohlt Verlag als exzeptionelles übersetzerisches Kollektivunternehmen realisiert hat. Mitwirkende waren u.a. H.C. Artmann, Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Franz Mon, Oskar Pastior und Gerhard Rühm. Ein anarchisches Experiment, in dessen Bahnen sich die translinguale Poesie heute bewegt.
Eine Sammlung aller wichtigsten Texte Erich Frieds zur Literatur, darunter zahlreiche bisher nicht veröffentlichte. Fried erweist sich hier nicht nur als Vermittler ausländischer, besonders angelsächsischer Literatur (Dylan Thomas, E. E. Cummings, Ezra Pound) und als Kenner der »Weltpolitik des Übersetzens«, sondern auch als kundiger Essayist zu Grundfragen der Literatur: zum Problem des modernen Romans, zur Frage der Wirkung von Literatur, zum Nonsens- und zum Protestgedicht. Daneben stehen Portraits einzelner Kollegen oder Analysen ihrer Arbeiten. Es sind überwiegend Zeitgenossen wie Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Günter Grass oder Peter Weiss, aber auch etwa Georg Trakl. In vielen dieser Texte spricht Fried auch von eigenen Texten, wie er andere Autoren (vor allem Hölderlin) zitiert und verarbeitet. Ein Namensregister, eine Bibliographie sowie Anmerkungen des Herausgebers Volker Kaukoreit (dem Nachlassbearbeiter Frieds an der Österreichischen Nationalbibliothek) sind dem Band beigefügt.
Schöffling & Co. Elis in Venedig, Belletristik von Mirko Bonné
Das mehr als zwanzig Jahre umspannende lyrische Frühwerk des vielfach ausgezeichneten Dichters und Erzählers Mirko Bonné spielt mit Trojanern, Homevideos und einem schwebenden ABC, durchmisst Orte voller Blechmüll und Werftschrott in Landschaften, wo Kinder nach Patronen graben und die Gedächtniseingreiftruppe lichterlohe Amseln ins Herzland bannt. Die Gedichte feiern Lebendigkeitsmomente, begehen Anschläge auf die Ordnung und erinnern daran: Unsere Worte waren zu lang auf Reisen. Es wird wieder Zeit für Besuche. Elis in Venedig versammelt endlich die frühen, in hochgelobten Bänden und bedeutenden Zeitschriften erschienenen Gedichte eines Meisters der Vergegenwärtigung. Seine sprachmagische Dichtung sei voller Volten und von einer hoffnungslosen Sinnlichkeit, bescheinigte ihm Helmut Böttiger im Deutschlandfunk Kultur. Von Elis in Venedig führen die Linien seiner an Georg Trakl und Günter Eich geschulten, auf E. E. Cummings und Sylvia Plath antwortenden, Marc Aurel und Paul Celan nachhörenden Poetik zu den gefeierten Gedichtbänden Traklpark (2012) und Wimpern und Asche (2018).
Martin Heidegger zählt zu den wirkmächtigsten Denkern des 20. Jahrhunderts – zugleich ist er einer der umstrittensten, nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für den Nationalsozialismus 1933. Basierend auf neuesten Quellen erzählt Lorenz Jäger das Leben des Philosophen, der den Menschen und sein Dasein in der Welt auf ganz neue Weise gedacht hat – von der katholischen Kindheit in Meßkirch und den geistigen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis weit in die Jahre des Wiederaufbaus hinein. Dabei begegnen uns Lehrer wie Edmund Husserl, dem 1936 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, Vertraute wie Karl Jaspers und Hannah Arendt, deren so schwieriges wie intensives Verhältnis zu Heidegger über historische Brüche hinweg anhielt, Intellektuelle und Dichter wie Ernst Jünger und Paul Celan, die ihn in seiner Schwarzwaldhütte besuchten, bis hin zu späten Interpreten wie Lacan und Derrida. Warum Heidegger jede Generation aufs Neue fasziniert und polarisiert, sein Denken auch heute nichts an Bedeutung eingebüßt hat: Auch das zeigt Lorenz Jäger in dieser Biographie, die meisterhaft das Leben Heideggers erzählt – und zugleich ein deutsches Jahrhundert.
