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GRIN Verbrecher mit edler Seele
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass Verbrecher von edler Gesinnung seien, gehört wohl zu den Eigenschaften, die man Gesetzesbrechern am wenigsten zuschreiben würde; schließlich haben sie gegen die Regeln der Gemeinschaft verstoßen, wurden verfolgt, verurteilt und bestraft. Lediglich dem Heldentypus des Robin Hood, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt, will man etwas Edles zugestehen. Auch in unseren heutigen Tagen sind Stereotype gegenüber Verurteilten weit verbreitet, sodass die Themen der zu verhandelnden Texte an Aktualität nichts verloren haben. Im Rahmen dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, zwei Kriminalerzählungen der Aufklärung zu vergleichen; zum einen Verbrecher aus Infamie von Friedrich Schiller und zum anderen Geschichte einer Verbrecherin, die es wahrscheinlicherweise vor Gottes Augen weit weniger war als nach den bürgerlichen Gesetzen von August Gottlieb Meißner. Dabei erscheint es sinnvoll, zunächst die Darstellung des Verbrechens zu betrachten, um sich anschließend den Tätern, deren Motiven und Schuld zuzuwenden. Weiterhin ist zu analysieren, wie das Verbrechen literarisch inszeniert wird, um als letzten Aspekt die wirkungsästhetische Absicht der Texte zu untersuchen. Beide Texte gehören zu den frühen Kriminalerzählungen der deutschen Literatur, deren Vorläufer die Schriften des französischen Juristen François Gayot de Pitaval waren. Pitaval fertigte eine Kollektion realer Rechtsfälle an und so wurde sein Name zu einem Gattungsbegriff für Sammlungen solcher Fallbeschreibungen. Die Ausführungen in Fachprosa beginnen "im Prozeß der Verschriftlichung (vor)literarische Züge anzunehmen" . In eben diesem Umfeld sind auch die zu vergleichenden Texte zu verorten, wobei Meißner Schiller voranzustellen ist; er gilt als Begründer der deutschen Kriminalgeschichten.
Die Toten sprechen. Denen, die genau hinhören, erzählen sie alles über sich: woher sie kommen, wie sie lebten, wie sie starben – und wer sie umgebracht hat. Zum ersten Mal geht Bestsellerautorin Val McDermid realen Verbrechen auf den Grund und schildert die Entwicklung und Methoden der Forensik. Ein packendes Stück Kriminalgeschichte, leidenschaftlich erzählt und voll haarsträubender Details – True Crime at its best.
Berlin kriminell: 32 Kriminalfälle hat Regina Stürickow für dieses Buch in alten Polizeiakten recherchiert. Die Verbrechen haben es in sich: Der Band beschreibt herausragende Fälle von der Tat über die Ermittlungen der Kriminalpolizei bis hin zur Gerichtsverhandlung wenn der Täter denn gefunden wurde. Darunter finden sich politische Morde (z.B. Rathenau, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Horst Wessel), Serienkiller, Bandenanführer u.v.m. Das Buch ist damit eine einzigartige Sozialgeschichte der Stadt, die mit über 150 Bildern eine der dunklen Seiten Berlins zeigt.
Aus dem Russischen von Kristine Listau Mit einem Nachwort von Anita Leocádia Prestes „Es ist bereits halb elf. Jemand schlägt vor, ‚zusammen Eis essen zu gehen!‘ Alle sind einverstanden. Auf der Bergstraße gibt es ein kleines Café, wo eine Portion Eis zehn Pfennig kostet. Dorthin macht sich die ganze Bande auf. Das Eis ist herrlich! Doch es zieht ein Unwetter auf. Der Inhaber des Cafés bezahlt seine Angestellten zu niedrigeren Sätzen als nach Tarif. Als wir davon Wind bekommen, entscheiden wir, es zu boykottieren. Der Boykott dauert eine Woche, bis der Unternehmer aufgibt, weil er Angst hat, mit uns seine wichtigsten Kunden zu verlieren. Die Angestellten erhalten ihren Lohn nach Tarif, und wir suchen das Lokal wieder auf.“ Mit 21 Jahren schreibt dies Olga Benario in Moskau, wohin sie nach der aufsehenerregenden Befreiung von Otto Braun geflohen ist. Ihr Buch, das den Alltag der Kommunistischen Jugend Berlins beschreibt, erscheint 1929 in Moskau auf Russisch. Da es sehr wenig Literatur zur Organisation und Arbeitsweise des KJVD gibt und Olga Benarios Erzählungen über nächtliches Plakatieren, Spendensammlungen oder die Parteibüros so schön wie erkenntnisreich sind, ist dieses Buch ein wichtiges Zeugnis. Und nicht zuletzt wird der ganz eigene Ton Benarios, der zwischen Stolz und Selbstironie changiert, alle Leser*innen begeistern.
