Hardware und Treiber bräuchten unterschiedliche Bewertungen
Bei der Hardware finde ich nichts, wo ich meckern wollte.
Die effektive Auflösung reicht, und der Dichtebereich ist für richtig belichtete Bilder auch o.k.
Alle Mängel sind in den Treibern.
Es gibt noch keinen Treiber für MacOS12.
Der Treiber für MacOS11 in VueScan funktioniert nicht.
Die Negativ-Positiv-Konversion für SW ist viel zu hart und schickt helle und dunkle Partien in die Übersteuerung.
Auch der laufende Scan-Vorgang hält den Mac nicht im Wach-Zustand. Wenn man einen ganzen Film mit der “Negative”-Taste durchzieht, dann schläft der Mac mitten im Scan ein, und der Scan stoppt. Wenn man die Maus bewegt, geht es weiter.
Die Kratzer-Entfernung funktioniert, macht aber unnötige Zerstörungen im Bild, wenn der Kratzer über eine Kante im Bild geht.
Es gibt keine Möglichkeit, die Länge des Filmstreifens einzustellen. Position 5 und 6 werden immer mit gescannt, auch wenn die Bilderdienste alle nur Streifen mit 4 Bildern liefern. Damit dauert das Scannen 50% länger als nötig.
Das Einziehen des Trays geht auch nur, wenn die App vorne ist, sonst gibt es nicht vorhersehbare Verzögerungen, auch beim Auswerfen.
Jpeg2000 als einziges komprimierendes 16bit-Format wird nicht unterstützt, bleibt nur Tiff und GraphicConverter.
Scannen aus GraphicConverter will VueScan benutzen, geht also genau so wenig.
Ich hoffe nur, das VueScan unter MacOS12 diesen Scanner irgendwann bedienen kann, dann sind viele der Mängel umgehbar. Dann werde ich wohl einige SW-Negative noch mal scannen.
Den 135i habe ich für eine Bekannte besorgt. Da ich selbst den Nikon LS 9000 (für 6x9) und LS 5000 (für 35mm) habe, weiss ich, worauf es ankommt. Das Prinzip des 135i ist das gleiche wie beim LS 9000, d.h. mit Filmbühnen, die automatisch eingezogen und positioniert werden.
Der Scanner ist extrem solide gebaut, die Filmbühnen sind richtig gut und dank der Magnetverschlüsse sehr gut zu handhaben — hätte Nikon das doch damals gemacht!
Scanner an das MacBook angeschlossen, die CD in einen externen Player eingelegt, die Software installiert und losgelegt. Innerhalb kürzester Zeit war der komplette Filmstreifen gescannt. Ich dachte erst: Uih, das geht aber schnell mit der Vorschau — nein, das waren schon die Scans. Unglaublich. Er läuft sehr leise, der Steppermotor ist ein Traum. Die Software auch: Ich wollte ihr schon VueScan installieren, da haben wir herausgefunden, dass man über das Zahnrad noch höhere Auflösungen einstellen kann. Muss man aber nicht, die 3.600 dpi sind für Drucke bis A3 ausreichend.
Für Negativ- & s/w Filme ist der Scanner perfekt. Dagegen ist mein Nikon LS 5000 eine langsame und laute Kiste.
Ach so, Farbfilme in s/w wandeln geht natürlich auch. Bei der Scan-Geschwindigkeit ist es unerheblich, dass er gleich den ganzen Negativstreifen scannt, weil es so schnell geht. Soll heissen: Einzelne Negative oder Dias kann man nicht scannen, nur den ganzen Streifen oder Halter (für gerahmte Dias).
Die Infrarot-Funktion zur Staub- & Kratzerbeseitigung ist der Hit. Aber immer schön daran denken, diese Funktion bei s/w abzuschalten, sonst sehen die Fotos sehr schräg aus (das ist aber bei allen Scannern und s/w Filmen so).
Grosses Plus: Es liegt sogar ein USB-Kabel im Karton, d.h. Scanner kaufen, auspacken, anschliessen, loslegen. Qualitativ ist er dem Nikon LS 5000 ebenbürtig.
