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Verlag der Autoren Bayrische Trilogie A1055074321
In den 60er und 70er Jahren hat Martin Sperr das Genre des Volksstücks revolutioniert und einen neuen, frischen, kritischen Ton hineingetragen. Später bezeichnete ihn Marieluise Fleißer deshalb, neben Fassbinder und Kroetz, als einen ihrer »drei Söhne«. Berühmt wurde Sperr gleich mit seinem Bühnenerstling: den 1966 uraufgeführten und zwei Jahre später verfilmten Jagdszenen aus Niederbayern. Sie bildeten den Auftakt zu der vielbeachteten BAYRISCHEN TRILOGIE, mit der der Autor die deutsche Nachkriegsgesellschaft porträtierte – vom Dorf (Jagdszenen aus Niederbayern) über die Kleinstadt (Landshuter Erzählungen) bis in die Metropole (Münchner Freiheit). Martin Sperrs Texte zeichnen sich durch ihre sprachliche Kraft, ihren »pointiert gesetzten Dialekt« (Tagesspiegel) aus. Er war von Hause aus Schauspieler, kein Theoretiker. »Ich habe nie ein Buch über Dramentheorie gelesen«, bemerkte er einmal. »Theorien zum Theater und zur Welt als solcher« lautet denn auch der augenzwinkernde Titel einer Notizkladde, die sich in seinem Nachlass fand: launige Aperçus über die Vorzüge des Theaterspielens in Bierzelten, über die Gemeinsamkeiten von Helden und Hustensaft, feine Beobachtungen zum Theaterbetrieb, zur Sprache, zur Rolle von Publikum und Schauspielern, oder auch Gedanken zur Umsetzung seiner Stücke. Erstmals veröffentlicht, runden diese Trouvaillen die im Verlag der Autoren erscheinende Neuausgabe der BAYRISCHEN TRILOGIE ab.
Wie kann Demokratie anders gestaltet werden? Braucht die Demokratie ein Update? Haben wir uns zu lange darauf verlassen, dass unsere Demokratie durch nichts zu erschüttern ist? Wie kann eine direktere Form demokratischer Mitbestimmung erprobt werden? Für alle! Demokratie gestalten beleuchtet den aktuellen gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Teilhabe, ebenso wie die traditionellen Formen der Demokratie. In dem Projekt geht es um das Mitmachen an der Macht, um die Gestaltung von Strukturen der Mitbestimmung. Der ausstellungsbegleitende und -erweiternde Reader zeigt neben Kunstwerken und Designobjekten viele Zeugnisse aus der politischen Kulturgeschichte, der Architektur sowie aus Film und Fotografie. Mit Beiträgen von Johanna Adam, Christine Ax, Claudia Chwalisz, Nikita Dhawan, Zakia Elvang, Jesko Fezer, Kaja Harter-Uibopuu, Amelie Klein, Peter C. Mohr, David Mulder van der Vegt, Hedwig Richter, Vera Sacchetti und Camila Vergara. Künstler*innen: Joseph Beuys, Marion Eichmann, Shepard Fairey, Rainer Werner Fassbinder, Valérie Favre, Guerrilla Girls, Hans Haacke, Jenny Holzer, Barbara Klemm, Andreas Rost, Lerato Shadi, Wolfgang Tillmans und weitere. How Can Democracy Be Re-Designed? Does democracy need an update? Have we been lulled into complacency by the belief that our democracy is rock-solid? How can we put a more direct form of democratic engagement to the test? All in! Re-Designing Democracy sheds light on the current widespread desire for broader participation in decision-making as well as on the traditional forms of democracy. The project is about public involvement in the exercise of authority and about designing structures in which power is shared. The reader accompanying and expanding on the exhibition presents works of art and design objects as well as a wealth of material evidence from the cultural history of politics, from architecture, film, and photography. With Essays by Johanna Adam, Christine Ax, Claudia Chwalisz, Nikita Dhawan, Zakia Elvang, Jesko Fezer, Kaja Harter-Uibopuu, Amelie Klein, Peter C. Mohr, David Mulder van der Vegt, Hedwig Richter, Vera Sacchetti and Camila Vergara. Artists: Joseph Beuys, Marion Eichmann, Shepard Fairey, Rainer Werner Fassbinder, Valérie Favre, Guerrilla Girls, Hans Haacke, Jenny Holzer, Barbara Klemm, Andreas Rost, Lerato Shadi, Wolfgang Tillmans and more.