Im erfolgreichen True-Crime-Podcast ZEIT Verbrechen besprechen ZEIT-Kriminalreporterin Sabine Rückert und ZEIT WISSEN-Redakteur Andreas Sentker alle 14 Tage echte Kriminalfälle aus Deutschland und nehmen dabei Kriminalistik, Strafrecht und Justiz unter die Lupe. Nach dem großen Erfolg des ersten Kartenspiels zum Nr. 1-Podcast der ZEIT, warten in der zweiten Ausgabe viele neue Fälle mit anspruchsvollen Fragen. Erneut nehmen Sie dabei die Rolle der Gerichtsreporter ein und gehen der Wahrheit auf den Grund. In drei unterschiedlichen Kategorien müssen Sie sich gegen Ihre Mitspieler behaupten und ihr kriminologisches Gespür unter Beweis stellen. Sind Sie bereit für das spannendste Kartenspiel des Jahres? Finden Sie es heraus!
Wallstein Verlag Amnestielobbyismus für NS-Verbrecher
Über eine politisch höchst heterogene Lobbyvereinigung, die sich mit Erfolg für die Strafbefreiung verurteilter deutscher NS-Täter eingesetzt hat Vor dem 1945 von den Alliierten ins Leben gerufenen Internationalen Militärtribunal in Nürnberg musste sich erstmals in der Geschichte eine Staatsführung für einen von ihr begonnenen Krieg und von ihr begangene Verbrechen verantworten. Bis 1949 wurden von westalliierten Gerichten circa 5.000 Kriegs- und NS-Verbrecher verurteilt. Die Verfahren trafen in der deutschen Bevölkerung, insbesondere bei den Eliten, auf Ablehnung. Einer der einflussreichsten, jedoch gänzlich im Verborgenen wirkenden Kritiker der alliierten Justiz war der Heidelberger Juristenkreis. Die von 1949 bis 1955 aktive Lobbygruppe unter der Leitung des Heidelberger Professors und CDU-Politikers Eduard Wahl umfasste bis zu 60 führende Juristen aus Wissenschaft, Anwaltschaft, Politik, Kirchen, Justiz und Ministerialbürokratie. Politisch und biografisch gab es große Gräben zwischen den Mitgliedern, fanden sich doch gleichermaßen Opfer und Gegner des Nationalsozialismus, ebenso »Mitläufer« wie überzeugte Rechtsradikale in die Vereinigung ein. Philipp Glahé vollzieht nach, wie und warum der Kreis trotz aller inneren Widersprüche maßgeblich an der Begnadigung nahezu sämtlicher in alliierter Haft befindlicher deutscher NS-Täter bis 1958 mitwirkte.
