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Suhrkamp Warum hassen wir die Lyrik? A1059360090
Die Lyrik wird heftig denunziert wie keine andere Kunstform sonst. Sogar die Dichter:innen selbst scheinen sie zu missbilligen »Darin, dass sie Lyrik hassen, sind sich viel mehr Menschen einig, als sich darüber einigen können, was Lyrik überhaupt ist.«, schreibt Ben Lerner. »Ich mag sie auch nicht, habe aber mein Leben weitgehend um sie herum organisiert und empfinde das nicht als Widerspruch, weil Gedichte und der Hass auf die Lyrik für mich unentwirrbar miteinander verknüpft sind.« Auf welche Weise sie miteinander verknüpft sind, das wird hier in einem straffen Panorama skizziert. Ben Lerner nimmt die Argumente der größten Lyrikfeinde in Augenschein, er lässt die besten und die schlechtesten Dichter:innen zu Wort kommen und erschließt uns beiläufig neuartige Perspektiven auf die Werke von Keats, Dickinson, McGonagall, Whitman und etlichen anderen. Und dabei versucht er, den grundsätzlich ehrenwerten Anspruch im Kern eines jeden Gedichts zu veranschaulichen – an dem die wahrhaft guten und die sagenhaft schlechten letztlich gleichermaßen scheitern. Hassen wir die Lyrik, weil wir sie nicht verstehen? Oder hassen wir die Lyrik, weil sie Lyrik ist? Ben Lerner hat die originelle, aufschluss- und voltenreiche Verteidigung einer Gattung geschrieben, die seit 2500 Jahren inkriminiert wird.
Das neue Buch des Mülheimer Dichters Rolf Blessing "Wichtige Dinge" erscheint erstmals im Gill-Verlag und damit in der bekannten Reihe "Gill-Lyrik". Rolf Blessing, 1957 geboren, studierte Verwaltungswissenschaften in Duisburg und Betriebswirtschaft in Bochum. Er ist viel gereist. Als bodenständiges Ruhrgebietskind wurde er von Stahl, Kohle und Fußball geprägt. Er schreibt Gedichte, Kolumnen, Kurzgeschichten, Kritiken und malt seit 1979. Ohne Hunde, Garten und Kunst geht es nicht und er schreibt nur über Dinge, die er kennt, gesehen oder selbst erlebt hat; meistens! Träume und Gedanken kommen manchmal auch auf das Papier.
Mit Dante, Petrarca, Lorenzo de’ Medici (und ihren Vorläufern), weiter Ariost, Torquato Tasso, Alfieri, Leopardi, Pascoli, D’Annunzio; Ungaretti, Montale, Saba und anderen bis zu Aldo Palazzeschi sind in dieser kleinen Anthologie die großen italienischen Dichter versammelt. Jürgen von Stackelberg hat 50 bedeutende, repräsentative Gedichte ausgewählt und neu übersetzt; seine Übersetzungen sind zugleich genau und bewahren den poetischen Ton des mit abgedruckten Originals, so dass hier ein ganz neuer Zugang zu 700 Jahren italienischer Dichtkunst eröffnet wird.
Der zweisprachige Band präsentiert 50 Gedichte, die besonders interessant und für den einzelnen Dichter kennzeichnend sind und einen Überblick über die Geschichte der englischen Lyrik geben: von Thomas Wyatt zu Beginn des 16. Jahrhunderts bis zu dem 1939 geborenen Seamus Heaney. Vertreten sind alle berühmten Dichter der englischen Literatur: unter anderem Shakespeare, Milton, Pope, Blake, Wordsworth, Lord Byron, Yeats, Owen, Auden.
Bei diesem Buch handelt es sich um eine 'persönliche Nachverdichtung' des Autors aus Anlass seines vor 40 Jahren erfolgreich hingelegten Starts in einen höchst ungewöhnlichen Bereich der Bestsellerei: der Lyrik! Sein erster Gedichtband 'Grundlos zärtlich' verkaufte sich über 300.000 mal, was ihn nicht davon abhielt, vier weitere Gedichtbände zu veröffentlichen ... 20 Gedichte pro Buch - darauf beschränkt sich diese bescheidene Jubiläums-Auswahl.