Midas Collection BIG SHOTS! Filmemacher über Film A1062498402
Einige der größten Filmemacher der Welt geben Auskunft über das, was ihr Werk einzigartig macht, was Ihre Intentionen sind, und was sie denjenigen mitteilen wollen, die davon träumen ebenfalls erfolgreiche Filme zu machen. Henry Carroll stellt in "BIG SHOTS! Filmemacher über Film" 50 bedeutende Filmregisseure der letzten 100 Jahre vor, die Filmgeschichte geschrieben haben. Dieses Buch feiert die vielen Multitalente des letzten Jahrhunderts und des bisherigen aktuellen. Diese Personen haben Montagen geschaffen, Geschichten erzählt, Bilder komponiert – und doch bleiben ihre Methoden, ihre Stilmittel und ihre Arbeitsweisen einzigartig. Die Vielseitigkeit des Mediums Film führt dazu, dass sich selten zwei Filmemacher über seine Bestimmung einig sind. Er kann als Werkzeug für eine Vielzahl von Funktionen verwendet werden, und es gibt heute Filmemacher, die danach streben, diese Liste von Funktionen zu erweitern und zu diversifizieren. In diesem Buch vertreten: Jean Cocteau, Stanley Kubrick, Ingmar Bergman David Lynch, Rainer Werner Fassbinder, Alfred Hitchcock, Sofia Soppola, Martin Scorsese Isabel Sandoval, John Ford, Chantal Akerman, Jean-Luc Godard, Mia Hansen-Løve, Steven Spielberg, John Carpenter, James Cameron u.v.a
70 Jahre deutscher Filmgeschichte umspannen die fünf bislang produzierten Verfilmungen von Theodor Fontanes Roman Effi Briest (1895). Die einzelnen Filme stammen aus deutlich unterschiedlichen historischen Perioden: Gustaf Gründgens Der Schritt vom Wege (1939) aus der NS-Zeit, Rosen im Herbst (1955) von Rudolf Jugert aus der bundesdeutschen Adenauer-Ära, Wolfgang Luderers Effi Briest (1969) aus der DDR, Rainer Werner Fassbinders Fontane – Effi Briest (1974) aus der Bundesrepublik nach 1968 und Effi Briest (2009) von Hermine Huntgeburth aus dem gegenwärtigen Deutschland. Im Sinne von Gérard Genettes Theorie der Hypertextualität versteht Marius Kuhn die Verfilmungen als Transformationen, als Adaptionen von Fontanes Roman im jeweiligen (film-)historischen Kontext ihrer Entstehungszeit. Welche Momente der literarischen Vorlage (oder auch vorgängiger Verfilmungen) werden in das konkrete kulturelle, geistige und ästhetische Gefüge aufgenommen, und welche Differenzen oder ganz neuen Aspekte spielen eine Rolle? Kuhn bietet eine fundierte Analyse der einzelnen Verfilmungen mit Blick auf das historische und filmische Zeitgefüge sowie deren Schnittpunkt der Historizität des Medialen. Die Untersuchung der Genrezugehörigkeit der Filme lässt dabei auch die Entwicklung des Melodrams in der deutschen Filmgeschichte in neuem Licht erscheinen.
A New York Review Books Original Winner of the 2009 Bernard Shaw Prize for Translation Fair Play is the type of love story that is rarely told, a revelatory depiction of contentment, hard-won and exhilarating. Mari is a writer and Jonna is an artist, and they live at opposite ends of a big apartment building, their studios connected by a long attic passageway. They have argued, worked, and laughed together for decades. Yet they've never really stopped taking each other by surprise. Fair Play shows us Mari and Jona's intertwined lives as they watch Fassbinder films and Westerns, critique each other's work, spend time on a solitary island (recognizable to readers of Jansson's The Summer Book), travel through the American Southwest, and turn life into nothing less than art.
