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Königshausen u. Neumann Literaturstraße
He Xun: Politische Ikonografie des Bürgertums: Daniel Chodowieckis Werke während der Französischen Revolution – Lei Lei: Natur als Idee in ,Heinrich von Ofterdingen’ von Novalis unter besonderer Betrachtung der ›blauen Blume‹ und der Traumlandschaft – Chen Yuzhong: Von Stufen des Schönen herab: Platonische Ästhetik in Thomas Manns ,Der Tod in Venedig’ – Shen Chong: Ästhetik des Augenblicks: Nach- und Neudichtungen von Charles Baudelaires ,À une passante’ beim jungen Stefan George – Xu Shuang: »Sprechen kann man mit den Nomaden nicht.« Körpereinschreibung und affektive Grenzerfahrung der Gemeinschaft bei Kafka und Celan – Ding Junjun: Mimesis des Gartens. Über die Gartensymbolik in ;Pfaueninsel’ von Thomas Hettche – Zheng Mengya: Das landschaftliche Auge und die Zivilisationsszenerie in Ernst Jüngers Roman ,Auf den Marmorklippen’
Otto Schauers Werk ist stark von französischen Landschaften wie der Umgebung von Paris, dem Tal der Loire oder der Provence sowie der kanadischen Wildnis bei Québec geprägt. Mit allen subtilen Finessen im Kolorit bewegt er sich an den Grenzlinien realistischer Darstellung. Anlässlich des 100. Geburtstags entdeckt die Monografie das Werk dieses lyrischen Landschaftsmalers neu.1950 reist Otto Schauer (1923–1985) mit einem Empfehlungsschreiben seines Lehrers Willi Baumeister an Fernand Léger von Stuttgart nach Paris. Gegen die vorherrschende Abstraktion setzt er sich aber eigenwillig mit figurativer Malerei durch. Sein Freund Heinrich Maria Ledig-Rowohlt bringt ihn in Kontakt mit Sammlern und Schriftstellern wie Paul Celan. Der Band spürt Schauers künstlerischen Weg im Kontext seines französischen Freundeskreises nach. Ein Werkverzeichnis dokumentiert sein Schaffen.
Königshausen u. Neumann Literaturstraße A1072520396
He Xun: Politische Ikonografie des Bürgertums: Daniel Chodowieckis Werke während der Französischen Revolution – Lei Lei: Natur als Idee in ,Heinrich von Ofterdingen’ von Novalis unter besonderer Betrachtung der ›blauen Blume‹ und der Traumlandschaft – Chen Yuzhong: Von Stufen des Schönen herab: Platonische Ästhetik in Thomas Manns ,Der Tod in Venedig’ – Shen Chong: Ästhetik des Augenblicks: Nach- und Neudichtungen von Charles Baudelaires ,À une passante’ beim jungen Stefan George – Xu Shuang: »Sprechen kann man mit den Nomaden nicht.« Körpereinschreibung und affektive Grenzerfahrung der Gemeinschaft bei Kafka und Celan – Ding Junjun: Mimesis des Gartens. Über die Gartensymbolik in ;Pfaueninsel’ von Thomas Hettche – Zheng Mengya: Das landschaftliche Auge und die Zivilisationsszenerie in Ernst Jüngers Roman ,Auf den Marmorklippen’
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Fremde Arme – arme Fremde A1037510309
Der Band dokumentiert die Forschungsergebnisse der Tagung ‘Zigeuner’ als Arme und Fremde , die in Timişoara (Rumänien) von dem Projekt Fremde im eigenen Land. Zur Semantisierung der ‘Zigeuner’ von 1850 bis zur Gegenwart des Sonderforschungsbereichs 600 Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart an der Universität Trier in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzzentrum Paul Celan an der Universität Bukarest und der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens veranstaltet wurde. Fremdheit und Armut der ‘Zigeuner’ werden in diesem Band im Kontext sozialer Praktiken und historischer Semantiken sowie deren literarischer Inszenierung und Reflexion untersucht. Die Beiträge befassen sich mit Formen und Funktionen sozialer Inklusion und Exklusion, die sich, so eine leitende Hypothese, erkennbar einem Diskursraum Mittel- und Osteuropa zuordnen lassen.