Meine Bekannte ist begeistert und scannt jetzt wie ein Weltmeister. Ich hatte mich schon auf viele Fragen und lange Hilfestellungen eingestellt — die sind nicht erforderlich, weil alles logisch und gradlinig aufgebaut ist. Klare Kaufempfehlung!
Gerät gut, Software unbrauchbar
Ich habe mir den Scanner vor einigen Tagen gekauft, um endlich mal meine DIA-Sammlung zu digitalisieren. Vor Urzeiten hatte ich mal einen NIKON Dia-Scanner der Mittelklasse besessen, aber nie das Gerät wirklich genutzt und schließlich verkauft. Irgendwie was alles zu umständlich, zeitintensiv und die SilverFast-Software ein Graus.
Aufgrund eines aktuellen Testberichts in einer Foto-Zeitschrift habe ich mir dann diesen Scanner bestellt. Das Gerät ist angenehm kompakt, die beiden Filmhalter wirken sehr robust. Die technischen Daten haben mich für meinen Zweck überzeugt. Letztlich will ich ca. 2.000 Dias für meinen Privatgebrauch in akzeptabler Qualität archivieren und in Erinnerungen schwelgen. Das Cover von National Geographic wird mir aber wohl verwehrt bleiben.
Die Installation ging problemlos. Die mitgelieferte Software wird diesem Scanner aber nicht annähernd gerecht. Zumal auf meinem Mac 7.200 dpi nicht möglich sind, obwohl beworben! Neben wenigen Einstellungen zu Auflösung, Staubentfernung, Speicherort, Dateityp etc. sind SEHR rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten zu Belichtung, Kontrast usw. möglich. Da verstehe ich den Hersteller nicht. Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart! Kuzentschlossen und aufgrund von Tipps habe ich dann VueScan gekauft. Nach jetzt ca. 100 Scans kann ich sagen, dass ich in dieser Kombi SEHR zufrieden bin. Die Qualität ist vergleichbar oder sogar besser als bei meinem damaligen NIKON, besser als abfotografieren mit DSLR und Makro-Objektiv einschl. aller möglicher Tricks und nach etwas Nachbearbeitung der TIFF-Datei in Lightroom auch so gut wie Vergleichsbikder von einem professionellen Scanservice. Zudem geht der Scanvorgang recht zügig über die Bühne. Bei 7.200 dpi inkl. Infrarotkanal zur Staubentfernung dauert es hier etwa solange, wie bei der Originalsoftware bei 3.600 dpi. Gemessen habe ich das aber nicht.
In VueScan sind zudem diverse Film-Profile hinterlegt. Aktuell habe ich das passende Kodak-Profil getestet und erkenne wenig Bedarf zur Nachbearbeitung. Lediglich etwas geraderichten, gelegentlich Kontrast, Helligkeit leicht anpassen etc., also nichts weltbewegendes. Außer, man will mehr aus dem Original holen, als man ursprünglich mal belichtet hatte.
Kann ich den Scanner empfehlen? Ja und uneingeschränkt. Die Bilddateien sind wirklich brauchbar. Kein Vergleich mit wackeligen Flachbett-Geschichten auch bei besseren Scannern. Aber auch kein High-End Scan. Das erwarte ich aber auch nicht für den Preis. Die Scan-Zeiten sind zudem schon beträchtlich. Also etwas als willkommene Abwechslung bei Routinearbeiten am Rechner, sozusagen der Erstz für eine Zigarettenpause. So bekommt man einen 50er-Streifen in guten 3 Stunden nebenher durch, wenn man sich die Nachbearbeitung dann für später "in einem Rutsch" aufbewahrt. Nur die Software lohnt kaum der Installation. Also mal bei VueScan auf der Homepage nachschauen. Vielleicht gibt es ja eine Aktion. zudem kann man viele andere Scanner ebenfalls damit betreiben. Ich habe jetzt meinen alten Dokumentenscanner wiederbeleben können.
Schnelle Inbetriebnahme war super. Das Gerät arbeitet fast lautlos. Die Software zur weiteren Bearbeitung der gescannten Dias oder Negative ist ausreichend.
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