Droemer Knaur Tanzen wir die Liebe aus, Sachbücher von Matthias Henke
Die erste und bislang einzige Biografie der Entertainerin und grossen Schauspielerin Cornelia Froboess – mit exklusivem Bildteil. Geboren mitten im Zweiten Weltkrieg, ist Cornelia Froboess wohl diejenige Künstlerin, in deren Leben und Wirken sich die Geschichte der Bundesrepublik auf einzigartige Weise widerspiegelt. Mit gerade einmal acht Jahren schickten ihre Eltern sie auf die grossen Bühnen des Landes, von wo sich die kleine Cornelia mit "Pack die Badehose ein" in die Herzen der mit dem Wiederaufbau beschäftigten Deutschen berlinerte. Sie war der erste Kinderstar der jungen Republik und trat später als gerade Erwachsene für die BRD beim Eurovision Songcontest an. Das Lied "Zwei kleine Italiener" gewann zwar nicht den Wettbewerb, wurde aber international zum Erfolg und verkaufte sich europaweit über eine Million Mal. Connys Karriere als Entertainerin hätte immer so weitergehen können, zusammen mit Peter Kraus tanzte und sang sie sich durchs westdeutsche Unterhaltungsfernsehen. Doch eines Tages entschied sie sich für eine radikale Kehrtwende. Ab den 1980er Jahren etablierte sich Cornelia Froboess als Charakterdarstellerin. Sie liess sich von Rainer Werner Fassbinder, August Everding und Dieter Dorn inszenieren, heiratete den österreichischen Theaterregisseur Hellmuth Matiasek und zählte viele Jahre zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und wurde zuletzt für ihr Lebenswerk mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet. Für diese Biografie hat.
Weit über den Rahmen von Filmgeschäft, Probensituationen und ähnlichem blickt »Casting« äußerst lässig, direkt, klug und unterhaltsam auf diese unsere Welt, in der Selbstvermarktung für uns alle zum Alltag geworden ist. Für ihren ersten Fernsehfilm sucht Regisseurin Vera die Idealbesetzung. Kurz vor dem ersten Drehtag und nach zahlreichen Castings hat sie die Hauptrolle immer noch nicht gefunden. Produzent und Team verzweifeln, doch Gerwin freut sich über die Mehrarbeit: Er verdient sein Geld als Proben-Anspielpartner und spricht Dialogsätze für die prominenten Bewerberinnen ein, die eigentlich alles andere nötig haben, als sich einem Casting zu stellen. Pressezitate: „Und so hätte Wackerbarths formidabler Fernsehfilm, der großes Kino ist, getrost auch ›Die bitteren Tränen des Gerwin Haas‹ heißen und im Wettbewerb der Berlinale laufen können. Ein knalliger, weitgehend improvisierter Schauspieler-Husarenfilm, der mit einem glänzend aufgelegten Ensemble (allen voran Corinna Kirchhoff und Marie-Lou Sellem) punktet.“ (Kino-zeit) „Das intelligenteste Remake, das ich je gesehen habe. […] Wenn Sie nur einen Film im Festival sehen können: Mit ›Casting‹ machen Sie nichts falsch, auch wenn Sie den Namen ›Fassbinder‹ nie gehört haben und das Filmbusiness Sie nicht interessiert.“ (Der Tagesspiegel) „Bislang der beste Film auf dieser Berlinale. Regisseur Nicolas Wackerbarth wagt sich aufs Eis, wo die anderen bestenfalls einen Uferspaziergang machen.“ (Perlentaucher)
Weit über den Rahmen von Filmgeschäft, Probensituationen und ähnlichem blickt »Casting« äußerst lässig, direkt, klug und unterhaltsam auf diese unsere Welt, in der Selbstvermarktung für uns alle zum Alltag geworden ist. Für ihren ersten Fernsehfilm sucht Regisseurin Vera die Idealbesetzung. Kurz vor dem ersten Drehtag und nach zahlreichen Castings hat sie die Hauptrolle immer noch nicht gefunden. Produzent und Team verzweifeln, doch Gerwin freut sich über die Mehrarbeit: Er verdient sein Geld als Proben-Anspielpartner und spricht Dialogsätze für die prominenten Bewerberinnen ein, die eigentlich alles andere nötig haben, als sich einem Casting zu stellen. Pressezitate: „Und so hätte Wackerbarths formidabler Fernsehfilm, der großes Kino ist, getrost auch ›Die bitteren Tränen des Gerwin Haas‹ heißen und im Wettbewerb der Berlinale laufen können. Ein knalliger, weitgehend improvisierter Schauspieler-Husarenfilm, der mit einem glänzend aufgelegten Ensemble (allen voran Corinna Kirchhoff und Marie-Lou Sellem) punktet.