Aufbau TB Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe A1063575542
Eine Liebe zwischen Poesie und Wirklichkeit Paris, 1958: Als der Schweizer Dramatiker Max Frisch dem glamourösen Literaturstar Ingeborg Bachmann begegnet, ist es für ihn Liebe auf den ersten Blick. Auch sie verliebt sich, doch anders als Max, der bodenständige Genussmensch, ringt die sensible Ingeborg im Schreiben – wie im Leben – um jedes Wort. Und sie hat die Trennung von ihrem Geliebten Paul Celan noch nicht überwunden, was die Beziehung schon bald auf die Probe stellt. Doch Ingeborg kann nur eine Liebe leben, in der sie ihre Freiheit nicht preisgeben muss … Ein so bewegender wie hervorragend recherchierter Roman über die Liebe zweier Ikonen der Literatur „So nah an den Figuren, so dicht erzählt. Ein großartiger Roman!“ Caroline Bernard, Autorin von "Frida Kahlo und die Farben des Lebens"
Frölich und Kaufmann Lesen Sprechen Schreiben (Kritzeln). 7322113
Die drei in diesem Band versammelten Versuche (zu einem Gedicht Paul Celans, zu Charles Baudelaire als Übersetzer Edgar Allan Poes, zu schriftlichen - und gekritzelten - Spuren eines Drogenversuchs von Walter Benjamin) sind unabhängig voneinander entstandene Gelegenheitsarbeiten. Was sie im nachhinein verbindet, sind ihre ersten Sätze: 'Wer liest, liest jetzt', 'Wer spricht, spricht unter Druck' und: 'Schreiben geht von der Hand'. Die drei Sätze bilden keinen Dreisatz, eine vierte - unbekannte - Größe zu ermitteln. Das Verhältnis der drei Essays zueinander stiftet keinen verbindlichen, weder erkenntnistheoretisch noch terminologisch ausgerichteten Zusammenhang zwischen Lesen, Sprechen, Schreiben (Kritzeln), sondern skizziert eine bewegliche Gegend (aus Gegenden), das Ineinanderspiel der drei - +n -, im Lesen, Sprechen, Schreiben angerissenen Erfahrungen genauer, unvoreingenommen wahrzunehmen.
Peter Lang Fremde Arme - arme Fremde, Fachbücher von Iulia-Karin Patrut, Herbert Uerlings, George Gutu
Der Band dokumentiert die Forschungsergebnisse der Tagung 'Zigeuner' als Arme und Fremde, die in Timisoara (Rumänien) von dem Projekt Fremde im eigenen Land zur Semantisierung der 'Zigeuner' von 1850 bis zur Gegenwart des Sonderforschungsbereichs 600 Fremdheit und Armut veranstaltet wurde. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart an der Universität Trier in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzzentrum Paul Celan an der Universität Bukarest und der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens. Fremdheit und Armut der 'Zigeuner' werden in diesem Band im Kontext sozialer Praktiken und historischer Semantiken sowie deren literarischer Inszenierung und Reflexion untersucht. Die Beiträge befassen sich mit Formen und Funktionen sozialer Inklusion und Exklusion, die sich, so eine leitende Hypothese, erkennbar einem Diskursraum Mittel- und Osteuropa zuordnen lassen.
Otto Schauers Werk ist stark von französischen Landschaften wie der Umgebung von Paris, dem Tal der Loire oder der Provence sowie der kanadischen Wildnis bei Québec geprägt. Mit allen subtilen Finessen im Kolorit bewegt er sich an den Grenzlinien realistischer Darstellung. Anlässlich des 100. Geburtstags entdeckt die Monografie das Werk dieses lyrischen Landschaftsmalers neu.1950 reist Otto Schauer (1923–1985) mit einem Empfehlungsschreiben seines Lehrers Willi Baumeister an Fernand Léger von Stuttgart nach Paris. Gegen die vorherrschende Abstraktion setzt er sich aber eigenwillig mit figurativer Malerei durch. Sein Freund Heinrich Maria Ledig-Rowohlt bringt ihn in Kontakt mit Sammlern und Schriftstellern wie Paul Celan. Der Band spürt Schauers künstlerischen Weg im Kontext seines französischen Freundeskreises nach. Ein Werkverzeichnis dokumentiert sein Schaffen.
