Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Celan
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Wallstein Die Welt verdient keinen Weltuntergang, Belletristik von Michael Krüger, Peter Hamm
Kritiken, Laudationes und Essays, die Peter Hamms Leidenschaft zur Literatur und seine umfangreichen Kenntnisse zeigen. Eigentlich wollte Peter Hamm, dieser lebenslange Bewunderer von Schriftstellern und ihren Werken, gar kein Kritiker sein. Aber dann wurden die Zeitungskritik, der Essay und die Laudatio zu seinem Medium, in dem er seine enormen Kenntnisse und Einschätzungen am besten präsentieren konnte, ohne auf seinen enthusiastischen Zugriff zu verzichten. Aus dem umfangreichen Nachlass hat nun sein Freund Michael Krüger eine Auswahl zusammengestellt, die sowohl die Breite der Interessen von Peter Hamm als auch dessen Vorlieben zeigt. Es sind die Dichter, die er sein Leben lang begleitete: von Peter Huchel, Günter Eich und Johannes Bobrowski bis zu Volker Braun, Peter Rühmkorf und Heiner Müller, von Paul Celan und Ilse Aichinger bis zu Klaus Merz. Eingerahmt wird der Band mit einem Text über Goethe und Erinnerungen an Walter Warnach und Max Rychner, die den jungen Peter Hamm ermuntert haben, seiner wahren und grundsätzlichen Leidenschaft zur Literatur essayistisch Ausdruck zu verleihen. Viele der Texte standen zum Teil vor Jahrzehnten in Zeitungen, andere sind als Laudationes bei Petrarca-Preisverleihungen vorgetragen worden. Bislang ungedruckt ist eine längere Einführung zu einer letztlich nicht erschienenen Anthologie deutschsprachiger Poesie, in der er seine Einschätzung der lyrischen Produktion der Nachkriegszeit zusammengefasst hat.
Suhrkamp Aus der Traum (Kartei), Belletristik von Durs Grünbein
Provokativer könnte ein poetischer Buchtitel nicht sein, und doch lässt der Dichter an einem nicht zweifeln: „Ganz insgesamt wird das, was man die Realität nennt, überschätzt.“ Und so steuert er im ersten Teil seines Buches mit aller Kraft der Imagination konsequent hinein in die Sturmzone jener Realität, die den meisten als das Mass aller Dinge erscheint. Als welthistorisches Ereignis zeigt sich der Widerspruch zwischen Realität und Traum im Untergang eines Staates, der DDR, und den Metamorphosen seiner Gesellschaft bis heute. An den Gegensätzen von Freiheit und Solidarität auf der einen Seite, Hass und Spaltung auf der anderen, an Deutschland und Europa entwickelt der Autor im zweiten Teil seine Idee eines phantasiegeleiteten Widerstands gegen den Fetisch kruder Realität. Wo aber lägen Traum und Wirklichkeit näher beisammen als in der Kunst? In einer dritten Sektion wendet sich der Autor jenen Dichtern und Philosophen zu, an deren Ästhetiken und Ideen er die eigenen Vorstellungen geschärft hat. Der Bogen spannt sich von der Antike bis in die Gegenwart, von Ovid über Pascal und Descartes bis Celan. Durs Grünbeins neues Buch ist eine über Leitmotive miteinander verbundene Sammlung von Schriften verschiedener Genres: aus Aufsätzen, Reflexionen, Reden, Traumnotizen, Vorträgen, Sprechertexten und Gedichten. Ihr Ursprung verdankt sich der speziellen Arbeitsweise des Dichters. Aus der sammelnden und ordnenden Kartei seiner Stichworte ist ein Fundbuch hervorgegangen, das sich auf jeder Seite gewinnbringend aufschlagen lässt.