Pyrotechnik ist kein Verbrechen T-Shirt B0826D186N
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Verbrecher Die Künstler der »Gottbegnadeten-Liste« nach 1945
Viele bildende Künstler auf der im Auftrag von Goebbels und Hitler erstellten »Gottbegnadeten-Liste« setzten ihre Karrieren nach 1945 un gebrochen fort. Der Band beleuchtet kritisch aus kunst- und zeitgeschichtlicher Perspektive die Netzwerke, die hinter den Aufträgen standen, dokumentiert die Rezeption der zahlreichen Werke, die sich noch immer weit gehend unkommentiert im (halb) öffentlichen Raum befinden, und diskutiert den heutigen und zukünftigen Umgang mit ihnen, u. a. auf dem Olympiagelände Berlin, in der Staatsoper Wien und im Münchner Stadtbild. In Überblicksartikeln sowie Künstler- und Werk-Portraits zu u. a. Fritz Behn, Arno Breker, Hans Breker, Rudolf Eisenmenger, Hermann Kaspar, Georg Kolbe und Willy Meller leistet er so einen wichtigen Beitrag zur Kunstgeschichte nach dem National sozialismus. Mit Beiträgen von Jutta Braun, Wolfgang Brauneis, Irith Dublon-Knebel, Stefanie Endlich, Veronika Floch, Ambra Frank, Julia Friedrich, Swantje Greve, Clemens Heinrichs, Martin Hochleitner, Peter Paul Kubitz, Michaela Melián, Kaspar Mühlemann Hartl, Oliver Rathkolb, Dorothea Schöne und Franziska von Stenglin.
Sei es die biblische Judith, die Holofernes köpft oder Charlotte Corday, die den französischen Revolutionären Jean-Paul Marat ersticht, weibliche Kriminelle polarisieren noch heute. Warum ist das so? Und warum wissen wir so wenig über sie? Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Museum LA8 in Baden-Baden untersucht den facettenreichen Begriff einer »weiblichen Kriminalität«. Ausgehend vom 19. Jahrhundert bis zur Zeit des Nationalsozialismus verorten Kunsthistoriker*innen und Historiker*innen die weibliche Kriminalität zwischen Kriminalisierung und Tatmotiv. Wer wurde als Kriminelle im 19. Jahrhundert verstanden? Wie wurden kriminelle Frauen erfasst und dargestellt? Wie verschmolzen Kriminalfälle, fiktionale Schilderungen und künstlerische Motive zu tradierten Vorstellungen vom »weiblichen Verbrecher«? Wie änderte die NS-Justiz das Denken über weibliche Kriminalität? Wann und warum wurde Abtreibung zur Straftat? Das Ziel des Buches ist es, einen Überblick zu einem bislang vernachlässigten, weitreichenden Thema zu geben und dabei die Perspektive der Frauen heraus zuarbeiten.
Über Jahrhunderte hatte sich in Deutschland ein spezifisches Judentum herausgebildet, als ein fest eingebundener Teil der Gesellschaft. Dieses deutsche Judentum wurde mit der Schoah vernichtet. Die hier versammelten Beiträge zeigen, wie sich danach neue jüdische Gemeinden mit aus in Deutschland gestrandeten osteuropäischen Überlebenden ohne wesentliche soziale und kulturelle Bezüge zur deutschen Gesellschaft entwickelten. Diese Einwanderung wurde vermittels des Zentralrats der Juden von der Politik aktiv unterstützt, der Zentralrat bot im Gegenzug der deutschen Erinnerungspolitik seine aktive Unterstützung. Mit der russischsprachigen Einwanderung ab 1990 entwickelte sich eine neue, eigenständige und vielfältige jüdische Kultur, die mit dem bisherigen Nachkriegsjudentum wenig gemein hat. Die jüdische Rolle, ihre ideologische Arbeit, ist noch heute von zentraler Bedeutung für die Legitimation der deutschen Politik und der nationalen Identität. Dies verlangt die kontinuierliche Aufwertung; einerseits vermittels einer veredelten Genealogie mit Bezug auf das alte deutsche Judentum, wozu die 1700-Jahr-Feiern dienlich waren, andererseits durch die enge Anbindung jüdischer Institutionen an den Staat. Die Beiträge beleuchten die deutsche Erfindung des Judentums und hinterfragen das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus. Mit Beiträgen von Sandra Anusiewicz-Baer, Y. Michal Bodemann, Joseph Cronin, Max Czollek, Darja Klingenberg, Armin Langer und Jannis Panagiotidis.