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Fremde Arme – arme Fremde
Der Band dokumentiert die Forschungsergebnisse der Tagung ‘Zigeuner’ als Arme und Fremde , die in Timişoara (Rumänien) von dem Projekt Fremde im eigenen Land. Zur Semantisierung der ‘Zigeuner’ von 1850 bis zur Gegenwart des Sonderforschungsbereichs 600 Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart an der Universität Trier in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzzentrum Paul Celan an der Universität Bukarest und der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens veranstaltet wurde. Fremdheit und Armut der ‘Zigeuner’ werden in diesem Band im Kontext sozialer Praktiken und historischer Semantiken sowie deren literarischer Inszenierung und Reflexion untersucht. Die Beiträge befassen sich mit Formen und Funktionen sozialer Inklusion und Exklusion, die sich, so eine leitende Hypothese, erkennbar einem Diskursraum Mittel- und Osteuropa zuordnen lassen.
S. Fischer Verlag Such nach dem Namen des Windes A1070017590
Gedichte sind Flaschenpost, das wissen wir seit Mandelstam und Celan. Diese Post ist Gesang und Gebet, Protokoll und Analyse. Im Idealfall spricht sie aus, was sonst ungesagt und ausgegrenzt bleibt. Olga Martynova arbeitet als Lyrikerin im Bewusstsein des reichen Erbes, das die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Zugleich gibt sie ältere Traditionen nicht preis und bezieht sich etwa mit Dantes »Commedia« auf eine der Hauptquellen der europäischen Poesie, die aus der Trauer um eine gestorbene Frau entstand. Olga Martynovas Gedichte lassen Raum für Trauer und Krieg, für Befragung und Wut, aber auch für das Alltägliche und die Bewunderung der Welt. Vom Ende der neunziger Jahre an hat sie ihre Prosa auf Deutsch, ihre Gedichte auf Russisch geschrieben. Seit dem Tod ihres Mannes, des Dichters Oleg Jurjew, schreibt sie nicht mehr in russischer Sprache.
BoD – Books on Demand Friedrich Hölderlins Lyrik A1068321875
Die Auswahl bringt, chronologisch gereiht, 93 schönste, bedeutsamste, eindrucksvollste, manchmal auch verstörende lyrische Schöpfungen Friedrich Hölderlins. Sich selbst überwindend, sprachkräftig, gedankenmächtig. Natur-, Landschafts- und Liebesgedichte in Hölderlins charakteristisch eigenem Stil zwischen Klassik und Romantik, durchwirkt von Griechentum, Ideal, Erneuerung, mythologisch, versunken, sehnsüchtig, seherisch, hymnisch in freien Rhythmen, symbolisch dunkel, geheimnisvoll, Leben, Tod, Götter, Christentum und Heimat. Ein Höhepunkt abendländischer Literatur mit durchdringendem Einfluss auf die Dichtkunst vieler Lyriker, etwa Stefan George, Georg Heym, Georg Trakl, Paul Celan, Ingeborg Bachmann. Hölderlins hymnisches Spätwerk inspirierte philosophische Überlegungen bei Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Jacques Derrida, Michel Foucault.
Aufbau TB Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe A1063575542
Eine Liebe zwischen Poesie und Wirklichkeit Paris, 1958: Als der Schweizer Dramatiker Max Frisch dem glamourösen Literaturstar Ingeborg Bachmann begegnet, ist es für ihn Liebe auf den ersten Blick. Auch sie verliebt sich, doch anders als Max, der bodenständige Genussmensch, ringt die sensible Ingeborg im Schreiben – wie im Leben – um jedes Wort. Und sie hat die Trennung von ihrem Geliebten Paul Celan noch nicht überwunden, was die Beziehung schon bald auf die Probe stellt. Doch Ingeborg kann nur eine Liebe leben, in der sie ihre Freiheit nicht preisgeben muss … Ein so bewegender wie hervorragend recherchierter Roman über die Liebe zweier Ikonen der Literatur „So nah an den Figuren, so dicht erzählt. Ein großartiger Roman!“ Caroline Bernard, Autorin von "Frida Kahlo und die Farben des Lebens"
Otto Schauers Werk ist stark von französischen Landschaften wie der Umgebung von Paris, dem Tal der Loire oder der Provence sowie der kanadischen Wildnis bei Québec geprägt. Mit allen subtilen Finessen im Kolorit bewegt er sich an den Grenzlinien realistischer Darstellung. Anlässlich des 100. Geburtstags entdeckt die Monografie das Werk dieses lyrischen Landschaftsmalers neu. 1950 reist Otto Schauer (1923–1985) mit einem Empfehlungsschreiben seines Lehrers Willi Baumeister an Fernand Léger von Stuttgart nach Paris. Gegen die vorherrschende Abstraktion setzt er sich aber eigenwillig mit figurativer Malerei durch. Sein Freund Heinrich Maria Ledig-Rowohlt bringt ihn in Kontakt mit Sammlern und Schriftstellern wie Paul Celan. Der Band spürt Schauers künstlerischen Weg im Kontext seines französischen Freundeskreises nach. Ein Werkverzeichnis dokumentiert sein Schaffen.