Suhrkamp Walter Benjamins Theorie der Sprachmagie A1000403903
Als »der legitime Fortsetzer der fruchtbarsten und echtesten Traditionen eines Hamann und Humboldt«, so Gershom Scholem in seinem wohl bekanntesten Brief an Walter Benjamin, »könntest Du eine hochbedeutende Figur in der Geschichte kritischen Denkens sein«. Dieser Potentialis Scholems wird durch Winfried Menninghaus' Untersuchung in den Indikativ überführt. Sie stellt dar, daß und wie weit Walter Benjamins Werk tatsächlich die genuinen sprachphilosophischen Intentionen »eines Hamann und Humboldt« sowie - vor allem - der sie vermittelnden Frühromantiker fortsetzt. Diese Darstellung erfolgt unter der Perspektive einer Semantik jener sprachmystischen Topoi und Theoreme, deren säkularisierende Aneignung den genannten Sprachphilosophen gemeinsam ist. Zentrierender Begriff ist dabei die Rede von einer »Magie der Sprache« - für Friedrich Schlegel das Arcanum der Philosophie und von Benjamin wieder ausdrücklich zum »Urproblem« der Sprachtheorie erklärt. Winfried Menninghaus ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Im Suhrkamp Verlag hat er veröffentlicht: Paul Celan. Magie der Form , 1980 (es 1026); Artistische Schrift. Studien zur Kompositionskunst Gottfried Kellers , 1982; Schwellenkunde. Walter Benjamins Passage des Mythos , 1986; Unendliche Verdopplung. Die frühromantische Grundlegung der Kunsttheorie im Begriff absoluter Selbstreflexion , 1987; Lob des Unsinns. Über Kant, Tieck und das Märchen vom Blaubart , 1995.
»Wenn es uns in den kommenden zehn Jahren nicht gelingt, Europa eine Seele zu geben, es mit einer Spiritualität und einer tieferen Bedeutung zu versehen, dann wird das Spiel zu Ende sein«, warnte Jacques Delors, ehemaliger Präsident der EU-Kommission. Der Filmemacher Rüdiger Sünner ist seit drei Jahrzehnten auf der Suche nach spirituellen Traditionen Europas. In seinem Buch schildert er Begegnungen mit wichtigen Vorbildern und Inspiratoren. Dabei beschäftigt er sich mit den spirituellen Visionen der Romantik, dem Mythenmissbrauch der Nazis, den Friedensmissionen des Schweden Dag Hammarskjöld, der Tiefenpsychologie des Schweizers C. G. Jung, der Anthroposophie des Österreichers Rudolf Steiner, der »Mystikerin« Dorothee Sölle, dem »Schamanen« Joseph Beuys und dem aus Rumänien stammenden Dichter Paul Celan. Mystik und Mythologie, die Traditionen der Gnosis, Kabbala, Alchemie, die Welt der Kelten, Germanen und die Sagen rund um den Heiligen Gral: Sein Buch umkreist ein »Geheimes Europa«, dessen Themen abseits des kulturellen und religiösen Mainstreams liegen. Die sich daraus ergebenden Impulse könnten auch Bausteine für ein künftiges Europa sein, das mehr ist als nur ein Wirtschaftsverbund, sondern eine besondere Seelenlandschaft. Bedeutsam für Rüdiger Sünner ist dabei immer auch die Fragestellung, was die spirituellen Impulse dieses »Geheimen Europa« für die Bewältigung unserer gegenwärtigen Probleme leisten können.
Wallstein Verlag Spaziergänge durch Nietzsches Sils Maria A1039709024
Mehr als ein Reiseführer: auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten im Oberengadin. Sils Maria im Oberengadin war für Friedrich Nietzsche eine »perla perlissima«. Hier verbrachte er zwischen 1881 und 1888 sieben Sommer. Seitdem suchen Dichter, Musiker, Künstler und unzählige andere Besucher Jahr für Jahr Ruhe und Erholung auf den Spuren des Philosophen. Welches aber waren Nietzsches Lieblingsspaziergänge? Was zog Hermann Hesse immer wieder nach Sils? Wo wohnten und was machten Annemarie Schwarzenbach, die Familie Mann, Marc Chagall, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Rainer Maria Rilke, Kurt Tucholsky, Marcel Proust, Anne Frank, Paul Celan, Paul Klee, Claudio Abbado und so viele mehr an diesem Ort? Auf sechs Spaziergängen geleitet Paul Raabe seine Leserinnen und Leser zu den schönsten Plätzen, zu geschichts- und geschichtenträchtigen Häusern und Herbergen in Sils und dessen Umgebung. Begleitet von der literarischen Stimmenvielfalt ihrer zahlreichen berühmten Gäste erschliesst sich dem Spaziergänger Nietzsches »lieblichster Winkel der Erde« als eine nicht nur wunderschöne Natur-, sondern auch literarisch reiche (Kultur-)Landschaft. Das sehr erfolgreiche Buch ist seit vielen Jahren vergriffen. Mirella Carbone und Joachim Jung bereiten eine aktualisierte und erweiterte Neuausgabe vor.