“ (Kino-zeit) „Das intelligenteste Remake, das ich je gesehen habe. […] Wenn Sie nur einen Film im Festival sehen können: Mit ›Casting‹ machen Sie nichts falsch, auch wenn Sie den Namen ›Fassbinder‹ nie gehört haben und das Filmbusiness Sie nicht interessiert.“ (Der Tagesspiegel) „Bislang der beste Film auf dieser Berlinale. Regisseur Nicolas Wackerbarth wagt sich aufs Eis, wo die anderen bestenfalls einen Uferspaziergang machen.“ (Perlentaucher)
Weit über den Rahmen von Filmgeschäft, Probensituationen und ähnlichem blickt »Casting« äußerst lässig, direkt, klug und unterhaltsam auf diese unsere Welt, in der Selbstvermarktung für uns alle zum Alltag geworden ist. Für ihren ersten Fernsehfilm sucht Regisseurin Vera die Idealbesetzung. Kurz vor dem ersten Drehtag und nach zahlreichen Castings hat sie die Hauptrolle immer noch nicht gefunden. Produzent und Team verzweifeln, doch Gerwin freut sich über die Mehrarbeit: Er verdient sein Geld als Proben-Anspielpartner und spricht Dialogsätze für die prominenten Bewerberinnen ein, die eigentlich alles andere nötig haben, als sich einem Casting zu stellen. Pressezitate: „Und so hätte Wackerbarths formidabler Fernsehfilm, der großes Kino ist, getrost auch ›Die bitteren Tränen des Gerwin Haas‹ heißen und im Wettbewerb der Berlinale laufen können. Ein knalliger, weitgehend improvisierter Schauspieler-Husarenfilm, der mit einem glänzend aufgelegten Ensemble (allen voran Corinna Kirchhoff und Marie-Lou Sellem) punktet.“ (Kino-zeit) „Das intelligenteste Remake, das ich je gesehen habe. […] Wenn Sie nur einen Film im Festival sehen können: Mit ›Casting‹ machen Sie nichts falsch, auch wenn Sie den Namen ›Fassbinder‹ nie gehört haben und das Filmbusiness Sie nicht interessiert.“ (Der Tagesspiegel) „Bislang der beste Film auf dieser Berlinale. Regisseur Nicolas Wackerbarth wagt sich aufs Eis, wo die anderen bestenfalls einen Uferspaziergang machen.“ (Perlentaucher)
Neues Leben Verlag Im Herzen Gaukler, Fachbücher von Frank-Burkhard Habel
Er ist Musiker, Schriftsteller, Maler, war Clown und Chansonnier mit eigenen Liedern. Weltbekannt wurde der gelernte Konzertgeiger Armin Mueller-Stahl aber als Schauspieler – erst am Theater, bald auch im Film. Sein Komödiantentum, sein zweifelnder und zugleich warmherziger Blick und nicht zuletzt seine sonore Stimme machen ihn von Anfang an zum Publikumsliebling. Dabei schien es zunächst, als sollte seine Wirkung auf die DDR und einige osteuropäische Länder beschränkt bleiben. Von 1955 an stand Armin Mueller-Stahl in erfolgreichen Kinofilmen und breit diskutierten Fernsehproduktionen vor der Kamera, in Arbeiten so bekannter Regisseure wie Frank Beyer und Slatan Dudow in der DDR sowie später Rainer Werner Fassbinder, Patrice Chéreau und István Szabó in Westeuropa. In den achtziger Jahren wagt er ohne Englischkenntnisse den Sprung nach Amerika und wird in Filmen von Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, Brian de Palma und vielen anderen zum internationalen Star, der aber auch immer wieder in grossen deutschen Produktionen wie „Die Buddenbrooks“ und „Die Manns“ auftritt. Zu Mueller-Stahls Auszeichnungen gehören unter anderem der Bundesfilmpreis, eine Oscar-Nominierung, der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Filmpreis für das Lebenswerk, die Carl-Zuckmayer-Medaille und das Grosse Bundesverdienstkreuz mit Stern. Der Filmhistoriker F.-B. Habel zeichnet Armin Mueller-Stahls überaus erfolgreichen Weg vor und hinter der Kamera nach und lässt ihn selbst zu Wort kommen. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine packende Reise durch die Welt des Films.