Der Sammelband »Ästhetik nach Adorno« befragt anhand zeitgenössischer künstlerischer Phänomene die Aktualität der ästhetischen Theorie Theodor W. Adornos. In Auseinandersetzung mit künstlerischen Strömungen und Werken der letzten Jahrzehnte sowie aktuellen ästhetischen Entwicklungen steht dabei das Verhältnis der Kunst zu Gesellschaft und Politik im Vordergrund. Der Band verhandelt so nicht nur die Möglichkeit einer materialistischen Ästhetik heute, sondern bietet auch eine kritische Perspektive auf die Gegenwartskunst und die zeitgenössische Ästhetik. MIT BEITRÄGEN VON Lucas Amoriello, Clemens Bach, Robin Becker, Kim Feser, Christian Grüny, Lars Hartmann, Jakob Hayner, Michael Hirsch, Susanne Kogler, Kaja Kröger, Radek Krolczyk und Hannah Wolf, Irene Lehmann, Andreas Lugauer, Manuel Paß und Enno Stahl.
'Mensch wie Gras wie' ist eine Graphic Novel über Forschung, Technik, Geld und Liebe. Die Biologin Elin Elwert arbeitet an gentechnisch veränderten Pflanzen und anderen Organismen – eine fundamentale Umwälzung der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie steht bevor. Elin lebt mit dem Bioinformatiker Thomas Schäfer zusammen – seelisch und körperlich aber gelingt es ihr nicht, die ältere, sehr komplizierte Beziehung zu Martin/Martina Riede loszulassen – eine Liebe, die sich nicht in die emotionalen und erotischen Standards einpassen lässt, die in Elins Arbeits- und sonstigem Lebens umfeld gelten. Im Laufe der Handlung, die sich wie ein Puzzle aus Erinnerungen und intensiven Erlebnissen zusammensetzt, kollabiert die Sehnsucht nach einem anderen Leben als dem vorgefertigten: In einem Szenario, das den direkten Eingriff von Geld und Macht ins Lebendige als eine Katastrophe zeigt, die auch das Geld und die Macht nicht stabil kontrollieren können – und in der unerwartete Durchgänge in etwas anderes, etwas Unvorhergesehenes zu finden sind. Die Geschichte wird nicht als abstrakte, spekulative Anklage des Vorhandenen erzählt, sondern in visueller Traumschau, in Sprüngen, Trips, Schocks und Rätseln. Im Anhang erzählt Dietmar Dath von der Verwandlung des Erzählens durch das praktische Zusammendenken von Bildern und Worten – ein persönlicher Bericht von den überraschungen und dem Lernen beim Arbeiten an der Form 'Comic', wenn sie nicht einfach als Illustrationsverfahren, sondern als eigenständige Herausforderung an Schreiben, Denken und Empfinden ernst genommen wird.
Als im August 1995 das erste Buch im Verbrecher Verlag erscheint – Dietmar Daths Debütroman „Cordula killt dich! Oder: Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini. Roman der Auferstehung“ –; sind zwei Dinge klar: 1. Hier ist kein gewöhnlicher Verlag gegründet worden. 2. Er wird nicht zu einem gewöhnlichen Verlag werden. So ist es dann auch gekommen: Nach dem ersten Buch und durchaus einiger Anerkennung dafür wird erst einmal vier Jahre lang kein weiteres publiziert. Danach werden Werkausgaben begonnen und heute weltberühmte Debütant*innen veröffentlicht. Mit den Mühsam- Tagebüchern erscheint eine erste kritische Werkausgabe im Print und online. Manch angekündigtes Buch erscheint nie. Andere lang angekündigte Bücher erscheinen plötzlich doch. Die Polizei ruft an, um zu hören, ob in einem Verlag solchen Namens alles mit rechten Dingen zugeht. Die anfangs wöchentliche Verbrecher Versammlung wird nicht selten zur ekstatischen Party. Steuern müssen bezahlt werden. Verlagspreise werden eingeheimst. Seit 30 Jahren schreibt der Verlag Geschichte, doch seine Geschichte ist bislang noch nicht geschrieben worden. Das ändern wir mit dieser durchweg bebilderten Chronik.