Die mit dem OPUS KLASSIK 2025 ausgezeichnete musiktheatrale Installation des Mozartfests Würzburg setzte sich künstlerisch mit der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945 auseinander. 80 Jahre nach der Zerstörung der Barockstadt verschmolzen Lyrik von u.!a. Paul Celan und Bertolt Brecht, Zeitzeugenberichte und Musikwerke aus vier Jahrhunderten zu einem sinnlichen Klangerlebnis, das historische Narben ertastet und Brücken zur Gegenwart schlägt. Im historischen Mutterhaus der Erlöserschwestern, wo 500 Menschen die Bombennacht im Luftschutzkeller überlebten, entstand eine immersive Theaterform, die Erinnerungskultur neu denkt. Werke von Mozart, Mahler, Schumann und Copland trafen auf zeitgenössische Interpretation und machten Kriegstraumatisierung unmittelbar erfahrbar. Die visuelle Gestaltung mit eindrucksvollen Fotos dokumentiert die Installation sowie ihre Genese und ermöglicht es, das Konzert anhand des Buches wieder nachzuempfinden. Ein künstlerisches Mahnmal, das zum Gedenken und Nachdenken anregt. „Hell ist die Nacht“ ist eine Produktion vom Mozartfest Würzburg. Regie Max Koch, Dramaturgie Tamara Yasmin Quick, Musikalische Leitung Ulrich Cornelius Maier.
Danube Books Verlag Der Nebelmann, Belletristik von Eva Zador, Noémi Kiss
Noémi Kiss, geb. 1974 in Gödöllö bei Budapest, ist Autorin, Kritikerin und Essayistin. Sie studierte Hungarologie, Komparatistik und Soziologie an der Universität Miskolc. 2003 promovierte sie mit einer Arbeit über Paul Celan und verbrachte während ihrer Promotionsarbeit auch zwei Jahre an der Universität Konstanz. Sie lebt in Budapest und auf der Donau-Insel Szentendre und arbeitet an der Universität Eger als Dozentin. Ihre Werke wurden ins Deutsche, Englische, Schwedische, Bulgarische und Serbische übersetzt. Zuletzt erschienen von ihr der Novellenband "Balaton" (Europa Verlag, 2021) und der Roman "Dürre Engel" (Europa Verlag, 2018), jeweils übersetzt von Eva Zador. In Deutschland gilt Noémi Kiss als die prominenteste zeitgenössische Autorin Ungarns. 2023 erhielt sie den Békés Pál-Preis für die Originalausgabe von "Der Nebelmann". Eva Zador, geb. 1966, studierte Germanistik und Finnougristik in Göttingen. Seit 1996 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und Lektorin. Zudem ist sie Mitarbeiterin der Zeitschrift "Három Holló / Drei Raben" für ungarische Literatur und Kultur in deutscher Sprache. 2021 erhielt sie den Tibor-Déry-Preis für ungarische Literatur.
Königshausen u. Neumann Transnationale Textwelten A1071188151
Dieser Tagungsband vereint die Beiträge des internationalen, deutschsprachigen 13. Studierendenkongresses Komparatistik, der vom 4. bis zum 6. Mai 2023 an der Universität Bremen unter dem Thema ›Literatur & Transnationalität‹ stattgefunden hat. Bachelor- und Masterstudierende sowie Promovierende unterschiedlicher Fachrichtungen diskutierten die Aktualität und Relevanz des transnationalen Paradigmas in den Literaturwissenschaften. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der Nation als imagined community unter postkolonialem Ansatz, sowie mit Stoffen und Motiven der transkulturellen Gegenwartsliteratur, wie Christian Kracht, Olga Tokarczuk und Robert Menasse. Dies wird erweitert durch die Praxis der Übersetzung als transnationalem Akt, wie zum Beispiel bei Paul Celan oder im Rahmen der Erasure Poetry. Besonderer Fokus liegt auch auf Figuren, Motiven und Metaphern, in denen sich das Transnationale manifestiert, wie beispielsweise Medea oder die Brücke als transitorischer Raum. Methodisch bedienen sich die Beiträge aus einem interdisziplinären Portfolio der Filmwissenschaft, Politikwissenschaft, Kulturtheorie, Soziologie sowie Philosophie und öffnen sich somit einer breiten, interessierten Öffentlichkeit.