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Frank Wedekind und die Volksstücktradition A1021629050
Frank Wedekind, der Wegbereiter des modernen Dramas, der Lyriker, Bänkelsänger und Kabarettist, zeigt uns hier abermals eine neue Facette seines Werks. Es ist bekannt, dass die Alt-Wiener Volksstücktradition die „Basis“ für sein dramatisches Werk bildet. Weniger bekannt ist jedoch, dass seine Lyrik und Dramatik mit den übernommenen volksstückhaften Elementen auf zahlreiche spätere Volksstückautoren „nachhaltig“ gewirkt hat. Dabei sind es immer wieder die gleichen Spielmuster der Volksstücktradition, die Wedekind in sein literarisches Konzept übernimmt und an spätere Autoren weitergibt. Die Arbeit zeigt im literaturhistorischen Kontext, wie zwei Generationen standardisierte Elemente aus dieser Tradition in ihr literarisches Schaffen einfließen lassen. Zur ersten Gruppe sind die Schüler zu rechnen, die in den 30er Jahren bei Wedekinds Lehrer und großem Förderer Prof. Kutscher in München Literaturwissenschaft studiert und Wedekinds Arbeit aus erster Hand kennen gelernt haben. Hierzu zählen Bertolt Brecht und Marieluise Fleißer ebenso wie Ödön von Horvàth. Zur zweiten Gruppe sind Martin Sperr, Rainer Werner Fassbinder und vor allem Franz Xaver Kroetz zu rechnen, die in den 70er Jahren das „neue kritische Volksstück“ unter Ausnutzung der Medienkompetenz zu einer Renaissance geführt haben. Dadurch, dass bei allen Autoren von Raimund bis Kroetz neben der Handlung und Interpretation auch das biographische Umfeld ausgeleuchtet und ständig Querverbindungen gezogen werden, macht das Buch jeden neugierig, der sich für die Bühne und das Volksstück interessiert.
Erinnerungen an Menschen und Orte, Geschichten von Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit - von Thomas Bernhard bis Anna Wimschneider. 20 sehr persönliche und faszinierende Porträts von: Thomas Bernhard, Rainer Werner Fassbinder, Cornelia Froboess, Erika Fuchs, Eva Christina Fuchs, Thomas Gottschalk, Werner Herzog, Patricia Highsmith, Wolfgang Koeppen, Brigitte Kronauer, Hermann Lenz, Udo Lindenberg, Eva Mattes, Milva, Johannes Mario Simmel, Friedrich Torberg, Franziska Walser, Martin Walser, Wim Wenders, Anna Wimschneider. »Es waren die Siebziger, Achtziger, ich war Zeitschriftenredakteurin, arbeitete später frei für Tageszeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Man hatte noch Zeit, seine Texte sorgfältig zu planen, ausgiebig zu recherchieren. Alle Persönlichkeiten, über die ich geschrieben habe, konnte ich aufsuchen, Stunden oder Tage mit ihnen verbringen …« Diese Begegnungen mit Autoren, Künstlern, Schauspielern und Filmemachern in den Jahren 1975 bis 1993 waren meist freundschaftlich, von Vertrauen geprägt – und sie entpuppen sich als wichtige Bestandteile von Asta Scheibs Autobiographie. Sie ist inzwischen selbst zu einer bekannten Schriftstellerin arriviert, so wie viele der damals von ihr Interviewten richtig berühmt geworden sind. Eingebunden in den Kontext der Umstände, unter denen sie ihr Material gesammelt hat, der Stimmung und der Gesten, hat Asta Scheib wunderbare Kurzgeschichten mit dem Bezug zum Heute daraus geformt. Sie erzählen von Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit ...
Schüren Verlag GmbH Klassiker des Fernsehfilms Das Beste aus 60 Jahren Fernsehgeschichte A1030306097
300 herausragende oder exemplarische Fernsehfilme seit den 1950er Jahren. Der Fernsehfilm - bzw. das Fernsehspiel, wie es aufgrund seiner theaterhaften Ausrichtung in der Frühzeit hieß -, ist die einzige Kunstform, die das Medium Fernsehen hervorgebracht hat. Die Informationsmöglichkeiten selbst über die wichtigsten Produktionen dieses Genres sind indes nach wie vor gering. Dabei war es gerade das Fernsehspiel, das von Beginn der 1960er Jahre an, zu einem Zeitpunkt, als der deutsche Film in eine krisenhafte Erstarrung verfiel, einen explizit gesellschaftskritisch-aufklärerischen Anspruch erhob. Themen wie die Auseinandersetzung mit der verdrängten NS-Zeit und speziell der Judenvernichtung, der Ost-West-Gegensatz, die fiktionale Aufbereitung von Alltagsproblemen, das Milieu von Arbeitern und Angestellten, die vorurteilslose Betrachtung von sozialen Randgruppen, kamen - vor einem Millionenpublikum - fast nur im Fernsehen vor, während im Kino Lümmel- und Sexfilme liefen und der „Neue Deutsche Film“ sich eher an einen kleinen Kreis intellektueller Cineasten richtete. Dieser Anspruch, der auch die Gelegenheit zum Experiment und zur Provokation bot und den die Redakteure - im krassen Gegensatz zu heute - notfalls auch gegen das Publikum (das bei zwei Programmen ohnehin keine Wahl hatte) offensiv verteidigten, machte die 1960er und 1970er Jahre zur „Blütezeit“ des Fernsehfilms und zog auch Autoren aus anderen Bereichen an (Wellershoff, Kipphardt, Wohmann, Zadek, Fassbinder). Mehr als alle anderen kulturellen Gattungen ist der Fernsehfilm eine Art Fundus deutscher Zeit- und Alltagsgeschichte, als solcher aber noch kaum gewürdigt worden.