Zum ersten Mal alle Erzählungen von Hanne Lenz in einem Band Kurz nach dem Krieg, 1946, veröffentlichte Hanne Lenz unter dem Pseudonym Cornelia Dehn ihren Erzählungsband »Das Nachtkarussell« im Ulmer Aegis Verlag. Diese 5 Erzählungen sollten die einzigen bleiben, die sie zu ihren Lebzeiten veröffentlichte – zu enttäuscht war sie damals von der äußeren Aufmachung des Buches, nannte es später eine »Jugendsünde«. Fortan widmete sie sich dem Schreiben anderer. Als Autorin ist sie heute auch nicht bekannt, vielmehr als Briefpartnerin etwa von Paul Celan oder als Romanfigur ihres Mannes Hermann Lenz, als Treutlein Hanni Eine Lektüre der Texte zeigt aber schnell, dass diese Erzählungen weitaus mehr sind als eine bloße »Jugendsünde«. Stilistisch und motivlich in den Kontext der frühen Nachkriegsliteratur einzuordnen, handeln die Texte bilderreich von Verwüstung und Ruinenlandschaften, von Krieg und Tod, vom ausgebluteten Europa, von Einzelgängern, die sich fremd fühlen. Neben den 5 Erzählungen nimmt dieser Band noch zwei weitere, 1947 geschriebene Erzählungen von Hanne Lenz auf, umfasst also alle von ihr bekannten literarischen Texte. Beiträge von Peter Handke und Anna Katharina Hahn, ein Nachwort von Rainer Moritz, ein Poetry Slam von Svea Paul sowie zahlreiche Abbildungen runden den Band ab.
Ingeborg Bachmanns zweite Lyriksammlung, Anrufung des Großen Bären (1956), enthält Verse, die wegen ihrer hohen Einprägsamkeit, der Kühnheit ihrer Metaphern und ihres zeitkritischen, ethisch motivierten Sprachgestus schon bei Erscheinen Aufsehen erregten und bald kanonisiert wurden. Es sind Gedichte, die radikale Fragen stellen und Themen wie Liebe, Selbstbestimmung, Verantwortung, Utopie mit scharfer denkerischer Freiheit in mitreißenden Klangbildern entfalten. Die neue Edition macht die raffiniert durchkomponierte Struktur der Sammlung sichtbar. Zum ersten Mal werden die Gedichte unter Berücksichtigung des Nachlasses ausführlich kommentiert und im kulturgeschichtlichen Diskurs der Zeit verortet. Das weitgespannte Netz von intertextuellen Bezügen, der Dialog mit Paul Celan, der philosophische Horizont, die Vielfalt an metrischen Formen, die verwickelte Editionsgeschichte und die kontroverse Rezeption werden exemplarisch dargestellt, so dass die Verse in ihrer unerschöpflichen Vitalität und Ausstrahlungskraft neu beleuchtet werden. Die Salzburger Bachmann Edition präsentiert die Prosa, Gedichte und Essays, Hörspiele, Libretti sowie die Korrespondenzen Ingeborg Bachmanns in Form einer integrierten Ausgabe. Die Texte werden ergänzt durch eingehende Kommentare auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung, die Bachmanns Werk neu erschließen. Neben den zu Lebzeiten erschienenen Werken werden auch unbekannte nachgelassene Texte zugänglich gemacht.
Weidler Buchverlag Berlin Wir fühlen, dass wir unter Aufgaben wandeln
Dieser Band enthält zehn Beiträge über den Ideengeber und Hauptvertreter der Theorie der Dekonstruktion Jacques Derrida. Dessen Werk beeinflusste maßgeblich die Literatur- und Textwissenschaft und bildet hier die Basis für Re-Lektüren der Arbeiten von Sigmund Freud, William Warburton, Adelbert von Chamisso, Edmund Husserl, Friedrich Nietzsche, Paul Valéry, Emmanuel Lévinas, Claude Lévi-Strauss, Paul Celan und Friederike Mayröcker. Die zehn Texte, die hier erstmals versammelt vorliegen, wurden in der Zeit von 2012 bis 2018 geschrieben. Fünf Texte wurden in Form von Vorträgen an Universitäten in Berlin, Genua, Kairo, Shanghai und Tunis vorgestellt. Fünf Texte sind als umfangreiche Aufsätze konzipiert. Sieben dieser zehn Texte sind bislang nicht publiziert. Die drei bereits veröffentlichten Texte wurden überarbeitet und teilweise gekürzt. Nachdem Michael Fisch 2011 eine Derrida-Bibliographie der deutschsprachigen Veröffentlichungen publizierte, folgt mit dem vorliegenden Aufsatzband eine Art Zwischenbetrachtung, bis seine Textgeschichte über das Denken und Wirken von Jacques Derrida unter dem Titel „Es gibt nichts außerhalb des Textes“ erscheinen wird. Dieses Buch ist dem Literaturtheoretiker Edward William Said (1935-2003) gewidmet.