Allitera Striabäsn-Blues. Lyrik und Prosa A1077396316
»Striabesn-Blues« ist den Außenseitern unserer Gesellschaft gewidmet. Sie vagabundieren herum, strawanzen und stehlen dem Herrgott (und nicht nur ihm) den Tag – so meint man landläufig. Ein »Striabesn« ist also einer, der herumstreunt und überall ein bisschen »hineinschmeckt«, um sich dann sein eigenes Urteil zu bilden. Manchmal geht das gut und führt zu philosophischen Erkenntnissen, oft genug aber auch nicht. Dann verfällt der ein oder andere dem »Blues«. Aber sind wir nicht alle »Striabesn«? Strawanzen kann man nämlich physisch, freilich auch geistig, literarisch und poetisch. »Rumstrian« kann auch die Sprache. Die Prosa- und Lyriktexte von Norbert Göttler sind sowohl in bairischem Dialekt als auch in Hochsprache geschrieben. Das widerspricht sich nicht, sondern ergänzt sich. Beide Formen spielen sich den Ball gegenseitig zu. Oder treiben sich, im Idealfall, gegenseitig an. Ebenso ist es im Miteinander von gereimten und ungereimten Gedichten. Der Reim, von zeitgenössischen Autoren und Autorinnen nur mehr selten verwendet, hat seine bleibende Bedeutung in der Ballade. Gerade in ihrer mundartlichen Form hat sie ihren Charme in bissiger Authentizität und politischer Aufmüpfigkeit bewahrt.
Seit 2009 betreibt der Autor einen Blog, den Ösiblog, in welchem Herr Ösi, sein Alter Ego, fundamentale Weisheiten augenzwinkernd zum Besten gibt. Das Leben ist zu kurz, um es zu ernst zu nehmen, so die Devise. Herr Ösi denkt nach über Dinge, die dem handelsüblichen Bürger, gefangen im ewigen Hamsterrad, niemals in den Sinn kämen, darüber nachzudenken…
Angst macht Angst, Angst macht Politik und Angst macht Auflage. Ein Gedichtband, der Fürchten lehrt – und unterhält. Ein Leben in Angst: alle Menschen führen es. Vollkommen unmöglich, den Ängsten zu entkommen. Kaum ist eine Angst verdrängt, kommt die nächste um die Ecke, springt aus dem Schrank oder lauert nachts unterm Bett. Es wäre ein aussichtsloses Unterfangen, alle Über- und Unterängste zu klassifizieren, die Urängste zu suchen und ihnen Angststammbäume zuzuordnen. Vorgebliche Angstforscher sind oft -hasen, die es nicht wagen, die Sinnlosigkeit ihrer Arbeit und die Übermacht der Angst anzuerkennen. Der Lyriker und Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen hat aus Angst bzw. aus diversen Ängsten (Bedeutungslosigkeit, Armut, Prosa) einen Gedichtband geschrieben, der gar nicht erst versucht, Angst zu definieren oder Ängste zu bannen. Nein, er hat sich von besonders schönen und fürchterlichen Ängsten heimsuchen lassen, um sie zu beschreiben, zu loben und sie mutig genug! – wenigstens kurzzeitig in lyrische Form zu sperren. Ob das gut ausgehen kann? Fürchtet Mörder und Ganoven, fürchtet Schlaue wie die Doofen. Doch wer fürchtet, der vergisst, dass die Angst am schlimmsten frisst, wenn es Angst vor Lyrik ist.
GRIN Die Darstellung der Frau in der romantischen Lyrik
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, Note: 2,7, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Romantische Lyrik, Sprache: Deutsch, Abstract: Geschlechterdifferenz ist ein Thema, welches sowohl die Menschen, als auch die Literatur seit eh und je beschäftigt. Die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Rollen ist am besten in der Literatur nachvollziehbar, da sie dort gezielt eingesetzt wird, entweder um den derzeitigen Zustand jemandem näher zu bringen, oder in sozialkritischer Funktion, um dadurch Aufmerksamkeit zu erregen und, im Idealfall, was bewirken zu können. In beiden Fällen geht man davon aus, dass die Situation der damaligen Zeit wirklichkeitsgetreu geschildert und uns somit nahe gebracht wird. Deshalb sind literarische Werke ein exzellentes Medium, um Zugang zu Gesellschaft und Verhalten in einer bestimmten Zeit zu haben. Besonders zu einer Zeit, in der Medien wie Fernsehen, Internet und Radio nicht herrschten, sind schriftliche Werke der einzige Schlüssel zur Vergangenheit. In dieser Hausarbeit wird näher auf die Geschlechterrollen, insbesondere die Rolle und das Bild der Frau in der Romantik und explizit in der romantischen Lyrik eingegangen. Doch um verstehen zu können, was sich in der Zeit der Romantik verändert hat, ist es wichtig, einen Blick auf die Zeit davor zu werfen, da hier große Veränderungen sichtbar sind.
In der ernsten Gattung Lyrik gelten komische Gedichte als ‚lachhaft' und minderwertig. Dieses Buch möchte die Beziehung zwischen Ernst und Komik in der Lyrik neu bestimmen. Es zeigt zunächst, daß die Gattung sich über ihre formale Verdichtung definiert. Komik resultiert dann aus den Verformungen solcher Verdichtung. Damit eröffnet sich in kulturgeschichtlicher Perspektive an Beispielen von etwa 150 Autoren aus fünf Jahrhunderten ein eindrucksvolles Panorama lyrischer Komik. Es reicht von ‚Volkes Stimme‘ über ernste Satire und Groteske, scherzhafte Gattungen, spielerische Formen von Parodie und Nonsense bis zu poetologischen Spiegelungen und zu komisch-ernsten Misch-Formen (Teil I). Aber auch die ernste Lyrik der frühen Neuzeit und der Moderne ist wegen häufiger Überanstrengung der Form komik-gefährdet und gewinnt aus historischer Distanz tragikomische Züge (Teil II). Insofern ist Komik in der Lyrik ein kreativer Spiel-Genosse und Prüfstein des Ernstes und damit ein vielgestaltiges, vergnügliches, zugleich ernst zu nehmendes Fundament der Gattung.