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Frank Wedekind und die Volksstücktradition
Frank Wedekind, der Wegbereiter des modernen Dramas, der Lyriker, Bänkelsänger und Kabarettist, zeigt uns hier abermals eine neue Facette seines Werks. Es ist bekannt, dass die Alt-Wiener Volksstücktradition die „Basis“ für sein dramatisches Werk bildet. Weniger bekannt ist jedoch, dass seine Lyrik und Dramatik mit den übernommenen volksstückhaften Elementen auf zahlreiche spätere Volksstückautoren „nachhaltig“ gewirkt hat. Dabei sind es immer wieder die gleichen Spielmuster der Volksstücktradition, die Wedekind in sein literarisches Konzept übernimmt und an spätere Autoren weitergibt. Die Arbeit zeigt im literaturhistorischen Kontext, wie zwei Generationen standardisierte Elemente aus dieser Tradition in ihr literarisches Schaffen einfließen lassen. Zur ersten Gruppe sind die Schüler zu rechnen, die in den 30er Jahren bei Wedekinds Lehrer und großem Förderer Prof. Kutscher in München Literaturwissenschaft studiert und Wedekinds Arbeit aus erster Hand kennen gelernt haben. Hierzu zählen Bertolt Brecht und Marieluise Fleißer ebenso wie Ödön von Horvàth. Zur zweiten Gruppe sind Martin Sperr, Rainer Werner Fassbinder und vor allem Franz Xaver Kroetz zu rechnen, die in den 70er Jahren das „neue kritische Volksstück“ unter Ausnutzung der Medienkompetenz zu einer Renaissance geführt haben. Dadurch, dass bei allen Autoren von Raimund bis Kroetz neben der Handlung und Interpretation auch das biographische Umfeld ausgeleuchtet und ständig Querverbindungen gezogen werden, macht das Buch jeden neugierig, der sich für die Bühne und das Volksstück interessiert.
Hatje Cantz Verlag Armin Mueller-Stahl, Fachbücher von Rutger Fuchs, Kunsthaus Lübeck Frank Thomas Gaulin
Im intensiven malerischen Werk des grossen Schauspielers Armin Mueller-Stahl bildet sich seit rund fünf Jahren eine neue Werkgruppe heraus. In dieser Serie von Arbeiten auf Papier und Leinwand thematisiert der hochbegabte Künstler die Rollen und Figuren seiner Karriere als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Selbst in eröffnet ein neues Kapitel bildnerischer Produktion und lädt zugleich zu einer Folge von vielfältigen Bezügen zu seiner schauspielerischen Laufbahn ein. Als einer der beliebtesten Schauspieler der DDR verliess er diese 1980, drehte in Westdeutschland mit Rainer Werner Fassbinder und erlebte ab 1989 auch in Hollywood grosse Erfolge, genannt seien Arbeiten mit Barry Levinson, Jim Jarmusch, Steven Soderbergh oder Volker Schlöndorff. Armin Mueller-Stahl (*1930) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielern überhaupt. Nach einer Ausbildung zum Musiker (Geige) begann er seine Schauspielkarriere in Ostberlin. Mit zahlreichen Theater- und Filmrollen (unter anderem in Königskinder, Nackt unter Wölfen und Jakob der Lügner) gehörte er zu den beliebtesten Schauspielern der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verliess 1980 die DDR und setzte seine Karriere nicht nur in Westdeutschland, sondern auch international erfolgreich fort. In der Rolle Thomas Manns in Heinrich Breloers Familiensaga Die Manns - Ein Jahrhundertroman kehrte er 2001 auf deutsche Bildschirme zurück und erhielt für seine darstellerische Leistung den Grimme-Preis.