Weidler Buchverlag Berlin Wir fühlen, dass wir unter Aufgaben wandeln A1049787746
Dieser Band enthält zehn Beiträge über den Ideengeber und Hauptvertreter der Theorie der Dekonstruktion Jacques Derrida. Dessen Werk beeinflusste maßgeblich die Literatur- und Textwissenschaft und bildet hier die Basis für Re-Lektüren der Arbeiten von Sigmund Freud, William Warburton, Adelbert von Chamisso, Edmund Husserl, Friedrich Nietzsche, Paul Valéry, Emmanuel Lévinas, Claude Lévi-Strauss, Paul Celan und Friederike Mayröcker. Die zehn Texte, die hier erstmals versammelt vorliegen, wurden in der Zeit von 2012 bis 2018 geschrieben. Fünf Texte wurden in Form von Vorträgen an Universitäten in Berlin, Genua, Kairo, Shanghai und Tunis vorgestellt. Fünf Texte sind als umfangreiche Aufsätze konzipiert. Sieben dieser zehn Texte sind bislang nicht publiziert. Die drei bereits veröffentlichten Texte wurden überarbeitet und teilweise gekürzt. Nachdem Michael Fisch 2011 eine Derrida-Bibliographie der deutschsprachigen Veröffentlichungen publizierte, folgt mit dem vorliegenden Aufsatzband eine Art Zwischenbetrachtung, bis seine Textgeschichte über das Denken und Wirken von Jacques Derrida unter dem Titel „Es gibt nichts außerhalb des Textes“ erscheinen wird. Dieses Buch ist dem Literaturtheoretiker Edward William Said (1935-2003) gewidmet.
»Wenn es uns in den kommenden zehn Jahren nicht gelingt, Europa eine Seele zu geben, es mit einer Spiritualität und einer tieferen Bedeutung zu versehen, dann wird das Spiel zu Ende sein«, warnte Jacques Delors, ehemaliger Präsident der EU-Kommission. Der Filmemacher Rüdiger Sünner ist seit drei Jahrzehnten auf der Suche nach spirituellen Traditionen Europas. In seinem Buch schildert er Begegnungen mit wichtigen Vorbildern und Inspiratoren. Dabei beschäftigt er sich mit den spirituellen Visionen der Romantik, dem Mythenmissbrauch der Nazis, den Friedensmissionen des Schweden Dag Hammarskjöld, der Tiefenpsychologie des Schweizers C. G. Jung, der Anthroposophie des Österreichers Rudolf Steiner, der »Mystikerin« Dorothee Sölle, dem »Schamanen« Joseph Beuys und dem aus Rumänien stammenden Dichter Paul Celan. Mystik und Mythologie, die Traditionen der Gnosis, Kabbala, Alchemie, die Welt der Kelten, Germanen und die Sagen rund um den Heiligen Gral: Sein Buch umkreist ein »Geheimes Europa«, dessen Themen abseits des kulturellen und religiösen Mainstreams liegen. Die sich daraus ergebenden Impulse könnten auch Bausteine für ein künftiges Europa sein, das mehr ist als nur ein Wirtschaftsverbund, sondern eine besondere Seelenlandschaft. Bedeutsam für Rüdiger Sünner ist dabei immer auch die Fragestellung, was die spirituellen Impulse dieses »Geheimen Europa« für die Bewältigung unserer gegenwärtigen Probleme leisten können.