S. Fischer Verlag Belletristik Such nach dem Namen des Windes Gedichte Olga Martynova
Gedichte sind Flaschenpost, das wissen wir seit Mandelstam und Celan. Diese Post ist Gesang und Gebet, Protokoll und Analyse. Im Idealfall spricht sie aus, was sonst ungesagt und ausgegrenzt bleibt. Olga Martynova arbeitet als Lyrikerin im Bewusstsein des reichen Erbes, das die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Zugleich gibt sie ältere Traditionen nicht preis und bezieht sich etwa mit Dantes »Commedia« auf eine der Hauptquellen der europäischen Poesie, die aus der Trauer um eine gestorbene Frau entstand. Olga Martynovas Gedichte lassen Raum für Trauer und Krieg, für Befragung und Wut, aber auch für das Alltägliche und die Bewunderung der Welt. Vom Ende der neunziger Jahre an hat sie ihre Prosa auf Deutsch, ihre Gedichte auf Russisch geschrieben. Seit dem Tod ihres Mannes, des Dichters Oleg Jurjew, schreibt sie nicht mehr in russischer Sprache.
Die Moby-Dick-Übersetzung des Paul-Celan-Preisträgers Friedhelm Rathjen ist schwer lesbar. Namhafte Rezensenten führen das auf die hohe Texttreue zurück. Für die Beurteilung einer Übersetzung ist die kausale Verknüpfung von „texttreu“ und „schwer lesbar“ jedoch untauglich. Jutta Seeger-Vollmer geht der Frage nach, warum sie dennoch nach wie vor anzutreffen ist. Sie bezieht sich dabei auf die von Katharina Reiß aufgestellten Kriterien für eine sachgemäße Beurteilung von Übersetzungen. In ihrer Übersetzungskritik weist sie mit circa 700 Beispielen nach, dass Rathjens Übersetzung schwer lesbar, jedoch keineswegs texttreu ist und zudem sehr viele Fehler aufweist. Darüber hinaus würdigt sie die hierzulande wenig beachteten sprachlichen Besonderheiten des Moby-Dick und die damit verbundene Sonderstellung dieses Werkes in der amerikanischen Literatur des 19. Jahrhunderts.
Die drei in diesem Band versammelten Versuche (zu einem Gedicht Paul Celans; zu Charles Baudelaire als Übersetzer Edgar Allan Poes; zu schriftlichen - und gekritzelten - Spuren eines Drogenversuchs von Walter Benjamin) sind unabhängig voneinander entstandene Gelegenheitsarbeiten. Was sie im nachhinein verbindet, sind ihre ersten Sätze: "Wer liest, liest jetzt"; "Wer spricht, spricht unter Druck" und: "Schreiben geht von der Hand". Die drei Sätze bilden keinen Dreisatz, eine vierte - unbekannte - Größe zu ermitteln. Das Verhältnis der drei Essays zueinander stiftet keinen verbindlichen, weder erkenntnistheoretisch noch terminologisch ausgerichteten Zusammenhang zwischen Lesen, Sprechen, Schreiben (Kritzeln), sondern skizziert eine bewegliche Gegend (aus Gegenden), das Ineinanderspiel der drei - +n -, im Lesen, Sprechen, Schreiben angerissenen Erfahrungen genauer, unvoreingenommen wahrzunehmen.