Manfred Krug ging hart, aber herzlich mit ihm um. Georg Kreisler wollte mit ihm Stücke inszenieren, aber Richter wollte nur seine Lola Blau spielen. Fassbinder fragte ihn als Sechzehnjährigen, ob es denn so schlimm wäre, wenn Ilja schwul sei. Und Kurt Tucholskys Witwe war ein später Disco-Fan und sprach noch kurz vor ihrem Tod von seinem im wahrsten Sinne einmaligen Besuch bei ihr in Rottach-Egern. Als Jugendlicher und junger Mann in den 70er-Jahren war Ilja Richter einer der bekanntesten TV-Stars in Deutschland, er spielte Filmrollen, wechselte anschließend als Schauspieler ans Theater – und hat neben seiner Bühnenkarriere immer auch geschrieben: über Theaterkünstler, Schriftsteller, Sängerinnen, Filmemacher und die Entertainer der bundesdeutschen Fernsehkultur. Auf diese Weise sind im Laufe der Jahre sehr persönliche Miniaturen und Porträtskizzen entstanden – Zeugnisse enger Verbundenheit ebenso wie Betrachtungen aus ironischer Distanz. Und so steckt in den allermeisten dieser Porträts der „Menschen; die mich prägten“ immer auch ein Selbstporträt des Autors. Am 24. November 2022 wird Ilja Richter 70 Jahre alt – ein Anlass, die bisher als Gastbeiträge und Kolumnen in Zeitungen und Magazinen publizierten Porträts zu sammeln und neue hinzuzufügen. Entstanden ist ein unkonventioneller Rückblick auf Stationen des eigenen Lebens und gleichzeitig ein sehr privates Buch über Menschen, die das Bild der jungen Bundesrepublik mitgeprägt haben.
Manfred Krug ging hart, aber herzlich mit ihm um. Georg Kreisler wollte mit ihm Stücke inszenieren, aber Richter wollte nur seine Lola Blau spielen. Fassbinder fragte ihn als Sechzehnjährigen, ob es denn so schlimm wäre, wenn Ilja schwul sei. Und Kurt Tucholskys Witwe war ein später Disco-Fan und sprach noch kurz vor ihrem Tod von seinem im wahrsten Sinne einmaligen Besuch bei ihr in Rottach-Egern. Als Jugendlicher und junger Mann in den 70er-Jahren war Ilja Richter einer der bekanntesten TV-Stars in Deutschland, er spielte Filmrollen, wechselte anschließend als Schauspieler ans Theater – und hat neben seiner Bühnenkarriere immer auch geschrieben: über Theaterkünstler, Schriftsteller, Sängerinnen, Filmemacher und die Entertainer der bundesdeutschen Fernsehkultur. Auf diese Weise sind im Laufe der Jahre sehr persönliche Miniaturen und Porträtskizzen entstanden – Zeugnisse enger Verbundenheit ebenso wie Betrachtungen aus ironischer Distanz. Und so steckt in den allermeisten dieser Porträts der „Menschen; die mich prägten“ immer auch ein Selbstporträt des Autors. Am 24. November 2022 wird Ilja Richter 70 Jahre alt – ein Anlass, die bisher als Gastbeiträge und Kolumnen in Zeitungen und Magazinen publizierten Porträts zu sammeln und neue hinzuzufügen. Entstanden ist ein unkonventioneller Rückblick auf Stationen des eigenen Lebens und gleichzeitig ein sehr privates Buch über Menschen, die das Bild der jungen Bundesrepublik mitgeprägt haben.
Er ist Musiker, Schriftsteller, Maler, war Clown und Chansonnier mit eigenen Liedern. Weltbekannt wurde der gelernte Konzertgeiger Armin Mueller-Stahl aber als Schauspieler – erst am Theater, bald auch im Film. Sein Komödiantentum, sein zweifelnder und zugleich warmherziger Blick und nicht zuletzt seine sonore Stimme machen ihn von Anfang an zum Publikumsliebling. Dabei schien es zunächst, als sollte seine Wirkung auf die DDR und einige osteuropäische Länder beschränkt bleiben. Von 1955 an stand Armin Mueller-Stahl in erfolgreichen Kinofilmen und breit diskutierten Fernsehproduktionen vor der Kamera, in Arbeiten so bekannter Regisseure wie Frank Beyer und Slatan Dudow in der DDR sowie später Rainer Werner Fassbinder, Patrice Chéreau und István Szabó in Westeuropa. In den achtziger Jahren wagt er ohne Englischkenntnisse den Sprung nach Amerika und wird in Filmen von Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, Brian de Palma und vielen anderen zum internationalen Star, der aber auch immer wieder in großen deutschen Produktionen wie »Die Buddenbrooks« und »Die Manns« auftritt. Zu Mueller-Stahls Auszeichnungen gehören u.a. der Bundesfilmpreis, eine Oscar-Nominierung, der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Filmpreis für das Lebenswerk, die Carl-Zuckmayer-Medaille und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Der Filmhistoriker F.-B. Habel zeichnet Armin Mueller-Stahls überaus erfolgreichen Weg vor und hinter der Kamera nach und lässt ihn selbst zu Wort kommen. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine packende Reise durch die Welt des Films.