Wallstein Gesammelte Schriften, Fachbücher von Hendrik Birus
Band 3 und damit der abschliessende Band der gesammelten Schriften von Hendrik Birus mit seinen wichtigen Goethe-Studien. Die gesammelten Schriften des Münchener Literaturwissenschaftlers Hendrik Birus versammeln in drei Bänden die weltweit verstreuten Vorträge und Abhandlungen aus den vergangenen fünfzig Jahren und ziehen eine Summe seines wissenschaftlichen Schaffens. Während Band 1 seine Untersuchungen zur allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft im Spannungsfeld von Philologie und Philosophie enthält und sich Band 2 vor allem mit der deutschen Literatur von Lessing bis Celan aus komparatistischer Sicht, aber auch mit Proust und Joyce beschäftigt, wird Goethes Alterswerk, vor allem der »West-östliche Divan«, im Zentrum des abschliessenden dritten Bandes stehen. Aus dem Inhalt von Band 3: * Zum Verhältnis von Gegenwart, Geschichte und Ewigkeit beim späten Goethe * Der Entzug des Hier und Jetzt: Goethes »Ueber Kunst und Alterthum« an der Schwelle zum Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks * William! Stern der schönsten Höhe …: Goethes Shakespeare * Goethe als erster deutscher Grossstadtlyriker * Goethes »Italienische Reise« als Einspruch gegen die Romantik * Bedeutende Situationen, in einer künstlichen Folge: Über Goethes musikalische Dramen, mit Seitenblicken auf Mozart und Ausblicken auf Hofmannsthal und Strauss * Auf dem Wege zur Weltliteratur und Littérature comparée: Goethes »West-östlicher Divan« Mit einem Gesamt-Personenregister zur Erschliessung aller drei Bände.
zz_ArchivedBySSM_Various Publishers Laher:Wo nur die Wiege stand, Belletristik von Ludwig Laher
Kaum fünfzehn Kilometer liegen Braunau und Marktl voneinander entfernt. Gemeinsam ist beiden Orten am Inn, dass sie kurz Elternpaare mit Wickelkindern beherbergten, die Weltgeschichte machen sollten. Während Marktl versuchte, aus den ersten zwei Lebensjahren des deutschen Papstes möglichst viel Kapital zu schlagen, hadert Braunau mit seinem Schicksal, dauernd mit dem Winzling Adolf in Verbindung gebracht zu werden, der dort übers Windelfüllen doch nicht hinauskam. Ludwig Lahers geistreicher, ebenso kurzweiliger wie vielschichtiger literarischer Essay über früh verlassene Geburtshäuser prominenter Persönlichkeiten spürt unter anderem der Frage nach, was es mit der vielbeschworenen, kaum je aber nachvollziehbar begründeten Aura solcher Schauplätze auf sich hat. Wie gehen die Kommunen mit ihnen um, wie die Gedenkinstitutionen selbst? Welche Blüten treiben merkantile und/oder politische Erwägungen? Warum ziehen blosse Windelorte überhaupt Neugierige an? Wie äussern sich die ehemaligen Windelträger selbst dazu, wenn sie es denn tun? Von Hitler und Benedikt XVI. über Albert Einstein, Jean Paul, Robert Musil, Bert Brecht, Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Paul Celan, Engelbert Dollfuss, Rosa Luxemburg bis hin zu Paul Klee reicht der assoziative Bogen eines Streifzuges, der wahrscheinlich Kopfschütteln, Schmunzeln und ungläubiges Staunen hervorrufen wird, aber auch zum ernsthaften Nachdenken anregen will.
Peter Lang Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005- 'Germanistik im Konflikt der Kulture, Fachbücher
Band 11 der Akten des XI. Internationalen Germanistenkongresses Paris 2005 befasst sich mit neuen Fragen zur Klassik, zur Pariser Moderne und zum literarischen Streit um die Moderne. Im Vordergrund der Sektion 'Klassiken, Klassizismen, Klassizität' stehen zunächst Goethe und Schiller, die der alten Frage nach den deutschen klassischen Schriftstellern um 1800 wieder zu neuer Aktualität verhalfen. Auch wenn beiden eine breite Rezeption ihrer klassischen Werke zunächst versagt blieb, setzten sie doch neue ästhetische Werte und Normen durch ihre 'Literaturpolitik'. Im Anschluss daran wird untersucht, welche Bedeutung die Klassikerverehrung für das Schaffen und die Haltung jener Schriftsteller hatte, die im 19. und 20. Jahrhundert den Begriff Klassizität für sich in Anspruch nahmen. Der Begriff der 'Moderne' wird in der Sektion 'Kulturmetropole Paris im Zeichen der Moderne' im Sinne Baudelaires als ästhetische Moderne verstanden. Der Parisbezug wird unter den Aspekten ästhetische Moderne, Ästhetik und Politik sowie Paris als Gegenstand behandelt. Dabei ist auch Paul Celans Dichtung Gegenstand poetologischer und interkultureller Diskussionen. Abschliessend wird in 'Der Streit um die literarische Moderne' literarische Moderne als komplexer und schillernder Begriff und als Zeit der Umbrüche und Blickwechsel verstanden. Es wird aufgezeigt, wie sich die literarische Moderne im Streit zwischen traditionell-konservativen und revolutionär-innovativen Tendenzen der Ästhetik sowie im Konflikt zwischen Stagnation und Dynamik auch als produktiver Schock erweist.
