Das Objektiv passt wunderbar sowohl an die D500 als auch an die D90
Falls mein geplanter Urlaub wirklich stattfinden kann, habe ich in Ergänzung zu meinem 105 mm, 1: 2,8 Makro eine Alternative.
Alt, aber sehr gut in der Abbildungsleistung.
Es ist sicherlich nicht der Jungstar unter den Makroobjektiven, jedoch ist es optisch ganz bestimmt nicht schlechter als die moderne ART-Variante. Ich habe beide Objektive und habe sie an einer 50MPixel Eos 5Ds verglichen und konnte keine nennenswerte Unterschiede in der Abbildungsleistung erkennen.
Sigma baute früher die Gegenlichtblenden mit Filtergewinde. Wenn man also mit Filter arbeiten will, muss Der zwischen die Gegenlichtblende geschraubt werden. Das ist der wesentlichste Nachteil dieses Objektivs. Es hat einen Steppermotor und ist damit nicht leise und es verbraucht etwas mehr Strom als die moderne ART-Version. Der Autofokus arbeitet konventionell mechanisch und nicht wie beim Art, elektronisch. Ich empfinde dies als deutlich vorteilhafter denn man verliert durch die indirekte elektronische Fokussierung, das Feingefühl. Das "Art" ist nicht tadellos. Das war es dann aber auch schon. Wer also mit den Manko der Gegenlichtblende leben kann, kann sich viel Geld sparen und bekommt ein wirklich gutes Stück Glas.
Gute und scharfes Objektiv, das allerdings mechanisch in Ordnung sein sollte!
Die Rezension bezieht sich auf das schon ältere 28-70 mm f2,8 D Zoomobjektiv von Sigma, das keine Makrofunktionen aufweist und einen Mindestabstand von 50 cm erwartet.
Es ist aufwändig gebaut, besteht fast vollständig aus Metall und ist eigentlich auch recht solide. Leider gibt es ein paar Schwachpunkte: der recht schwere Korpus wird innen nur von 3 kleinen, sich gelegentlich lockernden Schräubchen gehalten. Die in den Kulissenbahnen für die Zoomverstellung gleitenden Kunststoffröllchen zerlegen sich auch schon einmal. Beides führt zu Spiel und einer u. U. deutlichen Unschärfe, ist aber durchaus reparabel.
Ansonsten ist das Objektiv nämlich sehr scharf und macht hervorragende Bilder. Sigma stand damals in Wettbewerb zu den Profiobjektiven der Kameraherstellen und gab sich hier keine Blöße. Der Autofokus ist genau und für einen Stangenautofokus auch recht flott. Allerdings dreht sich die Frontlinse (einschließlich Filter und Gegenlichtblende) mit. Einen eigenen Zoommotor besitzt das Objektiv nicht. Es ist für die kleineren Nikons (D 3x00 und D 5x00) deshalb nicht gut geeignet, abgesehen von der Tatsache, dass der Zoombereich nur für Vollformat Sinn ergibt. Ein Wermutstropfen ist, dass das Objektiv weder von meiner Nikon D810 noch von meiner D7000 für die AF-Feinabstimmung korrekt erkannt wird, obwohl die EXIF-Daten in die Photos eigentlich richtig übernommen werden. Dies kann eine Rolle spielen, wenn man andere ältere Sigma-Objektive mit einer anderen AF-Feinabstimmung einsetzen will. Eine Vignettierungskorrekturfunktion der Kamera sollte ausgeschaltet sein, da ansonsten die Bildecken im Weitwinkelbereich deutlich heller werden.
Vorausgesetzt, man erwisch ein mechanisch intaktes Exemplar, kann man hier ein ausgesprochenes Schnäppchen eines hervorragenden Objektives machen, zumal es deutlich billiger als Nikons 35-70 mm f2,8 angeboten wird!
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