Kurzes Fazit:
Scanauflösung: sehr gut (KB-Negativ wird bis zu 10.000 x 6.700 Pixel groß)
Scanqualität: gut (wenn das Material absolut staubfrei ist)
Software: ausreichend (gefühlt 20 Jahre alte Software, komische Bedienung, erfüllt aber ihren Zweck)
Preis-/Leistung: mäßig
Langes Fazit:
Ich erwarb dieses Gerät, da ich kürzlich mit analoger Fotografie als Hobby anfing und meine geknippsten Fotos nicht nur als Papierabzüge haben möchte, sondern auch in wirklich guter Auflösung digital archivieren und weiternutzen will.
Ja, ich kann die Papierabzüge im normalen Scanner einscannen, was ich auch getan habe, aber ich möchte auch direkt die Negative einscannen können, und mit höherer Auflösung.
Also habe ich im Internet geschaut und bin auf dieses Gerät für 250 € gestoßen, mit weitaus höherer Auflösung als die Dia-Scanner von Kodak & Co. für ~ 150 €.
Das Gerät kommt in einem guten Karton, mit einer DVD-Hülle mit 2 DVDs drin. Eine enthält die Treiber, die andere enthält die Software "SilverFast 8". Auf der DVD-Hülle steht auch der Lizenzschlüssel für die Software.
Nach der Installation der Treiber (aus dem Internet) und der SilverFast Software von der DVD ging es dann nun ans Scannen. Welch ein Graus! Die Bedienoberfläche von SilverFast hat die Anmutung, als würde man eine Zeitreise ins Jahr 2000 machen. Man kann dann mit dem "WorkflowPilot" auswählen, was man Scannen will (z.B. Negativ) und zu welchem Zweck (Verw. für Internet, Drucken oder auch Archiv). So entschloss ich mich für das Scannen von Negativen zur Archivierung, also mit bestmöglicher Qualität. 7100 dpi, 48 bit HDR RAW, als JP2 (TIF und so geht auch). Es erfolgt ein Vorschau-Scan, wo man anschließend den Scanbereich einstellen kann. Der finale Scanvorgang hat dann ein paar Minuten gedauert.
Das Ergebnis hinterlässt gemischte Gefühle. Die Auflösung ist grandios, mein Negativ hat eine Auflösung von 10.000 x 6.700 Pixeln. Allerdings sieht man sehr deutlich auch feinste Staubkörner, die sich auf dem Negativ niedergelegt haben, beim Einspeisen in das Gerät.
Wenn man den "WorkflowPilot" nutzt und z.B. auch die Farbanpassung "NegaFix" nutzt, dann muss man für jedes Negativ, das man scannt, den Filmtyp erneut auswählen. Was ziemlich doof ist, denn die Negative auf einem Streifen sind alle vom gleichen Filmtyp (z.B. Kodak Gold 200), also könnte die Software sich die Einstellung ruhig merken.
Hat man also keinen Reinraum und schafft es somit nicht, die Negative absolut staubfrei in das Gerät zu bringen, so bleiben einem nach dem Scan nur 2 Optionen: Nachbearbeitung oder damit leben.
Von diesem Gerät gibt es auch noch eine bessere/teurere Version (OpticFilm i135) mit Infrarotscanner drin, der automatisch Staub und Kratzer beim Scannen erkennen und kompensieren soll. Das Gerät kostet aber nochmal rund 150 € mehr als dieser OpticFilm 8100, aber das Geld muss man wohl investieren.
Ich werde den OpticFilm 8100 wohl wieder zurückschicken und schmerzhaft den Aufpreis für den OpticFilm i135 zahlen müssen, damit ich zufrieden sein kann.
Wirklich völlige Enttäuschung. DVDs werden mit der Scansoftware mitgeliefert. musste mir einen externen Zuspieler holen. Dann konnte die Software trotzdem nicht gelesen werden. Völlig unzumutbarer Preis. Da anscheinend ein neueres Model für 100€ weniger zur Verfügung steht und man auch keine +100€ für die neueste Software bezahlen muss (die die einzige ist, die man überhaupt downloaden kann). Also spart euch 200€ und holt euch das neuere Model!
Schnelle Lieferung, Ware erfüllt nicht den gewünschten Zweck
Der Scanner hält nicht, was in der Werbung versprochen wird. Sehr schlechte Scanqualität. Auch das Programm kann bei der Bildbearbeitung nichts verbessern. Rundum ein Produkt das sein Geld nicht wert ist!
Habe das Gerät zurückgesandt und eine günstigere Variante eines anderen Herstellers gekauft. Hier bin ich mehr zu frieden.
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