Krapp & Gutknecht Verlag Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne – Lehrerheft A1010631116
Unser Lehrerheft zum Schülerarbeitsheft zu Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne enthält nicht nur die Lösungen der Aufgaben, sondern unterstützt bei der Planung eines abwechslungsreichen Deutschunterrichts, der Spaß an der Lektüre weckt und die Lesemotivation anregt. Das Unterrichtsmaterial enthält zusätzliche Arbeitsblätter und Unterrichtsideen zur weiteren Vertiefung der Themen. Den Holocaust durch Kinderaugen sehen. Ein hoher Zaun trennt den 9-jährigen Bruno von seinem neuen Freund Schmuel, besagtem Pyjamaträger. Die Jungen leben räumlich nah beieinander und doch in verschiedenen Welten, denn Brunos Vater ist Lagerkommandant, während der jüdische Schmuel im KZ um sein Leben bangen muss. Boynes Perspektive des neunjährigen Jungen gestattet einen naiven, unverstellten Blick auf die grausamen Absurditäten, die sich für Bruno unverständlich, »auf der Seite hinter dem Zaun« ereignen. Das Lehrerheft enthält Schreibanlässe (Briefe, Tagebucheinträge) Gestaltungen Recherchen eine Inhaltsübersicht einen didaktischen Kommentar Figuren und Charaktere Schülerlösungen historische Hintergründe den Drill der SS-Männer zu Mördern Kopiervorlagen zum KZ-System reale KZ-Kommandanten im Vergleich mit Brunos Vater Paul Celans Todesfuge Das Lehrerheft beschäftigt sich (nicht unkritisch) mit der Lektüre und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern dabei, sich mit der Absurdität und Brutalität des Holocaust auseinanderzusetzen. Statt aufwendig erstellter Kopien können Sie den Schülerinnen und Schüler auch unser Schülerarbeitsheft unter der ISBN 9783963230189, Bestell-Nr. S1018 an die Hand geben.
De Gruyter Studien zum deutschen Aphorismus im 20. Jahrhundert
Die Aphorismusforschung hat in den achtziger und neunziger Jahren große Fortschritte gemacht. Dennoch mangelt es nach wie vor an literarhistorischer Klärung. So verstehen sich die vorliegenden Studien als Bausteine zu einer Geschichte des deutschsprachigen Aphorismus im 20. Jahrhundert. Für den expressionistischen Aphorismus sind zwei Zentren zu erkennen, einerseits der Aktivismus um Autoren wie Kurt Hiller und Rudolf Leonhard, andererseits ein geographisches, nämlich Österreich. Er dringt auf eine strukturelle Integration von Handlungsorientiertheit, Reflexion und Emotion. Zum Aphorismus in der Zeit des Nationalsozialismus werden Autoren wie Rudolf G. Binding und Richard Euringer, vor allem aber das umfangreiche Spruch-Werk Ernst Bertrams herangezogen, ebenso Aphoristiker wie Otto Heuschele, Richard Benz und Theodor Haecker. Eine Antwort auf die Frage nach innerer Opposition, nach Differenzen und latenten Gemeinsamkeiten wird im Begriff der Verbindlichkeit gesucht. Die Studie zu literarischen Kleinformen an den Gattungsgrenzen von Lyrik und Aphorismus in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 diskutiert nach eingehenden Gattungsüberlegungen literarhistorische Vorläufer, von Jean Pauls und Wolfgang Menzels »Streckversen« bis zu Peter Hille und René Schar. Von Brecht ausgehend analysiert sie Kurztexte von Reiner Kunze, Günter Kunert, Erich Fried, Arnfried Astel und anderen, eine zweite Linie zeichnet sie von Paul Celan und Ernst Meister her nach, um schließlich im Begriff des Erlebnisdenkens die Frage einer trennscharfen Grenzlinie oder eines gemeinsamen Grenzraums neu zu diskutieren.