Erich Schmidt Verlag Traditionen jüdischen Denkens in Europa A1019480445
Der Band wirft Schlaglichter auf die Bedeutung jüdischen Denkens für die Entwicklung der nationalen Kulturen Europas und einer europäischen Kultur vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Im Anschluss an Hannah Arendts Begriff von der "verborgenen Tradition" zeigen die einzelnen Beiträge die Gemeinsamkeit der vielfältigen und heterogenen jüdischen Traditionen in Europa, die in ihrem fremden Blick auf die Mehrheitskulturen aus der Position des Paria besteht. In den einzelnen Beiträgen werden exemplarische Autoren, Werke, Zeiten und Räume von der Entstehung eines Antijudaismus in der Weimarer Klassik um Herder, Goethe und Schiller über die Salonkultur der Romantik und die europäische Moderne bis zur Nachgeschichte der Shoah in den Blick genommen. Zur Sprache kommen dabei Moses Mendelssohn, Dorothea Schlegel, Rahel Varnhagen, Franz Kafka, Umberto Saba, Scipio Slapater, Giorgio Pressburger, Italo Svevo, Georg Lukács, Walter Benjamin, Franz Baermann Steiner, George Steiner, Imre Kertész, Jean Améry, Paul Celan, Inge Merkel und Claude Lévi Strauss.
Transcript Verlag Transnationale und interkulturelle Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, Fachbücher von Jörn Bockmann, Margot Brink, Isabelle Leitloff, Iulia-Karin Patrut
Jörn Bockmann (apl. Prof. Dr.) ist als Mitarbeiter am Seminar für Germanistik der Europa-Universität Flensburg im Fachbereich Germanistische Mediävistik tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der älteren niederdeutschen Sprache und Literatur. Margot Brink (Prof. Dr.) lehrt französische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Flensburg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen frankophone Literaturen in transnationalen und postkolonialen Kontexten, Konzepte von Gemeinschaft, Gefühlsdiskurse seit der Frühen Neuzeit und Gender Studies. Isabelle Leitloff (Dr.) ist Geschäftsführerin des Hochschulrats der Europa-Universität Flensburg und persönliche Referentin des Präsidenten. Von 2020 bis 2022 war sie Koordinatorin des BMBF-Projekts „Internationalisierung der Lehrkräftebildung @home. Interkulturelle Literatur als Modul“ (OLaD). Iulia-Karin Patrut (Prof. Dr.), geboren 1975, lehrt und forscht an der Europa-Universität Flensburg im Bereich Neuere deutsche Literaturwissenschaft im europäischen Kontext. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Interkulturalität, deutsch-jüdische Literatur, Paul Celan sowie die literarischen Verhandlungen Europas und der „Nation“ seit 1770.
Martin Heidegger zählt zu den wirkmächtigsten Denkern des 20. Jahrhunderts – zugleich ist er einer der umstrittensten, nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für den Nationalsozialismus 1933. Basierend auf neuesten Quellen erzählt Lorenz Jäger das Leben des Philosophen, der den Menschen und sein Dasein in der Welt auf ganz neue Weise gedacht hat – von der katholischen Kindheit in Meßkirch und den geistigen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis weit in die Jahre des Wiederaufbaus hinein. Dabei begegnen uns Lehrer wie Edmund Husserl, dem 1936 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, Vertraute wie Karl Jaspers und Hannah Arendt, deren so schwieriges wie intensives Verhältnis zu Heidegger über historische Brüche hinweg anhielt, Intellektuelle und Dichter wie Ernst Jünger und Paul Celan, die ihn in seiner Schwarzwaldhütte besuchten, bis hin zu späten Interpreten wie Lacan und Derrida. Warum Heidegger jede Generation aufs Neue fasziniert und polarisiert, sein Denken auch heute nichts an Bedeutung eingebüßt hat: Auch das zeigt Lorenz Jäger in dieser Biographie, die meisterhaft das Leben Heideggers erzählt – und zugleich ein deutsches Jahrhundert.