Bernhard Sorg beschreibt in seiner Einführung die besondere Ausrichtung romantischer und naturalistischer Lyrik – etwa in ihrer besonderen Sicht der Natur, der Nation und Politik, der Religion und Technik, der Geschlechterrollen und der häufig anzutreffenden Parodien. Einzelkapitel beleuchten anhand eingängiger Interpretationen das Werk so unterschiedlicher Lyriker wie Heinrich Heine, Annette von Droste-Hülshoff, Eduard Mörike, Theodor Storm, Gottfried Keller, Conrad Ferdinand Meyer und Wilhelm Busch.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, einseitig bedruckt, Note: keine, Technische Universität Berlin, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Es handelt sich bei der Arbeit um die ausformulierten Lernmaterialien zur Vorbereitung auf das erste Staatsexamen im Fach Deutsch (Studienrat). Neben einer Einführung zum Thema des Kriges in der Lyrik des Expressionismus finden sich in den Unterlagen drei ausführliche Interpretationen der Gedichte "Patrouille" von August Stramm, "Der Krieg" von Georg Heym und "Grodek" von Georg Trakl. , Abstract: Der Begriff Expressionismus stammt vom lateinischen Wort expressio (Ausdruck) und bedeutet 'Ausdruckskunst'. Die Expressionisten lehnten sich gegen die Tradition des 19. Jahrhunderts auf, das schon lange kritisiert wurde, aber bisher nicht in einer solchen Schärfe . Auch Naturalisten, Neuromantiker und Impressionisten standen den damaligen Entwicklungen kritisch gegenüber, aber sie hatten sich eher leidend als polemisch verhalten. Die ablehnende Haltung gegenüber der Zeit wandelte sich bei den Expressionisten von Resignation zu einer ganz entschiedenen Verneinung. Sie kritisierten aktuelle zeitliche Entwicklungen wie zum Beispiel die Industrialisierung und Urbanisierung. In expressionistischen Gedichten findet man dementsprechend den Bruch mit der Tradition neben der Beibehaltung traditioneller lyrischer Formen. Expressionisten wollten vor allem Gefühle darstellen und ihre Gedichte waren durch eine extrem subjektive Sprache, Ekstase und Pathos gekennzeichnet. Ein typisches Merkmal der Zeit sind eine große Metaphorik und Farbsymbolik. Häufig fanden auch hässliche oder schockierende Elemente ihren Platz, wie zum Beispiel in den Gedichten von Gottfried Benn oder Georg Heym. Manche Autoren machten Sprachexperimente, missachteten grammatische Regeln und verwendeten häufig Neologismen . Der Autor August Stramm zeichnete sich beispielsweise durch die völlige Missachtung der traditionellen lyrischen Formen, Grammatik und Sprache aus. Wichtige Expressionistische Themen waren die Großstadt, der Ich-Zerfall, der Weltuntergang, Tod, Verfall, Krankheit und der Krieg. Im Folgenden wird erst auf das Thema des Krieges allgemein eingegangen. Nach einem Überblick über die geschichtlichen Entwicklungen der Zeit werden die Gefühle der Menschen genauer dargestellt. Danach folgt eine ausführliche Interpretation von drei repräsentativen Gedichten: "Der Krieg" von Georg Heym, "Patrouille" von August Stramm und "Grodek" von Georg Trakl. Abschließend soll der Umgang der Autoren mit dem Motivkreis verglichen werden.
Hansebooks Die plautinischen Cantica und die hellenistische Lyrik
Die plautinischen Cantica und die hellenistische Lyrik ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1897. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Anthologie Deutscher Lyriker seit 1850 ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1865. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts stellt ein besonders interessantes Kapitel der deutschen Lyrik dar. Große Namen zu Beginn: Stefan George, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal. Mit dem Expressionismus schloss sich eine produktive und intensive Phase an, Dadaismus sowie Gebrauchslyrik (Kästner, Tucholsky) folgten, bis zwischen 1933 und 1945 die NS-Lyrik den Ton angab, während andere Dichter sich in Innerlichkeit und Naturbeschreibung zurückzogen oder aus dem Exil heraus gegen das Dritte Reich anschrieben. Ralf Schnell beleuchtet in dieser so kurzen wie informativen Einführung das Werk dieser und anderer Autoren auch und vor allem anhand von kurzen Einzelinterpretationen.