Im Sommer 2022 offenbarte die Hasskampagne gegen die Schauspielerin Amber Heard, wie salonfähig es ist, Opfer häuslicher Gewalt zu verhöhnen und wie omnipräsent Frauenhass in unserer Gesellschaft nach wie vor ist. Was früher in den reißerischen Printmedien stattfand, passiert heute online und in Echtzeit. Ein breites Publikum beteiligt sich begeistert an Hass und Hetze gegen Frauen – stellenweise sogar ungehemmt unter vollem Klarnamen. Influencer, deren Content ausschließlich aus Angriffen gegen Frauen und queere Menschen besteht, erreichen auf sozialen Medien ein Millionenpublikum. Digitale Plattformen unterbinden diesen, oft gegen Einzel personen gerichteten Hass, nicht – ganz im Gegenteil, denn hinter dem Hass steckt oft ein System, das gewinnbringende Klicks generiert. In »Bitch Hunt« analysiert Veronika Kracher die Funktion digitaler Misogynie, welche Rolle misogyne Kampagnen im rechten Kulturkampf spielen, und wieso Soziale Medien alltäglichen Frauen hass in einer patriarchalen Gesellschaft derart verstärken. Letztendlich leiden nicht nur Betroffene unter diesen Dynamiken, sondern unsere Demokratie.
Das Land wählt rechts, die Rechte zieht es aufs Land. Bis heute scheint diese Geographie vielen Betrachter*innen einleuchtend. Aus dem Blick gerät die Stadt. Und damit die vielfältigen Hinweise auf eine ausgeprägte rechte Lust an der zynischen und euphorischen Auseinandersetzung mit diesem Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. »Stadt von Rechts« verfolgt diese ambivalente Auseinandersetzung bis in die Gegenwart. Sichtbar wird zynischer Hass auf die Dichte und Widersprüchlichkeit städtischer Räume, wie auch das rechte Verlangen nach Disziplinierung und Identifikation. Dabei scheint beides elementar für die rechte Beschreibung von Gegenwart und Zukunft.
Brecht gilt als Pionier des modernen Romans. Dennoch stehen seine Romanprojekte im Schatten der Theatertexte und Dichtungen. In den hier versammelten Beiträgen werden die noch immer bestehenden Vorbehalte gegenüber Brechts Versuchen auf dem Gebiet des Romans deutlich, sie zeigen aber auch deren produktive Impulse für die Gegenwartsliteratur und die Literaturkritik heute. Weitere Aspekte, die in Einzelstudien betrachtet werden, sind unter anderem das Ökonomie-Paradigma, die satirische Qualität und die desillusionistische Poetik der Romanentwürfe Brechts. Dieser Band dokumentiert die Brecht-Tage 2014, die im Literaturforum im Brecht-Haus stattgefunden haben. Mit Beiträgen von Jörg-Uwe Albig, Gerrit Bartels, Nora Bossong, Martin Brady, Sophia Ebert, Helen Fehervary, Marja-Leena Hakkarainen, Jakob Hein, Gerhard Henschel, Lorenz Jäger, Klaus-Detlef Müller, Georg M.Oswald, Jutta Person, Ernest Schonfield, Stephan Speicher, Frank D.Wagner und Stefan Willer.
Die Denktradition der kritischen Theorie vermag es kaum noch, sich in der Öffentlichkeit zu behaupten. Insbesondere an den Universitäten wird sie von einer irrationalistischen Gegenaufklärung verdrängt, die Vernunft, Wahrheit und Subjekt unter Generalverdacht stellt und dadurch die Perspektive gesellschaftlicher Befreiung verunmöglicht. Wer sich diesem Angriff auf das kritische Denken widersetzen will, muss aber dessen Fundamente selbst prüfen, damit Kritik nicht zum Vorurteil, zur beliebig auf- und absetzbaren Theoriebrille verkommt. Die im Band versammelten Texte reflektieren vor allem subjekt- und revolutionstheoretische Probleme kritischer Gesellschaftstheorie.
Hansebooks Wissenschaft und Verbrechen A1044221983
Wissenschaft und Verbrechen ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1899. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.