Jüdischer Verlag Alte Welten, neue Bilder A1019902577
Jüdische Intellektuelle prägten das Denken des 20. Jahrhunderts tiefgreifend, darunter Walter Benjamin, Gershom Scholem, Paul Celan, Franz Rosenzweig, Jacques Derrida und George Steiner. Bis heute stehen diesen Autoren jedoch überwiegend nichtjüdische Leser gegenüber, die die jüdischen Aspekte des jeweiligen Werks oft nicht ermessen oder diese verdrängen, die Rezeption aber maßgeblich bestimmen. Moshe Idel, der gegenwärtig wichtigste Forscher zur jüdischen Mystik, setzt dem eine andere Perspektive entgegen. Er arbeitet die mannigfaltigen Spuren der kabbalistischen und chassidischen Tradition heraus und verdeutlicht dadurch die überragende Bedeutung des mystischen Denkens für wichtige jüdische Autoren des vergangenen Jahrhunderts. Er ermöglicht dadurch eine neue Sicht auf das Verhältnis von Judentum und Moderne.
S. Fischer Verlag Such nach dem Namen des Windes A1070017590
Gedichte sind Flaschenpost, das wissen wir seit Mandelstam und Celan. Diese Post ist Gesang und Gebet, Protokoll und Analyse. Im Idealfall spricht sie aus, was sonst ungesagt und ausgegrenzt bleibt. Olga Martynova arbeitet als Lyrikerin im Bewusstsein des reichen Erbes, das die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Zugleich gibt sie ältere Traditionen nicht preis und bezieht sich etwa mit Dantes »Commedia« auf eine der Hauptquellen der europäischen Poesie, die aus der Trauer um eine gestorbene Frau entstand. Olga Martynovas Gedichte lassen Raum für Trauer und Krieg, für Befragung und Wut, aber auch für das Alltägliche und die Bewunderung der Welt. Vom Ende der neunziger Jahre an hat sie ihre Prosa auf Deutsch, ihre Gedichte auf Russisch geschrieben. Seit dem Tod ihres Mannes, des Dichters Oleg Jurjew, schreibt sie nicht mehr in russischer Sprache.
BoD – Books on Demand Friedrich Hölderlins Lyrik A1068321875
Die Auswahl bringt, chronologisch gereiht, 93 schönste, bedeutsamste, eindrucksvollste, manchmal auch verstörende lyrische Schöpfungen Friedrich Hölderlins. Sich selbst überwindend, sprachkräftig, gedankenmächtig. Natur-, Landschafts- und Liebesgedichte in Hölderlins charakteristisch eigenem Stil zwischen Klassik und Romantik, durchwirkt von Griechentum, Ideal, Erneuerung, mythologisch, versunken, sehnsüchtig, seherisch, hymnisch in freien Rhythmen, symbolisch dunkel, geheimnisvoll, Leben, Tod, Götter, Christentum und Heimat. Ein Höhepunkt abendländischer Literatur mit durchdringendem Einfluss auf die Dichtkunst vieler Lyriker, etwa Stefan George, Georg Heym, Georg Trakl, Paul Celan, Ingeborg Bachmann. Hölderlins hymnisches Spätwerk inspirierte philosophische Überlegungen bei Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Jacques Derrida, Michel Foucault.
Hentrich & Hentrich Margarete Susman, Sachbücher von Elisa Klapheck
Margarete Susman (1872-1966) gehört zu den grossen Vordenkern der jüdischen Renaissance im frühen 20. Jahrhundert. Ihre Auseinandersetzung mit dem Judentum richtet sich vor allem auch auf die Bedeutung, die Religion für die Politik haben kann. Die Rabbinerin Elisa Klapheck bietet mit diesem Buch eine erstmalige, umfassende Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk Susmans. Dabei zeichnet sie die geistige Biographie einer zu Unrecht vergessenen religiösen Denkerin und Philosophin nach, die in einer Reihe mit ihren Freunden Georg Simmel, Martin Buber, Gustav Landauer, Ernst Bloch, Franz Rosenzweig oder Paul Celan zu nennen ist. Susmans Gedanken zur geistigen Bedeutung des Judentums für Europa, über die Revolution, die Frauenemanzipation, das Verhältnis von Religion und Staat und nicht zuletzt über die Beziehung zwischen Judentum und Christentum enthalten wichtige Anstösse für aktuelle Diskussionen.