Vorwort – Einleitung Rudolf Freiburg und Gerd Bayer – B. Bannasch: Robert Menasses. Die Vertreibung aus der Hölle: Zum Problem der Vergleichbarkeit in der Shoahliteratur – G. Bayer: Der Holocaust als Metapher in postmodernen und postkolonialen Romanen – R. Blaicher: Das moralische Dilemma der Juden und des Judenrates: Holocaust-Drama zwischen Historizität und Theatralität – H. Feldmeier: Das Thema des Holocaust in den Werken W.G. Sebalds – R. Freiburg: „Moments which murdered my God and my Soul“: Der Theodizee-Diskurs im Spiegel ausgewählter Holocaust-Literatur – T. Heydenreich: Der Rauch. Nach dem Rauch: Italienische Frauen berichten und erzählen – C. Houswitschka: Die Erfahrung des Kindertransports in der englischen Literatur – G. Langenhorst: Religiöse Deutung der Shoah?: Nelly Sachs und Paul Celan – D. Niefanger: Täter und Opfer in den Romanen von Doron Rabinovici – G. Och: Holocaust im Comic – ein Skandalon? – T. Rudtke: Holocaust und Schelmenroman: Jonathan Safran Foers Alles ist erleuchtet als Beispiel der dritten Generation
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Probleme der Uebersetzungskultur
Im Mittelpunkt des Bandes stehen Probleme der Übersetzungskultur im Hinblick auf die Übertragung literarischer Texte aus dem Deutschen und ins Deutsche. Die Beiträge deutscher, skandinavischer und slawischer Übersetzungsforscher und Übersetzer konzentrieren sich auf die Möglichkeiten der Vermittlung kultureller Kontexte, die sich hinter den Sprachbildern verbergen. Die Autoren befassen sich mit den theoretischen Problemen des Kulturtransfers, etwa mit der Übersetzbarkeit von Kulturwörtern, der Wiedergabe literarischer Traditionen und der poetologischen Erschließung nationaler Kontexte. Die Fallstudien betreffen deutsche Bibelübersetzungen, Nachdichtungen der Lyrik von Celan und Szymborska, Übertragungen der Prosawerke von Schulz, Lem, Grass, Bernhard, Kundera sowie der Theaterstücke von Molière, Racine und Witkacy. Problematisiert wird auch die Übersetzbarkeit von Kinderbüchern skandinavischer Schriftsteller. Ergänzend werden Stimmen aktiver Übersetzer und Dolmetscher in Bezug auf den Umgang mit Kulturkontexten beigefügt. Aus der Analyse vielfältiger theoretischer und praktischer Standpunkte geht hervor, dass zur Erstellung einer hochwertigen literarischen Übersetzung neben den Sachkenntnissen, der Sensibilität für das Fremdartige auch eine ausgeprägte Sprachkultur des Übersetzers von Nöten ist. Das zu zeigen, ist das übergeordnete Ziel des Sammelbandes.