Suhrkamp Salzburger Bachmann Edition, Belletristik von Hans Höller, Luigi Reitani, Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmanns zweite Lyriksammlung, Anrufung des Grossen Bären (1956), enthält Verse, die wegen ihrer hohen Einprägsamkeit, der Kühnheit ihrer Metaphern und ihres zeitkritischen, ethisch motivierten Sprachgestus schon bei Erscheinen Aufsehen erregten und bald kanonisiert wurden. Es sind Gedichte, die radikale Fragen stellen und Themen wie Liebe, Selbstbestimmung, Verantwortung und Utopie mit scharfer denkerischer Freiheit in mitreissenden Klangbildern entfalten. Die neue Edition macht die raffiniert durchkomponierte Struktur der Sammlung sichtbar. Zum ersten Mal werden die Gedichte unter Berücksichtigung des Nachlasses ausführlich kommentiert und im kulturgeschichtlichen Diskurs der Zeit verortet. Das weitgespannte Netz von intertextuellen Bezügen, der Dialog mit Paul Celan, der philosophische Horizont, die Vielfalt an metrischen Formen, die verwickelte Editionsgeschichte und die kontroverse Rezeption werden exemplarisch dargestellt, sodass die Verse in ihrer unerschöpflichen Vitalität und Ausstrahlungskraft neu beleuchtet werden. Die Salzburger Bachmann Edition präsentiert die Prosa, Gedichte und Essays, Hörspiele, Libretti sowie die Korrespondenzen Ingeborg Bachmanns in Form einer integrierten Ausgabe. Die Texte werden ergänzt durch eingehende Kommentare auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung, die Bachmanns Werk neu erschliessen. Neben den zu Lebzeiten erschienenen Werken werden auch unbekannte nachgelassene Texte zugänglich gemacht.
Suhrkamp Suhrk.TB.Wi.1168 Menning.Walt.Benjamin, Fachbücher von Winfried Menninghaus
Als „der legitime Fortsetzer der fruchtbarsten und echtesten Traditionen eines Hamann und Humboldt“, so Gershom Scholem in seinem wohl bekanntesten Brief an Walter Benjamin, „könntest Du eine hochbedeutende Figur in der Geschichte kritischen Denkens sein“. Dieser Potentialis Scholems wird durch Winfried Menninghaus' Untersuchung in den Indikativ überführt. Sie stellt dar, dass und wie weit Walter Benjamins Werk tatsächlich die genuinen sprachphilosophischen Intentionen „eines Hamann und Humboldt“ sowie - vor allem - der sie vermittelnden Frühromantiker fortsetzt. Diese Darstellung erfolgt unter der Perspektive einer Semantik jener sprachmystischen Topoi und Theoreme, deren säkularisierende Aneignung den genannten Sprachphilosophen gemeinsam ist. Zentrierender Begriff ist dabei die Rede von einer „Magie der Sprache“ - für Friedrich Schlegel das Arcanum der Philosophie und von Benjamin wieder ausdrücklich zum „Urproblem“ der Sprachtheorie erklärt. Winfried Menninghaus ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Im Suhrkamp Verlag hat er veröffentlicht: Paul Celan. Magie der Form, 1980; Artistische Schrift. Studien zur Kompositionskunst Gottfried Kellers, 1982; Schwellenkunde. Walter Benjamins Passage des Mythos, 1986; Unendliche Verdopplung. Die frühromantische Grundlegung der Kunsttheorie im Begriff absoluter Selbstreflexion, 1987; Lob des Unsinns. Über Kant, Tieck und das Märchen vom Blaubart, 1995.
Woran erkennt man Anspielungen und Zitate in einem literarischen Text? Wie prüft man, ob es sich wirklich um eine Anspielung handelt? In der Forschung scheint häufig die bloße Behauptung zu genügen. Die Untersuchung entwickelt in ihrem Einleitungsteil das methodische Rüstzeug zur kritischen Prüfung solcher Behauptung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Theorie der Intertextualität. Im Mittelpunkt stehen aber Werke Ingeborg Bachmanns (1926-1973): von den frühesten Gedichten (um 1947) bis zur späten Prosa des sogenannten »"Todesarten"-Projekts«. Manch Überraschendes fördert die Analyse zutage. So können der beliebte Mythos vom lyrischen Zwiegespräch zwischen der jungen Bachmann und Celan ebenso wie die Thesen vom frühen Einfluß der Kritischen Theorie oder von Bachmanns "musikalischer Schreibweise" deutlich relativiert werden. Kenntnisreich werden Bachmanns Texte in ihren historischen und geistesgeschichtlichen Kontext eingebettet; das gilt insbesondere für die Fragen eines "weiblichen" oder eines Schreibens post holocaust , die in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Abschließend vollzieht die Arbeit die verstreuten Überlegungen Bachmanns zu Anspielung und Zitat nach. Sie skizziert die Funktion von Bachmanns "Aneignungstheorie" des Zitats im Zusammenhang von Literatur und Erfahrung vor dem Hintergrund der historisch und philosophisch begründeten Sprachkritik nach 1945.