Schüren Verlag GmbH Klassiker des Fernsehfilms Das Beste aus 60 Jahren Fernsehgeschichte
300 herausragende oder exemplarische Fernsehfilme seit den 1950er Jahren. Der Fernsehfilm - bzw. das Fernsehspiel, wie es aufgrund seiner theaterhaften Ausrichtung in der Frühzeit hieß -, ist die einzige Kunstform, die das Medium Fernsehen hervorgebracht hat. Die Informationsmöglichkeiten selbst über die wichtigsten Produktionen dieses Genres sind indes nach wie vor gering. Dabei war es gerade das Fernsehspiel, das von Beginn der 1960er Jahre an, zu einem Zeitpunkt, als der deutsche Film in eine krisenhafte Erstarrung verfiel, einen explizit gesellschaftskritisch-aufklärerischen Anspruch erhob. Themen wie die Auseinandersetzung mit der verdrängten NS-Zeit und speziell der Judenvernichtung, der Ost-West-Gegensatz, die fiktionale Aufbereitung von Alltagsproblemen, das Milieu von Arbeitern und Angestellten, die vorurteilslose Betrachtung von sozialen Randgruppen, kamen - vor einem Millionenpublikum - fast nur im Fernsehen vor, während im Kino Lümmel- und Sexfilme liefen und der „Neue Deutsche Film“ sich eher an einen kleinen Kreis intellektueller Cineasten richtete. Dieser Anspruch, der auch die Gelegenheit zum Experiment und zur Provokation bot und den die Redakteure - im krassen Gegensatz zu heute - notfalls auch gegen das Publikum (das bei zwei Programmen ohnehin keine Wahl hatte) offensiv verteidigten, machte die 1960er und 1970er Jahre zur „Blütezeit“ des Fernsehfilms und zog auch Autoren aus anderen Bereichen an (Wellershoff, Kipphardt, Wohmann, Zadek, Fassbinder). Mehr als alle anderen kulturellen Gattungen ist der Fernsehfilm eine Art Fundus deutscher Zeit- und Alltagsgeschichte, als solcher aber noch kaum gewürdigt worden.
Er ist Musiker, Schriftsteller, Maler, war Clown und Chansonnier mit eigenen Liedern. Weltbekannt wurde der gelernte Konzertgeiger Armin Mueller-Stahl aber als Schauspieler – erst am Theater, bald auch im Film. Sein Komödiantentum, sein zweifelnder und zugleich warmherziger Blick und nicht zuletzt seine sonore Stimme machen ihn von Anfang an zum Publikumsliebling. Dabei schien es zunächst, als sollte seine Wirkung auf die DDR und einige osteuropäische Länder beschränkt bleiben. Von 1955 an stand Armin Mueller-Stahl in erfolgreichen Kinofilmen und breit diskutierten Fernsehproduktionen vor der Kamera, in Arbeiten so bekannter Regisseure wie Frank Beyer und Slatan Dudow in der DDR sowie später Rainer Werner Fassbinder, Patrice Chéreau und István Szabó in Westeuropa. In den achtziger Jahren wagt er ohne Englischkenntnisse den Sprung nach Amerika und wird in Filmen von Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, Brian de Palma und vielen anderen zum internationalen Star, der aber auch immer wieder in großen deutschen Produktionen wie »Die Buddenbrooks« und »Die Manns« auftritt. Zu Mueller-Stahls Auszeichnungen gehören u.a. der Bundesfilmpreis, eine Oscar-Nominierung, der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Filmpreis für das Lebenswerk, die Carl-Zuckmayer-Medaille und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Der Filmhistoriker F.-B. Habel zeichnet Armin Mueller-Stahls überaus erfolgreichen Weg vor und hinter der Kamera nach und lässt ihn selbst zu Wort kommen. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine packende Reise durch die Welt des Films.