Jüdischer Verlag »Ich wandle Einsamkeit um in Worte« A1073250637
David Rokeah und sein Werk stehen für eine ganze Generation israelischer Dichter und Dichterinnen. Er wurde 1916 in eine Vielsprachenwelt im damaligen Lemberg, dem heutigen Lwiw hineingeboren. Er beherrschte Jiddisch, Hebräisch, Polnisch und Deutsch.1934 wanderte er ins damalige Palästina aus und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Dichter des jungen Staates. Seine Gedichte wurzeln in der jüdischen Tradition der Kabbala, des Chassidismus und nehmen zugleich die Erfahrung des 20. Jahrhunderts mit auf: die Verfolgung und Vernichtung des europäischen Judentums, den mühsamen Aufbau eines neuen Staates, die Vielsprachigkeit. Die größte Wirkung entfalteten David Rokeahs Gedichte in Deutschland. Wie ist das zu erklären? Michael Krüger, der Übersetzer, Autor, Verleger und nahe Freund des Dichters, zeigt, wie Rokeah seine Gedichte im Wesentlichen selbst ins Deutsche übersetzte – zusammen mit der lyrischen Avantgarde jener Zeit: Hans Magnus Enzensberger, Paul Celan, Erich Fried und anderen. Im Rückblick zeigt Michael Krüger eine einzigartige historische Konstellation auf: Zur modernen hebräischen Lyrik gehört wesentlich die Zweisprachigkeit – ein Brückenschlag vom Deutschen ins Hebräische.
Absolute Dichtung, gelegentlich auch als abstrakte Dichtung bezeichnet und dann in eine enge Beziehung zur gegenstandslosen Malerei gerückt, realisiert ihre poetische Abwendung von den Vorgaben der Realtiät, von konkreten Sachverhalten und logischen Zusammenhängen auf vielfache Weise. Die vorliegende Studie zeigt am Beispiel absoluter Lyrik, dass dabei vor allem zwei Wege beschritten werden. Der eine führt zum surrealen und hermetischen Gedicht, das eine wirklichkeitsferne, selbständige Sinnsphäre konstituiert. Der andere führt über die Konstruktion eines sich nach und nach von der Norm- und Normalsprache lösenden Mediums hin zu einem autonomen poetischen Idiom, das sämtliche Beziehungen zur gewohnten Alltagssprache gekappt hat. Diese Entwicklung beginnt mit dem ästhetischen Subjektivismus im 18. Jahrhundert, also vor allem bei Klopstock, bildet einen ersten Höhepunkt in der späten Hymnendichtung Hölderlins und prägt romantische Texte, z.B. mit Hilfe von Einsprengseln sinnferner oder sogar sinnfreier Verse wie in Brentanos Gockel-Märchen. In Symbolismus und Expressionismus, vor allem aber durch die Dada-Bewegung wird die Entfaltung autonomer Sprachlichkeit vorangetrieben, die dann im hermetischen Gedicht Meisters, Celans und Arendts sowie in den Sprachexperimenten visueller Lyrik und konkreter Gedichte der 60er bis 80er Jahre gipfelt.
Frölich und Kaufmann Heidegger. Ein deutsches Leben. 1435213
Martin Heidegger zählt zu den wirkmächtigsten Denkern des 20. Jahrhunderts - zugleich ist er einer der umstrittensten, nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für den Nationalsozialismus 1933. Basierend auf neuesten Quellen erzählt Lorenz Jäger das Leben des Philosophen, der den Menschen und sein Dasein in der Welt auf ganz neue Weise gedacht hat - von der katholischen Kindheit in Meßkirch und den geistigen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis weit in die Jahre des Wiederaufbaus hinein. Dabei begegnen uns Lehrer wie Edmund Husserl, dem 1936 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, Vertraute wie Karl Jaspers und Hannah Arendt, deren so schwieriges wie intensives Verhältnis zu Heidegger über historische Brüche hinweg anhielt, Intellektuelle und Dichter wie Ernst Jünger und Paul Celan, die ihn in seiner Schwarzwaldhütte besuchten, bis hin zu späten Interpreten wie Lacan und Derrida. Warum Heidegger jede Generation aufs Neue fasziniert und polarisiert, sein Denken auch heute nichts an Bedeutung eingebüßt hat: Auch das zeigt Lorenz Jäger in dieser Biografie, die meisterhaft das Leben Heideggers erzählt - und zugleich ein deutsches Jahrhundert. »Lorenz Jägers große Biografie lenkt auf die Philosophie zurück.« (NZZ)