Springer Berlin Blütenlesen. Poetiken des Vegetabilen in der Gegenwartslyrik A1068886658
Ließ Brechts zum Diktum gewordenes Versfragment «Gespräch über Bäume» die Naturlyrik zum fragwürdigen Genre werden, so rief es gleichwohl bald Widerspruch hervor, nicht nur in Paul Celans lyrischer Replik «Ein Blatt, baumlos» und den ebenfalls auf Brecht antwortenden Gedichten Erich Frieds und Günter Eichs, sondern auch in der engagierten ökokritischen Dichtung seit den 1970er Jahren. Während das «Gespräch über Bäume» vor allem auf Natur und Landschaft als Gegenstand und Thema von Dichtung bezogen ist, fragt dieser Sammelband, wie das gegenwärtige Interesse an der Natur mit Formfragen und deren poetologischen Reflexionen in der deutschsprachigen Lyrik seit den 1990er Jahren einhergeht. Wie verbinden sich diese Formfragen und ihre poetologischen Reflexionen in der Gegenwart mit einem diachron weitgefassten Blick auf Ornamente und Schreibweisen wie Arabesken und Grotesken, Gattungsbezeichnungen wie Silven oder Florilegien, arboreale und mykologische Strukturmodelle wie Baumdiagramme, Rhizome oder Myzele, die auf vegetabile Formvorbilder zurückgreifen? Wie lassen sich diese Darstellungen des Vegetabilen in der Dichtung auf naturwissenschaftliche Verfahren der Sichtbarmachung oder das morphologische und botanische Wissen über Bau- und Formprinzipien der Pflanzen beziehen? Von diesen Beobachtungen ausgehend fragen die Beiträge dieses Bandes, welche Poetologien des Vegetabilen die deutschsprachige Gegenwartslyrik ausgebildet hat und wie sich darin botanisches Wissen, medienkritisches Bewusstsein und ästhetisches Naturerleben zu neuen dichterischen Formen verschränken.
De Gruyter Deutsche Psalmendichtung vom 16. bis zum 20. Jahrhundert A1020424015
Frontmatter -- Vorwort -- Inhalt -- Einleitung -- Teil I. Die biblischen Psalmen -- 1. Historischer Überblick -- 2. Literarische Merkmale der biblischen Psalmen -- 3. Das Ende antiker Psalmendichtung -- 4. Biblische und klassische Lyrik -- 5. Zu den Übersetzungen -- Exkurs 1. Die Psalmen im Mittelalter -- Teil II. Metrische und gereimte Paraphrasen von der Reformation bis zum Ende der Barockzeit -- 1. Psalmen unter dem Einfluß der Reformation -- Exkurs 2. Lateinische Psalterien des 16. Jahrhunderts in klassischen Versmaßen -- 2. Die Barockzeit -- Teil III. Psalmen und Aufklärung -- 1. Religiosität und Rationalismus -- 2. Metrische Formen -- 3. Ablösung von poetischen und theologischen Traditionen -- 4. Chauvinismus und der Gott der Psalmen -- Teil IV. Deutsche Psalmendichtung des 20. Jahrhunderts -- Einleitung -- 1. Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra -- 2. Rainer Maria Rilke und Else Lasker-Schüler: Privatreligion und Psalmenform -- 3. Psalmendichtung des Expressionismus -- 4. Bertolt Brecht: Psalmen -- 5. Martin Buber: Das Buch der Preisungen -- 6. Psalmengedichte christlicher Lyriker -- 7. Psalmendichtung nach 1945 -- 8. Nelly Sachs: In den Wohnungen des Todes und Sternverdunkelung -- 9. Paul Celan: Psalm -- Schlußbetrachtung -- Literaturverzeichnis -- Bibelstellenregister -- Namensregister -- Backmatter